Pilzzeit II – Pilze im Deutschunterricht

„Leider“ unterrichte ich ja momentan Erstklässler und keine 3. oder 4. Klasse. Mit denen könnte man nämlich lustige Pilznamen erfinden. Wenn ich Namen wie Rissiger Ackerling, Keulenfüßiger Zwergchampignon, Gegürtelter Schönkopf oder Knopfstieliger Rübling lese, bekomme ich sofort das Jucken in den Fingern.
Wie jahrezeitenorientiert könnte man in Deutsch und Kunst fachübergreifend Pilze erfinden und ihnen dem Aussehen entsprechende zusammengesetze und mit Adjektiven versehene Namen geben?!
Allein das Analysieren der existierenden Namen macht ja schon Spaß.
Man könnte in SU auch versuchen, Bilder Namen zuzuordnen.
Oder ein Ratespiel daraus machen, welche Namen wirklich existieren und welche ausgedacht sind…

Ach ja, da ist was drin. Wer Inspiration sucht, kann zum Beispiel hier in der Pilzgalerie mal stöbern oder einfach die bekannten Suchmaschinen oder ganz oldschool ein daheim vorhandenes Pilzbuch konsultieren.

Katha

Schade eigentlich, dass mein liebster Waldwitz nur gesprochen und nicht geschrieben funktioniert: „Warum steht ein Pils/z im Wald?“ – „Weil die Tannen zapfen!“

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Winter-ABC als Klassenprodukt

Nachdem ich im Advent leider nicht mehr zu meiner ABC-Stunde gekommen bin, habe ich stattdessen nun die Zeit nach dem Aufsatz für ein Winter-ABC genutzt.

Zuerst habe ich das Wort WINTER in großen Blockbuchstaben an die Tafel geschrieben und mit den Kindern gemeinsam eine Wörtersammlung zu diesen 6 Buchstaben aufgeschrieben. Also quasi wie ein Akrostichon oder KaWa gearbeitet – Wörter zum Thema mit den vorgegebenen Anfangsbuchstaben.

Danach sollten die Kinder Sätze bilden, die dem Schema „T steht für den Tannenbaum den wir vor Weihnachten schmücken.“ oder „I steht für den Igel, der Winterschlaf hält.“ folgen sollten. Einige Wörter waren ja an der Tafel, sodass zumindest sechs Sätze für jeden hätten drin sein sollen (ich hab aber auch Zettel mit zwei Vorschlägen bekommen…). Ich hab für solche Aufgaben einen Schreibblock auf der Materialliste gehabt, sonst geht natürlich auch Schmierpapier oder das Heft.

Nach dem Start hab ich am nächsten Tag nochmal die Satzstruktur etwas grammatisch betrachtet – Hauptsatz, Komma, Nebensatz, Relativpronomen. Einige meiner Schätzchen hatten durchgängig „weil“ als Satzverbindung gewählt, das war schwer wegzudiskutieren.

Zuletzt hab ich die Vorgabe gemacht, dass jeder mindestens 12 Buchstaben schaffen sollte und die Zettel eingesammelt, abgetippt und dabei etwas grammatisch und ausdrücklich angepasst. U, V, X und Y hab ich dann noch ergänzt, damit das Heft, das darus wird, nicht so leer aussieht. Ich hab mich dazu durchgerungen, schöne Sätze auch dann zu übernehmen, wenn sie nicht mit Relativsatz versehen waren… Ausgedruckt wird dann auf A5, linksseitig gebunden und fertig!

Unbenannt

Für Interessierte gibts hier (Winter-ABC 4b) unser Beispiel und hier (Winter-ABC) die leere Vorlage.

Ka