Titel: „Ein Pokal für den Schakal“
Verlag: NordSüd (hier klicken)
Autorin: Jule Wellerdiek
Illustrationen: Jule Wellerdiek
ISBN: 978-3-
Zum Inhalt:
Es steht eine große Preisverleihung für die beste Frisur an und der Schakal geht fest davon aus, dass er – wer auch sonst? – diesen Preis gewinnen wird. Aber es kommt anders und die Gans wird für ihre Haarpracht ausgezeichnet. Der Schakal grämt sich sehr ob dieser Entscheidung und findet sie nicht fair. Kurzerhand ruft er eine eigene Preisverleihung ins Leben und lädt alle Tiere auf den Marktplatz ein. Dann endlich erhält er einen Pokal – für den besten Schakal!
Die anderen Tiere feiern den Schakal, ziehen aber in den nächsten Tagen nach, bis irgendwann alle einen Pokal oder eine Medaille gewonnen haben. Wieder muss sich der Schakal etwas ausdenken. Und das tut er auch. Was? Das verrate ich hier natürlich nicht!


Meine Meinung:
Eine erfrischende Geschichte mit tollen Illustrationen – Jule Wellerdiek* hat wieder gezeigt, was sie kann! Die Illustrationen entführen in eine heimelig wirkende Stadt, in der die verschiedensten Tiere ofensichtlich glücklich und fröhlich zusammen leben. Vor allem aber wird deutlich, dass jedes Tier etwas anderes gut kann oder eine besondere Eigenschaft besitzt – eine schöne Parallele zur Vielfalt in der menschlichen Gesellschaft. Was die Tiere aber von der Menschheit (zumindest der im Jahre 2026) unterscheidet ist ihr Zusammenhalt: sie feiern jeden Sieger, jede Beste und jeden Preis, den ein anderes Tier als sie selbst gewinnt. Nur der Schakal ist unzufrieden, gierig und ein bisschen gemein und verschlagen. Dabei ist er allerdings trotzdem irgendwie sympathisch, wozu die Bilder maßgeblich mit beitragen.
Leseempfehlung:
„Ein Pokal für den Schakal“ gehört wieder einmal zu den Bilderbüchern, die ich ohne Einschränkungen allen empfehlen möchte, sowohl privat als auch im beruflichen Kontext. Der Verlag empfiehlt die Geschichte ab 4 Jahren, wobei an den farbenfrohen Bildern auch schon jüngere Kinder Freude haben dürften. Kinder im Grundschulalter werden den Schakal auch mögen, da die Illustrationen nicht zu kindlich sind. Vor allem können die Kinder eurer und meiner „Zielgruppe“ viel mit dem Gefühl des Schakals anfangen, etwas Besonderes zu sein, vielleicht sogar in irgendetwas der oder die Beste. Dazu bietet das Buch geeignete 💬 Gesprächsanlässe (Wie geht es dem Schakal? Warum will er unbedingt einen Pokal gewinnen?…) oder auch Schreibanlässe (Wofür kann welches Tier einen Preis gewinnen? Was kann ich / können die Kinder in unserer Klasse besonders gut?…). Im Kunstunterricht könnten zudem Medaillen oder Pokale gezeichnet oder aus Pappmaschee gestaltet werden. Wie so oft sind die Zugänge zum Buch vielfältig!
Vielen Dank an den NordSüd-Verlag für das druckfrische Rezensionsexemplar!
Katha
* Von ihr habe ich bereits „Holgers Haus“ im Regal stehen und die Bücher vom Geräuschehändler. Besonders freue ich mich als Ostwestfälin darüber, da sie „hier wech“ kommt.
