Fischschwarm im Meer

Ausgehend vom altbekannten Klassiker „Swimmy“ von Leo Lionni hat unsere ganze Klasse dieses Kunstwerk geschaffen:

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Nachdem wir ja schon in der ersten Schulwoche das Motto „Gemeinsam statt einsam“ eingeführt hatten (s. hier), passte die Geschichte vom kleinen scharzen Fisch Swimmy, der seinem neuen Schwarm die Angst vorm großen weiten Meer nimmt, hervorragend ins Thema.
Zuerst druckten wir mit Schulmalfarbe (also quasi der teureren Variante von Abtönfarbe) mit unseren Händen die Fische auf den Zeichenblock. Die wurden später nach dem Trocknen mit Gesichtern geschmückt und ausgeschnitten.
Dann bewaffneten sich alle 20 Monster und ich mit einem möglichst breiten Borstenpinsel und wir hockten uns auf beiden Seiten um eine lange Papierbahn herum. Auf mehreren Paptellern hatte ich mehrere Blautöne und weiß im Angebot und alle schwangen nun kräftig ihren Pinsel von links nach rechts nach links, um eine einheitliche Richtung der Struktur zu erreichen. Bis auf zwei haben das echt alle eingehalten. Zwischendurch mussten wir die Farbteller mal tauschen, damit die verschiedenen Teile des Meeres nicht zu einfarbig wurden.
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Auf einer langen Tischreihe im Nebenraum trocknete das Meer dann ein paar Tage vor sich hin, bis dann mit Flüssigkleber die Fische und ein paar zusätzliche Meeresbewohner aufgeklebt wurden. Nun ziert das Gesamtwerk unseren Flur vor der Klasse.

Beste Grüße,
Katha

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Schüler beurteilen Schüler

Immer, wenn ich die höheren Klassen in Kunst unterrichten darf, freue ich mich einerseits und habe andererseits Bammel vor der in Kunst echt schwierigen objektien Bewertung der Schülerarbeiten. Mir fällt es in Kunst mehr noch als in den andern Fächern schwer, fair und gerecht zu beurteilen. Zwei Tricks helfen mir ein bisschen dabei:

Beim Aufschreiben von Noten möchte ich nicht wissen, wer ein Bild gemalt hat. Deshalb ist mein Mantra von Beginn der ersten Klasse an „Schreibe deinen Namen auf die Rückseite des Blattes!“. So geht es mit ein wenig mehr Neutralität. Außerdem bilde ich mir oft Häufchen nach den Noten(tendenzen) – also einen Stapel mit potenziellen Einsern, einen mit Vierern etc. Dann gehe ich abschließend nochmal die Stapel durch und vergleiche untereinander, ob die Bilder etwa „gleichwertig“ sind.

In Klasse 3 und 4 setze ich möglichst regelmäßig auch das Instrument des Rückmeldezettels ein, das ihr hier am Beispiel des Farbkreises seht. VOR der Arbeit sage ich den Kindern nochmal ausdrücklich die Kriterien, nach denen am Ende bewertet wird. NACH der Arbeit lege ich alle Arbeiten anonym aus (Name hinten…) und dazu einen Zettel. Nun gehen die Kinder in einem Museumsgang durch die Reihen und dürfen ihre Meinung in Form von Punkten bzw. Strichen hinterlassen:
0 heißt: Kriterium nicht erfüllt,
1 heißt: so lala,
2 heißt: gefällt mir gut,
3 heißt: Kriterium sehr gut erfüllt.
Am Ende bekommt jeder seinen Zettel und darf die Punkte auszählen. Im Vergleich untereinander wird meist schnell klar, wer wofür viele Punkte bekommen hat:

Besonders hilfreich fand ich dieses Vorgehen in Klassen, die mir als Lehrkraft Bevorzugung bestimmter Kinder vorwerfen und auch zum Nachvollziehen meiner Bewertungen auf den Kinderbildern. Auch für Eltern können solche Kriterien durchaus greifbarer sein als eine rein mündliche Argumentation.

Bei den ersten Anläufen muss man damit rechnen, dass einzelne Kinder die Neutralität vergessen und doch den Kumpels viele Punkte geben. Bei Sitznachbarn weiß man eben doch oft, welches ihr Bild war. Aber je mehr Routine in diesen Vorgang kommt, desto souveränder gehen die Kinder mit der Situation um und desto mehr achten sie auch darauf, dass es fair bleibt. Ich kann nur empfehlen, das mal auszuprobieren.

Beste Grüße,
Katha

Reservierungstechnik

Heute mal wieder ein kleiner Kunst-Einblick aus dem vierten Schuljahr: Wir haben die altbekannte Reservierungstechnik kennen gelernt.

