neues Fotoprojekt: „letters around me“

Unter aktiver Suchhilfe des Möppels habe ich den gestrigen Stadtausflug genutzt, um mein neues (erstes schulisch motiviertes) Fotoprojekt voran zu treiben: Ich möchte zu allen Buchstaben Bilder sammeln, die ich dann natürlich auch hier zur Verfügung stellen werde.
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Usprünglich wollte ich daraus mal nur Namensschilder für meine Jungs machen, wofür ich nur wenige Buchstaben gebraucht hätte. Gerade die habe ich aber so selten mal alleine gesehen und deshalb immer schonmal einzelne Buchstaben aufgenommen. Nun also sammle ich einfach mal alle und schaue, wie weit ich komme… Das Handy habe ich eh immer dabei und kann dann schnell mal knipsen…

Noch bin ich nicht mit allen Bildern so recht zufrieden – aber die Ruhe zum Fotografieren schwindet eben mit zwei kleinen Jungs im Schlepptau erheblich 😉

Beste Grüße,
Katha,
… die heute Koffer packt und dann verschwindet… Schöne restliche Ferien noch!

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Rezension: Zippel, das wirklich wahre Burggespenst

2018-10-06 15.56.49Titel: „Zippel, das wirklich wahre Burggespenst“
Verlag: dtv junior (hier klicken)
Autorin: Alex Rühle
Illustrationen: Axel Scheffler
ISBN: 978-3-95728-064-0

Zum Inhalt:
Eines Tage stellt Paul fest, dass sich im Türschloss ihrer Altbauwohnungstür ein Schlossgespenst eingenistet hat. Er nennt es Zippel. Und das mit dem Schloss-Gespenst ist hier wörtlich gemeint, nicht auf das große Haus bezogen sondern auf die Mechanik, die meine Tür geschlossen hält…
Der kleine Zippel ist noch recht naiv und unerfahren; er weiß noch nicht viel von der Welt. Paul hilft ihm, sich zurecht zu finden und die frisch gebackenen Freunde bekommen direkt eine echt schwierige Aufgabe zu meistern: Zippels Schloss soll durch ein modernes Sicherheitsschloss ersetzt werden, in dem Gespenster natürlich keinen Platz mehr hätten…
Paul und Zippel und indirekt auch Pauls Eltern sowie eine unerwartete Helferin schaffen es schlussendlich natürlich, dass Zippel nicht obdachlos wird.

Meine Meinung:
Paul hat so seine Probleme mit dem Leben und Zippel ebenso. Die beiden schaffen es aber zusammen, diese anzupacken und dabei jeweils ihre eigenen Stärken einzubringen – frei nach dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist doppelte Freude“.
Pauls Nachbarin und der Hausmeister machen ihm Angst. Aber Paul stellt sich und gewinnt am Ende.
Pauls Eltern haben Probleme, vergessen Dinge und haben auch mal Angst vor der Wahrheit. Aber auch diese beiden springen über ihre Schatten und gestehen Schwächen ein.
Alle Charaktere in diesem Buch sind realistisch, glaubwürdig und tiefgründig, ohne beschwerend zu wirken und alle entwickeln sich im Laufe der Geschichte. Meist geschieht dies durch Offenheit, Zusammenhalt, eine Portion Glück und Hoffnung – tolle Werte, die Kinder (und Erwachsene) nicht oft genug vorgehalten bekommen können! Und schön, dass der Leser oder Zuhörer wirklich ernst genommen wird, es ein paar interessante Wendungen gibt und der Autor die „Awachsanan“ nicht allzu ernst nimmt oder sie gar über die Kinder erhebt.

2018-10-06 15.57.13Ergänzt und vertieft werden die Handlungsstränge immer wieder durch Axel Schefflers wundervolle Illustrationen, die wohl jeder Leser dieses Blogs spätestens seit den Koporduktionen mit Julia Donaldson kennt. Er macht die Figuren lebendig und sympathisch und zeigt, dass er die Lebenswelten „Mehrfamilienhaus“ und „Schule/Schulweg“ gut kennt. Das Beispielbild stammt aus der Szene, als Zippel Paul in der Schule hilft. Mehr verrate ich aber nicht…

Fazit: ein tolles Buch über Mut und Freundschaft, das Lösen von Problemen und darüber, dass nicht jeder alles können muss!

Leseempfehlung:
> Zum Vorlesen wird Zippel vom Verlag ab 6 Jahren deklariert – da kann ich gut mitgehen. Jüngere Kinder können vielleicht doch Pauls Schulkinderleben noch nicht so ganz nachvollziehen.
> Zum Selberlesen muss man schon ziemlich geübt sein und keine Angst vor größeren Portionen haben. Fitte Drittklässler können Zippel schon meistern, denke ich.
> Da ich als „Awachsana“ auch noch Spaß dran hatte, kann ich mir das Buch bis ins Jugendalter als Lesestoff vorstellen.

