Freudensprung!

Das war aber eine tolle Überraschung, als ich diese Woche plötzlich zwei schwere Pakete auf meinem Platz im Lehrerzimmer fand. Ich hatte doch ausnahmsweise mal gar nichts bestellt…

Beim Öffnen dämmerte es mir dann:
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Ich hatte im Februar bei einem Gewinnspiel der Stiftung Lesen mitgemacht und nun liegt ein druckfrischer Klassensatz von Michael Endes „letztem Werk“ (fortgesetzt von Wieland Freund) bei uns. Jippie!

Vielen Dank also an dieser Stelle an die Stiftung Lesen und „ich freu mich so“!
Katha

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Stiefkind „Mündlicher Sprachgebrauch“

Bei den Vorbereitungen für meine nächsten Fachseminarsitzungen vertiefe ich mich gerade in den Bereich „Sprechen und zuhören“ des Lehrplans NRW und dazugehörige Fachliteratur. Dabei bin ich u.a. über die auf Per Linell zurückgehende Formulierung gestolpert, dass in unserem Unterricht eine „written language bias“ vorherrsche – also dass alles Schriftliche einen deutlich höheren Stellenwert habe und auch das Mündliche Arbeit stark dadurch beeinflusst werde.

Wenn ich vor diesem Hintergrund meinen Deutschunterricht der letzten Jahre quer durch die vier Jahrgänge mal Revue passieren lassen, kann ich das zumindest für mich so glatt unterschreiben. Zu groß sind die Anforderungen, den Kindern „flüssiges“ und vor allem „richtiges“ Schreiben beizubringen, Geschichten zu verfassen oder z.B. beim Lesen die Sinnentnahme gegenüber freieren Leseformen zu bevorzugen. Wie oft lässt man wirklich einfach mal erzählen um des Erzählens Willen und nicht als „Anbahnung“ des Verfassens von Texten? Wie oft haben wir Platz für sprachliche Spielereien, für Dialekte, für Kindersprache, die in der Bildungssprache eben nie ganz aufgeht?

Selten. Zu selten, vermutlich.

Ohne dass ich jetzt die Weisheit mit Löffeln gefressen oder ein tolles neues Konzept hätte, schreibe ich deshalb hier mal ein paar Ideen auf, die ich selbst schon ausprobiert oder „gejagt und gesammelt“ (also auf meiner Festplatt gefunden) habe. Ihr könnt ja mal durchstöbern und evtl. ausprobieren, was gerade gut in eure Stufe passt. Zu einigen Ideen habe ich Links gesetzt, wenn auch nicht alles ohne Anmeldung zu haben ist. Zu anderen habe ich meine eigenen Vorlagen für euch hinzugefügt, die ihr gern nutzen könnt. Manches ist einfach nur eine Idee…

