„That‘s me“-book als Abschluss in Klasse 4

Im Rahmen der UE „Me & my friends“ (s. hier und hier) war der letzte Akt mit den Viertklässlern, dass jedes Kind ein individuelles Buch über sich selbst gestaltet hat. Einige Inhalte habe ich exemplarisch vorgestellt, andere sind dem Ideenreichtum der Kinder entsprungen. Vorgeschlagen waren
– Titelseite mit Namen und Foto
– my favourites
– my hobbies
– my friends
– my family
– When I grow up
Dazu kamen noch eigene Seiten wie „What I don‘t like“, „My pet“ oder „My buddies and me having fun“, die den Kindern wichtig waren. Die Ergebnisse waren zwischen fünf und zwölf Seiten lang.

Man sieht schon, dass hierbei viele Wortfelder aus den dreieinhalb Jahren Englischunterricht wiederholt wurden. Vieles konnte somit im treasure book nachgeschaut werden (s. hier). Viele Begriffe waren aber auch neu und es war nicht immer möglich, mich als Lehrkraft zu fragen. Also haben die Kinder das Übersetzungsangebot deepl kennengelernt und konnten es schnell ziemlich kompetent nutzen. So kam endlich einmal das Vokabular, das die Kinder nutzen wollen, nicht zu kurz, wie es doch sonst leider oft der Fall ist. Außerdem haben die Kids sehr selbstständig Sätze gebildet – das habe ich so im regulären Unterricht noch nicht erlebt!

Schüler*innenbeispiel eines Clusters (unbearbeitet)

Dies ist ein Teil der Vorarbeit: wir haben geclustert, welche Lieblingstiere, -essen, -farben etc. die Kinder haben. Die Entwürfe der Kinder habe ich natürlich rechtschriftlich noch überarbeitet, damit sie die Wörter korrekt in ihre Bücher übernehmen konnten. Außerdem haben wir Sätze über Freund*innen geschrieben. Das Satzmuster „I like my friend …, becaus he/se is …“ wurde mit Namen und vorher zusammen gesammelten Adjektiven gefüllt. Mir ist es immer wichtig, dass die Kinder auch Sätze schreiben/sprechen und finde es optimal, wenn man die Unterscheidung von he/she hier so gut integrieren kann.
Auf den Tischen sah es während der Arbeitphasen häufig so aus wie auf dem nächsten Foto: analog und digital wundervoll verknüpft!

treasure book, Cluster und Tablet – zusammen stark!

Die Arbeitsphase mit dem BookCreator verlief größtenteils dezentral. Die Kinder haben sich in kleinen Gruppen in der Schule verteilen dürfen (einige mussten eher nah dran bleiben…) und vor allem für die Sprachaufnahmen leer stehende Differenzierungs- oder OGS-Räume genutzt. Ich musste meine Hilfe an vielen Stellen eher aufdrängen, als dass sie eingefordert wurde. Manchmal waren kleine Ratschläge technischer Natur nötig. Am Ende habe ich alle Produkte einmal durchkorrigiert, damit keine Fehlschreibungen veröffentlicht werden.
Insgesamt haben wir zwei Doppelstunden für die Vorarbeit (Cluster, Sätze) benötigt und fünf Doppelstunden an den me-books (inklusive Umwandeln und Löscharbeiten am Ende). Wir haben uns aber Zeit gelassen, so dass ein wenig Komprimierung noch möglich ist.

Die Viertklässler und ich haben in diesem Projekt durchgehend mit Tablets, passendem Stift und der App BookCreator gearbeitet. Diese App ist sehr intuitiv und benötigte nach einer kurzen Einführung kaum Unterstützung meinerseits. Wer sie noch nicht kennt: man kann Seiten gestalten, Hintergründe wählen, Fotos, Videos, Text, Karten einfügen, selbst zeichnen oder schreiben und vor allem Tonaufnahmen integrieren. So mussten die Kinder alle Texte auch sprechen und aufnehmen. Da wir die Bücher am Ende als Video exportierten, ist im Ergebnis dann der eingesprochene Text der Kinder zu den jeweiligen Seiten zu hören und diese werden automatisch weitergeblättert. Der Vorteil hiervon ist, dass alle Endgeräte der Kinder bzw. Eltern Videos abspielen können, was bei einem e-book im epub-Format nicht unbedingt der Fall ist.
Wir haben als Schule einen IServ-Server, auf dem jedes Kind einen individuellen Zugang hat. Dorthin wurden die Videos hochgeladen, so dass die Kinder sich diese zuhause wieder herunterladen und aufheben konnten.

Wer den BookCreator nicht nutzen kann oder möchte, kann die Funktionen auch ein einem Präsentationsprogramm wie PowerPoint oder Keynote nutzen. Meiner Meinung nach ist der BookCreator aber vor allem im Erstkontakt für Grundschüler unschlagbar gut zu handhaben. Jede Lizenz kostet inzwischen 3,49€; es gibt aber auch eine kostenlose Variante, in der ein einziges Buch gestaltet werden kann. Eine Browserversion gibt es ebenfalls, falls keine Tablets vorhanden sind.

WICHTIG: im Vorfeld muss die Erlaubnis der Eltern eingeholt werden, dass die Kinder ihre Daten in diesem Projekt einbringen (Bilder, Stimme). Am Ende müssen alle Fotos gelöscht und auch der Papierkorb geleert werden. Auch das Buch muss aus der App gelöscht werden, damit später keine anderen Kinder Zugriff auf diese persönlichen Informationen haben.

Diese Gruppe wurde sehr kreativ: auf einem Tablet wurde der Text mit deepl übersetzt und dann dort die Vorlesefunktion genutzt. Auf diesem Tablet wurde gleichzeitig das Vorgelesene im BookCreator aufgenommen. Für diese gute Idee durften die Jungs den „Hack“ so lassen.

