Rezension: „Ich bin Yola.“

2019-06-05 11.44.10.jpgTitel: „Ich bin Yola. Wer bist du? –  Meine Freunde aus der ganzen Welt“
Verlag: Duden (hier klicken)
Autorin: Janine Eck
Illustrationen: xxx
ISBN: 978-3-411-72654-7

Zum Inhalt:
Das Buch ist ähnlich aufgebaut wie ein Poesiealbum oder Freundebuch. Zuerst stellt sich Yola vor, deren Familie aus Griechenland stammt, und schreibt von ihren Wünschen und Vorlieben.
Darauf folgen ebenso die Kinder aus Yolas Kindergartengruppe. Sie alle erzählen ein bisschen von ihren Heimatländern. malen und lassen uns an „ihrer“ Kultur teilhaben. So erfährt der Leser, dass Kinder aus verschiedenen kulturellen Hintergründen zusammen leben und die Kita besuchen.
Am Ende des Buches gibt es noch eine kleine Ausspracheschule für die wichtigsten Wege der Kontaktaufnahme zwischen Kindern.
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Meine Meinung:
Ich finde die Idee, dieses Buch als Poesiealbum zu gestalten, hervorragend. So kann niederschwellig der Kontakt zu anderen Kulturkreisen hergestellt werden und Kinder können feststellen, dass es völlig normal ist, wenn andere Kinder eine andere Hautfarbe oder einen anderen Glauben, eine andere Sprache oder andere Essgewohnheiten haben.
Mein einziger Kritikpunkt ist die etwas einseitige Auswahl der Kinder und Herkunftsländer: ich würde mir eine breitere „geografische Streuung“ wünschen – um das Buch z.B. in meiner Schule einzusetzen, sollten unbedingt auch Kinder mit russischer Familientradition dabei sein und evtl. jemand aus dem asiatischen Raum. Der Schwerpunkt liegt (evtl. ausgehend von der aktuellen Flüchtkingsproblematik?) sehr auf dem arabischsprachigen und dem afrikanischen Raum.
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Leseempfehlung:
Für alle Kindergartenkinder, aber auch für Kinder der frühen Grundschuljahre bietet dieses Buch spannende Gesprächsanlässe. Mit meinen eigenen Kindern (4, 7) habe ich die Seiten sehr interessiert durchstöbert.
Als Lehrerin denke ich sofort an ein analoges Projekt, bei dem die Kinder einer Klasse auch solch ein freies Buch gestalten und die Kultur oder sonstige Besonderheiten ihrer Familie einbringen können.

Vielen Dank an den Duden-Verlag für das druckfrische Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

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Die Medienecke

Nach ein paar Wochen Vorlauf mit Planung, Neuplanung, Drucken, Laminieren und Anordnen ist nun die neue Medienecke im ZfsL fertig:
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An dieser Pinwand, die für die Fachleitungen und LAA beider Schwerpunkte (Primar und GyGe) zugänglich ist, habe ich erstmal alles gesammelt, was mir an Informationen wichtig ist. Ich hoffe, das sie weiter „lebt“ und sich immer mal wieder verändert, weiter füllt und andere Schwerpunkte einfließen können.

Wenn jemand die Inspiration aufnehmen möchte, biete ich hier mal die Links gesammelt an, die ich größtenteils im #twitterlehrerzimmer gefunden habe. Ihr merkt schon, in welche Richtung ich euch momentan verstärkt influence, oder? 😉

Ganz links: „Fortbildung“ – hier kommen Angebote hin, an denen alle Angesprochenen teilnehmen können. Micro-Fobi gibt es auch als Kurskiosk, als digitale Mittagspause oder unter diversen anderen Namen online zu finden.
Dazu noch Links mittig: Thema PLN (Persönliches oder Professionelles Lern-Netzwerk):
– Sketchnote „PLN“ von Jan Vedder hier
– Sketchnote „Was ist Twitter?“ von Marc Albrecht Hermanns hier
– „Twitter ist die beste…“ von Holger Jessen-Thiesen nach Frau Sonnig hier
– die Vögelchen von Frau Dromedar hier