  • Erzählen mit Hilfe der Erzähllabyrinthe vom Zaubereinmaleins:
    Hier wandern die SuS mit dem Finger oder einem Folienstift über ein Labyrinth und finden auf dem Weg verschiedene Gegenstände, zu denen sie entweder einzeln etwas erzählen oder aus allen gefundenen Dingen eine Geschichte bilden (also quasi eine Reizwortgeschichte).
  • Erzählen mit Wimmelbildern:
    Wimmelbilder bieten unzählige Sprechanlässe, die von einfachen Beschreibungen von Personen oder Situationen bis hin zu komplexen Geschichten reichen, die mehrere Personen einbeziehen. Thematisch findet man Wimmelbilder für alle Interessen, die die SuS so haben – in Bilderbüchern (super sind die für die ganz kleinen Kinder aus Pappe, die bieten tolle Zeichnungen), in der Medizini (Apotheken-Posterzeitschrift) oder aber hier auf dem Server des Sprachförderzentrums Wien, wo thematisch sortiert einige Wimmelbilder zu finden sind, zu denen es dann auch gleich noch ein paar Kärtchen mit Ausschnitten gibt, die man im Bild suchen und beschreiben kann.
  • Erzählanlässe mit Spielzeugen:
    Wer Kinder, Neffen oder Lust auf einen Flohmarktbesuch hat, kann mit Playmobil, Lego oder anderen Figuren leicht eine kleine Erzählsituation aufbauen. Hier habe ich dazu schonmal ein Beispiel aus meinem Piratenprojekt in Klasse 1 gezeigt. In solchen Aufbauten können die SuS z.B. eine Perspektive einnehmen und aus der Sicht dieser Person erzählen, was passiert. Das ist besonders spannend, weil man dann ja „Wissenslücken“ einbauen muss, da nicht jede Figur Sicht auf alles hat, was passiert (anders als das erzählende Kind!). Auch Beschreibungen und szenische Spiele lassen sich daraus schnell herleiten.
  • Erzählen an einem Erzählweg:
    Dazu hängt man Bilder aus einem Bilderbuch oder einer anderen Geschichte an der Wand auf (Klassenraum, Flur, …). Die SuS können dann mit einem Partner an der Geschichte entlang gehen und sie dabei erzählen. Die Geschichte kann vorher bekannt sein, so dass es quasi eine Nacherzählung wird, oder die Bilder sind nicht vorentlastet, sodass das erzählende Kind seiner Fantasie freien Lauf lassen muss. Je nach Anlass und Lerngruppe muss man dafür natürlich passende Bilder finden, die entweder eher selbsterklärend oder eben bewusst offen gehalten sind. Prinzipiell gelten hier die gleichen Auswahlkriterien wie bei Bilderbüchern: inhaltlich zur Lerngruppe passend, sprachlich angemessen, genügend Leerstellen zum Ausfüllen und/oder wiederholende Strukturen, die man zum Erzählen nutzen kann. Ideen findet man z.B. bei den vielen frei im Netz erhältlichen Bilderbuchkinos auf den Seiten der Kinderbuchverlage.
  • Erzählen am Roten Faden:
    Ein Klassiker: SuS vor allem in den ersten und zweiten Klassen, ordnen vorgegebene oder selbst gemalte Bilder an einem roten Faden / Pappstreifen / auf einem AB … an und erzählen daran ihre Geschichte. Eine gute Visualisierung dafür, dass innerhalb einer Geschichte etwas erhalten bleibt, das die Geschichte „rund macht“ und dass eine Geschichte eine sinnvolle Reihenfolge der Ereignisse braucht. Angelehnt an mein Eingangsstatement muss man aber aufpassen, dass man hier nicht schon zu sehr in Richtung Schriftlichkeit denkt…
  • Wegbeschreibungen:
    „Wie komme ich im Zoo zu den Elefanten?“ „Wo wohnt eigentlich Luise?“ – Wegbeschreibungen, das wissen wir alle, sind extrem subjektiv. Dennoch gibt es Möglichkeiten, einen Weg verständlich anhand von Richtungen und Wegmarken (oder wie man es nennen will) zu beschreiben, so dass ihn jeder findet. Um dieses mündlich zu üben, kann man z.B. in PA Wege durch das Schulgebäude oder über den Schulhof beschreiben, die das Partnerkind dann gehen muss oder dessen Ziel es im Kopf finden und dann nennen soll. Wenn es Schulwegpläne der eigenen Schule bzw. Karten von der Schulumgebung gibt, ist diese Übung auch toll mit SU zu verknüpfen, wenn man geografisch am Ortsteil arbeitet und/oder Kartenlesen übt. Ich habe an dieser Stelle noch eine neutrale Übung zur Wegbeschreibung für euch, in der es darum geht, Wege durch einen Tierpark zu beschreiben.
  • Erzählen mit einem Erzählplan:
    Wenn wir Erwachsenen etwas erzählen wollen/sollen, machen wir uns oft vorher Notizen und üben vielleicht auch ein paar gute Erzähltechniken ein. Auch für die SuS kann es, ähnlich wie oben beim Roten Faden, hilfreich sein, eine Art von Manuskript in der Hand zu haben. Die älteren SuS benötigen dafür eher keine Bilder mehr sondern können sich Stichworte machen. Das kann frei auf einem Stichwortzettel geschehen – klappt aber meiner Erfahrung nach eher bei starken SuS. Auch eine Mindmap oder ein Cluster oder ganz modern Sketchnotes sind geeignet. Ich biete hier mal eine Idee für einen Beispiel-Erzählplan an, in den man seine Ideen für eine Superhelden-Geschichte schreiben kann – dieses Beispiel kann man sicher verallgemeinern.
  • Erzählt bekommen:
    Wie in allen Bereichen des schulischen Lernens wird vieles schwierig, wenn die Lehrkraft kein gutes Vorbild ist. In diesem Sinne: erzählt mal tüchtig!
    Statt immer vorzulesen, kann man ja mal eine Geschichte erzählen – funktioniert z.B. super mit Hilfe eines Kamishibais, das diese Form ja wirklich herausfordert und nicht umsonst „Erzähltheater“ und nicht „Vorlesetheater“ heißt…

Zum Abschluss noch ein Literaturtipp, der zwar schon älter ist aber dennoch komprimiert voller guter Ideen steckt: „Erzählwerkstatt Mündliches Erzählen“ von Claus Claussen und Valentin Merkelbach. Mein Exemplar ist in de Reihe „Praxis Pädagogik“ bei Westermann erschienen.

