Warum man Reh mit h schreibt

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Das muss ich noch erzählen:

Im Urlaub war ja mit unserem Erstklässler Lesen und Schreiben immer wieder Thema und so entspann sich folgende Unterhaltung am Pizzeriatisch:

Möppel: Reh ist ja einfach zu schreiben. Nur ein R und ein E.
Mama: Ja, das stimmt. Nur die beiden hört man. Aber gemeinerweise schreibt man am Ende noch ein h, das man gar nicht hört. Manchmal ist das so, weißt du ja schon.
Möppel (überlegt kurz): Ist ja auch klar. Weil, wenn man rennt, macht man ja so h-h-h. Und ein Reh rennt ja so viel.

Ohne Worte, oder?

Beste Grüße,
Katha

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schreiben lernen

*Muttitratsch an*

Der Möppel hat zwar die letzte Schulwoche vor den Ferien krank verpasst, durfte/musste/wollte aber dann doch eine Menge schaffen. Die Aufgaben der Schule haben wir fast pflichtbewusst durchgeackert und morgen kann es gut gerüstet wieder losgehen.

Was mich aber total fasziniert ist die ganz neue Neugier auf das Lesen und Schreiben, die selbst durch die strenge und einengende Silbenmethode nicht gebremst wird. Der Möppel liest. Schilder. Text auf der Butter. Autokennzeichen. Herrlich! Im Urlaub schaffte er schon alleine „Wir müssen“ auf einem Schild, das Kennzeichen NE-MO sowieso und viele Buchstaben erkennt er immer sicherer. Im Restaurant schrieb ich ihm einige Sätze auf: „Möppel isst Pommes. Mama isst Salat. Papa isst Pizza. Möppelchen isst nix.“ Und er hat sie gelesen. Nur beim x musste ich helfen. Schon gut, wenn man offiziell erst ma, me, mi, mo und mu lesen kann, oder? *stolze Mutti*

Schreiben tut er auch ständig. Ob er den BRaNT auf seinem Feuerwehrblock notiert und einen Herd als Brandort dazu malt oder mir kleine Leserätsel schreibt – Schreibblöcke in allen Formaten sind gerade hier der letzte Schrei.

Die Reihenfolge der Wörter kommt noch manchmal durcheinander, wenn eines am Ende nicht mehr passt. Aber das schaffe ich ja grad noch so…

Das Möppelchen ahmt übrigens alles nach:
2017-11-01 16.31.44

*Muttitratsch aus*

Beste Grüße,
Katha

Deutsch – Tiere 6 – Silbenkönige

IMG_0204.JPGWie schon berichtet, arbeite ich gern mit dem Wortmaterial während eines Projekts oder einer Einheit. Die Tierwörter an der Tafel haben die Kinder erlesen und darin die Silbenkönige markiert (eine Kiste Textmarker habe ich immer parat im Pult – die Kinder lieben die!). Inzwischen klappt das auch fehlerfrei – niemand will mehr ein f oder m markieren und nur ein einziger Vokal wurde vergessen… Bei dieser Übung haben wir dann direkt noch ein kleines Rechtschreibgespräch geführt über die beiden Wörter, ihre Ähnlichkeit und die verflixten Buchstaben, die man nicht richtig hören kann:
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Im Anschluss an diese Übung kann man prima ein AB einsetzen, auf dem in die Tiernamen die richtigen Vokale eingesetzt werden müssen. Meine Kollegin hat im letzten Projekt mitgedacht und kam auf die Idee, den schwächeren Kindern eine Auswahl der großen markierten Wörter zur Verfügung zu stellen, die die dann mit den gesuchten Begriffen abgleichen und als Hilfe nutzen konnten. War nicht so geplant, aber sehr effektiv!
AB Silbenkö.PNG
Leider kann ich euch das AB nicht mit Lineatur zur Verfügung stellen, da sowohl die tolle Lineaturschrift als auch die Schrift, die aus Vokalen automatisch ein Symbol macht, nur eine Nutzerlizenz haben. [Beide kommen übrigens von der Medienwerkstatt Mühlacker, die ein tolles Schriftanpaket anbietet.] Hier ist die etwas reduzierte Datei, die auch ohne Haus und Linien ganz gut funktioniert: AB Tiere Silbenkönige Habe für euch extra Tröpfchen als Vokale eingebaut. 🙂

Tierische Grüße,
Katha

Vorherige Artikel zum Thema:
Teil I
Teil II
Teil III
Teil IV
Teil V

Deutsch – Tiere III – Wortschatz

Wie vor Kurzem angekündigt, begann ich das Projekt rund um die Viecher mit einer Wortschatzsammlung der Kinder. In Zweier- und Dreiergruppen sollten sie so viele Tiere wie möglich aufschreiben.
Hier bekommt ihr mal einen Einblick in die reisige Bandbreite, die ja sicher in euren Klassen so ähnlich zu finden ist:

Von 12 bis 40 Wörter war alles dabei. Von Großbuchstabensalat bis rechtschriftlich korrekt ebenfalls. Und alles von der Maus bis zum Orang-Utan. Ich bin immer wieder fasziniert von freieren Schreibanlässen und Vorwissensabfragen. Man kann so die eigene Planung viel besser einordnen und Schwerpunkte bei den Inhalten festlegen.

