Meine Familie bekommt dieses Jahr einen etwas anderen Adventskalender – je größer die Kinder werden, desto eher kann ich mich mit meinen Ideen ja hier austoben… Ich teile die Idee und das Material mit euch, weil ich mir solch eine Fotochallenge auch durchaus mit Kindern, dem Kollegium oder sonst einer Gruppe vorstellen kann.
Vor Jahren hatten wir es schonmal mit einem Aktivitäten-Adventskalender versucht (backen, schwimmen gehen, …), aber damals hatte ich mir am ersten Adventssonntag eine fiese Bänderverletzung zugezogen, wodurch vieles ausfallen musste. Ich mag aber die Idee, den Advent nicht mit lauter Kleinigkeiten oder noch mehr Süßkram zu füllen, weshalb ich es jetzt also erneut im immateriellen Sektor angehe.
Worum geht es? Jeden Tag bekommen die Spielenden einen Fotoauftrag, den sie mit ihrem Smartphone oder einer Kamera erfüllen sollen. So sehen diese beispielsweise aus:
Ich habe versucht darauf zu achten, dass wochentags auch alle arbeitenden bzw. die Schule besuchenden Menschen Erfolg haben können.
In der Familie werden dann abends die Bilder verglichen (in anderen Gruppen ggf. am nächsten Tag). Mein Punktesystem ist an Stadt-Land-Fluss angelehnt: 10 Punkte, wenn man allein dieses Motiv gewählt hat 5 Punkte, wenn noch jemand das selbe Motiv hat 0 Punkte bei falschem Mowitv oder fehlendem Foto. Natürlich kann man auch ohne Punkte spielen – das ist ja jedem selbst überlassen.
Ich stelle euch unten die pdf-Dateien ebenso zur Verfügung wie anpassbare pptx-Dateien. Die Ideen für die Aufträge stammen etwa zur Hälfte von mir, zur Hälfte hat eine KI sie ergänzt. Die Grafik für die Karten habe ich ebenfalls von einer KI generieren lassen. Das darfst du mögen oder hassen – egal. Du kannst ja alles an deine Bedürfnisse anpassen 😉.
Viel Freude beim Ausprobieren! Und wenn du noch tollere Aufgaben hast: her damit! Kommentiere hier oder bei Insta, oder schreib sie mir als Mail!
Irgendwie fiel es mir etwas schwer, einen guten Einsteig in diesen Beitrag zu finden. Einerseits soll er dazu dienen, eine Idee mit euch zu teilen, andererseits klage ich ein bisschen über eine bestimmte Art von Materialien, über die ich momentan vor allem bei Instagram häufig stolpere (aber dort nicht jedes Mal kritisch kommentieren möchte).
Aber eins nach dem Anderen! Als ich in den 2000ern meinen Vorbereitungsdienst absolvierte, habe ich noch viel selbst gebastelt bzw. von meinem Mann (Tischler) basteln lassen. Schachteln und Dosen wurden aus den wildesten Dingen gemacht (🙈). Mit dem Drucker und Laminiergerät war ich durchaus kreativ. Vieles war eben aus Papier und Pappe, weil es nichts Haltbareres gab… Heute gibt es tolle, ansprechende Boxen für jeden Einsatzzweck bei Amazon, Action, Tedi und Co., zudem habe ich inzwischen Zugriff auf einen Schneidplotter und sogar 3D-Drucker. Das eröffnet unfassbare neue Möglichkeiten, wenn man im Klassenraum auch etwas Wert auf Ästhetik legt. Oft denke ich aktuell beim Scrollen sowas wie „Wenn ich das damals als Klassenleitung* schon zur Verfügung gehabt hätte!“
Ein Beispiel: Freiarbeitsmaterial (z. B. im Wochenplan)
Mein Wochenplanangebot in der Schuleingangsphase hätte bestimmt anders ausgesehen. Sowieso gab es neben Aufgaben im Arbeitsheft bzw. neben Arbeitsblättern immer schon freiere Materialien, Puzzles oder Steckperlen für meine Klasse. [Unvergessen, wie einer meiner Erstklässler mir damals erklärte: „Steckperlen sind aber schon eher für die Feinmotorik, oder?“] Ich fand es immer wichtig, dass der Umgang mit anspruchsvollen und ansprechenden Materialien genauso zum Lernen dazugehört wie das Schreiben und Lesen. Zudem gab es immer auch Angebote, die in Partnerarbeit oder kleinen Gruppen zum Spielen genutzt werden konnten.
Wenn mich jemand fragt, wie ich das rechtfertige, dann geht das ganz einfach: a) braucht jeder Mensch mal Pausen von der Arbeit, vor allem Erstklässler:innen. Und so verbringen sie diese Pausen zwar mit uns im Klassen- oder Nebenraum, können aber dennoch mal abschalten. Und b) werden alle möglichen feinmotorischen Skills gefördert, manchmal auch Sozialkompetenz oder Basics wie die Frustrationstoleranz. Deswegen standen die Materialien in meiner Klasse auch immer allen zur Verfügung.
Gerade besteht die Chance, früher oft nur teuer oder nur in kleiner Stückzahl verfügbare Materialien relativ günstig mit Hilfe eines 3D-Druckers selbst herzustellen und so die Bandbreite an Bildungsspielzeug zu erweitern. Diese tollen Steckverbinder zum Beispiel sind online kostenfrei als Druckdatei zu finden. Sie laden dazu ein, mit ihnen zu experimentieren, zu bauen, abzubauen und Neues zu versuchen. Sie können mit verschiedenen Holzstäbchen genutzt werden und fördern neben der Feinmotorik und Kreativität auch das räumliche Vorstellungsvermögen.
Ein Vorrat an verschiedenen VerbindernBaubeispiele von mir und JuniorPlatzsparend stapelbare Boxen 😍
Was mir dabei besonders wichtig ist, ist die Offenheit des Materials! Aktuell beobachte ich viele interessante Materialien wie … 🟢 geometrische Formen, aus denen man Muster legen kann, 🟡 Pompoms, die in Reihen gelegt werden, 🔴 Zettel mit Viertelkreisen, die symmetrische Muster ermöglichen 🔵 dreidimensionale Holzschienen, in denen Tiere u.ä. eingesetzt werden können 🟣 u. v. m. – Instagram regelt 😉
Zu vielen dieser Materialien gibt es eine Kartei, deren Beispiele die Kinder nachlegen sollen. Warum? Warum dürfen die Kinder nur die Muster und Figuren nachahmen, die ihre Lehrkraft (oder die KI??) erfunden hat? Warum dürfen die Kinder nicht selbst Muster und Figuren erfinden und dabei zum Beispiel Symmetrien entdecken? Ich frage mich häufig, woher bei vielen Lehrkräften das Bedürfnis kommt, dass alles gelenkt und kontrollierbar sein muss. Kinder einfach auf einem leeren Blatt / einer Heftseite arbeiten lassen? Herrjemine! Schüler:innen sortieren, zusammenstecken, ausprobieren lassen? Wohin soll das nur führen?