Für heute schließe ich diese absolut unvollständige Sammlung von Ideen rund um die Mündlichkeit in der Schule. Gerne nehme ich noch Ideen von euch auf, wenn ihr sie mit mir (und der Welt) teilt…

Sonnige Grüße
Katha

Buchtipp / Erzählen

Heute habe ich mal einen Buchtipp, den ihr privat (wenn ihr eure eigenen Möppels habt) und schulisch nutzen könnt – und er passt prima ins „Jubiläumsjahr“, in dem Michael Ende seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte:

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Der Möppel sowie das Möppelchen sind riesige Fans von Jim Knopf und seinen Geschichten; wir haben das „alte“ Buch, die Puppenkiste-DVD, die Neuverfilmungs-DVD und diverse CDs in den Regalen stehen. Bei all unseren letzten Büchereibesuchen sind deshalb immer wieder Bilderbücher aus der oben zu sehenden Reihe in den Körben der Jungs gelandet. Und dieses Buch nun sogar auf dem Gabentisch des Möppelchens an seinem vierten Geburtstag.
Eigentlich bin ich ja immer etwas skeptisch, wenn so ein großes Werk wie das von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer von anderen Autoren aufgegriffen und weiter geführt wird. Aber in diesem Fall (obiges Buch und andere aus der Reihe) geht es mir anders. Der Hauptgrund liegt in der tollen Idee, die darin steckt und die ich euch an drei Seiten aus dem Buch zeigen möchte:

1. die Startseite (Umschlaginnenseite vorn):
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Hier kann man in Form von Fotos nochmal kurz die Basisgeschichte von Jim Knopf und die Hauptfiguren aus Lummerland Revue passieren lassen, sie benennen, charakterisieren etc.

2. die Geschichte:
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Auf vielen Seiten findet man Fotos mit einer Situation oder Gegenstand, die/der auf der Seite bedeutsam ist – hier z.B. die Karte der Pyramide.

3. der Abschluss (Umschlaginnenseite hinten):
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Hier kann nach dem Vorlesen der Geschichte nochmal erzählt werden, was passiert ist. Die wichtigsten Stellen der sind also nochmal kurz zusammen gefasst und bieten ein Gerüst bzw. einen Erzählplan an, der die Abfolge der Geschehnisse unterstützt.

Mein Möppelchen hat das Buch von seiner Patentante zum Geburtstag bekommen und seitdem gehört es zu seinen Favoriten für die Gutenachtgeschichte. Und naja, da ich gerade viel am Thema „mündlicher Sprachgebrauch“ arbeite, ist mir die Gestaltungsweise dieses Titels als so wunderbar geeignet erschienen, auch mit Schülern genutzt zu werden. Vielleicht leiht Möppelchen es mir ja mal aus…

Viele Grüße
Katha

Briefe schreiben üben – Rechtschreibung!

Die ersten beiden Briefentwürfe meiner Monsterchen sind ziemlich zufriedenstellend geworden, was die Form und den Inhalt angeht. Die größte Hürde bei der Form scheint die rechtsbündige Datumsangabe zu sein – und die eigene Adresse beherrschen wirklich noch nicht alle Drittklässler… Nun hängt also an unserer Pinwand neben dem Brief an Mona und den Merkzetteln der Post auch noch ein Zettel mit unserer PLZ und wir haben ausführlich besprochen, wofür die da ist.

Um einerseits eine passende Hausaufgabe zu haben, die andererseits auch noch die rechtschriftlich relevanten Wörter zum Thema übt, habe ich folgendes AB entworfen, das ich euch gern zur Verfügung stelle:
2019-01-20 14.18.15
ab wörterarbeit brief post gruß
Hier werden die bislang häufigsten Fehlerstellen (ie in Brief und ß in Gruß) nochmal geübt und dabei das Zusammensetzen von Nomen wiederholt.

