Ferienende

So, da sind sie schon wieder rum die Herbstferien. Geht ja doch immer schnell…

Der Familienurlaub ging wieder nach Norderney, wo wir erstaunlich freundliches Wetter genießen durften.

Fundstück 1: Regenbogen am Strand, Fundstück 2: der Wirbelknochen (vermutlich) eines Schweinswals, Fundstück 3: Engelsflügelmuscheln (die werden echt so genannt).

Heute habe ich dann der Schule schon einen kurzen Besuch absgestattet, um mich der Nutzbarkeit der Räume zu vergewissern und alle Vorbereitungen für morgen zu treffen. Montags ist nämlich mein einzig richtig stressiger morgen – um 7.45 selbst anfangen und vorher noch den Möppel zur Schule begleiten und das Möppelchen in der Kita abliefern. Nachdem ich mich danach nun diverse Male gestresst an den Kopierer gestellt habe, um den WP startklar zu haben, bin ich endlich mal schlauer gewesen und war nun also heute schon da, habe kopiert, verteilt, die Tafel vorbereitet, laminiert und geschnippelt (ja, ab und zu noch…), Zettelchen geschrieben und mein Pult geputzt, damit man die Grundreinigung nicht mehr so bemerkt 😉
Das alles unter tatkräftiger Hilfe des Möppels, der Stapel aus dem Kopierer gezogen und gelocht hat, Bücher im Nebenraum umsortiert und unten liegende Stühle aufgehoben hat. Zwischendurch „musste“ er dann noch etwas im Blitzrechnen an der Mengenerkennung arbeiten damit die Mama auch wirklich noch was schaffte 🙂

Nun liegt also für die beiden Englischstunden morgen alles kopiert und bereit, der WP ist in der Klasse ebenfalls startklar und auch für DI ist prinzipiell nichts mehr zu tun. Sehr gutes Gefühl. Überhaupt habe ich mir vorgenommen, nicht nur in Deutsch wochenweise zu planen, sondern auch in den anderen Fächern längere Zeiträume in den Blick zu nehmen. So stehen in letzter Zeit manchmal schon Englischstunden für die nächste Woche im Lehrerplaner, was wirklich beruhigt. Außerdem kopiere ich für die aktuelle Einheit auch immer öfter schon die definitiv nötigen AB vor, damit sie dann griffbereit in meiner Englischtasche liegen und ich vor lauter Vorplanung nicht das Material vergesse.

Und wo ich grad so schön plane – auch den Blog will ich wieder gewissenhafter führen. Erschreckend wenig habe ich mich zuletzt dran gesetzt, obwohl er mich doch immer wieder so erfreut. Also, in den nächsten Tagen möchte ich euch mein noch recht neues, aber schon super angelaufenes Zwei-Fächer-auf-dem-Pult-System vorstellen und auf Wunsch einer Leserin nochmal einen ausführlicheren Artikel zum Wochenplan schreiben.

Allen, die morgen ebenfalls aus den Ferien kommen, wünsche ich einen guten Start in den zweiten Abschnitt des Schuljahres, allen anderen einfach einen guten Wochenstart!

Beste Grüße,
Katha

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fort und gebildet

2017-09-20 14.26.07.jpgIn der Stadt mit dem besten Fußballverein und coolsten Stadion überhaupt durfte ich heute eine sonnige Mittagspause mit Besuch im Stadionfanshop genießen. Das allein tat schonmal gut.

Würde ich aber natürlich nicht drüber schreiben, wenn nicht drumherum auch ein bisschen Arbeit angestanden hätte. Auf einer Veranstaltung mit dem Schwerpunkt Gesundheit von Lehrkräften habe ich an drei Workshops teilgenommen und interessanterweise dabei Input mit immer dem gleichen Tenor bekommen:
Wir Lehrer (genauso wie alle anderen Arbeitnehmer, manchmal aber noch etwas mehr) müssen gut auf uns aufpassen. Wir sollten uns bewegen und entspannen und lernen, nicht alles auf uns zu beziehen und an die große Ärgerglocke zu hängen. Wir sollten manchmal über unsere Erwartungen und Asprüche nachdenken, auch mal nein sagen können und uns (platt gesagt) nicht von so vielen Kleinigkeiten ärgern lassen.

