Bilderbücher im Unterricht – Teil 2 der Bilderbuchwoche

Diese Woche soll hier im Blog Bilderbuchwoche sein. Wie versprochen geht es heute weiter mit einem weiteren Weg, Bilderbücher in der Grundschule einzusetzen.

Symbolbild von Tumisu auf Pixabay

Möglichkeit 2: Erzähl- oder Schreibanlass (Fach Deutsch)

Über das alltägliche Gespräch zum vorgelesenen Bilderbuch hinaus gehen solche Unterrichtssituationen, in denen das Buch an bestimmten Stellen unterbrochen und mit den Inhalten vertiefend gearbeitet wird. Da werden Dialoge für die Protagonisten geschrieben, Briefe verfasst, Figuren beschrieben und Geschichten nach- oder weitererzählt. Hier sind wir dann didaktisch betrachtet beim sog. „Handlungs- und produktionsprientierten Literaturunterricht“, den maßgeblich Kaspar Spinner geprägt hat, der sich aber auch bei Claus Claussen und anderen Fachleuten abbildet. Grundsätzlich geht es darum, dass die Kinder sich intensiver mit dem Inhalt auseinander setzen, wenn sie ihn nicht nur rezipieren sondern aktiv verarbeiten.

Die Lehrkraft bereitet im Buch passende Stoppstellen vor, an denen das Vorlesen unterbrochen wird. Genau genommen gehört dazu auch das Betrachten und Besprechen des Covers vor dem Lesen (Leseerwartungen? Assoziationen?) dazu. Geeignete Stellen sind oft die Stellen, in denen sich ein Problem oder eine Wendung andeutet – hier können dann Kinder z.B. Lösungsvorschläge für die Figuren des Buchs formulieren, mögliche Dialoge entwickeln etc. Auch das klassische „Wie geht es jetzt wohl weiter? Was passiert der Figur / den Figuren?“ ist mit gemeint. Wichtig ist, dass grundsätzlich eine Offenheit für jeden plausiblen Vorschlag herrscht, was ich mir als Lehrkraft immer wieder sagen muss, den Kindern aber meist leicht fällt.

Spannend sind die immer häufiger zu findenden textlosen Bilderbücher, die das Schreiben/Erzählen mit ihren Bildern geradezu herausfordern. Hier kann nach- oder weitererzählt werden oder bei Büchern mit Wimmelbildcharakter können bestimmte Figuren gewählt und deren Geschichte erzählt werden.

Eine sehr gute Möglichkeit, an diese Erzähl- oder Schreibprozesse anzuschließen sind Schreibkonferenzen, Autorenrunden bzw. allgemein gesprochen Feedback. Die Arbeit mit Audioaufnahmen bietet beim Erzählen die große Chance, dass alle Erzählungen gewürdigt und angehört werden können und dass die Kinder üben können, bis ihre Erzählung ihnen gefällt.

Bilderbuch-Beispiele:

> Drachenpost (hier vorgestellt) – Briefe schreiben

> Die Torte ist weg (hier zu finden) – die Wege der Tiere erzählen

Wer weitere schöne Bilderbücher mit tollen Schreib- und Erzählanlässen kennt, darf gern einen Kommentar dalassen!

Herzliche Grüße
Katha

Bilderbücher im Unterricht – Teil 1 der Bilderbuchwoche

Häufig stelle ich hier im Blog Bilderbücher vor, die ich rezensieren darf. In Unterrichtsbesuchen sehe ich immer wieder tolle Bilderbücher. Auf dem Weg vom ZfsL zum Parkplatz komme ich am Kinderbuchfenster meiner Lieblingsbuchhandlung vorbei. All dies führt dazu, dass sich der Bereich mit Bilderbüchern in meinem Regal irgendwie immer weiter ausdehnt.

Zum Glück habe ich für den Kauf neuer Bücher zwei gute Ausreden: meine Jungs bekommen jedes neue Buch vorgelesen und danach gibt es ja immer schöne Möglichkeiten, die Geschichten im Unterricht einzusetzen.