Eine letzte Beobachtung noch: noch nie hatte ich eine Einheit, in der ausnahmlos ALLE Schüler*innen ihre Ergebnisse vor der Klasse präsentieren wollten. Die Übertragung des Bildschirms via AppleTV an den Beamer haben die Kinder in den Startstunden (Colourful school) kennengelernt und größtenteils schon verinnerlicht, so dass der schnelle Wechsel es vielen Kindern möglich machte, ihre (Zwischen-)Ergebnisse zu zeigen. Sie haben sich eine Menge Lob verdient in diesen Stunden.

Nun ist es doch länger geworden als beabsichtigt, aber ihr merkt vielleicht, dass das für mich ein sehr besonderes Erlebnis war und viel Freude auf allen Seiten hervorrief.

Katha

Ein Kollegium medial fit machen – die Medienmappe

Heute kann ich mal wieder eine Idee mit euch teilen, die ihren Ursprung im #TwitterLehrerzimmer hatte:
Im Mai fragte Marc Seegers, ob es eine Liste an Kompetenzen gebe, die Lehrerinnen und Lehrer beherrschen sollten. Bekannte Qualifikationsrahmen wie der DigCompEdu sind sehr spannend, aber auch sehr anspruchsvoll und wenig konkret. Spontan habe ich zum Sammeln ein Etherpad aufgesetzt, in dem innerhalb von Minuten Tonnen von Ideen eingetragen wurden.

Schnell wurde hierbei klar, dass jede*r Beitragende aus einer anderen Perspektive mit unterschiedlichen Ansprüchen schrieb und es deutete sich bereits an, dass sicher nicht jede*r alle Aspekte für passend hielt.

Für mich ging es nun so weiter, dass ich mir alles aus dem Etherpad sicherte und die für mich bzw. mein Kollegium wichtigen Kompetenzen herauspickte. Dann kamen das Sortieren, Rauswerfen, Ergänzen und Umformulieren, bis endlich eine Liste mit 10 Kapiteln entstand. Pro Kapitel habe ich sehr niederschwellige und möglichst konkrete Dinge benannt, die „man“ m.E. können sollte, um mit Medien kompetent umzugehen. Die Qualität meiner Einschätzung wird sich im Gebrauch erst zeigen…

Mein Ergebnis ist nun die Medienmappe, die jeder Kollegin und jedem Kollegen zum Schuljahresbeginn zur Verfügung gestellt wird. Das ist ein Ringbuch mit Inhaltsverzeichnis und den Kompetenzlisten sowie Notizenseiten. Einzelne Kopien (iPad-Wischgesten z.B.) werden schon drin sein – den Rest möchte ich mit dem Kollegium gemeinsam füllen bzw. kann jede*r für sich selbst ergänzen. Deshalb war mir das Ringbuchformat so wichtig. So sieht das dann bei mir aus:

Inhaltsverzeichnis / Register
Beispielseite

Konkret werde ich dann Terminangebote in der Mittagszeit machen, für die sich die Kolleg*innen eintragen können (hierfür nutze ich vermutlich wie schon vorher das datensparsame Umfragetool nuudel nutzen). Jede*r kann dann selbst einschätzen, ob er*sie dazu Bedarf an unterstützung hat oder die Kompetenz schon für sich selbst abhaken kann. Alle Kurzfortbildungen werden in Kleingruppen mit max. 5 Personen stattfinden – mehr hat sich bei solchen Angelegenheiten für mich als kontraproduktiv erwiesen. Ziel ist es natürlich langfristig, dass sie meine Kolleg*innen zu Multiplikator*innen entwickeln und sich auch gegenseitig Dinge erklären können.

Am Ende der Mappe werden noch zwei Broschüren des Ministeriums abgeheftet: der Medienkompetenzrahmen NRW, der definiert, was die SuS alles lernen sollen und der Orientierungsrahmen für Lehrkräfte in der digitalisierten Welt, der beschreibt, welche Kompetenzen LuL mitbringen bzw. erwerben müssen.

Begleitet wird die Medienmappe von einer Pinwand bei TaskCards, auf der ich Links und Dateien ablege, die zu den zehn Kapitel passen. Der Link steht in den Unterlagen, falls ihr schauen mögt.

Falls jemand entweder selbst seinen Lernprozess strukturieren möchte oder ähnlich ehrgeizige Fortbildungspläne für Kolleg*innen hat, stelle ich meine für uns kuratierte Sammlung hier gern zur Verfügung. Wenn ihr es nutzt, schreibt doch mal über einen Erfolg oder Misserfolg des Projekts!

Herzliche Grüße
Katha

Our favourite places @ school

Die Viertklässler bewegen sich langsam aber sicher auf ihren Abschied von der Grundschule zu. Uns bleiben noch 4 Wochen momentan, in denen ich eine vierte Klasse in Englisch unterrichten darf. Durch den Distanzunterricht und das Wechselmodell mussten wir unseren Arbeitsplan für das Fach in allen Jahrgängen umwerfen und so wurden einzelne Themen angerissen oder einfach abgesagt. Um nun nichts zu doppeln (hatte die Klasse seit der 1 nicht…), mache ich einfach ein Thema, das ich für die letzten Wochen passend finde und das eine Menge Potenzial zur Wortschatzwiederholung bietet und das zusätzlich noch ein wenig Medienbildung beinhaltet: „Me & my friends“.

Die Kinder werden sich selbst vorstellen, ihre Freunde ebenso und ein wenig über Freundschaft sprechen und schreiben. Die äußere Form wird ein Buch werden, das jedes Kind von sich selbst mit der App BookCreator herstellt und später als Videoexport mit heim nehmen kann. Somit stehen eine Menge inhaltlicher Themen neben technischen Fertigkeiten etc. – Lehrplan und Medienkompetenzrahmen NRW werden berücksichtigt:

Inhalte/Themen, die wiederholt werden: body, clothes, food, hobbies, toys, school (subjects), pets, family, …
neue Inhalte: Eigenschaften von Personen, Begründungssätze
Medienarbeit: Fotos mit einem Tablet aufnehmen, zuschneiden, in ein Programm einfügen, ein Medienprodukt mit Tonaufnahmen, Text, Bildern und Fotos gestalten, dieses speichern und teilen

In dieser Woche habe ich das Oberthema schonmal begonnen, allerdings war wegen Quarantäne nur die halbe Klasse anwesend. Deshalb habe ich mit den anwesenden Kindern grob am Thema gearbeitet und u.a. den Teilbereich „Our favourite places at school“ in den Blick genommen.

