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Katha

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Rezension: „Die Legende der Star Runner“

Starrunner_CoverTitel: „Die Legende der Star Runner“ (Ein Lüfte-das-Geheimnis-Rätselabenteuer mit Timmy Tobson)
Verlag: Ullmann Medien (hier klicken)
Autor: Jens I. Wagner
Illustrationen: Cindy Fröhlich
ISBN: 978-3-7415-2117-1

Zum Inhalt:
Die Star Runner ist ein Schiff – ein ganz Besonderes. Timmi, Lilli und Marvin sind drei Schüler mit Sommerferien und einer großen Portion Abenteuerlust. Und dann ist da noch Lillis Opa, der den Dreien die Geschichte vom Piraten Lotterlulu und der vor 250 Jahren mysteriös verschwundenen Star Runner erzählt. Er übergibt ihnen einen geheimnisvollen Schlüssel, den er selbst schon von seinem Großvater erhielt, und der zum Piratenschatz gehören soll.
Am Ende jeden Kapitels gibt es ein kleines Rätsel, das sich durch Grübeln und genaues Hinschauen im „Kapitelendbild“ lösen lässt. Durch ein, zwei oder drei Lupen wird der Schwierigkeitsgrad des Rätsels symbolisiert. Immer zu Beginn des nächsten Kapitels wird das Rätsel dann natürlich aufgelöst.

Meine Meinung:
Mir und dem Möppel (Zweitklässler) hat das Buch sehr gut gefallen. Er hat das Vorlesen genossen, ich die recht kurzen Kapitel. Die Rätsel waren größtenteils für meinen Zweitklässler gut zu lösen – manchmal musste man echt ein bisschen nachdenken (selbst als Erwachsene).
Jörg Wagner schreibt sehr lebendig und erzeugt „Bilder im Kopf“ – er nimmt den Leser bzw. Zuhörer wirklich intensiv mit in die Geschichte hinein. Auch die Unterbrechungen durch die Rätsel tun diesem Effekt keinen Abbruch. Es gibt einige unerwartete Wendungen und unsere drei Detektive erleben eine wahre Schnitzeljagd auf der Suche nach Lotterlulus Schatz – den sie am Ende an ganz unerwarteter Stelle auch finden…

Ich mag diesen Mix aus Geocaching und historischen Abrissen a la „The DaVinci-Code“ für Kinder und denke, dass mitdenkende und neugierige Kids hier mal wirklich ernst genommen werden.

Leseempfehlung:
Die Geschichte der Star Runner rund um Timmi Tobson und seine Freunde ist spannend, nicht gruselig und enthält viele knifflige und abwechselungsreiche Rätsel. Somit ist sie zum Vorlesen für interessierte Grundschulkinder geeignet, zum Selberlesen m.E. für Drittklässler aufwärts. Der Verlag empfiehlt es ab 8 Jahren.

Vielen Dank an den Verlag Ullmann für das druckfrische Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

Rezension: „Schulplaner von Betzold“

Betzold-Design-Schulplaner-2019-2020-Hardcover-DIN-A5-E_758674_a-LTitel: „Schulplaner“
Verlag: Betzold (hier klicken)

Zum Inhalt:
Der Planer von Betzold verfügt inhaltlich über alles, was einen im Lehreralltag begleiten muss: einen Jahreskalender, Ferienzeiten, Wochenübersichten für die Unterrichtsplanung, Stundenplanseiten, To-do-Listen und Notizpapier. Es können bis zu 12 Klassen geführt werden.
Der A5-Planer ist handlich und nicht zu schwer. Für 12,95€ liegt er preislich im Mittelfeld für einen Schulplaner.

Meine Meinung:
Der äußere Eindruck ist gut: solide verarbeitet, griffig, qualitativ hochwertiges Papier, Lesebändchen, prima Druck.

