„That‘s me“-book als Abschluss in Klasse 4

Im Rahmen der UE „Me & my friends“ (s. hier und hier) war der letzte Akt mit den Viertklässlern, dass jedes Kind ein individuelles Buch über sich selbst gestaltet hat. Einige Inhalte habe ich exemplarisch vorgestellt, andere sind dem Ideenreichtum der Kinder entsprungen. Vorgeschlagen waren
– Titelseite mit Namen und Foto
– my favourites
– my hobbies
– my friends
– my family
– When I grow up
Dazu kamen noch eigene Seiten wie „What I don‘t like“, „My pet“ oder „My buddies and me having fun“, die den Kindern wichtig waren. Die Ergebnisse waren zwischen fünf und zwölf Seiten lang.

Man sieht schon, dass hierbei viele Wortfelder aus den dreieinhalb Jahren Englischunterricht wiederholt wurden. Vieles konnte somit im treasure book nachgeschaut werden (s. hier). Viele Begriffe waren aber auch neu und es war nicht immer möglich, mich als Lehrkraft zu fragen. Also haben die Kinder das Übersetzungsangebot deepl kennengelernt und konnten es schnell ziemlich kompetent nutzen. So kam endlich einmal das Vokabular, das die Kinder nutzen wollen, nicht zu kurz, wie es doch sonst leider oft der Fall ist. Außerdem haben die Kids sehr selbstständig Sätze gebildet – das habe ich so im regulären Unterricht noch nicht erlebt!

Schüler*innenbeispiel eines Clusters (unbearbeitet)

Dies ist ein Teil der Vorarbeit: wir haben geclustert, welche Lieblingstiere, -essen, -farben etc. die Kinder haben. Die Entwürfe der Kinder habe ich natürlich rechtschriftlich noch überarbeitet, damit sie die Wörter korrekt in ihre Bücher übernehmen konnten. Außerdem haben wir Sätze über Freund*innen geschrieben. Das Satzmuster „I like my friend …, becaus he/se is …“ wurde mit Namen und vorher zusammen gesammelten Adjektiven gefüllt. Mir ist es immer wichtig, dass die Kinder auch Sätze schreiben/sprechen und finde es optimal, wenn man die Unterscheidung von he/she hier so gut integrieren kann.
Auf den Tischen sah es während der Arbeitphasen häufig so aus wie auf dem nächsten Foto: analog und digital wundervoll verknüpft!

treasure book, Cluster und Tablet – zusammen stark!

Die Arbeitsphase mit dem BookCreator verlief größtenteils dezentral. Die Kinder haben sich in kleinen Gruppen in der Schule verteilen dürfen (einige mussten eher nah dran bleiben…) und vor allem für die Sprachaufnahmen leer stehende Differenzierungs- oder OGS-Räume genutzt. Ich musste meine Hilfe an vielen Stellen eher aufdrängen, als dass sie eingefordert wurde. Manchmal waren kleine Ratschläge technischer Natur nötig. Am Ende habe ich alle Produkte einmal durchkorrigiert, damit keine Fehlschreibungen veröffentlicht werden.
Insgesamt haben wir zwei Doppelstunden für die Vorarbeit (Cluster, Sätze) benötigt und fünf Doppelstunden an den me-books (inklusive Umwandeln und Löscharbeiten am Ende). Wir haben uns aber Zeit gelassen, so dass ein wenig Komprimierung noch möglich ist.

