Anregung: vorgelesener Adventskalender

Immer mal wieder versuche ich ja, euch vom #TwitterLehrerzimmer zu überzeugen. Heute Versuch 124 oder so. Auf Twitter kann nämlich Tolles passieren: jemand hat die Idee, aus einem Adventskalenderbuch mit 24 Kapiteln digital verfügbar einen anzuhörenden Adventskalender für seine Klasse zu machen. Andere Menschen steuern ihre Ideen bei und es entsteht der Plan, dass nun deutschlandweit 24 Personen die 24 Kapitel einlesen und jede*r davon dann den gesamten Kalender nutzen darf.

Schwupps wird eine ppt vorbereitet und in einem Cloudordner für alle zugänglich gemacht. Schwupps lesen die ersten ihre Kapitel ein, andere bestellen erstmal das Buch*, erste Folien sind schon gestaltet. Wenn jemand nicht so gestalterisch begabt ist oder keine Zeit für die Folie hat, springen andere ein. Innerhalb von weniger als zwei Wochen ist das Ganze Ding fertig.

Wieder kommen verschiedenste Ideen zusammen, wie denn nun das Teilen technisch umgesetzt wird. Vor allem durch verschiedene oder fehlende Plattformen gibt es hier Manches zu beachten – aber es klärt sich.

Ich darf nun also Teil dieses Projekts sein und habe Tag 20 in die Sprachaufnahme-App meines Tablets eingelesen. Außerdem hat jede*r die ppt-Folie zu seinem Tag gestaltet (in diesem Buch geht es um Weihnachten in verschiedenen Ländern, so dass jedes Bild ein Land zeigt). Für Italien habe ich Canva genutzt und mein Bild so gestaltet:

Aus rechtlichen Gründen kann ich natürlich nicht den gesamten Kalender mit euch teilen, aber ich möchte euch anregen: so ein Projekt kann man auch mit einem Kollegium umsetzen und füreinander, die eigene Klasse oder die Schulgemeinschaft nutzen! Tut euch zusammen, probiert euch aus, teilt dieses Erlebnis miteinander!

Viel Spaß beim Ausprobieren und (mit oder ohne Adventskalender) einen guten Start in die Adventszeit!

Eure Katha

* Wir haben „Unglaubliche Weihnachten“ von Renus Berbig gelesen, dtv Verlag. Die Bestellzahlen dürften ziemlich hoch gegangen sein… 🙂
Grundsätzlich ist das aber einfach auch ein tolles Buch zum Vorlesen im privaten oder schulischen Bereich!

Rezension: „Digital Cleaning“

Titel: „Digital Cleaning. Informationsflut bewältigen, digital aufräumen und Ordnung halten mit System“
Verlag: mitp (hier klicken)
Autor: Herbert Hertramph
ISBN: 978-3-95845-534-4

 

Zum Inhalt:
Drei große Baustellen spricht Herbert Hertramph in diesem Ratgeber an:
* JETZT aufräumen und strukturieren
* IN ZUKUNFT Ordnung halten und Zeit sparen
* JEDERZEIT Daten sichern und verschlüsseln
In allen drei Bereichen stellt er Grundsätze und Grundlagen vor, worauf zu achten ist. Ergänzt werden diese allgemeineren Tipps durch ganz konkrete Tools und Anwendungsbeispiele aus dem Alltag (Fotobibliothek synchronisieren, Datenbalage für die Steuer etc.). Viele Screenshots verdeutlichen die Anleitungen, so dass man ohne großartige technische Vorkenntnisse einfach nachmachen kann, was man hilfreich findet. Grundsätzlich werden hierbei sowohl Anwendungen und Wege für Windowsnutzer*innen vorgestellt als auch für Menschen, die am Mac arbeiten.