Mitte unten: Sharing is caring
– die App, mit der man bei uns im ZfsL auf die Displays streamen kann (MirrorOp). Hier geht es zu den Downloads und zum Support – das ist aber nur für NRW-ZfsL interessant.
– die Frage nach den richtigen Lizenzen (OER) von Barbara Klute und Jöran Muuß-Merholz hier

Rechts: Tablets im Unterricht (steckt auch Smartphones im Unt. mit drin…)
– die Sketchnote „Smartphones im Unterricht“ von Marc Albrecht Hermanns hier
– die Sketchnote „Tools für den Unterricht“ von Marc Albrecht Hermanns ebenfalls hier

Rechts unten: Lesetipps
– QR-Code zum Medienkompetenzrahmen (MKR) für NRW und dazu gehörige pdf hier
– Padlet „Digitale Werkzeugkiste“ von Arthur Thömmes hier

So, zuletzt noch die Deko. Hier gibt es die Überschriften und hier findet man die coolen scrabblemäßigen Buchstaben in Holzoptik.

Wer weitere Tipps sucht, geht am besten zuerst zur Digitalen Werkzeugkiste und dann evtl. noch zu meinem vorigen Blogeintrag über das Analoge DigitaLexikon oder schaut sich die tollen Materialien der DiBis an.

Beste Grüße
Katha (die noch nienienie soooo viele Links in einem Eintrag versammelt hat und es auch nie wieder tun will!)

Geschichten planen – Fortsetzung

Unser Padlet zum Planen der Superhelden-Geschichten hat sich schon ein bisschen gefüllt:
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Kurz zur Erinnerung – so sind die Spalten erklärt worden (hier der Blogbeitrag):
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Die Kinder haben die Anwendung der etwas anderen Pinwandform schnell durchschaut (beim ersten Anlauf hatte ich keine Spalten) und begannen erst zögerlich, dann immer motivierter, ihre Ideen zu verschriftlichen.

Ihr seht schon, dass die Beiträge bislang eher kurz sind – daran arbeite ich u.a. durch Kommentare, die zum Erweitern der Ideen anregen. In der vierten Spalte seht ihr, dass eine Schülerin das schon angenommen hat und ihren Zettel erweiterte.

Dadurch, dass ich als Padlet-Ersteller angemeldet war, konnte ich die Zettel der Kinder rechtschriftlich korrigieren, da es ja hier um Inhalte geht. Manchen Kindern konnte ich auch die Korrekturvorschläge direkt sagen und sie setzten sie selbst um.

Neben dem Tippen der eigenen Ideen war vor allem das „Liken“ sehr beliebt. Die Kinder redeten quer durch den Computerraum immer wieder darüber, wer schon wie viele Likes/Herzen hat und wer die vergeben hat. Das möchte ich in der Folgestunde noch versuchen zu unterbinden.

Das Kommentieren wurde bislang kaum und nur vom leistungsstärksten Schüler genutzt – auch hier muss ich noch ein bisschen mehr von den anderen einfordern.

Wenn die Sammlung fertig ist, möchte ich die Stichworte exportieren (oder abtippen) und als Tippzettel allen SuS zur Verfügung stellen, wenn es an das Schreiben geht. Dann werden die Kinder von mir als nächsten Schritt den Erzählplan bekommen, um aus den verschiedenen Ideen einen möglichst konkreten Plan für ihre Geschichte zu machen.

Für heute ist es das mit den Eindrücken aber: Fortsetzung folgt!

