We proudly present: „Bildungsmagie“

Heute ist ein besonderer Tag für mich, denn heute (15.06.26) geht ein ganz besonderes Herzensprojekt an den Start: Zusammen mit der zauberhaften Maria Kruse (online solo bei Köpfchenkunde) eröffnen wir euch die Welt der Bildungsmagie Podcast, Inspirationen und Fortbildungen rund ums Themenfeld Digitalität – aber ganz speziell für die Grundschule!

Die Idee dazu kam uns auf einem unserer raren persönlichen Treffen 2025, also entweder auf der didacta, der Buchmesse oder einer mobile.schule-Tagung. Wir wollten digital interessierten Lehrkräften etwas anbieten, das sich einfach mal nur auf die Grundschule fokussiert und nicht die Primarstufe immer nur mitdenkt (denn das erleben wir leider bei allen Veranstaltungen und Podcasts mit digitalem Schwerpunkt noch ziemlich oft).

Bildungsmagie soll vorerst drei Säulen bieten:
1. kurze Podcasts mit einer Prise Magie,
2. begleitend dazu Onepager zum Einsatz verschiedener Szenarien und Tools sowie
3. Online-Workshops* für Anfänger:innen und Fortgeschrittene rund um digitales Arbeiten in der GS

Unser Spektrum beginnt bei Tool-Schulungen zum Beispiel für BookCreator oder TaskCards und endet bei Haltungsfragen wie der Diskussion darüber, in welcher Art und Weise Digitales allgemein und KI beispielhaft in der Grundschule ihren Platz finden sollte.

Kleiner Teaser: Unsere ersten Podcast-Themen werden ab heute wöchentlich online gehen: Mit BookCreator ein Schmetterlingsprojekt in Klasse 1 begleiten, die Arbeit mit Audioaufnahmen in der GS, eine besondere (fast schon magische) Lernaufgabe in Deutsch in Klasse 4 sowie eine Klassenpinnwand für den Kontakt mit Eltern. Für danach gibt es grade schon viele Ideen in der Pipeline – wir nehmen aber auch gern eure Anregungen und Themenwünsche auf!

Wieso Bildungsmagie?

… die Bildung: Wir sind beide seit mehr als 20 Jahren in der Schule und haben verschiedenste Positionen ein- und Aufgaben angenommen. So bringen wir neben der reinen Unterrichtstätigkeit auch die Schulleitungsperspektive und die Sichtweise der Lehrkräfteausbildung mit. Fortbildungen, Webinare und Workshops bieten wir auch nicht erst seit gestern an. Ihr dürft euch also auf eine große Bandbreite an Expertise freuen und immer gern auch selbst Themen vorschlagen.

… die Magie: Außerhalb unserer Leidenschaft für (digitale) Schulentwicklung sind wir beide absolute Potterheads und tief verwurzelt in der magischen Welt. Nicht umsonst heißt die Bildungsmagie Bildungsmagie. Unser Logo und Design sind ebenso magisch inspiriert. So ungefähr stellen wir uns die Herkunft unserer magischen Feder vor:

Ich freue mich, wenn ihr euch mal auf unserer Seite besucht, in den Podcast reinhört und natürlich wie immer gern Likes oder Kommentare da lasst! Ihr findet uns online hier:

🎧 Podcast bei Spotify & Podcast bei Apple Podcasts

💻 Homepage Bildungsmagie

📱 Bildungsmagie bei Instagram

Ich freue mich wahnsinnig auf dieses Projekt und hoffe, einige von euch treuen Leser:innen dadurch auch mal persönlich in einem Webinar* kennenzulernen.