Die Kinder durften dazu mit einem Tablet in der Hand ausschwärmen und ihre liebsten Orte in der Schule und auf dem Gelände fotografieren. Zurück im Klassenzimmer haben wir die Bilder beschnitten (Bearbeiten-Modus in der Foto-App) und über die Airdrop-Funktion an mein Tablet gesendet, damit ich zentral ausdrucken konnte. Außerdem haben die Kinder die AirPlay-Funktion kennengelernt und ihre Bilder über den Beamer allen gezeigt – coronakonform vom Platz aus und mit Abstand. Dazu hatten wir vorab die Sätze „That’s my favourite place.“ oder „My favourite places is the …“ erarbeitet.

Als Vorbild habe ich dann die doch nicht so ganz in meinem Wortschatz verankerten Begriffe wie Hüpfband, Drehscheibe oder Reck mit einem Übersetzungsangebot übersetzt. Dieses sollen die Kinder in den kommenden Stunden selbst auch nutzen und werden deshalb einen QR-Code zu deepl.com in der Klasse ausgehängt bekommen. Spannend war, wie viele der Kids schon Erfahrung damit hatten! Teils nutzten sie es für englisch, teils aber auch für Übersetzungen in ihre bzw. aus ihrer Muttersprache. Der Aspekt, dass die Übersetzungsergebnisse nicht immer 100%ig gut sind, ist somit direkt auch schonmal geklärt.

Das Ergebnis dieser Doppelstunde habe ich dann auf zwei Plakaten festgehalten, die nun als Wortspeicher verfügbar bleiben – denn auch die favourite places können im Buch einen Platz finden.

Viele Grüße und einen guten Endspurt euch allen!
Katha

Distanzunterricht: Erklärfilme

Ein Problem des Lernens auf Distanz ist die fehlende Möglichkeit, direkt nachzufragen, wenn man etwas nicht versteht. Wer die durchschnittliche Nachfragequote eine durchschnittlichen Unterrichtsstunde kennt, weiß, was ich meine…

Um meine Deutschklasse mit ihren Aufgaben nicht allein zu lassen, möchte ich sie deshalb mit kleinen Erklärvideos unterstützen. Der Vorteil daran ist, dass man sie sich auch mehrfach anschauen und ggf. unterbrechen kann.

Hier kommen deshalb heute ein paar Anregungen rund um den Einsatz bzw. die Produktion von Erklärfilmen.

1. Nutzen, was das Lehrwerk bietet
Besonders gut hat man es, wenn es zum eigenen Lehrwerk Erklärfilme gibt, da diese dann ja ziemlich gut auf die Aufgaben im Buch oder AH zugeschnitten sind. Cornelsen zum Beispiel bietet in der Buchtaucher-App solche kurzen Filme an – allerdings erst zu wenigen Lehrwerken. Zu unserem aktuellen Lehrwerk gibt es zwar auch solche Filme, aber: ich kann sie aus meinen digitalen Lehrermaterialien nicht exportieren und den Kindern via Padlet bzw. über ein LMS wie mebis, Moodle, IServ etc. zur Verfügung stellen. Jedes Kind müsste selbst einen Klett-Zugang haben, um die Filme sehen zu können. Das wäre dann ein weiterer Zugang, den es zu organisieren gilt und ist für mich deshalb leider raus.

2. Suchen, was es schon gibt
Youtube, Sofatutor und andere Plattformen bieten einen immensen Fundus an Erklärfilmen. Hier ist es wichtig, wie bei jedem anderen Material auch, auf die Passung zum eigenen unterricht zu achten. Immer wieder wird mit Begrifflichkeiten agiert, die man selbst so nicht eingeführt hat, was zu Verständnisproblemen führen kann. Wer zum Beispiel Vokal und Konsonant nutzt, irritiert die Kinder mit einem Film über Selbst– und Mitlaute evtl. mehr, als dass er sie unterstützt.

Deshalb landen viele Kolleg*innen momentan bei
3. selber machen!

3a. Film mit der Kamera-App des Tablets aufzeichnen
Das Tablet wird möglichst auf einem Stativ befestigt (alternativ: Stuhlkante, aufgeklappter Ordner, Tischkante …), so dass der Filmbereich gut im Bild und ausreichend beleuchtet ist. Dann kann entweder die Lehrkraft selbst gefilmt werden bei einer Erklärung an der Tafel z.B., oder man nimmt nur die Hände und einen Schreibbereich auf. Auch die Legetechnik kann für eine Erklärung gut zum Einsatz kommen, bei der mit Zettelchen und Bildern hantiert wird. Bei fobizz gibt es dazu eine spannende Fortbildung. Die professionell aussehende Fortsetzung davon ist die Nutzung der Anwendung MySimpleShow.
Ich teile hier mal todesmutig ein einfaches Erklärvideo zu den Verbformen / Thema Wortstamm für meine 3er mit euch. Ihr seht, dass es in einem Zug aufgenommen wurde und ohne große Technik – der Schatten des Stativs ist immer im Bild… 🙈 YouTube-Link zum Video

3b. Video aus der App BookCreator exportieren
Wer die App BookCreator nutzt, kann darin zeichnen, tippen, Bilder einfügen und eben auch Texte einsprechen. Das Gesamtwerk kann dann am Ende als Video exportiert werden.

