Links in Dokument einbinden

Nach meinem Artikel über Padlet im Deutschunterricht folgt heute eine kleine Anleitung zum Einbinden von Links in Textdokumente.

white computer keyboard on brown wooden table
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Man kann (zumindest in Word) auch über „Einfügen“ und „Link“ einen Link einfügen, das aber ist vielleicht komplizierter als mein Vorgehen. Vor allem, wenn man Tastaturkürzel wie „strg + c“ für kopieren oder „strg + v“ für einfügen nutzt, hat man so in Sekundenschnelle den direkten Weg zu genau dieser Internetseite in seinem Dokument:

Diese Version ist das pdf: Links in Dokumenten

Diese Version ist editierbar, weil in Word: Links in Dokumenten

Und dann? Wozu sollte man Links einfügen? Ich skizziere kurz meine Einsatzwege:

a) Damit ich im Unterricht schnell und zuverlässig zu den Filmen komme, die ich online zeigen will, nutze ich Link-Dokumente. Ich habe eine Datei, in der ich die Adressen der Filme gespeichert habe. So muss ich nicht viel tippen und komme vor allem auch direkt zur gewünschten Seite ohne Aufmerksamkeits-Nebenkriegsschauplätze…

b) Wenn ich möchte, dass meine SuS auf genau dieser Internetseite recherechieren, sie sofort zum richtigen Padlet kommen oder einfach nur vermeiden möchte, 26 Zweitklässlern beim Eintippen eines Links behilflich sein zu müssen, dann nutze ich Link-Dokumente. Bestenfalls kann man das Dokument allen SuS verfügbar machen. In unserem Netzwerk geht das über das Verteilen an alle privaten Verzeichnisse oder durch Ablegen im Klassenaustauschverzeichnis. Wer diesen Komfort nicht hat, muss dann wohl vom USB-Stick kopieren…

Für alle, deren Schulen schon mit Tablets arbeiten, kann man ähnlich arbeiten. Der Weg der Wahl wären dann jedoch QR-Codes, die sich mit den verschiedensten QR-Code-Generatoren (teils direkt als Browser-Plugin) erstellen lassen. Scannt man den Code mit Smartphone oder Tablet, gelangt man direkt zu gewünschten Website.

Beste Grüße
Katha

 

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Beobachtungsbögen & Bewertungsraster

Dieser Blogeintrag wurde speziell für die TeilnehmerInnen bei meinen aktuellen Vorträgen zu „Fachspezifischen Leistungen im Deutschunterricht“ in Niedersachsen verfasst. Natürlich dürfen ihn auch alle LeserInnen aus anderen Bundesländern gern als Inspirationsquelle verwenden.

Hier stelle ich ein paar Bögen zur Verfügung, die ich in meinem Unterricht nutze oder schon genutzt habe, um Kindern Rückmeldung zu ihren Leistungen zu geben bzw. Bewertungen transparenter zu gestalten. Die Bögen sind bewusst alle Word-Dokumente, damit jeder sie sich für den eigenen Gebrauch, mit den eigenen Fachbegriffen und Schwerpunkten oder Kindernamen anpassen kann.

Ein kurzer Abriss, warum diese Bögen für mich wichtig sind:
Wir sind immer dazu angehalten, den SuS transparente Leistunsgerwartungen zu geben. In vielen Fällen geht das m.E. nur mit Hilfe von klaren Kriterien, die den Kindern einen Halt bieten: An was muss ich denken? Was darf ich nicht vergessen? Woran kann ich micht „entlanghangeln“? Wenn nun optimalerweise die SuS Kriterien kennen, die wichtig sind, um eine bestimmte Textform zu verfassen, einen Vortrag im SU gut zu gestalten oder ein Kunstbild zu bewerten, dann folgen daraus zwei Möglichkeiten: LehrerIn und SuS können Rückmeldung geben, wie gelungen das Lernprodukt ist und was überarbeitet werden könnte. Außerdem kann transparent für SuS und Eltern bewertet werden – eine Kunstnote oder auch die Note für einen Text weredn so nachvollziehbarer. Das stärkt auch mich als Lehrerin sehr, da ich beim Bewerten mit Kriterien zu deutlich mehr Neutralität „gezwungen“ bin und auch kleine Erfolge bei schächeren Schülern wertschätzend zurückmelden kann.