Symbolbild von Tumisu auf Pixabay

Diese Woche soll hier im Blog Bilderbuchwoche sein. Heute geht es los mit …

Möglichkeit 1: einfach vorlesen (Einsatzbereich: Klassenlehrer*in)

Kinder hören gern Geschichten und die Bilder unterstützen sowohl das Verständnis des Inhalts als auch die Motivation, selbst zum Buch zu greifen. In Bilderbüchern finden die Kinder Figuren, mit denen sie sich identifizieren können, von denen sie Problemlösekompetenz lernen können, sich verstanden fühlen. Sie lernen vielfältige Bilderwelten kennen, da Illustrator*innen unterschiedliche Stile verwenden und sprachliche Vielfalt durch wechselnde Autor*innen.

Nur durch die Konfrontation mit verschiedenen Inhalten und Themen können die Kinder zu einer Urteils- und Auswahlfähigkeit gelangen, die wir ihnen wünschen, um passende Lektüre für sich auszuwählen. Nicht zu vergessen ist der Fakt, dass Kinder in Bilderbüchern auf Lebensbilder, Haltungen, Familienmodelle etc. treffen, die sie von zuhause her nicht kennen bzw. die ihnen zuhause bewusst vorenthalten werden.

Außerdem macht das Zuhören auch einfach mal Spaß, was nicht zu vernachlässigen ist vor lauter didaktischen Überlegungen! Wertvoll sind deshalb Rituale wie das Vorlesen zum Wochenabschluss oder in einer anderen festgelegten Stunde. Es lohnt sich, sich die Zeit zu nehmen: Kinder und Lehrkraft profitieren auf der Beziehungsebene davon und haben einen festen Moment, auf den sich alle jede Woche freuen können. Bestenfalls bringen vielleicht irgendwann dann auch die Kinder eigene (Bilder-)Bücher mit?

Eine Vorlesezeit lebt immer von der Vorleserin bzw. vom Vorleser. Manchen scheint es in die Wiege gelegt worden zu sein, dass man ihnen gern zuhört. Aber auch „Nichttalente“ können das Vorlesen trainieren. Zuhause immer wieder üben, sich Vorlesezeichen ins Buch schreiben und mit Stimme und Betonung arbeiten. Viele gute Tipps hat das KuMi Baden-Württemberg hier zusammengestellt.

Bilderbuch-Beispiele:

> Holgers Haus (hier vorgestellt)

> Mio war da (hier vorgestellt)

Wer weitere schöne Vorlese-Bilderbücher kennt, darf gern einen Kommentar dalassen!

Herzliche Grüße
Katha

P.S.: Wenn es um Bücher geht, darf natürlich ein Link zur Stiftung Lesen nicht fehlen! Hier fassen die Profis nochmal 10 Gründe fürs Vorlesen zusammen.

Aktualisierung des Ich-Buchs

Immer mal wieder erreichen mich Anfragen zum Ich-Buch für die erste Klasse, über das ich vor Jahren mal geschrieben habe. Aus diesem Grund kommt hier ein kleines Update mit der Datei dazu. In der Datei befinden sich 13 AB, die zum ersten SU-Thema „Ich und die anderen“ passen und mit denen jedes Kind sich gezielt mit sich und seinen Eigenschaften beschäftigt. Sie eignen sich als Werkstatt oder zum gemeinsamen Bearbeiten.

Der Titel verrät, dass ich die AB dieses Mal nicht fix und fertig mit euch teilen kann. Das liegt daran, dass ich für die verwendeten Bilder keine Verbreitungsrechte habe. Hier aber der Tipp, wie man an schlichte Illustrationen kommt:

Screenshot Google-Bildersuche

1. Google-Bildersuche öffnen und Suchwort eingeben
2. Unter der Suchleiste den Suchfilter öffnen
3. Typ anklicken und die Option Strichzeichnung wählen

Um rechtlich ganz sicher zu gehen, wählt zusätzlich den Filter „Nutzungsrechte“ und stellt hier Creative-Commons-Lizenzen ein. So bekommt ihr nur noch Bilder angezeigt, die ihr bedenkenlos verwenden könnt. Auch Suchseiten wie The Noun Projekt bieten einfache Grafiken und Icons an.

Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass die Grafiken für AB möglichst einfach und gern Strichzeichnungen sein sollten – vor allem für die Kleinen. So können die Kinder sie selbst ausmalen, wenn es passt und man kommt gar nicht erst auf die fixe Idee, AB farbig zu drucken. Außerdem kommen klare Zeichnungen beim Kopieren deutlich besser rüber als vollfarbige.

Katha

Geschichten hören (auch auf Distanz)

Heute früh startete jemand im Twitterlehrerzimmer eine Frage zu Hörgeschichten zur Sprachförderung:

Schnell (wie dort oft!) fanden sich erste Ideen und Empfehlungen. Mir ging dann durch den Kopf, dass diese tolle „Sammlung“ nicht nur auf dieser Plattform bleiben, sondern weiter geteilt werden sollte. Deshalb heute hier in Kurzform die Vorschläge aus dem Twitter-Thread, ergänzt durch weitere Seiten aus meinem Erfahrungsschatz:

  1. Ohrka: „Hier auf Ohrka.de könnt ihr alle Hörspiele, Geschichten und Märchen zu privaten und zu schulischen Zwecken kostenlos anhören und herunterladen!“ Eine von uns auch schon privat genutzte Plattform mit vielen Geschichten, teils von prominenten Vorlesern aufgenommen.
  2. Amira Lesen: ein Leseprogramm für Grundschüler (gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den Jahren 2011 bis 2015; zudem gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Jahr 2016). Hier kann man in virtuellen Büchern bättern und kann beim Vorlesen die Geschichten auch mitlesen.
  3. Podcasts beim Ohrenbär: Beim Ohrenbär sitze ich schnell wieder als Achtjährige auf dem Küchensofa vorm Radio… – heute findet sich hier online eines der guten öffentlich-rechtlichen Angebote für Hörmedien.
  4. Ebenso öffentlich-rechtlich ist der Kinder-Radio-Kanal Kiraka. Immer findet man hier tolle Geschichten, die auch regelmäßig erweitert oder ausgetauscht werden.
  5. Ein ähnliches Angebot gibt es beim SWR zum Streamen und als Download.
  6. Und auch die Maus beim WDR bietet Hörgeschichten an. Diese drei Angebote überschneiden sich teilweise.
  7. Die Lesefüchse sind eine private Initiative aus München. Hier wird allerdings mit Bild, also im Videoformat vorgelesen.
  8. Kostenlose Märchen-Hörbücher findet man bei Erziehung online. Die habe ich selbst schon als tolle Erweiterung für jede Märchen-Einheit im Deutschunterricht genutzt.
  9. Nicht zu vergessen ist die Aktion Einfach vorlesen der Stiftung Lesen. Der entscheidende „Nachteil“ an dieser tollen Geschichtensammlung ist jedoch, dass man noch jemanden braucht, der vorliest. Dieser Tipp ist also „außer Konkurrenz“ hier mit dabei.
  10. Martin Ebbertz hat mir geschrieben, dass ein paar seiner Geschichten auch online zu hören (oder zu lesen) sind.

Wer noch Ergänzungen hat – immer gern her damit!

Frühlingshafte Grüße
Katha

Swap!

Beginnend in der ersten Klasse ist eines meiner liebsten Spiele im Englischunterricht „Swap!“. Es geht ganz einfach: jedes Kind der Klasse bekommt eine Frage-Karte, wobei ich immer mindestens zwei verschiedene Kartensets mische (nur Fragen, die die Kinder kennen und beantworten können). Kurz üben wir gemeinsam chorisch dann noch einmal alle heutigen Fragen und dann geht es los:
Alle SuS gehen dann im Klassenraum herum und bleiben bei immer neuen Gesprächspartnern stehen. Ein Kind stellt dann die Frage auf seiner Karte und erhält eine Antwort – dann fragt das zweite Kind und bekommt eine Antwort vom ersten. Zuletzt werden die Karten getauscht und ein neuer Partner gesucht.