3c. Video aus Powerpoint exportieren
In Powerpoint kann man manchmal durch die Animation von Textfeldern oder Grafiken Erklärungen gut nachvollziehbar machen. Wer das dann aber nicht live in einer Videokonferenz vorstellen kann, kann seinen Sprechtext auch in Powerpoint aufzeichnen und dann das Gesamtprodukt als Video exportieren. Nina Toller hat eine einfache Erklärung dazu aufgezeichnet.

3d. Screencasts aufzeichnen
Sowohl am PC als auch am Tablet gibt es die Möglichkeit, alles das aufzuzeichnen, was man gerade an dem Gerät tut. Dies nutze ich gern für Erklärungen von digitalen Handlungswegen wie der Nutzung unseres LMS. Hierbei erkläre ich sprechend, was ich gerade tue und sowohl Ton als auch Bild werden aufgezeichnet. Oft kann man auch einstellen, dass der Mauszeiger hervorgehoben wird, um das Anklicken sichtbar zu machen.
Am iPad geht das mit dem Bordmittel der Bildschirmaufnahme, das sich oben rechts im Kontrollzentrum befindet (Apple Support dazu). Für den PC gibt es eine Reihe an Programmen mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Für meinen Anspruch reicht bislang oCam.

4. Und dann?
Egal, wie man sein Video erstellt hat – es stellt sich am Ende immer die Frage, wie es zu den Lernenden kommt. Wer ein LMS nutzt, kann die Datei dort meist einfach hochladen. Evtl. muss sie zuvor verkleinert werden (ich nutze dazu Handbrake).
Padletnutzer kämpfen oft mit der Dateigröße. Deshalb nutze ich inzwischen Youtube (Yeah, ich bin Youtuberin!) Ich habe mir dort einen Kanal eingerichtet und lade dort meine Videos hoch. Wenn ich sie dann in den privaten Modus stelle, sind sie nicht über die YT-Suchfunktion zu finden sondern nur über den direkten Link erreichbar. Diesen kann ich dann über Padlet, im LMS oder per Mail anbieten. Und Youtube-Videos schauen klappt so ziemlich überall.

Nu, das war viel heute. Vielleicht habt ihr noch einen Tipp, den ich unbedingt ergänzen sollte? Dann bitte immer her damit als Kommentar oder per Mail!

Winterliche Grüße
Katha

Deutsch auf Distanz

Zur Zeit bin ich für eine dritte Klasse in Deutsch verantwortlich und darf/muss somit hier in NRW drei Wochen Distanzunterricht „abhalten“. Die Kinder kämen eigentlich aus den Winterferien, haben aber nun ja auch schon eine Woche mit aufgehobener Präsenzpflicht hinter sich (in diesem Fall mit rund 5 Kindern in der Schule und dem Rest daheim).

Eigentlich wollte ich nach den Ferien mit einer Erzähleinheit inspiriert von der Geschichte eines Schneemanns in der Schneekugel beginnen (Inspirationsquelle: Diana vom Bunten Klassenzimmer). Das bekomme ich aber nicht wirklich gut in die Distanz übersetzt, so dass jetzt erstmal eine Übungsphase zu den Wortarten eingeschoben wird. Später mehr dazu.

Unsere Schule nutzt eine Mischung aus analogem Arbeitsmaterial, das die Eltern an der Schule abholen bzw. die Kinder bereits daheim haben, und Kommunikation über ein Padlet. Dies scheint mir vor allem an Grundschulen ein häufi gegangener Weg zu sein. Unter diesen Voraussetzungen habe ich nun folgende Aufstellung für besagte Klasse gewählt:

1. Im Padlet mit Passwort gibt es alle konkreten Aufgaben inkl. AH-Seiten ohne Ausdruckpflicht, da alles aus Papier von der Schule gestellt wird. Außerdem finden sich hier freiwillige digitale Aufgaben wie das kollaborative Winter-ABC mit Zumpad. Nicht zuletzt gibt es hier org. Informationen für die Eltern und Grüße von mir bzw. Zebra Franz inkl. Fotos.

Franz liest schon fleißig in der Ganzschrift!

2. Analoge Arbeitsmittel: die Kinder haben ihr AH zuhause und bekommen dazu pro Woche ein paar Seiten zu bearbeiten. Da wir bislang nichts gemeinsam besprechen konnten, habe ich die Wiederholung und Festigung der Wortarten gewählt – so üben sie diese Woche z.B. verschiedene Aspekte von Nomen. Um ein bisschen Hilfe anzubieten, habe ich erstmal zwei einfache Erklärvideos hergestellt*, die hoffentlich die beiden Stolperstellen bewältigen helfen. Sie sind so kurz, dass sie gut auf das Padlet hochgeladen werden konnten.
Fürs Lesen haben meine Kollegin und ich eine Lektüre ausgewählt, die von einem Lesetagebuch begleitet wird und für die ganze Distanzzeit bis Ende Januar aktuell ist. Je nach Leistungsstand haben einige Kinder ein leichteres Buch bekommen als andere. Mit dem Lesetagebuch hat die Lese-Kollegin dann im Februar direkt auch ein Mittel zur Leistungsbeurteilung in der Hand. und ja, ich weiß, dass das natürlich auf Distanz weniger aussagekräftig ist als in Präsenz!

3. Üben im digitalen Universum: Antolin, die Lesequizseite von Westermann, ist bei uns in der Schule jahrelang etabliert und den Kindern nach einem Schuljahr intensiver Nutzung im Zweiten gut bekannt. Hier kann freiwillig gearbeitet werden, z. B. zur Lektüre.
Dann haben wir seit Sommer eine Schullizenz für die App Anton. Diese Klasse hat bislang noch nicht damit geübt, aber viele Eltern dürften das mit der Anmeldung gut hinkriegen. ALso haben wir, vor allem für Mathe und den Bereich Grammatik/Rechtschreibung hier eine weitere Übungsmöglichkeit. Zusätzlich kann ich als Lehrerin in der App sogar sehen, ob es Schwierigkeiten mit einer Übung gibt und das Kind entsprechend beraten.

