Buchtipp / Erzählen

Heute habe ich mal einen Buchtipp, den ihr privat (wenn ihr eure eigenen Möppels habt) und schulisch nutzen könnt – und er passt prima ins „Jubiläumsjahr“, in dem Michael Ende seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte:

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Der Möppel sowie das Möppelchen sind riesige Fans von Jim Knopf und seinen Geschichten; wir haben das „alte“ Buch, die Puppenkiste-DVD, die Neuverfilmungs-DVD und diverse CDs in den Regalen stehen. Bei all unseren letzten Büchereibesuchen sind deshalb immer wieder Bilderbücher aus der oben zu sehenden Reihe in den Körben der Jungs gelandet. Und dieses Buch nun sogar auf dem Gabentisch des Möppelchens an seinem vierten Geburtstag.
Eigentlich bin ich ja immer etwas skeptisch, wenn so ein großes Werk wie das von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer von anderen Autoren aufgegriffen und weiter geführt wird. Aber in diesem Fall (obiges Buch und andere aus der Reihe) geht es mir anders. Der Hauptgrund liegt in der tollen Idee, die darin steckt und die ich euch an drei Seiten aus dem Buch zeigen möchte:

1. die Startseite (Umschlaginnenseite vorn):
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Hier kann man in Form von Fotos nochmal kurz die Basisgeschichte von Jim Knopf und die Hauptfiguren aus Lummerland Revue passieren lassen, sie benennen, charakterisieren etc.

2. die Geschichte:
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Auf vielen Seiten findet man Fotos mit einer Situation oder Gegenstand, die/der auf der Seite bedeutsam ist – hier z.B. die Karte der Pyramide.

3. der Abschluss (Umschlaginnenseite hinten):
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Hier kann nach dem Vorlesen der Geschichte nochmal erzählt werden, was passiert ist. Die wichtigsten Stellen der sind also nochmal kurz zusammen gefasst und bieten ein Gerüst bzw. einen Erzählplan an, der die Abfolge der Geschehnisse unterstützt.

Mein Möppelchen hat das Buch von seiner Patentante zum Geburtstag bekommen und seitdem gehört es zu seinen Favoriten für die Gutenachtgeschichte. Und naja, da ich gerade viel am Thema „mündlicher Sprachgebrauch“ arbeite, ist mir die Gestaltungsweise dieses Titels als so wunderbar geeignet erschienen, auch mit Schülern genutzt zu werden. Vielleicht leiht Möppelchen es mir ja mal aus…

Viele Grüße
Katha

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Briefe schreiben üben – Rechtschreibung!

Die ersten beiden Briefentwürfe meiner Monsterchen sind ziemlich zufriedenstellend geworden, was die Form und den Inhalt angeht. Die größte Hürde bei der Form scheint die rechtsbündige Datumsangabe zu sein – und die eigene Adresse beherrschen wirklich noch nicht alle Drittklässler… Nun hängt also an unserer Pinwand neben dem Brief an Mona und den Merkzetteln der Post auch noch ein Zettel mit unserer PLZ und wir haben ausführlich besprochen, wofür die da ist.

Um einerseits eine passende Hausaufgabe zu haben, die andererseits auch noch die rechtschriftlich relevanten Wörter zum Thema übt, habe ich folgendes AB entworfen, das ich euch gern zur Verfügung stelle:
2019-01-20 14.18.15
ab wörterarbeit brief post gruß
Hier werden die bislang häufigsten Fehlerstellen (ie in Brief und ß in Gruß) nochmal geübt und dabei das Zusammensetzen von Nomen wiederholt.

In Kunst haben wir übrigens letzte Woche noch Origami-Umschläge gefaltet. Anleitungen dazu findet ihr massenweise im Netz – als Bild oder Film. Ich habe eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Fotos genutzt und die via Beamer gezeigt (parallel dennoch natürlich klassisch mitgefaltet*). Außerdem durften die Kids eigene Briefmarken entwerfen.
Nun haben hoffentlich alles Monster das nötige Rüstzeug, um auch unseren niegelnagelneuen Klassenbriefkasten zu füllen, den ich während der Kunststunde gebastelt habe. Einige SuS waren arg beeindruckt, wie flott man aus einem Schuhkarton und einem Bogen gelbem Tonpapier einen Briefkasten zaubern kann…

