Legematerial zu den Artikeln

Um immer mal wieder auch etwas Grammatik einfließen zu lassen in die erste Klasse, habe ich heute mal etwas Legematerial anzubieten. Da inzwischen alle das erste Arbeitsheft abgeschlossen haben, habe ich die Anlaute D, N und R gewählt, die nun alle beherrschen müssten.

derdiedasEs gibt drei Schilder mit den drei Artikeln, die man je nach Lust und Laune auch noch auf farblich passende Plakate/Zettel legen/kleben könnte. Wer will, darf natürlich auch laminieren…

Dann gibt es je nach individueller Kompetenz diverse Bilder, einfache und schwierigere Wörter, die zu den Artikeln sortiert werden sollen. So sollte für jeden etwas dabei sein.

Hier ist die Datei: mat-der-die-das-legezeug

Um euch das Material geben zu können, habe ich die Schrift „Lexia“ gewählt, die ihr auch herunterladen könnt (soll besonders gut auch für LRS-Kinder lesbar sein) und bedanke mich bei der wunderbaren Frau Locke, deren Bilder meine Klasse von Beginn an begleiten!

Eine gute Woche wünscht
Katha

Differenzierung & Lernstand

Es ist ja immer wieder höchst interessant, Schreibergebnisse von den Kindern zu bekommen und zu vergleichen. So ziemlich alle altersgerechten Stufen der Schreibentwicklung, die ich mal an der Uni lernen musste, erkenne ich hier wieder!

 

Die Kinder bekamen die sechs Bilder des Schneemanns zum Nummerieren und ein zweiseitiges AB zum Aufkleben. In der Vertretung hatte die Kollegin sehr schön zum AB hingeführt, indem sie (ohne Kenntnis der Bilder seitens der Kids) gemeinsam an der Tafel einen Schneemann „entwickelte“. Dann ging es frei ans Schreiben…

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Zuerst konnte ich nun erkennen, wer in der einen Stunde siwe weit gekommen war – von fertig bis kein Wort bzw. ein Wort war alles dabei. Besonders beeindrucken mich ja immer die Kinder, die schon an Groß- und Kleinschreibung denken oder so weit „belesen“ sind, dass ihnen Sonderschreibungen schon von der Hand gehen.
Hier mal eine Übersicht der Ergebnisse der ersten Reihe:
Sch
KUKL
KUGL
KuGel
EINEKUKL
eine KUGel
eine SchnEKUGL
1 grosse Kugelder SchneeMANN FÄNGT AN

Das ist doch echt heftig, oder??? Hier könnt ihr nochmal komplett stöbern (leider sind die Fotos diesmal echt bescheiden geworden…):

Diese Diashow benötigt JavaScript.

In diesem Sinne: Lasst uns fleißig weiter differenzieren – es kann mit einem AB so einfach sein manchmal 😉
Katha

Wochenplanarbeit in Klasse 1

Obwohl ich den Grund nicht so richtig nachvollziehen kann, bin ich momentan – was die Monsterklasse betrifft – etwas entspannter als noch im November oder Dezember. Vielleicht kommen wir ja doch ein bisschen voran…

Ein Grund ist sicher, dass die Kinder, der Wochenplan und ich uns langsam richtig aneinander gweöhnt haben. Da ich schon mehrfach gefragt wurde, kommt hier ein kleiner Einblick in MEINE Handhabung, die sicher nicht für alle gängig und nachvollziehaber, sinnvoll und zu handhaben ist. Bitte beachtet auch, dass die aktuelle Form der momentane Stand der Entwicklung ist, der viele Vorstufen vorangegangen sind. Nicht alle Formen der Differenzierung gab es von Beginn an!

So sieht es diese Woche bei uns aus:
WP.PNGZuerst grundsätzlich:
> grau ist freiwillig, weiß ist Pflicht
> erst Lehrerkontrolle, dann selbst stempeln (sie stempeln halt so gern)
>Sanduhren sind bei mir 10 Minuten lang

Zu den Abbildungen:
> Die Symbole vorn beziehen sich auf die eingeübten aus dem Lehrwerk.
> Die Zahlen sind von Valessa Scheufler, Endlich Pause und hängen so in groß über den passenden Ablagekästen an der Wand (s.u.).
> Zusätzlich zu AH oder Lesebuch gibt es noch einige Zeit lang die Bilder des jeweiligen Heftes/Buches.
> Das Symbol hinter der 2 steht für ein AB. Manchmal kommt dazu noch ein Bild zur Erklärung.
> Das kleine Wörterschreibheft gibt’s hier.