4. Videokonferenzen – ein heißes Thema… Seit Ende November ist unsere Schule im Besitz eines IServ-Servers, auf dem auch ein Videokonferenzmodul vorhanden ist. Dummerweise haben wir es vor der Aussetzung der Präsenzpflicht bzw. dem Distanzunterricht nicht mehr geschafft, die Kinder mit den Onlinefunktionen des Servers vertraut zu machen. Mit insgesamt drei Klassen versuchen wir es aber nun dennoch auf Distanz und schauen, wie viele Kinder den Weg „hinein“ finden. Jedes Kind hat eine Begrüßungsmail von mir im Postfach und kann sich zu festen Terminen in die Klassen-VK einklinken, die ich anbieten werde (Termine im o.g. Padlet). Auch hier herrscht Freiwilligkeit. Ich bin gespannt, wie das klappt.

5. Geduld und Loslassen. Das muss ich ein bisschen mehr lernen und einfach mal abwarten, was nun in den ersten tagen auf Distanz so passiert. Noch sind wir beim organisatorischen Kleinklein wie fehlenden AH und Notbetreuung, aber spätestens morgen geht es los. Mal sehen, wie sich das ganze Konstrukt entwickelt.

Herzliche Grüße
Katha

* Hier war für mich der BookCreator auf dem iPad das Mittel der Wahl. Eine Kombi aus Text und Handschrift mit eingesprochenen Erklärungen, dann Export als Video.

Winter-ABC als digitales Klassenprodukt auf Distanz

Frohes neues Jahr – sogar mit Schnee!

Vor einigen Jahren habe ich (weit vor Corona ganz selbstverständlich in Präsenz) mit meinen Vierern ein winterliches ABC verfasst, mit dem auch die grammatische Struktur des Nebensatzes geübt wurde. Zum Glück ist dies eine der Aufgaben, die sich recht gut in die Distanz hinüberretten lässt mit Hilfe eines Etherpads.

So sieht es nun in der Vorarbeit aus. Die Anweisung ist so knapp, da die Übung mit meinen LAA durchgeführt wird; für die Kids wäre sie etwas länger…

Was ich dafür tun musste? Wenig!
1. https://zumpad.zum.de öffnen und mir einen Namen für mein Etherpad überlegen (Achtung: Großschreibung ist hier fürs Wiederfinden wichtig!)
2. Meine oben zu sehenden ersten Einträge machen – in diesem Fall habe ich bis Z alles eingetragen zur Übersichtlichkeit.
3. Den Link zum Etherpad mit den Lernenden teilen.

Nun kann jede*r mit dem Link zum Etherpad auf der Seite schreiben. Jede neue Person erhält eine andere Farbe in der Hinterlegung. Wenn alle sich ganz oben rects (nicht mehr oben im Bild zu sehen) mit ihrem Namen eintragen, kann man nachher auch zuordnen, wer was geschrieben hat.
Wichtig ist die Absprache, dass nichts gelöscht wird, da Schreibrecht eben auch bedeutet, dass theoretisch eine Person alles löschen könnte.

Etherpads kann man über verschiedene Anbieter anlegen. Sie funktionieren alle gleich. Ich nutze gern die Zumpads der Zentrale für Unterrichtsmedien (ZUM). Wer sich darüber hinaus für weitere kollaborative Tools interessiert wie z.B. Tabellen, dem empfehle ich die Übersicht mit Hinweisen von Nele Hirsch vom eBildungslabor hier (Etherpads) und hier (weitere Ideen nach dem Etherpadprinzip).

Mit winterlichen und distanzierten Grüßen
Katha

Adventskalender in Moodle / LogineoLMS

Im ZfsL arbeiten wir seit einem guten Jahr mit Moodle als LMS (also LernManagementSystem), auf dem ja auch LogineoLMS basiert. Angeregt durch verschiedene Vorlagen aus dem #TwitterLehrerzimmer habe ich soeben den Adventskalender für unsere LAA und meine FL-Kolleg*innen vollendet und freue mich jetzt schon diebisch!

Screenshot des Kurses

So sieht es jetzt mit der freundlicherweise von Claudia Schwemmers zur Verfügung gestellten Vorlage aus. Momentan passiert noch nichts, wenn man auf die Zahlen klickt, aber hinter jedem Feld („Grid“) verbrigt sich ein Link, eine Aktivität usw.
Jeden Tag ab dem 01.12. werden nun automatisch ohne mein weiteres Zutun die Nettigkeiten hinter den Zahlen freigegeben und bringen hoffentlich etwas Freude.

Wer Interesse hat, darf sich gern melden, da die Vorlage unter CreativeCommons-Lizenz steht:

Lizenzangabe

Wenn ihr ganz großes Glück habt, nehme ich euch auch noch mit im Advent. Mal sehen, ob ich das noch schaffe, alles hier für den Blog umzubauen…

Macht es gut und bleibt gesund!!!
Katha

Allzweckwaffe Biparcours (Actionbound)

Immer mal wieder werden von Lehrkräften Apps gesucht, die man „unbedingt auf Schultablets haben muss“. Eine davon ist für mich die App Biparcours, die für Bildungseinrichtungen in NRW kostenfreie* baugleiche Version von Actionbound.

Die Logos der Apps Biparcours & Actionbound – zu finden online, in Appstore und Playstore

Beide Apps sind ursprünglich für digitale Schnitzeljagden gedacht und dafür auch wunderbar geeignet. Solche Rallyes können aber längst nicht nur interessant für den Sachunterricht sein – es gibt viele tolle Anregungen auch für den Sprachunterricht zum Beispiel. Einige davon möchte ich hier mal anreißen. Diese Ideen stammen nicht alle ursprünglich aus meinen Gehirnwindungen, sondern haben sich dort aus vielen Anregungen aus Fortbildungen, Gesprächen und dem #TwitterLehrerzimmer zusammen gesammelt – sollte sich irgendwer „beklaut“ fühlen, dann bitte gern melden und ich nehme die Credits hier sofort auf!