Irgendwie passt das zu den Büchern, die ich zuletzt gelesen habe und die ganz viel mit der Arbeit an den eigenen Einstellungen zu tun hatten. Man kann sich das Leben an vielen (nicht an allen!) Stellen wirklich erleichtern, wenn man seine Sichtweise auf andere Menschen und die eigene Interaktion mal kritisch hinterfragt, wenn man mal Perspektivwechsel wagt, wenn man ab und zu auch mal eigene Beiträge zu Konflikten erkennen kann und wenn man schafft, (eigentlich wertvolle) Verantwortungsgefühle auch mal zurückzustellen.

Für alle, die mal schnuppern wollen, gibt es deshalb heute zwei Empfehlungen:
1. Jimmy Little – den sollte man echt mal erlebt haben!
2. Mein zuletzt liebstes Fachbuch, das ein bisschen wirken muss: Stopp, die Regel gilt!

Vielleicht liegt es an meiner zunehmenden Weisheit durch das Altern (?), vielleicht an den eigenen Kindern oder einer wachsenden Offenheit des Geistes (????), aber ich merke, dass mir diese selbstreflexiven Zugänge zur Zeit echt helfen und mir neue Handlungsperspektiven eröffnen.

Wer ähnliche oder ganz andere Erfahrungen hat, darf sich ja gern mal in einem Kommentar austoben…

Fortgebildete Grüße,
Katha

Rushing woman !?

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Dieses Stückchen Text beendet einen Artikel in der aktuellen Ausgabe von Centaur, dem Kundenmagazin von Rossmann. Gelegentlich nehme ich solche Hefte gern mit und schneide vor allem gern schöne Überschriften oder Bildchen aus, die ich dann in den Büchern für meine Kinder zum Gestalten verwende. An diesem Artikel über sogenannte „Rushing women“ bin ich hängen geblieben – vor allem weil ich mich in Zügen darin auch wiederfinden konnte. Vor allem, als ich auf der Checkliste mehrere Punkte mit „ja, das haut hin“ beantworten konnte, wurde ich doch ein wenig nachdenklich.

Vielleicht sollten viele von uns (Grundschul)Lehrerinnen sich wirklich auch mal wieder etwas mehr auf uns selbst besinnen. Ich hab da gut Reden – mir fällt das ja selbst unendlich schwer! Aber ich merke auch in diesen Ferien, wie gut es tut, einfach mal ein (privates!) Buch zu lesen, statt schon eine Klassenliste zu schreiben. Die man dann ja eh kurz vor Start nochmal prüfen und aktualisieren muss. Oder mit dem Möppel ein Eis essen zu gehen statt den Geburtstagskalender für die Klasse vorzubereiten. Oder mit Freunden zu frühstücken statt das Gutachten für den Verlag heute schon fertig zu bekommen.

In diesem Sinne, liebe rennende Kolleginnen, lasst es uns etwas langsamer angehen, etwas weniger Konkurrenz spüren, etwas mehr auf uns selbst achten, wenn es wieder losgeht im neuen Schuljahr!

Beste Grüße,
Katha

(die jetzt gleich Frühstücksbesuch bekommt!)

Die Ferien genießen…

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… das klappt bislang ganz gut. Der Urlaub ist schon vorbei und nächste Woche gehen zwei Viertel des Haushaltes wieder zur Arbeit bzw. in den Kindergarten. Der Möppel bleibt mit mir übrig, da er ja nun ganz offiziell kein Kitakind mehr ist und hochordentlich rausgeworfen wurde. So werden es ganz andere Ferien als bislang immer. Ich bin sehr gespannt, ob ich trotzdem alles schaffen werde, was ich mir vornehme.

Neben den Veränderungen hier tut sich ja auch in der Schule so einiges. Nicht nur mein Klassenraum liegt plötzlich ein Stockwerk höher sondern es wird auch viel umgebaut im Gebäude. Die Neugier treibt mich schon, was bislang passiert ist und ob mein Raum schon halbwegs nach Klassenraum aussieht. Nächste Woche muss ich dringend mal schauen, was sich so tut.

