Wochenplanarbeit a la PrimarBlog

Nachdem zuletzt mehrfach gefragt wurde, ob ich „mein“ WP-System mal genauer vorstellen könnte, habe ich letzte Woche mal ein paar Fotos gemacht, um euch ein paar Einblicke zu geben.

Im Normalfall läuft ein WP bei mir (2. Klasse) von montags bis freitags. Montags gibt es den neuen WP-Zettel und wir besprechen grundsätzlich die Aufgaben. Da ich fast nur selbsterklärende oder bekannte Aufgabenformate* in den WP gebe, geht das inzwischen recht flott. Wenn es einen thematischen, grammatikalischen … Schwerpunkt gibt, führe ich den ein. Diese Woche waren es Nomen und ihre Merkmale. Ähnlich wie Valessa von >Endlich Pause< begann ich mit der Wiederholung der Artikel und dem inhaltlichen Sortieren und hatte dies als ersten Schwerpunkt. In der folgenden Woche ist es dann Einzahl-Mehrzahl.

Bild 1: Unser „Ablageregal“, auf dem immer die losen Materialien und AB zu finden sind – die Fächer und Zahlen** sind dort fest verankert.

DSCN1277.JPGHier nochmal in größer:

 

Bild 2: Die Wochenplanmappe: Hier werden alle AB eingeheftet, die im Laufe des WP bearbeitet werden.
DSCN1276
Die WP bleiben immer drin, die anderen Blätter heften wir zwischendurch mal aus in die Fachmappen. So habe ich z.B. für den Elternsprechtag die Mappe vorliegen und kann gebündelt demonstieren, wie gut oder schlecht das Kind mit der Arbeit zurecht kommt und ob ordentlich die Elternkontrolle erfolgt und durch Unterschrift belegt ist… Früher hatte ich den WP immer in der Deutschmappe und habe ihn montags eingesammelt. Da musste ich aber immer hinter einigen Kindern hinterherlaufen und vor allem war es ziemlich viel Verschiedenes zwischen den Wochenplanzetteln in der Mappe. Nun habe ich den WP komplett ausgegliedert, inspiriert von der Logbucharbeit an der Schule meines Sohnes. Ich glaube jetzt schon, dass mir das besser gefällt…
Die Grafik ist unverkennbar von mompitz.de und passt so prima zu unserer Monsterklasse.

Bild 3: Der eigentliche Wochenplan

Hier mal 4 Beispiele für ein schwaches Kind, ein Förderkind Lernen, ein sehr starkes Kind und einen Wiederholer. Zur Zeit schaffe ich es immer noch, für alle die freiwilligen Aufgaben separat zu markieren und bestimmten Kindern die Menge zu verringern, einzelne Aufgaben auszutauschen etc. Zuletzt habe ich den beiden Erstgenannten als Symbol die Lehrerin vorn hinein gepackt, wenn sie sich ein AB bei mir abholen sollen statt eines aus den nummerierten Fächern zu nehmen.
Die Kuh in der vorletzten Reihe hat übrigens was mit unseren Partnerfindungskarten zu tun. Vorsichtshalber stelle ich das Bild in größer (A5) auch immer mit zu dem Fach dazu, damit es noch etwas eindeutiger ist…

Bild 4: Die Liste
2017-11-13 14.30.37
Damit ich den Überblick habe, wer sich wie schlägt, habe ich in meinem Listenheft natürlich auch eine Liste, in der ich eintrage, wie der WP lief (3-Smile-System) und abhake, ob er unterschrieben wurde. Wie man sieht, haben dieses WE viele Eltern nicht daran gedacht, den WP gegenzuzeichnen. Und ich hab doch Freitag extra so schon meine Rückmeldungen eingetragen – erfreulich viele Smileys waren sogar dabei.

Bild 5…: Beispiele aus dem WP

Neben Arbeitsblättern und Seiten/Aufgaben im AH der Kinder bemühe ich mich, inspiriert von meiner letztjährigen Sonderpädagogenkollegin, auch immer wieder mal kleinere Portionen anzubieten (wie hier mit den Lesekarten) und auch Handlungsmaterial bzw. Spiele einzusetzen. So richtige Spiele, nicht die laminierten… Zum Glück liefert der heimische Spieleschrank da einiges an Material und ein paar Puzzles sind zur Zeit dauerhaft in der Schule stationiert. Dieses Mal passte das Farbkarussell hervorragend, da dort ja auch Bilder nach Themen sortiert gesammelt werden müssen. Also prinzipiell die gleiche Aufgabe wie das Sortieren nach Menschen, Tieren, Dingen… auf den AB. Auch LÜK-Kästen, Logicos u.ä. finden ab und an den Weg in unseren WP. Manch ein Kind wird durch die Aussicht, am Ende des WP noch ein Spiel spielen zu können, zum Beenden der Pflichtaufgaben animiert. Und für meinen Förderschüler sind sie oft Pflichtaufgabe, da er im privaten Umfeld nur wenig mit Regelspielen in Kontakt kommt und sie ihm nicht nur Spaß machen sondern auch merkbar gut tun.