0. Organisatorisches
Beide Apps können auf mobilen Geräten zum Spielen eines Parcours bzw. Bounds genutzt werden. Das Anlegen der Aufgaben geht im Browser, wo man sich dann mit seinen Daten anmeldet. Öffentliche Parcours können dann von Jedem gefunden und gespielt werden, aber man kann sie auch als „geheim“ speichern, so dass man nur über einen QR-Code Zugriff bekommt. Ebenfalls einstellbar ist es, ob die Reihenfolge der Aufgaben fest steht oder zufällig ist.
Im Lehreraccount kan man sog. Sub-Accounts einrichten: die SuS müssen sich dann nicht selbst auf der Homepage registrieren (Datenschutz) und die Aufgaben aus allen Sub-Accounts können von der Lehrkraft in ein Endprodukt überführt und geordnet werden.
Aufgabenformate sind offene Fragen, Multiple-Choice-Fragen, Sortieraufgaben, Schätzaufgaben, Foto-Hochladeaufgaben und andere. Es gibt eine Navigationsfunktion, wenn Teilnehmer an einen bestimmten geografischen Ort geführt werden sollen.
Für jede gelöste Aufgabe gibt es Punkte, deren Wert der Ersteller festlegen kann. Auch Einstellungen zum Weiterkommen sind möglich. So sieht beispielsweise eine Aufgabe im Editor aus:

Der Parcoursersteller kann am Ende alle Lösungen einsehen und die Punktestände vergleichen sowie als Aufgabe hochgeladene Bilder einsehen. Die Teilnehmer sehen nur Ihre Platzierung anhand der Punkte.

1. Sachunterricht
Geografische Themen lassen sich mit Parcours bzw. Bounds hervorragend umsetzen, besonders die lokalen Aspekte im „Heimatkundeunterricht“. So können die Kinder mit einem mobilen Gerät mit der App drauf bestimmte Orte aufsuchen, dort Aufgaben oder Rätsel lösen, Fotos machen etc. Die Navigation kann dabei ebenso geübt werden wie das Lesen, das genaue Hinschauen und nebenbei lässt sich eine Menge über den eigenen Ort lernen.
Reizvoll ist es aber auch, die Kinder selbst Fragen und Aufgaben bzw. Stationen für einen Parcours erstellen zu lassen. So, wie bislang Zeitschriften über den eigenen Ort verfasst wurden, Reiseführer, Plakate oder Ähnliches, können einzelne Partnerteams oder Gruppen zu Unterthemen Aufgaben ausdenken, die dann zu einem Parcours zusammen geführt werden und von allen gespielt werden können.
Hier wird klar, dass Parcours nicht nur räumlich, sondern auch thematisch aufgebaut werden können und sich wirklich gut mit Bewegung verknüpfen lassen.

2. Deutsch (Sprachen)
Aufgaben zu einer Lektüre oder anderen ergiebigen Texten können statt auf Papier auch in Biparcours umgesetzt werden – dazu werden dann zum Beispiel verschiedene Fragen und andere Aufgabentypen im Schulgebäude verteilt (wenn nicht grad verschärfte Hygieneregeln gelten..), wo sie gefunden und gelöst werden können.
Zum Ausbau des Wortschatzes können z.B. durch Fotos in der App Orte vorgegeben werden, die die Kinder aufsuchen sollen, um dort Dinge zu finden (Multiple Choice) oder zu benennen (Freitext). ANdersherum können Begriffe vorgegeben werden, zu denen die Kinder ein passendes Foto hochladen müssen.

3. alle Fächer
Grundsätzlich bieten die beiden Apps die Möglichkeit, dass Kinder beim Lernen in Bewegung kommen und ein Schulgebäude, Schulgelände oder Dorf zum Lernort wird. Wenn mit QR-Codes gearbeitet wird, lassen sich Aufgaben überall verteilen und reale Gegenstände, Orte oder Erlebnisse finden Eingang in ein Lernen, das am ehesten mit Stationenlernen oder einer Lerntheke vergleichbar wäre.

4. Ankommen und Kennenlernen
Wenn ein neuer Ort (neue Schule etc.) zum Lernort wird, bietet es sich an, ihn genauer kennenzulernen. Auch dies kann mit Biparcours/Actionbound motivierend umgesetzt werden. Lehrkräfte oder ältere Schüler*innen erstellen ein Angebot für die Neuen. Diese erkunden dann mit Hilfe der Aufgaben in kleinen Gruppen Gebäude und Gelände und kommen so an alle relevanten Orte, die sie kennen sollten. Wir haben dies z.B. für die neuen LAA in unserem ZfsL am Medientag genutzt.
Auf der Ebene des Kollegiums sind die Apps auch ein guter Begleiter: unseren letzten Kollegiumsausflug durch die Nachbarstadt haben wir mit Actionbound auch ziemlich aufgepeppt und ohne große Vorträge oder alle zusammenrufen zu müssen, viele Inhalte vermittelt bzw. die Kolleg*innen zu kleinen Aufgaben motiviert. Analog wäre dies für Wandertage oder Abschlussfeiern denkbar.

Ich würde euch raten, einfach mal in der App zu stöbern, welche Parcours bzw. Bounds es in eurer Region gibt und einfach mal etwas auszuprobieren. Einige Ergebnisse aus Schulen sind ja bereits online und können als Inspiration dienen.

Viel Spaß beim Testen wünscht
Katha (die für diese Werbung natürlich kein Geld oder sonstwas bekommt!)