Für die Anfänger in der 1 stehen keine Fragen auf den Karten sondern die zuerst gelernten Themen colours und numbers. Das Spiel läuft aber identisch ab.

Zuerst habe ich diese Spielidee bei einer Kollegin kennen gelernt und später auch noch in diesem Buch wieder gefunden: Spontanes Sprechen in der GS.

Damit ich spontan wählen kann, welche Fragen ich nutzen möchte, habe ich alle Sets (zu je 8 Karten) gebündelt in einer Pappschachtel untergebracht – habe im 1€-Laden eine thematisch passende gefunden:

Bislang habe ich diese Fragen gesammelt, die sich größtenteils aus unseren Englischthemen ergeben:

Wenn ihr es selbst mal probieren wollt, stelle ich euch hier das „Starterset“ mit den Farb- und Zahlenkarten sowie einer editierbaren Blankoseite zur Verfügung: swap cards

Beste Grüße
Katha

 

App-Tipp für iPads: Miximal

2018-11-18 19.55.59Solltest du an einer Schule arbeiten, an der es iPads gibt, kannst du diese App in der ersten Klasse vielleicht nutzen: „Miximal“ von YATATOY

Ursprünglich für den Möppel heruntergeladen, fiel mir in einem UB vor Kurzem auf, dass die App sich gut in den Deutschunterricht integrieren ließe. Wenn die Kinder verschiedene Silben kombinieren oder Fantasietiere aus Tiernamensilben zusammen setzen, können sie das digital mit dieser App tun.

Wie man sieht, sieht der Spieler zuerst ein dreigeteiltes Bild, das sich aus drei verschiedenen Tieren zusammen setzt. Jedes Körpersegment kann beliebig nach rechts oder links geschoben werden. Drückt man das Play-Zeichen, werden die Silben eingeblendet.
Nur, wenn man alle Teile des gleichen Tiers vereint, beginnt eine kurze Animation mit einer typischen Handlung des Tiers (ist hier schwer zu zeigen, aber ihr könnt es vielleicht erahnen, dass der Pelikan abtaucht):

Pluspunkte: das „wutschen und wedeln“ ist natürlich sehr motivierend und meinen Testobjekten hat das Erlesen der verrückten Tiernamen seeeeehr viel Freude bereitet. Die Lesemotivation steigt und es muss wirklich silbenweise gelesen werden, ohne dass man raten kann.
Der Wortschatz kann erweitert werden. Ist ein Tierbild unklar, sucht man sich mit Hilfe des farbigen Hintergrundes bzw. der Animation das Tier korrekt zusammen und kann seinen Namen erlesen.
Neben Deutsch kann ich auch englisch, spanisch, französisch und italienisch einstellen, wenn daran Bedarf ist.

Minuspunkte: die Silben sind alle in Großbuchstaben abgebildet. Daraus müsste man also einen Gesprächsanlass machen, dass man Namen groß schreibt, wenn verschriftlicht werden soll…
Und: Leider gibt es einmal in der letzten Zeile einen Zweisilber (s.u.). Wer also explizit auf die Silben eingeht, muss auch hier mal drüber sprechen. Ich vermute, dass das auf den englischsprachigen Ursprung der App zurück zu führen ist.

Wer übrigens kein iPad hat, kann auch das gute alte Buch „Kro-gu-fant“ von Sara Ball heranziehen – das funktioniert genau so, nur eben analog.

