QWIQR – Spaß mit QR-Codes

Vor einer Weile hatte ich euch mit chirp.qr eine App vorgestellt, die Tonaufnahmen (von Kindern) in einen QR-Code umwandelt. Heute geht es mit QWIQR einen Schritt weiter.
Bei dieser Anwendung meldet man sich online an (dafür braucht es kein Tablet) und generiert dann eine Seite mit vielen vielen kleinen leeren QR-Codes, die man dann ausdrucken kann. Ich habe dazu A4-Etikettenpapier genutzt, aber einfaches Papier kann man natürlich auch nutzen.

Wenn man dann einen Code benötigt, schneidet man ihn aus und klebt ihn an die gewünschte Stelle wie ein Bild (s. alter Beitrag), in ein Buch, zu einer Aufgabe etc.
Dann wird der Code gescannt – hierfür benötigt man ein Tablet oder Smartphone – und der gewünschte Text eingesprochen (s. Bild). Vor dem Speichern lässt sich die Aufnahme anhören. Erst nach dem Speichern wird sie dann dem gescannten Code zugeordnet und ‚fixiert‘. Wenn dann später der Code gescannt wird, kann man sich nur die Aufnahme anhören, nicht aber ändern. Hier findet man die Anleitung bebildert und kleinschrittig, wenn auch in englischer Sprache: https://eu.qwiqr.education/welcome/

Anwendungsmöglichkeiten:
– Texte zu Bildern einsprechen (Kunst)
– Geschichten einsprechen, die Kinder in der SEP noch nicht selbst niederschreiben können
– Rückmeldung geben zu Schülerarbeiten
– Bilderbuchtexte vorgelesen bekommen (Sprachen, DAZ)
– und sicher noch ganu viele mehr, so wie ich euch kreative Menschen kenne!

Auf diese Art und Weise hat mein Möppelchen schon mit 4 eine eigene Geschichte aufgenommen: ein Minibuch gefaltet, auf den leeren Seiten eine Piratengeschichte gemalt, auf jeder Seite einen QR-Code besprochen. Sooo ein stolzes Autorenkind war er danach!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und bitte darum, weitere Ideen für den Einsatz der QR-Codes gern hier als Kommentar zu teilen – ich arbeite sie dann noch ein.

Alles Gute
Katha

Reisesteine

Was mit dem Fund eines in Krefeld bemalten Steines auf Langeoog begann, hat erst meinen Möppel und mich (selbst ja bekennende Ostwestfalen) bewegt, selbst Steine zu bemalen und auszulegen und ist nun ein Unterrichtsprojekt für eine dritte Klasse geworden. Die eigentliche Planung wurde leider stark verzögert wegen meiner Tollpatschigkeit, die mit einem Bänderris und somit einer wochenlangen Krankschreibung bestraft worden war.

Alle Interessierten nehme ich mit in den geplanten Ablauf der Sequenzen inkl. ungefährer Zeitangaben:

1. Das Konzept der Wandersteine/Kreativsteine wird erklärt: man bemalt einen Stein, legt ihn an einem Ort aus, wo er auch gefunden werden kann. Der Finder meldet den Stein (bislang meist in facebook-Gruppen*) und legt ihn an anderer Stelle wieder aus. Hausaufgabe: einen passenden Stein mitbringen – Kriterien: etwas handtellergroß, rundlich / nicht kantig, einigermaßen glatt, sauber (ca. 1/2 bis 1 Stunde)

2. Die SuS bemalen im Kunstunterricht ihre Steine mit Acrylfarben und Wunschmotiven. Ob es ein Motto gibt, kann man selbst entscheiden. Die Vorderseiten der Steine werden fotografiert.** (ca. 2 Stunden)
Ich habe für dieses Projekt ein günstiges 12er-Set Acrylstifte vom Versandriesen gekauft, Klarlack gab es grad günstig beim Discounter und Acrylfarbe für die Grundierung in der Schule.

3. Es wird ein Padlet o.ä. angelegt, in dem die FinderInnen ihren Fund mit Foto dokumentieren können. Hier könnte entweder die Regalform gewählt werden, so dass jeder Stein eine eigene Spalte hat, in der seine Fundorte nachzulesen sind, oder die Version „Karte“, so dass FinderInnen via GoogleMaps den aktuellen Fundort jedes Steins markieren können***. Zweitere Version bietet sich an, wenn in Sachunterricht eine Verknüpfung mit Geografie geplant ist. Die SuS lernen die Handhabung des Padlets kennen und einigen sich auf Titel und Untertitel. Bei uns wurde es „Reisesteine“.
4. Es wird überlegt, wie der Link zur gewählten Seite auf den Stein kommt. Lange URL lassen sich aus Platzgründen nicht darauf schreiben, so dass die Arbeit mit einem Kurzlink vorgeschlagen wird. Der Name für den Kurzlink wird gemeinsam abgestimmt. (3. und 4. passt in eine Stunde)
Wir haben t1p als Linkverkürzer verwendet, da die Basis-URL dort sehr kurz ist und man das Wort dahinter selbst festlegen kann. Andere Systeme generieren vierstellige Zahlencodes, die sich aber eben nicht so gut merken lassen wie unser Schlagwort.