Das Format der Wochenplanung gefällt mir zum Eintragen der Wochenplanung (130 Seiten) sehr gut. Leider sind wie fast immer, grundsätzlich 10 Stunden pro Tag vorgegeben, was für viele GS-Lehrer ja nicht realistisch ist. Hier wären weniger Stunden und dadurch mehr Platz pro Stunde (vielleicht optional) schön. Angenehm ist, dass neben dem reinen Planungsplatz auch Platz für Notizen vorhanden ist und jede Seite durch kleine Bilder aufgelockert wird. Jeder Monat hat zudem eine Starterseite mit netten Impulsen und Tipps zu bieten.
Planer 3Die Notenlisten sind zwölffach vorhanden (12 x 3 Doppelseiten), jedoch durch das kleine Format sehr klein und „frickelig“. Wer regelmäßig seine Notizen und Noten im Planer verwalten will, sollte sich eher für die Version in A4 entscheiden. Für Fachlehrer ist das super, als Klassenleitung wäre mehr Notizplatz für die eigene Klasse schön.
Der Listenteil am Ende beinhaltet die Themen Vertretungsstunden, Ausgeliehen, Kollegen etc.; vorn sind Stundenplan und Ferien sowie Kalender zu finden.
Die Gestaltung mit den Pastelltönen, Schriftzügen und Ornamenten kommt meinem ästhetischen Empfinden absolut entgegen. Erfreulicherweise leiden unter der hübschen Gestaltung nicht die Praktikabilität oder die Übersichtlichkeit.
Das einzige, was mir persönlich fehlt, ist eine Perforierung auf den Klassenlistenseiten, so dass man die Namensspalte einfach abreißen kann.

Leseempfehlung:
Jeder, der gern einen praktischen und schönen Planer haben möchte, ist mit diesem Planer gut beraten. Menschen mit großer Schrift oder recht ausführlicher Planung sollten eher A4 als A5 wählen, da sie sonst sicher (wie in allen kleinen Planern) Platzprobleme bekommen.

Vielen Dank an den Betzold-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

Rezension: „Weltenfänger“-Reihe

2018-11-01 07.54.17Titel: „Weltenfänger“ (genaue Bezeichnungen s.u.)
Verlag: Duden (hier klicken)

Zum Inhalt:
Heute gibt es sozusagen eine 3-in-1-Rezension, weshalb ich mich bemühen muss, die Bestandteile möglichst einzeln zu beschreiben.

Die Weltenfänger-Materialien für Deutsch teilen sich in a) „Meine total verrückte Wörterkiste“, b) das AH „Fallen Buchstaben vom Himmel?“ (A4) und c) das AH „Heute bin ich Lesemotte“ (A5) auf.
a) Das Spiel ist konzipiert für 2 bis 6 Mitspieler – im Unterricht also eher für Fördergruppen. In der stabilen Kiste befinden sich magnetische Buchstaben in großen und kleinen Lettern, die an der magnetischen Deckelinnenseite befestigt werden können (s. Foto). Außerdem gehört ein Stapel Spielpläne dazu sowie Auftragskarten. Es geht darum, dass die Spieler vorgesprochene Wörter mit den Buchstaben richtig legen und abschreiben. Sobald das gelingt, darf ein Feld im Spielplan ausgefüllt werden und wer zuerst alle Felder voll hat, ist SiegerIn.
Erfreulich an dem Spiel ist, dass es weitere Kartensets dazuzukaufen gibt (s. Homepage), mit denen man die schöne Kiste dann noch ausführlicher nutzen kann.

b) und c) die beiden Arbeitshefte: im größeren kann man u.a. Schwungübungen machen, Anlaute abhören, mit Buchstaben spielen und sie wieder erkennen:

Im kleineren geht es teils künstlerisch zu, teils aktiv. Insgesamt werden die Buchstaben von A bis Z mit verschiedenen Zugängen kennen gelernt:

Neben diesen Materialien für Deutsch gibt es analog auch ein Set für Mathematik: ein Spiel und zwei Arbeitshefte. Da ich zu Zeit kein Mathe gebe, konnte ich sie nicht in der Schule testen. Mein Sohn (Zweitklässler) fand das Spiel „ganz nett“ – leider konnten wir aber nur in der 1:1-Situation Mama/Kind spielen, was schnell langweilig wurde. In einer kleinen Gruppe gibt das Spiel aber sicher mehr her.

Meine Meinung:
Das Spiel kann ich mir für Kleingruppen durchaus im Unterricht vorstellen, da es sicher einen sehr auffordernden Charakter hat und entweder von einer Lehrkraft oder einem starken Lerner geleitet werden kann.
Die beiden AH sehe ich eher im privaten Bereich angesiedelt – es gibt keine wiederkehrenden Aufgaben, die Lernanfänger allein bewältigen können. Vielmehr ist auf jeder Seite eine Begleitung durch einen Erwachsenen nötig. Wer (als Kind!) Lust hat, schon vor der Schule oder zum Schulstart ein bisschen mehr über die Buchstaben und die Schrift zu lernen, für den/die könnten diese beiden Hefte interessant sein.

