Our colourful school

Im Rahmen des Projekts „Me and am friends“ mit den Viertklässlern hatte ich quarantänebedingt zeitweise nur eine halbe Klasse vor Ort. So konnte ich nur schwer in die eigentliche Planung einsteigen und habe als Puffer diese Aufgabe genutzt: Our school is colourful. Go and find things with only one colour. Take a photo. Crop it, if necessary.

So tigerten denn die inzwischen etwas erfahreneren 4er mit den Tablets durch die Schule und übers Gelände und versuchten, möglichst monochrome Dinge zu fotografieren. Das ist gar nicht so leicht, aber gut zu schaffen. Vorab habe ich noch an einem Beispiel gezeigt, dass nah herangehen besser für einen Ausschnitt ist als zoomen oder später zuschneiden.

Am Ende schickten alle Kinder ihre Fotos an mein Tablet (was bei iPads ja charmant leicht geht via AirDrop). Ich habe dann alle geeigneten Bilder in der Größe 9-auf-1 gedruckt und auf den vorbereiteten Farbkreis geklebt. Man sieht an unserem Ergebnis, dass es sinnvoller gewesen wäre, die Felder des Kreises anhand der Menge der Fotos erst später festzulegen 🙈…

Das Ergebnis unserer Arbeit steht jetzt im Forum.

Wer mehr als eine doppelstunde zur Verfügung hat, kann natürlich das Schneiden, Sortieren und Kleben auch gut in Kinderhand geben.

Die anderssprachigen Titel fand ich als Ergänzung des bunten, vielfältigen Themas ganz passend und habe versucht, die Sprachen auszuwählen, die Kinder an unserer Schule sprechen.

Katha

Our favourite places @ school

Die Viertklässler bewegen sich langsam aber sicher auf ihren Abschied von der Grundschule zu. Uns bleiben noch 4 Wochen momentan, in denen ich eine vierte Klasse in Englisch unterrichten darf. Durch den Distanzunterricht und das Wechselmodell mussten wir unseren Arbeitsplan für das Fach in allen Jahrgängen umwerfen und so wurden einzelne Themen angerissen oder einfach abgesagt. Um nun nichts zu doppeln (hatte die Klasse seit der 1 nicht…), mache ich einfach ein Thema, das ich für die letzten Wochen passend finde und das eine Menge Potenzial zur Wortschatzwiederholung bietet und das zusätzlich noch ein wenig Medienbildung beinhaltet: „Me & my friends“.

Die Kinder werden sich selbst vorstellen, ihre Freunde ebenso und ein wenig über Freundschaft sprechen und schreiben. Die äußere Form wird ein Buch werden, das jedes Kind von sich selbst mit der App BookCreator herstellt und später als Videoexport mit heim nehmen kann. Somit stehen eine Menge inhaltlicher Themen neben technischen Fertigkeiten etc. – Lehrplan und Medienkompetenzrahmen NRW werden berücksichtigt:

Inhalte/Themen, die wiederholt werden: body, clothes, food, hobbies, toys, school (subjects), pets, family, …
neue Inhalte: Eigenschaften von Personen, Begründungssätze
Medienarbeit: Fotos mit einem Tablet aufnehmen, zuschneiden, in ein Programm einfügen, ein Medienprodukt mit Tonaufnahmen, Text, Bildern und Fotos gestalten, dieses speichern und teilen

In dieser Woche habe ich das Oberthema schonmal begonnen, allerdings war wegen Quarantäne nur die halbe Klasse anwesend. Deshalb habe ich mit den anwesenden Kindern grob am Thema gearbeitet und u.a. den Teilbereich „Our favourite places at school“ in den Blick genommen.

Die Kinder durften dazu mit einem Tablet in der Hand ausschwärmen und ihre liebsten Orte in der Schule und auf dem Gelände fotografieren. Zurück im Klassenzimmer haben wir die Bilder beschnitten (Bearbeiten-Modus in der Foto-App) und über die Airdrop-Funktion an mein Tablet gesendet, damit ich zentral ausdrucken konnte. Außerdem haben die Kinder die AirPlay-Funktion kennengelernt und ihre Bilder über den Beamer allen gezeigt – coronakonform vom Platz aus und mit Abstand. Dazu hatten wir vorab die Sätze „That’s my favourite place.“ oder „My favourite places is the …“ erarbeitet.

