Schwere Kost

Zum ersten Mal seit Langem habe ich mal wieder Broschüren bei einem Bundesministerium bestellt. Diesmal aber keine zur Gesundheitserziehung oder zu landwirtschaftlichen Themen sondern zu Erbrecht, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht… Möppels Großeltern suchen zur Zeit meine Hilfe in diesem doch etwas beängstigenden Thema. Darum bin ich ja ganz froh, dass sie Regelungen treffen wollen, aber es löst irgendwie auch ein bisschen Bauchweh aus. Vor allem aber beschließe ich gerade, dass ich diese ganzen Regelungen für den Unfall-, Krankheits- oder gar Todesfall auch für mich und meinen Mann festlegen möchte, damit unsere Jungs im schlimmsten Falle irgendwie versorgt sind. Man neigt ja doch eher dazu, sowas wie ein Testament zu vernachlässigen nach dem Motto „Ich bin doch noch so jung!“. Sollte man aber vielleicht doch nicht, oder?

Konkret heißt das für die letzte ganze Ferienwoche, dass ich mich neben meinen angefangenen Fachbüchern zu Inklusion und Co. auch durch diese mit juristischen Fachbegriffen gespickten Abhandlungen lesen werde und dann hoffentlich unter Einbeziehung von Ärzten und einem Notar für zwei Ehepaare eine rechtlich sichere Formulierung zustande bekomme.

Habt ihr euch auch schon durch solche Themen gekämpft? In der Not oder geplant? Ich hoffe, dass wir in der Familie alle zusammen eine gute Vorsorgelage schaffen können.

So, Schluss mit dem Privatkram! Nächste Woche kann ich auch mal wieder richtig mit der Vorbereitung starten. Möppelchen in der Kita, Möppel startet in die OGS und Möppelpapa muss natürlich arbeiten. Mal sehen, ob es schon was Konkretes vorzubereiten gibt…

Beste Grüße und viel Spaß im Ferienendspurt für alle NRWler,
Katha

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Rushing woman !?

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Dieses Stückchen Text beendet einen Artikel in der aktuellen Ausgabe von Centaur, dem Kundenmagazin von Rossmann. Gelegentlich nehme ich solche Hefte gern mit und schneide vor allem gern schöne Überschriften oder Bildchen aus, die ich dann in den Büchern für meine Kinder zum Gestalten verwende. An diesem Artikel über sogenannte „Rushing women“ bin ich hängen geblieben – vor allem weil ich mich in Zügen darin auch wiederfinden konnte. Vor allem, als ich auf der Checkliste mehrere Punkte mit „ja, das haut hin“ beantworten konnte, wurde ich doch ein wenig nachdenklich.

Vielleicht sollten viele von uns (Grundschul)Lehrerinnen sich wirklich auch mal wieder etwas mehr auf uns selbst besinnen. Ich hab da gut Reden – mir fällt das ja selbst unendlich schwer! Aber ich merke auch in diesen Ferien, wie gut es tut, einfach mal ein (privates!) Buch zu lesen, statt schon eine Klassenliste zu schreiben. Die man dann ja eh kurz vor Start nochmal prüfen und aktualisieren muss. Oder mit dem Möppel ein Eis essen zu gehen statt den Geburtstagskalender für die Klasse vorzubereiten. Oder mit Freunden zu frühstücken statt das Gutachten für den Verlag heute schon fertig zu bekommen.

In diesem Sinne, liebe rennende Kolleginnen, lasst es uns etwas langsamer angehen, etwas weniger Konkurrenz spüren, etwas mehr auf uns selbst achten, wenn es wieder losgeht im neuen Schuljahr!

Beste Grüße,
Katha

(die jetzt gleich Frühstücksbesuch bekommt!)

Rezension: Vorschulheft „Hasenstarke Zahlen“

2017-06-06 10.39.07.jpgTitel: Hasenstarke Zahlen – Für die Vorschule
Autorin: —
Verlag: Duden
ISBN: 978-341175513-4

Zum Inhalt: In diesem Lernheft für Vorschulkinder geht es um den Hasen Paul und seine Freunde. Er durchlebt mehrere kleine Geschichten, in deren Rahmen das Kind verschiedene Aufgaben rund um Zahlen lösen kann. Ziffern schreiben, nachspuren, zählen, Strichlisten führen, Formen benennen und anmalen, Reihenfolgen erkennen, Mengenerfassung, Größen und Mengen vergleichen. Das Buch ist farbig gestaltet und bietet Raum zum Anmalen und Weitermalen. Hier mal zwei Beispiele:

Meine Meinung: Das Buch ist liebevoll gestaltet und spricht wie oben aufgezählt viele Aspekte der Mathematik an. Ich bin grundsätzlich kein Freund davon, Kindern schon vor der Schule allzu didaktisches Material anzubieten. Dieses Heft habe ich mir zum Rezensieren ausgesucht, weil mein Sohn (selbst gerade Vorschulkind) Zahlen einfach toll findet und von mir immer wieder kleine Übungen zum Zählen etc. einfordert. Uns beiden gefällt die Geschichte am Rande ganz gut und die Aufgaben dazwischen sind sehr abwechselungsreich. Gut finde ich, dass sich einige Formate wiederholen, aber eben nicht so vertiefend wiederholt werden wie später im Mathebuch. Man bekomm hier als Schulanfänger erste typische Aufgabenformen der ersten Klasse zum Reinschnuppern präsentiert. Die Lösungen am Ende bräuchte ich persönlich eher nicht, aber das muss wohl heutzutage so… Dem Möppel gefielen alterstypisch die Sticker mit am besten. 🙂

Leseempfehlung: So wie’s draufsteht: Für Vorschulkinder gedacht – sicher auch hilfreich für schwächere Schulanfänger zum Festigen.

