Die Reflexionskiste

Wenn man sich in anderer Leute Unterricht umsehen kann/darf/muss, kommen unweigerlich neue Ideen in den Kopf.

Vor Kurzem lernte ich so die Reflexionskiste kennen. Diese tolle Idee darf ich in Absprache mit der „frisch gebackenen“ Kollegin hier mit euch teilen:
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Wenn ihr auch Kinder unterrichtet, denen in Reflexionsphasen manchmal die Worte fehlen, so können die Satzanfänge ihnen sicher helfen. Zusätzlich ist jedes Stichwort mit einem Gegenstand verbunden. Die auf den Fotos sind nur Beispiele – jeder nehme, was er grade da hat oder was gut zur Klasse passt…*
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Für die Reflexion legt man dann den Inhalt der Kiste in der Mitte aus und jedes Kind kann einen oder mehrere Satzanfänge auswählen und dazu erzählen, was es loswerden möchte.

Wer im Gegensatz dazu Schüler hat, die sich nicht gut kurz fassen bzw. zum Punkt kommen können, kann diese mit den Impulsen auch etwas „ausbremsen“ und dazu anhalten, sich auf diese Aspekte der Reflexion zu konzentrieren.

Sprachsensibel könnte man dieses Material auch nennen, denke ich, denn die Satzanfänge legen spracharmen Kindern einen guten Pfad aus Brotkrumen zu ihrem Ziel und die Bilder und Dinge verdeutlichen, worum es geht…

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren! Wer die Vorlagen für die Textkärtchen nutzen möchte, findet siehier: Reflexionskiste. Die Bilder müsst ihr dann passend zu euren Vorlieben und der Lerngruppe selbst suchen 😉

Beste Grüße,
Katha

*Damit sich die jungen Damen und Herren nicht genieren müssen, habe ich bei der Vorgehensweise zwei Figuren zur Auswahl eingebunden:
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Alternative zur Liste

Obwohl (!) ich so ein Listenmensch bin, habe ich heute mal eine ansehnlichere Dokumentationsmöglichkeit für meine Klasse gebastelt: die Lesestraße.
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Eine liebe Kollegin arbeitet seit Jahren mit den hier zu sehenden Lesehäusern als Lesepass: Angefangen bei Nr. 1 bekommt jedes Kind ein Lesehaus und nimmt es mit heim. Für jedes Mal, dass das Kind 10 Minuten vorliest, dürfen die Eltern, Großeltern oder andere Zuhörer einen Stein unterschreiben und das Kind diesen dann anmalen. Ist ein Lesehaus voll, bekommt das Kind eine Urkunde und das nächste Haus.

Seit zwei Jahren probiere ich verschiedene Präsentationsmodelle für den Fortschritt der Kinder aus: das Aufhängen jedes Lesehauses nimmt mir auf Dauer zu viel Platz weg, selbst wenn ich sie auf A5 verkleinert habe. Dann hatte ich sie letztes Jahr ausgeschnitten und an den Fenstern in Reihe aufgehängt – und dann jedes Mal das neueste gegen ein älteres ausgetauscht, damit es nicht zu viel wird.
Nun probiere ich es mit der Lesestraße: 20 cm hoch und 2 Pappen lang kommt sie über ein Sideboard oder an die Pinwand und enthält fix alle bislang vorhandenen Häuser*. In die Steine kann ich nun die Namen der Kinder eintragen, die das Haus fertig haben. So können sie ihren Fortschritt gut bewundern und sich freuen, wenn sie (fast) allein in den hinteren Häusern stehen.

Und nein, genau wie jeder andere Anreiz und Lesepass lesen natürlich auch bei mir nicht alle Kinder regelmäßig zuhause selbst oder vor. Ich werde es dennoch wieder auf dem Elternabend versuchen, möglichst mehr Eltern ins Boot zu holen und sie inkl. Kinder etwas aufzuscheuchen.
Privat hängt mein Möppel auch noch bei seinem zweiten Lesepass fest und ist momentan trotz erster Erfolge bei Antolin nur selten und sehr lustabhängig zum Lesen zu motivieren. Ich kann also absolut nachvollziehen, dass es manchmal nicht so klappt…

* Die Kinder entwerfen gern auch mal ein neues, das dann fortlaufend nummeriert wird. Auch die letzten 3 Häuser sind schon von ehem. Schülern entworfen worden.