Als Vorbild habe ich dann die doch nicht so ganz in meinem Wortschatz verankerten Begriffe wie Hüpfband, Drehscheibe oder Reck mit einem Übersetzungsangebot übersetzt. Dieses sollen die Kinder in den kommenden Stunden selbst auch nutzen und werden deshalb einen QR-Code zu deepl.com in der Klasse ausgehängt bekommen. Spannend war, wie viele der Kids schon Erfahrung damit hatten! Teils nutzten sie es für englisch, teils aber auch für Übersetzungen in ihre bzw. aus ihrer Muttersprache. Der Aspekt, dass die Übersetzungsergebnisse nicht immer 100%ig gut sind, ist somit direkt auch schonmal geklärt.

Das Ergebnis dieser Doppelstunde habe ich dann auf zwei Plakaten festgehalten, die nun als Wortspeicher verfügbar bleiben – denn auch die favourite places können im Buch einen Platz finden.

Viele Grüße und einen guten Endspurt euch allen!
Katha

Meilenstein Medienausstattung

Seit dieser Woche haben wir an der Schule einen weiteren Meilenstein bei der medialen Austattung erreicht: nachdem bereits letzten Sommer in jedem Klassenraum ein Beamer hängt sowie ein raumbezogenes Notebook vorhanden ist, gibt es nun ebenfalls in jedem Raum ein AppleTV, so dass der Beamer auch komplikationsfrei mit den neuen Tablets läuft.

Wichtig war uns, die Räume möglichst einheitlich auszustatten, um Hürden in der Handhabung für die Kolleg*innen möglichsst klein zu halten. Außer, dass es unterschiedliche Beamer gibt, ist uns das nun auch gelungen.

Symbolbild / Photo by Alex Andrews on Pexels.com

Wie das geklappt hat? Wir haben in der Stadt als Schulträger seit vielen Jahren einen Medienentwicklungsplan (inzwischen die dritte Generation). In diesem Rahmen findet jährlich ein Treffen mit Schulleitung, schul. Medienbeauftragter/n und Schulträger statt, bei dem über die aktuelle Ausstattung gesprochen wird. Reparatur- und Austauschbedarf stehen ebenso auf dem Plan wie Wünsche für die zukünftige Ausstattung der Schule.

Natürlich lässt sich solch eine Ausstattung wie unsere nicht innerhalb von Monaten umsetzen – so viel Geld ist wohl in keiner Kommune für die Schulen eingeplant. Aber mit ein bisschen Vorausschauen und einer Idee, wohin es gehen soll, kann man in diesem Rahmen (mit)entscheiden. Und manchmal auch etwas beschleunigen, wenn z.B. Beamer da sind, aber keine Mittel mehr für die Montage – wir haben so einige Beamer selbst unter die Decke gehängt und die kompetente Elektromontage folgt nach und nach. Bis dahin tun es auch Krampen und Kabelbinder…

Oft lese ich davon, dass plötzlich einer Schule interaktive Whiteboards „hingestellt“ werden und niemand etwas damit anfangen kann oder dass Lehrergeräte zugewiesen werden. Da bin ich dann immer ganz glücklich, dass bei uns solche Dinge dialogisch geplant und entschieden werden.

Viele Schulen, in denen ich meine LAA besuche, haben in den letzten Monaten u.a. aus dem Digitalpakt des Bundes Tablets und Whiteboards bekommen, oft als Ersatz für die klassische grüne Tafel. Spätestens nach einem anderthalbjährigen Probleauf mit einem Smartboard hatten wir an meiner Schule die Bestätigung, dass das nicht unser Weg ist. Nun gibt es wie gesagt in jedem Klassenraum einen Beamer, der über der heruntergeschobenen Tafel auf die Wand projiziert, so dass beides auch parallel genutzt werden kann.

In Verbindung mit einem am Pult befindlichen Notebook war der Beamer bislang allerdings auch absolut in Lehrer*innenhand. Mit den neuen Tablets und AppleTVs ändert sich das nun: jedes Kind, das ein Tablet nutzt, kann sein Ergebnis nun direkt an den Beamer senden. Ich kann als Lehrkraft mit der Kamerafunktion des Tablets von überall im Raum aus Bilder, Handlungen … groß für alle sichtbar machen. OHP und Dokumentenkamera sind überflüssig.