In Kunst haben wir übrigens letzte Woche noch Origami-Umschläge gefaltet. Anleitungen dazu findet ihr massenweise im Netz – als Bild oder Film. Ich habe eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Fotos genutzt und die via Beamer gezeigt (parallel dennoch natürlich klassisch mitgefaltet*). Außerdem durften die Kids eigene Briefmarken entwerfen.
Nun haben hoffentlich alles Monster das nötige Rüstzeug, um auch unseren niegelnagelneuen Klassenbriefkasten zu füllen, den ich während der Kunststunde gebastelt habe. Einige SuS waren arg beeindruckt, wie flott man aus einem Schuhkarton und einem Bogen gelbem Tonpapier einen Briefkasten zaubern kann…

Beste Grüße
Katha

* und ca. 18 von 21 Briefumschlägen haben meine Fingerabdrücke drauf…

Briefe schreiben – Brieffreunde finden

Als zweiter bewerteter Text darf sich die Monsterklasse demnächst mit dem Format „Brief“ beschäftigen. Los geht es dieser Tage mit einem Brief, den unser Klassenmonster Mona von einer Urlaubsbekanntschaft* bekommen haben wird:2019-01-05 21.44.54.jpg

Daran werden wir zum Einen inhaltlich erarbeiten, wie wir für Mona eine Antwort verfassen und zum Anderen die formellen Aspekte eines Briefes klären.
Recht klassisch werden wir dann erstmal sammeln, was jeder von uns gern tut und mag und dann einem möglichen Brieffreund einen „Einladungsbrief“ a la Rokko** zu schreiben.
Das Schülermaterial dazu kommt von einer meiner beiden besten Freundinnen, die momentan auch eine 3 unterrichtet undgern dabei ist. Sie wird das Thema Briefe dann nach uns aufgreifen. Zwei Fliegen und so…

Um für jedes Kind eine Merkhilfe für alles Formale an der Hand zu haben, nutze ich das neu gestaltete Materialpaket der Deutschen Post, das man unter Post und Schule bestellen oder herunterladen und ausdrucken kann. Die begleitenden AB mit Rahmengeschichte kann man nutzen, muss man aber nicht unbedingt. So sehen die Merkzettel aus, die ich den SuS geben werde:
2019-01-05 21.45.40

Wenn’s gut läuft und ich noch Doppelstunde Kunst finde, dann gestalten wir noch eigenes Briefpapier und falten hübsche Origami-Umschläge. Das könnte ich mir am PC gut vorstellen, mal wieder was mit Paint machen oder so…

Wenn es dann an den Aufsatz geht, arbeiten wir wieder mit einem Bewertungsraster, das den Kindern frühzeitig bekannt ist und ein hohes Maß an Transparenz auch für die Eltern bietet. Wer das brauchen kann, bekommt es gern hier als pdf: bewertungsraster brief und hier in der editierbaren Version: bewertungsraster brief

Beste Grüße erstmal soweit,
Katha

* Mona war im Herbst 2017 für einige Wochen verschollen, nachdem sie mich und die Männer nach Norderney begleitet hatte. Ihr Cousin, das Wurmmonster Mino, sprang uneigennützig ein und ist seitdem unser Co-Klassenmonster. Mona tauchte dank der Spendierhose des Monster-Bildschirmreinigertier-Herstellers dann auch irgendwann wieder auf und lebt jetzt wieder glücklich in der 3b. An den Wochenenden dürfen die Kids jetzt aussuchen, ob sie Mona oder Mino mitnehmen wollen – beide werden heiß geliebt. Aber das ist eine andere Geschichte sind zwei andere Geschichten, die ich hoffentlich bald auch mal aufgeschrieben bekomme…

** Rokko ist mir bei Pinterest über den Weg gelaufen – ich finde, er ist ein ziemlich cooler Typ! Seine Schöpferin Clarissa Schwarz näht Sockenmonster.

Wortfamilien-Witz

Eine der letzten Aufgaben aus dem Arbeitsfeld „Wortfamilien – Rechtschreibung lernen mit Wortbausteinen“ war diese:

Es ging darum, zu einem vorgegebenen Wortstamm zuerst mündlich in PA mehrere Wörter zu finden und aus diesen dann einen möglichst langen Satz zu machen. Somit waren veschiedene Anforderungsbereiche gefordert: anwenden, indem man zum Wortstamm wie geübt Verben und Nomen findet und weiterdenken, indem man diese Wörter zu einem sinnvollen und sprachlich richtigen Satz zusammen setzt.
An der Tafel hatten wir zuerst gemeinsam gestartet: Zum Wortstamm „fahr“ kam der Vorschlag

Der Fahrer fährt.