Beste Grüße
Katha

* und ca. 18 von 21 Briefumschlägen haben meine Fingerabdrücke drauf…

Briefe schreiben – Brieffreunde finden

Als zweiter bewerteter Text darf sich die Monsterklasse demnächst mit dem Format „Brief“ beschäftigen. Los geht es dieser Tage mit einem Brief, den unser Klassenmonster Mona von einer Urlaubsbekanntschaft* bekommen haben wird:2019-01-05 21.44.54.jpg

Daran werden wir zum Einen inhaltlich erarbeiten, wie wir für Mona eine Antwort verfassen und zum Anderen die formellen Aspekte eines Briefes klären.
Recht klassisch werden wir dann erstmal sammeln, was jeder von uns gern tut und mag und dann einem möglichen Brieffreund einen „Einladungsbrief“ a la Rokko** zu schreiben.
Das Schülermaterial dazu kommt von einer meiner beiden besten Freundinnen, die momentan auch eine 3 unterrichtet undgern dabei ist. Sie wird das Thema Briefe dann nach uns aufgreifen. Zwei Fliegen und so…

Um für jedes Kind eine Merkhilfe für alles Formale an der Hand zu haben, nutze ich das neu gestaltete Materialpaket der Deutschen Post, das man unter Post und Schule bestellen oder herunterladen und ausdrucken kann. Die begleitenden AB mit Rahmengeschichte kann man nutzen, muss man aber nicht unbedingt. So sehen die Merkzettel aus, die ich den SuS geben werde:
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Wenn’s gut läuft und ich noch Doppelstunde Kunst finde, dann gestalten wir noch eigenes Briefpapier und falten hübsche Origami-Umschläge. Das könnte ich mir am PC gut vorstellen, mal wieder was mit Paint machen oder so…

Wenn es dann an den Aufsatz geht, arbeiten wir wieder mit einem Bewertungsraster, das den Kindern frühzeitig bekannt ist und ein hohes Maß an Transparenz auch für die Eltern bietet. Wer das brauchen kann, bekommt es gern hier als pdf: bewertungsraster brief und hier in der editierbaren Version: bewertungsraster brief

Beste Grüße erstmal soweit,
Katha

* Mona war im Herbst 2017 für einige Wochen verschollen, nachdem sie mich und die Männer nach Norderney begleitet hatte. Ihr Cousin, das Wurmmonster Mino, sprang uneigennützig ein und ist seitdem unser Co-Klassenmonster. Mona tauchte dank der Spendierhose des Monster-Bildschirmreinigertier-Herstellers dann auch irgendwann wieder auf und lebt jetzt wieder glücklich in der 3b. An den Wochenenden dürfen die Kids jetzt aussuchen, ob sie Mona oder Mino mitnehmen wollen – beide werden heiß geliebt. Aber das ist eine andere Geschichte sind zwei andere Geschichten, die ich hoffentlich bald auch mal aufgeschrieben bekomme…

** Rokko ist mir bei Pinterest über den Weg gelaufen – ich finde, er ist ein ziemlich cooler Typ! Seine Schöpferin Clarissa Schwarz näht Sockenmonster.

Wortfamilien-Witz

Eine der letzten Aufgaben aus dem Arbeitsfeld „Wortfamilien – Rechtschreibung lernen mit Wortbausteinen“ war diese:

Es ging darum, zu einem vorgegebenen Wortstamm zuerst mündlich in PA mehrere Wörter zu finden und aus diesen dann einen möglichst langen Satz zu machen. Somit waren veschiedene Anforderungsbereiche gefordert: anwenden, indem man zum Wortstamm wie geübt Verben und Nomen findet und weiterdenken, indem man diese Wörter zu einem sinnvollen und sprachlich richtigen Satz zusammen setzt.
An der Tafel hatten wir zuerst gemeinsam gestartet: Zum Wortstamm „fahr“ kam der Vorschlag

Der Fahrer fährt.

Nach anhaltendem Nachbohren und vielen Meldungen hieß unser Satz am Ende

Der Fahrer fährt im Fahrschulfahrzeug mit seinem Beifahrer zur Fahrschule und begegnet dabei einem Motorradfahrer, der sehr schnell fährt.