Leseempfehlung:
Für lernwillige und wissbegierige Sechsjährige, die helfende Leser im Hintergrund als Helfer parat haben. 😉 Genauso empfiehlt es aber auch der Verlag: die Hefte ab 4 bzw. 6 Jahren und das Spiel ebenfalls ab 6 – „für Neugierige“…

Vielen Dank an den Duden-Verlag für die Rezensionsexemplare!

Beste Grüße,
Katha

Rezension: „Herr Planet – voll konkret“

RHERR PLANET VOLL KONKRET - Cover - 2D - HiRes.jpgTitel: „Herr Planet voll konkret – aus dem Leben eines Junglehrers“
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (hier klicken)
Autor: Herr Planet
Illustrationen: Jana Moskito
ISBN: 978-3-86265-771-1

Zum Inhalt:
Herr Planet fängt frisch aus dem Referendariat kommend seine erste Stelle als „richtiger“ Lehrer an und startet an einer neuen Schule mit einer ersten Klasse. Mal in Anekdoten, mal sehr detailgenau beschreibt er sein erstes Schuljahr in eigener Verantwortung – was alles dazu gehört, welche Höhen und Tiefen es so gibt: Einschulung, erster Ausflug, Konferenzen, Elternsprechtag, Song fürs Klassentier …

Meine Meinung:
An vielen Stellen im Buch habe ich mich gefragt, ob Herr Planet und ich mal an der gleichen Schule gearbeitet haben. So viele Charaktere glaubte ich wiederzuerkennen und so viele Kleinigkeiten kamen mir vertraut vor. Vermutlich liegt das einerseits daran, dass sich Vieles zwischen Schulen ähnelt, andererseits aber eindeutig an der lebendigen Schreibweise des Autors. Fast mein Jahrgang und ebenfalls (zumindest ehem.) Blogger bin ich gedanklich sicher eh eher auf seiner Wellenlänge.
Schön fand ich, dass neben den ernsten, manchmal traurigen und oft anspruchsvollen Seiten des Berufs auch die föhlichen Momente nicht fehlen, viel Humor durchscheint und klar wird, dass „Primimaus“ eben doch ein toller Beruf ist.
Als ich die Rezensionsanfrage erhielt, war ich ehrlicherweise erst skeptisch, da es ja nun doch schon einige ähnlich gelagerte Bücher gibt, die mich bislang nicht überzeugten. Nach einer kurzen Leseprobe als pdf las ich dann aber doch das ganze Buch, da Her Planet weder Schüler- noch Lehrer“bashing“ betreibt sondern einfach lebendig mit in seinen Alltag nimmt.

Leseempfehlung:
Für alle GS-LehrerInnen und solche, die es noch werden (wollen) kann ich dieses Buch sehr empfehlen!

Vielen Dank an Herrn Planet persönlich für das druckfrische Rezensionsexemplar! Danke – und viel Erfolg!

Beste Grüße,
Katha

Rezension: „Warum ADHS keine Krankheit ist“

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Titel: „Warum ADHS keine Krankheit ist – eine Streitschrift“
Verlag: Hirzel (hier klicken)
Autorin: Amrei Wittwer
ISBN: 978-3-7776-2761-8

Zum Inhalt:
Der Titel enttäuscht nicht: Amrei Wittwer behandelt das streitbare Thema ADHS sehr ausführlich und anspruchsvoll. Sie legt ihrer Argumentation viele auch internationale Studien zu Grunde. Behandelt werden hauptsächlich die Frage nach der Diagnosegrundlage für ADHS und die meist empfohlene Therapie mit Stimulanzien wie Ritalin. Wittwer stellt fest, dass die diagnostische Grundlage unter medizinischer Hinsicht eher zweifelhaft ist und arbeitet heraus, dass die gängigen Medikamente nicht die richtige Behandlung seien. Außerdem  fordert die Autorin, dass Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten viel häufiger auch im sozialen Umfeld der Betroffenen (vorrangig familiär) gesucht und behandelt werden sollten.

