Einsicht

Und gleich noch eine Anekdote hinterher, diesmal aus dem Textverarbeitungskurs im dritten Schuljahr.
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In der dritten Textstunde dürfen die Kinder einen zuvor abgetippten Text nach ihren Wünschen formatieren und bekommen dazu vorab von mir eine kurze Einweisung in die Basics des Formatierens (Schriftart und -größe, fett/kursiv/unterstrichen). Ich formatiere am Beispieltext, die Kinder folgen recht gebannt meinen Tun via Beamer.

Plötzlich bricht es aus einem der Drittklässler heraus: „Aaah! Jetzt weiß ich, wie Lehrer Arbeitsblätter machen!“

Auch mal ne wichtige Einsicht, oder???

Beste Grüße,
Katha

* Entschuldigt das bescheidene Foto – dieses Whiteboard spiegelt IMMER!!! Und nein, das ist nicht die Beameransicht – die Leinwand hängt links daneben. 🙂

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Animationsfilm-AG

Im abgelaufenen Schulhalbjahr kam ich wie die Jungfrau zum Kinde plötzlich zu einer ungeplanten AG-Stunde, die ich frei füllen durfte. Nachdem ich schon einige Monate zuhause eine Dokumentenkamera von HUE inklusive passender Animationssoftware liegen hatte, bot sich die passende Gelegenheit, das System endlich mal auszuprobieren. Bislang war das daran gescheitert, dass man mit einer normal großen Klasse ja kaum gemeinsam an einer Kamera bzw. einem PC arbeiten kann, ohne endlosen Leerlauf oder Wartezeiten bei den Kindern zu produzieren.

Nun also 6 Kinder aus zwei vierten Klassen als Versuchskaninchen. Und eine Lehrerin, die sich am heimischen PC mit der Software zum Animieren vertraut gemacht hatte. Und da lag schon der erste Fehler: an meinem Notebook lief die Kamera ganz easy im plug-and-play-Modus. In der Schule lief, nachdem endlich über den IT-Service die Installation geklappt hatte, das ganze System nur stockend. Wir haben in der gesamten Stadt ein von der Stadt als Schulträger bestehendes sehr geschlossenes System, bei dem Installationen von gekaufter (bzw. in diesem Fall zum Testen zur Verfügung gestellter) Software nur über den IT-Service möglich ist und dummerweise nicht immer alles so läuft wie auf dem privaten PC. So gingen erstmal zwei AG-Stunden drauf, bis die Technik so richtig mitspielte. Die nutzten wir dann statt zum Kennenlernen der Software zur…

I. Vorbereitung
Als Einstieg in das „Animationsfilmen“ schaute ich mit den Kindern die Doku der Sendung mit der Maus über das Entstehen von „Shaun das Schaf“: ARD Mediathek. Sie fühlten sich zwar schon ein bisschen zu cool für Shaun, fanden den Prozess des Filmens aber schon sehr spannend.
Im Anschluss überlegten wir, wie wir Figuren schaffen oder nutzen könnten und landeten fix bei Lego oder Playmobil.
Nun folgten endlich ein paar „Fingerübungen“ mit der Kamera und der Software auf einem Schulnotebook sowie einigen Legofiguren. Immer zwei Kinder stellten mit den Figuren eine kurze Szene dar und nahmen die Bilder dazu auf. Schnell zeigte sich, dass die HUE Animationssoftware wirklich intuitiv zu bedienen ist und die Kinder direkt selbst die Verantwortung fürs Gestalten, Aufnehmen und auch Löschen der Bilder übernahmen.

