Volltreffer!

Heute war der Möppel der von einer Mitschülerin auserwählte Adventskalenderöffner. Und sein Gutschein passte wie die Faust aufs Auge:

Prompt war „Lukas rettet den Weihnachtsengel“ ausgewählt und ich bekam eine Zusammenfassung dieses zuletzt vor rund elf Monaten gelesenen zauberhaften Buches (hier im Blog auch schonmal vorgestellt).

Viel Spaß morgen der Kollegin und den Kindern!!!

Katha

kleine Rituale erhalten die Laune

Ich finde es immer wieder erfreulich, wie gut Kinder auf Merksätze anspringen. Meine Kids mögen und pflegen ja so kleine Slogans zum Mitsprechen.

Es begann mit dem „Gib mir fünf“ – einer Art von Miniregelsammlung, die ich aus dem Englischen (gefunden bei TPT) adaptiert habe.Bereits seit Beginn der 1. Klasse habe ich diese Schilder im Einsatz. Auch mein Nachdenkzettel enthält die Bilder, um den Schwerpunkt der Störung zu benennen.

Später kam durch eine liebe ehem. Teampartnerin die Flüsterzeit ins Spiel. So sage ich nur noch „Jetzt ist Arbeitszeit …“ und die Kinder ergänzen „… und Arbeitszeit ist Flüsterzeit!“ Als die Kolleging ging, ging ihr handgezeichnetes Schild mit ihr und fehlte wirklich in der Klasse. Nun hat sie mir ein neues geschickt (Danke, Frau E.!) und die Kinder waren sofort begeistert!

Irgendwann nervte mich das ständige Ansprechen bzgl. Fummelei an Stiften und Schreibkram und so dichtete ich ein bisschen:
Stifte rein....png
Auch dieser Spruch hat sich (vor allem bei den betreffenden Kindern) schnell eingeprägt und ich hege einfach die Hoffnung, dass ständiges Wiederholen und der humorvolle Unterton irgendwann etwas an der Situation ändern… Hier für alle ebenfalls Fummelei-Geplagten das Schild: Stifte rein…

Total zufällig hat sich ein neues Ritual selbst gegründet, als wir zu Beginn des Schuljahres das Trennen von Wörtern in Silben übten. Improvisiert machte ich mit den Kindern ein gereimtes TPR beginnend mit „Ich bin ein kleiner Roboter und laufe durch die Welt…“, das eben sehr silbebetont gesprochen wurde und wozu wir uns entsprechend bewegten. Das war so ein Knaller bei den Kindern, dass ich nun regelmäßig danach angebettelt werde und immer mal wieder improvisieren muss. 🙂

Beste Grüße,
Katha

 

Warum man Reh mit h schreibt

IMG_4053.JPG

Das muss ich noch erzählen:

Im Urlaub war ja mit unserem Erstklässler Lesen und Schreiben immer wieder Thema und so entspann sich folgende Unterhaltung am Pizzeriatisch:

Möppel: Reh ist ja einfach zu schreiben. Nur ein R und ein E.
Mama: Ja, das stimmt. Nur die beiden hört man. Aber gemeinerweise schreibt man am Ende noch ein h, das man gar nicht hört. Manchmal ist das so, weißt du ja schon.
Möppel (überlegt kurz): Ist ja auch klar. Weil, wenn man rennt, macht man ja so h-h-h. Und ein Reh rennt ja so viel.

Ohne Worte, oder?

Beste Grüße,
Katha

schreiben lernen

*Muttitratsch an*

Der Möppel hat zwar die letzte Schulwoche vor den Ferien krank verpasst, durfte/musste/wollte aber dann doch eine Menge schaffen. Die Aufgaben der Schule haben wir fast pflichtbewusst durchgeackert und morgen kann es gut gerüstet wieder losgehen.

