Back to the Wochenplan

… geht es in der kommenden Woche für uns. Nachdem ich nun die 25% neuen Kinder in der Klasse besser kennengelernt habe und hoffentlich ihre Kompetenzen halbwegs richtig einschätze, wird es ab morgen wieder einen WP für alle geben. Anders habe ich zur Zeit nicht das Gefühl, dass ich den weiterhin so flotten Selbstläufern gerecht werden kann, dem Förderkind Lernen und den beiden Quasi-Nichtlesern ohne Förderstatus.

Also gibt es morgen eine bunte Mischung aus AH-Aufgaben, Arbeitsblättern zum Schreiben und solchen zum Lesen. Partnerarbeiten können gewählt werden (endlich werde wir ja auch unsere Partnerkarten ausfüllen, wenn nicht wieder irgendwer krank ist) und WP-Arbeit soll ja auch kommunikative Züge haben dürfen:
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Die Sitzordnung ist jetzt endlich an einem Punkt, der etwas mehr Ruhe in die Klasse bringt – oder es war Zufall, dass es mit ihrem Inkrafttreten zivilisierter im Klassenraum wurde. Es stehen jetzt 4 „Klippertsche Winkel“, drei Einzeltische mit Frontalausrichtung an der Fensterbank entlang und ein Zweiertisch an der anderen Wand. Mehr geht dank Smartboard nicht…

Nun hoffe ich, dass sich die positiven Tendenzen aus der letzten Woche nicht übers WE vollständig verflüchtigt haben und starte erstmal optimistisch…

Beste Grüße,
Katha

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ABC üben

… ist zur Zeit unser Arbeitsschwerpunkt Anfang der zweiten Klasse. Da ich irgendwie (anders als die vom Verlag) finde, dass eine Doppelseite im AH dafür nicht genug ist, habe ich mir schon ein paar zusätzliche Materialien herausgesucht.
Wie immer beherrschen manche Kinder das Alphabet schon sicher, andere kriegen es einigermaßen zusammen und schauen oft auf meinen Aushang an der Deutsch-Pinwand. Um den schwächeren Lernern das Nachsehen etwas zu verkürzen, habe ich mir noch fix Buchstabenlineale, oder wie auch immer man sie nennen will, gebastelt:

Buchstabenlineal

Davon sind vier auf einer Seite, die ich drucke und laminiere und dann den Kindern gebe, die noch etwas Hilfe benötigen. Ich werde auch versuchen, die auf den Tischen festzukleben, was aber meist nur ganz wenige Tage hält.

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Frau Locke, die ihre tollen Bilder zur Verfügung stellt, mit denen ich viele meiner Materialien erst sinnvoll mache!
Hier gibt’s die Lineale: Buchstabenleiste Anlaute

Beste Grüße,
Katha

Die Welt der Schrift

2017-09-02 17.42.02… tut sich scheinbar gerade vor meinem Möppel auf. Mit den neuen Stiften aus der Schultüte verfasste er heute dieses Schild, das natürlich den Parkplatz für sein Polizeiauto markiert. *stolze Mutti*

Was meinen Männern ja nicht so bewusst war, stellt für mich doch einen Meilenstein dar. Ich darf die theoretisch aus der Ausbildung bekannten Stufen des Schriftspracherwerbs momentan so wunderbar live und nah dran erleben, wei ich das beruflich noch nie konnte. Aus den ersten gekritzelten Linien mit etwa vier wurden im Verlauf seines sechsten Lebensjahres Buchstabenanhäufungen. Hier schrieb er vor allem die Buchstaben, die in seinem Namen und den Namen seiner Kindergartenbuddys vorkamen. Ein E hatte da aber auch durchaus mal 4 Fähnchen und gespiegelt oder gekippt wurde auch gern:
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In den letzten Monaten „buchstabierte“ mir der Junge dann vermehrt Wörter: „Ich weiß, wei man Nils schreibt: N-I-L-S“ wurde mir dann um die Ohren gehauen. Und beim Autofahren erlas er sich unser Nummernschildkürzel LIP.
Und dann nun heute das: PAK schrieb er ganz allein spontan und sprach sich das Wort dabei mehrfach laut vor. Dann brauchte er etwas Hilfe beim genauen Sprechen, die ich natürlich gern gab. PLA kriegte er so auch hin, wobei das A selbstkritisch für nicht gut befunden wurde. Nur beim Z war ich dann nochmal gefragt: Den Laut hörte er, aber den Buchstaben kannte er nicht. Praktischerweise stand das Polizeiauto mit Aufschrift auf dem Tisch, so dass ich ihm das Z zeigen konnte. PAKPLAZ war fertig. 🙂 Und POLIZEI wurde dann direkt auch noch abgeschrieben.

