Superheroes – Schreiben und vorlesen in Klasse 4 (part I)

Vor Kurzem bekam ich von Franziska Teichert (VIELEN DANK!) die Inspiration zu einer Englischeinheit zum Thema „superheroes“ 🌟, die ich nun mit den Viertklässlern umsetze. Wortschatzarbeit an den Feldern clothes und superhero powers steckt darin, das Verfassen eines Textes sowie dessen geübtes Vorlesen. Handslungsprodukt wird am Ende ein Video sein, in dem die Kinder zu ihrem Bild des eigenen Helden bzw. der eigenen Heldin ihren Text einsprechen.

Vor Beginn der Einheit hatte ich die Englisch-Pinwand schon ein wenig als Teaser gestaltet und die Handpuppe Superbuddy zog auch schonmal in die Klasse ein:

Die Handpuppe habe ich bei Amazon bestellt und die Bild- und Wortkarten für die Einheit habe ich bei eduki erworben*. (Grundsätzlich bin ich da ja etwas skeptisch und sparsam, aber da es in diesem Fall ja umd die ganz konkreten Materialien für den Aushang bzw. die Tafelarbeit ging, habe ich die paar Euro investiert.)

Zu Beginn der Einheit haben wir dann zuerst mal die superheroes gesammelt, die die Kinder kennen. Hier zeigte sich ein ziemlicher Unterschied zwischen den Jungs und den Mädels 🙈. In Goodnotes habe ich die genannten Held*innen dann clusterartig aufgeschrieben und mit Hilfe des Splitscreens direkt noch Bilder hinzugefügt. Die Kinder habe ich an dieser Stelle dazu aufgerufen, gern auch selbst Superheldenbilder o.ä. mitzubringen. So konnten wir in den folgenden Stunden verschiedene gezeichnete oder gedruckte Bilder mit an unsere Pinwand hängen, ein Avengers-Buch bewundern und zwei handgehäkelte Superhelden bestaunen.

Der nächste Schritt war dann die Einführung des Wortschatzes superhero powers. Die Kinder wussten selbst viele Superheldenkräfte, die ich dann mit den entsprechenden Bildkarten an der Tafel visualisieren konnte. Zusätzlich haben wir vier weitere Kräfte mit aufgenommen, die den Kindern wichtig waren. In solchen Fällen skizziere ich zunächst an der Tafel und stelle dann zuhause die passenden Bildkarten ergänzend her. Bin eben jemand, der es dann gern einheitlich hat. Zuletzt kamen dann die Wortkarten dazu, um das Schriftbild auch parat zu haben für den nächsten großen Schritt: der erste Teil des

Superheldentextes fürs Video wurde geschrieben. Die Satzanfänge „My name is …“ und „I can …“ habe ich an der Tafel vorgegeben und am Beispiel von Superbuddy ausformuliert (s. Foto). Wenn Kinder hier weiterführende Sätze schreiben wollen, gebe ich gern Hilfestellung. Auf dem Foto sieht man, dass ich sowas dann manchmal auch an die Tafel schreibe. Ergänzend zu diesen Basics konnten die Kinder sich ihren Wunschsatz auch mit deepl.com übersetzen lassen (ich hatte ein paar Tablets mit in die Klasse genommen).

Diese erste Sequenz der Einheit hat zwei Stunden in Anspruch genommen. Mann kann das sicher etwas straffen, wenn man in Doppelstunden arbeitet, aber durch die Wiederholung nach einer Woche Pause brauchten wir diese Zeit auch.

Sequenz „1b“ mit einer Stunde Umfang war dann die Frage, wem oder was man helfen möchte. Gemeinsam überlegten wir, ob unsere Superheld*innen eine bestimmte Zielgruppe haben könnten und sammelten diese zum Satzanfang „I help…„. Die Kinder schrieben dann auf einen zweiten Zettel, wem sie gern helfen mögen. Manche nutzten wieder deepl, um sich noch konkreter ausdrücken zu können als es mit Hilfe unserer Sammlung möglich ist. Das freut mich im Sinne der Differenzierung natürlich sehr.

So sieht unsere Pinwand inzwischen aus. Auf dem gelben Plakat die Superkräfte, auf dem roten die Hilfszielgruppe.

Die anstehende Sequenz zu superhero clothes kommt dann in den nächsten Tagen hier an!

Supergrüße von Katha

* Nein, ich bekomme kein Geld für diese Links. Es ist nur ein Service, der euch das Suchen ersparen kann, wenn ihr „nachkaufen“ wollt!

„sagen“ sagt man nicht!

