Geschichten planen – Fortsetzung

Unser Padlet zum Planen der Superhelden-Geschichten hat sich schon ein bisschen gefüllt:
Padlet2

Kurz zur Erinnerung – so sind die Spalten erklärt worden (hier der Blogbeitrag):
Padlet

Die Kinder haben die Anwendung der etwas anderen Pinwandform schnell durchschaut (beim ersten Anlauf hatte ich keine Spalten) und begannen erst zögerlich, dann immer motivierter, ihre Ideen zu verschriftlichen.

Ihr seht schon, dass die Beiträge bislang eher kurz sind – daran arbeite ich u.a. durch Kommentare, die zum Erweitern der Ideen anregen. In der vierten Spalte seht ihr, dass eine Schülerin das schon angenommen hat und ihren Zettel erweiterte.

Dadurch, dass ich als Padlet-Ersteller angemeldet war, konnte ich die Zettel der Kinder rechtschriftlich korrigieren, da es ja hier um Inhalte geht. Manchen Kindern konnte ich auch die Korrekturvorschläge direkt sagen und sie setzten sie selbst um.

Neben dem Tippen der eigenen Ideen war vor allem das „Liken“ sehr beliebt. Die Kinder redeten quer durch den Computerraum immer wieder darüber, wer schon wie viele Likes/Herzen hat und wer die vergeben hat. Das möchte ich in der Folgestunde noch versuchen zu unterbinden.

Das Kommentieren wurde bislang kaum und nur vom leistungsstärksten Schüler genutzt – auch hier muss ich noch ein bisschen mehr von den anderen einfordern.

Wenn die Sammlung fertig ist, möchte ich die Stichworte exportieren (oder abtippen) und als Tippzettel allen SuS zur Verfügung stellen, wenn es an das Schreiben geht. Dann werden die Kinder von mir als nächsten Schritt den Erzählplan bekommen, um aus den verschiedenen Ideen einen möglichst konkreten Plan für ihre Geschichte zu machen.

Für heute ist es das mit den Eindrücken aber: Fortsetzung folgt!

Katha

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Geschichten planen

Und nochmal Padlet im Einsatz. Die digitale Pinwand kommt morgen mit einem Teil meiner Drittklässler zum erneuten Gebrauch:

Wir werden demnächst verschiedene Geschichten schreiben im Rahmen einer Vier-Wochen-Schreibaufgabe (erläutere ich noch genauer) und die morgige Förderstunde nutze ich mit einem Drittel der Kinder, um nochmal gemeinsam über Texte nachzudenken. So sieht das Padlet aus, das die Kids morgen bekommen:
Padlet

Zuerst darf jedes Kind seine eigenen Ideen aufschreiben, danach auch die anderen kommentieren oder mit einem Herzchen bewerten. Nochmal kurz zur Info: Padlet ist eine in der Basisversion kostenlose Software für PC und als App. Wer eine Pinwand erstellen möchte, muss sich registrieren – Teilnehmer (also in diesem Fall die Kids) brauchen einen Link oder QR-Code, um daran mitarbeiten zu können.

Beste Grüße
Katha

Schnelles Schreibspiel

Ich mag ja Spiele und Aufgaben, die mit keinem oder wenig Material (und gern ohne Kopieren) auskommen. Dieses ist so eins:

Jedes Kind braucht ein Blatt (A5 reicht prinzipiell, Linien sind kein Muss, aber hilfreich). Auf dieses Blatt schreibt es eine Person. Das kann ein Name (nicht aus der Klasse!!!) sein, eine Berufsbezeichnung o.ä. – ich gebe immer ein paar Beispiele. Wer fertig ist, klappt den oberen Rand des Blattes so um, dass man den Namen nicht lesen kann.
Dann werden die Zettel in abgesprochener Richtung weiter gegeben (immer beibehalten). Ohne Nachzulesen (!!!) schreibt nun jedes Kind auf seinen neuen Zettel ein Verb in der 3. Person Singular. Auch hierfür gebe ich immer Beispiele (wie man auf den Bildern sieht, klappt es dennoch nicht immer…). Wieder wird danach umgeklappt und weiter gereicht. So kommen noch eine Zeitangabe, eine Angabe, mit wem und eine Ortsangabe hinzu. Ihr merkt schon, dass das Erklären einfacher wird, wenn die SuS die Satzglieder kennen. Unter Klasse 3 habe ich es bislang noch nicht gespielt.