Ist das nicht super? Ich bin ganz stolz und hoffe, dass diese Erkenntnis – Laute kann man durch Buchstaben abbilden, um Wörter zu erhalten – auch bald die letzten meiner Spezialisten trifft, damit sie in der zweiten Klasse gut mitkommen können!

Stolze Grüße,
Katha/Mutti

P.S.: Ich haben NICHT mit ihm lesen oder schreiben geübt! Die Buchstaben, die er kennt, stammen aus seinem Namen und den Namen seiner Freunde aus dem Kindergarten bzw. vom Parkplatz-Schild!

Pixibüchersammelaktion :-)

Seit vielen Jahren gibt es an unserer Schule für die Zweitklässler eine fest verankerte Leseförderstunde, die mit zwei Lehrkräften pro Klasse besetzt ist. Im Volksmund heißt sie inzwischen Antolinstunde, weil eben die Arbeit am Onlineprogramm antolin.de für fast alle Kinder in dieser Stunde vorrangig ist.

Inzwischen haben sich in der Nähe des Computerraums bereits eineinhalb große Schränke mit Bücherkisten gefüllt, die den Leseniveaus von Zweitklässlern entsprechen und die bei Antolin verfügbar sind. Das ist sehr vorteilshaft, weil vor allem für die Leseanfänger kurze Bücher mit großer Schrift und Bildwörtern innerhalb einer Stunde oft schon leistbar sind. Dazu gebe ich uímmer zu Schuljahresbeginn den Kollegen eine Liste, welche Bücher ihres aktuelles Lesebuchs bei Antolin vertreten sind, so dass hier auch gezielt Leseaufträge vergeben werden können.

Was wir in diesem Schuljahr feststellten, ist im Prinzip schon ein Luxusproblem: Für die fitten Leser haben wir zwar auch eine Menge Bücher. Aber die sind meist so lang, dass sie nicht in einer Schulstunde zu lesen sind. Somit mieden auch die guten Leser die anspruchsvolleren Texte und bevorzugten kurze Teste, zu denen man flott ein Quiz machen kann. So entstand eine Idee:

Ich schrieb einen Elternbrief und bat um Spenden. Um Pixibuchspenden. Wenn jedes Kind sich nur von einem Büchlein trennen würde, hätten wir einen ganz guten Fundus zusammen, der vor allem auch noch aus den Interessengebieten der Kinder selbst stammt.

Und? Es war super! Die Spendenbox (unser guter alter „Glas-Schau-Sandkasten“ auf Rollen in dezemtem orange) füllte sich sichtbar und die Kinder standen oft davor und freuten sich über die eigenen und anderen Bücher. Insgesamt sind so über 100 Pixibücher zusammengekommen – und keines davon doppelt!

Freundlicherweise hat der Carlsen-Verlag, der die Pixis herausbringt, uns auch noch 40 nagelneue Bücher geschenkt. Und dabei hatte ich nur vorsichtig angefragt, ob ich von dort vielleicht ein Poster o.ä. zur Verschönerung der Aktion bekommen könnte…

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So sieht es nun aus: Eine ganze Kiste voller Pixibücher steht den Zweitklässlern nun in den Lesestunden zur Verfügung und wurde auch schon in den letzten Wochen des Schuljahres gut genutzt. Zwar sind nicht 100% der Bücher bei Antolin zu finden – aber die kleinen Enttäuschungen sind schnell vergessen, wenn man sich einfach ein neues Buch vornimmt…

An dieser Stelle also nochmal: VIELEN DANK an alle Eltern und Kinder und an Frau Rechenberg vom Carlsen-Verlag für die ultrafreundliche Kommunikation und Unterstützung!