Katha

* Start nach den Sommerferien

Rezension: „Keine Panik – Wir stellen die Schule auf den Kopf“

Titel: „Keine Panik – Wir stellen die Schule auf den Kopf“
Verlag: Südpol (hier klicken)
Autor:innen: Ilona Einwohlt
Illustrationen: Alexandra Junge
ISBN: 978-3-96594-374-2

Zum Inhalt:
Mika, Ibo, Lilly und Milan besuchen eine ganz normale Grundschule – also eine mit defekten Toiletten, kaputten Fenstern und personeller Unterbesetzung. Verstärkt werden die Probleme durch einen unmotivierten Hausmeister und einen sehr langsamen Schulleiter.
Als jedoch eine Vertretungshausmeisterin an der Schule anfängt, kommen positive Veränderungen ins Rollen. Die Kinder merken durch Frau Panic, dass sie Dinge selbst in die Hand nehmen und für ihre Wünsche einstehen können. Es entwickelt sich eine Dynamik, in deren Folge Pläneschmieden und Demonstrationen ins Spiel kommen. Es bewegt sich was an der Schule und auch bei den Erwachsenen, als es um den Erhalt des Schulgartens als Lernort geht.
Das Buch beinhaltet Illustrationen auf jeder Doppelseite und bietet einen eher lockeren Schriftstil: Viele Begriffe sind im Comistil hervorgehoben, farbig und groß, wofür der Verlag den Begriff Comicroman nutzt.

Meine Meinung:
Inhaltlich gefällt mir an der Geschichte gut, dass sie an einem so nachvollziehbaren, realistischen Ort spielt, in dem sicher viele Kinder Facetten ihrer eigenen Schule wiederfinden. Zudem sind die Protagonist:innen ganz normale Kinder, die eine Perspektivübernahme ermöglichen. Sie durchlaufen eine starke Entwicklung von einer altersgemäßen Naivität zu mehr gemeinsamer Selbst- und Mitbestimmung. Sie lernen demokratische Mittel kennen und einerseits Bestärkung durch Erwachsene sowie andererseits auch, dass man Erwachsene überzeugen kann. Neben dem Thema der baulichen schulischen Probleme werden Themen wie Feminismus und Fremdenfeindlichkeit angerissen, so dass man als Leser:in die Wahl hat, hier tiefer einzusteigen oder eben nicht.
Die Illustrationen sind klar und farbenfroh, sehr lebendig und kindgerecht realistisch. Durch den Comicstil und den insgesamt lockeren Schriftsatz ist das Buch durchaus leicht lesbar.

Leseempfehlung:
Zum ersten Mal seit Langem kann ich mal wieder ein Buch als Ganzschrift für die dritte oder vierte Klasse empfehlen. Die Lesbarkeit und der Lebensweltbezug dürften bei den Kinder zu viel Lesefreude führen. Natürlich ist „Keine Panik“ auch gut als Selbst- oder Vorlesebuch geeignet – meiner Einschätzung nach ab etwa 8 Jahren.
Demokratielernen ohne erhobenen Zeigefinger – so wünsche ich mir Bücher für Kinder! Die Geschichte von Mika und ihren Freund:innen bietet tolle Gesprächsanlässe für mehr Mitbestimmung an der eigenen Schule.

Vielen Dank an den Südpol-Verlag für das so liebevoll verpackte Rezensionsexemplar! Da war schon das Auspacken ein Highlight!

Katha

App-Tipp „ChatterPix“

Heute möchte ich eine neue Kategorie erschaffen, die ich auf Instagram schon eingesetzt habe: den App-Tipp. Den Anfang darf hierbei die Audioaufnahme-App ChatterPix bzw. ChatterPix Kids machen (ich finde bis auf kleine Varianten im Layout keinen Unterschied zwischen den beiden Versionen). Die App ist kostenlos für Tablets und Smartphones herunterzuladen.

