Briefe schreiben – Brieffreunde finden

Als zweiter bewerteter Text darf sich die Monsterklasse demnächst mit dem Format „Brief“ beschäftigen. Los geht es dieser Tage mit einem Brief, den unser Klassenmonster Mona von einer Urlaubsbekanntschaft* bekommen haben wird:2019-01-05 21.44.54.jpg

Daran werden wir zum Einen inhaltlich erarbeiten, wie wir für Mona eine Antwort verfassen und zum Anderen die formellen Aspekte eines Briefes klären.
Recht klassisch werden wir dann erstmal sammeln, was jeder von uns gern tut und mag und dann einem möglichen Brieffreund einen „Einladungsbrief“ a la Rokko** zu schreiben.
Das Schülermaterial dazu kommt von einer meiner beiden besten Freundinnen, die momentan auch eine 3 unterrichtet undgern dabei ist. Sie wird das Thema Briefe dann nach uns aufgreifen. Zwei Fliegen und so…

Um für jedes Kind eine Merkhilfe für alles Formale an der Hand zu haben, nutze ich das neu gestaltete Materialpaket der Deutschen Post, das man unter Post und Schule bestellen oder herunterladen und ausdrucken kann. Die begleitenden AB mit Rahmengeschichte kann man nutzen, muss man aber nicht unbedingt. So sehen die Merkzettel aus, die ich den SuS geben werde:
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Wenn’s gut läuft und ich noch Doppelstunde Kunst finde, dann gestalten wir noch eigenes Briefpapier und falten hübsche Origami-Umschläge. Das könnte ich mir am PC gut vorstellen, mal wieder was mit Paint machen oder so…

Wenn es dann an den Aufsatz geht, arbeiten wir wieder mit einem Bewertungsraster, das den Kindern frühzeitig bekannt ist und ein hohes Maß an Transparenz auch für die Eltern bietet. Wer das brauchen kann, bekommt es gern hier als pdf: bewertungsraster brief und hier in der editierbaren Version: bewertungsraster brief

Beste Grüße erstmal soweit,
Katha

* Mona war im Herbst 2017 für einige Wochen verschollen, nachdem sie mich und die Männer nach Norderney begleitet hatte. Ihr Cousin, das Wurmmonster Mino, sprang uneigennützig ein und ist seitdem unser Co-Klassenmonster. Mona tauchte dank der Spendierhose des Monster-Bildschirmreinigertier-Herstellers dann auch irgendwann wieder auf und lebt jetzt wieder glücklich in der 3b. An den Wochenenden dürfen die Kids jetzt aussuchen, ob sie Mona oder Mino mitnehmen wollen – beide werden heiß geliebt. Aber das ist eine andere Geschichte sind zwei andere Geschichten, die ich hoffentlich bald auch mal aufgeschrieben bekomme…

** Rokko ist mir bei Pinterest über den Weg gelaufen – ich finde, er ist ein ziemlich cooler Typ! Seine Schöpferin Clarissa Schwarz näht Sockenmonster.

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Messefund: „The boy who dreamt“

Auf einer Messe über Haus und Garten, Touristik und Hochzeit* erwarte ich ja Vieles – aber Autoren-Newcomer eigentlich eher nicht… Dennoch stand genau so einer etwas verlassen und schüchtern neben den Brautkleidern und dem Eingang zur Kinderspielwelt, wohin sich der Möppel mit seiner zufällig getroffenen Kindergartenfreundin verdrückt hatte.

„The boy who dreamt“ gefiel mir direkt vom Cover her schonmal sehr gut – zurückhaltend, neugierig machend, englisch. Also habe ich mal reingelesen und war beeindruckt. Der Autor Joshua Dau ist 17 und hat das Buch selbst geschrieben und illustriert. Von sowas habe ich mit 17 geträumt…
Auf eine sehr lyrische Weise erzählt er die Geschichte eines Jungen, die als Traum beginnt und als Rückblick endet. Eine große Ermutigung, seine Träume wahr werden zu lassen, egal, wie unerreichbar sie erscheinen mögen.

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Langer Rede, kurzer Sinn: Buch gekauft. Und sogar signiert bekommen. 😉  Also schreibe ich darüber und teile diese Neuentdeckung mit euch. Wer die Messe verpasst hat, kann das Buch bei Amazon erwerben, habe ich gesehen. Ich finde ja, solch ehrgeizige Projekte kann man schonmal unterstützen.

Beste Grüße,
Katha (die jetzt auch mal träumen geht)

* seltsame Mischung, oder?