II. Planung
Als die Kinder ungefähr überschauen konnten, wie lange man für eine Szene braucht, giben wir an die Planung eines kleinen Films. Ich gab eine Tabelle an die Kids, in die sie Inhalt, Kulisse, Requisiten und Figuren eintrugen. Nach einigem Hin und Her legten wir fest, dass alle Entwürfe zum Tragen kommen sollten und entschieden uns für eine Aneinanderreihung von Traumsequenzen, in denen zwei Hauptfiguren (Junge und Mädchen) in verschiedene Kulissen springen und dort etwas erleben. Namen wurden gefunden und die Playmobilfiguren ausgewählt; das Mitbringen von möglichen Requisiten besprochen.

III. Kulissen
Aus Tonkarton, mittig gefaltet, wurden die Kulissen für die einzelnen Szenen gestaltet:

Im Nachhinein betrachtet haben wir uns hier deutlich zu viel Zeit gelassen und etwa drei AG-Stunden verbraten. Es hätte noch einfacher sein dürfen und nicht mehr als eine Stunde… Je einfacher der Hintergrund ist, umso weniger Probleme kann er durch Verruckeln verursachen!

IV Filmen
Je AG-Stunde mussten wir eine Szene abfilmen, haben wir festgestellt. Einmal mussten wir wegen meiner Verspätung nach einem Klassenausflug eine Szene abbrechen und haben es partout in der Folgewoche nicht geschafft, die Kulisse und Kamera wieder richtig auszurichten. Da hieß es nochmal filmen oder Sprung im Bild in Kauf nehmen – beides blöde Optionen…
Wir stellten die Kulissen gegen Kisten und klebten sowohl Kulisse als auch Kamera jede Woche am Tisch fest, damit es hier beim Filmen keine Verschiebungen gibt. Außerdem sollte man auf gleichbleibendes Licht achten – bei uns standen manchmal Kinder zwischen Tisch und Fenster und manchmal nicht, was zu sehr falckernden Eindrücken führte.
Wie schon erwähnt, lief das Filmen an sich echt unproblematisch. Die Kinder haben es gut hinbekommen, dass Figurensteller (also die zwei für die Szene verantwortlichen Kinder) und die Kamerakinder klare Absprachen fanden, wann die Finger aus dem Bild mussten und wann sie wieder rein durften. Wir haben meist mehrere Fotos in Folge gemacht, um die Szene zu verlängern.
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1. Figuren stellen (Klebeknete hilft hier sehr!) und die Kamera am Notebook „auslösen“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IMG_01242. in der Software sieht man links das letzte aufgenommene Bild und rechts das selbe, das mit dem aktuell durch die Kamera zusehenden Bild überlagert wird. So kann man direkt sehen, wie weit man die Fuguren bewegt hat und ob alles stimmig ist.

 

 

Man sollte unbedingt beim Weiterarbeiten immer in der gespeicherten Datei ansetzen, da sich das spätere Zusammenfügen mehrerer Filme im HUE Animation schwierig bis unmöglich gestaltete. Vielleicht war ich auch nur zu blöd, aber es klappte einfach nicht.

V Figuren
In fast allen Szenen spielten neben unseren Hauptfiguren Tom und Tina nur Playmobilfiguren mit, da so die Größenverhältnisse am besten passten. Im Unterwasserlabor war es dann Lego, da eben dies bei einem Schüler vorhanden war. Da es ja aber Traumsequenzen waren, fanden wir das nicht so schlimm – die Figuren dort waren ja eh sehr fantasievoll.
Außerdem kamen einige Spielzeugautos meiner Söhne zum Einsatz, eine Schaumstoffpuzzle-Freiheitsstatue, einige Plastiktiere und diverses Themen-Lego.