5. Die SuS tragen ihre Steine mit Foto in das Padlet ein. Jeder Stein bekommt eine eigene Spalte, einen Namen und eine kurze Beschreibung.
Bild 1: Erste Einträge ploppen auf – große Verwunderung, gefolt von Begeisterung:
2020-01-21 10.06.08
Bild 2: Nun sind alle Steine eingetragen:
Reisesteine Padlet
Jeder, der über den Kurzlink Schreibzugriff auf das Padlet hat, kann darin eine neue Spalte und/oder einen neuen Beitrag anlegen. Die Lehrkraft muss darauf achten, dass zwar Schreibrecht, aber kein Editierungsrecht erteilt wird, sonst könnten Beiträge der SuS von Besuchern gelöscht oder verändert werden.

6. Die fertig bemalten Steine werden auf der Rückseite mit dem Kurzlink beschriftet, dann mehrfach mit Klarlack überzogen und nach dem Trocknen in der Umgebung der Schule ausgelegt. Ein Unterrichtsgang oder eine Nachmittagsaktion bieten sich an (wieder Anknüpfungspunkt Geografie, Heimatort). (1 Stunde)
Auslageorte sollten gut sichtbar sein und kein Stein sollte wegen Hundealarm direkt am Boden liegen.

7. Nun heißt es: Abwarten und regelmäßig überprüfen, ob bzw. welcher Stein gefunden wurde und einen Eintrag bekommen hat. Mit Hilfe des Kurzlinks können die SuS auch von zuause aus nachsehen, ob ihr Stein gefunden wurde.

Abschließend noch ein paar Überlegungen zur Frage, ob dieses vielleicht ein „zeitgemäßes“ Unterrichtsprojekt ist. Es gibt mehrere Gründe, die dafür sprechen könnten: das Projekt trägt ein bisschen Lebenswelt (mancher SuS zumindest) in die Klasse – sicher aber trägt es bei den meisten SuS einen Unterrichtsinhalt in die Lebenwelt hinein: über den Kurzlink kann man daheim oder unterwegs schauen, was sich im Padlet getan hat. Das lässt sicherlich kaum jemanden kalt, wie es dem eigenen Stein ergeht.
Außerdem kommen „neue“ Medien zum Einsatz, wenn auch erstmal nur am Rande. Nicht jedes Kind kann anfangs beim Erstellen der Seite aktiv am PC arbeiten, aber jedeR kann mitdenken und mitplanen. Den eigenen Stein kann dann jedes Kind selbst in das Padlet einpflegen; entweder geschieht das mit schuleigenen mobilen Geräten oder mit Hilfe von Digitalkamera, Datenkabel und PC. Und daheim nachschauen kann auch jedes Kind.
Nicht zuletzt geht es hier um eine gemeinsame Erfahrung, die Kreativität und kollaborative Ansätze beinhaltet und Kommunikation zwischen den SuS und im Nachhall mit Menschen aus der Umgebung anregt.

Herzliche Grüße
Katha

* An dieser Stelle kann man je nach Lernausgangslage der Klasse auch überlegen, warum man sich eben nicht an die facebook-Gruppen anhängt, sondern eine unabhängige Plattform nutzen sollte, die auch ohne Anmeldung via Link zugänglich ist.

** Bei uns wurden die Fotos dann auf den PC übertragen und den Kindern im Schulaustauschverzeichnis zum späteren Hochladen zur Verfügung gestellt.
Einige Bilder mussten wir nachholen, was ich aufgrund von Zeitmangel dann so gelöst habe: Padlet am Handy aufrufen, Fotos mit dem Handy machen, Fotos direkt ins Padlet hochladen – die Kinder waren begeistert.

*** Beim Teilen muss die Option „kann schreiben“ aktiviert sein, damit BesucherInnen der Seite die bestehenden Einträge nicht ändern können, selbst aber ihren Fund eintragen können.

Geschichten planen – Fortsetzung

Unser Padlet zum Planen der Superhelden-Geschichten hat sich schon ein bisschen gefüllt:
Padlet2

Kurz zur Erinnerung – so sind die Spalten erklärt worden (hier der Blogbeitrag):
Padlet

Die Kinder haben die Anwendung der etwas anderen Pinwandform schnell durchschaut (beim ersten Anlauf hatte ich keine Spalten) und begannen erst zögerlich, dann immer motivierter, ihre Ideen zu verschriftlichen.

Ihr seht schon, dass die Beiträge bislang eher kurz sind – daran arbeite ich u.a. durch Kommentare, die zum Erweitern der Ideen anregen. In der vierten Spalte seht ihr, dass eine Schülerin das schon angenommen hat und ihren Zettel erweiterte.

Dadurch, dass ich als Padlet-Ersteller angemeldet war, konnte ich die Zettel der Kinder rechtschriftlich korrigieren, da es ja hier um Inhalte geht. Manchen Kindern konnte ich auch die Korrekturvorschläge direkt sagen und sie setzten sie selbst um.