Katha

Geschichten planen

Und nochmal Padlet im Einsatz. Die digitale Pinwand kommt morgen mit einem Teil meiner Drittklässler zum erneuten Gebrauch:

Wir werden demnächst verschiedene Geschichten schreiben im Rahmen einer Vier-Wochen-Schreibaufgabe (erläutere ich noch genauer) und die morgige Förderstunde nutze ich mit einem Drittel der Kinder, um nochmal gemeinsam über Texte nachzudenken. So sieht das Padlet aus, das die Kids morgen bekommen:
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Zuerst darf jedes Kind seine eigenen Ideen aufschreiben, danach auch die anderen kommentieren oder mit einem Herzchen bewerten. Nochmal kurz zur Info: Padlet ist eine in der Basisversion kostenlose Software für PC und als App. Wer eine Pinwand erstellen möchte, muss sich registrieren – Teilnehmer (also in diesem Fall die Kids) brauchen einen Link oder QR-Code, um daran mitarbeiten zu können.

Beste Grüße
Katha

Das Analoge DigitaLexikon

Im Zuge der Digitalisierungs-Debatte gibt es eine Menge Interessantes zu lesen – vieles davon online. Wie aber bekomme ich wenig digi-affine Kolleginnen und Kollegen dort überhaupt hin?

Da wir im ZfsL (Studienseminar) inzwischen mit ersten Tablets bzw. fast alle Fachleitungen dort mit einem Smartphone ausgestattet sind, habe ich eine Mischform aus analog in die Hand zu nehmendem Buch mit digitalen Inhalten gebastelt: das Analoge DigitaLexikon ist eigentlich ein Flip-Fotoalbum, in dem ich die für mich/uns relevantesten Themen und Impulse kurz erklärt und dann durch QR-Codes direkt passende Online-Quellen zugänglich gemacht habe.

Vor einigen Wochen habe ich die Idee mal im #twitterlehrerzimmer geteilt und dort innerhalb von Stunden mehrere MithelferInnen gehabt, die Korrektur gelesen, Bildrechte geprüft, Bilder getauscht und neue Karten geschrieben haben. Wow! Kollaboration at its finest – deutschlandweit und doch um die Ecke.


Damit der kollaborative Gedanke weiter lebt, findet ihr in der Datei zum DigitaLexikon einen recht ausführlichen Text von mir zur Einleitung und die Erlaubnis respektive Bitte, selbst aktiv zu werden und das Ding wachsen zu lassen.

Vielleicht könnt ihr das Ganze ja als Grundlage für was Eigenes gebrauchen oder findet eine Auswahl aus den schon vorhandenen Ideen. Hier isses: DigitaLexikon auf OneDrive

Beste Grüße
Katha

Schnelles Schreibspiel

Ich mag ja Spiele und Aufgaben, die mit keinem oder wenig Material (und gern ohne Kopieren) auskommen. Dieses ist so eins:

Jedes Kind braucht ein Blatt (A5 reicht prinzipiell, Linien sind kein Muss, aber hilfreich). Auf dieses Blatt schreibt es eine Person. Das kann ein Name (nicht aus der Klasse!!!) sein, eine Berufsbezeichnung o.ä. – ich gebe immer ein paar Beispiele. Wer fertig ist, klappt den oberen Rand des Blattes so um, dass man den Namen nicht lesen kann.
Dann werden die Zettel in abgesprochener Richtung weiter gegeben (immer beibehalten). Ohne Nachzulesen (!!!) schreibt nun jedes Kind auf seinen neuen Zettel ein Verb in der 3. Person Singular. Auch hierfür gebe ich immer Beispiele (wie man auf den Bildern sieht, klappt es dennoch nicht immer…). Wieder wird danach umgeklappt und weiter gereicht. So kommen noch eine Zeitangabe, eine Angabe, mit wem und eine Ortsangabe hinzu. Ihr merkt schon, dass das Erklären einfacher wird, wenn die SuS die Satzglieder kennen. Unter Klasse 3 habe ich es bislang noch nicht gespielt.

Nach dem letzten Weiterreichen darf dann jedes Kind seinen Zettel entfalten und lesen, gern auch vorlesen. Es entsteht erfahrungsgemäß ein ziemlicher Bohei, weil die Sätze immer witzig, manchmal auch echt schräg oder blöd sind.

Viel Spaß beim Ausprobieren!
Katha