Ich wünsche mir und den Kindern Zeit, das Material einfach mal auszuprobieren und ihre eigenen Ideen umzusetzen. Grund 1 dafür ist die unheimlich wertvolle haptische Erfahrung, die viele Kinder leider heutzutage immer weniger machen. Wir können sie in Schule ermöglichen! Grund 2 ist die Erziehung zur Selbstständigkeit. Wenn wir die Kinder nicht nur auf Arbeitsblättern sondern auch noch bei solchen tollen Materialien nur noch zum Abarbeiten von Vorlagen anhalten, brauchen wir uns über mangelnde Eigeninitiative nicht wundern. Grund 3 ist die Chance für Erfolgs- und Kompetenzerleben, das den Kinder bei eigenen Schöpfungen ermöglicht wird. („Guck mal, was ich gebaut habe!“)
Danke für Lesen bis hierhin! Teile deine Gedanken und Erfahrungen gern hier als Kommentar oder beim Instagramaccount von Prima(r)Blog!
Katha
* oder auch damals, als die Kids noch klein waren ** Wer allerdings auch jedes Teil in einer andern Farbe haben möchte, muss an der Datei noch ein bisschen arbeiten. Meine Erfahrung zeigt auch, dass man max. 20 Elemente auf eine Druckplatte setzen sollte, da es sonst leicht zu Fehldrucken kommt.
Heute möchte ich euch stolz ein Projekt vorstellen, zu dem ich einen ganzen Baustein beitragen durfte: inklusiv.digital Letztes Jahr habe ich ziemlich lange daran geschrieben und neue Wege der (Co-)Redaktion kennengelernt. Es war eine total spannende Zeit, in der ich viel hinterfragt habe, was in wie begründen kann und wie ich meine Gedanken aufschreiben sollte bzw. möchte.
Das Projekt inklusiv.digital wird auf der Startseite so beschrieben: „Innovative OER-Inhalte für inklusiv-digitalen Unterricht – In dem bundesländerübergreifenden Projektverbund inklusiv.digital entwickeln wir eine modulare Infrastruktur, über die länder- und phasenübergreifende OER-Inhalte für die Lehrkräftebildung bereitstellt werden. Ziel ist es, (angehende) Lehrkräfte zum Thema Digitale Medien in der inklusiven Schule zu professionalisieren. Neben dem Projekt inklusiv.digital gibt es verschiedene Satellitenprojekte und weitere Förderungen durch die Bundesländer.“
Beteiligt sind u.a. der Projektverbund inklusiv.digital, an dem neun Bundesländer (auch mein NRW) beteiligt sind. Außerdem ist das Netzwerk Diklusion dabei, das maßgeblich von Lea Schulz ins Leben gerufen wurde, mit der ich schon mehrfach persönlich Kontakt hatte. Viele öffentliche und universitäre Träger stecken also hinter den Veröffentlichungen!
Grafik zum Baustein
Und dann gibt es da noch so Leute wie mich, die dann als Autor:innen tätig werden und Beispiele, Anleitungen, Reflexionsanlässe liefern. Mein Baustein „Deutsch in der Schuleingangsphase: Digital von Anfang an“ ist hier zu finden: https://player.inklusiv.digital/de/6932cb8f8fbed41a7cdbfc0d/overview
Als ich gefragt wurde, ob ich meine Erfahrungen (und Haltung) zum digitalen inklusiven Arbeiten in der Schuleingangsphase beitragen würde, war ich gern dabei. Viele Ideen verteile ich ja auch über diesen Blog, aber mal Teil eines so großen Netzwerkes zu sein, war eben auch verlockend. Außerdem erhoffte und bekam ich so total wertvolles Feedback zu meiner Arbeitsweise. Es war aber seltsam, tatsächlich nur die Texte zu liefern und das Formatieren und Präsentieren Anderen zu überlassen. So sehr und hört ihr zwar auch mal mich im Baustein, es sind aber auch andere Stimmen dabei und vor allem Videos, die ich nicht selbst produzieren hätte können. So sieht „mein“ Baustein dann aufgegliedert aus. Die konkreten Beispiele starten bei „Einsatzszenarien…).
Im Projekt digital.inklusiv findet ihr Bausteine für alle Schulformen und die verschiedensten Fächer, die aber alle den Grundgedanken in sich tragen, digital und inklusiv zu denken. Schaut euch doch einfach mal um!
…wünsche ich allen, die das Schuljahr bereits abgeschlossen haben! Allen anderen: Ihr habt es bald geschafft!
In NRW ist heute der erste offizielle Ferientag und angemessenerweise habe ich deshalb Zeit, meine Gedanken ein bisschen zu sortieren. Ein Kind ist schon im Urlaub, ein Kind schläft ausführlich aus, das Wetter lädt nicht zum Rausgehen ein – beste Bedingungen zum Schreiben.
Zu Beginn des abgelaufenen Schuljahres wurde ich ja an eine andere Grundschule versetzt, war dort aber erst mit 0, dann mit 2 Wochenstunden aktiv. So ganz angekommen bin ich dort also naturgemäß noch nicht, aber durch etwas höhere Anwesenheit in den letzten Wochen sowie die Teilnahme am Kollegiumsjahresabschluss wächst langsam das Zugehörigkeitsgefühl. Immer noch erwische ich mich häufig bei Formulierungen wie „bei uns“, wenn ich von Gepflogenheiten an meiner alten Schule spreche – 16 Jahre wischt man eben nicht einfach so weg. Insgesamt freue ich mich aber immer noch sehr, den Wechsel angestrebt zu haben.
Im ZfsL haben wir seit dem letzten Sommer einen Jahrgang verabschiedet und somit darf ich seit November ein neues Fachseminar und ein Kernseminar betreuen. Es ist wahnsinnig spannend, diese jungen Menschen kennenzulernen, sie bei ihren ersten Unterrichtsschritten zu begleiten, sie wachsen zu sehen. Viel Offenheit erlebe ich, viel Neugier und Lust daran, sich auszuprobieren. Natürlich läuft auch bei angehenden Lehrkräften nicht immer alles reibungslos. Aber zum Glück arbeite ich in einem tollen Seminar, in dem es immer um positive Lösungen geht.
Zudem durfte ich in den letzten Monaten an verschiedenen Stellen als Referentin oder Coach auftreten, was mir ja immer viel Spaß macht. Drei Tagungen und verschiedene kleinere Formate haben dieses Schuljahr geprägt: die mobile.schule-Tagung in Hannover im September, die Expert:innentagung Lehrkräftebildung in Soest im Februar und das OER-Camp bei uns im Haus im Mai. Unfassbar viele Eindrücke, Anregungen und tolle Kontakte durfte ich dort sammeln. Besonders gefreut hat es mich aber, meine Lieblingskollegin ein wenig in diesen Kosmos hineingezogen zu haben 🙂! Im Winter lief zudem noch das letzte größere Schreibprojekt (Kopiervorlagen und Handreichungen zum Jojo-Lesebuch 4). Mir ist dabei klar geworden, dass ich beim nächsten Update hier nicht mehr dabei sein werde. Irgendwie passt das, was ich da abgebe, nicht mehr so gut zu meiner Haltung Unterricht gegenüber…
Fast hätte ich vergessen, dass ja im Juni auch noch die Bildungsmagie gestartet ist 🙈. Lange haben Maria und ich daran herumgegrübelt und nun gibt es sie. Bald dann auch mit Fortbildungen online – ein bisschen Stolz darf doch da sein, oder?