Hier also ein paar Beispiele für solche Raster, Bögen oder wie auch immer man sie nennen will:
(wer auf dem Vortrtag war, weiß die Bögen inhaltlich besser zuzuordnen, die anderen dürfen sich ihren Teil denken oder nachfragen…)

Raster Brief

Raster Geschichte überarbeiten allgemein

Raster Überarbeitungstipps Reizwortgeschichte

Raster Reizwortgeschichte

Raster Rückmeldung zur SU-Mappe

Raster SU-Deutschland-Vorträge

Raster Farbkreis

Beste Grüße
Katha

Rückmeldung zu Texten geben – Achtung, digital.

Da ich heute mein halbes Fachseminar (also sechs LAA) zu Gast im Unterricht hatte, habe ich mal was auszuprobieren gewagt:

Die Drittklässler üben gerade das Überarbeiten von Texten durch korrekte Anwendung der wörtlichen Rede, Einsatz von treffenden Adjektiven und Verben aus dem Wortfeld sagen. Im Zuge dessen wiederholten wir heute noch das Beenden von Geschichten, das die Kinder seit dem zweiten Schuljahr kennen. Es ging mir vor allem darum, dass die SuS sich Rückmeldung zu ihren Texten geben.

Erste Überlegungen waren PA mit Hilfe von Haltestellen oder ein Doppelkreis, damit jedes Kind sich mit mehreren anderen über den eigenen Text austauschen kann. Besagter Besuch hat mich dann aber dazu ermutigt, das Ganze mit Padlet umzusetzen:
Padlet

Padlet ist eine digitale Pinwand, die verschiedene Vorlagen bietet. Es gibt die Möglichkeit, Gäste via Link ins Padlet zu holen. In meinem Fall habe ich natürlich auch die Kommentarfunktion aktiviert; die Like-Funktion mit Herzchen habe ich jedoch deaktiviert… #ausGründen
Den Link zum Padlet haben die SuS in einem pdf-Dokument gefunden, das ich ihnen im Klassenaustauschverzeichnis abgelegt hatte – ein Klick darauf führt genau zur gewünschten Website. [Gibt es Bedarf, dass ich hier mal erläutere, wie das funktioniert bzw. wie man solche Dokumente schreibt und ans Kind bringt?]
Schnell verstanden sie anhand meiner beiden Beispiel“zettel“, wie Padlet funktioniert und dass man mit dem + in der Ecke selbst neue Zettel anpinnen kann. Somit ging es schnell in die erste Arbeitsphase (ein zweisätziges Ende zur vorgegebenen Geschichte über unsere Klassenmonster schreiben). Meine LAA halfen hier und da beim Tippen, das noch nicht alle sicher beherrschen…
Ein Schüler entdeckte und probierte am Ende der Phase schon die Kommentarfunktion gefunden und ausprobiert, so dass der Übergang in die Rückmeldungsphase schnell gefunden war. Ich habe dann nochmal daran erinnert, wie man konstruktiv Rückmeldung gibt und einige Formulierungshilfen angeboten. Dann durften die Kinder loslegen und kommentierten die Texte der anderen. Die Ergebnisse seht ihr ausschnittsweise oben.
Für mich zeigen sie, dass viele Kinder sich wirklich mit den kurzen Texten beschäftigt haben und gute Rückmeldung oder Fragen formulieren konnten. Dass man Kommentare aktiv absenden muss, sollte man erklären – daraus resultierten ein paar Unsicherheiten.

Die Reflexion der Kinder war: hat Freude gemacht, man konnte zu allen Texten etwas schreiben, das war wie WhatsApp und WhatsApp mag ich, wir haben alle was zusammen geschafft.

Die Rückmeldung der LAA war: motivierte SuS in beiden Arbeitsphasen, sehr intuitiv zu bedienendes Tool, viel Bemühen um „gute“ Rückmeldung, Sorge dafür, dass zu jedem Text eine Rückmeldung erscheint.

Hier geht es zur Website von Padlet. Man kann nach Registrierung drei eigene Padlets kostenfrei anlegen – mit Lizenz ist die Zahl unbegrenzt. „Liken“ oder teilnehmen kann man an beliebig vielen Padlets.

Da ich eh einen geschrieben habe, bekommt ihr heute auch mal die Verlaufsplanung für die Stunde mitgeliefert. Wenn man nicht sechs LAA zum Helfen da hat, muss man sicher eine Doppelstunde dafür einplanen. 😉

Beste Grüße
Katha

Freudensprung!