Nach dem letzten Weiterreichen darf dann jedes Kind seinen Zettel entfalten und lesen, gern auch vorlesen. Es entsteht erfahrungsgemäß ein ziemlicher Bohei, weil die Sätze immer witzig, manchmal auch echt schräg oder blöd sind.

Viel Spaß beim Ausprobieren!
Katha

Wie entsteht eigentlich eine Karte?

Zu dieser Frage hatten meine Drittklässler teils keine, teils rudimentäre Vorstellungen (wenn ich die zwei Schlaumeier mal außen vor lasse, die immer alles schon wissen…).

Gut, dann probieren wir es mal aus!

Schritt 1: Eine von mir gezeichnete Karte bzw. Luftansicht-Skizze unseres Differenzierungsraums liegt auf dem OHP (krass moderner Medieneinsatz) und die SuS vermuten, was dort abgebildet sein könnte.
Karte Nebenraum kartografieren.jpgSchnell erkennen sie den Raum und können den Formen die reellen Gegenstände zuordnen.

Schritt 2: Gruppenarbeit mit folgenem Arbeitsauftrag:
Kartenaufgabe.PNGIn jede Gruppe habe ich stärkere und schwächere Kinder gepackt, um allen Gruppen einen Erfolg zu ermöglichen. Da man fast alle benötigten Symbole auf meiner Karte abschauen konnte, war dieses Aspekt des Kartografierens vorentlastet.
Obwohl es kaum Streitigkeiten während der GA gab (was selten genug vorkommt), waren die Ergebnisse dann am Ende doch extrem unterschiedlich. Ihr dürft jetzt mal meinen Klassenraum kennenlernen – in sechs Varianten… 😉
((die Bilder bleibe ich für heute schuldig – in der Schule liegen lassen…))

Schritt 3: Analyse
Im Tafelkino besprechen wir, was auf welchen Karten besonders gelungen ist, warum sich Manches leichter erkennen lässt als Anderes und dass der Klassenraum eher Hochformat als Querformat hat. Ein Schüler ist der Sohn eines Bauzeichners und haut mit seiner Karte alles raus – sie wurde von allen als bestes Ergebnis gewürdigt, was den Jungen zu Recht stolz machte.

Schritt 4: Gruppenarbeit – outdoor!
DSCN2253.JPG
Wir nehmen einen Zeichenblock mit auf den Schulhof und versuchen, diesen zu kartografieren. Das ist eine deutliche Steigerung der Anforderungen (neue Symbole werden benötigt!) – aber wieder arbeiten die Gruppen ziemlich konzentriert und bis auf wenige Ausnahmen zielführend zusammen. Wir haben z.B. in den Gruppen besprochen, dass nicht jeder in der Gruppe zeichnen kann, aber dass auch die Beobachtungen und Tipps dem Zeichner nützen. Oder dass man Bäume in der Seitenansicht zwar besser erkennt, aber dass das nicht zu einer „richtigen“ Karte passt, auf der alles von oben zu sehen ist. Man braucht also Zeichen/Symbole, um Sträucher, Spielgeräte etc. darzustellen. Mein Highlight war, als einer meiner Träumer oben auf dem Klettergerüst stand und er auf meine vorsichtige Frage nach seinem aktuellen Status antwortete, er schaue nach, wie alles von oben aussähe. Bingo!
Kurzes Betrachten der Ergebnisse war heute noch drin, aber etwas genauer kommt das noch in…

Schritt 5: Das wird dann in den nächsten Tagen noch die abschließende Reflexion der Produkte sein und das Beschreiben des Kartografier-Vorgangs anhand von Stichworten. Natürlich werden die Ideen der Kinder auch noch durch ein par standardisierte Zeichen für Karten ergänzt und ein ganz bisschen theoretische Kartenarbeit muss auch noch sein.
Dann hoffe ich aber, dass am Ende mit Hilfe der sog. Didaktik des leeren Blattes ein bisschen mehr bei den kleinen Monstern hängenbleibt als wenn wir nur AB abarbeiten…

Beste Grüße
Katha

 

Swap!