Die Gefahr bei den Whiteboards liegt für mich zuerst einmal bei der Lehrerzentrierung, da die Funktion, von Tablets zu übertragen, bislang eher selten genutzt wird. Außerdem bemerke ich, dass z.B. Stundentransparenzen und Arbeitsaufträge mithilfe solch eines Boards vielfach völlig digitalisiert sind, sehr bunt und umfangreich. Handschrift an einer Tafel sehe ich im Unterricht der LAA mit Board immer seltener und das könnte durchaus problamtisch werden.
Welches Zeichen ist es für Kinder, wenn sie ALLES perfekt und schön fertig präsentiert bekommen? Wenn sie keinem Anschrieb mehr zusehen, keine Fehler der Lehrkraft mehr bezeugen und die Entstehung von Texten, Formulierungen etc. sich ihrer Wahrnehmung entzieht? Ich denke, hier müssen wir alle sehr gut aufpassen, dass sich kein falscher Perfektionismus einschleicht, der unsere Schüler*innen hemmen kann.

So, genug für heute. Ein bisschen gefreut, ein bisschen gemahnt – reicht!
Ich wünsche allen, die gerade noch an Medienkonzepten sitzen, viel Erfolg und gesprächsbereite Schulträger!

Katha

Lolli-Pooltests in NRW – Elterninfo

Ab dem 10. Mai sollen wir von den bisherigen Nasenabstrich-Selbsttests für die Kinder zu einer ebenfalls zwei Mal wöchentlich stattfindenden Pooltestung mit Lollitests wechseln. Damit wird das Testverfahren nicht nur deutlich kindgerechter, sondern auch zuverlässiger, da eine PCR-Untersuchung im Labor vorgenommen wird.

(Pixabay)

Da die sog. Pool-Testung* aber ein paar Konsequenzen haben kann, werden die Eltern schon vorab über die Abläufe informiert. Das im Brief verlinkte Video des Schulministerium NRW werden wir auch auf unsere Homepage einbinden. Falls jemand die Vorlagen gebrauchen kann, gibt es sie hier zum Anpassen zum Download. In beiden Dateien habe ich mit ((….)) kenntlich gemacht, welche Daten ihr anpassen müsst.

1. Der allgemeine Infobrief zum Ablauf der Tests:

2. Der Brief für denFall eines positiven Pools:

Bleibt gesund, ihr fleißigen Mitleser*innen!
Katha

* Alle Teststäbchen einer Gruppe kommen zusammen in ein Gefäß und werden gemeinsam getestet. Falls ein Pool positiv ist, müssen alle Kinder der Gruppe einen Einzeltest nachreichen. Durch das „Poolen“ wird die Laborkapazität geschont.

TaskCards – die Padlet-Alternative

Für die von euch, die Padlet nicht schulisch nutzen dürfen – eigentlich aber für alle Interessierten: gerade wächst eine tolle Alternative namens TaskCards heran: https://www.taskcards.de/#/home

Das Entwicklerteam hat sich Datenschutz auf die Fahnen geschrieben und setzen seit Wochen viele Ideen um. Selbst eine Migration von Padlets zu TaskCards soll möglich werden. Schaut euch da einfach schonmal um und probiert es aus!

Liebe Grüße
Katha

Geschichten hören (auch auf Distanz)

Heute früh startete jemand im Twitterlehrerzimmer eine Frage zu Hörgeschichten zur Sprachförderung:

Schnell (wie dort oft!) fanden sich erste Ideen und Empfehlungen. Mir ging dann durch den Kopf, dass diese tolle „Sammlung“ nicht nur auf dieser Plattform bleiben, sondern weiter geteilt werden sollte. Deshalb heute hier in Kurzform die Vorschläge aus dem Twitter-Thread, ergänzt durch weitere Seiten aus meinem Erfahrungsschatz:

  1. Ohrka: „Hier auf Ohrka.de könnt ihr alle Hörspiele, Geschichten und Märchen zu privaten und zu schulischen Zwecken kostenlos anhören und herunterladen!“ Eine von uns auch schon privat genutzte Plattform mit vielen Geschichten, teils von prominenten Vorlesern aufgenommen.
  2. Amira Lesen: ein Leseprogramm für Grundschüler (gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den Jahren 2011 bis 2015; zudem gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Jahr 2016). Hier kann man in virtuellen Büchern bättern und kann beim Vorlesen die Geschichten auch mitlesen.
  3. Podcasts beim Ohrenbär: Beim Ohrenbär sitze ich schnell wieder als Achtjährige auf dem Küchensofa vorm Radio… – heute findet sich hier online eines der guten öffentlich-rechtlichen Angebote für Hörmedien.
  4. Ebenso öffentlich-rechtlich ist der Kinder-Radio-Kanal Kiraka. Immer findet man hier tolle Geschichten, die auch regelmäßig erweitert oder ausgetauscht werden.
  5. Ein ähnliches Angebot gibt es beim SWR zum Streamen und als Download.
  6. Und auch die Maus beim WDR bietet Hörgeschichten an. Diese drei Angebote überschneiden sich teilweise.
  7. Die Lesefüchse sind eine private Initiative aus München. Hier wird allerdings mit Bild, also im Videoformat vorgelesen.
  8. Kostenlose Märchen-Hörbücher findet man bei Erziehung online. Die habe ich selbst schon als tolle Erweiterung für jede Märchen-Einheit im Deutschunterricht genutzt.
  9. Nicht zu vergessen ist die Aktion Einfach vorlesen der Stiftung Lesen. Der entscheidende „Nachteil“ an dieser tollen Geschichtensammlung ist jedoch, dass man noch jemanden braucht, der vorliest. Dieser Tipp ist also „außer Konkurrenz“ hier mit dabei.
  10. Martin Ebbertz hat mir geschrieben, dass ein paar seiner Geschichten auch online zu hören (oder zu lesen) sind.

Wer noch Ergänzungen hat – immer gern her damit!

Frühlingshafte Grüße
Katha

Distanzlernen – nächste Stufe: Schnee

Für diese Woche werfe ich spontan meine Deutsch-Planung noch einmal um. So schön es ist, auf dem Dorf zu wohnen, so problematisch sind Nebenstraßen (am Berg!) in diesen Tagen bei 40cm Schneetiefe.

Heute konnte ich deshalb nicht wie geplant mein Material in die Schule bringen – eigentlich hätten die Kinder ihre Arbeitshefte zurück bekommen mit einer mündlichen Rückmeldung via QR-Code und AB zum Üben. Nun übersetze ich das Thema Präteritum kurzfristig ins Digitale.

Konkret heißt das folgende Aufstellung für diese Woche:
1. Erklärvideo zum Präteritum (eh gehabt), via Youtube zur Verfügung gestellt (Hier gibts das zu sehen, falls es dich interessiert)
2. Übungen in Anton als Pin für die Klasse. Wir haben im Frühjahr eine Schullizenz erworben – jippie!
3. Übungen in LearningApps – Vorteil gegenüber Anton ist, dass ich das Wortmaterial, die Arbeitsaufträge und die Übungsform anpassen kann (Links bei Interesse: Übung 1 und Übung 2 und Übung 3)
4. AB als pdf ins Klassenpadlet – kann ausgedruckt werden, muss aber nicht, da die Sätze auch einfach vom Bildschirm abgeschrieben werden können. Ich habe dazu ein AB aus dem dig. Lehrermaterial genommen und es inhaltlich ans Wetter angepasst mit lauter Wintersätzen.

So kann auch diese Woche „Unterricht“ stattfinden (wenn auch viele Politiker immer mal wieder äußern, dies sei zur zeit nicht der Fall…).

Verschneite Grüße
Katha

Distanzunterricht: Erklärfilme

Ein Problem des Lernens auf Distanz ist die fehlende Möglichkeit, direkt nachzufragen, wenn man etwas nicht versteht. Wer die durchschnittliche Nachfragequote eine durchschnittlichen Unterrichtsstunde kennt, weiß, was ich meine…

Um meine Deutschklasse mit ihren Aufgaben nicht allein zu lassen, möchte ich sie deshalb mit kleinen Erklärvideos unterstützen. Der Vorteil daran ist, dass man sie sich auch mehrfach anschauen und ggf. unterbrechen kann.