Zwei Beispiele kommen hier:

Filemanager, Dateien benennen
Fotos ordnerweise umbenennen

Meine Meinung:
„Praxisnah und leicht nachvollziehbar“ steht im Klappentext. Das kann ich genau so unterschreiben. Die Praxisnähe fängt für mich bei der klaren Benennung der Kapitel an, denn so kann ich z.B. für mich nicht relevante Kapitel zu Mac-Produkten einfach überblättern. Auch kann ich einen Bereich, in dem ich mich mit meinem System wohl fühle, getrost nur überfliegen oder auslassen. Leicht nachvollziehbar finde ich die Erklärungen ebenfalls und durch die Screenshots der konkreten Beispiele dürfte dies für die meisten Leser*innen zutreffen.
Wie man auf dem Titelbild sieht, ist dies mal wieder ein Buch, das viele Klebezettelchen bekommen hat und somit eines, das noch öfter in die Hand genommen wird, um nach und nach verschiedene Tools auszutesten. Obwohl ich mich als digital durchaus sortiert bezeichnen würde, nehme ich eine Menge Anregungen mit, Neues zu probieren oder meinen Workflow an manchen Stellen zu optimieren.

Leseempfehlung:
Für alle (!), die einen Computer für Arbeit und Privates nutzen, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen! Es gibt Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene, für Windows- und Applenutzer, für Chaoten und „Vorsortierte“. Herbert Hertramph (das verfolge ich regelmäßig auf Twitter) probiert gern mit Tools herum und kann sehr versiert beurteilen, was tauglich ist und was nicht. Durch die gute Struktur im Buch kann jede*r schnell entscheiden, welche Kapitel gelesen, welche überblättert und welche intensiver bearbeitet werden sollten. 👍🏻

Vielen Dank an den mitp-Verlag für das Rezensionsexemplar und den wahnsinnig netten Kontakt! Danke auch an Herbert für deine vielen kleinen Anregungen, die du regelmäßig auf Twitter mit uns teilst!

Herzliche Grüße,
Katha

Superheroes – Schreiben und vorlesen in Klasse 4 (part I)

Vor Kurzem bekam ich von Franziska Teichert (VIELEN DANK!) die Inspiration zu einer Englischeinheit zum Thema „superheroes“ 🌟, die ich nun mit den Viertklässlern umsetze. Wortschatzarbeit an den Feldern clothes und superhero powers steckt darin, das Verfassen eines Textes sowie dessen geübtes Vorlesen. Handslungsprodukt wird am Ende ein Video sein, in dem die Kinder zu ihrem Bild des eigenen Helden bzw. der eigenen Heldin ihren Text einsprechen.

Vor Beginn der Einheit hatte ich die Englisch-Pinwand schon ein wenig als Teaser gestaltet und die Handpuppe Superbuddy zog auch schonmal in die Klasse ein:

Die Handpuppe habe ich bei Amazon bestellt und die Bild- und Wortkarten für die Einheit habe ich bei eduki erworben*. (Grundsätzlich bin ich da ja etwas skeptisch und sparsam, aber da es in diesem Fall ja umd die ganz konkreten Materialien für den Aushang bzw. die Tafelarbeit ging, habe ich die paar Euro investiert.)

Zu Beginn der Einheit haben wir dann zuerst mal die superheroes gesammelt, die die Kinder kennen. Hier zeigte sich ein ziemlicher Unterschied zwischen den Jungs und den Mädels 🙈. In Goodnotes habe ich die genannten Held*innen dann clusterartig aufgeschrieben und mit Hilfe des Splitscreens direkt noch Bilder hinzugefügt. Die Kinder habe ich an dieser Stelle dazu aufgerufen, gern auch selbst Superheldenbilder o.ä. mitzubringen. So konnten wir in den folgenden Stunden verschiedene gezeichnete oder gedruckte Bilder mit an unsere Pinwand hängen, ein Avengers-Buch bewundern und zwei handgehäkelte Superhelden bestaunen.