Die Viertklässler und ich haben in diesem Projekt durchgehend mit Tablets, passendem Stift und der App BookCreator gearbeitet. Diese App ist sehr intuitiv und benötigte nach einer kurzen Einführung kaum Unterstützung meinerseits. Wer sie noch nicht kennt: man kann Seiten gestalten, Hintergründe wählen, Fotos, Videos, Text, Karten einfügen, selbst zeichnen oder schreiben und vor allem Tonaufnahmen integrieren. So mussten die Kinder alle Texte auch sprechen und aufnehmen. Da wir die Bücher am Ende als Video exportierten, ist im Ergebnis dann der eingesprochene Text der Kinder zu den jeweiligen Seiten zu hören und diese werden automatisch weitergeblättert. Der Vorteil hiervon ist, dass alle Endgeräte der Kinder bzw. Eltern Videos abspielen können, was bei einem e-book im epub-Format nicht unbedingt der Fall ist.
Wir haben als Schule einen IServ-Server, auf dem jedes Kind einen individuellen Zugang hat. Dorthin wurden die Videos hochgeladen, so dass die Kinder sich diese zuhause wieder herunterladen und aufheben konnten.

Wer den BookCreator nicht nutzen kann oder möchte, kann die Funktionen auch ein einem Präsentationsprogramm wie PowerPoint oder Keynote nutzen. Meiner Meinung nach ist der BookCreator aber vor allem im Erstkontakt für Grundschüler unschlagbar gut zu handhaben. Jede Lizenz kostet inzwischen 3,49€; es gibt aber auch eine kostenlose Variante, in der ein einziges Buch gestaltet werden kann. Eine Browserversion gibt es ebenfalls, falls keine Tablets vorhanden sind.

WICHTIG: im Vorfeld muss die Erlaubnis der Eltern eingeholt werden, dass die Kinder ihre Daten in diesem Projekt einbringen (Bilder, Stimme). Am Ende müssen alle Fotos gelöscht und auch der Papierkorb geleert werden. Auch das Buch muss aus der App gelöscht werden, damit später keine anderen Kinder Zugriff auf diese persönlichen Informationen haben.

Diese Gruppe wurde sehr kreativ: auf einem Tablet wurde der Text mit deepl übersetzt und dann dort die Vorlesefunktion genutzt. Auf diesem Tablet wurde gleichzeitig das Vorgelesene im BookCreator aufgenommen. Für diese gute Idee durften die Jungs den „Hack“ so lassen.

Eine letzte Beobachtung noch: noch nie hatte ich eine Einheit, in der ausnahmlos ALLE Schüler*innen ihre Ergebnisse vor der Klasse präsentieren wollten. Die Übertragung des Bildschirms via AppleTV an den Beamer haben die Kinder in den Startstunden (Colourful school) kennengelernt und größtenteils schon verinnerlicht, so dass der schnelle Wechsel es vielen Kindern möglich machte, ihre (Zwischen-)Ergebnisse zu zeigen. Sie haben sich eine Menge Lob verdient in diesen Stunden.

Nun ist es doch länger geworden als beabsichtigt, aber ihr merkt vielleicht, dass das für mich ein sehr besonderes Erlebnis war und viel Freude auf allen Seiten hervorrief.

Katha

Our colourful school

Im Rahmen des Projekts „Me and am friends“ mit den Viertklässlern hatte ich quarantänebedingt zeitweise nur eine halbe Klasse vor Ort. So konnte ich nur schwer in die eigentliche Planung einsteigen und habe als Puffer diese Aufgabe genutzt: Our school is colourful. Go and find things with only one colour. Take a photo. Crop it, if necessary.

So tigerten denn die inzwischen etwas erfahreneren 4er mit den Tablets durch die Schule und übers Gelände und versuchten, möglichst monochrome Dinge zu fotografieren. Das ist gar nicht so leicht, aber gut zu schaffen. Vorab habe ich noch an einem Beispiel gezeigt, dass nah herangehen besser für einen Ausschnitt ist als zoomen oder später zuschneiden.

Am Ende schickten alle Kinder ihre Fotos an mein Tablet (was bei iPads ja charmant leicht geht via AirDrop). Ich habe dann alle geeigneten Bilder in der Größe 9-auf-1 gedruckt und auf den vorbereiteten Farbkreis geklebt. Man sieht an unserem Ergebnis, dass es sinnvoller gewesen wäre, die Felder des Kreises anhand der Menge der Fotos erst später festzulegen 🙈…

Das Ergebnis unserer Arbeit steht jetzt im Forum.