Vielen Dank (auch im Namen des Möppels) an den Duden-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

Die L-Frage

To laminate or not to laminate – that is the question.

Grundschullehrkräfte, vor allem die jüngeren, dürften wohl für rund 70% des deutschen Laminierfolienverbauchs zuständig sein. So pi mal Daumen.

Fühlt ihr euch ertappt? Ich auf jeden Fall auch – aber eher früher…

In den letzten Jahren habe ich es geschafft, meinen Verbrauch ziemlich zu reduzieren und ich überlege mir genau, was ich denn nun wirklich laminieren sollte. Mein Leitfaden sieht etwa so aus:

definitiv laminieren:
– Bildkarten und Wortkarten für die „bleibenden“ Themen im Englischunterricht (zum Glück nur noch selten, da der Bestand schon gut ist)
– Namensschilder, Fotos etc., die ich in der Klasse das ganze Schuljahr (also eigentlich für bis zu 4 Jahre) brauche wie für Namensklammern, Namensschilder für Dienste
– (kleine) Dinge, die beweglich sind, die oft angefasst werden und trotzdem lange halten sollen (z.B. die Zielraketen aus der Ideenreise, die ich immer mal wieder mit neuen Zielen versehe)
– Spielkarten, die wieder verwendet werden sollen (auch das aber nur noch selten)
– selbst gedruckte Farbfolien, die beschriftet werden müssen, damit man beim Abwischen die Farbe nicht mit wegwischt
– Aushänge, auf die z. B. mit „Klebeknete“ Namenskarten oder Bilder geklebt werden müssen zur besseren Wiederablösbarkeit (Dienste)

nicht laminieren:
– Bildkarten, Wortkarten u.ä. für einmalige Projekte im Englisch-, SU- oder Deutschunterricht
– Bingospielkarten für Englisch: einfach die Bildkarten vom Thema verwenden (9 auswählen, in Form legen, Gehörte umdrehen)
– Aushänge im Fach Deutsch: zum Einen sind sie im nächsten Durchgang schon nicht mehr aktuell (neues Lehrwerk, andere Schwerpunkte), zum Anderen hängen sie ja meist recht hoch und werden nicht bewegt. Außerdem spiegeln sie unlaminiert nicht…
– Klassenlisten und alles, worauf die Kinder in Gruppen eingeteilt sind (ist ja meist maximal ein Sj. aktuell)
– Förderkarten mit Nennung von Tag und Stunde (meine Förderkarten halten inzwischen seit 7 Jahren, weil nur „Morgen ist Förderunterricht“ draufsteht – da kamen sie sogar für Montagsförder mit hin)

Der gesunkene Verbrauch liegt sicher auch daran, dass ich ja den Luxus einer festen Schule habe und schon lange kaum noch etwas auf eigene Kosten für mich herstelle. Alles, was definitiv für die Schule ist, wird dort hergestellt und bleibt, falls ich doch irgendwann mal gehen sollte, dort.

Beste Grüße,
Katha

Blogger schenken Lesefreude

Schon bald ist es wieder soweit: Der Welttag des Buches steht vor der Tür! In den letzten Jahren habe ich gern das Angebot der Stiftung Lesen angenommen und deren Büchergeschenke für meine vierte Klasse gesichert. Letztes Jahr haben wir das ja sogar mit einer tollen Radtour verbunden (hier nachzulesen)…

Dieses Jahr wechsle ich mal die Seite und möchte mich an der Aktion „Blblogger2015W-300x156ogger schenken Lesefreude“ (Logo anklicken) beteiligen, die es seit einigen Jahren gibt. In diesem Rahmen packe ich ein kleines Bücherpaket zusammen, das ich dann einem Leser oder eine Leserin schenken möchte.

Reinpacken möchte ich auf jeden Fall diese Bücher:
– Hexarella und der Wundervogel, das ich zum Rezensieren bekam
– das Lesebuch von JoJo für Klasse 2 und 3, weil ich diese Lesebücher einfach so gern mag und unbedingt weiter empfehlen kann sowie
– den voll verrückten Ferienblock ab 7 Jahren, den ich auch zum Rezensieren bekomme.
Dann noch für das private Lesen
– „Neid“ von Arne Dahl, weil ein bisschen (Ent)Spannung für Erwachsene auch mal sein muss und
– den Knuddeltherapeuten – einfach, weil er witzig ist und manchmal gut tun kann.
Ich halte mal die Augen offen, ob ich spontan noch etwas Schönes dazu packe…


Wenn es dir also nichts ausmacht, dass die Bücher teilweise schon einmal durchgeblättert wurden (natürlich ist nichts verknickt oder kaputt!!!), dann darfst du dich gern für das Lesepaket bewerben. Dazu schreibe mir einfach eine eMail (Impressum) mit deiner „formlosen Bewerbung“. 🙂

Beste Grüße,
Katha

Onlinepetition A13 für „Primis“

Einfach mal für alle diejenigen unter euch, die sich noch nicht aktiv beteiligt haben / beteiligen konnten / Bescheid wussten: Es gibt eine Online-Petition zum Thema „Gleiches Gehalt für alle Lehrer“.

Zu finden ist sie hier: https://www.openpetition.de/petition/bestaetigen/a13-fuer-alle-lehrerinnen-und-lehrerPetition

So sieht es gearde auf der Homepage aus:

Beste Grüße,
Katha