Vielen Dank an den Verlag dtv junior für das druckfrische Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

„Verwischelung“ der Sprache

“ … zwischen 6 bis 8 Uhr.“

„Der Autor wird 1960 geboren. Schon mit 18 Jahren schreibt er seine ersten Texte …“

“ … der bestangezogenste Schauspieler …“

„Ihr wird Raub und Körperverletzung vorgeworfen.“

„Viele LKWs befahren diese Autobahn täglich.“

So und so ähnlich schallt es mir alltäglich aus dem TV und dem Radio entgegen – und das auf öffentlich-rechtlichen Medien. Auch das Durchblättern unserer Regionalzeitung macht mir in sprachlicher Hinsicht wenig Freude.

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Bitte, liebe Medienmacher, Redakteure, Moderatoren, Schreiberlinge etc.: Sucht euer sprachliches Handwerkszeug nochmal in Ruhe zusammen! Bitte achtet wieder ein bisschen mehr auf euren Ausdruck, auf grammatikalische und formale Aspekte, die der deutschen Sprache zu Grunde liegen! Bitte seid ein Sprachvorbild!
Bitte holt das Präteritum zurück und verwendet passende Verbformen, verdoppelt keinen Plural oder maximiert die Steigerungsform eines Adjektivs. Bitte!
((Grafik von mompitz.de))

Wenn ich jetzt wen nerve, sorry! Ab und an muss mein Genöle mal raus! Heute halt mal zum „mündlichen Sprachgebrauch“ und nicht wie hier schon zur Rechtschreibung oder hier zur Grammatik. Danke fürs Lesen und „gern geschehen“, dass ihr jetzt nicht mehr sprachlich unkritisch Radio hören könnt 😉

Ich bin da ganz auf der Seite von Bastian Sick, dessen Zwiebelfisch-Kolumne mir absolut aus der Seele spricht. Ein absoluter Lesetipp von mir sind die „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“-Bücher, die daraus entstanden sind. Sehr gute Lektüre für Deutschlehrer und alle anderen Kollegen auch!

Beste genölte Grüße,
Katha

Immer noch Draußenzeit!?!

Dieses Jahr summt unsere Photovoltaikanlage nur so vor lauter Sonne. Selbst heute, wohlgemerkt Mitte Oktober, waren wir bis in den Abend hinein draußen auf der Terrasse und im Garten. Herrlich!

Nun ist es dunkel und ich sortiere ein paar Bilder digital weg, während Möppel und Möppelpapa Deutschlands arme Kinder bemitleiden…
Dabei sind mir ein paar Bilder über den Weg gelaufen, die alle hier bei uns zuhause entstanden sind und mich immer wieder erfreuen. Einfach nur, weil wir es so gut haben und die Jungs noch direkten Kontakt mit mehr als nur Amseln haben… Ja, wir wohnen eigentlich mitten im Dorf, haben aber zu zwei Grundstücksseiten wunderbaren naturbelassenen Wald und zur anderen Seite ein brach liegendes Wiesengrundstück.

Wollt ihr mal in meinen Garten sehen? Gern!

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Die Ameise, die den Löwenzahnsamen transportiert, müsst ihr dabei leider ein wenig erahnen – sie war zu schnell für mein Objektiv…

Und hier noch zwei meiner Lieblingsbilder zum Sommer 2018:
1. lecker:
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und 2.: ausgetrocknet!
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Das ist natürlich nicht bei uns im Garten sondern ein nahe gelegener Teich, der völlig leer gelaufen ist wegen eines defekten Ablaufs…

Beste Grüße,
Katha

Rezension: In der Nacht, wenn der Hamster erwacht

2018-10-06 15.56.06Titel: „In der Nacht, wenn der Hamster erwacht“
Verlag: Knesebeck (hier klicken)
Autorin: Iris Schürmann-Mock
Illustrationen: Mareike Engelke
ISBN: 978-3-95728-126-5

Zum Inhalt:
Nachts schlafen wir Menschen. Nicht aber viele Tiere…
Einige heimische Nachtaktive werden in diesem großformatigen Bilderbuch (ca. 26×26 cm) vorgestellt: Hamster, Nachtfalter oder Siebenschläfer begegnen dem Leser vor einem schwarzen Hintergrund, der auf jeder Seite wieder die Nachtzeit verdeutlicht.
In Reimen werden viele Informationen über die Tiere vermittelt, ohne dass man Sachtexte im eigentlichen Sinne liest. Hier mal eine Beispielseite:2018-10-06 15.56.26

Meine Meinung:
Mir gefällt Vieles an diesem Buch:
> die Bilder haben einen sehr klaren Stil ohne Schnörkel oder allzu süße Niedlichkeit
> die Idee, Sachinformationen in Reimform zu stecken, finde ich toll
> das Thema „nachtaktive Tiere“ wird selten in Kinderliteratur aufenommen – hier sind es sogar heimische Tiere, was ich immer besonders gut finde
> die gesamte „Komposition“ aus Lyrik, Sachwissen und küstlerischer Gestaltung!

