Zeugnisvorbereitungen – und es geht schon wieder los…

… mit dem „Spät-dran-sein“ für die Zeugnisse im Sommer! Unbedingt wollte ich dieses Jahr früher fertig werden als kurz vor Schluss, aber das klappt wohl nicht.

Egal. Basierend auf meiner Liste vom letzten Jahr möchte ich mir einen Überblick über die deutschspezifischen Leistungen der Kinder verschaffen, damit ich beim Schreiben der Texte fürs Zeugnis nicht immer durch diverse Planerseiten und Notizen blättern muss. Entstanden ist eine Tabelle, auf der ich kurz die wichtigsten Aspekte summieren und Schwerpunkte bzw. Probleme deutlich machen kann. Ausgehend davon kann ich dann meinen mehr oder minder standardisiert beginnenden Text pro Kind „herunterrattern“ und individuell verändern.

Wer’s brauchen kann, darf sich die Liste gern hier als .doc-Datei herunterladen – dann kann man die Namen direkt einfügen – oder darunter als .pdf-Datei:
Liste Komp. D Klasse 2
Liste Komp. D Klasse 2

Beste Grüße,
Katha

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Berufe – weiter geht’s fachübergreifend

Die Zweitkläsler haben die ganze Woche im Deutschunterricht gelernt, wie man Geschichten plant und schreibt und was dabei wichtig ist. Da habe ich spontan die Bildung der Gruppen für die anstehende Berufe-Gruppenarbeit verschoben und eine kleine fachübergreifende Schreibaufgabe gestellt:

Beim Zaubereinmaleins gibt es schöne Schreibblätter mit dem Drachen Konstantin, auf denen oben jeweils ein Bild mit Konstantin in einem Beruf zu sehen ist. Da die Kinder Konstantin schon kennen (angeblich ist er ein Cousin unseres Klassenmonsters Mona), war die Motivation schnell geweckt und fast alle bekamen auch eine gute Idee für eine Geschichte.
Unser Lehrwerk gibt die Schritte
I – Ideen finden
N – Notizen machen
E – Erzählen und
S – Schreiben
vor. Passend dazu gab es zuerst ein Schmierpapier, auf dem Notizen gemacht werden sollten. Dann gab es eine „Bushaltestelle“ an der Tafel, an die sich setzte, wer fertig zum Erzählen war. Sobald ein Kind dazu kam, gingen beide raus und erzählten sich ihre Geschichten. Danach ging es ans Schreiben und Vorzeigen für Tipps von mir. Einige Kinder sollten dann noch ein Ende ergänzen, denn viele Texte hörten sehr „hängend“ auf.
Wer fertig war, konnte sein Bild noch anmalen. Seltsamerweise lieben das die meisten Kinder ja immer noch und dauerhaft.

Stolperstellen:
1. Ideen finden und in Worte fassen
2. NUR Notizen machen und nicht gleich die ganze Geschichte schreiben
3. mit einem Zufallspartner über die Geschichte sprechen
4. die Geschichte dann auch aufschreiben
5. lesbar, mit Wortgrenzen und Punkten schreiben (Berufe standen an der Tafel…)
6. die Überschrift nicht vergessen

Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Ablauf sehr zufrieden. Ca. 1,5 Schulstunden waren wir beschäftigt und fast alle sind fertig geworden (ein Schüler hat einfach zu viel vor gehabt und mir deshalb nur die Vorschrift abgeben können – s. Stolperstelle 2).
Hier ein paar Eindrücke:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Neben den methodischen Herausforderungen dieser Aktion habe ich für mich aber nun auch noch gleich eine Grundlage für die Zeugnisse, die ganz aktuell ist und sehr deutlich die Kompetenzen beim Erzählen und Verfassen von Texten zeigt, aber auch die rechtschriftlichen Kompetenzen viel klarer darstellt als jedes Diktat es könnte…

Beste Grüße,
Katha (die Lehrerin)

Leseverständnis? Hörverstehen!