Das war aber eine tolle Überraschung, als ich diese Woche plötzlich zwei schwere Pakete auf meinem Platz im Lehrerzimmer fand. Ich hatte doch ausnahmsweise mal gar nichts bestellt…

Beim Öffnen dämmerte es mir dann:
2019-04-03 16.06.29.jpg

Ich hatte im Februar bei einem Gewinnspiel der Stiftung Lesen mitgemacht und nun liegt ein druckfrischer Klassensatz von Michael Endes „letztem Werk“ (fortgesetzt von Wieland Freund) bei uns. Jippie!

Vielen Dank also an dieser Stelle an die Stiftung Lesen und „ich freu mich so“!
Katha

Medienkonzept schreiben (NRW)

Im kommenden Jahr muss unser neues Medienkonzept fertig sein. Viel steht noch nicht drin, das ist schon klar. Aber daran kann man ja noch arbeiten…

Da wir aber schon demnächst einen „Arbeitsstand“ abgeben müssen, schreibe ich gerade fleißig und habe dafür den Medienkompetenzrahmen, den ihr NRWler ja alle von hier kennt, in eine ausfüllbare Word-Version verzaubert. Vielleicht kann den ja der ein oder andere noch brauchen.

UnbenanntMedienkompetenzrahmen NRW zum Eintragen

Beste Grüße
Katha

#twitterlehrerzimmer

Heute gibt es hier eine kurze (subjektive) Nachlese zur Expertentagung zur Lehrerbildung mit dem Schwerpunkt auf Digitalisierung, die am 28.02. und 01.03. im li in Hamburg stattfand.

Bild1.png(Grafik kombiniert aus Bildern vom li und von twitter)

Zuerst kurz zum Titel dieses Beitrags: Ich werbe an dieser Stelle zum ersten Mal für das Twitterlehrerzimmer – also die KuK, die sich auf Twitter* vernetzen, Ideen austauschen, sich gegenseitig helfen und inspirieren. Ich selbst bin seit November dabei, nachdem ich Axel Krommer (@mediendidaktik_) zum ersten Mal davon schwärmen hörte. Seitdem „kenne“ ich gefühlt ein Dutzend Kollegen und Kolleginnen aus Schulen und Seminaren der ganzen Bundesrepubik. Einige davon durfte ich auf der Tagung dann auch mal persönlich treffen, was für mich schon ein echtes Highlight war (zumal einige „Promis“ der Szene dabei waren wie Jöran Muuß-Merholz)! Ein aktiveres PLN findet ihr wohl kaum irgendwo…

Insgesamt drei Vorträgen galt es in Hamburg zu lauschen. Zwei davon waren eher kritisch, aber aufrüttelnd und unheimlich wichtig für die Frage nach der eigenen Einstellung zum Lernen in digitalen Zeiten; der dritte war eher warnend und kontrastierte eine „Humane Schule“ mit der eher gehypten „Digitalen Schule“, was ich etwas befremdlich fand.

Außerdem konnte ich an drei Workshops teilnehmen, von denen zwei wirklich sehr konkret und spannend waren und sich sicher direkt auf meinen Unterricht in der Schule bzw. mein Fachseminar auswirken werden: Beispiele für die Arbeit im Fachseminar bzw. Fach Deutsch für die Grundschule waren zuerst dabei. Zwei FL aus den Seminaren Köln und Bonn zeigten Ideen, wie Digitalität in kleinen Schritten einziehen kann: z.B. inspiriert vom Street-Art-Künstler Slinkachu (gern mal googeln) kleine Figuren in Szene setzen, fotografieren und dazu erzählen, schreiben, Comics gestalten etc.
Später habe ich dann noch digitale Unterrichtsergebnisdokumentationen ausprobiert und mein iPad ein bisschen besser kennen gelernt – vor allem auch durch Tipps von KuK in den Workshops.

Nach anderthalb Tagen Tagung habe ich jetzt ein halbes Dutzend neuer Apps auf dem Tablet, neue Kollegen im Twitterlehrerzimmer, viiiiiiiel neues Wissen und ein bisschen neue Haltung und einen Haufen Notizen (ganz altmodisch auf Papier), die ich jetzt wegsortiere, in mein Medienheft schreibe oder vielleicht auch mal digitalisiere. Außerdem den Plan, einzelne Folien/Fotos/Sketchnotes auszudrucken und meinen Notizen hinzuzufügen.