Fazit
#edufuckupnight – so hat Florian Emrich vor Kurzem zum Bloggen auch von Misserfolgen aufgerufen. Unter genau diesen Hashtag würde ich meinen AG-Versuch auch stellen. Technische Probleme und eine viel zu große Planung führten dazu, dass wir mit unserem Film nicht so richtig fertig wurden und ihn am Ende auch  nicht zusammenhängend schauen konnten. Es war sicher keine komplette Pleite, da sie Kinder einige Fachbegriffe zum Filmen gelernt haben und prinzipiell jetzt wissen, wie man einen Animationsfilm herstellt. Außerdem übten wir das Finden von Kompromissen und eine gewissen Frustrationstoleranz gegenüber nicht funktionierender Technik. Das eigentliche Ziel aber, am Ende einen Film gemeinsam anzusehen und ihn den ganzen vierten Klassen vorzuführen, habe ich nicht erreicht, was mich sehr ärgert.
So bleibt nur der Plan, beim hoffentlich irgendwann im Stundenkontingent nochmal möglichen zweiten Anlauf noch konsequenter auf dieses Ziel hinzuarbeiten.

https://huehd.com/wp-content/uploads/2015/01/HUE_ANIMATION_BOOK_GREEN.pngAm Ende muss ich aber definitiv noch ein Dankeschön an HUE dafür loswerden, dass mir die Kamera und Software zur Verfügung gestellt wurden. Es war eines der ersten Produkte, das ich als Bloggerin testen durfte und ich nehme es wohl hin, „Opfer“ von sog. Influencern geworden zu sein. Der Einblick in Medien, die ich sonst über den Schuletat sicher nicht versuchsweise hätte anschaffen können, rechtfertigt das für mich genügend.

Beste Grüße,
Katha

Medienkompetenz fördern

… das schreiben sich ja inzwischen wohl die meisten Landesregierungen und infolgedessen auch die Verlage auf ihre Fahnen. Ich beschäftige mich seit meiner Ausbildung immer mal wieder mit dem Thema (als Medienbeauftragte ist das ja auch mein Job), finde aber, dass sich Vieles wiederholt oder etwas altbacken ist. Entsprechend lustlos nahm ich die in meinem Fach gefundene Broschüre des MekoKitaService in die Hand, den das Landesinstitut für Medien LfM auf die Beine gestellt hat:
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ich würde hier nicht darüber schreiben, wenn ich nicht positiv überrascht gewesen wäre über diese kleine Publikation, die als Werbung für den neuen Newsletter gilt. Ein paar schöne handfeste Ideen fanden sich darin, die über das Übliche hinausgehen. Fototricks zum Beispiel oder Videodrehideen. Auch Material für die Elternarbeit wird angeboten und Planungshilfen. Hier mal Eindrücke:

Fazit dieses Posts: Ich habe mich direkt mal für den Newsletter angemeldet, werde mindestens eine der Ideen einfach mal im Kunstunterricht ausprobieren und kann das Projekt vorerst einfach nur empfehlen.

Katha

Ein neues Lieblingsbuch …

… ist heute bei mir angekommen: Stecker raus und aus die Maus von Ann Droyd. Darauf gestoßen bin ich im Lesebuch Jojo für die Klasse 2, das ja jedes Themenkapitel mit dem Auszug aus einem Kinderbuch beginnt. In den Handreichungen habe ich zu diesem System schon empfohlen, die Bücher für die Schul- oder Klassenbibliothek dann zu bestellen, damit man auch mal weiterlesen kann. Nun habe ich selbst diese Idee auch mal umgesetzt und die ersten Bücher gekauft: Ella in der Schule von Timo Parvela (sehr lustig!) fand ich kürzlich auf dem Flohmarkt und eben das oben genannte…

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Hier geht eine Großmutter sehr resolut gegen die Technik vor. Hört sich komisch an, ist aber so. Und umheimlich lustig gereimt. Ich liebe es jetzt schon. Mal sehen, wann ich es mal in der Schule unterbringen kann.

Manchmal, habe ich dabei festgestellt, findet man übrigens bei ebay Sonderposten bzw. „preisreduzierte Mängelexemplare“, an denen ich irgendwie nie einen Mangel finde außer dem Stempel, dass es einen Mangel hat.