Beginnend in der ersten Klasse ist eines meiner liebsten Spiele im Englischunterricht „Swap!“. Es geht ganz einfach: jedes Kind der Klasse bekommt eine Frage-Karte, wobei ich immer mindestens zwei verschiedene Kartensets mische (nur Fragen, die die Kinder kennen und beantworten können). Kurz üben wir gemeinsam chorisch dann noch einmal alle heutigen Fragen und dann geht es los:
Alle SuS gehen dann im Klassenraum herum und bleiben bei immer neuen Gesprächspartnern stehen. Ein Kind stellt dann die Frage auf seiner Karte und erhält eine Antwort – dann fragt das zweite Kind und bekommt eine Antwort vom ersten. Zuletzt werden die Karten getauscht und ein neuer Partner gesucht.

Für die Anfänger in der 1 stehen keine Fragen auf den Karten sondern die zuerst gelernten Themen colours und numbers. Das Spiel läuft aber identisch ab.

Zuerst habe ich diese Spielidee bei einer Kollegin kennen gelernt und später auch noch in diesem Buch wieder gefunden: Spontanes Sprechen in der GS.

Damit ich spontan wählen kann, welche Fragen ich nutzen möchte, habe ich alle Sets (zu je 8 Karten) gebündelt in einer Pappschachtel untergebracht – habe im 1€-Laden eine thematisch passende gefunden:

Bislang habe ich diese Fragen gesammelt, die sich größtenteils aus unseren Englischthemen ergeben:

Wenn ihr es selbst mal probieren wollt, stelle ich euch hier das „Starterset“ mit den Farb- und Zahlenkarten sowie einer editierbaren Blankoseite zur Verfügung: swap cards

Beste Grüße
Katha

 

Briefe schreiben – Brieffreunde finden

Als zweiter bewerteter Text darf sich die Monsterklasse demnächst mit dem Format „Brief“ beschäftigen. Los geht es dieser Tage mit einem Brief, den unser Klassenmonster Mona von einer Urlaubsbekanntschaft* bekommen haben wird:2019-01-05 21.44.54.jpg

Daran werden wir zum Einen inhaltlich erarbeiten, wie wir für Mona eine Antwort verfassen und zum Anderen die formellen Aspekte eines Briefes klären.
Recht klassisch werden wir dann erstmal sammeln, was jeder von uns gern tut und mag und dann einem möglichen Brieffreund einen „Einladungsbrief“ a la Rokko** zu schreiben.
Das Schülermaterial dazu kommt von einer meiner beiden besten Freundinnen, die momentan auch eine 3 unterrichtet undgern dabei ist. Sie wird das Thema Briefe dann nach uns aufgreifen. Zwei Fliegen und so…

Um für jedes Kind eine Merkhilfe für alles Formale an der Hand zu haben, nutze ich das neu gestaltete Materialpaket der Deutschen Post, das man unter Post und Schule bestellen oder herunterladen und ausdrucken kann. Die begleitenden AB mit Rahmengeschichte kann man nutzen, muss man aber nicht unbedingt. So sehen die Merkzettel aus, die ich den SuS geben werde:
2019-01-05 21.45.40

Wenn’s gut läuft und ich noch Doppelstunde Kunst finde, dann gestalten wir noch eigenes Briefpapier und falten hübsche Origami-Umschläge. Das könnte ich mir am PC gut vorstellen, mal wieder was mit Paint machen oder so…