Hier kommen deshalb heute ein paar Anregungen rund um den Einsatz bzw. die Produktion von Erklärfilmen.

1. Nutzen, was das Lehrwerk bietet
Besonders gut hat man es, wenn es zum eigenen Lehrwerk Erklärfilme gibt, da diese dann ja ziemlich gut auf die Aufgaben im Buch oder AH zugeschnitten sind. Cornelsen zum Beispiel bietet in der Buchtaucher-App solche kurzen Filme an – allerdings erst zu wenigen Lehrwerken. Zu unserem aktuellen Lehrwerk gibt es zwar auch solche Filme, aber: ich kann sie aus meinen digitalen Lehrermaterialien nicht exportieren und den Kindern via Padlet bzw. über ein LMS wie mebis, Moodle, IServ etc. zur Verfügung stellen. Jedes Kind müsste selbst einen Klett-Zugang haben, um die Filme sehen zu können. Das wäre dann ein weiterer Zugang, den es zu organisieren gilt und ist für mich deshalb leider raus.

2. Suchen, was es schon gibt
Youtube, Sofatutor und andere Plattformen bieten einen immensen Fundus an Erklärfilmen. Hier ist es wichtig, wie bei jedem anderen Material auch, auf die Passung zum eigenen unterricht zu achten. Immer wieder wird mit Begrifflichkeiten agiert, die man selbst so nicht eingeführt hat, was zu Verständnisproblemen führen kann. Wer zum Beispiel Vokal und Konsonant nutzt, irritiert die Kinder mit einem Film über Selbst– und Mitlaute evtl. mehr, als dass er sie unterstützt.

Deshalb landen viele Kolleg*innen momentan bei
3. selber machen!

3a. Film mit der Kamera-App des Tablets aufzeichnen
Das Tablet wird möglichst auf einem Stativ befestigt (alternativ: Stuhlkante, aufgeklappter Ordner, Tischkante …), so dass der Filmbereich gut im Bild und ausreichend beleuchtet ist. Dann kann entweder die Lehrkraft selbst gefilmt werden bei einer Erklärung an der Tafel z.B., oder man nimmt nur die Hände und einen Schreibbereich auf. Auch die Legetechnik kann für eine Erklärung gut zum Einsatz kommen, bei der mit Zettelchen und Bildern hantiert wird. Bei fobizz gibt es dazu eine spannende Fortbildung. Die professionell aussehende Fortsetzung davon ist die Nutzung der Anwendung MySimpleShow.
Ich teile hier mal todesmutig ein einfaches Erklärvideo zu den Verbformen / Thema Wortstamm für meine 3er mit euch. Ihr seht, dass es in einem Zug aufgenommen wurde und ohne große Technik – der Schatten des Stativs ist immer im Bild… 🙈 YouTube-Link zum Video

3b. Video aus der App BookCreator exportieren
Wer die App BookCreator nutzt, kann darin zeichnen, tippen, Bilder einfügen und eben auch Texte einsprechen. Das Gesamtwerk kann dann am Ende als Video exportiert werden.

3c. Video aus Powerpoint exportieren
In Powerpoint kann man manchmal durch die Animation von Textfeldern oder Grafiken Erklärungen gut nachvollziehbar machen. Wer das dann aber nicht live in einer Videokonferenz vorstellen kann, kann seinen Sprechtext auch in Powerpoint aufzeichnen und dann das Gesamtprodukt als Video exportieren. Nina Toller hat eine einfache Erklärung dazu aufgezeichnet.

3d. Screencasts aufzeichnen
Sowohl am PC als auch am Tablet gibt es die Möglichkeit, alles das aufzuzeichnen, was man gerade an dem Gerät tut. Dies nutze ich gern für Erklärungen von digitalen Handlungswegen wie der Nutzung unseres LMS. Hierbei erkläre ich sprechend, was ich gerade tue und sowohl Ton als auch Bild werden aufgezeichnet. Oft kann man auch einstellen, dass der Mauszeiger hervorgehoben wird, um das Anklicken sichtbar zu machen.
Am iPad geht das mit dem Bordmittel der Bildschirmaufnahme, das sich oben rechts im Kontrollzentrum befindet (Apple Support dazu). Für den PC gibt es eine Reihe an Programmen mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Für meinen Anspruch reicht bislang oCam.