Der nächste Schritt war dann die Einführung des Wortschatzes superhero powers. Die Kinder wussten selbst viele Superheldenkräfte, die ich dann mit den entsprechenden Bildkarten an der Tafel visualisieren konnte. Zusätzlich haben wir vier weitere Kräfte mit aufgenommen, die den Kindern wichtig waren. In solchen Fällen skizziere ich zunächst an der Tafel und stelle dann zuhause die passenden Bildkarten ergänzend her. Bin eben jemand, der es dann gern einheitlich hat. Zuletzt kamen dann die Wortkarten dazu, um das Schriftbild auch parat zu haben für den nächsten großen Schritt: der erste Teil des

Superheldentextes fürs Video wurde geschrieben. Die Satzanfänge „My name is …“ und „I can …“ habe ich an der Tafel vorgegeben und am Beispiel von Superbuddy ausformuliert (s. Foto). Wenn Kinder hier weiterführende Sätze schreiben wollen, gebe ich gern Hilfestellung. Auf dem Foto sieht man, dass ich sowas dann manchmal auch an die Tafel schreibe. Ergänzend zu diesen Basics konnten die Kinder sich ihren Wunschsatz auch mit deepl.com übersetzen lassen (ich hatte ein paar Tablets mit in die Klasse genommen).

Diese erste Sequenz der Einheit hat zwei Stunden in Anspruch genommen. Mann kann das sicher etwas straffen, wenn man in Doppelstunden arbeitet, aber durch die Wiederholung nach einer Woche Pause brauchten wir diese Zeit auch.

Sequenz „1b“ mit einer Stunde Umfang war dann die Frage, wem oder was man helfen möchte. Gemeinsam überlegten wir, ob unsere Superheld*innen eine bestimmte Zielgruppe haben könnten und sammelten diese zum Satzanfang „I help…„. Die Kinder schrieben dann auf einen zweiten Zettel, wem sie gern helfen mögen. Manche nutzten wieder deepl, um sich noch konkreter ausdrücken zu können als es mit Hilfe unserer Sammlung möglich ist. Das freut mich im Sinne der Differenzierung natürlich sehr.

So sieht unsere Pinwand inzwischen aus. Auf dem gelben Plakat die Superkräfte, auf dem roten die Hilfszielgruppe.

Die anstehende Sequenz zu superhero clothes kommt dann in den nächsten Tagen hier an!

Supergrüße von Katha

* Nein, ich bekomme kein Geld für diese Links. Es ist nur ein Service, der euch das Suchen ersparen kann, wenn ihr „nachkaufen“ wollt!

Rezension: „Gemeinsam tüfteln statt einsam glotzen“

Titel: „Gemeinsam tüfteln statt einsam glotzen. Clevere Experimente für Kinder und Eltern“
Verlag: Duden (hier klicken)
Autor*innen: Julia Kleeberger, Franziska Schmid, Junge Tüftler gGmbH
ISBN: 978-3-411-77087-8

Zum Inhalt:
Das Buch hat zwei große Teile: die ersten hundert Seiten stehen unter dem Motto „Wissen – die Vorbereitung“. Hier geht es zuerst um die verschiedenen Zugänge zum Tüfteln wie Bauen und Werkeln, Kritzeln und Klecksen oder Screen und Maus. Außerdem werden die an Maria Montessori und Seymour Papert angelehnten Grundsätze der Tüftler vorgestellt und gezeigt, wie Tüfteln und Programmieren zusammenhängen. Ein große Rolle spielt auch die Erkenntnis, das Kreativität etwas dem Menschen Eigenes ist und dennoch im Alltag nicht immer die größte Rolle spielt. Zum Abschluss dieses Kapitels gibt es eine Liste mit Ideen für Material, das zum Tüfteln gesammelt oder angeschafft werden kann.

Der zweite Teil des Buches ist dann die im Untertitel angekündigte Sammlung von „Clevere[n] Experimente[n] für Kinder und Eltern“: los geht es mit einem kleinen Einmaleins der Elektronik, da viele Projekte mit LED-Lämpchen, Summern oder kleinen Motoren funktionieren.
Der erste große Block umfasst dann 32 Tüftel-Ideen „screen off“ (z.B. leuchtende Türschilder, Klackerkäfer, Mumien-Gläser …) gefolgt von 27 Projekten „screen on“ (z.B. mit Scratch oder Stop Motion Studio). In beiden Bereichen geht es vom Einfachen zum Schwierigen: man bekommt Grundlagen vermittelt und dazu dann Anregungen, diese auszubauen und kreativ weiter zu verarbeiten.
Jede Aktivität wird den links zu sehenden Kategorien zugeordnet, so dass man auch gut nach den eigenen Tüftelvorlagen auswählen kann, an was man sich heranwagen mag. Zusätzlich gibt es Angaben zu Zeitaufwand, Personenzahl und Schwierigkeitsgrad.