In ChatterPix kann man Fotos zum Sprechen bringen:
1. Man fügt ein Bild ein oder nimmt es direkt in der App auf.
2. Man zeichnet mit dem Finger eine Linie dorthin, wo der Mund sein soll.
3. Man zeichnet ein Audio auf (max. 30 Sekunden).
4. Es gibt Rahmen, Sticker, Filter zum Ver“schönern“.
5. Download des Ergebnisses als Video.
Die Handhabung ist sehr intuitiv (immer oben rechts auf weiter tippen) und kinderleicht – in der Coronazeit hatten meine Jungs damit viel Spaß.
Dass das Ergebnis im Videoformat gespeichert wird, ist ein großer Vorteil für den weiteren Gebrauch. Ergebnisse können in einem LMS oder eine dig. Pinnwand wie TaskCards gesammelt werden, auch das Teilen mit Eltern ist unproblematisch, weil Videos auf jedem Gerät abgespielt werden können. Ein klares Plus für die „Usability“.

DuckDuckMoose ist ein amerikanischer Anbieter von Apps für Kinder und Erwachsene, was den Datenschutz betreffend erstmal problematisch ist. Auf ihrer Homepage schreiben die Betreiber aber, dass sie keine persönlichen Daten sammeln und speziell „we comply with the Children’s Online Privacy Protection Act“. Da man bei einem schulischen Einsatz der App ChatterPix ganz einfach ohne Namensnennung auskommt, sollte der Einsatz insgesamt also unproblematisch sein.

Einsatz in der Schule
a) Buchvorstellungen (Deutsch): Die Aktion „talking books“ habe ich euch schon einmal hier beschrieben. Das Foto (⤴️) stammt aus diesem Projekt.

b) Englisch / Fremdsprachen: Jeder möglich Gegenstand kann zum Sprechen gebracht werden. So sinkt die Hürde, die Fremdsprache anzuwenden, weil ein Stellvertreter genutzt wird.

c) Deutsch: Das Klassentier, eigene Plüschtiere, (KI-)Bilder von berühmten Kinderbuch- oder -serienfiguren können Geschichten oder Witze erzählen. Mündliches Erzählen ist bei den kleinen ja oft eh noch nicht so lang, dass die 30 Sekunden eng werden* und kurze Witze oder Scherzfragen machen allen Spaß.

d) Sachunterricht: Ein historischer Gegenstand kann mit Hilfe von ChatterPix erklären, was er ist und wozu er genutzt wurde. Genausogut können Tierbilder genutzt werden, um das Tier kurz vorzustellen. Der Fantasie sind hier (außer zeitlich) keine Grenzen gesetzt.

e) Kunst, Musik, Religion: Ich bin hier nicht so firm, stelle mir aber auch für Musiker:innen, Künstler:innen, Kunstwerke oder Figuren aus biblischen Geschichten den Einsatz der App als lohnenswert vor.

Was bei Audioaufnahmen immer schwierig ist, ist die Tonqualität. Hier lassen sich aber gute Effekte erzielen, wenn man…
– die Kinder verteilen kann, so dass nur 2-3 SuS an verschiedenen Ecken eines Raumes gleichzeitig aufnehmen.
– man mit Schallschluckern arbeitet, zum Beispiel einfachen Kisten. Diese werden auf die Seite gelegt, das Tablet hineingestellt und so die Umgebungsgeräusche schon erheblich reduziert.

Für heute sage ich: „Viel Spaß beim Ausprobieren!“ Und wenn ihr Lust habt, lasst doch euer Klassentier mal sprechen und ladet das Video unter meinem Insta-Beitrag zu ChatterPix hoch. 🙂

Katha

* Und sollten 30 Sekunden doch mal nicht reichen, nimmt man einfach mehrere Schnipsel auf und schneidet sie in iMovie zusammen. Das ist wirklich ebenso ein Kinderspiel!