Was mich aber total fasziniert ist die ganz neue Neugier auf das Lesen und Schreiben, die selbst durch die strenge und einengende Silbenmethode nicht gebremst wird. Der Möppel liest. Schilder. Text auf der Butter. Autokennzeichen. Herrlich! Im Urlaub schaffte er schon alleine „Wir müssen“ auf einem Schild, das Kennzeichen NE-MO sowieso und viele Buchstaben erkennt er immer sicherer. Im Restaurant schrieb ich ihm einige Sätze auf: „Möppel isst Pommes. Mama isst Salat. Papa isst Pizza. Möppelchen isst nix.“ Und er hat sie gelesen. Nur beim x musste ich helfen. Schon gut, wenn man offiziell erst ma, me, mi, mo und mu lesen kann, oder? *stolze Mutti*

Schreiben tut er auch ständig. Ob er den BRaNT auf seinem Feuerwehrblock notiert und einen Herd als Brandort dazu malt oder mir kleine Leserätsel schreibt – Schreibblöcke in allen Formaten sind gerade hier der letzte Schrei.

Die Reihenfolge der Wörter kommt noch manchmal durcheinander, wenn eines am Ende nicht mehr passt. Aber das schaffe ich ja grad noch so…

Das Möppelchen ahmt übrigens alles nach:
2017-11-01 16.31.44

*Muttitratsch aus*

Beste Grüße,
Katha

Deutsch – Tiere VI – Silbenkönige

IMG_0204.JPGWie schon berichtet, arbeite ich gern mit dem Wortmaterial während eines Projekts oder einer Einheit. Die Tierwörter an der Tafel haben die Kinder erlesen und darin die Silbenkönige markiert (eine Kiste Textmarker habe ich immer parat im Pult – die Kinder lieben die!). Inzwischen klappt das auch fehlerfrei – niemand will mehr ein f oder m markieren und nur ein einziger Vokal wurde vergessen… Bei dieser Übung haben wir dann direkt noch ein kleines Rechtschreibgespräch geführt über die beiden Wörter, ihre Ähnlichkeit und die verflixten Buchstaben, die man nicht richtig hören kann:
IMG_0203.JPG

Im Anschluss an diese Übung kann man prima ein AB einsetzen, auf dem in die Tiernamen die richtigen Vokale eingesetzt werden müssen. Meine Kollegin hat im letzten Projekt mitgedacht und kam auf die Idee, den schwächeren Kindern eine Auswahl der großen markierten Wörter zur Verfügung zu stellen, die die dann mit den gesuchten Begriffen abgleichen und als Hilfe nutzen konnten. War nicht so geplant, aber sehr effektiv!
AB Silbenkö.PNG
Leider kann ich euch das AB nicht mit Lineatur zur Verfügung stellen, da sowohl die tolle Lineaturschrift als auch die Schrift, die aus Vokalen automatisch ein Symbol macht, nur eine Nutzerlizenz haben. [Beide kommen übrigens von der Medienwerkstatt Mühlacker, die ein tolles Schriftanpaket anbietet.] Hier ist die etwas reduzierte Datei, die auch ohne Haus und Linien ganz gut funktioniert: AB Tiere Silbenkönige Habe für euch extra Tröpfchen als Vokale eingebaut. 🙂

Tierische Grüße,
Katha

Vorherige Artikel zum Thema:
Teil I
Teil II
Teil III
Teil IV
Teil V

Deutsch – Tiere III – Wortschatz

Wie vor Kurzem angekündigt, begann ich das Projekt rund um die Viecher mit einer Wortschatzsammlung der Kinder. In Zweier- und Dreiergruppen sollten sie so viele Tiere wie möglich aufschreiben.
Hier bekommt ihr mal einen Einblick in die reisige Bandbreite, die ja sicher in euren Klassen so ähnlich zu finden ist:

Von 12 bis 40 Wörter war alles dabei. Von Großbuchstabensalat bis rechtschriftlich korrekt ebenfalls. Und alles von der Maus bis zum Orang-Utan. Ich bin immer wieder fasziniert von freieren Schreibanlässen und Vorwissensabfragen. Man kann so die eigene Planung viel besser einordnen und Schwerpunkte bei den Inhalten festlegen.