Hier ein Beispiel, das wir ausprobieren werden in der Adventszeit: Rudolf mit leuchtender Nase:

Das Ende der Anleitung.

Meine Meinung:
„Gemeinsam tüfteln statt einsam glotzen“ ist anspruchsvoller, als ich anfangs vermutet hatte. Es gibt einen nicht gerade kleinen Block mit Input und Hintergrundwissen – genau das unterscheidet aber dieses Buch von den diversen Experimentsammlungen, die mir bislang über den Weg gelaufen sind. Ich bin noch lange nicht „fertig“ mit dem Buch und habe, wie man sieht, noch einige Klebezettelchen drin, die wir (hoffentlich) in der anstehenden dunklen Jahreszeit abarbeiten ausprobieren können. Allerdings muss ich erst noch mal in den Baumarkt und zum Elektrofachhandel und ein bisschen einkaufen. Schade, dass ich mangels Klassenleitung keinen Sachunterricht habe, in dem ich solche Ideen gut umsetzen könnte (z.B. im Rahmen des Themas Strom).

Leseempfehlung:
Wie so oft: sowohl für Eltern als auch für Lehrkräfte kann ich „Gemeinsam tüfteln…“ nur empfehlen. Vor allem denjenigen, die sich bislang eher nicht an technische Aktivitäten gewagt haben – ihr werdet hier quasi an die Hand genommen und im Prozess des Tüftelns begleitet. Ein wenig muss man sicher über den eigenen Schatten springen, vor allem im Bereich des Programmierens vermutlich, aber es dürfte sich lohnen – für Groß und Klein!

Vielen Dank an den Duden-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Herzliche Grüße,
Katha

Medienmappe: Badges

Vor Kurzem stellte ich euch hier meine Medienmappe vor, mit der wir im Kollegium nun verstärkt arbeiten. Inzwischen ist nun neben dem Mappeninhalt und der TaskCards-Pinwand auch der letzte, etwas verspielte, Bestandteil fertig geworden:

Für das Abschließen oder vollständige Durcharbeiten eines Kapitels gibt es jetzt ein Badge, also einen kleinen Belohnungsaufkleber:

So sehen die Badges aus.

Wer also nachweist, dass er oder sie fit in einem Themenbereich ist, darf sich den Sticker in seine Mappe kleben. Ich weiß nicht, ob manche das albern finden, aber ich mag sowas und hoffe, einen weiteren kleinen Anreiz zu schaffen.

Falls du die Medienmappe auch nutzt, kannst du dir meine Badges gern herunterladen. Wenn du die Mappe angepasst hast (jippie!), dann kannst du hier die Vorlage bei Canva zum Anpassen eigener Badges nutzen.

Gedruckt sind die Badges übrigens auf einer Vorlage von Avery Zweckform (5080). Das ist keine Werbung für die Firma Avery! Ich nutze deren Etiketten hierfür, weil es für alle Spezialetiketten auch Wordvorlagen zum Befüllen gibt, was das Ausdrucken sehr erleichtert.

Grüße
Katha

Rezension: „Der singende Gorilla“ mit Verlosung

IMG_1970Titel: „Der singende Gorilla. Reime und Lyrik für Kinder“
Verlag: Duden (hier klicken)
Autorin: Suli Puschban
Illustrationen: Karsten Teich
ISBN: 978-3-411-77074-8

Zum Inhalt:
Suli Puschban hat hier neben eigenen Gedichten und Gedanken auch mehr oder minder bekannte Texte anderer Autor*innen versammelt. Sie beginnt das Buch im Vorwort mit einem Aufruf dazu, sich Sprache kreativ zu nähern und einfach mal etwas Kreatives zu wagen und berichtet von ihrer eigenen Inspiration durch ihren Deutschlehrer (freut sich doch mein Lehrerinnenherz). Zu manchen Texten gibt es Anmerkungen oder Erklärungen, teils auch weitere autobiografische Hintergründe.
Die Texte reichen von zwei Zeilen bis zu zwei Seiten, so dass sich für jede Laune und Lesekompetenz etwas findet. Die Illustrationen von Karsten Teich sind schlicht, aber lebendig und bieten viel Spielraum für Identifikationsprozesse.