Beste Grüße,
Katha

 

Rezension: Einfach lernen mit Rabe Linus

2018-10-06 15.54.56.JPGTitel: „Einfach lernen mit Rabe Linus – Mathe 1. Klasse“
Verlag: Duden (hier klicken)
Autorin: Dorothee Raab
ISBN: 978-3-411-87219-0

Zum Inhalt:
In diesem Heft können die Kinder die Zahlen von 1 bis 10 lernen, mit ihnen rechnen, dann das selbe im Zahlenraum bis 20 und zuletzt gibt es einen Ausblick in den Hunderterraum. Prinzipiell läuft es also recht parallel zu einem Mathematiklehrwerk für Erstklässler und kann so gut als Ergänzung oder zusätzliches Übungsmaterial genutzt werden. Die Aufgaben wiederholen sich bei den verschiedenen Zahlen und ermöglichen so teils ein selbstständiges Bearbeiten vieler Seiten; manches muss sicher aber auch vorgelesen und/oder erklärt werden.
Bei der Einführung der Zahlen wird neben dem Schreiben auch auf das Erfassen der Menge und Bild-Zahl-Zuordnungen Wert gelegt. Rechenaufgaben sind angemessen veranschaulicht und ermöglichen teils auch das handelnde Nachvollziehen. Für die Kinder sehr schön ist es, dass an vielen Stellen auch mit Strichzeichnungen gearbeitet wird, die angemalt werden können.
Fertig bearbeitete Seiten können mit einem Belohnungssticker beklebt werden.

Hier mal zwei Beispielseiten aus dem vorderen und dem hinteren Teil des Buches:

Meine Meinung:
Wenn man ein eigenes Kind oder Schüler hat, die gern etwas mehr tun, dann ist dieses Heft aus der Rabe-Linus-Reihe eine didaktisch sinnvolle Möglichkeit dazu. Mit relativ wenig Unterstützung können Kinder hier zusätzliche Übungen bearbeiten, die den Zahlenraum der ersten Klasse sicher festigen.
Mein Sohn fand das Heft total schön, hatte aber dennoch „keine Lust, nachmittags auch noch mal Mathe zu machen“… Geschadet hätte es ihm sicher aber nicht 😉

Leseempfehlung:
… oder besser Nutzerempfehlung: für alle stolzen Erstklässler und auch noch für schwächere Zweitklässler geeignet.

Vielen Dank an den Duden-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

colours: changing and mixing with Peep

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Das sind Quack, Peep and Chirp, die Protagonisten einer englischsprachigen Kinderserie. In einem alten Eintrag habe ich euch schon von ihnen geschrieben – die Viertklässler duften die Folge zum Thema weather sehen. Die Folge „A Peep in a different colour“ gab es nun für meine ersten Klassen (zu finden übrigens bei YouTube).

Zuerst stellte ich die drei Freunde vor, wir übten ihre Namen und überlegten, welche Tiere es wohl sind (Ente, Küken, Vogel). Dann sahen wir den Film einmal mit diversen Unterbrechungen meinerseits zur Klärung wichtiger Stellen oder zum Vermuten, was passieren könnte. Im Anschluss stellten wir im deutschen Gespräch fest, dass die Kinder zwar nicht alles verstehen konnten, aber stolz die Farben und ein paar andere Begriffe herausgehört haben. Und, dass sie eben die Handlung des Films trotzdem begriffen hatten und nacherzählen konnten.

In der Folgestunde ging es dann mit einem AB noch ans Aufarbeiten der Inhalte – also um das Mischen von Farben. Ein bisschen fachübergreifend mit Kunst, aber das schadet ja nicht…
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Die leeren Farbtöpfe aus dem Netz wurden mit Paint (Farbfüller) und Word (Farbwörter) fix vorbereitet, damit wir analog zum AB an der Tafel gemeinsam arbeiten konnten.
Die erste Hälfte des AB vollzieht die farblichen Wechsel bei Peep und Co nach:
peep
Und auf der zweiten Hälfte werden dann vorgegebene Farben gemischt, was für einige fittere Kinder schon eine Leseübung war.

Zum Füllen für die Flotten hatte ich dann noch zwei Ausmalbilder von Peep aus dem Netz mitgebracht, die ja erstaunlicherweise immer gut ankommen.