Tipps gesucht!!!

bild1

Heute würde ich gern einmal wieder eine Bitte an die werte Leserschaft loswerden:

Eine meiner besten Freundinnen konnte endlich aus der VHS an die Grundschule wechseln und arbeitet nun als DAZ-Fachkraft. Sie würde gern mit den Kindern verstärkt mit Bilderbüchern arbeiten (was sie vorher mit den erwachsenen ‚Integratisten‘ ja eher nicht getan hat). Zusammen sind uns schon einzelne Bücher eingefallen, die wir kennen und/oder haben und die sich gut mit einem bestimmten Wortschatz verknüpfen lassen. Ich kennen da halt oft nur englische Bücher, die wir im E-Unterricht einsetzen.

Bislang stehen bei uns Die Kleine Raupe Nimmersatt (Wochentage, Obst), Die kleine Spinne spinnt und schweigt (Bauernhof, Tiere) und zwei, drei englische Bücher auf der Liste. Ich bin mir sicher, dass die Intelligenz der Gemeinschaft hier wesentlich größer ist als unsere zwei Gehirne. Es wäre deshalb wirklich riesig nett, wenn ihr im Kommentar oder per Mail (primarblog@web.de) Bücher schreiben könntet, die ihr kennt, benutzt, toll findet und vielleicht ein Thema dazu nennen könntet, dessen Wortschatz man an diesem Buch aufhängen kann. Ich schreibe dann gern auch nochmal für alle Interessierten einen Blogeintrag über das Ergebnis der Sammlung, denn da sind sicher gute Tipps für alle im ersten Schuljahr dabei (oder für die Muttis wie mich).

VIELEN DANK im Voraus sagt
Katha (i.A. von Sonni)

Ich-Buch

Als erstes SU-Thema eignet sich für die kleinen Monsterklassenkids „Ich und die anderen“. Dazu habe ich meine alte Vorlage vom Ich-Buch herausgekramt und sie ein wenig erweitert, angepasst und verändert. So gibt es momentan 10 Seiten, auf denen die Kinder malen, messen, schreiben und sich ein wenig mit ihren Interessen und Fähigkeiten beschäftigen.

[Die tollen Nummern stammen übrigens von Valessa Scheuflers Blog ‚Endlich Pause‘]

Die ersten sieben Seiten gibt es im „Werkstattmodus“ – also zur freien Auswahl in der Bearbeitungsreihenfolge und Verwendung von Hilfsmitteln (Spiegel zum Augen zeichnen, Zollstock zum Körpergrößemessen und Klassenliste für den Geburtstag). Somit kommt wirklich eine Art von geschäftiger Arbeitsathmosphäre im Klassenraum auf, bei der jede/r etwas Wichtiges zu tun hat. Das Mantra „Arbeitszeit ist Flüsterzeit“ ist den Kleinen inzwischen schon gut im Kopf geblieben und einige wiederholen es regelmäßig für ihre Nachbarn.
Edit 2021: Sehr amüsant zu beobachten. Hier kommt die bildfreie Vorlage für Interessierte: https://primar.blog/2021/08/02/aktualisierung-des-ich-buchs/

Nun müssen wir es „nur noch“ zum zweiten Teil des Themas schaffen: WIR.
Gemeinsame Spiele und Erlebnisse wie ein erster Ausflug sollen hierhin helfen, genauso wie das immer deutlichere Einfordern von angemessenem Verhalten im Unterricht. Zur Visualisierung dieser Anforderungen habe ich mir eine englische Idee geklaut und übersetzt: „Gib mir fünf!“ Das sind fünf wichtige Grundlagen zum Zuhören, die wir diese Woche täglich mehrfach gemeinsam einüben:
> Der Mund ist zu.        > Die Augen schauen.
> Die Ohren hören.
> Wir sitzen gerade.
> Die Hände sind still.
Die Bilder, die unter dem obigen Link finden könnt, habe ich in A4 im Klassenraum aufgehängt, dann einmal in A5 ausgedruckt, um im Bedarfsfall nochmal auf einen bestimmten Aspekt hinzuweisen und auch nochmal in ganz klein (6auf1 beim Drucken), um sie einzelnen Kindern nochmal auf den Tisch zu legen.
Auch hier können viele Kinder die fünf Sätze schon mitsprechen, wenn ich „Gib mir fünf!“ sage und hoffentlich setzen das bald auch alle in Taten um bzw. halten länger als 20 Sekunden durch.