Wer mehr als eine doppelstunde zur Verfügung hat, kann natürlich das Schneiden, Sortieren und Kleben auch gut in Kinderhand geben.

Die anderssprachigen Titel fand ich als Ergänzung des bunten, vielfältigen Themas ganz passend und habe versucht, die Sprachen auszuwählen, die Kinder an unserer Schule sprechen.

Katha

Meilenstein Medienausstattung

Seit dieser Woche haben wir an der Schule einen weiteren Meilenstein bei der medialen Austattung erreicht: nachdem bereits letzten Sommer in jedem Klassenraum ein Beamer hängt sowie ein raumbezogenes Notebook vorhanden ist, gibt es nun ebenfalls in jedem Raum ein AppleTV, so dass der Beamer auch komplikationsfrei mit den neuen Tablets läuft.

Wichtig war uns, die Räume möglichst einheitlich auszustatten, um Hürden in der Handhabung für die Kolleg*innen möglichsst klein zu halten. Außer, dass es unterschiedliche Beamer gibt, ist uns das nun auch gelungen.

Symbolbild / Photo by Alex Andrews on Pexels.com

Wie das geklappt hat? Wir haben in der Stadt als Schulträger seit vielen Jahren einen Medienentwicklungsplan (inzwischen die dritte Generation). In diesem Rahmen findet jährlich ein Treffen mit Schulleitung, schul. Medienbeauftragter/n und Schulträger statt, bei dem über die aktuelle Ausstattung gesprochen wird. Reparatur- und Austauschbedarf stehen ebenso auf dem Plan wie Wünsche für die zukünftige Ausstattung der Schule.

Natürlich lässt sich solch eine Ausstattung wie unsere nicht innerhalb von Monaten umsetzen – so viel Geld ist wohl in keiner Kommune für die Schulen eingeplant. Aber mit ein bisschen Vorausschauen und einer Idee, wohin es gehen soll, kann man in diesem Rahmen (mit)entscheiden. Und manchmal auch etwas beschleunigen, wenn z.B. Beamer da sind, aber keine Mittel mehr für die Montage – wir haben so einige Beamer selbst unter die Decke gehängt und die kompetente Elektromontage folgt nach und nach. Bis dahin tun es auch Krampen und Kabelbinder…

Oft lese ich davon, dass plötzlich einer Schule interaktive Whiteboards „hingestellt“ werden und niemand etwas damit anfangen kann oder dass Lehrergeräte zugewiesen werden. Da bin ich dann immer ganz glücklich, dass bei uns solche Dinge dialogisch geplant und entschieden werden.

Viele Schulen, in denen ich meine LAA besuche, haben in den letzten Monaten u.a. aus dem Digitalpakt des Bundes Tablets und Whiteboards bekommen, oft als Ersatz für die klassische grüne Tafel. Spätestens nach einem anderthalbjährigen Probleauf mit einem Smartboard hatten wir an meiner Schule die Bestätigung, dass das nicht unser Weg ist. Nun gibt es wie gesagt in jedem Klassenraum einen Beamer, der über der heruntergeschobenen Tafel auf die Wand projiziert, so dass beides auch parallel genutzt werden kann.

In Verbindung mit einem am Pult befindlichen Notebook war der Beamer bislang allerdings auch absolut in Lehrer*innenhand. Mit den neuen Tablets und AppleTVs ändert sich das nun: jedes Kind, das ein Tablet nutzt, kann sein Ergebnis nun direkt an den Beamer senden. Ich kann als Lehrkraft mit der Kamerafunktion des Tablets von überall im Raum aus Bilder, Handlungen … groß für alle sichtbar machen. OHP und Dokumentenkamera sind überflüssig.