Wortfamilien-Witz

Eine der letzten Aufgaben aus dem Arbeitsfeld „Wortfamilien – Rechtschreibung lernen mit Wortbausteinen“ war diese:

Es ging darum, zu einem vorgegebenen Wortstamm zuerst mündlich in PA mehrere Wörter zu finden und aus diesen dann einen möglichst langen Satz zu machen. Somit waren veschiedene Anforderungsbereiche gefordert: anwenden, indem man zum Wortstamm wie geübt Verben und Nomen findet und weiterdenken, indem man diese Wörter zu einem sinnvollen und sprachlich richtigen Satz zusammen setzt.
An der Tafel hatten wir zuerst gemeinsam gestartet: Zum Wortstamm „fahr“ kam der Vorschlag

Der Fahrer fährt.

Nach anhaltendem Nachbohren und vielen Meldungen hieß unser Satz am Ende

Der Fahrer fährt im Fahrschulfahrzeug mit seinem Beifahrer zur Fahrschule und begegnet dabei einem Motorradfahrer, der sehr schnell fährt.

Da wurde jedem klar, worum es in der folgenden Aufgabe geht. Zum Aufschreiben hatte ich Streifen vorbereitet, auf denen ich nur den Wortstamm und eine Schreiblinie vorgegeben hatte.
Alle Partner starteten sehr motiviert, die Ergebnisse waren aber extrem unterschiedlich – sowohl quantitativ als auch qualitativ… Hier mal ein paar Eindrücke:
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Besonders gefreut habe ich mich aber am Stundenende darüber, dass es auch noch SuS gibt, die sprachlich fit sind und auch noch Wortwitz haben. Dieser Zettel wurde mir voll Stolz und mit einem schelmischen Grinsen präsentiert:
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Herrlich, oder? Eine Kollegin meint, dass sie meinen Namen im Sinne dieser Wortfamilie noch nie betrachtet habe…

Zur Differenzierung kann man in solch einer Aufgabenform auch die Wortstämme zuordnen, da sie ja einen sehr unterschiedlichen Anspruch mitbringen: flieg lautet um zu flug, fahr und lauf hingegen haben wir schon behandelt, zu such gibt es nur wenig und zu sonn mussten die Kinder erstmal gehörig nachdenken…

Nun ja – dennoch bin ich ein großer Fan von Aufgaben, die heruasfordernd sind. Nicht jedes Kind kann sie umsetzen, aber auch das finde ich ok. Wenn ich nur Aufgaben stelle, die jeder irgendwie schafft, dann habe ich gegenüber Eltern eine Argumentationsgrundlage weniger, wenn es um nicht bzw. nur ausreichende Leistungen oder später um die Schulformempfehlungen geht…

Beste Grüße,
Katha

Was man öfter mal tun sollte

Definitiv besuche ich meine Freunde und Bekannten viel zu selten. Schnell habe ich was Wichtigeres zu tun, ein zu kleines Zeitfenster, muss Kinder abholen oder noch an den Schreibtisch. Vermutlich kennen die meisten, die hier mitlesen, das auch.

Heute kam ich von einer Besprechung mit meiner Kollegin anderthalb Städte weiter und plante eigentlich die direkte Rückkehr an den Arbeitsplatz – Mails beantworten, Termine abgleichen, vorbereiten… Dann kam ich an einem Wegweiser vorbei, der mich auf das Dorf hinwies, indem eine alte Studienfreundin von mir mit ihrer Familie lebt. Da bin ich einfach mal spontan abgebogen und habe bei ihr geklingelt.

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Einen Tee zusammen getrunken, eine Menge Quatschen aufgeholt und mit einem dicken Grinsen nach ner Stunde weiter nach Haus gefahren. Viiiiel besser als „148 Mails checken“!

Für mich steht fest: das versuche ich jetzt öfter mal. Natürlich ist nicht jeder potentiell daheim, aber mal anrufen und nachfragen werde ich bestimmt jetzt ab und an mal!

Und nachdem ich mich dann sogar noch motivieren konnte, den Möppel von der Schule abzuholen und dazu eine halbstündige Runde durchs Dorf zu drehen, kann ich mich jetzt beruhigt dem Krimi widmen.

Beste Grüße,
Katha

Da isser wieder, der Alltag…

… doch die Monster waren nicht nur vollzählig körperlich anwesend, sondern sogar größtenteils recht arbeitsfähig.
Wir haben heute so bedeutungsvolle Wörter wie Brainstorming gelernt und im Computerraum ein bisschen ausprobiert, was Google Maps so alles kann. Dass man auf einer solche weltbekannten Webseite die eigene Schule, ja sogar das eigene Haus erkennen kann, hat doch noch die meisten sehr fasziniert und begeistert.