Wenn es dann an den Aufsatz geht, arbeiten wir wieder mit einem Bewertungsraster, das den Kindern frühzeitig bekannt ist und ein hohes Maß an Transparenz auch für die Eltern bietet. Wer das brauchen kann, bekommt es gern hier als pdf: bewertungsraster brief und hier in der editierbaren Version: bewertungsraster brief

Beste Grüße erstmal soweit,
Katha

* Mona war im Herbst 2017 für einige Wochen verschollen, nachdem sie mich und die Männer nach Norderney begleitet hatte. Ihr Cousin, das Wurmmonster Mino, sprang uneigennützig ein und ist seitdem unser Co-Klassenmonster. Mona tauchte dank der Spendierhose des Monster-Bildschirmreinigertier-Herstellers dann auch irgendwann wieder auf und lebt jetzt wieder glücklich in der 3b. An den Wochenenden dürfen die Kids jetzt aussuchen, ob sie Mona oder Mino mitnehmen wollen – beide werden heiß geliebt. Aber das ist eine andere Geschichte sind zwei andere Geschichten, die ich hoffentlich bald auch mal aufgeschrieben bekomme…

** Rokko ist mir bei Pinterest über den Weg gelaufen – ich finde, er ist ein ziemlich cooler Typ! Seine Schöpferin Clarissa Schwarz näht Sockenmonster.

Wortfamilien-Witz

Eine der letzten Aufgaben aus dem Arbeitsfeld „Wortfamilien – Rechtschreibung lernen mit Wortbausteinen“ war diese:

Es ging darum, zu einem vorgegebenen Wortstamm zuerst mündlich in PA mehrere Wörter zu finden und aus diesen dann einen möglichst langen Satz zu machen. Somit waren veschiedene Anforderungsbereiche gefordert: anwenden, indem man zum Wortstamm wie geübt Verben und Nomen findet und weiterdenken, indem man diese Wörter zu einem sinnvollen und sprachlich richtigen Satz zusammen setzt.
An der Tafel hatten wir zuerst gemeinsam gestartet: Zum Wortstamm „fahr“ kam der Vorschlag

Der Fahrer fährt.

Nach anhaltendem Nachbohren und vielen Meldungen hieß unser Satz am Ende

Der Fahrer fährt im Fahrschulfahrzeug mit seinem Beifahrer zur Fahrschule und begegnet dabei einem Motorradfahrer, der sehr schnell fährt.

Da wurde jedem klar, worum es in der folgenden Aufgabe geht. Zum Aufschreiben hatte ich Streifen vorbereitet, auf denen ich nur den Wortstamm und eine Schreiblinie vorgegeben hatte.
Alle Partner starteten sehr motiviert, die Ergebnisse waren aber extrem unterschiedlich – sowohl quantitativ als auch qualitativ… Hier mal ein paar Eindrücke:
2019-01-12 15.52.21

Besonders gefreut habe ich mich aber am Stundenende darüber, dass es auch noch SuS gibt, die sprachlich fit sind und auch noch Wortwitz haben. Dieser Zettel wurde mir voll Stolz und mit einem schelmischen Grinsen präsentiert:
2019-01-12 15.51.29

Herrlich, oder? Eine Kollegin meint, dass sie meinen Namen im Sinne dieser Wortfamilie noch nie betrachtet habe…

Zur Differenzierung kann man in solch einer Aufgabenform auch die Wortstämme zuordnen, da sie ja einen sehr unterschiedlichen Anspruch mitbringen: flieg lautet um zu flug, fahr und lauf hingegen haben wir schon behandelt, zu such gibt es nur wenig und zu sonn mussten die Kinder erstmal gehörig nachdenken…

Nun ja – dennoch bin ich ein großer Fan von Aufgaben, die heruasfordernd sind. Nicht jedes Kind kann sie umsetzen, aber auch das finde ich ok. Wenn ich nur Aufgaben stelle, die jeder irgendwie schafft, dann habe ich gegenüber Eltern eine Argumentationsgrundlage weniger, wenn es um nicht bzw. nur ausreichende Leistungen oder später um die Schulformempfehlungen geht…

Beste Grüße,
Katha