Das war dann die nächste kurze unit, die ich als Lückenfüller am Schuljahresende einsetze. Über die knickers habe ich ja hier schon geschrieben und wenn es klappt, verfasse ich noch Einträge über Kitty Cat und Rocket countdown.

Beste Grüße,
Katha

What colour are your knickers?

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… mal wieder ein nicht blogfreundliches, aber eben alltägliches Tafelbild aus meinem Englischunterricht in den ersten Klassen. Man sehe es mir bitte nach! 😉

Da dieses Schuljahr hinten raus recht lang wird, habe ich wieder einmal Zeit für ein paar zusätzliche nette Stunden mit den Kleinen. Die Einheiten saying hello, colours, numbers, school things und toys haben wir abgehakt und zumindest teilweise gesichert. Vor allem colours und numbers greife ich aber gern immer wieder nochmal auf, um sie wirklich in den Köppen der Kinder zu verankern – in der aktuellen 4 merke ich, dass die Zahlworte noch immer nicht allen geläufig sind!

51VXKSQW6JL._SX258_BO1,204,203,200_Eine dieser netten Kurzeinheiten baut auf dem Kinderbuch „What colour are your knickers“ vom Sam Lloyd auf. In der ersten Stunde führe ich zuerst die Namen der sieben Tiere und das Wort knickers ein – großes Gekicher ist garantiert!
Danach beginne ich das Buch zu lesen und höre nach 4 bis 5 Tieren auf. Mit großen Augen frage ich dann die Kinder, ob sie „the trick“ bemerken, der im Buch vorkommt (die Farben reimen sich auf die Namen der Tiere). Dazu muss ich, je nach Klasse, mehr oder weniger deutlich die Reimwörter Wink – pink, Moo – blue usw. sprechen.
Dann lese ich nochmal und die Kinder rufen die Farben der Unterhosen der Tiere dann rein. Vorlesen darf ja auch mal Spaß machen…
Wenn dann das letzte Tier, elephant John, dran ist, rätsele ich mit den Kindern, was sich wohl auf John reimt. John – pink? John – orange? und so weiter frage ich sie, was jedes Mal mit einem eindeutigen No! beantwortet wird.
Ganz verschämt komme ich dann zu dem Höhepunkt des Buches, den die Kinder nur kurz zu sehen bekommen (inkl. peinlich berührtem Blick), denn: „elephant John has no knickers on„. Völlig unvorstellbar, wie peinlich und lustig das ist, dass der Elefant da seinen glatten grauen Po uns entgegen streckt…

Zur Sicherung des Buchinhalts hänge ich nach Ansage der Kinder meine Farbkarten unter die Tiere, zu denen ich auch ihre Namen geschrieben habe. Dann bekommen die Kinder ein Blatt mit den Tieren, malen ihnen farblich passende Unterhosen und färben die Tiere selbst dann ggf. auch noch ein. Diese Bildkarten landen mit Überschrift am Ende in unserem treasure book. HA ist das Ausschneiden der Karten.