Auf geht’s – kämpfen und siegen! Das singen wir immer im Stadion. Passt irgendwie auch momentan für die Arbeit! 🙂

Katha

Lebenszeichen

Mmmh, seltsam. Die Blogs der Kolleginnen, die frisch eingeschult haben, sind erstaunlich ruhig. Ich kann es momentan gut nachvollziehen, denn auch hier tut sich ja zur Zeit kaum etwas. Das liegt sicher daran, dass wir alle, die uns jetzt frischgebackene Erstklasslehrerinnen nennen* dürfen, gerade mehr als gut beschäftigt sind.

Das erste Kennenlernen ist bei uns in NRW abgeschlossen. Da ich meine wenigen Schätzchen ja schon vom Kennenlernnachmittag gut kannte, muss ich mich immer mal wieder dran erinnern, „trotzdem“ ein paar Kennenlernspiele zu machen. Die Kinder kommen aus verschiedenen Kitas oder Gruppen, einige sind zugezogen oder pendeln aus einem anderen Einzugsgebiet. Bislang gibt es nur zaghafte Versuche, mit vorher unbekannten Kindern anzubändeln.

Morgen wird es dringend Zeit für den nächsten Buchstaben, nachdem wir bislang „nur“ das A von allen Seiten beleuchtet haben und daran die zukünftigen Arbeitsweisen geübt haben. Ab morgen beim L können die Schätzchen also bereits alle Methoden und Aufgabenformen sicher und ohne Nachfragen anwenden. Oder meint ihr nicht???

Nun ja, die Klassenraumfenster und die Fenster draußen auf dem Flur haben wir inzwischen etwas verschönert und motorisch schlagen sich beim Schneiden alle ganz gut. Das hab ich auch schon anders erlebt. Was ich viel schwieriger finde, ist momentan eine Balance zwischen „Schaffen“ und „Erholen“ zu finden. Ersteres sind die Übungen zu den Buchstaben, mit der Anlauttabelle, in der Fibel. Zweiteres sind Schungübungen, Anmalen, Spielen, Erzählen. Wenn man so lange keine 1 hatte und direkt aus der 4 kommt, wie es ja in der Grundschule üblich ist, finde ich diesen Drahtseilakt echt nervenaufreibend. Selten Noch nie habe ich in meinem Planer so oft Stundenplanungsstichworte ausradiert und neu gefasst und nochmal radiert… Ich hoffe mal, dass sich zumindest das spätestens nach den Herbstferien gibt und die Planungen wieder etwas leichter von der Hand gehen.

Freuen würde ich mich auch, wenn meine neue Sitzordnung, die ab morgen gelten wird, zu etwas mehr Beruhigung einzelner Kinder führen würde und ich meinem frisch erlangten Förderanspruch gerecht werden kann. Leider heißt das bereits nach zwei Wochen aber auch, dass nicht mehr alle Kinder dauerhaft in unserer „Runde“ sitzen und arbeiten können… Es war ein wenig Überwindung, wird aber hoffentlich den beteiligten Kids gut tun.

Somit verabschiede ich mich jetzt in den beruflichen Feierabend und sichte noch ein paar Fotos von meinem Fotorundgang im abendlichen Museum sowie dem heutigen Tierparkbesuch. Wenn was Schönes dabei ist, kann ich ja die Galerie endlich mal wieder updaten…

Ka

 

* oder natürlich -lehrer, nicht zu vergessen.