Wenn ich nicht beruflich unterwegs war, habe ich dieses Schuljahr viel Zeit zum (beruflichen) Lesen genutzt. Einige Bücher habe ich euch im Rahmen von Rezensionen vorgestellt, andere (noch) nicht. Im Spagat zwischen fachlicher Fundierung meiner Arbeit im kombinierten Fachseminar Deutsch-Mathematik und der überfachlichen Ausbildung im Kernseminar ist die bandbreite groß: Fachliteratur zum Lesen- und Schreibenlernen, Mediendidaktische Gedanken für beide Fächer, Bücher über Neue Autorität, ADHS und Autismus sowie einige private, nicht direkt schulbezogene Sachbücher. Als reine Freizeitleserin, die ich lange war, hätte ich nie gedacht, dass mich Sach- und Fachbücher mal so packen würden. Dass ich dafür Zeit habe, ich definitv ein Luxus meiner jetzigen Tätigkeit – denn bei 28 Stunden mit Klassenleitung bleibt ehrlicherweise zum Lesen wenig Zeit.
Jetzt freue ich mich darauf, alles Liegengebliebene in Ruhe wegzuschaffen, die Steuer zu erledigen, Renovierungen zu schaffen und natürlich auf den Urlaub. Euch wünsche ich Zeit zum Abschalten, Ausruhen, Lesen, Spielen, Faulsein und Auftanken! Der Schuljahresstart kommt ja leider meist schneller als gedacht.
Immer wieder lande ich im Gespräch mit angehenden Lehrkräften bei dem Wunsch, dem Vorschlag oder der Forderung, den Sprechanteil der lehrenden Person zu verringern. Manchmal reflektieren Praxissemesterstudierende (PSS), Lehramtsanwärter:innen (LAA) bzw. Lehrkräfte in Ausbildung im Seiteneinstieg (LiA) selbst, dass sie z. B. in Hinführungsphasen deutlich mehr sprechen als die SuS. Nicht selten raten auch Mentor:innen ihren Schützlingen dazu, einen geringeren Redeanteil anzustreben. Im Extremfall beobachte ich selbst während eines 15minütigen Einstiegs nur 3-4 Redebeiträge von SuS auf Wort- oder Satzebene. Da ich gerade in den letzten Beratungsgesprächen immer wieder mit diesem Thema konfrontiert wurde, möchte ich heute einige Gedanken dazu niederschreiben.
Geringerer Redeanteil um jeden Preis?
Nein! Wenn ich hier über den Redeanteil der Lehrkraft schreibe, dann immer unter folgender Prämisse: Als Lehrkraft erkläre und sage ich so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig. So viel Erklärung einer Aufgabe, wie die Kinder sie zu deren Umsetzung benötigen. So viel sprachlicher Input und korrigierende Wiederholung, wie es der Sprachstand der Kinder erfordert. So viel inhaltlichen Input, wie die Kinder ihn zum Weiterarbeiten brauchen. So wenig eigener Text, dass die Kinder folgen können und nicht abschalten. So wenig Thematisieren von Bekanntem wie möglich.
Es geht also nicht um eine Reduzierung des eigenen Sprechumfangs um der Reduzierung willen. Es sollte für jede Lehrkraft, ob angehend oder ausgebildet, immer um eine reflektierte Entwicklung ihrer Lehrer:innensprache gehen, die mehr unterrichtliche Klarheit zum Ziel hat und zu einem angemesseneren Verhältnis von Kinder- und Lehrkraftaktivität führt.
Geringerer Redeanteil durch Reduzieren des Input-Umfangs
Problemstelle 1, die häufig zu der Beobachtung eines „zu hohen Redeanteils“ führt ist, kurz und etwas böse gesagt, Schwafelei. Häufig meinen wir Lehrkräfte es besonders gut mit den Kindern und formulieren einen Arbeitsauftrag mehr als einmal, gern auch in variierender Wortwahl. Dahinter steckt vermutlich die Annahme, dass wir durch mehrfache Erklärung mehr Kinder erreichen. Tatsächlich zeigt sich aber oft, dass die meisten Kinder auch ohne wiederholte Erklärung auskommen und diejenigen Kinder, die beim ersten Mal nicht ganz Ohr waren, auch Wiederholungen nicht mitbekommen. Vor allem im Unterricht der Grundschule unterstützen wir zudem Arbeitsaufträge fast immer durch Visualisierungen (Fahrplan, Stundentransparenz etc.) und Probehandlung. Dieser Dreischritt bietet in der Regel die Transparenz, die die Kinder zum Starten in eine Arbeitsphase brauchen.
Ergänzend möchte ich dafür senibilisieren, genau zu hinterfragen, welche Regeln, Kriterien o.ä. man wirklich mit den Kindern wiederholen muss. Gerade in Besuchssituationen erlebe ich es oft, dass jegliche Bauregeln, Partnerarbeitsregeln, Tabletregeln oder auch Methodenabläufe Schritt für Schritt wiederholt werden, obwohl diese den Kindern vertraut sind. Hier gilt es, Vertrauen in den eigenen Unterricht zu haben und in die Kinder – sie wissen oft ziemlich genau, wie was laufen (sollte).
Wer noch unsicher beim Formulieren prägnanter Arbeitsaufträge oder Impulse ist, neigt dazu, spontan und dadurch oft ausschweifend zu erklären. Das ist für Berufsanfänger:innen ziermlich normal! Aber es ist auch etwas, das man üben kann. Es kann helfen, sich vorab konkrete Fragen und Formulierungen zu überlegen und sich diese ggf. auch aufzuschreiben. Im Unterricht nutzt man dann den vorbereiteten Text und weicht möglichst nicht davon ab. Konkrete Tipps hierzu sind in diesem Videopodcast von Nicolas Sieger und Marco Ringel zu finden.
„Und Luise und Hamza? Die kriegen doch nie was mit!“ – Natürlich gibt es einzelne Kinder, die von einer ausführlicheren oder wiederholten Aufgabenstellung profitieren könnten. Diese Kinder kennt man als Lehrkraft meist sehr genau und kann sie deshalb im Rahmen eines dezentralen Starts in die Arbeitsphase noch in einem Beraterkreis behalten oder individuell beim Verständnis der Aufgabe untertsützen.
Geringerer Redeanteil durch Abgabe an die Kinder
Kognitive Aktivierung ist aktuell eines der Zauberworte in der Lehrkräfteausbildung – und das nicht umsonst. Es geht darum, Kinder zum Mit-, Nach- und Weiterdenken anzuregen, das Thema für sie bedeutsam zu machen und sie so für den Unterricht zu motivieren. Hierbei ist es wichtig, reine Aktivität von Aktivierung zu unterscheiden: Wenn die Kinder z. B. mit Hilfe eines Moderationsfächers den Stundeneinstieg ritualisiert übernehmen, kann es passieren, dass sie dabei nur vorbereitete Formulierungen der Lehrkraft vorlesen (ausgehängte Reihentitel, Stundenthemen oder Ziele). Um die Lernenden wirklich kognitiv zu aktivieren, muss diese Herangehensweise sprachlich kompetent von der Lehrkraft angeleitet und unterstützt werden. Zudem müssen die Kinder dazu angeleitet werden, sich aufeinander zu beziehen und nicht nur Frage-Antwort-Frage mit der Lehrkraft zu spielen. Zuerst benötigen sie dazu unser Sprachvorbild in Form von Formulierungen wie „Wie Lilli schon gesagt hat…“ oder „Ich möchte etwas ergänzen“ oder „Ich sehe das anders als Maxi.“ Auch spielerische Übungen und Rituale wie der Klassenrat helfen beim Auf- und Ausbau dieser Gesprächskultur. Nur dann schaffen wir es, von einer hier links skizzierten lehrkraftzentrierten Gesprächsführung zu der rechts angedeuteten kognitiv deutlich aktivierenderen Variante zu kommen.
