Neuer Hilferuf

Liebe Leserinnen und Leser,
da es ja schon einmal so überwältigend gut geklappt hat, würde ich gern aus meinem und eurem jeweiligen Einzelwissen ein „Klassenwissen“ machen:
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Habt ihr Lust, mit mir Bilderbücher für den Englischunterricht zu sammeln? Ich würde gern ähnlich wie zum Bereich DAZ  eine Liste schreiben, auf der zu verschiedenen Themen gut einsetzbare Bilderbücher gesammelt sind. Ausgangspunkt ist diesmal eine junge Kollegin, die mich aus einer facebook-Gruppe heraus kontaktiert hat.

Also, ich bin gespannt, nun mal in eure Schränke und Klassenzimmer zu blicken und freue mich über Kommentare genauso wie Mails (primarblog@web.de)!

Eure Katha

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weather-Werkstatt Klasse 4

Wenn im vierten Schuljahr das Thema weather ansteht, bauen wir immer eine Werkstatt / Stationen / wieauchimmermanesnennenwill auf. Nach der Wortschatzeinführung dürfen die Kinder sich die Reihenfolge und Sozialform des Arbeitens an den verschiedenen Aufgaben selbst aussuchen.

Hier mal ein kurzer Überblick über die Einheit:
– Wortschatzeinführung: viele Kinder kennen schon einige Wetterwörter oder können sich zumindest die meisten sehr schnell merken. Ganz bewusst gehe ich deshalb hier auf die grammatische Ebene und arbeite mit den Begriffen adjectives und nouns, um die Wörter zu sortieren und zu klären, warum diesmal zu vielen Bildkarten zwei Wortkarten gehören. Außerdem besprechen wir, dass man ja (wie im Deutschen) auf die Frage „What’s the weather like?“ nicht mit Nomen antworten kann.
– Lied „What’s the weather like today?“ lernen und immer wieder an den Wochentag und das Wetter anpassen.
– Vorstellung der Werkstatt mit AB und Spielen, Arbeit an der Werkstatt
– gemeinsame Bearbeitung von zwei schwierigen Aufgaben, wenn nötig
– Film „Peep and the storm“ schauen, dazu ein minibook gestalten (s. alter Blogeintrag).
– Test

Und noch ein paar Eindrücke aus der Arbeit:
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Das sind unsere Bildkarten, gefunden auf mes-english.com und ergänzt durch die benötigten Wortkarten.

 

 

 

 

 

Ein grundlegender Bestandteil der Werkstatt ist das Wettertagebuch, das für eine Woche geführt werden muss. Leider meist nicht die größte Stärke der Kinder…

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So sieht es aus, wenn sich (maximal drei) Kinder auf dem Flur treffen, um eine Hörübung gemeinsam zu erledigen.

 

 

 

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Das ist eine schöne Übung, die ein bisschen das Denken herausfordert, gefunden auf esl-printables.com. Da muss man mal nicht nur das Wetter erlesen oder malen sondern auch mal Ländernamen erkennen und Bewohnern der Länder zuordnen.

 
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Dann gibt es noch diverse Spiele im Angebot: Paarspiele (Memo-xx), Domino, Pantomime und Bingo. Das sieht dann in Anlehung an die schönen Bingos von diversen anderen Blogs so aus wie hier und hat die alten Bingokarten ersetzt, bei denen man ja immer einen Ansager brauchte.

 

Auch die weather dice sind eine Station: Hier wird in PA gewürfelt, um einen Frage-Antwort-Dialog zu gestalten:

Auch lesen und schreiben müssen die Schätzchen üben. Das rechte AB lässt es den Kids recht offen, was genau und wie viel sie schreiben. Es ist sehr aussagekräftig, wer Wörter, wer Sätze und wer sogar eine Reihe von jedem abgibt…

So, das war mal wieder ein langer englischer Beitrag heute… Aus den vielen Klicks zu meinen bisherigen Englisch-Beiträgen schließe ich auf ein gewisses Interesse eurerseits an Einblicken in dieses Fach und hoffe, heute mal so ganz ohne Material trotzdem ein paar Anregungen reaktiviert oder gegeben zu haben.