Katha

Der Kommentar-Spuk

Liebe Kommentatorinnen, Loberinnen, Fragerinnen und Anregerinnen,
Seltsames ist passiert: Als ich eben meine Fotogalerie updaten wollte, entdeckte ich in meinem Dashboard diverse ausstehende Kommentare, die mir WordPress bislang einfach mal nicht gemeldet und angezeigt hatte…

Wenn ihr euch also gewundert habt, warum die doofe Kuh nicht reagiert – ich kann nix dafür! Habe jetzt mal ein paar Antworten verfasst und hoffe, keinen übergangen zu haben!

Nix für ungut,
Katha

Ritterliche Links

So, langsam aber sicher naht das Ende der Rittereinheit. Zwei Übungs-Wiederholungsstunden gibt es noch und dann ganz klassisch einen Test.

Um das Resümieren etwas aufzulockern, dürfen die Kids noch ein paar Übungen online machen, die die behandelten Themen ganz gut aufgreifen. Vielleicht ist ja für euch auch etwas Passendes dabei…

Auf http://spiel.tivi.de/ruestung_waffen_mod/index.swf kann man den Ritter schrittweise anziehen und Ritter im Laufe des MA betrachten (siehe Grafik von o.g. Seite):
Unbenannt.PNG

Auf http://www.web-kuchi.ch/HotPotatoes/Geschichte/teile_der_burg/teile_der_burg_zuordnen.htm kann man die Teile einer Burg zuordnen. Von der gleichen Grundseite aus kommt man auch zum Beispiel zu einem Lückentext über Turniere (http://www.web-kuchi.ch/HotPotatoes/Geschichte/turnier2.htm) und anderen interessanten Übungen.

Auf http://www.pahaa.de/Testfragen2/Ritter_Burgen.php gelangt man zu einem klassischen Quiz mit Antwortauswahl.

Hoffentlich ruft das alle Themen nochmal etwas in Erinnerung… Denn danach soll die Mindmap bzw. der Cluster, der zu Beginn der Einheit verfasst wurde, ergänzt werden mit all dem neu hinzugewonnenen Wissen. Bin mal gespannt, was dabei herumkommt. Vielleicht kann ich mir die Sache mit dem Test dann ja auch schon sparen?

Ka

youtube im Unterricht!?!

Tja, geht das???

Ich meine: ja. Natürlich findet sich viiiiiiiel Schrott und manches Fragwürdige in dem international bekannten Videonetzwerk. ABER: es gibt auch liebevoll gestaltete Filmchen zu so manchem Kinderbuch und auch Kanäle von Fernsehsendern, auf denen sich Kinderfilme bzw. Serien oder Dokus ansehen lassen.

Auch andere Videoportale oder Bildungsseiten bzw. die Archive der öffentlich-rechtlichen TV-Sender bieten Videos an, die sich hervorragend im Unterricht einsetzen lassen. Beispiele sind wdr-maus.de oder planet-schule.de.
Nutzt doch einfach mal die Video-Suchfunktion der Suchmaschine eures Vertrauens* oder direkt bei youtube.

Im laufenden Schuljahr habe ich bislang Folgendes mit Kindern geschaut:
Im Fach Englisch: The very hungry caterpillar, Funnybones (Night fright) und Eddie the earthworm (alle passend zu den Geschichten, die wir im Englischunterricht gelesen hatten) sowie Peep and the stormy weather (siehe alter Blogeintrag).
In Sachunterricht: eine kurze ZDF-Doku über Ritterturniere von Youtube sowie zwei Filme über das Mittelalter von Planet Schule.

Aber Achtung! Immer erst einmal KOMPLETT selbst schauen, bevor ein Film in den Unterricht geht! Sonst drohen Fettnäpfchen…

Habt ihr auch gute Filme aus dem weltweiten Netz? Empfehlt sie mir und den anderen doch mal weiter!

Ka

* zum Beispiel habe ich begonnen mit der Suche „film grundschule mittelalter“