Patenklassenkennenlernen

Die 1b geht jetzt schon seit sieben Tagen in die Schule und beschert mir euphorische Momente genauso wie verzweifelte. Erst eben habe ich alle Klassenfotos verworfen, da immer jemand wegschaute, die Hände vorm Gesicht hatte, abgetaucht war oder oder oder…

Andererseits kommen sie langsam ans Arbeiten und die meisten können schon toll still sitzen und zuhören. Das Quatschen der Spezialisten erheitert leider noch viele, aber die Konzentration konzentriert sich schon öfter auf den Unterrichtsinhalt. Es soll schon werden, denke ich.*

Am Dienstag bekamen wir ganz besonders lieben Besuch von der 4b, die unsere Patenklasse ist. Der Kollege hatte mit den Großen bereits eine Patenzuteilung vorgenommen und die „überzähligen“ Paten teils doppelt zugewiesen. Dann wurden in unserem Raum die Paten und Patenkinder miteinander bekannt gemacht (einige kannten sich schon) und die Großen überreichten eine persönlich für ihr Patenkind geschriebene Postkarte. Das war mal ein tolles Begrüßungsgeschenk.
Im Anschluss bekam jeder Erstklässler sein Exemplar der Schulrallye, einem doppelseitigen, gefalteten A4-Blattes, auf dem man Aufgaben quer übers Schulgelände findet. Fotos vom Rektorenbüro oder dem Wasserspender, Besuch der Turnhalle und des Patenklassenraums, Mülleimer zählen auf dem Schulhof, Klos begutachten etc.
Ich freue mich jedes jahr wieder: Vor schon sieben Jahren hatte ich die Rallye für meine ersten Erstis und ihre Paten geschrieben und sie kommt fast jährlich wieder zum Einsatz.
Am Ende blieb fast allen Teams noch etwas Zeit, gemeinsam zu spielen und das wurde nach der Frühstückspause auf dem Schulhof dann auch gleich noch vertieft.

Paten.png

Allen Beteiligten inkl. der drei anwesenden Lehrkräfte hat es gut gefallen. Und obwohl beide Klassen einige Kids „mit Potenzial“ haben, gab es keine Zwischenfälle ider Probleme. Echt rund.

So, ich verabschiede mich in die Vorbereitungen für den ersten EA am Dienstag und wünsche euch eine gute Woche!
Katha

 

* An dieser Stelle überlege ich lange, ob ich Jürgen von der Lippe zitieren sollte/dürfte, den ich gestern wieder einmal live erleben durfte: Am Ende kackt die Ente. Aber da das Ende ja noch fast vier Jahre hin ist, verzichte ich lieber auf das Zitat.

fun songs with numbers, action, and animals

Wenn ein Schuljahr lang genug ist oder mal etwas Abwechselung her muss, habe ich im Regal Mappen mit Liedern, dazu passendem (Tafel-)Material und Liedblättern stehen. Im Sommer kamen zwei davon endlich mal wieder zum Einsatz: „Alice the camel“ und „Five little monkeys“ sangen wir im ersten und zweiten Schuljahr.

So sieht es dank Sparklebox bei mir und Alice aus:

Das Kamel vom letzten Bild kann man beim Singen nach und nach kleiner falten, bis wirklich ein Pferd dabei heraus kommt:

Und zum chant/song „Five little monkeys“ hab ich ebenfalls von Sparklebox die Bildkarten:

Die Äffchen stammen ebenfalls aus dem Netz und sind eine tolle Visualisierung, mit der die Kids selbst aktiv werden können:

Viel Spaß übrigens schon einmal vorab mit den Ohrwürmern – vor allem Alice bleibt gern tagelang hängen!

🙂 Katha

Schule kann so schön sein…

… wenn sie so leer und ruhig ist!

Bis auf den stühlerückenden Ersatzhausmeister und die fensterstreichenden Maler habe ich heute beim ersten Ausflug in die heiligen Hallen niemanden getroffen. Sogar die Staubmäuse sind wohl grade im Urlaub.