Was nun unsere Sammlung ergänzt ist ein Plakat aus dem Material zum ABC der Tiere (Mildenberger), auf dem die dort genutzten Ankertiere (also die Anlauttiere) geografisch verortet werden. Sehr spannende Diskussionen gab es heute dann zuerst mal darüber, welcher der Kontinente denn wohl Deutschland sei. Die Mehrheit war für Nord oder Südamerika… Zum Schreien! 🙂
IMG_0191.JPG

Beste Grüße,
Katha

Deutsch – Tiere II – Bingo

Weiter geht es mit den Tieren und den Erstis: Heute haben wir Bingo gespielt. Damit ich nicht die ganze Zeit den Ton angebe und gleichzeitig das Lesen einfließen kann, habe ich mich an den Bingofeldern orientiert, die zuletzt auf diversen Blogs, vor allem für den Fremdsprachenunterricht, zu finden sind:

Falls (!) jemand die Vorgehensweise noch nicht kennt, hier die Kurzanleitung: Jeder Spieler startet auf einem der farbigen Eckfelder. Es wird immer in die gleiche Richtung gezogen, der Würfel gibt die Anzahl an Feldern vor*. Pfotenfelder sind Aussetzfelder. Wer auf ein Wort kommt, liest es und kreuzt das Tier auf seinem Bingofeld an (vorher einigen, wer welche Farbe hat). Man kann auch Wendeplättchen oder Muggelsteine drauflegen lassen, die jedoch verrutschen können. Kommt man später nochmal auf das Wort, hat man Pech. Unsere Regel war, bei einem Bingo sich kurz zu freuen und das Spiel bei Erreichen des ersten Superbingos zu beenden (also, wenn alle Felder angekreuzt sind).

Die Kleinen und ich als ungerade-Kinderanzahl-Ausgleichs-Spieler waren gute 20 Minuten vollauf mit Spielen beschäftigt und nur zwei der Paare wurden in dieser Zeit ganz fertig. Es wird schon herausfordernd für die Frustrationstoleranz, wenn man nur noch zwei Wörter braucht und würfelt sich Runde um Runde daran vorbei…

Hier gibt es die Datei: Bingo Tiere (der zweite Spielplan ist mit etwas leichteren Begriffen bestückt, falls man differenzieren möchte…)

Beste Grüße,
Katha

* Würfel und Spielfiguren lagern immer in meinem Klassenraum und müssen für solche Gelegenheiten nur aus dem Kästchen geholt werden…

Vorherige Artikel zum Thema:
Teil I

Deutsch – Tiere I – Hörübung

Hier kommt die erste Übung aus dem neuen Projekt „Tiere“ für meine Erstklässler in Deutsch: Es geht ums Hören. Ähnlich wie die bekannten Lausch-Logicals schneiden die Kinder die Tiere unten vom AB aus und legen sie beim Anhören einer kleinen Geschichte in ein Raster.

Unbenannt Hier die Datei: AB TiereHörübung

Beste Grüße,
Katha

neue Woche, neues Glück, neues Thema

Das lange Wochenende voller Sonnenschein und Events rächt sich gerade, indem es mich noch an den Schreibtisch bindet. Meine Organisation war leider so miserabel, dass ich nix mehr vorgearbeitet habe, um das WE arbeitsfrei zu halten. Eigentlich wären wir ja heute auch gern am Borsigplatz gewesen, um den Pokal mal wieder zu sehen…

Na ja – so ging es intensiv an das neue Thema für die Erstis: Tiere. Also eher wilde Tiere als Haustiere oder Nutztiere. Starten werde ich morgen mit einer kleinen Gruppenarbeit mit von mir beeinflussten Gruppen (damit ich in jeder Gruppe einen fitten Schreiber habe…): „Schreibt so viele Tiere auf wie möglich!“ Die Zettel werden am Ende ausgezählt und jedes Tier bringt einen Punkt. Nur einmal genannte Tiere geben zwei Punkte, um den Anreiz zu erhöhen, besondere, unbekanntere Tiere zu nennen. Wir wollen ja eine Wortschatzerweiterung anstreben…

Für die nächsten zwei Schulwochen, die wegen Pfingsten und Projekttag Englisch nur 7 Unterrichtstage haben werden, gibt es deshalb einen gemeinsamen Wochenplan und weitere Übungen, die wir gemeinsam oder als HA bearbeiten werden. Die Tiernamen werden nach Artikeln und nach Silbenanzahl sortiert, aus Silben zusammen gesetzt, gelesen, geschrieben, es wird Lese-Mal-Übungen und Höraufgaben geben. Da ich für dieses Projekt auf viele Bilder von Frau Locke zurückgreifen kann, gibt es in den nächsten Tagen dann auch mal wieder etwas mehr Material zum Teilen als beim Piratenprojekt.