Zum Ablauf:
Bestenfalls gilt ein WP von Montag bis Freitag. Die Aufgaben werden, wenn nötig besprochen, dann geht es in der Schule los. Damit ich (vor allem an den gefürchteten „nur-eine-Stunde-in-der-Klasse“-Tagen nicht mit den HA in Tüdder komme, ist der WP auch Hausaufgabelieferant. Das entspannt sehr. Und mancher arbeitet zuhause wirklich zuverlässig mit den Eltern weiter.
Wer etwas fertig hat, zeigt es einer Lehrerin (bzw. liest vor) und bekommt dafür ein Autogramm (beim AH z. B. wird immer eine Sanduhr durchgestrichen) und dann darf das Kind sich einen Stempel geben. Die Sanduhren habe ich eingeführt, um einerseits jedem eine gewissen Zeit am AH festzulegen (vorher war da nur AH und es war den Kindern schwer nachvollziehbar, dass sie nicht für eine Seite AH den gewohnten Stempel bekommen, sondern sich da etwas gedulden müssen.Nun ist klar, dass man nach dreimal dran arbeiten die Aufgabe AH fertig hat. Im AH befinden sich übrigens alle Kinder an verschiedenen Stellen, weshalb ich nicht mehr, wie zu Beginn des WP-Systems, Seitenzahlen für alle angeben kann…
Nun möchte ich, da der WP ja auch zuhause bearbeitet wird, gern die Eltern noch etwas ins Boot holen. Sie bekommen am Freitag eine Rückmeldung mit den Smileys und ggf. etwas Text und sollen übers WE unterschreiben. Mal sehen, wie das klappt…

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Zum Inhalt:
Wie zu erkennen ist, steht immer das Lehrwerk mit im WP: AH und Fibel sind immer Pflicht. Dazu kommt fast immer das Kleine Wörterschreibheft. Oft gibt es ABs mit verschiedenen Schwerpunkten (lesen, schreiben, SU, Wahrnehmung) oder wie diese Woche ein kleines Minibuch zum Lesen und Malen (Nr. 3). Verstärkt nehmen wir nun Übungsformen wie MiniLÜK, LogicoMini oder Paletti mit in den WP auf, um den Kindern anhand von 12 festgelegten Aufgabenblättern hier Methodensicherheit zu geben. Dazu bleibt jedes Material mindestens 2 Wochen mit verschiedenen Übungsblättern drin, bevor was Neues kommt.
Nicht zuletzt sollen auch ein paar „richtige“ Spiele Einzug halten. Nächste Woche geht es mit zwei Puzzles los. Ich wollte ja die tollen Puzzle-ABs von ABCund123 anbieten, die Kollegin meinte aber: „Warum nicht echte Puzzles?“ – Tja, warum eigentlich nicht. Muss der Möppel demnächst mal auf ein paar Puzzles verzichten…

Zur Differenzierung:
In enger Zusammenarbeit mit meiner Teampartnerin mit Förderfachschwerpunkt fülle ich den WP für alle und wir schauen, wer was als Pflicht bekommt. Manchmal variiert auch die Anzahl der Sanduhren, um langsameren Arbeitern etwas Erleichterung zu verschaffen. Gerade haben wir uns ein neues System überlegt, wie wir innerhalb einer Aufgabe noch den Kids bestimmte Aufgaben zuordnen können. Darüber schreibe ich, sobald wir das getestet haben.

Ihr merkt hoffentlich, dass sich der WP für mich und meine sehr heterogene Lerngruppe sehr bewährt, trotzdem aber immer noch total „im Fluss“ ist und sicher noch etwas verfeinert werden kann und wird.
Falls jemand sich nicht hinsetzen möchte und die Vorlage in leer brauchen kann, hier ist sie: wochenplan-leer

So, das reicht erstmal für heute. Ich hoffe, ihr konntet meine Ausführungen nachvollziehen und schlagt jetzt nicht die Hände überm Kopf zusammen. Es hört sich (glaube ich) komplizierter an, als es ist. Wer zum Beispiel nicht für alle Kids einzeln Pflichtaufgaben festlegen will, kann ja zum Beispiel 3 oder 4 Gruppen bilden. Wer im AH gleichschrittig vorankommt, kann dort Seitenzahlen einsetzen.

Ich mache jetzt Feierabend und wünsche euch ein gute restliche Woche!
Katha

Lesen gelernt?