Momentan bin ich gedanklich ein bisschen tiefer drin in der Frage, was genau ich von meinen Zweitklässlern eigentlich erwarte und verlange bzw. erwarten und verlangen kann*. Einerseits haben wir ja nun alle mehrer Faktoren, die wir dafür nutzen:
> die Lehrpläne, Richtlinien, Curricula und sie sie alle heißen als Grundlage sowie
> unsere beruflichen Erfahrungen und daraus gewonnene Vergleichswerte und
> unsere privaten Erfahrungen (eigene / bekannte Kinder).

Und dann gibt es ja da noch die IST-Situation. Die fast drei Jahre Altersunterschied innerhalb einer Jahrgangsklasse, die unterschiedlichen Hintergründe der Kinder, was ihre Entwicklung und „Förderung“ im Elternhaus betrifft und mögliche Einschränkungen durch einen erhöhten oder sogar sonderpädagogischen Förderbedarf bzw. mangelnde oder nicht vorhandene Sprachkenntnisse.

Das alles führt mich immer wieder zu dem Gedanken, dass ich natürlich differenzierte Lernangebote machen muss, um jedem einigermaßen gerecht werden zu können. Während meine starken Kinder diese auch sehr selbstständig annehmen und nutzen können, brauchen die schwächeren Lerner mehr von meiner Zeit. Vor allem brauchen sie Zeit, in denen ich ihnen beim Lesen helfe und ihr Leseverständnis aufbaue, ohne dass sie im selbstständigen Arbeiten ziemlich verloren sind. Aber irgendwie habe ich trotzdem nie genug davon, um gerade ihnen zur Seite zu stehen, was mich sehr frustriert…

Heute auf dem Weg zwischen Klassenraum und Lehrerzimmer stellte ich mal wieder fest, dass ich im Gespräch mit einigen Kindern inzwischen wirklich bei Ein-Wort-Sätzen angelangt bin. Aus „Denkst du bitte morgen an den Elternsprechtagszettel, Hansi?“ ist „Hansi? Elternsprechtagszettel!“ geworden. Ich als Freundin der Literatur und Linguistik finde das furchtbar! Aber ich weiß auch, warum ich es so handhabe: Die „überflüssigen“ Wörter kommen bei vielen meiner Klienten einfach gar nicht an. Je weniger Worte ich da nutze, umso höher ist die Chance, dass der Kern meiner Botschaft ankommt. Ein weiteres Beispiel:
Hör bitte auf zu kippeln!“ und „Leg bitte den Stift in die Federmappe!“ und „Jetzt wird nicht gegessen!“ und viele ähnlich angelegte Sätze, die wir alle dutzendfach am Vormittag sagen, heißen bei mir oft nur noch „Nein!„. Traurigerweise haben sie die exakt gleiche Wirkung wie die ausführlichen Ermahnungen – das heißt: sie wirken genauso schnell und genauso kurz.

Bevor ich jetzt in eine Gesellschaftsschelte abrutsche, möchte ich noch ein fachliches Fazit ziehen: ich werde in meiner Klasse weit mehr auf Hörverstehensübungen zurückgreifen (müssen), wie ich sie als Fachlehrerin Englisch ja oft nutze. Die Monster werden öfter mal Hörlogicals und Ähnliches mit mir bearbeiten dürfen, damit dieses genaue Zuhören mal wieder etwas wichtiger wird. [z.B. wie hier oder hier oder hier beschrieben] Da wir gerade die Adjektive kennen gelernt haben, werde ich wohl mal eine Übung machen, bei der Bild- bzw. Wortkarten in ein Raster gelegt werden müssen, die zu bestimmten Adjektiven passen. (Also z.B. In Feld Nr. 1 liegt etwas, das weich und gestreift und kuschelig ist.)
Ob’s was bringt, weiß ich noch nicht, aber für mein Gewissen muss das demnächst nochmal ein Schwerpunkt sein. Bevor es in der 3 dann so richtig rund geht…

Beste Grüße,
Katha

* Dazu beigetragen hat u.a. die Ausarbeitung unserer Lehrwerksvorstellung, die diese Woche gelaufen ist und in deren Rahmen ich mir viele Gedanken über Leistungsansprüche gemacht habe. Außerdem tragen die Vergleiche zwischen Möppel (1.Klasse) und meinen Monstern (2.Klasse) dazu auch sehr bei, denn bei Möppel in der Schule sind das Klientel und somit die Ansprüche deutlich anders als bei uns.