4. Und dann?
Egal, wie man sein Video erstellt hat – es stellt sich am Ende immer die Frage, wie es zu den Lernenden kommt. Wer ein LMS nutzt, kann die Datei dort meist einfach hochladen. Evtl. muss sie zuvor verkleinert werden (ich nutze dazu Handbrake).
Padletnutzer kämpfen oft mit der Dateigröße. Deshalb nutze ich inzwischen Youtube (Yeah, ich bin Youtuberin!) Ich habe mir dort einen Kanal eingerichtet und lade dort meine Videos hoch. Wenn ich sie dann in den privaten Modus stelle, sind sie nicht über die YT-Suchfunktion zu finden sondern nur über den direkten Link erreichbar. Diesen kann ich dann über Padlet, im LMS oder per Mail anbieten. Und Youtube-Videos schauen klappt so ziemlich überall.

Nu, das war viel heute. Vielleicht habt ihr noch einen Tipp, den ich unbedingt ergänzen sollte? Dann bitte immer her damit als Kommentar oder per Mail!

Winterliche Grüße
Katha

Deutsch auf Distanz

Zur Zeit bin ich für eine dritte Klasse in Deutsch verantwortlich und darf/muss somit hier in NRW drei Wochen Distanzunterricht „abhalten“. Die Kinder kämen eigentlich aus den Winterferien, haben aber nun ja auch schon eine Woche mit aufgehobener Präsenzpflicht hinter sich (in diesem Fall mit rund 5 Kindern in der Schule und dem Rest daheim).

Eigentlich wollte ich nach den Ferien mit einer Erzähleinheit inspiriert von der Geschichte eines Schneemanns in der Schneekugel beginnen (Inspirationsquelle: Diana vom Bunten Klassenzimmer). Das bekomme ich aber nicht wirklich gut in die Distanz übersetzt, so dass jetzt erstmal eine Übungsphase zu den Wortarten eingeschoben wird. Später mehr dazu.

Unsere Schule nutzt eine Mischung aus analogem Arbeitsmaterial, das die Eltern an der Schule abholen bzw. die Kinder bereits daheim haben, und Kommunikation über ein Padlet. Dies scheint mir vor allem an Grundschulen ein häufi gegangener Weg zu sein. Unter diesen Voraussetzungen habe ich nun folgende Aufstellung für besagte Klasse gewählt:

1. Im Padlet mit Passwort gibt es alle konkreten Aufgaben inkl. AH-Seiten ohne Ausdruckpflicht, da alles aus Papier von der Schule gestellt wird. Außerdem finden sich hier freiwillige digitale Aufgaben wie das kollaborative Winter-ABC mit Zumpad. Nicht zuletzt gibt es hier org. Informationen für die Eltern und Grüße von mir bzw. Zebra Franz inkl. Fotos.

Franz liest schon fleißig in der Ganzschrift!

2. Analoge Arbeitsmittel: die Kinder haben ihr AH zuhause und bekommen dazu pro Woche ein paar Seiten zu bearbeiten. Da wir bislang nichts gemeinsam besprechen konnten, habe ich die Wiederholung und Festigung der Wortarten gewählt – so üben sie diese Woche z.B. verschiedene Aspekte von Nomen. Um ein bisschen Hilfe anzubieten, habe ich erstmal zwei einfache Erklärvideos hergestellt*, die hoffentlich die beiden Stolperstellen bewältigen helfen. Sie sind so kurz, dass sie gut auf das Padlet hochgeladen werden konnten.
Fürs Lesen haben meine Kollegin und ich eine Lektüre ausgewählt, die von einem Lesetagebuch begleitet wird und für die ganze Distanzzeit bis Ende Januar aktuell ist. Je nach Leistungsstand haben einige Kinder ein leichteres Buch bekommen als andere. Mit dem Lesetagebuch hat die Lese-Kollegin dann im Februar direkt auch ein Mittel zur Leistungsbeurteilung in der Hand. und ja, ich weiß, dass das natürlich auf Distanz weniger aussagekräftig ist als in Präsenz!