Nach anhaltendem Nachbohren und vielen Meldungen hieß unser Satz am Ende

Der Fahrer fährt im Fahrschulfahrzeug mit seinem Beifahrer zur Fahrschule und begegnet dabei einem Motorradfahrer, der sehr schnell fährt.

Da wurde jedem klar, worum es in der folgenden Aufgabe geht. Zum Aufschreiben hatte ich Streifen vorbereitet, auf denen ich nur den Wortstamm und eine Schreiblinie vorgegeben hatte.
Alle Partner starteten sehr motiviert, die Ergebnisse waren aber extrem unterschiedlich – sowohl quantitativ als auch qualitativ… Hier mal ein paar Eindrücke:
2019-01-12 15.52.21

Besonders gefreut habe ich mich aber am Stundenende darüber, dass es auch noch SuS gibt, die sprachlich fit sind und auch noch Wortwitz haben. Dieser Zettel wurde mir voll Stolz und mit einem schelmischen Grinsen präsentiert:
2019-01-12 15.51.29

Herrlich, oder? Eine Kollegin meint, dass sie meinen Namen im Sinne dieser Wortfamilie noch nie betrachtet habe…

Zur Differenzierung kann man in solch einer Aufgabenform auch die Wortstämme zuordnen, da sie ja einen sehr unterschiedlichen Anspruch mitbringen: flieg lautet um zu flug, fahr und lauf hingegen haben wir schon behandelt, zu such gibt es nur wenig und zu sonn mussten die Kinder erstmal gehörig nachdenken…

Nun ja – dennoch bin ich ein großer Fan von Aufgaben, die heruasfordernd sind. Nicht jedes Kind kann sie umsetzen, aber auch das finde ich ok. Wenn ich nur Aufgaben stelle, die jeder irgendwie schafft, dann habe ich gegenüber Eltern eine Argumentationsgrundlage weniger, wenn es um nicht bzw. nur ausreichende Leistungen oder später um die Schulformempfehlungen geht…

Beste Grüße,
Katha

Da isser wieder, der Alltag…

… doch die Monster waren nicht nur vollzählig körperlich anwesend, sondern sogar größtenteils recht arbeitsfähig.
Wir haben heute so bedeutungsvolle Wörter wie Brainstorming gelernt und im Computerraum ein bisschen ausprobiert, was Google Maps so alles kann. Dass man auf einer solche weltbekannten Webseite die eigene Schule, ja sogar das eigene Haus erkennen kann, hat doch noch die meisten sehr fasziniert und begeistert.

In Deutsch ging es heute wie montags üblich mit dem Satz des Tage los: „Ein neues Jahr hat begonnen.“ – lesen, Stolperstellen besprechen, abschreiben, kontrollieren. Ich zähle bei jeder Kontrolle die Gesamtfehlerzahl der Klasse zusammen und notiere sie an einem festen Tafelplatz. Seitdem herrscht echter Ehrgeiz, den Wert der Vorwoche zu unterbieten und bei Null Fehlern auf 21 Kinder sogar hausaufgabenfrei zu bekommen. Aktuell stehen wir beim Rekord von nur einem Fehler…

Im Anschluss haben wir dann „gebrainstormt“ (oder „braingestormt„?), welche Wörter gut zu den Winterferien passen, die hinter uns liegen. Das Ergbnis an der Tafel seht ihr hier (ja, sorry! Trennungsfehler im Titel…):
Winterferien.jpg
Da es als HA gilt, ein paar Ferienerlebnisse zu malen und dazu zu schreiben, haben die OGS-Kinder somit gleich eine Ideensammlung vorliegen. Und damit die armen Seelen, die daheim arbeiten müssen, auch was zum Orientieren haben, habe ich die Tafel kurzerhand abfotografiert und fix auf A5 ein paar Mal ausgedruckt. Das fanden sie dann doch ein wenig beeindruckend und ziemlich nett, die kleinen Monster…
Zum Schreiben habe ich dieses Jahr die „Winterferien-Schnappschüsse“-Vorlage vom MaterialGuru verwendet.

Beste Grüße an alle, die heute auch gestartet sind,
Katha