Welttag des Buches – Verlosung

imagesMorgen, am 23. April, ist wieder Welttag des Buches. Und ich würde gern mal wieder ein Buch verschenken!

 

 

In meinem Schrank habe ich noch ein niegelnagelneues Jo-Jo-Wörterbuch stehen, das sich von seinem Zwilling trennen würde. Und das habe ich mir ausgedacht:
Wer das Buch gewinnen möchte, schreibt im Kommentar einen Vierzeiler, in dem die Begriffe „Wörter“ und „Buch“ vorkommen. Ich werde dann am Ende (Montag Abend, 20 Uhr) ganz subjektiv und ohne notarielle Aufsicht entscheiden, welches mir am besten gefällt.
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Nach den (teuren) Erfahrungen von der letzten Verlosung dürfen dieses Mal nur Menschen mit einer Adresse in Deutschland teilnehmen. Nochmal 17€ Porto möchte ich nicht verschenken…

Beste Grüße,
Katha

Ferienarbeit

2018-04-04 14.05.11.jpgDa wir ja alle sooo viele Wochen im Jahr frei haben, können wir diese Zeit ja mal nutzen… Ich nutze sie gerade zum Bewerten eines Lehrwerks, da wir im Kollegium nach grundlegenden Veränderungen an der Schule unser Deutschlehrwerk mal auf den Prüfstand stellen. Eine kleine Arbeitsgruppe hat deshalb Kriterien gesammelt und sortiert und will damit drei neue und das bisherige Lehrwerk mal möglichst neutral „begutachten“. Mein Beitrag ist – oh Wunder – das Lehrwerk Jo-Jo von Cornelsen, das ich als Mitautorin und Referentin ziemlich gut kenne. Die aktuellen „Bausteine“ müssen sich außerdem noch mit „Zebra“ und „Flex und Flora“ messen.

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Wie sind eure Erfahrungen mit Deutsch-Lehrwerken? Mögt ihr etwas empfehlen oder von einem Werk abraten? Ich nehme gerne euer Lob oder eure Kritik mit in unsere Runde!

Auf Nachfrage ergänze ich diesen Artikel hiermit um die Liste, die wir in unserer Gruppe zusammengestellt haben. Sie basiert z.T. auf einer laaangen Auflistung von Dagmar Wilde, die ihr hier finden könnt. Und hier die (editierbare) Datei: Kriterien für die Wahl unseres Deutschlehrwerkes

Beste Grüße,
Katha

Schleichdiktat-Variante

Unsere Zweitklässler arbeiten sich gerade auf ihr drittes Diktat hin und wir haben die Übungen, die wir bei den ersten beiden Diktaten genutzt haben, größtenteils wieder im Einsatz. Das Schleichdiktat habe ich allerdings dieses Mal ein bisschen abgewandelt:

„Früher“ hingen im Klassenraum und dem Nebenraum Zettel mit einzelnen Sätzen bzw. mehreren Lernwörtern. Im Wochenplan stand, welche Variante jedes Kind bearbeiten sollte. Die Wörter wurden dann klassisch gemerkt und am Sitzplatz ins Heft geschrieben.