Gruppeneinteilung auf die Schnelle

Ich habe ja schon öfter mal meine Wege der Gruppen- oder Partnereinteilung hier vorgestellt. Heute kommt noch eine Idee dazu, die es mir im neuen Jahr ermöglichen soll, schnell ohne Material oder Gerede Gruppen zu bilden. Manchmal will man ja nur 10 Minuten in Gruppen was tun lassen und braucht fast länger für die Bildung derselben… Das Problem ist, das Markierungen an den Tischen ja nie lange halten, weil sie weggeputzt oder abgeknibbelt werden oder sich einfach der Sitzplatz ändert. Also Listen schreiben? Dauert mir zu lange, dann immer alle vorzulesen. Geistesblitz nötig!

Da ich gerade eh neue Kärtchen für die Wäscheklammern der Kinder drucken wollte, die immer an unserer Ampel hängen, habe ich diese einfach minimal abgewandelt: Vor jedem Namen ist jetzt ein Farbklecks, anhand derer ich schnell mal vier Gruppen bilden kann. Dann müssen sich eben alle gelben, roten oder grünen Kinder zusammentun – ob sie wollen oder nicht.

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Natürlich gibt es auch weiterhin die üblichen Wahlgruppen, wenn es sich anbietet oder andere Zuordnungs- bzw. Losverfahren. Alles andere außer vier Gruppen ist ja so auch nicht möglich. Aber eben für solche schnellen, kurzen GA erhoffe ich mir eine eindeutige Zuordnung.

Falls jemand die Datei brauchen kann, gibt es sie hier: Wäscheklammern
Die Kleckse sind dankenswerterweise von Frau Locke und als Schrift habe ich hier HelloBigSky von HelloFonts verwendet. Da ist aber jeder flexibel zu nehmen, was er will. Ab Klasse 3 gehe ich auch immer mehr von der völligen Druckschrift weg…
In allen meinen Listen nehme ich immer rot für die Mädels und blau für die Jungs. Klassisch und mir-doch-egal-ob-das-politisch-gender-korrekt-ist, aber so finde ich einfach immer am schnellsten, wen ich suche und ob z.B. das Verhältnis ausgewogen ist.

Beste Grüße,
Katha

 

Kleines Stück für die Einschulungsfeier

Dieses Jahr sind die kleinen Monster wieder an der Einschulungsfeier beteiligt – allerdings auf der Bühne und nicht mehr davor…

Anschließend an das bekannte Mäuse-ABC, das die Parallelklasse zur Aufführung bringt, habe ich ein kleines Spielstück geschrieben, das die Zahlen bis 10 deutsch und englisch beinhaltet sowie einige Dinge, die im Englischunterricht der ersten Klasse vorkommen.
Zwei Mäusefamilien treffen sich und die Kinder stellen fest, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben, wenn sie auch verschiedene Sprachen sprechen.

Wer es mag, darf es sich gern hier runterladen: Einschulung – Mäusestück

Beste Grüße,
Katha

Fix und fertich!

Vier Tage vor der Zeugniskonferenz bin ich fertig mit meinen Vorbereitungen. Ich bin so glücklich und zufrieden, dass es endlich mal damit geklappt hat, nicht alles auf den letzten Drücker fertig kriegen zu müssen!

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Nun kann die Konferenz kommen, nach der ich dann höchstens noch ein paar Bemerkungen verfeinern muss und die Fehltage bzw. -stunden eintragen. Bevor ich nicht alle Texte von den Fachlehrern habe, kann ich die Zeugnisse ja bei der SL eh noch nicht einreichen – solange zögere ich das mit den Fehltagen gern noch hinaus.

