„Danke für die Stunde!“

Das war heute allen Ernstes das Schlusswort einer Viertklässlerin nach dem Englischunterricht. *wow* *grins* *freu*

Sie können ja manchmal sooooo nett sein, die lieben Kleinen und Nichtmehrganzsokleinen…

Lustigerweise war es eine total improvisierte Stunde, weil ich zum Beginn der Stunde die Themenkiste London aus dem Schrank holte und mir dabei ein fast vergessenes Puzzle und das tolle letzte Jahr angeschaffte Pop-Up-Buch ins Auge fielen. Spontan wurde dann aus einer Wortschatzübungs- und Arbeitsblattbearbeitungsstunde eine „5×5-Minuten-Stunde“, die dann so aussah:

Zuerst zählte ich die Kinder 1,2,3,4,5 durch, um fünf Gruppen zu erhalten.
Gruppe 1 startete beim Puzzle der britischen Inseln.
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Gruppe 2 durfte die Miniaturen der Sehenswürdigkeiten (Danke, Marion!) auf den Stadtplan stellen und bewundern.
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Gruppe 3 durfte durch das Pop-Up-Buch blättern, das Valessa hier vorstellt.
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Gruppe 4 bekam die London-Lesekartei aus der Ideenreise.
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Gruppe 5 durfte in unseren gesammelten London-Büchern, -Stadtplänen und -Stadtführern stöbern.
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Jeweils nach 5 Minuten ging es gruppenweise weiter zum nächsten Tisch, bis jeder mal alles ausprobiert hatte.

So einfach kann es also auch mal sein, ein Lob zu bekommen. Ha.

Best wishes,
Katha

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big numbers -speaking, reading, writing, testing

Die Erweiterung des Zahlenraumes verläuft bei uns im Englischunterricht anders als in Mathe: Erstklässler lernen bis 12, Zweitklässler bis 20 (oder etwas drüber, wenn die Klasse größer ist) und Viertklässler müssen dann bis zur Hundert üben. Die Zehnerzahlen lernen die Kids immer sehr schnell und auch das Zusammensetzen von Zehnern und Einern gelingt nach Anfangsschwierigkeiten in der Regel gut.
Mehr Probleme bereiten da schon die Schreibweisen der Zehnerzahlen – vor allem forty und fifty. Erstaunlich ist auch, dass die eigentlich geübten Zahlen von 13 bis 19 plötzlich wieder durcheinander geraten und zum Beispiel sixteen und sixty verwechselt werden.

Zur Einführung eignen sich die Lieder 100 little kangaroos are sitting on Big Ben aus dem Lehrwerk Sally oder 100 little ladybirds aus Playway. Ersteres kam in den letzten drei Durchgängen deutlich besser an, weil es peppiger ist.

Dann folgen klassische Hörübungen: Zahlen diktieren, auf Schmierpapier in Ziffern mitschreiben oder in hohlen Digitalziffern notieren lassen (s. Foto). Geeignet sind auch Einkreiseübungen, bei denen unter drei ähnliche Zahlen (13, 30, 33) die richtige erkannt werden muss. Um die Aussprache zu trainieren, bietet sich zum Beispiel das Spiel swap an. Hierzu benötigt man kleine Karten mit verschiedenen Zahlen daruaf, von denen jedes Kind eine bekommt. Dann darf herumgegangen werden, um die Karte zu tauschen. Je nach Sprachkompetenz reicht die Kommunikation vom reinen Nennen der eigenen Zahl über „My number is…“ bis hin zu „My number is … . Let’s swap!„. Hier könnt ihr, wenn gebraucht, meine Karten herunterladen: mat-mixed-cards-big-numbers-swap. Ein paar dreistellige sind auch dabei:
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Lese- und Schreibübungen kommen dann bald dazu. Die oben erwähnten Schreibweisen sind für mich eines der Themen, die ich grundsätzlich auf deutsch erarbeite, damit sich alle Kinder die Besonderheiten bei den Schreibweisen erschließen können. Besonders gern spiele ich ja auch im Englischunterricht Lese-Reaktionsspiele; das zum Thema big numbers gehörende Lesespiel ist in einem alten Blogeintrag zu finden:
img_0707Außerdem müssen die Zahlen natürlich einfach geübt und geübt werden, um das Schreiben zu trainieren. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Hier mal zwei Beispiele, wie die Kinder halbwegs motiviert dabei bleiben: Beim ersten AB werden nur die Wörter zu den vorgegebenen Zahlen geschrieben, beim zweiten diktiere ich die ersten paar Zahlen, dann sagen die Kinder weitere Zahlen an und zuletzt wird geschrieben.

Zu guter Letzt gibt es dann auch einen Test. Wie meistens ist er eigentlich (!) total einfach, zeigt aber die Problemfälle recht deutlich auf… test-big-numbers für alle, zu deren Unterricht er passen kann.

Sodala, da ist der kurze Einblick in die Einheit doch etwas länger geworden als gedacht…

Katha

Brown bear, what can you read?