Die zweite Stunde beginnt mit einem kleinen „Show me …„-Spiel oder dem Legen von Bilderreihen nach Diktat. Dann folgt das Einkleben der Bildkarten in eben jenes Heft. Die folgende Übung ist dann ein Sprechanlass mit zwei Sätzen: Jedes Kind bekommt das Bild einer Maus mit Unterhose. Ich erkläre den AA englisch, irgendwer versteht und erklärt „your job“ auf deutsch für alle: eine Farbe für die Maus, eine für die Unterhose, freie Wahl. Name hinten auf die Maus, Maus zur Lehrerin.
Alle Mäuse kommen an die Tafel, vorab erkläre ich auf deutsch, dass sie nicht erkennen lassen dürfen, welche ihre Maus ist. Klappte super! Dann beginne ich mit meiner nicht angemalten Beispielmaus, die dazwischen hängt und führe die beiden Sätze ein „My mouse is gre. The knickers are white.“ Das Satzmuster übern wir und ein mutiges Kind fängt an, seine Maus zu beschreiben. Jedes Kind darf selbst drannehmen und i.d.R. ist das drangenommene Kind dann als nächstes an der Reihe.
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(Da ich grad das Foto der Mäuse nicht finde, hier mal eine identische, nur schwerere Übung aus der dritten Klasse, bei der man farbige Körperteile benennen muss aus der Einheit Winnie the witch.)
In guten Klassen bekommt man so am Ende jedem Kind die eigene Maus zugeordnet, manchmal bleiben ein paar schüchterne Kids übrig. Dann helfe ich mit leisen deutschen Fragen nach und sage die Sätze für das Kind laut. So können sie auch ein bisschen stolz sein, denn meist bekomme ich die Farnwörter schon englisch geantwortet. Und hallo – nach ein paar Monaten Englischunterricht schon zwei ganze Sätze sagen können? Respekt!
Und Schwupps, schon sind zwei knickers-Stunden rum und wir schauen mal, was noch ins Schuljahr passt. „Kitty Cat and the colours“ und „Rocket countdown“ habe ich erstmal noch in petto.

Beste Grüße,
Katha

Erinnerungen festhalten

Im Laufe der Grundschulzeit erleben wir als Klassenlehrer mit „unseren“ Kindern ein ganze Menge. Wir sehen sie wachsen und sich entwickeln, wir lehren sie Schlüsselkompetenzen und eine ganze Menge anderes Zeug, wir erleben ihr Miteinander in all seinen Schwankungen.
Ganz konkret erleben wir aber auch Ausflüge, Wanderungen, Klassen-, Jahrgangs- oder Schulaktionen, Ferienberichte und so weiter. Eins der Dinge, die ich im zweiten Anlauf als „Klassenlehrerin von Anfang an“ anders mache als beim ersten Mal ist das konsequente Sammeln dieser Erinnerungen. Ausschlaggebend war der vorletzte Sommer, als ich mit einer lieben Kollegin unsere vierten Klassen abgab (ich hatte meine ja erst in der 4 übernommen) und sie neben der Klassenzeitung die ganzen Ferienberichte ihrer Schüler herausholte und sie an die Kinder verteilen konnte. Deshalb nutze ich seit dem vergangenen Schuljahr in meiner Klasse folgendes System:

Für jedes Kind habe ich einen Aktenschnellhefter (s.Foto ganz unten; eine einfache Mappe geht natürlich auch – wenn man die locht, kann man sie wiederum einheften), in dem alle Erinnerungszettel und Klassenfotos und Feriengeschichten abgeheftet werden. Diese Hefter sammle ich in zwei dicken Ordnern – mal sehen, ob das bis zum Ende der vierten Klasse reicht…
Zum Grundschulabschluss brauche ich dann keine Stapel mehr sortieren oder verteilen sondern habe direkt für jedes Kind seine Erinnerungssammlung parat. Praktischer Nebeneffekt: Kindern, die unsere Klasse vorzeitig verlassen, gebe ich ihre Mappe mit einem netten Abschiedsbrief und allen Unterschriften mit und habe somit mein Geschenk direkt parat. Beim Einheften der letzten Zettel stöberten die Kids auch schon einmal durch ihre Mappen und amüsierten sich über die alten Erinnerungen und wie sie „damals“ als Erstklässler noch schrieben.

Und bevor ihr fragt: in diese Mappen kommen nur die Erinnerungen! Die LZK, die Elternsprechtagsdokumente und alle organisatorischen Angelegenheiten sammle ich parallel auf die gleiche Art: zwei Ordner mit einem Schnellhefter für jedes Kind, so dass ich diese praktisch und individuell in Elterngespräche mitnehmen kann. Insgesamt also vier Ordner, von denen ich die zwei offiziellen im verschlossenen Schrank und die Erinnerungen im Klassenschrank aufbewahre.

Und hier noch die Aktenschnellhefter als Bild zum Wiedererkennen:
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Beste Grüße,
Katha