* Actionbound kann als Privatperson kostenfrei genutzt werden, ist für den institutionellen Einsatz aber kostenpflichtig. Für Menschen aus nordrheinwestfälischen Bildungseinrichtungen ist Biparcours nach Anmeldung kostenfrei nutzbar – es ist baugleich und nur in anderen Farbtönen gehalten…

Programmieren mit Spaß und Lego

„Bei Gewinnspielen gewinne ich nie was!“, sagt meine Schwiegermutter immer. Sie spielt halt auch nie mit… Ich tu das öfter mal und hab vor Kurzem wieder richtig Glück gehabt: Bei der Gesellschaft für digitale Bildung habe ich auf Twitter an einem Gewinnspiel teilgenommen und eine Box von Lego Education mit dem Spike Prime gewonnen. Jippie!

Dieses Legoset ist nicht nur (aber auch) zum technischen Bauen gedacht, sondern vor allem für den handelnden Einstieg ins Programmieren. Nach Anleitung oder frei können Roboter, Fahrzeuge, Tiere oder andere Dinge gebaut und mithilfe der drei Sensoren und drei Motoren aktiviert werden. Alles wird an einen sog. Hub gesteckt, in dem ein Bluetooth-Sensor steckt und auf dem das Grundprogramm installiert ist. Wir mussten zwar beim ersten Benutzen mehrmals ein Update über Kabel aufspielen, aber dann lief alles auch kabellos. Am bequemsten war für uns die Steuerung über ein Tablet, für die Updates war aber das Notebook mit Kabel besser. Hier sieht man, was alles im Set enthalten ist:

In der App gibt es verschiedene Vorschläge, was gebaut werden kann:
Lego1

Dazu wird entweder am PC/Notebook oder am Tablet ein Programmcode geschrieben, der zu den verwendeten Bauteilen passt. Hierzu werden wenn-dann-Aktionen festgelegt -so wie „wenn der Farbsensor gelb sieht, dreht sich der Motor an Steckplatz A 5 Mal“. Für den Code kann man entweder Python verwenden oder aber mit Textblöcken arbeiten, was für Anfänger der empfehlenwertere Weg ist. So sieht die blanke Programmierfläche dann aus:
Lego2
Man kann dann links die einzelnen Blöcke für Aktionen, Sensoren oder Motoren auswählen und kombinieren. So kann es dann zum Beispiel aussehen, wenn man Blöcke angepasst hat:
Lego3

Momentan probieren der Möppel und ich verschiedene Baupläne aus und tasten uns ans Programmieren heran. Da ich bei fobizz dieses Jahr schon die „Zusatzqualifikation Informatische Grundbildung“ mitmachen konnte, bin ich in dieser Hinsicht nicht mehr ganz unbeleckt. Ich kann jeder/jedem nur empfehlen, sich mal mit ein paar Programmierübungen auseinanderzusetzen – das Thema gewinnt in der zunehmend durch Algorithmen bestimmte Welt auch in der GS zunehmend an Bedeutung!

Was mich an dem Lego Education-Set hier freut ist die Möglichkeit, die Programmierung durch die Bluetooth- oder Kabel-Verknüpfung mit dem Hub wirklich aktiv getestet werden kann. Das ist schon noch etwas cooler als die rein optischen Animationen, die man bei TurtleCoder, Scratch oder anderen Onlineangeboten nutzen kann (auch wenn die für die Schule natürlich super, weil kostenlos sind). Außerdem kann man natürlich bereits vorhandene Legosteine, -räder etc. auch mit den Teilen aus diesem Set verwenden, denn Lego ist ja Lego. Da bietet sich schon eine Menge Raum für Kreativität!

Ich freu mich noch ein Weilchen und geh jetzt nochmal bauen…
Eure Katha

 

 

 

Digitale Unterrichtsvorbereitung

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Photo by Kari Shea on Unsplash

Inspiriert von der wunderbaren Frau Locke, die wiederum durch eine Instagram-Challenge inspiriert wurde, möchte auch ich heute mal beschreiben, welche digitalen Hilfsmittel ich zur Vorbereitung meines Unterrichts bzw. meiner Fachseminararbeit nutze.

1. Ausstattung (Hardware)
Schon immer nutze ich privat ein Notebook mit aktuellem Microsoft Office. An zusätzlicher Hardware gibt es nur einen Drucker mit Scanfunktion; eine Webcam ist im Notebook enthalten. In den letzten Jahren habe ich mit unserem Familien-iPad auch schon ein bisschen herumprobiert und ergänze durch dieses vor allem kreative Aspekte.

Da ich ja in zwei verschiedenen Institutionen tätig bin, plane ich auch zweigleisig für zwei verschiedene Austattungen:
In der Schule gibt es bislang anderthalb Computerräume sowie eine inwzischen flächendeckende Beamerausstattung plus Notebooks in den Klassen. Für dort kann ich also alles einplanen, was entweder ich präsentiere oder die Kinder an einem Desktop-PC tun können (Online-Aufgaben, Textverarbeitung, Recherchelinks…). Eine Ausstattung der Lehrkräfte mit mobilen Dienstgeräten ist in Vorbereitung.
Im ZfsL (Studienseminar) stehen große Präsentationsdisplays, die ich kabellos oder mit Kabel vom Notebook aus zum Präsentieren nutzen kann. Außerdem haben wir dort bislang einen Koffer mit iPads. Auch hier warten wir auf Dienstgeräte für die Deutsch-Mathe-Fachleitungen.