Hier ein konkretes Beispiel, das ich so oder so ähnlich nicht selten in der Praxis beobachtet habe:
Damit die Kinder wie in der rechten Skizze miteinander kommunizieren können, benötigen Sie Übung und ggf. nonverbale Zeichen der Lehrkraft wie ermutigende Zunicken, einen fragenden Gesichtsausdruck oder Gesten, die zum Weiterführen der Meldekette anregen. Als Lehrer:in muss ich, um die Kinder hierhin zu begleiten, auch und unbedingt Pausen aushalten können. Eine Form der Pause kann es auch sein, die Kinder zu einem Impuls zuerst eine Minute miteinander murmeln zu lassen, bevor ich in ein gemeinsames Unterrichtsgespräch eintrete.
Stichwort Scaffolding: Unterstützend können immer wieder sprachliche Hilfen wirken, also mündlich oder schriftlich zur Verfügung gestellten Formulierungshilfen wie Satzanfänge oder auch Wortspeicher. Wie u.a. von Josef Leisen gut dargestellt, dienen diese Scaffolds dazu, Lernhürden abzubauen und können mit wachsendem Lernerfolg zurückgefahren oder angepasst werden.
Im Rahmen des Schreibens bin ich auf diese spannende Kartei zum sprachsensiblen Unterrichten gestoßen, die (angehende) Lehrkräfte mit sehr konkreten Tipps und Beispielen unterstützen kann. Vielleicht kannst du sie ja ebenfalls gebrauchen.
Symbolbild, KI-generiert (ach?)
Danke fürs Lesen bis hierhin! Vielleicht bewegt dich das Thema genauso wie mich und so viele andere (angehende) Lehrkräfte? Wie immer freue ich mich dann über deine Gedanken als Kommentar oder per Mail!
Heute ist ein besonderer Tag für mich, denn heute (15.06.26) geht ein ganz besonderes Herzensprojekt an den Start: Zusammen mit der zauberhaften Maria Kruse (online solo bei Köpfchenkunde) eröffnen wir euch die Welt der Bildungsmagie– Podcast, Inspirationen und Fortbildungen rund ums Themenfeld Digitalität – aber ganz speziell für die Grundschule!
Die Idee dazu kam uns auf einem unserer raren persönlichen Treffen 2025, also entweder auf der didacta, der Buchmesse oder einer mobile.schule-Tagung. Wir wollten digital interessierten Lehrkräften etwas anbieten, das sich einfach mal nur auf die Grundschule fokussiert und nicht die Primarstufe immer nur mitdenkt (denn das erleben wir leider bei allen Veranstaltungen und Podcasts mit digitalem Schwerpunkt noch ziemlich oft).
Bildungsmagie soll vorerst drei Säulen bieten: 1. kurze Podcasts mit einer Prise Magie, 2. begleitend dazu Onepager zum Einsatz verschiedener Szenarien und Tools sowie 3. Online-Workshops* für Anfänger:innen und Fortgeschrittene rund um digitales Arbeiten in der GS
Unser Spektrum beginnt bei Tool-Schulungen zum Beispiel für BookCreator oder TaskCards und endet bei Haltungsfragen wie der Diskussion darüber, in welcher Art und Weise Digitales allgemein und KI beispielhaft in der Grundschule ihren Platz finden sollte.
Kleiner Teaser: Unsere ersten Podcast-Themen werden ab heute wöchentlich online gehen: Mit BookCreator ein Schmetterlingsprojekt in Klasse 1 begleiten, die Arbeit mit Audioaufnahmen in der GS, eine besondere (fast schon magische) Lernaufgabe in Deutsch in Klasse 4 sowie eine Klassenpinnwand für den Kontakt mit Eltern. Für danach gibt es grade schon viele Ideen in der Pipeline – wir nehmen aber auch gern eure Anregungen und Themenwünsche auf!
Wieso Bildungsmagie?
… die Bildung: Wir sind beide seit mehr als 20 Jahren in der Schule und haben verschiedenste Positionen ein- und Aufgaben angenommen. So bringen wir neben der reinen Unterrichtstätigkeit auch die Schulleitungsperspektive und die Sichtweise der Lehrkräfteausbildung mit. Fortbildungen, Webinare und Workshops bieten wir auch nicht erst seit gestern an. Ihr dürft euch also auf eine große Bandbreite an Expertise freuen und immer gern auch selbst Themen vorschlagen.
… die Magie: Außerhalb unserer Leidenschaft für (digitale) Schulentwicklung sind wir beide absolute Potterheads und tief verwurzelt in der magischen Welt. Nicht umsonst heißt die Bildungsmagie Bildungsmagie. Unser Logo und Design sind ebenso magisch inspiriert. So ungefähr stellen wir uns die Herkunft unserer magischen Feder vor:
Ich freue mich, wenn ihr euch mal auf unserer Seite besucht, in den Podcast reinhört und natürlich wie immer gern Likes oder Kommentare da lasst! Ihr findet uns online hier:
Ich freue mich wahnsinnig auf dieses Projekt und hoffe, einige von euch treuen Leser:innen dadurch auch mal persönlich in einem Webinar* kennenzulernen.
Online finden sich (momentan?) massenweise Lese-Reaktionsspiele nach dem Muster „Ich habe – du hast“. Sie sind von der Lehrkraft mit einer einfachen Vorlage leicht hergestellt und angepasst, schnell den Schüler:innen erklärt und dann in vielen Varianten spielbar. ABER: Sie sind auch unfassbar dröge! (Meine Meinung und auch die einziger Kolleginnen, mit denen ich mich unterhalte.) Immer nur die Wortebene, immer nur kurz mal zuhören, ob mein Begriff oder meine Zahl genannt wird. Der Anspruch ist sehr gering und höchstens im ersten Schuljahr oder Förderbereich vorstellbar.
Fachlich möchte ich vor allem kritisieren, dass die Kinder nicht an das Lesen, Verstehen und Formulieren ganzer Sätze herangeführt werden, wenn ich diese sehr aktivierende Spielmöglichkeit so reduziere. Das jedoch ist ja Kern unserer Aufgabe: Wortschatz aufbauen, Satzmuster anbieten und das korrekte Bilden ganzer Sätze ermöglichen. Dazu können Lesespiele auch beitragen – wenn Sie denn diese sprachliche Ebene auch anbieten und nicht bei „Ich habe einen Frosch. Wer hat ein Schaf?“ hängen bleiben.