Da bei uns die Erstklässler grundsätzlich im EG untergebracht sind, beziehe ich also nun einen neuen Raum (der zum Glück erst letztes Jahr gestrichen wurde).

So leer und ordentlich wie um halb 10 heute früh wird es hier lange nicht mehr aussehen, deshalb versuche ich diesen Zustand in guter (digitaler) Erinnerung zu behalten…
Inzwischen ist der Schrank gut halb voll mit Schachteln, Schubkästen, Ordnern und Ablagen, die meine gesammelten Beschriftungen und Schilder, Mappen, Mandalavorlagen, Schüsselchen, Geburtstagssachen, CDs usw. usf. enthalten.

Kennt ihr, ne?

Nach ersten Tischrückeversuchen bin ich dann erstmal dazu übergegangen, die großen Möbel an ihre Plätze zu bugsieren und ein Sideboard rauszuschmeißen (DANKE an den lieben Hausmeister!), da ich dann doch mal eine Ecke im Raum baulich abtrennen möchte. Bei meinen mickrigen 14 Erstis sollte dafür ja mal Platz sein, um in Ruhe lesen zu können oder für Freiarbeit etc.
Als Konsequenz daraus wird es aber vermutlich nix mit meinem U, das ich als SItzordnung bevorzuge. Na ja, morgen mal sehen, wenn es weitergeht.

Viel Spaß allen Kolleginnen und Kollegen, die gerade mit genau dem gleichen Kramen, Räumen und Grübeln beschäftigt sind!

Katha,
die jetzt das Büro umkrempelt, solange die Jungs noch im Kindergarten sind…

*freu*

Nun ist es soweit: Seit einigen Tagen halte ich zum ersten Mal etwas von einem Verlag Gedrucktes in den Händen, das aus meiner Feder stammt!
Tadaaaaaaaaaaaaaa, ich präsentiere:
Die weltbesten Handreichungen und Kopiervorlagen zu einem Lesebuch, die es je gegeben hat! (vermutlich, vielleicht, könnte ich mir denken)
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Es ist soooo cool, jetzt zu sehen, was aus den digitalen Anfängen der Ideen durch Satz und Illustration geworden ist!
Hier mal ein Beispiel:

Nach den KV kam dann ja noch die Anfrage, ob ich die passenden Handreichungen zum Lesebuch auch schreiben möchte. Da ich selbst bislang kein großer HR-Nutzer war, zögerte ich zuerst. Als ich aber die Idee hörte, das Ganze in Tabellenform – kurz, knackig, übersichtlich – zu organisieren, war ich dabei. Zu jedem LB-Kapitel gibt es jetzt also zwei Doppelseiten mit Anregungen und Erläuterungen zu jeder Buchseite/jedem Text und Projektideen zum gesamten Kapitel.

Vor allem in Erinnerung an die HR, die im letzten Schuljahr zu meinem Lesebuch gehörten und einen ganzen dicken Ordner füllten, finde ich dieses Format echt angenehm und würde es mir für die weitere Arbeit immer so wünschen.

Ich hoffe, Ihr mögt das Jojo-Lesebuch genauso gerne wie ich* und könnt mit meinem Geschreibsel was anfangen! Konstruktive Kritik könnt ihr gern dalassen oder beim Verlag meckern…

Letzte Woche sind die Druckfahnen für den Jahrgang 3 gekommen – nun geht es wieder in die Begutachtung. Ick freu mir schon…
Und danach geht es wieder mit KV und HR los, diesmal für die 3. 🙂

Eure stolze Katha

* Natürlich bin ich da etwas parteiisch, aber mir gefällt die Textauswahl überwiegend sehr gut und auch die Aufmachung ist ansprechend, nicht zu niedlich, nicht zu überlastet. Mir gefällt das Medien-Kapitel, das neu dazukam, und es gefällt mir, dass es so viele unterschiedliche Textsorten gibt.