Tierische Grüße,
Katha

Verben in Klasse 1 – Teil 2

„Was mein Körper alles kann“ – so hieß es ja schon letzte Woche direkt im Anschluss an den Wochenplan, der die Körperteile zum Schwerpunkt hatte. Ich finde es wichtig, auch in der ersten Klasse schonmal den Wortschatz auch im Bereich Verben zu nutzen. Ähnlich wie im Fremdsprachenunterricht werden ja nun doch meiste Nomen geschrieben und auf der Wortebene auch gelesen.

Hier schrieb ich ja schon über den Einstieg, jetzt kommen noch ein paar Einblicke in die weitere Unterrichtsarbeit:

Beispiel 1a: „Silbenmaschine“ mit Verben – hier werden Anfangs- und Endsilben zu richtigen Worten kombiniert. Hier die Datei, falls gewünscht: Silbenmaschine groß Verben Körper

Beispiel 1b: Diese „Silbenmaschine“ habe ich auch mal in klein hergestellt, damit sich die fitteren Kinder sie auch mit an den Platz nehmen können. Wer mag, findet die Datei hier: Silbenmaschine klein Verben Körper

Beispiel 1c: aus Silben Wörter zusammen setzen

Beispiel 2: Hörübung – auf dem AB besprechen wir die Bedeutung der Bilder zuerst einmal durch. Dann hören die Kinder eine Geschichte und verbinden die Bilder in der gehörten Reihenfolge schrittweise miteinander.

Beispiel 3: Leseübung – das richtige Verb zum Körperteil finden auf drei Niveaustufen.

Beispiel 4: Abschreibübung, differenziert in Menge und Schwierigkeit der Wörter.

Beispiel 5: Kreisspiel „Ich kann…“ – funktioniert wie „ich packe meinen Koffer“: zuerst nimmt jedes Kind eine Bildkarte (s. obiger Link) und legt sie vor sich auf den Boden. Dann beginnt einer mit dem Satz „Ich kann…“ und ergönzt sein gewähltes Verb. Jedes weitere Kind muss nun alle zuvor genannten Verben wiederholen und dann seins mit „und“ verknüpft dranhängen. Die Bilder waren für die Kleinen echt eine sehr nötige Hilfestellung (zumindest für die meisten).

Beispiel 6: Sätze würfeln – die Kinder bekommen einen „Spielplan“ mit Nomen und Verben, die jeweils einer Würfelseite zugeordnet sind. Sie würfeln in PA (abwechselnd) zweimal und schreiben den so erwürfelten Satz auf. Variante: einmal würfeln, passendes Nomen aufschreiben, nochmal würfeln, passendes Verb ergänzen. Für die Kinder mit Wahrnehmungsproblemen und/oder Förderbedarf habe ich die einfacheren Wörter auf kleine Zettel gedruckt und in die Würfel mit Einstecktaschen gepackt – so entfällt der Schritt, von der gewürfelten Zahl zum richtigen Wort zu kommen. Schreibort war mal wieder das Heft – sträflich vernachlässigt zuletzt…
Verben Körper (21)Beispiel 7: Verbformen kennenlernen – eine einfache Tafelübung, die auch als AB denkbar ist. Man verbindet die Grundform des Verbs mit dem Satz, der die passende er-Form enthält. Sorry für das Foto – meine Schulkamera spinnt manchmal…
Verben Körper (3)

Beispiel 8: Pantomime spielen – ganz ohne Worte eine Tätigkeit darstellen. Fällt gar nicht so leicht!

So, das war der Überblick über die Schwerpunkte der letzten anderthalb Wochen und dieser. Weitere Anregungen und Erfahrungen darf man wie immer gern kommentieren oder mailen! 🙂

Beste Grüße,
Katha