Ich wünsche euch allen weiterhin tolle Ferien und einen mehr oder weniger bald anstehenden guten Start ins neue Schuljahr!

Katha

Einmal werden wir noch wach…

… heißa, dann ist Schulschlusstag!

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Millionen von Schülern und Kollegen freuen sich schon auf morgen, wenn auch in NRW die großen Ferien starten. Ich zähle mich definitiv dazu und war gefühlt noch nie so ferienreif wie dieses Jahr!

Da bei uns viel umgebaut wird, mussten nicht nur 3/4 der Klassenräume sondern auch Fach- und Materialräume geleert werden, so dass das ganze Kollegium in den letzten Tagen mittags verschwitzt und staubig durch das ganze Gebäude lief und Zeug neu verortete. Dank meiner beiden lieben Teamkolleginnen habe ich heute Mittag doch wirklich auch noch meine Klasse leer bekommen, so dass wir morgen in einem blanken Klassenraum sitzen werden. Mal sehen – ein paar Sprachspiele, vielleicht noch was vorlesen, einen Spaziergang zum Spielplatz? Das lasse ich auf mich zukommen…

Allen NRWlern wünsche ich morgen einen gelungenen Schulabschluss und dann (offiziell ja erst Montag) einen guten Start in die Ferien!!!

Nach den viel zu ereignisreichen Wochen im Juni/Juli lasse ich dann im August auch wieder mehr von mir hören. Hier liegen noch Fotos und BErichte zu Englisch und Kunst, ein paar Rezensionen und sonstiger Kram, mit dem ich euch immer belästige/erfreue/unterhalte/???.

Beste Grüße,
Katha

neue neue Rechtschreibung

Seit einige Jahren schreiben ja viele Menschen nach der „neuen Rechtschreibreform“ – was ich ja als Formulierung schon an sich falsch finde. Aber egal. Die große Verwirrung hat sich m.E. bis heute noch nicht so ganz gelegt. Zusammenschreibung ist für mich persönlich das einzige echte Problem bei den „neuen“ Regeln; hier muss ich regelmäßig nachschlagen. Die eigentlich einfachste und logischste Neuregelung ist aber witzigerweise die, die in der Bevölkerung am meisten Verwirrung auslöste: ss oder ß? Weite Teile der Menschheit scheint zu meinen, dass das ß seit der Reform abgeschafft wurde… Nun ja. Der Kleingeist braucht ja immer was zum drüber Aufregen…

Was aber nun ernsthaft gesprochen geschrieben doch für Lehrer relevant ist, ist die heute veröffentlichte Neuregelung einiger Aspekte. Ich hab’s fast verpasst und bin nur durch einen facebook-Post von Prima(r)Tipps drüber gestolpert. Hier mal zum Nachlesen die aktuellen Änderungen auf der Homepage vom Rechtschreibrat: http://www.rechtschreibrat.com/

Beste Grüße,
Katha

Vorsichtige Ruhe

… kehrt gerade ein bei mir.
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Soeben sind die letzten Texte der Kollegen in die Zeugnisse eingefügt und diese eingereicht. In der Schule konkretisieren sich außerdem einige Dinge fürs neue Schuljahr (wenn auch nicht nur positive, aber immerhin). Und den Kindern bekommt die Aussicht auf drei „normale“ Schulwochen ganz gut [so schön die langen WE ja waren, für meine Monster waren sie ziemliches Gift].

Der Möppel spaziert ganz guten Mutes auf seinen Abschied vom Kindergarten hin und blickt momentan zuversichtlich auf den Schulbeginn. Auch der tägliche Countdown des Möppelpapas auf den Urlaub hin regt mich nicht mehr ganz so auf, weil ich dem jetzt auch etwas entspannter entegen blicken kann. Die Vorbereitungen für die drei anstehenden Geburtstags“feten“ innerhalb von sieben Tagen kann nun starten und das wird ja auch langsam Zeit. Muss noch ein Playmobil-Krankenhaus waschen…

Den Niedersachsen sei an dieser Stelle schonmal eine schöne unterrichtsfreie Zeit gegönnt und allen anderen wünsche ich einen guten Endspurt! Ich werde meinen jetzt versuchen zu genießen!

Katha