Meine Meinung:
Einige Werke, die ich sehr mag, haben ihren Weg in diesen Band gefunden so wie zum Beispiel Mascha Kalekos „Mein schönstes Gedicht“. Andere Texte kenne ich aus Liedern, die meine Kinder hören. Wieder andere Texte waren mir ganz fremd, so dass es mir schwer fällt, dieses Buch als klassische Gedichtsammlung zu betrachten. Es bietet viel an und lässt viel Freiheit für individuelle Vorlieben. Beim ersten Durchblättern habe ich mich etwas schwer getan mit diesem Werk – aber inzwischen mag ich es sehr gern und habe schon mehrfach darin herumgeblättert; auch, weil ich die Bilder wirklich mag und sie teils wirklich Mut machen.
Ich würde mir allerdings wünschen, dass der titelgebende „singende Gorilla“ eine noch größere Rolle im Buch spielt, als er das durch sein Auftauchen in einigen der Illustrationen tut. So  ist mir nicht ganz klar, woher dieser Sympathieträger vom Titelbild seine Rolle hat.

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Leseempfehlung:
Für Eltern: wer Lust am Spiel mit Sprache hat und seinen Kindern diese weitergeben möchte, hat mit diesem Buch einen guten Begleiter an der Hand. Wer selbst gern blättert, ebenso!
Für Lehrkräfte: wenn ihr abseits von klassichen Gedichtbänden mal etwas Neues für den Unterricht braucht, kann der singende Gorilla für euch gut geeignet sein. Sowohl für den Deutschunterricht, um verschiedene Gedichtformen kennenzulernen, als auch für Klassenstunden oder Religion bzw. Ethik, wenn es um Gemeinschaft oder Gefühle geht. Deswegen gibt es heute mal wieder eine…

Verlosung
Wenn du dieses Buch gern gewinnen möchtest, dann schreibe einen Kommentar mit einem Gorilla-Gedicht – egal ob gereimt oder nicht, ob Elfchen, Rondell oder sonstwas! Am Sonntag, dem 31.10.2021 um 20 Uhr lose ich dann aus, wer das Buch zugesendet bekommt.

Vielen Dank an den Duden-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

Passwortkarten für IServ

Unsere Schule nutzt seit 2020 die Plattform IServ (keine Werbung hier!) und hat einen eigenen Server in der Schule verbaut, auf dem alle Daten liegen. Für die Kinder und Erwachsenen heißt das im Vergleich zum vorherigen pädagogischen Netz, dass sie sich mit den gleichen Anmeldedaten sowohl an allen schulischen Rechnern als auch auf der IServ-Seite anmelden. In der Schule folgt daraus für uns eine kompliziertere Anmeldung, da es früher keine Passwörter für die Kinder gab und ich als Lehrkraft somit immer jedes Kind unter Kenntnis seines Namens anmelden konnte. Nun müssen die Kinder ihr Passwort kennen, um einen Rechner nutzen zu können. Natürlich greifen aber auch moderne Passwortanforderungen, so dass einfache Begriffe oder Zahlenkombis nicht akzeptiert werden. Also habe ich Passwortkarten entworfen, auf denen die Kinder ihren Zugang notieren können, um sich zuverlässig im PC-Raum anmelden zu können.

Damit auch für Videokonferenzen oder den Austausch von Dateien von Zuhause auf den Server zugegriffen werden kann, lagern und transportieren die Kinder ihre Karten einfach immer in der Federmappe.

Erste Erfahrungen zeigten zuletzt, dass neben IServ oft auch die Passwörter für Anton und Antolin benötigt werden, denn für beides haben wir eine Schullizenz. Diese Anbieter generieren jedoch optimale Passwortkärtchen inkl. QR-Codes für eine direkte Anmeldung via Tablet. Also habe ich kurzerhand ein bisschen gemessen und die IServ-Karten so vergrößert, dass auf deren Rückseite die beiden anderen Codes aufgeklebt werden können. So ist alles an einem Platz:

So, bevor jemand meckert: wir arbeiten mit Grundschulkindern von sechs bis zehn Jahren – die schaffen das nicht alle, sich ein Passwort zu merken. Manche scheitern schon an der Schreibweise ihres Nachnamens… Deshalb diese Karten, auf denen alle Informationen stehen und die bislang höchstens dann weg waren, wenn ein Kind sie irgendwo hat liegen lassen.