Was Lesespiele aber auch bieten: sie können Spaß machen! Ja, wirklich: Spaß beim Lesen, Spaß beim Spielen, ein fröhliches, lustiges gemeinsames Erlebnis. Alle Klassen, die ich bisher leiten durfte und auch einige meiner Fachklassen liebten Lesespiele und oft genug haben wir als gemeinsames Produkt sogar selbst welche erfunden – sie auf dem oberen Foto oben rechts.
Witzigerweise beinhaltete einer meiner ersten Beiträge hier im Blog (genauer gesagt mein erstes geteiltes Material) zwei Lesespiele zum Thema Märchen. So sahen / sehen die aus:
Man sieht direkt den deutlich größeren Textumfang, der klar auf der Satzebene angesiedelt ist. Das rechte Spiel ist etwas simpler angelegt, weil es wiederkehrende Satzanfänge (Ich suche…, Ich bin…) nutzt. Das linke Spiel ist schon deutlich komplexer und quasi eine Niveaustufe höher angelegt. Das ist nämlich auch so schön an Lesespielen: Ich kann sie im Anspruch wirklich gut an meine Lerngruppe anpassen.
Lesespiele in den Fächern und zum Spaß
An meinem Pult hatte ich immer diverse Lesespiele parat. Ein paar Beispiele möchte ich hier verlinken: – Sachunterricht – Ritter (Zaubereinmaleins) – Sachunterricht – Afrika (Zaubereinmaleins) – Englisch – How much is it? (Primarblog) – Spaß: Winter/Weihnachten (Grundschultante) – Spaß: Das Komplimente-Lesespiel (Zaubereinmaleins) – Spaß: Mompitze (Primarblog) Leider stammen viele Downloads noch aus der Zeit vor Eduki und sind nicht mehr verfügbar. Wenn ihr noch gute Links habt, schreibt mich gern an und ich ergänze sie.
Erfreulicherweise lassen sich mit einer einfachen Wordvorlage (oder was auch immer dein favorisiertes Tool ist) Spiele zu jedem erdenklichen Thema erstellen. Statt der reinen Wortebene sollte man dabei jedoch ganze Sätze und Umschreibungen oder Beschreibungen nutzen. Ein Beispiel: Im Sachunterricht sollen die Bundesländer Thema eines Lesespiels sein. Auf den Karten steht dann nicht „Ich habe NRW. Wer hat Niedersachsen?“ sondern so etwas wie „Ich suche das einzige Bundesland, das an Nordsee und Ostsee grenzt.“ oder „Welches ist das bevölkerungsreichste Bundesland?“.
Lesespiele in der Lehrkräfteausbildung und Fortbildung
Irgendwann habe ich mal eine kollegiale Fortbildung mit einem Lesespiel eröffnet (hier nachzulesen), da vor allem bei Erwachsenen auf diesem Wege eine etwas andere Einführung möglich ist. Hierbei zeigte sich, dass selbst studierte Menschen erstmal die Struktur und Regeln solch eines Lesespiels verstehen müssen, um auch nur das zu sagen oder zu lesen, das sie sagen oder lesen sollen 🙈.
Auch im Fachseminar konnte ich inzwischen Lesespiele unterbringen, die dann die selbe Funktion hatten. In die FS-Sitzung zum mündlichen Erzählen starteten wir mit einem solchen Spiel, bei dem die LAA sich quasi selbst gemeinsam den Einstieg und thematischen Rahmen erlasen.
Zwei letzte Gedanke noch: Häufig passt die Kartenanzahl des Spiels nicht zur Größe der Klasse. Erfahrungsgemäß gibt es aber immer Kinder, die gern mehrere Karten spielen. Sollten mal zu wenige Karten vorhanden sein, spielen Kinder zu zweit oder einzelne pausieren freiwillig. Anders als bei manch modernem Material lohnt es sich, Lesespiele zu laminieren, da man sie immer wieder spielen kann. Jedes Mal hat jedes Kind ja einen neuen Part. Manche meiner lustigen Spiele waren so beliebt, dass die Kinder sie sich gezielt wünschten und auf Wunschrollen hofften 😁.
Ich wünsche euch viel Spaß mit den gefunden oder euren selbst erstellten Spielen. Wenn du hier gern eins hinzufügen möchtest, schick es mir gern!
Am 23. April ist seit 1995 jährlich der Welttag des Buches. Bei Wikipedia kann man alle Gründe nachlesen, warum es genau dieses Datum ist. Für mich als Leseratte ist dieser Tag eigentlich ein Feiertag, an dem ich mich am liebsten den ganzen Tag lesend auf die Hollywoodschaukel zurückziehen würde. An dieser Stelle soll es aber weniger um meine Leseobsession gehen sondern darum, was Lesemotivation und Schule miteinander zu tun haben.
In meinem Bücherregal stehen Klassiker und Modernes direkt nebeneinander ♥️
Durch Zufall findet genau am Welttag des Buches mein Fachseminar zum Kompetenzbereich „Eigenständiges / Individualisiertes Arbeiten“ am inhaltlichen Beispiel „Lesetagebuch“ statt. Deshalb stecke ich gerade wieder in der Literatursichtung und Onlinerecherche zum Themenkomplex Lesen.
Das Problem mit dem Lesen
Dass wir (zu) viele Kinder aus der Schule entlassen, ohne dass sie ausreichend gut lesen können, überrascht wohl niemanden, der hier mitliest. Iglu, Pisa, IQB und Co zeigen seit Jahren, dass etwa die Hälfte der Schüler:innen nur über geringe Lesekompetenzen verfügt. Als Reaktion darauf haben viele Bundesländer viele verschiedene Programme und Erlasse verfasst, die die Leseförderung stärken sollen. In NRW ist dies aktuell die Lesezeit im Rahmen der Fachoffensive Deutsch. Hierzu gibt es die durchaus spannende Homepage Stift, auf der Theorie und Praxis zur Leseförderung vereint sind.
Also eigentlich doch kein Problem? Doch! Zum Einen ist das Lesen unheimlich vielschichtig und eigentlich braucht es ein leseförderliches Elternhaus, um ein guter und motivierter Leser zu werden. Zum Anderen fokussieren viele Maßnahmen wie die drei Mal wöchentlich durchzuführende Lesezeit sich zu sehr auf den Bereich der Leseflüssigkeit, die durch Lautleseverfahren verbessert werden kann. Meist völlig zusammenhanglos werden dafür Texte zusammengesucht, kopiert, geschrieben oder generiert, die eben die 20 Minuten gut füllen. Dadurch wird der Anspruch des integrativen Deutschunterrichts ad absurdum geführt. Wenn wir hier ein bisschen lesen üben, dort ein wenig im Rechtschreibheft* arbeiten und dann noch am Bildergeschichten-Aufsatz arbeiten, fehlen individuelle Bedeutsamkeit** und inhaltliche Verbundenheit leider völlig.
Lösungsansätze
Das Mehrebenenmodell des Lesens von Cornelia Rosebrock und Daniel Nix (Quelle hier: Stift) zeigt die verschiedenen Ebenen der Lsesförderung hervorragend auf. Es wird deutlich, dass Laut- und Vielleseverfahren eine große Wichtigkeit beim Aufbau von Kohärenz haben, was wiederum Bedingung für genießendes Lesen ist. Es hebt aber auch hervor, dass die Subjektebene und die soziale Ebene des Lesens ebenso wichtig sind und bestimmen, ob ein Kind Leser:in wird oder freiwilliges Lesen lieber meidet.