Die Gefahr bei den Whiteboards liegt für mich zuerst einmal bei der Lehrerzentrierung, da die Funktion, von Tablets zu übertragen, bislang eher selten genutzt wird. Außerdem bemerke ich, dass z.B. Stundentransparenzen und Arbeitsaufträge mithilfe solch eines Boards vielfach völlig digitalisiert sind, sehr bunt und umfangreich. Handschrift an einer Tafel sehe ich im Unterricht der LAA mit Board immer seltener und das könnte durchaus problamtisch werden.
Welches Zeichen ist es für Kinder, wenn sie ALLES perfekt und schön fertig präsentiert bekommen? Wenn sie keinem Anschrieb mehr zusehen, keine Fehler der Lehrkraft mehr bezeugen und die Entstehung von Texten, Formulierungen etc. sich ihrer Wahrnehmung entzieht? Ich denke, hier müssen wir alle sehr gut aufpassen, dass sich kein falscher Perfektionismus einschleicht, der unsere Schüler*innen hemmen kann.

So, genug für heute. Ein bisschen gefreut, ein bisschen gemahnt – reicht!
Ich wünsche allen, die gerade noch an Medienkonzepten sitzen, viel Erfolg und gesprächsbereite Schulträger!

Katha

Geschichten hören (auch auf Distanz)

Heute früh startete jemand im Twitterlehrerzimmer eine Frage zu Hörgeschichten zur Sprachförderung:

Schnell (wie dort oft!) fanden sich erste Ideen und Empfehlungen. Mir ging dann durch den Kopf, dass diese tolle „Sammlung“ nicht nur auf dieser Plattform bleiben, sondern weiter geteilt werden sollte. Deshalb heute hier in Kurzform die Vorschläge aus dem Twitter-Thread, ergänzt durch weitere Seiten aus meinem Erfahrungsschatz:

  1. Ohrka: „Hier auf Ohrka.de könnt ihr alle Hörspiele, Geschichten und Märchen zu privaten und zu schulischen Zwecken kostenlos anhören und herunterladen!“ Eine von uns auch schon privat genutzte Plattform mit vielen Geschichten, teils von prominenten Vorlesern aufgenommen.
  2. Amira Lesen: ein Leseprogramm für Grundschüler (gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den Jahren 2011 bis 2015; zudem gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Jahr 2016). Hier kann man in virtuellen Büchern bättern und kann beim Vorlesen die Geschichten auch mitlesen.
  3. Podcasts beim Ohrenbär: Beim Ohrenbär sitze ich schnell wieder als Achtjährige auf dem Küchensofa vorm Radio… – heute findet sich hier online eines der guten öffentlich-rechtlichen Angebote für Hörmedien.
  4. Ebenso öffentlich-rechtlich ist der Kinder-Radio-Kanal Kiraka. Immer findet man hier tolle Geschichten, die auch regelmäßig erweitert oder ausgetauscht werden.
  5. Ein ähnliches Angebot gibt es beim SWR zum Streamen und als Download.
  6. Und auch die Maus beim WDR bietet Hörgeschichten an. Diese drei Angebote überschneiden sich teilweise.
  7. Die Lesefüchse sind eine private Initiative aus München. Hier wird allerdings mit Bild, also im Videoformat vorgelesen.
  8. Kostenlose Märchen-Hörbücher findet man bei Erziehung online. Die habe ich selbst schon als tolle Erweiterung für jede Märchen-Einheit im Deutschunterricht genutzt.
  9. Nicht zu vergessen ist die Aktion Einfach vorlesen der Stiftung Lesen. Der entscheidende „Nachteil“ an dieser tollen Geschichtensammlung ist jedoch, dass man noch jemanden braucht, der vorliest. Dieser Tipp ist also „außer Konkurrenz“ hier mit dabei.
  10. Martin Ebbertz hat mir geschrieben, dass ein paar seiner Geschichten auch online zu hören (oder zu lesen) sind.

Wer noch Ergänzungen hat – immer gern her damit!

Frühlingshafte Grüße
Katha

Allzweckwaffe Biparcours (Actionbound)

Immer mal wieder werden von Lehrkräften Apps gesucht, die man „unbedingt auf Schultablets haben muss“. Eine davon ist für mich die App Biparcours, die für Bildungseinrichtungen in NRW kostenfreie* baugleiche Version von Actionbound.