Beste Grüße,
Katha

Einstieg nach den Winterferien II – Englisch

Da die Übung „Find someone, who…“ aus dem Englischunterricht stammt*, habe ich die Vorlage für die Erstis einfach mal etwas erweitert und werde mit meinen Englischklassen in 3 und 4 auch einfach mal probieren, wie sie damit zurecht kommen. Da müssen wir dann noch Fragen entwickeln vorab, das ist schonmal klar**. Aber so kann ich auch im Fachunterricht den Einstieg nach den Ferien mal besonders gestalten…

Hier die Vorlage: winter-holidays-chat-2016-17-blog

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Best wishes, Katha

* Ich kenne es aus dem Buch „Spontanes Sprechen im Englischunterricht der Grundschule“ von Inge Kronisch aus dem Cornelsen-Verlag. Dünnes Buch, aber einige gute Anregungen und Erinnerungen drin:
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** Auf Anregung von Franziska hier nochmal, wie ich das mit den Fragen angehen werde:  Weder Präteritum passt, noch in allen Fällen das Perfekt. Ich werde deshalb die Satzstruktur „I’m looking for someone, who built a snowman! Is that you?“ einüben. Ist etwas schwieriger, aber die Viertklässler sollten das schaffen. In der 3 werde ich vermutlich mehr Wert darauf legen, dass sie am Ende Sätze wie „Kevin built a snowman.“ formulieren können, das würde mir da reichen.
Ich hoffe, das hilft dir weiter!
LG, Katha

I hear them -a little christmas play

So, nun ist das kleine Stück Theater (kann man eigentlich nicht so nennen…) fertig, das vor unser geübtes Lied „I hear them“ geschaltet wird.

Nach Abzählen der spielfreudigen Viertklässler habe ich 10 Rollen geschrieben, die sich einfach nur dreimal abwechseln. Eher zufällig sind etwas gleich viele kurze und anspruchsvollere Rollen entstanden, was ja durchaus von Vorteil ist. Heute musste ich dann noch schnell eine kleine EInleitung schreiben, da eine der leistungsstärksten Sprecherinnen gestern bei der Verteilung nicht da war, aer unbedingt noch auftreten will und soll.

So bekommt ihr nun also meinen hochkreativen Erguss, der zusammen mit Auftritt und Lied etwa fünf Minuten umfasst – perfekt für eine Weihnachtsfeier also…

1. Das kleine Stück am Stück: little-christmas-play
2. Die Rollenkarten (Ich habe die Druckversion 2auf1 genutzt, damit die Karten in Kinderhand gut zu handhaben sind): little-christmas-play-rollenkarten

So bekommen meine Kids morgen den Text zur Unterstützung:
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Unterstützt wird der Lesetext im hinteren Teil mit Musikinstrumenten: Das Jinglejingle geben Schellenkränze, das clop clop Handtrommeln und für das clatter clatter haben wir Klanghölzer im Einsatz. Im Text NACH ihrer Erwähnung, im Lied WÄHREND des Singens.

Die Viertklässler sind übrigens erstaunlich grell auf dieses kleine Stück und waaahnsinnig eifrig dabei! Gestern hat eine liebe Kollegin (!) die Rollenverteilung und erste Probe übernommen, da ich das kranke Möppelchen pflegen musste. Und heute morgen kamen gleich mindestens vier Kinder auf mich zu, um zu berichten, dass sie ihren Text schon auswändig wüssten. Cool, fand ich!
Schön auch, dass sie sich nicht zu cool sind, aufzutreten und sich auch gern etwas verkleiden bzw. aufhübschen wollen – Weihnachtsmannmützen, Rentiergeweihe und eben unsere Masken (übrigens hier gefunden) kommen frei nach Schnauze zum Einsatz…

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Habt einen guten Endspurt, wenn ihr noch drin seid!
Katha

I hear them

… in the classroom. The children are coming, I hear each noisy boom.

Für die anstehende Weihnachtsfeier der Schule habe ich angeregt, mit meiner Englischklasse im Jahrgang 4 einen kleinen Beitrag zu erarbeiten. Dazu hab ich erstmal mit den Kids den kurzen Klassiker „I hear them on the roof“ geübt und eine kleine instrumentelle Begleitung dazu gepackt. Nur Handtrommel, Schellenkranz und Klangstäbe. Als die Kinder das sehr begeistert mitmachten, schlug ich vor, das Lied auf der Feier vorzutragen und evtl. eine kleine Geschichte voranzustellen, weil es ja selbst bei dreifachem Singen und deutscher Zugabe recht kurz ist. Total begeistert meldeten sich nicht nur 50% der Kinder für eine englische Sprechrolle sondern erarbeiteten diretk noch Deko- und Kostümvorschläge in Massen. Sie haben dann auch gleich den Musikfachmann angesprochen, ob er mir nicht „Noten machen“ könnte, um das Spektakel an der Gitarre zu begleiten. Danke, Kinder!

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Nun einigten wir uns darauf, dass ich eine kleine Szene für 9-10 Sprecher schreibe und sich die anderen als Rentiere verkleiden/maskieren wollen. Schnell heute in der Kunststunde noch Rentiermasken gebastelt und dann muss das Ganze mit nur noch zwei Stunden Probezeit sitzen. Ich bin mal gespannt.

Vielleicht sollte ich mich dann jetzt mal hier verabschieden und mich an den Text machen…

Best wishes,
Katha

Do you like vegetables?