Oft heißt es ja, dass bei den meisten Kindern nach den Winterferien der Schalter gekippt ist und sie den grundsätzlichen Leseprozess verstanden haben. Da bin ich ja mal gespannt…

Um meine Eindrücke aus dem vergangenen Jahr zu bestätigen, Verbesserungen zu bewundern oder „Baustellen“ zu konkretisieren, werde ich gleich am zweiten Schultag einen kleinen Lesetest schreiben lassen. Das ist zwar fies, zeigt mir aber doch am deutlichsten, wer wo steht nach zwei Wochen ohne mein gutes Zureden.
Drei Aufgaben auf drei Niveaus machen am Ende klar, wer noch bei Silben ist, wer Wörter schafft oder sogar schon Sätze verstehen kann. Punkte kommen dran, da die Kinder sich durchaus an dieses System schonmal gewöhnen sollen. Wer die nicht mag, nimmt TippEx… Die Sätze sind übrigens absichtlich doppelt bepunktet.
test
Die tollen Bilder stammen wie so oft von der sehr freundlichen Frau Locke.

Wer’s brauchen kann, bekommt hier das Blatt: lesetest-1b

Beste Grüße,
Katha

Einstieg nach den Winterferien

In der Bloglandschaft kursieren ja diverse Vorlagen, mit deren Hilfe das Erzählen nach den Ferien variiert werden kann. Vor allem nach den Weihnachtsferien mag ich es nicht, wenn das Hochschaukeln beginnt, wer mehr und tollere Geschenke bekommen hat…
Letztes Jahr hatte ich deshalb eine sternförmige Vorlage geschrieben, die man gut ab Klasse 2 einsetzen könnte (und etwas TippEx macht aus 2015 auch das richtige Jahr…). Auch das kooperative Bingo aus dem Lernzoo gefällt mir gut, ist aber für meine Erstis vermutlich noch etwas zu viel. Deshalb gibt es von mir zum Start ins neue Jahr als erstes Material eine vereinfachte Vorlage zum Reden über die Ferien [ich finde, A5 reicht hier völlig…]: winterferien-2016-blog
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Zu sechs vorgegebenen Stichwörtern soll nach dem Prinzip „Find someone, who…!“ jeweils mindestens ein Kind gefunden werden, dessen Namen man in den Rahmen schreibt (oder schreiben lässt). So kommen die Kinder in Bewegung und ans Reden. Die Regel, dass jeder Name nur ein Mal auf dem Blatt auftauchen darf, zwingt die Kinder, auch mit ihren nicht-besten-Kumpels in Kontakt zu kommen…

Kommt alle gut ins neue Unterrichtsjahr und den Endpurt des Halbjahres!
Katha

Wochenreport Monsterklasse

Und schon wieder sind fünf Schultage rum, obwohl die Woche doch gerade erst begonnen hatte… Immer wieder erstaunlich, wo die Zeit bleibt!

Die Erstklässler haben sich in dieser Woche mal wie richtige Schulkinder gezeigt, das war sehr erfreulich für mich und die Kolleginnen, die sich mit den kleinen Monstern beschäftigen dürfen. Sie haben ihren ersten Unterrichtsbesuch geschafft und zum Wochen-Ende hin mal insgesamt fünf Schulstunden lang recht konzentriert gearbeitet.
Ich freue mich riesig darüber. Aber (ja, Pädagogen haben doch immer ein aber, wenn ein Thema gut anfängt) ich befürchte, dass das spätestens nach den Ferien wieder hin und weg sein könnte. Drückt mir die Daumen, dass das kein Anflug von Arbeiteritis war!

Außerdem absolvierten wir unser drittes Adventssingen – 10 bis 15 Minuten mit der ganzen Schule in der großen Halle gemeinsam singen. Die kleinen Monster sind singtechnisch verwöhnt, da alle in der Klasse Unterrichtenden Gitarre spielen bzw. es lernen, haben wir gerade mal wieder festgestellt…

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Künstlerisch waren wir natürlich auch tätig und ließen Weihnachtsstimmung im Flur vor der Klasse einziehen: Weihnachtsbäume aus Wasserfarben wurden mit Wachsmalern geschmückt, ganz klassisch…

In Deutsch sind inzwischen alle Kinder beim ersten Stopschild im AH angelangt und haben den dort angesetzten Test mehr oder weniger mit Bravour gemeistert. Es gibt noch vereinzelt Probleme bei der Feinmotorik oder beim genauen Abhören der Laute im Wort, aber eben immer nur vereinzelte Probleme und keine Totalausfälle. Puuuh! Krass finde ich, dass (wie erwartet) der Unterscheid beim Fortschritt bei bis zu drei Buchstaben liegt. Neben Differenzierungsmaterial nach unten für die noch mit Ma, Le oder Ro beschäftigten Kids benötige ich nun auch immer deutlicher Material nach oben für die Sätzeleser und den Fast-schon-Rechtschreiber.