Die Logos der Apps Biparcours & Actionbound – zu finden online, in Appstore und Playstore

Beide Apps sind ursprünglich für digitale Schnitzeljagden gedacht und dafür auch wunderbar geeignet. Solche Rallyes können aber längst nicht nur interessant für den Sachunterricht sein – es gibt viele tolle Anregungen auch für den Sprachunterricht zum Beispiel. Einige davon möchte ich hier mal anreißen. Diese Ideen stammen nicht alle ursprünglich aus meinen Gehirnwindungen, sondern haben sich dort aus vielen Anregungen aus Fortbildungen, Gesprächen und dem #TwitterLehrerzimmer zusammen gesammelt – sollte sich irgendwer „beklaut“ fühlen, dann bitte gern melden und ich nehme die Credits hier sofort auf!

0. Organisatorisches
Beide Apps können auf mobilen Geräten zum Spielen eines Parcours bzw. Bounds genutzt werden. Das Anlegen der Aufgaben geht im Browser, wo man sich dann mit seinen Daten anmeldet. Öffentliche Parcours können dann von Jedem gefunden und gespielt werden, aber man kann sie auch als „geheim“ speichern, so dass man nur über einen QR-Code Zugriff bekommt. Ebenfalls einstellbar ist es, ob die Reihenfolge der Aufgaben fest steht oder zufällig ist.
Im Lehreraccount kan man sog. Sub-Accounts einrichten: die SuS müssen sich dann nicht selbst auf der Homepage registrieren (Datenschutz) und die Aufgaben aus allen Sub-Accounts können von der Lehrkraft in ein Endprodukt überführt und geordnet werden.
Aufgabenformate sind offene Fragen, Multiple-Choice-Fragen, Sortieraufgaben, Schätzaufgaben, Foto-Hochladeaufgaben und andere. Es gibt eine Navigationsfunktion, wenn Teilnehmer an einen bestimmten geografischen Ort geführt werden sollen.
Für jede gelöste Aufgabe gibt es Punkte, deren Wert der Ersteller festlegen kann. Auch Einstellungen zum Weiterkommen sind möglich. So sieht beispielsweise eine Aufgabe im Editor aus:

Der Parcoursersteller kann am Ende alle Lösungen einsehen und die Punktestände vergleichen sowie als Aufgabe hochgeladene Bilder einsehen. Die Teilnehmer sehen nur Ihre Platzierung anhand der Punkte.

1. Sachunterricht
Geografische Themen lassen sich mit Parcours bzw. Bounds hervorragend umsetzen, besonders die lokalen Aspekte im „Heimatkundeunterricht“. So können die Kinder mit einem mobilen Gerät mit der App drauf bestimmte Orte aufsuchen, dort Aufgaben oder Rätsel lösen, Fotos machen etc. Die Navigation kann dabei ebenso geübt werden wie das Lesen, das genaue Hinschauen und nebenbei lässt sich eine Menge über den eigenen Ort lernen.
Reizvoll ist es aber auch, die Kinder selbst Fragen und Aufgaben bzw. Stationen für einen Parcours erstellen zu lassen. So, wie bislang Zeitschriften über den eigenen Ort verfasst wurden, Reiseführer, Plakate oder Ähnliches, können einzelne Partnerteams oder Gruppen zu Unterthemen Aufgaben ausdenken, die dann zu einem Parcours zusammen geführt werden und von allen gespielt werden können.
Hier wird klar, dass Parcours nicht nur räumlich, sondern auch thematisch aufgebaut werden können und sich wirklich gut mit Bewegung verknüpfen lassen.

2. Deutsch (Sprachen)
Aufgaben zu einer Lektüre oder anderen ergiebigen Texten können statt auf Papier auch in Biparcours umgesetzt werden – dazu werden dann zum Beispiel verschiedene Fragen und andere Aufgabentypen im Schulgebäude verteilt (wenn nicht grad verschärfte Hygieneregeln gelten..), wo sie gefunden und gelöst werden können.
Zum Ausbau des Wortschatzes können z.B. durch Fotos in der App Orte vorgegeben werden, die die Kinder aufsuchen sollen, um dort Dinge zu finden (Multiple Choice) oder zu benennen (Freitext). ANdersherum können Begriffe vorgegeben werden, zu denen die Kinder ein passendes Foto hochladen müssen.