2. Ausstattung (Software)
Meine unverzichtbaren Programme sind immer schon Word und PowerPoint*. Ersteres für alle Textarbeiten und die meisten Arbeitsblätter. Zweiteres natürlich für Präsentationen (ZfsL), aber vor allem auch für viele grafische Kleinigkeiten: ich kann darin Formen schnell nutzen, verschieben, ausrichten, kombinieren und so. Die Greenscreentechnik aus dem FakeNews-Beitrag letztens kann ich zum Beispiel dort auch schnell umsetzen: beide Bilder einfügen, anordnen, gemeinsam als neue Grafik speichern…
Jedem, der diese und andere Programme regelmäßig für ähnliche Arbeiten nutzt, dem empfehle ich dringend, sich mit den bestehenden Tastaturkürzeln vertraut zu machen – außer strg+c, strg+v und strg+x gibt es da noch eine ganze Menge weitere! Vor allem am Notebook beschleunigt man sein Arbeiten so enorm. Für alle wiederkehrenden Dinge kann man teils auch selbst solche Shortcuts anlegen – ich habe mir z. B. in der Symbolbibliothek in Word für die von mir häufig genutzten Pfeile oder Ankreuzkästchen Shortcuts eingerichtet, so dass ich z. B. über strg+k direkt in Kästchen im Text habe. Weitere Tipps: Windowstaste und Punkt drücken zeigt mir eine Emoji-Tastatur an und wenn man Großschreibtaste, Windowstaste und S drückt, kommt man direkt in das Ausschneidetool (früher Snipping Tool), mit dem man z.B. die in diesem Artikel genutzten Bildschirmausschnitte superschnell herstellt.
Nicht zuletzt sollte man sich alle regelmäßig genutzten Programme unten am Bildschirm in der Toolbar ablegen, um schnell darauf zugreifen zu können:
Toolbar

Außer Office habe ich nur Freeware auf meinem Notebook: Freemind zum Beispiel, eine Mindmapping-Software. Außerdem TinyPic, einen Bildverkleinerer oder oCam, ein Screencastprogramm zum Aufnehmen des Bildschirms für Erklärfilme. Diese verarbeite ich dann mit MovieMaker, einem Windows-Tool (analog gibt es auf dem Mac iMovie).
Ein pdf-Tool zum Kombinieren oder zerteilen von pdf-Dateien habe ich in pdf24 gefunden. Durch die zur Zeit häufigere Arbeit mit Videos ist noch Handbrake zum Verkleinern hinzugekommen.

An der Arbeit mit OneNote als Planungshilfe versuche ich mich momentan. Der Charme liegt ja darin, dass ich unterwegs auf dem Tablet auf alles zugreifen kann genauso wie zuhause am Notebook. Wer hier auch probieren mag, kann sich zum Beispiel bei https://onenote-fuer-lehrer.de/ schlau machen.

Nicht zuletzt nutze ich im Seminarkontext mit einigen Kolleginnen Microsoft Teams, das nun in Zeiten der Distanzausbildung auch an unsere LAA herausgeht, damit wir gut miteinander videochatten können.

3. Was ich so plane
Ihr kennt ja inzwischen viele meiner AB und meinen Stil dafür. Mit Word komme ich deshalb hervorragend zurecht und weiche für AB mit etwas mehr Formen bzw. für Spielkarten und so was auf Powerpoint aus.

Außerdem habe ich immer schon gern Hilfen genutzt, um Schüler*innen schneller zu bestimmten Internetseiten zu lotsen. Früher konnte ich in der Schule noch Tabs in unserem Browser setzen, mit denen man zumindest zu den häufiger gebrauchten Seiten kommt. Da das nicht mehr geht und sowieso nicht jede*r ein Schulnetzwerk hat und man ja nicht für jede einmal zu nutzende Seite einen Tab einrichtet, nutze ich gern Dokumente mit Links drin: einfach zuhause die URL der gewünschten Seite kopieren und in Word einfügen, dann Leertaste tippen und der Link wird zum Hyperlink. Nun kann man dazu noch etwas schreiben, wenn man will und das Dokument auf den Schul-PC packen (Netzwerk, Dateiverteilung, USB-Stick…). Durch Anklicken des Links in der Datei kommen die SuS nun genau dahin, wo sie hinsollen. So kann man wunderbar z.B. mehrere Seiten mit passenden Infos über ein Tier zuhause sammeln und die Kinder können genau diese Seiten durcharbeiten. Eigene Recherche mit Suchmaschinen kommt natürlich noch dazu, bevor jetzt jemand unkt..
Sollten wir wirklich Tablets bekommen, dann kann man dies sehr schön durch QR-Codes lösen.

In den letzten Jahren habe ich viele Fortbildungen wahrnehmen können und dabei diverse „Tools“, wie es so schön heißt, kennengelernt. Ein häufig genutzter Favorit ist Padlet (s. hier), ebenso die auch kollaborativ nutzbaren Etherpads wie zumpad.

In meiner Vorbildfunktion sowohl für die SuS als auch für die LAA habe ich gelernt, Wert auf Urheberrechte zu legen und mich auch mit der Recherche von Bildern in diesem Sinne mehr anzustrengen. Die Google-Bildersuche bietet dafür eine sehr einfache Unterstützung, die man auch GS-Kindern schnell beibringen kann:
Bildersuche
Die Einstellung „Zur Wiederverwendung gekennzeichnet“ liefert mir Bilder, die ich unter Angabe der Quelle z.B. hier oder auf einem AB verwenden kann.
Außerdem habe ich mir frei zur Verfügung gestellte Grafiken wie die von Frau Locke oder den Mompitzen heruntergeladen und nach Autor in Ordnern abgelegt, damit ich immer direkt die Quelle angeben kann.
Grafiken

Mmh, nun ist es doch ein bisschen lang geworden hier heute… das Fokussieren fiel mir etwas schwer, da so vieles bei mir am PC Hand ind Hand geht. Solltet ihr den Wunsch haben, dass ich irgendwas nochmal vertiefe, dann kommentiert oder mailt mir das gern.

Herzliche Grüße
Katha

*Natürlich kann man auch OpenSource-Software wie LibreOffice nutzen – mir persönlich sind da die Funktionen aber zu eingeschränkt bzw. zu umständlich zu erreichen. In der Schule muss ich damit arbeiten und ärgere mich oft darüber, dass ich meinen gewohnten Workflow bei Weitem nicht erreiche. Allein die Dropdown-Menüs in LibreOffice machen mich wahnsinnig.