Viel Spaß mit den Karten. falls du sie brauchen kannst. Das IServ-Logo darf ich mit Genhmigung der Firma verwenden (habe extra vorher dort nachgefragt!).

Katha

Medien-Projekttag in Klasse 3/4

Wie viele andere Schulen sind auch bei uns in den letzten Monaten viele neue Geräte und dazu noch eine Lernplattform „vom Himmel gefallen“. Nach meinem „That’s me“-Projekt mit den 4ern vor dem Sommer, bei dem die Kinder so schnell so viel am Tablet vertsanden haben, habe ich mir nun überlegt, dass ich gern mit unseren dritten und vierten Klassen einen Projekttag Medien durchführen möchte. Wir haben dafür je Klasse 4 Stunden geblockt, in denen ich MIT der Klassenlehrerin in der Klasse bin und die wichtigsten Funktionen an den iPads erarbeite.

Die dritten Klassen waren nun meine Versuchskaninchen und ich kann ein bisschen berichten. Wobei die Erfahrungen in den beiden Klassen durchaus unterschiedlich waren, so dass meine Ideen immer individuell angepasst werden müssen – wie ja eh immer…

Zum Start gab es ein kurzes Gespräch darüber, was eigentlich diese „Medien“ sind, nach denen der Medientag benannt ist und dass wir heute mit einem Medium namens Tablet arbeiten. Kurz haben wir dann die Regeln für den Umgang damit gesammelt und festgestellt, dass alles auf „Ich gehe vorsichtig mit dem Tablet um.“ herausläuft. Somit war die Grundlage für das gemeinsame Arbeiten gelegt und die Tablets wurden verteilt.

Erster Block waren dann die Grundfunktionen der 4 Knöpfe am iPad (aktivieren, deaktivieren, Apps schließen, Lautstärke regulieren). Beispielhaft haben wir uns dann die Kamera-App vorgenommen und deren Möglichkeiten ausgelotet: wie nimmt man ein Bild auf, wie kann man die Bilder ansehen, Wechsel zur Bildergalerie. Dann gab es den ersten Arbeitsauftrag, den ich wetterbedingt angepasst habe: eigentlich sollten die Kinder (und die Lehrkraft) ein Bild vom Wolkenhimmel aufnehmen – aufgrund von Einheitsblau dort war die Alternative, einen Baum oder Busch auf dem Schulgelände zu fotografieren (ohne Menschen auf dem Bild). Der Transport des mit beiden Händen (und zugeklappt) war die einzige vorher zu klärende Bedingung.

Zurück im Klassenzimmer wechselten wir dann in die Fotogalerie und jedes Kind wählte sein bestes Foto aus. Statt in den Wolken nun Figuren zu erkennen, gab ich die Aufgabe, den Baum/Busch in ein Fantasiewesen zu verwandeln. Dazu demonstrierte ich mit Hilfe des AppleTV-Beamer-Gespanns, wie man das Bild bearbeitet und in den Kritzelmodus kommt. Beispielhaft habe ich mit verschiedenen Stiften und Farben in mein Bild hineingezeichnet. Die anschließende Arbeitsphase der Kinder war sehr ruhig, zeugte von viel Kreativität und vor allem von einem sehr schnellen Verständnis der Stiftfunktionen. Zuletzt blieb dann nur noch das Speichern des bearbeiteten Bildes, das einigen Kindern bereits intuitiv gelungen war.

Mein Beispielbild 🙂

Nun kam die lange und Geduld erfordernde Phase, in der alle Kinder ihre Bilder via Airplay der Klasse präsentieren konnten. Natürlich kam hier etwas Unruhe auf, weil man bei mehr als 20 Mitschüler*innen ja etwas warten muss – beide Klassen nahmen das aber gelassen hin und ich konnte viele gegenseitige Hilfestellungen beim Verbinden der Geräte beobachten. Die Erfahrung, das eigene Werk so großformatig am Beamer zu sehen, erfreute die Kinder größtenteils sehr und wir hatten bei den tollen Wesen viel zu schmunzeln.