Einer der Klassiker der Aufsatzerziehung im dritten Schuljahr ist die Arbeit am Wortfeld „sagen“. Auch meine letzte Klasse durfte sich damit beschäftigen und gerade bekam ich aus dem aktuellen Jahrgang 3 den Impuls, dass ich das Thema mit Material noch gar nicht hier aufgearbeitet hatte… Also los:

In Vorbereitung auf die ersten bewerteten Texte setzen wir uns zuerst mit den inhaltlichen Aspekten auseinander: Aufbau einer Geschichte sowie Wichtiges in Einleitung, Hauptteil und Schluss. Dazu entwickelten wir gemeinsam Leitfragen für unsere Geschichtenmaus:
Geschichtenmaus
(Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich die schonmal erwähnt habe in einem Artikel zu weiterführenden Schreibaufgaben.)

Darauf folgte die sprachliche Gestaltung der Geschichten. Verschiedene Satzanfänge gehören dabei genauso dazu wie die Wörtliche Rede zum Ausdrücken von Gedanken und Gefühlen. Gern beginne ich mit ein bisschen „Improvisationstheater“. Ich gebe einen Satz vor und kreiere verschiedene Szenarien darum herum, in denen ein Kind den Satz dann sagt, schreit, weint, … So kommen wir auf verschiedene Verben, die das Wort sagen ersetzen. Später spielen wir das Spiel gern immer mal wieder. Dafür kann ich dann schon ein paar Zettel mit Verben parat haben, die die Kinder dann ziehen und einen Satz so wiedergeben. Diese Übung sorgt immer für viel Spaß im Klassenraum!
Damit die hier und in weiteren Übungen gefundenen Verben auch ihren Weg in den Wortschatz der Kinder finden (und damit dann hoffentlich auch in ihre Geschichten), sammeln wir die Wörter sortiert nach ihrer Bedeutung auf einem Plakat. Die dort verwendeten Überschriften finden sich auch im passenden Minibuch wieder, das die Kinder selsbt füllen und auch für ihre Geschichten nutzen können. Beides begleitet die Arbeit über mehrere Stunden hinweg.

Hier das Material zum Aushängen (auf A5 reichts…): Plakate Wortfeld sagen
und für die Kinderhand: Minibuch Wortfeld sagen

Beste Grüße
Katha

Was mein Körper alles kann – Verben in Klasse 1

Da das Piraten-Projekt so super angekommen ist, habe ich meine aktuellen Wochenpläne und Deutschstunden auch eher projektartig an ein Thema gebunden. In der Fibel hat das (bei den meisten Kindern) aktuelle Thema den Schwerpunkt Körper, so dass ich das auch übernommen habe.

Letzte Woche ging es um die Körperteile – wir haben sie benannt, geschrieben, gelesen, ein kleines Gedicht dazu gelernt („Zwicke zwacke“ von Jürgen Spohn). Diese Woche steht unter dem Motto „Was mein Körper alles kann“. Für Lehrer gesprochen also um Verben… Auch hier werden wir viele Übungen machen, die einen Stamm an Verben inhaltlich verfügbar machen, werden schreiben, lesen, hören, Wörter aus Silben zusammen setzen etc.

Los ging es heute nach dem langen WE mit einer Stunde Bildkartenarbeit. Eigentlich für eine Verbenkartei für Englisch hatte ich mir die „Erste-Hilfe-Verben“ von Cornelsen besorgt; heute aber mal spontan für Deutsch ausgeliehen…
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Die Bilder verteilte ich auf den Tischen und die Kinder durften sich von jeder der vier Tischgruppen je eine Karte nehmen und mit in den Stuhlkreis bringen. Nach kurzer Ruhesammlungsphase eröffnete ich die Runde mit einem „Mein Körper kann stehen.“ und gab das Wort weiter. Und siehe da, alle Kinder griffen diesen Satz auf und nutzten ihn mehrfach, bis alle Bildkarten in der Mitte lagen.
Da es als HA ein AB in zwei Schwierigkeitsstufen gab, auf dem Bilder bzw. Wörter farbig eingekreist werden müssen, begannen wir im Sinne einer Probehandlung mit einer Sortierung der Bildkarten in drei Kategorien:
– das kann man nur zuhause tun, nicht in der Schule
– das kann man nur in der Schule tun, nicht zuhause
– das kann man zuhause und in der Schule tun.
Schnell merkten wir, dass die zweite Kategorie ziemlich klein bleiben würde.

Was mich neben der inhaltlich gut funktionierenden Wortschatzarbeit, die die Klasse recht dankbar annimmt, am meisten freut ist eine ganz schlichte Tatsache: dass solche komplett frontalen bzw. gemeinsamen Stunden inzwischen mit meinen kleinen Monstern überhaupt möglich sind. Im alten Jahr galt immer „arbeiten können sie, aber zuhören nicht“, weshalb ich ja fast nur Wochenpläne abarbeiten ließ und kaum mal etwas vorlas oder gemeinsam besprach.

Schön, dass das langsam anders ist und der gute Eindruck aus dem März sich hält.

Beste Grüße,
Katha