Damit sind wir wieder bei einem meiner Lieblingsthemen, nämlich dem Literaturunterricht. Gemeint ist damit einerseits die Arbeit an authentischen Texten der Kinderliteratur in Form von Bilderbüchern, Ganzschriften oder Textauszügen. Andererseits geht es auf der methodischen Ebene darum, wie mit diesen Texten umgegangen wird: lesen und Fragen beantworten? Laut vorlesen? Im Tandem lesen? Oder doch eher einen individuellen, emotionalen, handlungs-und produktionsoorientierten Zugang wählen? Ihr kennt die Antwort: Letzteres natürlich. Kinder brauchen die Möglichkeit, sich in Figuren aus (echten) Geschichten hineinzuversetzen, Lieblingsbücher und -genres zu finden. Dazu müssen sie lesen, vorgelesen bekommen und Raum zum Auseinandersetzen mit der Geschichte bekommen. Wie man selbst vom Lesebuch ausgehend so an Literatur arbeiten kann, habe ich auch schon einmal in diesem Beitrag zum Literaturunterricht mit dem Lesebuch verbloggt. Außerdem findet ihr in der Kategorie „Rezensionen“ jede Menge Bilderbücher, die solche Zugänge ermöglichen.
Bild generiert mit ChatGPT
Ein weiterer großer Batzen der Leseförderung ist die Gelegenheit, in Büchern zu stöbern, Bücher anzulesen und dann vielleicht doch wegzulegen, oder auch Bücher vorgestellt und empfohlen zu bekommen***. Ganz explizit geht es hierbei um jede Form von Büchern, also auch Comics/ Graphic Novels, Pixibücher und Sachbücher. Dazu brauchen Kinder Zugang zu einer Klassen- oder Schulbücherei, einer öffentlichen Bibliothek, aber auch Gelegenheiten dafür, sich gegenseitig Buchtipps zu geben. Ein Weg dazu ist es, wenn nach dem Lesen eines Buches jedes Kind einen Empfehlungszettel ausfüllt, der dann vorn im Buch zu finden ist und anderen Kindern eine Empfehlung gibt. An den Schulen von zwei oder drei meiner LAA haben die Kinder ein sog. Tischbuch, das immer im Fach unter ihrem Tisch liegt und in Pausen, nach fertigen Aufgaben etc. gelesen werden kann – auch eine schöne Idee, die zudem zusätzlich kopierte Arbeitsblätter für Schnelle überflüssig macht. Auch für die Arbeit mit Ganzschriften bedeutet das, dass nicht immer die ganze Klasse zusammen ein Buch liest, sondern immer wieder auch jedes Kind an einer individuell ausgewählten Lektüre arbeiten kann. Methodisch sind hierfür Lesetagebücher, Lesekisten, Leserollen etc. geeignet. Hier im Blog könnt ihr zwei Ideen bereits nachlesen: eine Distanzvariante des Lesetagebuchs in einer dritten Klasse und Digitale Buchvorstellungen in einer vierten.
Fazit deshalb: Holt die Bücher in die Klasse!
Danke fürs Lesen dieses Beitrags und nun wieder viel Spaß beim Lesen des Buches deiner Wahl! Katha
* im selben Blogbeitrag habe ich dafür den Begriff der „Verheftelung“ genutzt, der das Dilemma für mich gut ausdrückt.
** vgl. Prinzipien guten Deutschunterrichts nach Bartnitzky im selben Blogbeitrag
*** Ganz besonders wichtig ist es für die Kinder, in deren Familien es keine Bücher gibt und das Lesen keine Rolle spielt. Und diese Kinder haben wir in den Klassen – mancherorts mehr, andernorts weniger.
Diesen Leitsatz hat die Enquete-Kommission „Chancengleichheit in der Bildung“ im Oktober 2025 in ihrem vom Landtag NRW veröffentlichten Bericht formuliert. Er ist somit eine Maßgabe für meine Arbeit als Lehrkraft und Ausbildende. Ich finde das einen ganz wichtigen Satz, der viel mehr Macht hat, als man es drei Worten zutrauen mag. Warum, möchte ich heute versuchen aufzuschreiben.
Vorrede Anlass für diesen Beitrag ist eine Fortbildung, die ich gerade besucht habe. Es ging um neurodivergente Kinder im Schulalltag und die Fachfrau Leni Schütz bot vielfältige Informationen und Anregungen an. Das Thema Neurodiversität* begegnet mir neuerdings immer häufiger und gerät zunehmend in meinen Fokus. Kennt ihr das, wenn man für ein Thema so eine Sensibilität entwickelt, dass man es überall erkennt? Bisschen so wie man mit dem Beginn einer Schwangerschaft überall Schwangere, Stillende und Mütter sieht. Auf jeden Fall bin ich auf Instagram defintitv in einer Neurodivergenz-Bubble gelandet, die im deutschsprachigen Raum auf Schule bezogen vor allem von Saskia Niechzial (@liniert.kariert) vertreten wird. Und neuerdings gibt es auch verstärkt Fortbildungsangebote und Literatur zu diesem Thema.
Ein Modethema also? Wie die Me-too-Bewegung oder das Linksgrünversifftsein? Nein! Es gibt nur einfach mehr Bewusstsein für die neurologisch bedingten Unterschiede zwischen den Menschen, die aufgrund ihrer Überzahl von ca. 90% als normal gelten und den anderen, den Neurodivergenten.
Was ich aus der Fortbildung und bisher Gelesenem mitgenommen habe: 🌍Die WHO hat die Begrifflichkeiten neu geregelt, so dass es jetzt nur noch ADHS als Diagnose gibt und kein ADS mehr sowie die Bezeichnung Autismus-Spektrum-Störung (ASS) statt verschiedener Formen von Autismus wie Asperger. 🚨 Bei ADHS sucht der Körper einen Ausgleich für einen zu niedrig empfundenen Dopaminspiegel. Dieser Ausgleich kann u.a. durch Bewegung oder Zuckerzufuhr erfolgen. Unbehandeltes ADHS führt im Jugend- und Erwachsenenalter deutlich häufiger zu Drogenproblemen – ein anderer Weg, den Dopaminspiegel zu erhöhen. 🫱🏼🫲🏼 ADHS und ASS gehen oft Hand in Hand. 👩🏼 Vor allem Mädchen und Frauen wurden und werden immer noch seltener mit ADHS oder ASS diagnostiziert, weil ihre Symptome oft anders sind oder sie diese besser kompensieren. Frauen bekamen häufig die Diagnose Depression, obwohl neurobiologisch eher Autismus oder ADHS dahinter steckten.
Was ich auch mitnehme, weil es so ein starkes Bild ist, ist der curb-cut-Effekt. Er zeigt am Beispiel von für Invaliden in Amerika abgesenkten Bordsteinen, dass auch andere Personengruppen von Erleichterungen profitieren können, so wie in besagtem Fall u.a. Menschen mit Gehhilfen oder Kinderwagen. Aktuell sieht man diesen Effekt ganz präsent in der Flut von sprachgesteuerten digitalen Angeboten, die gefühlt jede:r nutzt, obwohl sie eigentlich als assistive Technologie für Sehbehinderte entwicket wurden.