Schade, dass ich noch mindestens 4 interessante Workshops verpasst habe, da sie in den gleichen Zeitschienen wie meine lagen (und ich leider keinen Zeitumkehrer wie Hermione Granger besitze).

Beste Grüße
Katha

* Man mag von Twitter halten, was man will – spätestens seit D. Trump ist es ja wirklich sehr negativ behaftet – aber die Vernetzung mit KuK aus ganz Deutschland ist wirklich einzigartig inspirierend und ermutigend!

Wie entsteht eigentlich eine Karte?

Zu dieser Frage hatten meine Drittklässler teils keine, teils rudimentäre Vorstellungen (wenn ich die zwei Schlaumeier mal außen vor lasse, die immer alles schon wissen…).

Gut, dann probieren wir es mal aus!

Schritt 1: Eine von mir gezeichnete Karte bzw. Luftansicht-Skizze unseres Differenzierungsraums liegt auf dem OHP (krass moderner Medieneinsatz) und die SuS vermuten, was dort abgebildet sein könnte.
Karte Nebenraum kartografieren.jpgSchnell erkennen sie den Raum und können den Formen die reellen Gegenstände zuordnen.

Schritt 2: Gruppenarbeit mit folgenem Arbeitsauftrag:
Kartenaufgabe.PNGIn jede Gruppe habe ich stärkere und schwächere Kinder gepackt, um allen Gruppen einen Erfolg zu ermöglichen. Da man fast alle benötigten Symbole auf meiner Karte abschauen konnte, war dieses Aspekt des Kartografierens vorentlastet.
Obwohl es kaum Streitigkeiten während der GA gab (was selten genug vorkommt), waren die Ergebnisse dann am Ende doch extrem unterschiedlich. Ihr dürft jetzt mal meinen Klassenraum kennenlernen – in sechs Varianten… 😉
((die Bilder bleibe ich für heute schuldig – in der Schule liegen lassen…))

Schritt 3: Analyse
Im Tafelkino besprechen wir, was auf welchen Karten besonders gelungen ist, warum sich Manches leichter erkennen lässt als Anderes und dass der Klassenraum eher Hochformat als Querformat hat. Ein Schüler ist der Sohn eines Bauzeichners und haut mit seiner Karte alles raus – sie wurde von allen als bestes Ergebnis gewürdigt, was den Jungen zu Recht stolz machte.

Schritt 4: Gruppenarbeit – outdoor!
DSCN2253.JPG
Wir nehmen einen Zeichenblock mit auf den Schulhof und versuchen, diesen zu kartografieren. Das ist eine deutliche Steigerung der Anforderungen (neue Symbole werden benötigt!) – aber wieder arbeiten die Gruppen ziemlich konzentriert und bis auf wenige Ausnahmen zielführend zusammen. Wir haben z.B. in den Gruppen besprochen, dass nicht jeder in der Gruppe zeichnen kann, aber dass auch die Beobachtungen und Tipps dem Zeichner nützen. Oder dass man Bäume in der Seitenansicht zwar besser erkennt, aber dass das nicht zu einer „richtigen“ Karte passt, auf der alles von oben zu sehen ist. Man braucht also Zeichen/Symbole, um Sträucher, Spielgeräte etc. darzustellen. Mein Highlight war, als einer meiner Träumer oben auf dem Klettergerüst stand und er auf meine vorsichtige Frage nach seinem aktuellen Status antwortete, er schaue nach, wie alles von oben aussähe. Bingo!
Kurzes Betrachten der Ergebnisse war heute noch drin, aber etwas genauer kommt das noch in…

Schritt 5: Das wird dann in den nächsten Tagen noch die abschließende Reflexion der Produkte sein und das Beschreiben des Kartografier-Vorgangs anhand von Stichworten. Natürlich werden die Ideen der Kinder auch noch durch ein par standardisierte Zeichen für Karten ergänzt und ein ganz bisschen theoretische Kartenarbeit muss auch noch sein.
Dann hoffe ich aber, dass am Ende mit Hilfe der sog. Didaktik des leeren Blattes ein bisschen mehr bei den kleinen Monstern hängenbleibt als wenn wir nur AB abarbeiten…

Beste Grüße
Katha