3. alle Fächer
Grundsätzlich bieten die beiden Apps die Möglichkeit, dass Kinder beim Lernen in Bewegung kommen und ein Schulgebäude, Schulgelände oder Dorf zum Lernort wird. Wenn mit QR-Codes gearbeitet wird, lassen sich Aufgaben überall verteilen und reale Gegenstände, Orte oder Erlebnisse finden Eingang in ein Lernen, das am ehesten mit Stationenlernen oder einer Lerntheke vergleichbar wäre.

4. Ankommen und Kennenlernen
Wenn ein neuer Ort (neue Schule etc.) zum Lernort wird, bietet es sich an, ihn genauer kennenzulernen. Auch dies kann mit Biparcours/Actionbound motivierend umgesetzt werden. Lehrkräfte oder ältere Schüler*innen erstellen ein Angebot für die Neuen. Diese erkunden dann mit Hilfe der Aufgaben in kleinen Gruppen Gebäude und Gelände und kommen so an alle relevanten Orte, die sie kennen sollten. Wir haben dies z.B. für die neuen LAA in unserem ZfsL am Medientag genutzt.
Auf der Ebene des Kollegiums sind die Apps auch ein guter Begleiter: unseren letzten Kollegiumsausflug durch die Nachbarstadt haben wir mit Actionbound auch ziemlich aufgepeppt und ohne große Vorträge oder alle zusammenrufen zu müssen, viele Inhalte vermittelt bzw. die Kolleg*innen zu kleinen Aufgaben motiviert. Analog wäre dies für Wandertage oder Abschlussfeiern denkbar.

Ich würde euch raten, einfach mal in der App zu stöbern, welche Parcours bzw. Bounds es in eurer Region gibt und einfach mal etwas auszuprobieren. Einige Ergebnisse aus Schulen sind ja bereits online und können als Inspiration dienen.

Viel Spaß beim Testen wünscht
Katha (die für diese Werbung natürlich kein Geld oder sonstwas bekommt!)

* Actionbound kann als Privatperson kostenfrei genutzt werden, ist für den institutionellen Einsatz aber kostenpflichtig. Für Menschen aus nordrheinwestfälischen Bildungseinrichtungen ist Biparcours nach Anmeldung kostenfrei nutzbar – es ist baugleich und nur in anderen Farbtönen gehalten…

Das Analoge DigitaLexikon

Im Zuge der Digitalisierungs-Debatte gibt es eine Menge Interessantes zu lesen – vieles davon online. Wie aber bekomme ich wenig digi-affine Kolleginnen und Kollegen dort überhaupt hin?

Da wir im ZfsL (Studienseminar) inzwischen mit ersten Tablets bzw. fast alle Fachleitungen dort mit einem Smartphone ausgestattet sind, habe ich eine Mischform aus analog in die Hand zu nehmendem Buch mit digitalen Inhalten gebastelt: das Analoge DigitaLexikon ist eigentlich ein Flip-Fotoalbum, in dem ich die für mich/uns relevantesten Themen und Impulse kurz erklärt und dann durch QR-Codes direkt passende Online-Quellen zugänglich gemacht habe.

Vor einigen Wochen habe ich die Idee mal im #twitterlehrerzimmer geteilt und dort innerhalb von Stunden mehrere MithelferInnen gehabt, die Korrektur gelesen, Bildrechte geprüft, Bilder getauscht und neue Karten geschrieben haben. Wow! Kollaboration at its finest – deutschlandweit und doch um die Ecke.


Damit der kollaborative Gedanke weiter lebt, findet ihr in der Datei zum DigitaLexikon einen recht ausführlichen Text von mir zur Einleitung und die Erlaubnis respektive Bitte, selbst aktiv zu werden und das Ding wachsen zu lassen.