Wenn ich nun diesen Effekt gedanklich mit dem zu Beginn genannten Gedanken „Ungleiches ungleich behandeln“ kombiniere, habe ich ganz klare Leitplanken für meine Arbeit als Lehrkraft. Es geht darum, dass wir nicht (mehr) nach dem Gießkannenprinzip Wissen und Maßnahmen über alle Kindern gleichermaßen ausschütten, sondern mehr darauf achten, welche Bedingungen wir für die Lernenden herstellen. Schule ist ein Lebensort, in dem die Kinder einen nicht unerheblichen Teil ihres Tages verbringen. Viele Kinder können die aktuellen Bedingungen gut verarbeiten und (wie gefordert) Leistung erbringen, manche aber benötigen dafür mehr Zeit, Hilfsmittel oder Rückzugsmöglichkeiten. Und das muss einfach noch viel normaler werden als es vielerorts heute immer noch ist! Immer wieder höre ich jedoch reflexartig Bedenken von Lehrkräften wie „Aber wenn x das darf, dann wollen das ja alle!“ oder „Wie soll ich den anderen den erklären, warum x etwas Anderes tut?“. Ein bisschen verzweifele ich dann innerlich immer, weil selbst junge Lehrende scheinbar immer noch mit der Vorstellung unterrichten, dass man nur konsequent genug allen das Gleiche anbieten muss, um am Ende erfolgreiche Lernende zu haben (was auch immer man sich darunter vorstellt).
Dabei ist es doch nicht erst seit gestern klar, dass verschiedene Kinder verschieden lernen, verschieden schnell lernen, verschiedene Stärken haben, sich verschieden gut selbst organisieren können, überhaupt halt ganz verschiedene Lern- und Lebensvoraussetzungen mitbringen. Gerade bei Kindern mit ADHS oder ASS geht es eben auch nicht darum, dass „die sich mal ein bisschen zusammenreißen“, sondern darum, wie ich als Lehrkraft die Rahmenbedingungen so gestalten kann, dass Lernen für diese Kinder möglich wird. (Gern wird hier auf das Beispiel einer Seh- oder Hörschwäche zurückgegriffen: bei Kindern mit diesen Problemen sind Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte/Mikrofone ganz selbstverständlich vorstellbar.)
Hier mal eine Auswahl meiner liebsten Internetfunde zum Thema Diversität, wenn auch nicht explizit Neurodivergenz (sorry für das schlechte Quellenmanagement):
Gern genutzt ist auch der Verweis darauf, was man alles nicht dürfe, oder dass etwas so nicht in den Vorgaben stehe. Und hier kommen die mächtigen drei Worte zum Tragen, für die auch die aktuelle Schulministerin aus NRW steht: Wir müssen nicht alle Kinder gleich behandeln. Wir sollen sogar dafür sorgen, dass sie ungleich behandelt werden, wenn das nötig und sinnvoll ist! Förderplan und Nachteilsausgleich sind hier auf jeden Fall zwei Zauberwörter, die schon viel möglich machen – und gleichzeitig andeuten, dass Maßnahmen mit den Erziehungsberechtigten kommuniziert, bestenfalls gemeinsam vereinbart werden. Es gibt aber auch 1000 Kleinigkeiten, die neurodivergenten Kindern den Alltag vereinfachen und somit erfolgreicheres Mitarbeiten fördern: die Möglichkeit, sich auch außerhalb von Pausen bewegen zu können oder Fidgets für Mirkobewegungen nutzen zu dürfen, Rückzugsmöglichkeiten zu haben, klare Strukturen und feste Abläufe, deutliche und visualisierte Arbeitsaufträge zu bekommen, um nur einige zu nennen.
Und wenn wir dann feststellen, dass neben den etwa 10% unserer SuS, die nicht neurotypisch sind, auch andere Kinder positiv auf diese Dinge reagieren, dann ist es doch sogar noch besser. Gleiches gilt für Lernmaterialien und -methoden, die bestenfalls für alle Lernenden wählbar oder zumindest anpassbar sind. Von Beginn an muss den Lernenden klar werden, dass es völlig normal ist, wenn Kinder an unterschiedlichen Dingen unterschiedlich arbeiten**. Dann entsteht bei den Kindern schnell eine sehr inklusive Haltung, in der Rechtfertigungen in der Regel nicht nötig sind. Die braucht es meiner Erfahrung nach allerdings leider noch häufig bei Eltern und noch leiderer auch bei Kolleg:innen). Hier wird noch zu oft nicht verstanden, dass z. B. ein Nachteilsausgleich einem Kind keinen Vorteil verschafft sondern eben nur tut, was er soll: einen Nachteil ausgleichen.
Nehmen wir also nochmal den Leitsatz „Ungleiches ungleich behandeln“ und betrachten wir Schule als Möglichkeitsraum: Wir dürfen viel. Wir dürfen viel mehr, als es in Handreichungen und Vorgaben explizit erwähnt wird. Lasst uns also nicht warten, bis eine Postille kommt, die uns explizit zu Fidgets rät oder flexible Sitzmöglichkeiten erlaubt. Lasst uns den Rahmen unserer Möglichkeiten nutzen und mehr darauf schauen, welche oft kleinen Änderungen das Zusammenleben und -arbeiten verbessern können.
Danke, dass du bis hierhin gelesen hast. Ich habe mich ein wenig in Rage geschrieben, deshalb wirklich danke. Über deine Gedanken zu dem Geschriebenen würde ich mich wirklich sehr freuen!
Katha
P.S.: Bob Blume schrieb zuletzt, dass Schreiben auch ein Werkzeug fürs Denken ist. Deshalb gibt es diesen sicher nicht perfekten und stellenweise unausgegorenen Blogbeitrag – weil ich thinking out loud mag und gern eure Resonanz hätte.
* Neurodiversität umfasst alle neurotypischen und neurodivergenten Menschen.
** Über meinen Umgang mit dieser Diversität habe ich u.a. hier und hier geschrieben. Und eigentlich fast in jedem Beitrag über meine alte #monsterklasse.
Für eine Unterrichtsreihe zum Erzählen brauchte ich zuletzt ein Rahmenthema. Einmal hatte ich solch eine Reihe bereits rund um die Weihnachtswichtel Jule und Jasper gestrickt – das passt aber im Frühjahr eher schlecht. Also habe ich mir eine Liste geschrieben mit möglichen andere Themen, die einen geeigneten Rahmen zum Erzählen von Geschichten bieten. Auch im Austausch mit einem KI-LLM kam ich jedoch zu keinem wirklich zufriedenstellenden Ergebnis, da allen Themen die Identifikationsfiguren oder eine gewisse Konkretheit fehlten.