In Deutsch ging es heute wie montags üblich mit dem Satz des Tage los: „Ein neues Jahr hat begonnen.“ – lesen, Stolperstellen besprechen, abschreiben, kontrollieren. Ich zähle bei jeder Kontrolle die Gesamtfehlerzahl der Klasse zusammen und notiere sie an einem festen Tafelplatz. Seitdem herrscht echter Ehrgeiz, den Wert der Vorwoche zu unterbieten und bei Null Fehlern auf 21 Kinder sogar hausaufgabenfrei zu bekommen. Aktuell stehen wir beim Rekord von nur einem Fehler…

Im Anschluss haben wir dann „gebrainstormt“ (oder „braingestormt„?), welche Wörter gut zu den Winterferien passen, die hinter uns liegen. Das Ergbnis an der Tafel seht ihr hier (ja, sorry! Trennungsfehler im Titel…):
Winterferien.jpg
Da es als HA gilt, ein paar Ferienerlebnisse zu malen und dazu zu schreiben, haben die OGS-Kinder somit gleich eine Ideensammlung vorliegen. Und damit die armen Seelen, die daheim arbeiten müssen, auch was zum Orientieren haben, habe ich die Tafel kurzerhand abfotografiert und fix auf A5 ein paar Mal ausgedruckt. Das fanden sie dann doch ein wenig beeindruckend und ziemlich nett, die kleinen Monster…
Zum Schreiben habe ich dieses Jahr die „Winterferien-Schnappschüsse“-Vorlage vom MaterialGuru verwendet.

Beste Grüße an alle, die heute auch gestartet sind,
Katha

„Simple Simon says“ = „Alexa, do!“ ??

Während ich am Schreibtisch sitze und sortiere, abhefte, räume etc. (was man eben in den Ferien so tut), nimmt nebenan der Möppelpapa seinen EchoDot in Betrieb.

Da fällt mir eines auf: genau wie beim beliebten Spiel „Simple Simon says“ reagiert Alexa nur dann, wenn man vor seine Anweisung ihren Namen setzt. Wenn jetzt nochmal wer in der Klasse das Spiel nicht versteht, weiß ich ja, wie ich die Erklärung modern und lebensweltorientiert variieren kann.

Alexa, Danke!

Katha

Nibbels

Des Möppels liebstes Buch in den Ferien war „Nibbels“. Er hatte es sich in der hiesigen Stadtbibliothek ausgeliehen (die mir noch sympathischer war, als sie noch Stadtbücherei hieß…) und direkt vor Ort musste ich es schon vorlesen.

Nibbels knabbert gern an allem, am liebsten aber an Büchern. So knabbert er sich in verschiedene Märchenbücher hinein, deren Handlung er dadurch ziemlich verändert. Die Märchenbücher sind dann auch wirklich ins große Buch hinein „gebaut“ und man verlässt mit Nibbels die eigentliche Geschichte immer wieder. Dieses Konzept ist mir neu und hat uns Dreien eine Menge Spaß bereitet.

In den folgenden Tagen wiederholte sich das Vorlesen im Bett, auf dem Sofa und sogar beim Frisör, während wir auf das Möppelchen warteten… „Am liebsten würde ich das Buch behalten!“ war Möppels Fazit daraus. Da das nicht geht und ihm 15€ zum Selberkaufen dann doch zu viel waren, beschlossen wir, uns selbst Nibbels-Bücher zu basteln, die wir dann ja immer behalten können.

Hier also „Nibbels – Original und originell“:
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Da Möppelchen Nibbels ebenfalls toll findet, setzten wir uns als zu dritt an den Küchentisch, holten Papier, Malunterlagen, Stifte und nach und nach noch buntes Papier, Filz und sonstwas dazu und legten los:
Der Große (Zweitklässler)  malte und schrieb sein Buch komplett alleine und orientierte sich dabei doch recht eng am Original:

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Der Kleine fantasierte die Geschicht ein bisschen weiter und überlegte sich somit ein neues Nibbels Abenteuer (in dem übrigens alle Nibbels original vom knapp Vierjährigen gezeichnet wurden!):

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Witzigerweise lebt der kleine Mann so in seiner Geschichte, dass er sie fast wortwörtlich „vorlesen“ kann. Dabei zeigt er auch immer auf die jeweiligen Textteile – zuckersüß!

Damit der heutige Eintrag dann nicht nur unter „Muttitratsch“ läuft: Warum nicht auch mal (wieder) sowas in der Schule umsetzen? Es gibt soooooo viele schöne Bilderbücher, die man nacherzählen, umerzählen oder weitererzählen kann!

Beste Neujahrsgrüße,
Katha