Jetzt wollte ich die Kinder gern ein bisschen dahin führen, dass sie sich mal Gedanken um den Umfang ihrer Merkfähigkeit machen und dazu die Aufgabe „Zeichne deine Merkportionen mit Strichen im Text ein“ vorangestellt. Wie immer gab es sehr reflektierte Kinder, die sich immer etwa 4 Wörter vornahmen, aber auch die etwas wilderen, die sich nur zwei oder drei Striche in die vier Sätze zeichneten.
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Als zweite Instanz der „Selbstüberprüfung“ habe ich unter dem Text 25 Kreise abgedruckt – jedes Mal, wenn das Kind zum Text geht, sollte es einen davon anmalen. Und siehe da: bei den meisten Kindern waren es am Ende etwa 10 bis 12 Kreise, was bei einem Textumfang von knapp 40 Wörtern einen guten Vierwörterschnitt ergibt. Das war sehr spannend, den Kindern mal rückmelden zu können, wie realitisch sie ihre Merkfähigkeit eingeschätzt haben und ob sie wirklich ehrlich mit sich selbst waren. Ein Kind war sehr erstaunt, dass ich genau wusste, dass es zu wenige Kreise angemalt hatte…
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Natürlich erreiche ich auch mit einer solchen Herangehensweise nicht bei allen Kindern etwas – aber das ist ja nun immer so. Meine Erfahrung war heute, dass viele Kinder sich zum ersten Mal wirklich Gedanken gemacht haben, wie sie ihre Merkportionen setzen und vor allem auch inhaltliche Zusammenhänge oder (ohne dass sie es wussten) Satzglieder nutzten, um sich Satzteile zu merken. Auch war das Arbeiten durch die anzumalenden Punkte etwas konzentrierter, weil nicht nur mal eben schnell ein Blick aufs Blatt geworfen wurde, sondern man ja zumindest zum Anmalen verweilen musste und sich dadurch die nächste Merkportion doch genauer ansah, um nicht nochmal für die gleiche Portion laufen zu müssen.

Zuletzt gibt es die Möglichkeit, die eigene Leistung einzuschätzen und eine Rückmeldung der Lehrkraft zu bekommen. Ich konnte heute 14x prima, 2x mittelmäßig und 1xnicht gelungen ankreuzen. Insgesamt doch erfolgreich, oder?
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Wer es auch mal probieren will, bekommt die Vorlage heute blanko ohne Text. In die pdf-Variante (Schleichdiktat) kann man seine Wörter oder Texte einkleben oder manuell eintragen, in der doc-Version (Schleichdiktat) geht es dann auch digital.

Viel Freude damit,
Katha

Mensch-Tier-Ding

Heute kommt endlich mal ein länger liegen gebliebener Eintrag: Ein Spiel aus dem Wochenplan zu den Nomen vor ein paar Wochen.

Da es darum ging, Nomen in Kategorien zu ordnen und Nomen zu Kategorien zu finden, habe ich eine schlichte Anwandlung von Stadt-Land-Fluss vorbereitet. Das frisch gelernte ABC steckt ja gleich mit drin, so dass wir hier die ersten beiden großen Themen des Schuljahres verknüpft haben. *Supi!*
DSCN1330Wie der Titel oben schon sagt, gibt es nur die drei Kategorien Mensch (alle Personen, Namen, Berufe…), Tier und Ding. Im Lieblingsdiscounter habe ich vor längerer Zeit schon zwei Ausgaben von Stadt-Land-Fluss mit Vordrucken und vor allem ABC-Kuststoffdrehscheiben erworben, die hierfür perfekt passen.

Die Spielregel war fix erklärt und die Punkte stark vereinfacht: Die Runde endet, wenn der erste Spieler alle Felder gefüllt hat. Pro korrektem Wort gibt es einen Punkt. Am Ende der sieben Runden kann man abrechnen. Das war den Kindern aber gar nicht so wichtig, durfte ich feststellen. 🙂

Inzwischen liegen die Spielpläne und Drehräder noch zur Freiarbeit aus. Für meine fittesten Kinder, die das Spiel und die komplizierteren Punkteregeln schon kannten, lege ich noch ein paar originale Spielbögen dazu.

Beste Grüße,
Katha