Neben dem Tippen der eigenen Ideen war vor allem das „Liken“ sehr beliebt. Die Kinder redeten quer durch den Computerraum immer wieder darüber, wer schon wie viele Likes/Herzen hat und wer die vergeben hat. Das möchte ich in der Folgestunde noch versuchen zu unterbinden.

Das Kommentieren wurde bislang kaum und nur vom leistungsstärksten Schüler genutzt – auch hier muss ich noch ein bisschen mehr von den anderen einfordern.

Wenn die Sammlung fertig ist, möchte ich die Stichworte exportieren (oder abtippen) und als Tippzettel allen SuS zur Verfügung stellen, wenn es an das Schreiben geht. Dann werden die Kinder von mir als nächsten Schritt den Erzählplan bekommen, um aus den verschiedenen Ideen einen möglichst konkreten Plan für ihre Geschichte zu machen.

Für heute ist es das mit den Eindrücken aber: Fortsetzung folgt!

Katha

Geschichten planen

Und nochmal Padlet im Einsatz. Die digitale Pinwand kommt morgen mit einem Teil meiner Drittklässler zum erneuten Gebrauch:

Wir werden demnächst verschiedene Geschichten schreiben im Rahmen einer Vier-Wochen-Schreibaufgabe (erläutere ich noch genauer) und die morgige Förderstunde nutze ich mit einem Drittel der Kinder, um nochmal gemeinsam über Texte nachzudenken. So sieht das Padlet aus, das die Kids morgen bekommen:
Padlet

Zuerst darf jedes Kind seine eigenen Ideen aufschreiben, danach auch die anderen kommentieren oder mit einem Herzchen bewerten. Nochmal kurz zur Info: Padlet ist eine in der Basisversion kostenlose Software für PC und als App. Wer eine Pinwand erstellen möchte, muss sich registrieren – Teilnehmer (also in diesem Fall die Kids) brauchen einen Link oder QR-Code, um daran mitarbeiten zu können.

Beste Grüße
Katha

Das Analoge DigitaLexikon

Im Zuge der Digitalisierungs-Debatte gibt es eine Menge Interessantes zu lesen – vieles davon online. Wie aber bekomme ich wenig digi-affine Kolleginnen und Kollegen dort überhaupt hin?

Da wir im ZfsL (Studienseminar) inzwischen mit ersten Tablets bzw. fast alle Fachleitungen dort mit einem Smartphone ausgestattet sind, habe ich eine Mischform aus analog in die Hand zu nehmendem Buch mit digitalen Inhalten gebastelt: das Analoge DigitaLexikon ist eigentlich ein Flip-Fotoalbum, in dem ich die für mich/uns relevantesten Themen und Impulse kurz erklärt und dann durch QR-Codes direkt passende Online-Quellen zugänglich gemacht habe.

Vor einigen Wochen habe ich die Idee mal im #twitterlehrerzimmer geteilt und dort innerhalb von Stunden mehrere MithelferInnen gehabt, die Korrektur gelesen, Bildrechte geprüft, Bilder getauscht und neue Karten geschrieben haben. Wow! Kollaboration at its finest – deutschlandweit und doch um die Ecke.


Damit der kollaborative Gedanke weiter lebt, findet ihr in der Datei zum DigitaLexikon einen recht ausführlichen Text von mir zur Einleitung und die Erlaubnis respektive Bitte, selbst aktiv zu werden und das Ding wachsen zu lassen.

Vielleicht könnt ihr das Ganze ja als Grundlage für was Eigenes gebrauchen oder findet eine Auswahl aus den schon vorhandenen Ideen. Hier isses: DigitaLexikon auf OneDrive

Beste Grüße
Katha

Medienkonzept schreiben (NRW)

Im kommenden Jahr muss unser neues Medienkonzept fertig sein. Viel steht noch nicht drin, das ist schon klar. Aber daran kann man ja noch arbeiten…

Da wir aber schon demnächst einen „Arbeitsstand“ abgeben müssen, schreibe ich gerade fleißig und habe dafür den Medienkompetenzrahmen, den ihr NRWler ja alle von hier kennt, in eine ausfüllbare Word-Version verzaubert. Vielleicht kann den ja der ein oder andere noch brauchen.

UnbenanntMedienkompetenzrahmen NRW zum Eintragen

Beste Grüße
Katha

Das Klexikon

Manche Dinge kann man ja einfach mal teilen: Das Klexikon, Kidernachschlagewerk u.a. unterstützt von SeitenStark, hat inzwischen fast 2500 Artikel beisammen, in denen kindgerecht nachgeschlagen werden kann. Eine tolle Alternative zu Wikipedia, die man den Kindern unbedingt mal nahebringen sollte…
Bildergebnis für klexikon

Hier geht es direkt dorthin: Klexikon

Wenn man sich die Themensammlung mal ansieht, dann fallen Schwerpunkte beim Themenbereich Tiere sowie in der Geografie auf. SU-Lehrkräfte können sich freuen!
Erfreulicherweise steht alles unter einer Creative-Commons-Lizenz, also dürfen die Inhalte verwendet und unter Namensnennung weiter gegeben werden.

Beste Grüße
Katha