App-Tipp für iPads: Miximal

2018-11-18 19.55.59Solltest du an einer Schule arbeiten, an der es iPads gibt, kannst du diese App in der ersten Klasse vielleicht nutzen: „Miximal“ von YATATOY

Ursprünglich für den Möppel heruntergeladen, fiel mir in einem UB vor Kurzem auf, dass die App sich gut in den Deutschunterricht integrieren ließe. Wenn die Kinder verschiedene Silben kombinieren oder Fantasietiere aus Tiernamensilben zusammen setzen, können sie das digital mit dieser App tun.

Wie man sieht, sieht der Spieler zuerst ein dreigeteiltes Bild, das sich aus drei verschiedenen Tieren zusammen setzt. Jedes Körpersegment kann beliebig nach rechts oder links geschoben werden. Drückt man das Play-Zeichen, werden die Silben eingeblendet.
Nur, wenn man alle Teile des gleichen Tiers vereint, beginnt eine kurze Animation mit einer typischen Handlung des Tiers (ist hier schwer zu zeigen, aber ihr könnt es vielleicht erahnen, dass der Pelikan abtaucht):

Pluspunkte: das „wutschen und wedeln“ ist natürlich sehr motivierend und meinen Testobjekten hat das Erlesen der verrückten Tiernamen seeeeehr viel Freude bereitet. Die Lesemotivation steigt und es muss wirklich silbenweise gelesen werden, ohne dass man raten kann.
Der Wortschatz kann erweitert werden. Ist ein Tierbild unklar, sucht man sich mit Hilfe des farbigen Hintergrundes bzw. der Animation das Tier korrekt zusammen und kann seinen Namen erlesen.
Neben Deutsch kann ich auch englisch, spanisch, französisch und italienisch einstellen, wenn daran Bedarf ist.

Minuspunkte: die Silben sind alle in Großbuchstaben abgebildet. Daraus müsste man also einen Gesprächsanlass machen, dass man Namen groß schreibt, wenn verschriftlicht werden soll…
Und: Leider gibt es einmal in der letzten Zeile einen Zweisilber (s.u.). Wer also explizit auf die Silben eingeht, muss auch hier mal drüber sprechen. Ich vermute, dass das auf den englischsprachigen Ursprung der App zurück zu führen ist.

Wer übrigens kein iPad hat, kann auch das gute alte Buch „Kro-gu-fant“ von Sara Ball heranziehen – das funktioniert genau so, nur eben analog.

Beste Grüße,
Katha

 

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Rezension: Einfach lernen mit Rabe Linus

2018-10-06 15.54.56.JPGTitel: „Einfach lernen mit Rabe Linus – Mathe 1. Klasse“
Verlag: Duden (hier klicken)
Autorin: Dorothee Raab
ISBN: 978-3-411-87219-0

Zum Inhalt:
In diesem Heft können die Kinder die Zahlen von 1 bis 10 lernen, mit ihnen rechnen, dann das selbe im Zahlenraum bis 20 und zuletzt gibt es einen Ausblick in den Hunderterraum. Prinzipiell läuft es also recht parallel zu einem Mathematiklehrwerk für Erstklässler und kann so gut als Ergänzung oder zusätzliches Übungsmaterial genutzt werden. Die Aufgaben wiederholen sich bei den verschiedenen Zahlen und ermöglichen so teils ein selbstständiges Bearbeiten vieler Seiten; manches muss sicher aber auch vorgelesen und/oder erklärt werden.
Bei der Einführung der Zahlen wird neben dem Schreiben auch auf das Erfassen der Menge und Bild-Zahl-Zuordnungen Wert gelegt. Rechenaufgaben sind angemessen veranschaulicht und ermöglichen teils auch das handelnde Nachvollziehen. Für die Kinder sehr schön ist es, dass an vielen Stellen auch mit Strichzeichnungen gearbeitet wird, die angemalt werden können.
Fertig bearbeitete Seiten können mit einem Belohnungssticker beklebt werden.