Heute ergänze ich mal einen alten Blogeintrag zum Thema vegetables. Nachdem die Kinder in der ersten Stunde der Einheit dreizehn Gemüsesorten kennengelernt und geübt hatten, standen nun in der Folgestunde die Wiederholung und Festigung auf dem Plan. Dazu durften zuerst alle Kinder freiwillig ihre fünf gemerkten Wörter sagen (das war in der Vorstunde HA: mindestens 5 Wörter merken). Als Unterstützung hingen die Bilder derweil an der Tafel und die Kinder konnten darauf zeigen:
veggies

Dann folgte das bekannte und immer wieder beliebte Kim-Spiel. Drei Runden lang habe ich die Phrasen „Please close your eyes!“ – „Please open your eyes! What’s missing?“ gesprochen und auch Wörter versteckt. Danach übernahmen die Kinder. Meist musste ich die Phrasen einflüstern, aber ab dem ca. vierten Kind kam plötzlich immer mehr von den Zweitklässlern selbst. Immer wieder beeindruckt es mich, wie schnell manche Kinder so etwas aufnehmen und reproduzieren können! Ich hatte mir schon vor längerer Zeit mal eine Hilfe gebastelt, mit der die Kinder die Fragen noch einmal schriftlich bekommen. Die Zweitklässler sind aber mit dem Lesen natürlich noch nicht soweit. [Trotzdem für Interessierte mal die Vorlage: kims-game-cards – auf A6 drucken, evtl. laminieren, ringbinden an der unteren Seite – dann kann man alle drei Ansagen locker durchblättern.]

Abschließend führte ich durch Fragen an einzelne Kinder hin zum Interviewblatt: „Kevin, do you like carrots?„, „James, do you like peas?“ – ich beginne so etwas immer mit den stärkeren Kindern, die mich meist verstehen und direkt mit yes oder no antworten. zu yes, I do oder no, I don’t kommen die meisten eh nicht vor der vierten Klasse…
Dann gibt es das AB, auf dem man sich selbst und andere im Klassenraum anwesende Personen befragen kann. Wir haben uns darauf geeinigt, dass auch so-so als Antwort gilt. Smiley und Grumpey sind die üblichen Notationsformen der Kinder, manchmal sehe ich Häkchen und Kreuze oder farbige Markierungen. Einige sind da echt kreativ. Hier noch ein Eindruck vom AB (schreibt man sich am besten passend zu den eigenen Bildern schnell selbst – mit oder ohne Wortbilder):

Zum Abschluss mache ich eine kleine Kontrollübung in zwei Varianten. Entweder stelle ich Fragen wie „Does Kevin like peas?“ oder ich suche Kinder mit „I’m looking for a boy who likes carrots.

So, das war mal wieder ein kleiner englischer Einblick. Wer noch mehr meiner Gedanken zu Interviews im Englischunterricht lesen mag, den verweise ich hierhin: alter Eintrag.

Beste Grüße,
Katha

eine Abbildung englisch beschriften

Die Unterrichtsreihe zum Kinderbuch „funnybones“ gehört fest in unseren Plan für die Zweitklässler. Erst letztes Jahr haben wir den Wortschatz etwas ausgeweitet, um guten Gewissens auf das Thema „body“ in späteren Klassen verzichten zu können.

Nachdem nun ganz klassisch mit diversen Sprechübungen und Spielchen die Worte eingeführt und geübt wurden, kam das Schriftbild an die Reihe. Auch dazu gab es die üblichen Übungen – vermischte Worte und Bilder zuordnen, Lesen, Zuordnen und/oder Abschreiben auf ABs. Als letzte Übung bekommen die Kids dann eine Vorlage von sparklebox.co.uk*, mit der ein dog skeleton zusammen gesetzt werden kann. Das wird dann mit Hilfe des OHP und einer Folienversion beschriftet wie unten auf dem (leider wegen der seltsamen Lichtverhältnisse nicht gut gewordenen**) Bild zu sehen.

tafelbild-dog-skeletonEtwas schade ist, dass dem armen Tier die Hüfte fehlt und den Kindern so die Lage der Hinterbeine nicht ganz klar war; das erforderte kurze deutsche Gespräche. Unnötig war die Muttersprache allerdings bei der Frage nach hand oder foot bzw. arm oder leg. Das haben alle verstanden und wir einigten uns auf die Doppellösung…

Katha

* Leider hab ich die Datei zwar auf dem Rechner, finde sie aber online nicht wieder, um sie hier zu verlinken. Dann einfach auf eine andere Vorlage aus dem weltweiten Netz zurückgreifen. Dino, Mensch, … es gibt da Einiges.

** im echten Leben konnte man an der Tafel sehr gut lesen und die Kinder waren sehr motiviert bei der Sache, alle Wörter fehlerfrei abzuschreiben. Ich hatte auch schon Klassen, die noch weitere Wörter wie tail oder ears und eyes dran schreiben ließen.