So, das war ein langer Eintrag. Bei weiteren Fragen gerne fragen und auch gerne anmerken, was ich vielleicht vergessen haben könnte. Dann ergänze ich es einfach noch.

Beste Grüße,
Katha

———————————————————————————————————————————————-

* solche Aufgabenformate sind z.B.: Lesekarten (ABCund123.de), AB zum Sortieren nach dem ABC ins Heft, Lese-Mal-Blätter und generell alle AB, die man formell behalten und mit neuen Wörtern füllen kann…

** Die Zahlen habe ich aus dem Fahrscheinsystem, ebenfalls von Valessa aufbereitet. Meine liebe Mathekollegin hat sie letztes Jahr dankenswerterweise für mich ausgeschnitten mit dem Kommentar: „Ich habe extra jeden Huckel mit ausgeschnitten – ich kenn dich und deinen Anspruch ja…“. Sie kennt mich wirklich! 😉

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4 Gedanken zu „Wochenplanarbeit a la PrimarBlog

  1. Liebe Katha,

    vielen lieben Dank, dass du dir extra die Mühe gemacht hast und alles so genau aufzuschreiben. Ich finde es sehr spannend, wie du damit arbeitest und es hört sich wirklich schlüssig und gut durchdacht an. Ich glaube, ich muss mich auch mal überwinden und ein wenig Arbeit dahinein stecken. Meine mögen nämlich die Arbeit an Plänen/Stationen/Lerntheken sehr gerne und können gut daran arbeiten.

    Ich wünsche dir eine ruhige kommende Adventszeit.
    Liebe Grüße aus Niedersachsen.

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    1. Liebe Enja, das tu ich gern! „Love it or leave it!“ habe ich gelernt…
      Für mich war der WP letztes Schuljahr die Rettung: meine Klasse konnte super ackern, aber nur seeehr schlecht zuhören oder Dinge besprechen. Da war Arbeit nach Plan die einzig richtige Herangehensweise für mich, um nicht tagtäglich wieder an anderen Versuchen zu verzweifeln. (Kannst du nachlesen – letzter Herbst…). Und auch ich habe da GEfühl, dass die Kinder gern auf diese Art arbeiten. Viele Dinge wie Sitzplatz- und Partnerwahl funktionieren im WP viel selbstverständlicher und es gibt mehr Kommunikation untereinander. Für die Schwächeren kann ich viel unauffälliger differenzieren und auch ein bisschen mehr Zeit zum Helfen aufbringen. Außerdem habe ich nicht immer das Problem, mehr Futter für die Schnellen zu haben, wenn ich deren Pläne vorher beeinflusse 🙂
      Nicht zuletzt zwinge ich mich so, meine Arbeit für die Woche vorzuplanen und nicht von Tag zu Tag zu denken – das tut mir merklich gut.
      Beste Grüße und auch dir einen guten Start in die Vorweihnachstzeit!
      Katha

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  2. Vielen lieben Dank fürs Teilen !!! 🙂
    Es ist immer sehr spannend und bereichernd zu sehen, wie andere damit arbeiten. Für mich hört sich alles sehr schlüssig und übersichtlich an, zwei Fragen kamen mir trotzdem noch:
    1. Wann korrigierst du den WP, da die Kinder ja den Plan übers WE schon zum unterschreiben mitnehmen?
    2. Was bedeutet die Lehrer/ Eltern-Spalte im Plan, das konnte ich nicht so gut erkennen?
    Herbstliche Grüße, Fanny

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    1. Liebe Fanny,
      zu 1.: ich mache das i.d.R. dann, wenn die Kids die Aufgabe zum Unterschreiben vorzeigen
      zu 2.: In der Spalte unterschreibe ich, wenn etwas fertig vorgezeigt wurde (s.o.) und die Eltern dürfen dort auch gern die erledigten HA selbst abzeichnen – etwa 1/3 der Klasse macht die HA auch wirklich zuhause und nicht in der OGS…
      LG, Katha

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