Hier mal zwei Beispielseiten aus dem vorderen und dem hinteren Teil des Buches:

Meine Meinung:
Wenn man ein eigenes Kind oder Schüler hat, die gern etwas mehr tun, dann ist dieses Heft aus der Rabe-Linus-Reihe eine didaktisch sinnvolle Möglichkeit dazu. Mit relativ wenig Unterstützung können Kinder hier zusätzliche Übungen bearbeiten, die den Zahlenraum der ersten Klasse sicher festigen.
Mein Sohn fand das Heft total schön, hatte aber dennoch „keine Lust, nachmittags auch noch mal Mathe zu machen“… Geschadet hätte es ihm sicher aber nicht 😉

Leseempfehlung:
… oder besser Nutzerempfehlung: für alle stolzen Erstklässler und auch noch für schwächere Zweitklässler geeignet.

Vielen Dank an den Duden-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

colours: changing and mixing with Peep

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Das sind Quack, Peep and Chirp, die Protagonisten einer englischsprachigen Kinderserie. In einem alten Eintrag habe ich euch schon von ihnen geschrieben – die Viertklässler duften die Folge zum Thema weather sehen. Die Folge „A Peep in a different colour“ gab es nun für meine ersten Klassen (zu finden übrigens bei YouTube).

Zuerst stellte ich die drei Freunde vor, wir übten ihre Namen und überlegten, welche Tiere es wohl sind (Ente, Küken, Vogel). Dann sahen wir den Film einmal mit diversen Unterbrechungen meinerseits zur Klärung wichtiger Stellen oder zum Vermuten, was passieren könnte. Im Anschluss stellten wir im deutschen Gespräch fest, dass die Kinder zwar nicht alles verstehen konnten, aber stolz die Farben und ein paar andere Begriffe herausgehört haben. Und, dass sie eben die Handlung des Films trotzdem begriffen hatten und nacherzählen konnten.

In der Folgestunde ging es dann mit einem AB noch ans Aufarbeiten der Inhalte – also um das Mischen von Farben. Ein bisschen fachübergreifend mit Kunst, aber das schadet ja nicht…
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Die leeren Farbtöpfe aus dem Netz wurden mit Paint (Farbfüller) und Word (Farbwörter) fix vorbereitet, damit wir analog zum AB an der Tafel gemeinsam arbeiten konnten.
Die erste Hälfte des AB vollzieht die farblichen Wechsel bei Peep und Co nach:
peep
Und auf der zweiten Hälfte werden dann vorgegebene Farben gemischt, was für einige fittere Kinder schon eine Leseübung war.

Zum Füllen für die Flotten hatte ich dann noch zwei Ausmalbilder von Peep aus dem Netz mitgebracht, die ja erstaunlicherweise immer gut ankommen.

Das war dann die nächste kurze unit, die ich als Lückenfüller am Schuljahresende einsetze. Über die knickers habe ich ja hier schon geschrieben und wenn es klappt, verfasse ich noch Einträge über Kitty Cat und Rocket countdown.

Beste Grüße,
Katha

What colour are your knickers?

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… mal wieder ein nicht blogfreundliches, aber eben alltägliches Tafelbild aus meinem Englischunterricht in den ersten Klassen. Man sehe es mir bitte nach! 😉

Da dieses Schuljahr hinten raus recht lang wird, habe ich wieder einmal Zeit für ein paar zusätzliche nette Stunden mit den Kleinen. Die Einheiten saying hello, colours, numbers, school things und toys haben wir abgehakt und zumindest teilweise gesichert. Vor allem colours und numbers greife ich aber gern immer wieder nochmal auf, um sie wirklich in den Köppen der Kinder zu verankern – in der aktuellen 4 merke ich, dass die Zahlworte noch immer nicht allen geläufig sind!

51VXKSQW6JL._SX258_BO1,204,203,200_Eine dieser netten Kurzeinheiten baut auf dem Kinderbuch „What colour are your knickers“ vom Sam Lloyd auf. In der ersten Stunde führe ich zuerst die Namen der sieben Tiere und das Wort knickers ein – großes Gekicher ist garantiert!
Danach beginne ich das Buch zu lesen und höre nach 4 bis 5 Tieren auf. Mit großen Augen frage ich dann die Kinder, ob sie „the trick“ bemerken, der im Buch vorkommt (die Farben reimen sich auf die Namen der Tiere). Dazu muss ich, je nach Klasse, mehr oder weniger deutlich die Reimwörter Wink – pink, Moo – blue usw. sprechen.
Dann lese ich nochmal und die Kinder rufen die Farben der Unterhosen der Tiere dann rein. Vorlesen darf ja auch mal Spaß machen…
Wenn dann das letzte Tier, elephant John, dran ist, rätsele ich mit den Kindern, was sich wohl auf John reimt. John – pink? John – orange? und so weiter frage ich sie, was jedes Mal mit einem eindeutigen No! beantwortet wird.
Ganz verschämt komme ich dann zu dem Höhepunkt des Buches, den die Kinder nur kurz zu sehen bekommen (inkl. peinlich berührtem Blick), denn: „elephant John has no knickers on„. Völlig unvorstellbar, wie peinlich und lustig das ist, dass der Elefant da seinen glatten grauen Po uns entgegen streckt…