Vielleicht könnt ihr das Ganze ja als Grundlage für was Eigenes gebrauchen oder findet eine Auswahl aus den schon vorhandenen Ideen. Hier isses: DigitaLexikon auf OneDrive

Beste Grüße
Katha

Rückmeldung zu Texten geben – Achtung, digital.

Da ich heute mein halbes Fachseminar (also sechs LAA) zu Gast im Unterricht hatte, habe ich mal was auszuprobieren gewagt:

Die Drittklässler üben gerade das Überarbeiten von Texten durch korrekte Anwendung der wörtlichen Rede, Einsatz von treffenden Adjektiven und Verben aus dem Wortfeld sagen. Im Zuge dessen wiederholten wir heute noch das Beenden von Geschichten, das die Kinder seit dem zweiten Schuljahr kennen. Es ging mir vor allem darum, dass die SuS sich Rückmeldung zu ihren Texten geben.

Erste Überlegungen waren PA mit Hilfe von Haltestellen oder ein Doppelkreis, damit jedes Kind sich mit mehreren anderen über den eigenen Text austauschen kann. Besagter Besuch hat mich dann aber dazu ermutigt, das Ganze mit Padlet umzusetzen:
Padlet

Padlet ist eine digitale Pinwand, die verschiedene Vorlagen bietet. Es gibt die Möglichkeit, Gäste via Link ins Padlet zu holen. In meinem Fall habe ich natürlich auch die Kommentarfunktion aktiviert; die Like-Funktion mit Herzchen habe ich jedoch deaktiviert… #ausGründen
Den Link zum Padlet haben die SuS in einem pdf-Dokument gefunden, das ich ihnen im Klassenaustauschverzeichnis abgelegt hatte – ein Klick darauf führt genau zur gewünschten Website. [Gibt es Bedarf, dass ich hier mal erläutere, wie das funktioniert bzw. wie man solche Dokumente schreibt und ans Kind bringt?]
Schnell verstanden sie anhand meiner beiden Beispiel“zettel“, wie Padlet funktioniert und dass man mit dem + in der Ecke selbst neue Zettel anpinnen kann. Somit ging es schnell in die erste Arbeitsphase (ein zweisätziges Ende zur vorgegebenen Geschichte über unsere Klassenmonster schreiben). Meine LAA halfen hier und da beim Tippen, das noch nicht alle sicher beherrschen…
Ein Schüler entdeckte und probierte am Ende der Phase schon die Kommentarfunktion gefunden und ausprobiert, so dass der Übergang in die Rückmeldungsphase schnell gefunden war. Ich habe dann nochmal daran erinnert, wie man konstruktiv Rückmeldung gibt und einige Formulierungshilfen angeboten. Dann durften die Kinder loslegen und kommentierten die Texte der anderen. Die Ergebnisse seht ihr ausschnittsweise oben.
Für mich zeigen sie, dass viele Kinder sich wirklich mit den kurzen Texten beschäftigt haben und gute Rückmeldung oder Fragen formulieren konnten. Dass man Kommentare aktiv absenden muss, sollte man erklären – daraus resultierten ein paar Unsicherheiten.

Die Reflexion der Kinder war: hat Freude gemacht, man konnte zu allen Texten etwas schreiben, das war wie WhatsApp und WhatsApp mag ich, wir haben alle was zusammen geschafft.

Die Rückmeldung der LAA war: motivierte SuS in beiden Arbeitsphasen, sehr intuitiv zu bedienendes Tool, viel Bemühen um „gute“ Rückmeldung, Sorge dafür, dass zu jedem Text eine Rückmeldung erscheint.

Hier geht es zur Website von Padlet. Man kann nach Registrierung drei eigene Padlets kostenfrei anlegen – mit Lizenz ist die Zahl unbegrenzt. „Liken“ oder teilnehmen kann man an beliebig vielen Padlets.