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Zuerst gab es eine Fingerübung auf Tonkarton 10×10 cm. Die Technik wurde besprochen: Mit weißem Wachsmaler ein Motiv auf das weiße Papier zeichnen – dabei nur Umrisse zeichnen. Dann mit Wasserfarben (Nasstechnik!) das Blatt ein- oder mehrfarbig einfärben, dabei die Linien einfach übermalen. Das fiel einigen Kindern echt schwer, die Linien nicht einzuhalten …

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Damit waren wir dann auch schon fast zwei Schulstunden beschäftigt (inkl. Trocknungs-, Würdigungs- und Reflexionszeiten).

In der folgenden Woche ging es dann an das eigentliche Kunstwerk: Es sollte ein Eismeer mit weißem Wachsmaler auf dem Zeichenblock gestaltet werden mit Eisbergen und Eisschollen sowie einem Horizont. Anspruchsvoll zu malen, wenn man nicht viel sieht 😉
Danach haben wir ausführlich über die Farbwahl für Meer und Himmel gesprochen und uns über Beamer noch ein paar Fotos angesehen. Die Kinder füllten dann das ganze Blatt in Blautönen mit viiiiel Wasser aus, wobei wieder einige Kinder nur gehemmt über die Eisberge malten. Locker eine Doppelstunde rum!

In der letzten Stunde des Themas zeichneten die Kids mit Buntstiften oder Filzstiften/Finelinern Pinguine auf ihr Bild. Ich hatte eine Stunde eingeplant, es sind dann aber doch bei den meisten Kids beide Stunden geworden, bis sie zufrieden waren.

Hier sehr ihr ein paar der Ergebnisse:

Um den Kindern mal transparent zu machen, wie Benotung in Kunst geht, durften sie sich gegenseitig bewerten: Unter jedes Bild legten wir einen kleinen Zettel. Darauf sollte jedes Kind bei einem Museumsgang seine Bewertung schreiben: 3 Punkte für sehr gelungene Bilder, 2 Punkte für gute, aber vebesserungswürdige Bilder, 1 Punkt für Bilder, die die Kriterien kaum erfüllen. Am Ende wurde zusammen gezählt. Natürlich war das nicht toal fair und objektiv – beste Kumpel gaben sich eben doch drei Punkte selbst für unfertige Bilder…

Beste Grüße,
Katha

Piraten-Projekt 2. Teil

Um auch endlich mal wieder was zu schreiben, kommt heute ein kurzer Einblick in die weitere Arbeit mit den Piraten:

Zum Einen habe ich die geübten Piratenwörter und ein paar weitere in schwarz-grauer Silbentrennung auf Zettelchen gedruckt. Die haben wir nach ihrer Silbenanzahl an der Tafel in eine Tabelle sortiert und die Silbenkönige mit Textmarkern markiert.

Dann habe ich mal einen kleines Piratenzirkeltraining ausprobiert: 4×5 Minuten an verschiedenen Tischen piratig arbeiten. Das ging so: An drei Tischgruppen plus den Playmobiltisch teilte ich vier Gruppen ein. Dann ging es immer nach fünf Minuten einen Tisch weiter, bis alle Gruppen rum waren.
Tisch 1 war also Spielen am Piratentisch:

Tisch 2: Schreiben von so vielen Piratenwörtern wie möglich auf unseren kleinen Tafeln. Man sieht deutlich, wer den Wortspeicher nutzt und wer es lieber selbst probiert:

Tisch 3: Lesen der Piratengeschichten im Lesebuch:
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Tisch 4: Lese-Lege-Karten „Piraten“ zuordnen – hier konnte man sich gern mit Partnern zusammentun. Sehr spannend zu beobachten, wer wem vorlas und wer die passenden Bilder suchte!
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Im Kunstunterricht waren natürlich auch die Piraten los. Eine Doppel- und eine Einzelstunde ergaben tolle Piraten und tolle Schatzkarten. Erstere wurden „einfach“ mit Wachsmalern gezeichnet (vorher mit den Piratenwörtern wdh., was dazu gehört) und Zweitere waren zweischrittig: 1. Stunde Insel und Meer mit  Wasserfarben malen, 2. Stunde alles weitere mit Buntstiften:

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Soweit der zweite Einblick. Alle restlichen und abschließenden Arbeiten folgen in den nächsten Tagen.

Nun muss ich nach dreitägiger Abwesenheit erstmal wieder in der Schule ankommen und schauen, ob noch alle an Bord sind. 🙂

Beste Grüße,
Katha

Überraschungsbilder

Wenn mich jetzt einer fragt, woher die Idee stammt: Keine Ahnung, aus dem Netz irgendwo!


Aber ein schöner, dicker, runder Fisch aus dem Netz war das, ein Spaßfisch! Einer, der 22 Viertklässler zwei Schulstunden beschäftigte und sie zu Fragen wie „Darf ich noch eins malen?“ inspirierte. Und einer, der die Kidner dazu brachte, sich gegenseitig stolz ihre Werke vorzustellen und miteinander zu arbeiten, sich Tipps zu geben. Viele kleine positive Erlebnisse gab es da!