Nun kann ich beruhigt in das Wochenende starten, das in Folge von „Sozialstress“ eh kaum ein Zeitfenster zum Schreiben gegeben hätte. Möppelchens Abschiedsfeier mit der Kita-U3-Gruppe steht an (verflixt – sie werden so schnell groß!), dann muss ich beim Dorfteichfest meinen Dienst in der Bierbude verrichten und Getränke verticken und dann wollen wir ja auch noch schauen, ob Jogis Jungs den Schweden gegenüber etwas aktiver werden wollen/können… Und dann kommt ja auch noch der Sonntag 😉

Ich wünsche euch allen ebenfalls einen guten Endspurt mit vielen geistreichen Formulierungen und flotten Kollegen!

Beste Grüße,
Katha

Zeugnisvorbereitungen – und es geht schon wieder los…

… mit dem „Spät-dran-sein“ für die Zeugnisse im Sommer! Unbedingt wollte ich dieses Jahr früher fertig werden als kurz vor Schluss, aber das klappt wohl nicht.

Egal. Basierend auf meiner Liste vom letzten Jahr möchte ich mir einen Überblick über die deutschspezifischen Leistungen der Kinder verschaffen, damit ich beim Schreiben der Texte fürs Zeugnis nicht immer durch diverse Planerseiten und Notizen blättern muss. Entstanden ist eine Tabelle, auf der ich kurz die wichtigsten Aspekte summieren und Schwerpunkte bzw. Probleme deutlich machen kann. Ausgehend davon kann ich dann meinen mehr oder minder standardisiert beginnenden Text pro Kind „herunterrattern“ und individuell verändern.

Wer’s brauchen kann, darf sich die Liste gern hier als .doc-Datei herunterladen – dann kann man die Namen direkt einfügen – oder darunter als .pdf-Datei:
Liste Komp. D Klasse 2
Liste Komp. D Klasse 2

Beste Grüße,
Katha

Zwischenfazit zur Sitzordnung

Vor einer Weile berichtete ich hier von der Einführung meiner neuen Sitzordnung – total frontal und altmodisch, aber gewünscht von den Kindern…

Heute muss ich wirklich eine Veränderung der Arbeitsweise feststellen. Und zwar eine echt positive! Auch wenn ich noch nicht zu 100% mit der Zuordnung der Sitznachbarn zufrieden bin und wohl doch langfristig einzelne Kinder besser einen Einzelplatz haben müssen, um konzentriert zu arbeiten, so bemerke ich…
weniger Gelaufe zwischen den Tischen
mehr Fokussierung in frontalen Unterrichtsphasen bei allen Kindern
mehr Platz z.B. für einen Stuhlkreis vorn im Klassenraum
… ein absolut klareres Raumkonzept
weniger Gespräche während Stillarbeitsphasen (vermutlich weil es „gefühlt“ weniger Sitznachbarr por Kind gibt)
keinen Abbruch der Kommunikation in kommunikativen Arbeitsphasen (die Tische sind immer noch fix zu Gruppentischen zusammengestellt, wenn man die braucht oder einzelne Kinder drehen sich einfach nach hinten um und sitzen dann an einem Grupentisch)
… eine leichtere Planung neuer Sitzplätze von zuhause aus (dazu habe ich kleine Post-It-Streifen mit den Namen der Kids beschriftet, die ich flexibel auf meinem Blatt verrücken kann) und
flexiblere Einzelplatzmöglichkeiten (an einer Seite endet jede Reihe mit einem Einzeltisch, den ich ggf. abrücken und an die Fesnterbank stellen kann, wenn es nötig ist, aber auch zurück zu den anderen schiebe, wenn es möglich ist).

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das heute so alles schreiben könnte. Aber ich bin wirklich zufrieden und habe auch noch kein negatives Wort von Seiten der Kinder über die Tischordnung gehört. Lustig waren die erstaunten Blicke mancher Kollegen in den Klassenraum, die mich oft für so „modern“ oder „revolutionär“ halten…

Beste Grüße,
Katha (die immer am Einzeltisch sitzen muss…!?)