Zur Sicherung des Buchinhalts hänge ich nach Ansage der Kinder meine Farbkarten unter die Tiere, zu denen ich auch ihre Namen geschrieben habe. Dann bekommen die Kinder ein Blatt mit den Tieren, malen ihnen farblich passende Unterhosen und färben die Tiere selbst dann ggf. auch noch ein. Diese Bildkarten landen mit Überschrift am Ende in unserem treasure book. HA ist das Ausschneiden der Karten.

Die zweite Stunde beginnt mit einem kleinen „Show me …„-Spiel oder dem Legen von Bilderreihen nach Diktat. Dann folgt das Einkleben der Bildkarten in eben jenes Heft. Die folgende Übung ist dann ein Sprechanlass mit zwei Sätzen: Jedes Kind bekommt das Bild einer Maus mit Unterhose. Ich erkläre den AA englisch, irgendwer versteht und erklärt „your job“ auf deutsch für alle: eine Farbe für die Maus, eine für die Unterhose, freie Wahl. Name hinten auf die Maus, Maus zur Lehrerin.
Alle Mäuse kommen an die Tafel, vorab erkläre ich auf deutsch, dass sie nicht erkennen lassen dürfen, welche ihre Maus ist. Klappte super! Dann beginne ich mit meiner nicht angemalten Beispielmaus, die dazwischen hängt und führe die beiden Sätze ein „My mouse is gre. The knickers are white.“ Das Satzmuster übern wir und ein mutiges Kind fängt an, seine Maus zu beschreiben. Jedes Kind darf selbst drannehmen und i.d.R. ist das drangenommene Kind dann als nächstes an der Reihe.
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(Da ich grad das Foto der Mäuse nicht finde, hier mal eine identische, nur schwerere Übung aus der dritten Klasse, bei der man farbige Körperteile benennen muss aus der Einheit Winnie the witch.)
In guten Klassen bekommt man so am Ende jedem Kind die eigene Maus zugeordnet, manchmal bleiben ein paar schüchterne Kids übrig. Dann helfe ich mit leisen deutschen Fragen nach und sage die Sätze für das Kind laut. So können sie auch ein bisschen stolz sein, denn meist bekomme ich die Farnwörter schon englisch geantwortet. Und hallo – nach ein paar Monaten Englischunterricht schon zwei ganze Sätze sagen können? Respekt!
Und Schwupps, schon sind zwei knickers-Stunden rum und wir schauen mal, was noch ins Schuljahr passt. „Kitty Cat and the colours“ und „Rocket countdown“ habe ich erstmal noch in petto.

Beste Grüße,
Katha

Erinnerungen festhalten

Im Laufe der Grundschulzeit erleben wir als Klassenlehrer mit „unseren“ Kindern ein ganze Menge. Wir sehen sie wachsen und sich entwickeln, wir lehren sie Schlüsselkompetenzen und eine ganze Menge anderes Zeug, wir erleben ihr Miteinander in all seinen Schwankungen.
Ganz konkret erleben wir aber auch Ausflüge, Wanderungen, Klassen-, Jahrgangs- oder Schulaktionen, Ferienberichte und so weiter. Eins der Dinge, die ich im zweiten Anlauf als „Klassenlehrerin von Anfang an“ anders mache als beim ersten Mal ist das konsequente Sammeln dieser Erinnerungen. Ausschlaggebend war der vorletzte Sommer, als ich mit einer lieben Kollegin unsere vierten Klassen abgab (ich hatte meine ja erst in der 4 übernommen) und sie neben der Klassenzeitung die ganzen Ferienberichte ihrer Schüler herausholte und sie an die Kinder verteilen konnte. Deshalb nutze ich seit dem vergangenen Schuljahr in meiner Klasse folgendes System:

Für jedes Kind habe ich einen Aktenschnellhefter (s.Foto ganz unten; eine einfache Mappe geht natürlich auch – wenn man die locht, kann man sie wiederum einheften), in dem alle Erinnerungszettel und Klassenfotos und Feriengeschichten abgeheftet werden. Diese Hefter sammle ich in zwei dicken Ordnern – mal sehen, ob das bis zum Ende der vierten Klasse reicht…
Zum Grundschulabschluss brauche ich dann keine Stapel mehr sortieren oder verteilen sondern habe direkt für jedes Kind seine Erinnerungssammlung parat. Praktischer Nebeneffekt: Kindern, die unsere Klasse vorzeitig verlassen, gebe ich ihre Mappe mit einem netten Abschiedsbrief und allen Unterschriften mit und habe somit mein Geschenk direkt parat. Beim Einheften der letzten Zettel stöberten die Kids auch schon einmal durch ihre Mappen und amüsierten sich über die alten Erinnerungen und wie sie „damals“ als Erstklässler noch schrieben.

Und bevor ihr fragt: in diese Mappen kommen nur die Erinnerungen! Die LZK, die Elternsprechtagsdokumente und alle organisatorischen Angelegenheiten sammle ich parallel auf die gleiche Art: zwei Ordner mit einem Schnellhefter für jedes Kind, so dass ich diese praktisch und individuell in Elterngespräche mitnehmen kann. Insgesamt also vier Ordner, von denen ich die zwei offiziellen im verschlossenen Schrank und die Erinnerungen im Klassenschrank aufbewahre.

Und hier noch die Aktenschnellhefter als Bild zum Wiedererkennen:
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Beste Grüße,
Katha

Volltreffer!

Heute war der Möppel der von einer Mitschülerin auserwählte Adventskalenderöffner. Und sein Gutschein passte wie die Faust aufs Auge:

Prompt war „Lukas rettet den Weihnachtsengel“ ausgewählt und ich bekam eine Zusammenfassung dieses zuletzt vor rund elf Monaten gelesenen zauberhaften Buches (hier im Blog auch schonmal vorgestellt).

Viel Spaß morgen der Kollegin und den Kindern!!!

Katha

kleine Rituale erhalten die Laune

Ich finde es immer wieder erfreulich, wie gut Kinder auf Merksätze anspringen. Meine Kids mögen und pflegen ja so kleine Slogans zum Mitsprechen.

Es begann mit dem „Gib mir fünf“ – einer Art von Miniregelsammlung, die ich aus dem Englischen (gefunden bei TPT) adaptiert habe.Bereits seit Beginn der 1. Klasse habe ich diese Schilder im Einsatz. Auch mein Nachdenkzettel enthält die Bilder, um den Schwerpunkt der Störung zu benennen.

Später kam durch eine liebe ehem. Teampartnerin die Flüsterzeit ins Spiel. So sage ich nur noch „Jetzt ist Arbeitszeit …“ und die Kinder ergänzen „… und Arbeitszeit ist Flüsterzeit!“ Als die Kolleging ging, ging ihr handgezeichnetes Schild mit ihr und fehlte wirklich in der Klasse. Nun hat sie mir ein neues geschickt (Danke, Frau E.!) und die Kinder waren sofort begeistert!

Irgendwann nervte mich das ständige Ansprechen bzgl. Fummelei an Stiften und Schreibkram und so dichtete ich ein bisschen:
Stifte rein....png
Auch dieser Spruch hat sich (vor allem bei den betreffenden Kindern) schnell eingeprägt und ich hege einfach die Hoffnung, dass ständiges Wiederholen und der humorvolle Unterton irgendwann etwas an der Situation ändern… Hier für alle ebenfalls Fummelei-Geplagten das Schild: Stifte rein…

Total zufällig hat sich ein neues Ritual selbst gegründet, als wir zu Beginn des Schuljahres das Trennen von Wörtern in Silben übten. Improvisiert machte ich mit den Kindern ein gereimtes TPR beginnend mit „Ich bin ein kleiner Roboter und laufe durch die Welt…“, das eben sehr silbebetont gesprochen wurde und wozu wir uns entsprechend bewegten. Das war so ein Knaller bei den Kindern, dass ich nun regelmäßig danach angebettelt werde und immer mal wieder improvisieren muss. 🙂

Beste Grüße,
Katha