Meine Meinung:
Ich maße mir nicht an, die Studienauswahl oder die medizinischen Hintergründe zu bewerten, die im Buch dargestellt werden – dazu habe ich in dieser Richtung zu wenig Hintergrundwissen. Auf jeden Fall scheinen sie mir gut recherchiert und breit aufgestellt zu sein.
Das für mich interessanteste Kapitel ist deshalb das letzte. In diesem wird dargestellt, dass viele Kinder eine ADHS-Diagnose bekommen, die eigentlich anderweitige Probleme haben – meist liegen diese nicht im medizinischen Bereich. Sehr gelungen finde ich auch den Ansatz, dass 1. die Kinder in die Diagnose einbezogen werden müssten, vor allem aber 2. die Erwachsenen in die Behandlung.
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Leseempfehlung:
Für alle, die sich ein bisschen mit Medizin auskennen, ist das Buch sicher einfacher zu lesen als für mich medizinischen Laien. Dennoch ist es eine interessante Grundlage für alle, die ein bisschen tiefer in die Materie einsteigen möchten und sicher nicht Gefahr laufen wollen, Pharmakonzerngestützte Veröffentlichungen oder Fortbildungsangebote zu „erwischen“.

Vielen Dank an den Hirzel-Verlag für das druckfrische Rezensionsexemplar! Ich möchte es gern in meiner Leserschaft verlosen, da mein Bücherregal einfach zu voll ist. Wer sich also ebenfalls mal mit neuen Argumenten „bewaffnen“ möchte, darf sich gern bis 28.04.19 um 20 Uhr bei mir per Kommentar melden.

Beste Grüße,
Katha

Buchtipp / Erzählen

Heute habe ich mal einen Buchtipp, den ihr privat (wenn ihr eure eigenen Möppels habt) und schulisch nutzen könnt – und er passt prima ins „Jubiläumsjahr“, in dem Michael Ende seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte:

2019-02-16 20.18.55

Der Möppel sowie das Möppelchen sind riesige Fans von Jim Knopf und seinen Geschichten; wir haben das „alte“ Buch, die Puppenkiste-DVD, die Neuverfilmungs-DVD und diverse CDs in den Regalen stehen. Bei all unseren letzten Büchereibesuchen sind deshalb immer wieder Bilderbücher aus der oben zu sehenden Reihe in den Körben der Jungs gelandet. Und dieses Buch nun sogar auf dem Gabentisch des Möppelchens an seinem vierten Geburtstag.
Eigentlich bin ich ja immer etwas skeptisch, wenn so ein großes Werk wie das von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer von anderen Autoren aufgegriffen und weiter geführt wird. Aber in diesem Fall (obiges Buch und andere aus der Reihe) geht es mir anders. Der Hauptgrund liegt in der tollen Idee, die darin steckt und die ich euch an drei Seiten aus dem Buch zeigen möchte:

1. die Startseite (Umschlaginnenseite vorn):
2019-02-16 20.19.32
Hier kann man in Form von Fotos nochmal kurz die Basisgeschichte von Jim Knopf und die Hauptfiguren aus Lummerland Revue passieren lassen, sie benennen, charakterisieren etc.

2. die Geschichte:
2019-02-16 20.19.26
Auf vielen Seiten findet man Fotos mit einer Situation oder Gegenstand, die/der auf der Seite bedeutsam ist – hier z.B. die Karte der Pyramide.

3. der Abschluss (Umschlaginnenseite hinten):
2019-02-16 20.19.42
Hier kann nach dem Vorlesen der Geschichte nochmal erzählt werden, was passiert ist. Die wichtigsten Stellen der sind also nochmal kurz zusammen gefasst und bieten ein Gerüst bzw. einen Erzählplan an, der die Abfolge der Geschehnisse unterstützt.

Mein Möppelchen hat das Buch von seiner Patentante zum Geburtstag bekommen und seitdem gehört es zu seinen Favoriten für die Gutenachtgeschichte. Und naja, da ich gerade viel am Thema „mündlicher Sprachgebrauch“ arbeite, ist mir die Gestaltungsweise dieses Titels als so wunderbar geeignet erschienen, auch mit Schülern genutzt zu werden. Vielleicht leiht Möppelchen es mir ja mal aus…

Viele Grüße
Katha