Wie schon vor Kurzem beschrieben, arbeiten wir im Zweiten gerade am Wortschatz der Tiere (und wdh. Farben) aus dem Buch Brown Bear, Brown Bear, What Do You See? von Eric Carle.

Dazu stelle ich euch noch ein AB zur Verfügung, das so wie unten aussehen soll, wenn man Bilder hinzugefügt hat. Das muss wegen der Wahrung der Bildrechte jeder selbst tun… Die Kids sollen Worte und Bild verbinden und beides in der passenden Farbe anmalen bzw. nachspuren. Zeitlich betrachtet würde das nach den Tafel-Leseübungen und vor den Schreibübungen im Minibook liegen.
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Nach mehreren fragenden Mails kommen hier auch noch die Wortkarten, die auf den Bildern zu sehen waren. Ich hab einfach nach dem Laminieren die Linien abgeschnitten – bei den Farben rechts, bei den Tieren links. So ist die Art des Zusammensetzens deutlicher und es entsteht der Eindruck eines zusammenhängenden Wortpaares. (Schriftart Andika)
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So, nun auf in den Endspurt auf die Herbstferien…
Eure Katha

Let’s practise our new words!

Nach der Wiederholung der Zahlen, Farben und Schulsachen zu Beginn des zweiten Schuljahres steht bei uns immer der Klassiker „Brown bear, brown bear, what do you see?“ von Eric Carle an. Darin stecken neben den Farben diverse Tiere – einige leichter zu merken oder schon aus der Geschichte „What colour are your knickers?“ bekannt, andere schwieriger.

Cat, dog, bear, sheep, fish, frog klappen erfahrungsgemäß recht gut. Früher konnte man duck leicht erklären über Donald Duck; in diesem Jahr merken sich die Kids erstmals bird besser, weil sie sich am Spiel bzw. Film Angry birds orientieren… Zeiten ändern sich.

Zuerst wird natürlich der Wortschatz mit Hilfe von Bildern bzw. kleinen Stofffiguren erarbeitet und mit diversen Spielchen geübt. Kim’s game ist immer wieder beliebt, Clever Parrot ebenso. Mit den Figuren haben wir uns in den Kreis gestellt; ich gab sie einzeln herum und man musste den Namen bei jedem Weiterreichen dem nächsten Kind sagen. So spricht jeder jedes Wort mindestens einmal. Besonders lustig wird es nach einer Übungsrunde, wenn man dann in beide Richtungen Wörter schickt und/oder schneller taktet. Wird zwar etwas unruhig, aber ist sehr einprägsam!

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So sieht es dann an der (ja, ich weiß: ungeputzten) Tafel aus, wenn nach den ersten rein mündlichen Übungen das Schriftbild dazu gekommen ist. Da hier ja immer mit Wortpaaren (Farbe/Tier) gearbeitet wird, habe ich die Wortkarten auch optisch so gestaltet, dass sie an den Anstoßpunkten „offen“ sind. Die Rahmen hab ich einfach nach dem Laminieren abgeschnitten…

Im nächsten Schritt möchte ich die Kids dann von den festen Paaren wie „purple cat“ oder „red bird“ lösen und präsentiere folgende Varianten:

1. Wortpaare korrigieren
IMG_0698.JPGHier dürfen die Kinder an die Tafel kommen und immer ein paar Wortkarten tauschen, um am Ende zur korrekten Darstellung aller Bilder zu kommen (also z.B. hier horse gegen frog tauschen, damit der frog schonmal richtig ist). Einige Schritte sind nötig und so werden viele Kinder aktiviert. Je nach Stärke der Klasse kann man das Sprechen des richtigen Wortes, beider getauschten Wörter oder einfacher Sätze wie „This is a frog.“ oder „The frog is green.“ einfordern.

 

 

2. Wortpaare lesen
IMG_0696.JPGHier geht es jetzt wirklich um das Erlesen der geübten (!) Wörter in einer neuen Mischung. Geübte Kollegen können dann ja nach dem Erlesen die Tiere in der hier verwendeten Farbe anzeichnen. (Meine Zeichnungen mute ich nur den Kids zu!)

Alternativ kann man auch die Karten verteilen, dann zufällige Paare bilden lassen aus Farbwort und Tierwort und diese dann vorstellen lassen.

Oder oder oder…

 

3. Minibook
Seit einigen Jahren setze ich an genau dieser Stelle ein minibook ein, in das die Kinder selbst sechs Tiere einkleben oder hineinmalen können, deren Farbe sie selbst bestimmen. Dazu werden dann die „neuen“ Tiernamen geschrieben. Wer die Vorlage (selbstverständlich bildfrei) nutzen möchte, hier bitte: minibook-brown-bear-clean (einfach den Bären selbst einfügen)
So sieht das dann in Kinderhänden aus, also vor dem Falten. Das mussten wir auf nächste Woche verschieben:

Ich sehe gerade, dass ich nur Bspe. habe, bei denen die Kinder sich ans Buch gehalten haben. Das waren eigentlich nur ca. ein Drittel der Kids – der Rest war kreativer. Aber so oder so – geschrieben haben sie alle und das Lesen dieser Frage und der Antwort übt man ja egal mit welchen Tieren gleich gut. Da müssen die Eltern zuhause ran und sich was vorlesen lassen.