Katha

neue neue Rechtschreibung

Seit einige Jahren schreiben ja viele Menschen nach der „neuen Rechtschreibreform“ – was ich ja als Formulierung schon an sich falsch finde. Aber egal. Die große Verwirrung hat sich m.E. bis heute noch nicht so ganz gelegt. Zusammenschreibung ist für mich persönlich das einzige echte Problem bei den „neuen“ Regeln; hier muss ich regelmäßig nachschlagen. Die eigentlich einfachste und logischste Neuregelung ist aber witzigerweise die, die in der Bevölkerung am meisten Verwirrung auslöste: ss oder ß? Weite Teile der Menschheit scheint zu meinen, dass das ß seit der Reform abgeschafft wurde… Nun ja. Der Kleingeist braucht ja immer was zum drüber Aufregen…

Was aber nun ernsthaft gesprochen geschrieben doch für Lehrer relevant ist, ist die heute veröffentlichte Neuregelung einiger Aspekte. Ich hab’s fast verpasst und bin nur durch einen facebook-Post von Prima(r)Tipps drüber gestolpert. Hier mal zum Nachlesen die aktuellen Änderungen auf der Homepage vom Rechtschreibrat: http://www.rechtschreibrat.com/

Beste Grüße,
Katha

Deutsch – Tiere 6 – Silbenkönige

IMG_0204.JPGWie schon berichtet, arbeite ich gern mit dem Wortmaterial während eines Projekts oder einer Einheit. Die Tierwörter an der Tafel haben die Kinder erlesen und darin die Silbenkönige markiert (eine Kiste Textmarker habe ich immer parat im Pult – die Kinder lieben die!). Inzwischen klappt das auch fehlerfrei – niemand will mehr ein f oder m markieren und nur ein einziger Vokal wurde vergessen… Bei dieser Übung haben wir dann direkt noch ein kleines Rechtschreibgespräch geführt über die beiden Wörter, ihre Ähnlichkeit und die verflixten Buchstaben, die man nicht richtig hören kann:
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Im Anschluss an diese Übung kann man prima ein AB einsetzen, auf dem in die Tiernamen die richtigen Vokale eingesetzt werden müssen. Meine Kollegin hat im letzten Projekt mitgedacht und kam auf die Idee, den schwächeren Kindern eine Auswahl der großen markierten Wörter zur Verfügung zu stellen, die die dann mit den gesuchten Begriffen abgleichen und als Hilfe nutzen konnten. War nicht so geplant, aber sehr effektiv!
AB Silbenkö.PNG
Leider kann ich euch das AB nicht mit Lineatur zur Verfügung stellen, da sowohl die tolle Lineaturschrift als auch die Schrift, die aus Vokalen automatisch ein Symbol macht, nur eine Nutzerlizenz haben. [Beide kommen übrigens von der Medienwerkstatt Mühlacker, die ein tolles Schriftanpaket anbietet.] Hier ist die etwas reduzierte Datei, die auch ohne Haus und Linien ganz gut funktioniert: AB Tiere Silbenkönige Habe für euch extra Tröpfchen als Vokale eingebaut. 🙂

Tierische Grüße,
Katha

Vorherige Artikel zum Thema:
Teil I
Teil II
Teil III
Teil IV
Teil V

Deutsch – Tiere V – Wörterschlange

Aus dem Zaubereinmaleins habe ich noch ein altes AB mit einer sehr anspruchsvollen Wörterschlange, in der Tiernamen gesucht werden müssen. Damit auch die schwächeren Leser in der Monsterklasse diese Rätselart nutzen können, habe ich sie stark vereinfacht und kleine Schlangen daraus gemacht:
Schlange

Drei Aufgaben dieser Art mit Kontrollfunktion (Ankreuzen) hat das AB Tierschlange. Zur Einführung des Prinzips Wörterschlange werde ich mit den Kids eine Tafelübung durchführen und dabei im Sinne des von vielen Lehrplänen geforderten Rechtschreibgespräches mal darüber reden, dass Namenwörter/Nomen groß beginnen…

Beste Grüße,
Katha

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