3. Üben im digitalen Universum: Antolin, die Lesequizseite von Westermann, ist bei uns in der Schule jahrelang etabliert und den Kindern nach einem Schuljahr intensiver Nutzung im Zweiten gut bekannt. Hier kann freiwillig gearbeitet werden, z. B. zur Lektüre.
Dann haben wir seit Sommer eine Schullizenz für die App Anton. Diese Klasse hat bislang noch nicht damit geübt, aber viele Eltern dürften das mit der Anmeldung gut hinkriegen. ALso haben wir, vor allem für Mathe und den Bereich Grammatik/Rechtschreibung hier eine weitere Übungsmöglichkeit. Zusätzlich kann ich als Lehrerin in der App sogar sehen, ob es Schwierigkeiten mit einer Übung gibt und das Kind entsprechend beraten.

4. Videokonferenzen – ein heißes Thema… Seit Ende November ist unsere Schule im Besitz eines IServ-Servers, auf dem auch ein Videokonferenzmodul vorhanden ist. Dummerweise haben wir es vor der Aussetzung der Präsenzpflicht bzw. dem Distanzunterricht nicht mehr geschafft, die Kinder mit den Onlinefunktionen des Servers vertraut zu machen. Mit insgesamt drei Klassen versuchen wir es aber nun dennoch auf Distanz und schauen, wie viele Kinder den Weg „hinein“ finden. Jedes Kind hat eine Begrüßungsmail von mir im Postfach und kann sich zu festen Terminen in die Klassen-VK einklinken, die ich anbieten werde (Termine im o.g. Padlet). Auch hier herrscht Freiwilligkeit. Ich bin gespannt, wie das klappt.

5. Geduld und Loslassen. Das muss ich ein bisschen mehr lernen und einfach mal abwarten, was nun in den ersten tagen auf Distanz so passiert. Noch sind wir beim organisatorischen Kleinklein wie fehlenden AH und Notbetreuung, aber spätestens morgen geht es los. Mal sehen, wie sich das ganze Konstrukt entwickelt.

Herzliche Grüße
Katha

* Hier war für mich der BookCreator auf dem iPad das Mittel der Wahl. Eine Kombi aus Text und Handschrift mit eingesprochenen Erklärungen, dann Export als Video.

Winter-ABC als digitales Klassenprodukt auf Distanz

Frohes neues Jahr – sogar mit Schnee!

Vor einigen Jahren habe ich (weit vor Corona ganz selbstverständlich in Präsenz) mit meinen Vierern ein winterliches ABC verfasst, mit dem auch die grammatische Struktur des Nebensatzes geübt wurde. Zum Glück ist dies eine der Aufgaben, die sich recht gut in die Distanz hinüberretten lässt mit Hilfe eines Etherpads.

So sieht es nun in der Vorarbeit aus. Die Anweisung ist so knapp, da die Übung mit meinen LAA durchgeführt wird; für die Kids wäre sie etwas länger…

Was ich dafür tun musste? Wenig!
1. https://zumpad.zum.de öffnen und mir einen Namen für mein Etherpad überlegen (Achtung: Großschreibung ist hier fürs Wiederfinden wichtig!)
2. Meine oben zu sehenden ersten Einträge machen – in diesem Fall habe ich bis Z alles eingetragen zur Übersichtlichkeit.
3. Den Link zum Etherpad mit den Lernenden teilen.

Nun kann jede*r mit dem Link zum Etherpad auf der Seite schreiben. Jede neue Person erhält eine andere Farbe in der Hinterlegung. Wenn alle sich ganz oben rects (nicht mehr oben im Bild zu sehen) mit ihrem Namen eintragen, kann man nachher auch zuordnen, wer was geschrieben hat.
Wichtig ist die Absprache, dass nichts gelöscht wird, da Schreibrecht eben auch bedeutet, dass theoretisch eine Person alles löschen könnte.

Etherpads kann man über verschiedene Anbieter anlegen. Sie funktionieren alle gleich. Ich nutze gern die Zumpads der Zentrale für Unterrichtsmedien (ZUM). Wer sich darüber hinaus für weitere kollaborative Tools interessiert wie z.B. Tabellen, dem empfehle ich die Übersicht mit Hinweisen von Nele Hirsch vom eBildungslabor hier (Etherpads) und hier (weitere Ideen nach dem Etherpadprinzip).

Mit winterlichen und distanzierten Grüßen
Katha