Nun denn, ihr brauen Schafe und gelben Frösche, gehabt euch wohl!
Katha

The months of the year > two writing exercises

Da predigt man den Schätzchen seit der zweiten Klasse, dass der Engländer an sich fast alles klein schreibt. Und nun kommen die Monate – und die haben doch wirklich Großbuchstaben. Frechheit!

Da im vierten Schuljahr m.E. auch immer wieder geschrieben werden sollte, um die Schätzchen auf die Arbeitsweise an der weiterführenden Schule vorzubereiten, teile ich heute zwei Schreibübungen mit euch. Bei beiden gibt es eine Satzschablone, die verändert werden muss. Neben den Monaten werden einmal die Ordnungszahlen geschrieben (AB The months of the year I ordinal numbers writing) und einmal die Präpositionen before, between, after (AB The months of the year II prepositions).

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Für alle Skeptiker bezgl. der Schreibmenge: Es ist immer der gleiche Satz mit nur wenigen angepassten Wörtern und: erfahrungsgemäß sind die Kinder stolz darauf, soviel in der Fremdsprache geschrieben und vorgelesen zu haben!

Have a nice January,

Ka

 

food-Werkstatt Englisch Jg.3

Hier mal zwei Beispiele für Angebote aus unserer Werkstat zu Thema food, die wir im dritten Schuljahr durchführen:

1. Wortsuchkarten Circle food words – hier müssen die Kinder auf laminierten Karten nur die Essenswörter einkreisen, Selbstkontrolle ist vorhanden. Wie man die Karten herstellt, habe ich hier beschrieben: Karten zum Einkreisen basteln (Deutsch)

2. das Mix-and-match-book – angelehnt an das Buch „Ketchup on your cornflakes“ bastelt man aus diesen einzelnen Blättern ein Buch, bei dem man die Seiten dreigeteilt umblättern kann und so lustige oder angemessene Sätze bilden lasen kann. Gute Basis zum Lesen, kann aber auch als Schreibanlass genutzt werden. Zur Herstellung: Ich kopiere die Vorlage klein, so dass die einzelnen Buchseiten auf ein A6-Blatt passen (also Druckfunktion 2 Seiten auf 1). Dann muss ausgeschnitten werden und je nach Zeit und feinmtorischen Kompetenzen der Kids kann man dann den linken Rand Seite für Seite verkleben oder einfach dreimal tackern.

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Dazu haben wir noch drei Spielstationen im Einsatz: Memory, Bingo, Domino. Außerdem gibt es drei AB zum Lesen und Schreiben sowie ein Minibook zum Falten und Lesen. Diese Sachen kann ich leider nicht hochladen, da die Bilder nicht rechtefrei sind und die ABs zum Teil Kopiervorlagen entstammen. Vielleicht habt ihr ja was passendes dazu…

Guten Appetit wünscht

Ka

Let’s go „shopping in the city“

Klasse 4, Englisch: Statt wie bislang den üblichen Kanon an englischen Ladenbezeichnungen loszulassen, habe ich die provokante Überschrift „shopping in the city“ an die Tafel geschrieben und die Vorschläge der Kinder gesammelt. Ich war ziemlich baff, welche und wie viele Läden ihnen eingefallen sind. Sprachlerntechnisch großartig war es, dass sie sehr schnell durchschaut haben, wie sich die meisten Wörter bilden lassen: zu kaufende Kategorie + „shop“ = Spracherfolg. fan shop, flower shop, pet shop, nut shop, handy shop, high-heel shop und andere tolle Kreationen kamen da zusammen und es hat wirklich allen Spaß gemacht, sie zu sammeln und die teils ungewöhnlichen Namen wie baker’s, butcher’s, greengrocer’s oder chemist zu lernen. Dass Optiker optician heißt, musste ich selbst nachschauen und nachtragen, aber auch das störte nicht…

shopping

Mein Fazit: Nie mehr wieder shop-Vokabular vorgeben – selber sammeln!

Weiter wird es nächste Woche mit einer Verschriftlichung und Visualisierung für die Kinderhand gehen. Da ich ja nun natürlich nicht für alle Läden Bilder habe, habe ich aus Ginger eine KV mit leeren Ladenfassaden kleiner kopiert und verdoppelt, so dass sich jedes Kind mindestens 12 Läden aufschreiben und dazu etwas malen kann. Diesmal legt jeder also mal seine Lernwörter selber fest. Auch schön.

PS: Entschuldigt die krude Grafik, ich hatte keine ruhige Hand beim Fotografieren und somit passten die vier Tafelteile zuhause so gar nicht mehr aneinander…