Da wurde jedem klar, worum es in der folgenden Aufgabe geht. Zum Aufschreiben hatte ich Streifen vorbereitet, auf denen ich nur den Wortstamm und eine Schreiblinie vorgegeben hatte.
Alle Partner starteten sehr motiviert, die Ergebnisse waren aber extrem unterschiedlich – sowohl quantitativ als auch qualitativ… Hier mal ein paar Eindrücke:
2019-01-12 15.52.21

Besonders gefreut habe ich mich aber am Stundenende darüber, dass es auch noch SuS gibt, die sprachlich fit sind und auch noch Wortwitz haben. Dieser Zettel wurde mir voll Stolz und mit einem schelmischen Grinsen präsentiert:
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Herrlich, oder? Eine Kollegin meint, dass sie meinen Namen im Sinne dieser Wortfamilie noch nie betrachtet habe…

Zur Differenzierung kann man in solch einer Aufgabenform auch die Wortstämme zuordnen, da sie ja einen sehr unterschiedlichen Anspruch mitbringen: flieg lautet um zu flug, fahr und lauf hingegen haben wir schon behandelt, zu such gibt es nur wenig und zu sonn mussten die Kinder erstmal gehörig nachdenken…

Nun ja – dennoch bin ich ein großer Fan von Aufgaben, die heruasfordernd sind. Nicht jedes Kind kann sie umsetzen, aber auch das finde ich ok. Wenn ich nur Aufgaben stelle, die jeder irgendwie schafft, dann habe ich gegenüber Eltern eine Argumentationsgrundlage weniger, wenn es um nicht bzw. nur ausreichende Leistungen oder später um die Schulformempfehlungen geht…

Beste Grüße,
Katha

Da isser wieder, der Alltag…

… doch die Monster waren nicht nur vollzählig körperlich anwesend, sondern sogar größtenteils recht arbeitsfähig.
Wir haben heute so bedeutungsvolle Wörter wie Brainstorming gelernt und im Computerraum ein bisschen ausprobiert, was Google Maps so alles kann. Dass man auf einer solche weltbekannten Webseite die eigene Schule, ja sogar das eigene Haus erkennen kann, hat doch noch die meisten sehr fasziniert und begeistert.

In Deutsch ging es heute wie montags üblich mit dem Satz des Tage los: „Ein neues Jahr hat begonnen.“ – lesen, Stolperstellen besprechen, abschreiben, kontrollieren. Ich zähle bei jeder Kontrolle die Gesamtfehlerzahl der Klasse zusammen und notiere sie an einem festen Tafelplatz. Seitdem herrscht echter Ehrgeiz, den Wert der Vorwoche zu unterbieten und bei Null Fehlern auf 21 Kinder sogar hausaufgabenfrei zu bekommen. Aktuell stehen wir beim Rekord von nur einem Fehler…

Im Anschluss haben wir dann „gebrainstormt“ (oder „braingestormt„?), welche Wörter gut zu den Winterferien passen, die hinter uns liegen. Das Ergbnis an der Tafel seht ihr hier (ja, sorry! Trennungsfehler im Titel…):
Winterferien.jpg
Da es als HA gilt, ein paar Ferienerlebnisse zu malen und dazu zu schreiben, haben die OGS-Kinder somit gleich eine Ideensammlung vorliegen. Und damit die armen Seelen, die daheim arbeiten müssen, auch was zum Orientieren haben, habe ich die Tafel kurzerhand abfotografiert und fix auf A5 ein paar Mal ausgedruckt. Das fanden sie dann doch ein wenig beeindruckend und ziemlich nett, die kleinen Monster…
Zum Schreiben habe ich dieses Jahr die „Winterferien-Schnappschüsse“-Vorlage vom MaterialGuru verwendet.

Beste Grüße an alle, die heute auch gestartet sind,
Katha

Wortbausteine: Wortfamilien finden

Nun kommen, mit etwas Abstand, noch ein paar Eindrücke meiner UE zum Thema Wortbausteine:

Ich gehe mit den Kindern gern von der Analyse (und dem gemeinsamen Entdecken bzw. Formulieren des Wortstammprinzips) zur Synthese vor, wie ihr seht:
Unbenannt
Auf den Fotos seht ihr, wie ich eingestiegen bin. Im Klassenraum hingen Zettelchen mit Wörtern aus vier Wortfamilien zzgl. einiger Fallen. Die Datei mit den Wörtern findet ihr hier (zum AB Wortfamilien B) zum Download.

Aus dem digitalen Begleitmaterial zu Bausteine 3 von Diesterweg habe ich dann das passende AB modifiziert mit den passenden Wortstämmen und die Aufgaben umformuliert. Passend dazu gab es dann auch das abgebildete Tafelbild.