Schlussendlich landete ich deshalb doch wieder bei der Idee, ein Bilderbuch als Rahmen zu nutzen. Dafür spricht, dass hier eine Figur oder Figuren eingeführt werden, die Ausgangspunkt für eigene Erzählungen der Kinder sein können. Außerdem gibt es viele Bilderbücher, die episodisch aufgebaut sind und dadurch einen sehr konkreten Rahmen bieten, in dem Erzählungen angelegt werden können.
zur Unterstützung ziehe ich im Seminar an dieser Stelle gern Claus Claussen heran, der in seinem Buch „Erzählwerkstatt“ sinngemäß formuliert, dass Schüler:innen immer dann am wenigsten gern erzählen, wenn alle Kinder nacheinander das gleiche erzählen oder der Ausgang der Geschichte von vornherein klar ist.
Hinweis: Wenn ich hier vom Erzählen schreibe, denke ich schwerpunktmäßig an mündliches Erzählen, weil Mündlichkeit eine große Bedeutung hat und Erzählkompetenzen übedingt gefördert gehören. Im Sinne eines erweiterten Textbegriffs kann man die Ideen unten aber auch in schriftlichen Erzählungen nutzen.
Einige episodische Bilderbücher möchte ich euch nun also kurz vorstellen:
„Flunkerfisch“ (Julia Donaldson, Axel Scheffler; Beltz Verlagsgruppe) Der kleine Flunkerfisch Flori träumt gern, kommt deshalb immer wieder zu spät zur Schule und erfindet fantasievolle Geschichten zu seiner Verspätung. Flori bietet eine liebenswerte Identifikations- und Hauptfigur für eigene Erzählungen der Kinder. Diese können aufgrund der Vorlage sehr fantasievoll sein, müssen dabei aber die Plausibilitätsprüfung des Kontextes der Unterwasserwelt bestehen. Wer mag, kann die Schulsituation als Erzählrahmen festlegen, so dass jede Geschichte wie im Buch damit beginnt, dass Flori zu spät kommt und flunkert und damit enden, dass Peter Petersfisch die Geschichte gefällt.
„Ich knack die Nuss“ (Paolo Friz, Atlantis Verlag) Gorillino möchte eine Kokosnuss öffnen, was ziemlich schwierig ist. Viele Tiere wollen ihm helfen und geben Tipps, aber Gorillino will es selbst schaffen. Die Geschichte bietet sehr klar wiederkehrende Sprachstrukturen und bietet sich bereits bei jungen Kindern für ein Erzählvorhaben an. Die Geschichte wird jeweils eher kurz, da es „nur“ um die Begegnung mit einem neuen Tier und dessen Tipp sowie Gorillinos Reaktion geht. Ein perfektes Übungsszenario also, dessen Kohärenz sich leicht reflektieren lässt.
„Olchi-Opas krötigste Abenteuer“ (Erhard Dietl, Oetinger Verlag) Die Olchis sind ein müllliebender Haufen lustiger Wesen, die ziemlich stark und sehr außergewöhnlich sind. Viele Kinder kennen sie aus Erhard Dietls Büchern oder der Verfilmung. Olchi-Opa und die zuhörenden Olchikinder bieten witzige Identifikationsfiguren, in die die Kinder sich leicht hineinversetzen können. In diesem Buch erzählt Olchi-Opa sehr fantastische Geschichten über verrückte Jobs, die er vor x-hundert Jahren inne hatte. Hier können sich erfahrenere Erzähler:innen fantasievoll austoben, weil Plausibilität quasi nicht gefordert wird. Reflektiert werden kann deshalb am Ende über gute Formulierungen und Ideen.
„Der Geräuschehändler (bekommt Post)“ (Kathrin Rohmann, Jule Wellerdiek; Verlag Knesebeck) Die beiden Bücher vom Geräuschehändler bestehen aus voneinander eher unabhängigen Kapiteln, die den Laden des Geräuschehändlers als Verknüpfung haben. Die Erzählideen können deshalb sehr offen sein – die Kinder erfinden frei, wer den Laden besucht und Geräusche benötigt. Kriterien für die Erzählungen sind dabei z. B. das Einhalten eines roten Fadens, also inhaltliche Kohärenz, oder auch die sprachliche Ausgestaltung der Geschichte.
„Die Heimkehr der Farben“ (Drew Daywalt, Oliver Jeffers; NordSüd-Verlag) Duncans Farbstifte haben sich einzeln aufgemacht, die Welt zu erkunden. Sie alle schreiben Duncan eine Postkarte von ihrer Reise. Als Rahmen zum Erzählen ergibt sich hiermit die spannende Perspektive der Farbstifte, die nach Hause zurückkehren wollen. Da sie an beliebigen Orten sein können, haben die Kinder eine große Auswahl an Handlungssträngen. Allerdings geht es hier defintiv um realistische, nachvollziehbare Geschichten, was einen hohen Anspruch an die Kinder darstellt und deshalb auch ein Schwerpunkt der Reflexion sein kann.
„Die zauberhafte Wortverlosung“ (Jutta Degenhardt, Lars Baus; Verlag mixtvision) Helene und ihre Oma bieten gesammelte Wörter als Lose an, die ganz unterschiedliche Menschen ziehen. Sie träumen sich dann in eine kurze Szene zu dem Wort, die im Buch bildlich dargestellt und „anerzählt“ wird. Da die Impulswörter sehr verschieden sind und ggf. von der eigenen Klasse selbst gesammelt werden können, bietet sich ein sehr lockerer Rahmen zum Erzählen. Inhaltlich gibt es somit wenige Vorgaben, so dass hier ein sprachlicher Fokus vorstellbar ist.
„Rille – die Dschungelfreunde sind los“ (Fee Krämer, Verlag Thienemann-Esslinger) Der Gorilla Rille soll eigentlich in einen anderen Zoo umgesiedelt werden, landet aber aus Versehen im Dschungel. Dort finder er schnell Freunde, mit denen er in jedem Kapitel des Vorlesebuches ein neues kleines Abenteuer erlebt. Die Tiere bieten den Kindern Identifikationsfiguren, die sie in ihre Geschichten aufnehmen können. Das kann ebenso sicherheit geben wie der thematische Rahmen des Dschungels. Erzählungen können sich in diesem Rahmen recht freu entfalten, müssen aber plausibel sein. Hierzu kann gut Feedback gegeben werden.
Eine Idee, die für alle Erzählungen gilt: Kriterien sind wichtig (vor allem bitte mit inhaltlichem Schwerpunkt, nicht nur rein formal!), ABER es ist für die Entwicklung der Erzählkompetenz auch hervorragend, Erzählgeheimnisse zu sammeln, also Formulierung und Idee, die eine Geschichte besonders gut, spannend, witzig, verständlich, … machen. Die Idee ist ein frecher Diebstahl der Schreibgeheimnisse von Beate Leßmann, funktioniert aber (s.o.: Erweiterter Textbegriff) genauso gut beim mündlichen Erzählen. Neben dem kriteriengeleiteten Feedback, das Kinder sich gegenseitig geben, sollen sie parallel auch auf Erzählgeheimnisse achten, die dann immer wieder gesammelt und aufgehängt werden. Bestenfalls inspirieren sie andere Kinder, diese oder ähnliche Formulierungen oder Kniffe in ihre Erzählungen einzubauen.
Wenn du weitere geeignete Bücher kennst, schreib gern hier oder bei Insta einen Kommentar. Dann kann ich den Beitrag hier noch ergänzen.