Da ich eh einen geschrieben habe, bekommt ihr heute auch mal die Verlaufsplanung für die Stunde mitgeliefert. Wenn man nicht sechs LAA zum Helfen da hat, muss man sicher eine Doppelstunde dafür einplanen. 😉

Beste Grüße
Katha

Das Klexikon

Manche Dinge kann man ja einfach mal teilen: Das Klexikon, Kidernachschlagewerk u.a. unterstützt von SeitenStark, hat inzwischen fast 2500 Artikel beisammen, in denen kindgerecht nachgeschlagen werden kann. Eine tolle Alternative zu Wikipedia, die man den Kindern unbedingt mal nahebringen sollte…
Bildergebnis für klexikon

Hier geht es direkt dorthin: Klexikon

Wenn man sich die Themensammlung mal ansieht, dann fallen Schwerpunkte beim Themenbereich Tiere sowie in der Geografie auf. SU-Lehrkräfte können sich freuen!
Erfreulicherweise steht alles unter einer Creative-Commons-Lizenz, also dürfen die Inhalte verwendet und unter Namensnennung weiter gegeben werden.

Beste Grüße
Katha

Medienkompetenz fördern

… das schreiben sich ja inzwischen wohl die meisten Landesregierungen und infolgedessen auch die Verlage auf ihre Fahnen. Ich beschäftige mich seit meiner Ausbildung immer mal wieder mit dem Thema (als Medienbeauftragte ist das ja auch mein Job), finde aber, dass sich Vieles wiederholt oder etwas altbacken ist. Entsprechend lustlos nahm ich die in meinem Fach gefundene Broschüre des MekoKitaService in die Hand, den das Landesinstitut für Medien LfM auf die Beine gestellt hat:
2017-01-22-14-52-05

ich würde hier nicht darüber schreiben, wenn ich nicht positiv überrascht gewesen wäre über diese kleine Publikation, die als Werbung für den neuen Newsletter gilt. Ein paar schöne handfeste Ideen fanden sich darin, die über das Übliche hinausgehen. Fototricks zum Beispiel oder Videodrehideen. Auch Material für die Elternarbeit wird angeboten und Planungshilfen. Hier mal Eindrücke:

Fazit dieses Posts: Ich habe mich direkt mal für den Newsletter angemeldet, werde mindestens eine der Ideen einfach mal im Kunstunterricht ausprobieren und kann das Projekt vorerst einfach nur empfehlen.

Katha

Klassenabschlusszeitung

Wie mit meinen beiden früheren Vierten möchte ich auch dieses Mal zum Abschluss der GS-Zeit eine Klassenzeitung mit den Kindern herstellen. Neben den klassischen Geschichten aus den vier Jahren nehmen dort Klassen- und Freundefotos einen Platz ein, es gibt eine Autogrammseite, Lehrergrüße und vor allem einen ausführlichen Steckbrief von jedem.

Diesen Steckbrief* habe ich letzte Woche bei uns an die Wand geworfen und mit den Kindern durchgeschaut – sie haben zwei Zeilen ergänzt und eine abgewählt. Da einige einzelne Zeilen nicht wollten, habe ich ihnen einfach gezeigt, wie sie die in ihrer Datei löschen können.

rr

Schwupps dann die Vorlage an die Verzeichnisse der Kinder verteilt und los ging es. Erst schreiben, dann formatieren, dann von der Frau Lehrerin korrigieren lassen, fertig. Nun habe ich 22 fertige Steckbriefe zum Einfügen zusammen.

Gestern war dann Fototermin: Einzelfotos für die Steckbriefe, Freundefotos mit den liebsten Kumpels und mehrer Klassenfotos, damit ich was zur Auswahl habe. Mein momentaner Favorit ist das Bild auf „den Steinen“ (wo bei uns immer zu Beginn des Jahres die Klassenfotos aufgenommen werden) in „Denker“-Pose. Sieht lustig aus!

Ka

* heute mal als Word-Datei, damit man drin rumpfuschen kann! 🙂