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Wie diese Kunstwerke entstanden sind? Relativ einfach:
1. Man nehme ein A4-Blatt und falte es mittig (die kurzen Seiten aufeinander).
2. Wenn die offene Seite oben liegt, nehme man das vordere Blatt und falte es zurück auf die untere Seite. Im Ergebnis hat man quasi A5 quer vor sich liegen.
3. Man zeichne ein Motiv seiner Wahl auf das gefaltete Blatt. Wie man sieht, eignet sich außer Fischen noch ein Haufen anderer Lebewesen, aber für die Kinder waren auch Formen oder Comicfiguren wichtig. Es sollte der Schwerpunkt auf dem Kopf / Gesicht liegen und der Mund muss mittig um die Berührungsstelle der beiden Papierhälften herum liegen. Versteht man das? Die Bilder sprechen hoffentlich für sich…
4. Man klappt das Blatt auf und verbindet die beiden Hälften des nun auseinandergerissenen Bildes mit Linien. Wenn wie beim Fisch der Mund seitlich ist, malt man einen Bogen für den Mund.
5. Man zeichne gefäääährliche und große, spitze Zähne in das so entstandene weit aufgerissene Maul.
6. Anmalen!

Ich empfehle für die Vorbereitung: Einfach mal zwei Motive zuhause selbst ausprobieren – am besten einmal frontal (wie beiden meisten Tieren und Figuren) und einmal seitlich (wie beim Fisch), um die Tücken beim Erklären gut parat zu haben…

Und dann: Viel Spaß!

Katha

Herbstblätter

Bevor der November alle Oktoberfarben vernichtet, habe ich letzte Woche die Gunst der Stunde genutzt und mich mit den Viertklässlern mal wieder raus begeben. Direkt vor dem Eingang stehen bei uns mehrere Ahornbäume, die sich bis ungefähr vorvorgestern in den tollsten Farben präsentierten – wie man auf den Fotos sehen kann.

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Überraschenderweise ergingen sich diese supercoolen, gern mal oberflächlichen und großspurigen Kinder ausführlich im Wettbewerb um das schönste und außergewöhnlichste Blatt am Boden und verglichen, betrachteten, untersuchten, schauten und bewunderten… Es war echt schön zu beobachten, wie viel Zeit sich die Kids genommen haben, um „ihr“ Blatt auszuwählen.

Erstaunlich viel Ruhe und Zeit nahmen sich alle (!) dann auch bei der Aufgabe, das Blatt möglichst genau abzuzeichnen. Selbst die mit geringen künstlerischen Ambitionen haben sich zum ersten Mal seit Langem wirklich bemüht.
Eine kurze Einweisung mit Probehandlung an der Tafel gab es dann noch meinerseits mit dem Hinweis, vom Stiel her anzufangen und einigermaßen symmetrisch vorzugehen (ein Stückchen rechts, ein Stückchen links zeichnen) und auf die Blattadern zu achten. Eine kurze technische Wiederholung de Schraffierens und der Strichstärke gab es dann noch dazu. Und ja, die Tafel sieht halt nicht schön aus. Wehe, das mokiert jetzt wieder wer!!!
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Hier seht ihr mal ein paar Ergebnisse aus der 4. Ich finde, das das ein echt schönes Projekt ist und habe gemerkt, dass das Zeichnen bzw. Nachzeichnen bei mir bislang etwas kurz gekommen ist.

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Herbstliche Grüße,
Katha

Herbsteulen

Der Kindergarten meiner Söhne ist für mich immer wieder eine Inspirationsquelle. Letzte Woche habe ich mir dort diese süße kleine Bastelei abgeschaut:
eule-7 Ganz niedliche Eulen in verschiedenen Farben.

Nachbasteln geht ganz einfach:
1. Man nehme eine Klopapierrolle, etwas Filz, etwas schnabelfarbene Pappe, Wackelaugen und Wasserfarben:
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2. Man biege die Rolle an einem Ende von beiden Seiten her wie folgt ein:
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3. Man male sie in der gewünschten Farbe mit Wasserfarben an. (Geht auch andersherum, wie man auf den Bildern sieht).
4. Man klebe auf die getrocknete Rolle die Augen, aus Filz ausgeschnittene Flügel in Wunschfarbe und einen Schnabel (entweder ein Dreieck oder zwecks Dreidimensionalität eine mittg gefaltete Raute – also zwei Dreiecke aneinander…).

Wenn man nun mehrere Eulen hat, kann man die ganz toll aufbauen und drapieren. In der Kita stand ein Holzkasten auf dem Boden, der mit Steinen, Moss, Blättern und ein paar hochstehenden Ästen gefüllt war und überall drin und drauf saßen die Eulen der Kinder. Sah total genial aus!

Viel Spaß meinen Erstis und euch beim Ausprobieren!
Katha