Der Hintergedanke bei diesen Übungen ist es natürlich, dass die Kinder diese Funktionen selbstständig nutzen können und dadurch auch öfter mit den Geräten gearbeitet wird. Vielen Kolleg*innen fällt es ja doch etwas schwer, ihre Klasse selbst in diese Nutzungsszenarien einzuführen oder es fehlt ihnen, wie eine Kollegin meinte, einfach an Ideen, wie das gehen kann. Meine Überlegung war, dass wir an einem eher unbedeutenden Inhalt vieles üben können und man, wenn nötig, die Stunden gern auch bei Kunst ins Klassenbuch schreiben kann 😉

Zuletzt haben wir dann noch unsere bearbeiteten Fotos in ein BookCreator-Buch eingefügt und dort eine Sprachaufnahme hinzugefügt, bei der etwas zum Bild erzählt wird. Durch den Export dieser einen Buchseite mit Bild und Aufnahme entstand ein Video einfachster Art. Dieses luden wir auf den schuleigenen IServ-Server hoch, damit die Kinder ihr Ergebnis auch zuhause präsentieren können. Für alle war es sehr faszinierend, wie aus einem Bild ein Video wird, auf dem man sich selbst hören kann. Außerdem erhoffe ich so eine Stärkung der Plattformnutzung und den Effekt, dass Dateien individuell oder im Klassenverzeichnis schulisch wie daheim genutzt werden können.

Es liest sich vielleicht nicht so, aber vier Stunden waren extrem schnell rum an dieser Stelle. Mit einer Klasse habe ich das Hochladen bei IServ nicht mehr geschafft. Auch das Löschen der Bilder und Dateien müssen die Klassenlehrerinnen nochmal aufgreifen im Nachklang. Die Alternative wäre, die BookCreator-Aktion wegzulassen oder den Tag zu verlängern. Werde beides mal überdenken.

Für heute genug des Einblicks. Viel Spaß bei euren Projekten im medialen Bereich!
Katha

Gender-Gaga mit Sternchen

Ich hatte letzte Woche Post im Briefkasten, die ich gern mit euch teilen möchte – mit allen Leser*innen und Abonennt*innen und überhaupt:

Ein*e leider anonym bleibende*r Schreiber*in hat sich offensichtlich so sehr über die Sternchen in einigen meiner Blogbeiträge echauffiert, dass der- oder diejenige sich die Mühe gemacht hat, meine Adresse zu recherchieren. Außerdem wurde hier offensichtlich ein bisschen Geld zusammen genommen, um (vermutlich) mehrere Postkarten zu bestellen und zu versenden.

Ich habe mich schon kurz bei Twitter aufgeregt und möchte euch auch hier kurz zu dieser Aktion etwas schreiben, weil sie mich schon beschäftigt (weiß selbst, dass das doof ist)… Ich verstehe aber einfach nicht, was jemanden dazu treibt, so viel Aktivität zu entwickeln und exemplarisch Personen anzugreifen, nur weil sie versuchen, einigen Menschen mehr durch eine simple Variation der Schreibweise gerecht zu werden. Und ja, ich fühle mich angegriffen. Nicht bedroht, aber angegriffen. Vor allem aber finde ich es absolut erbärmlich, dass es nicht um einen Dialog geht, da kein Name, keine Organisation und keine Bewegung als Absender*in genannt wird.

Solltest du mir diese Postkarte geschickt haben und meinen „schändlichen“ Gender-Blog trotzdem noch lesen, komm wenigstens hinter deiner Mauer hervor und sei ein Mann (oder eine Frau)! Reden können wir gern und über Meinungen streiten auch, aber anonym beschimpfen lassen möchte ich mich nicht. Und im Falle einer weiteren Postkarte: lern genauer hinzuschauen und schreibe meinen Namen wenigstens richtig.

Herzliche Grüße
Katha