Was nun unsere Sammlung ergänzt ist ein Plakat aus dem Material zum ABC der Tiere (Mildenberger), auf dem die dort genutzten Ankertiere (also die Anlauttiere) geografisch verortet werden. Sehr spannende Diskussionen gab es heute dann zuerst mal darüber, welcher der Kontinente denn wohl Deutschland sei. Die Mehrheit war für Nord oder Südamerika… Zum Schreien! 🙂
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Beste Grüße,
Katha

Deutsch – Tiere II – Bingo

Weiter geht es mit den Tieren und den Erstis: Heute haben wir Bingo gespielt. Damit ich nicht die ganze Zeit den Ton angebe und gleichzeitig das Lesen einfließen kann, habe ich mich an den Bingofeldern orientiert, die zuletzt auf diversen Blogs, vor allem für den Fremdsprachenunterricht, zu finden sind:

Falls (!) jemand die Vorgehensweise noch nicht kennt, hier die Kurzanleitung: Jeder Spieler startet auf einem der farbigen Eckfelder. Es wird immer in die gleiche Richtung gezogen, der Würfel gibt die Anzahl an Feldern vor*. Pfotenfelder sind Aussetzfelder. Wer auf ein Wort kommt, liest es und kreuzt das Tier auf seinem Bingofeld an (vorher einigen, wer welche Farbe hat). Man kann auch Wendeplättchen oder Muggelsteine drauflegen lassen, die jedoch verrutschen können. Kommt man später nochmal auf das Wort, hat man Pech. Unsere Regel war, bei einem Bingo sich kurz zu freuen und das Spiel bei Erreichen des ersten Superbingos zu beenden (also, wenn alle Felder angekreuzt sind).

Die Kleinen und ich als ungerade-Kinderanzahl-Ausgleichs-Spieler waren gute 20 Minuten vollauf mit Spielen beschäftigt und nur zwei der Paare wurden in dieser Zeit ganz fertig. Es wird schon herausfordernd für die Frustrationstoleranz, wenn man nur noch zwei Wörter braucht und würfelt sich Runde um Runde daran vorbei…

Hier gibt es die Datei: Bingo Tiere (der zweite Spielplan ist mit etwas leichteren Begriffen bestückt, falls man differenzieren möchte…)

Beste Grüße,
Katha

* Würfel und Spielfiguren lagern immer in meinem Klassenraum und müssen für solche Gelegenheiten nur aus dem Kästchen geholt werden…

Vorherige Artikel zum Thema:
Teil I

Deutsch – Tiere I – Hörübung

Hier kommt die erste Übung aus dem neuen Projekt „Tiere“ für meine Erstklässler in Deutsch: Es geht ums Hören. Ähnlich wie die bekannten Lausch-Logicals schneiden die Kinder die Tiere unten vom AB aus und legen sie beim Anhören einer kleinen Geschichte in ein Raster.

Unbenannt Hier die Datei: AB TiereHörübung

Beste Grüße,
Katha

neue Woche, neues Glück, neues Thema

Das lange Wochenende voller Sonnenschein und Events rächt sich gerade, indem es mich noch an den Schreibtisch bindet. Meine Organisation war leider so miserabel, dass ich nix mehr vorgearbeitet habe, um das WE arbeitsfrei zu halten. Eigentlich wären wir ja heute auch gern am Borsigplatz gewesen, um den Pokal mal wieder zu sehen…

Na ja – so ging es intensiv an das neue Thema für die Erstis: Tiere. Also eher wilde Tiere als Haustiere oder Nutztiere. Starten werde ich morgen mit einer kleinen Gruppenarbeit mit von mir beeinflussten Gruppen (damit ich in jeder Gruppe einen fitten Schreiber habe…): „Schreibt so viele Tiere auf wie möglich!“ Die Zettel werden am Ende ausgezählt und jedes Tier bringt einen Punkt. Nur einmal genannte Tiere geben zwei Punkte, um den Anreiz zu erhöhen, besondere, unbekanntere Tiere zu nennen. Wir wollen ja eine Wortschatzerweiterung anstreben…

Für die nächsten zwei Schulwochen, die wegen Pfingsten und Projekttag Englisch nur 7 Unterrichtstage haben werden, gibt es deshalb einen gemeinsamen Wochenplan und weitere Übungen, die wir gemeinsam oder als HA bearbeiten werden. Die Tiernamen werden nach Artikeln und nach Silbenanzahl sortiert, aus Silben zusammen gesetzt, gelesen, geschrieben, es wird Lese-Mal-Übungen und Höraufgaben geben. Da ich für dieses Projekt auf viele Bilder von Frau Locke zurückgreifen kann, gibt es in den nächsten Tagen dann auch mal wieder etwas mehr Material zum Teilen als beim Piratenprojekt.

Tierische Grüße,
Katha