Meinung des Zweittesters (Möppel, 7):
> die Bilder sind cool!
> „Ich will mal abends wach bleiben, um mir die Tiere in echt anzusehen!“

Leseempfehlung:
„In der Nacht, wenn der Hamster erwacht“ ist ein schönes Vorlesebilderbuch fürKinder ab dem Vorschulalter bis etwa zum Ende der Grundschulzeit. Zum Selberlesen kann es natürlich für interessierte Kinder ab Ende Klasse 2 auch genutzt werden…
Sehr geeignet finde ich das Buch auch für den Sachunterricht. Viele heimische nachtaktive Tiere können so vorgestellt werden und man hat eine gute Basis für Gruppenvorträge o.ä.

Vielen Dank an den Verlag Knesebeck für das druckfrische Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

Rezension: Glückstage unterm Apfelbaum

2018-10-06 15.57.39Titel: „Glückstage unterm Apfelbaum – Geschichten von Minna“
Verlag: dtv junior (hier klicken)
Autorin: Kathrin Rohmann
Illustrationen: Katja Gehrmann
ISBN: 978-3-95728-064-0

Zum Inhalt:
Minna ist ein sehr fantasievolles Kind. Ihr begegnen kleine Personen, mit denen sie sich unterhält und sie sieht Dinge manchmal anders als ihre Eltern oder andere Menschen.
Ein Beispiel: In Minnas Zimmer taucht ein Männlein auf, dessen Auto defekt ist. Minna holt Papas Autozeitschriften und ruft aus einer dort abgebildeten Werkstatt eine Mechanikerin dazu. Die findet den Fehler am Auto, verschwindet wieder und das Männlein kann weiterfahren. Am nächsten Tag wundert sich Papa über seine Zeitschriften in Minnas Zimmer….
So ähnlich geht es in vielen der kurzen, espisodenhaften Geschichten zu, die durch die zeitliche Abfolge locker miteinander verknüpft sind. Man kann aber auch jede Geschichte allein für sich genießen.
Die Illustrationen sind klar und farbenfroh – sie ergänzen die Geschichten liebevoll und unterstützen die Vorstellungskraft des Lesers.

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Meine Meinung:
Mir haben die „Geschichten von Minna“ sehr gut gefallen, weil ich ja generell eine eher lyrische Sprache mag und die kurzen Episoden wirklich in sich geschlossen erzählt sind. Ich finde es schön, wenn sich Kinder so wie Minna komplett in ein Spiel vertiefen und Alltagsgegenstände darin eingebunden werden. Die Erwachsenen wundern sich oft in diesem Buch und das gefällt mir ebenso sehr wie Minna, die sich jedes Mal nicht wundert…

Leseempfehlung:
Dass Minna das perfekte Buch zum Selberlesen ist, bewzeifle ich en bisschen – geübte LeserInnen wollen dann ja doch oft eher „große Geschichten“ lesen. Aber zum Vorlesen und mitfühlen und weiterspinnen finde ich dieses Buch für Kinder ab etwa fünf Jahren absolut geeignet. Die kurzen Kapitel sind so weit abgeschlossen, dass die Gutenachtgeschichte zwar am nächsten Tag weitergehen kann, man aber keine „Cliffhanger“ hat. Das Buch ist harmonisch, wenig aufregend und bietet viel Gelegenheit zum Nachdenken.

Wenn man es darauf anlegt, Minna in den Deutschunterricht zu integrieren, dann könnten Dritt- und Viertklässler zum Beispiel den gängigen Aufbau der kleinen Geshcichten untersuchen und dann eigene Minna-Kapitel schreiben.

Vielen Dank an den dtv-junior-Verlag für das druckfrische Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

Der perfekte Ultrakurzurlaub

… fand recht spontan an diesem Wochenende bei uns statt. Freunde aus der nicht allzu fernen Umgebung hatten sich für eine Nacht in unserer Stadt einquartiert, um einfach mal ein WE raus zu kommen. Wir durften uns anschließen und trafen uns im Freilichtmuseum zum Spazieren (das sogar zufälligerweise noch freien Eintritt bot) und genossen die Herbst-Sommer-Mischung zusammen mit den insgesamt fünf Zwergen. Aus dem sich anschließenden Kaffee in der Stadt wurde dann ein gemütliches Sit-In bis zum Abendessen bzw. dem Punkt, an dem die Kids merklich kaputt waren und wir sie dann doch den heimischen bzw. Hotelbetten zuführen mussten.

Aber so seltsam das klingt: einen Dreivierteltag in der eigenen Stadt verbracht und totales Urlaubsfeeling genossen! Das sollte man öfter mal ausprobieren…
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Hier in NRW starten ja heute offiziell die Herbstferien, so dass ich es vielleicht ja noch schaffe, mal ein paar angesammelte Artikel fertig zu bekommen und auch zu veröffentlichen. Als erstes kommen ein paar Rezensionen, da ich in den letzten Monaten ein paar ech tolle Bücher bekommen habe. Danach vielleicht auch mal wieder ein paar Einblicke in die Monsterwelt und meine momentane Arbeit.
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Beste Grüße und alle, die es betrifft, schöne Ferien!
Katha