Dank unserer LAA lernen die Zwerge im SU nun auch mal Gruppenarbeit kennen und gehen damit erstaunlich locker und größtenteils souverän und regelkonform um. Da ist es dann doch von Vorteil, dass Kommunikation in meinem Klassenraum oft schon durchaus erwünscht oder zumindest zugelassen ist und offenes Arbeiten Alltag ist. Wenn man es gewöhnt ist, dass andere Kinder gerade mit anderen Inhalten oder Materialien beschäftigt sind, ist doch so eine Gruppenarbeit nicht mehr fern, oder?

Also hoffe ich mal wieder, dass ich den richtigen Weg für die mir Anvertrauten einschlage und alle Abkürzungen , Wendemanöver und Umwege mitgehen kann, die zum Erreichen des Ziels nötig sind!

Eure Katha

Vom Ändern eines Plans

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Mit schrecken stelle ich immer wieder fest, dass ich inzwischen zum Wochenendblogger geworden bin und wenn überhaupt mal einen Beitrag pro Woche zu schreiben schaffe. Irgendwie finde ich das ziemlich schade, wäre ich doch gern grad gefühlt aktiver…

Die Gründe liegen aber sicher auf vielen Ebenen meines Lebens verstreut. Privat liefen in den letzten Wochen diverse Elternabende in (Schule und) Kita und verschiedene mehr oder weniger adventliche Aktionen. Da muss es manchmal abends auch einfach nur das Sofa sein! Kennt ihr, ne?
Schulisch liegt es sicher auch daran, dass der Fachunterricht gerade einfach mal „läuft“ (in Englisch funktionieren die Themen einfach und ich kann so „runter unterrichten“; die Kurse brauchen auch kaum Aufmerksamkeit), und es daher kaum etwas zu berichten gibt.
Mögliche Themen aus der Monsterklasse sind allerdings oft zu komplex für kurze Zwischendurch-Einträge und werden erst einmal auf die längere Bank geschoben…
Sicher kennen das viele Kolleginnen und Kollegen: Man startet mit einem Plan in eine neue erste Klasse, der in Teilen recht offen ist, aber doch eine Richtung vorgibt. Meine bisherigen Pläne verlaufen sich mehr oder weniger im Sand und ich muss meine Richtung und vor allem meine Ziele immer mal wieder komplett oder teils neu formulieren. Ich probiere aus, evaluiere und probiere neu. Hört sich hochtrabend an, ist ja aber doch nur das Alltagsgeschäft, das von hohen Ansprüchen (meinerseits!), hohen Anforderungen und einem gewissen Maß an Selbstzweifel geprägt ist.

Ich hatte ja schon früher geschrieben, dass ich Abstand von gemeinsamen Erarbeitungsphasen genommen habe und die Kinder vermehrt allein an ihren Aufgaben arbeiten. Das hat sich wirklich bewährt – im AH Deutsch habe ich im Zuge dessen inzwischen das gemeinsame Erarbeiten Durcharbeiten der Buchstaben durch ein neues System ersetzt: in allen AH habe ich Stopzeichen eingeklebt (immer am Ende eines Kapitels bzw. nach zwei neuen Buchstaben), bis zu dem jedes Kind im Wochenplan arbeitet. Bis zum Stop habe ich die Aufgaben gekennzeichnet: angekreuzt heißt Pflichtaufgabe, Sternchen davor heißt freiwillig*. Spätestens beim Erreichen des Stops muss das Kind mit AH zu mir kommen und ich kontrolliere intensiver, ob m.E. alles ok ist. Ggf. wird dann ein kleiner Test geschrieben oder ich frage mündlich etwas ab. So ist jetzt etwa die Hälfte meiner Klasse ca. zwei Buchstaben weiter als die andere Hälfte. Ich find das ja gut – so hab ich es halt auch gelernt…
Gemeinsame Übungen zu Buchstaben gibt es zwischendurch immer noch. Abhören von Lauten auf ihre Stellung im Wort zum Beispiel oder Silben zum durchschnittlich aktuellen Buchstaben.

Sehr angenehm finde ich es, dass inzwischen wirklich alle Kinder gut damit leben können, dass jeder gerade an etwas Anderem arbeitet. Inklusive Umgebungen funktionieren ja nur unter solchen Vorzeichen. Freude und Anspannung gelten jedoch der Frage, wie weit ich es auseinander laufen lassen kann, ohne die Gemeinschaft zu verlieren. Genug Punkte zu schaffen, die für alle Anspruch haben und alle mitnehmen – darum geht es jetzt mehr denn je! Und gerade das ist ja in einer Klasse, die recht gut ackern aber nur schlecht zuhören oder gemeinsam etwas besprechen kann, schwierig.
Warten wir mal ab, wie es weiter geht. Eventuelle Erfolgserlebnisse versuche ich dann wieder mit euch zu teilen!

Hoffnungsvoll,
eure Katha

* Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Kinder die freiwilligen Aufgaben mit erledigen!