Die Kinder sind nach einer kurzen Einführung schnell an die Arbeit gegangen und es gab auch kaum Rückfragen. Manche SuS stolperten direkt über meien Fallen und fragten nach, andere sind hereingefallen – was dann eben in der Nachbesprechung zu guten Redeanlässen führte:

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Am Ende der Arbeitszeit durfte jeder einen Zettel bzw. zwei mit zur Tafel bringen und richtig aufhängen. Meine Ansage vorab war, dass in jedes Haus fünf Wörter gehören…
Den Gehilfen mussten wir (wie erwartet) von der Gehhilfe abgrenzen – sowohl semantisch als auch rechtschriftlich. Auch das Rentier war schwierig zu entdecken, vor allem, weil wir es ja oft Renntier nennen…
Insgesamt aber konnten die Kinder die Begründung sehr gut nachvollziehen und die Begrifflichkeit des Wortstamms gut mit ihren Vorkenntnissen z.B. aus den Verbformen verknüpfen. Jeder halt auf seinem Niveau, nech?

Als HA gab es dann noch ein AB aus Jojo 3, auf dem vier Wortfamilien zugeordnet werden mussten. Hier waren Umlautungen schon implizit vorhanden, was aber nicht zu Problemen führte (die Vorkenntnisse über die Verbformen waren echt viel Wert…).

In der zweiten Sequenz gab es dann eine Höraufgabe: in einer Geschichte galt es, alle Wörter der Wortfamilie „schlaf“ zu erhören und Funde durch kurzes Melden anzuzeigen. Danach schrieben wir alle gefundenen Wörter je ein Mal an die Tafel und von dort ins Heft. Fix noch den Wortbaustein rot markieren und fertig. Eine deutliche Diagnosemöglichkeit, wie weit die SuS mitdenken bzw. sich auf die Aufgabe einlassen: wer hier noch zig Fehler macht, ist nicht im Thema…
Meine Beispielgeschichte zum Anpassen für alle, die sie brauchen können, kommt hier: Eine Schlafgeschichte – Wortfamilie

Vom Rest berichte ich in den nächsten Tagen noch…

Beste Grüße,
Katha

Würfelspiel zu Verbformen

Meine Drittklässler haben sich durch anhaltend recht miese RS-Leistungen einige „Wochen der Rechtschreibung“ eingebrockt. Ich habe gemerkt, dass die bislang angesprochenen und geübten Strategien kaum Anwendung finden und die durchschnittlichen Rechtschreibkompetenzen der Kinder dürftig sind. Somit nun also mal Schwerpunkt auf Strategien wie Weiterschwingen/Verlängern, Ableiten, Merkwörter und Selbstlautlänge…

Diese Woche ging es um die Selbstlautlänge und dabei natürlich um Doppelkonsonanten. Um im Sinne eines Spiralcurriculums die Strategie aufzubauen, arbeite ich zur Zeit mit Verben statt wie zuvor mit Nomen. Die Konjugation von Verben bietet als Gesprächsanlass z.B. die er-Form (rennt), an der man das Wortstammprinzip hervorragend verdeutlichen kann: „rent“ wäre ja prinzipiell richtig, weil auf den kurzen Selbstlaut zwei Mitlaute folgen – es muss aber wegen des Bezugs zum Wortstamm „renn“ dennoch ein doppeltes n haben…

Die Monster der 3b durften heute spielen:
AB Verben
Für meine Förderkinder und einen ganz schwachen Lerner habe ich das Spiel noch vereinfacht: links nur die Personalformen/Namen und rechts in den Verben den Wortstamm rot markiert.
Für schnelle Partnerteams gab es ein neues Spielfeld, auf dem Verben mit Vorsilbe zu konjugieren und dabei natürlich die Vorsilben abspalten.

Alle drei Spielpläne finden sich in dieser Datei: AB Verbformen bilden würfeln

Früher in der Woche haben wir das Wortstammprinzip schon mit Verben geübt, die Merkstellen wie ß oder Dehnungs-h haben. Dabei wurde zwar auch gewürfelt, aber gegeneinander:
UnbenanntDas war der Würfelplan, zu dem es eine große Tabelle gab, in die die erwürfelten Verbformen eingetragen wurden. Jeder Spieler (PA) schrieb mit einer anderen Farbe und bekam einen Punkt für jedes richtige Wort. Wer einen Fehler fand und korrigierte, bekam auch diesen Punkt vom Gegner am Ende dazu.

Dieses Spiel bekommt ihr hier: PA Spiel Verbformen würfeln

 

Es war eine Freude zu sehen, dass mein Wuselhaufen wirklich konzentriert gespielt und gewetteifert haben und vor allem, dass bis auf wenige Ausnahmen alle das Wortstammprinzip einhalten konnten und die Verbformen korrekt schrieben. Weiter so, liebe Monster!

Beste Grüße,
Katha