lesen lernen

Heute mal wieder ein Beitrag der Kategorie „Muttitratsch“…

Der Möppel lernt lesen! Er „mu“t und „mi“t nun schon ein paar Tage vor sich hin und liest mir stolz seine Silbenteppiche vor. Einen Blick auf die nächste Fibelseite hat er auch schon geworfen und das Mo entdeckt, das ja nun prima zu unserem Familiennamen passt.

Gaaaanz stolz und begeistert war die Mutti am Freitag, als (wie immer in den beklopptesten Momenten) das Kind seine neuesten Fähigkeiten bewies: Wir waren zuerst in der Apotheke, ein Rundum-Wochenendpaket an Erkältungsmitteln fürs Möppelchen kaufen, und standen nun in der örtlichen Bankfiliale. Während ich am Schalter versuchte, ein Klassenkonto für Möppels Klasse zu eröffnen, blätterte er durch seine neue Medizine und „las“ den Comic. Immer noch die gleichen komischen Viecher drin wie früher, am Rande bemerkt. Als ich dann gehen wollte, musste er mir dann aber dringend noch was zeigen:
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Guck mal, der sagt „soso“!

Und das, wo er doch erst mu und mi gelernt hat. Cool, oder???

 

 

Beste Grüße,
Katha

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Die Welt der Schrift

2017-09-02 17.42.02… tut sich scheinbar gerade vor meinem Möppel auf. Mit den neuen Stiften aus der Schultüte verfasste er heute dieses Schild, das natürlich den Parkplatz für sein Polizeiauto markiert. *stolze Mutti*

Was meinen Männern ja nicht so bewusst war, stellt für mich doch einen Meilenstein dar. Ich darf die theoretisch aus der Ausbildung bekannten Stufen des Schriftspracherwerbs momentan so wunderbar live und nah dran erleben, wei ich das beruflich noch nie konnte. Aus den ersten gekritzelten Linien mit etwa vier wurden im Verlauf seines sechsten Lebensjahres Buchstabenanhäufungen. Hier schrieb er vor allem die Buchstaben, die in seinem Namen und den Namen seiner Kindergartenbuddys vorkamen. Ein E hatte da aber auch durchaus mal 4 Fähnchen und gespiegelt oder gekippt wurde auch gern:
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In den letzten Monaten „buchstabierte“ mir der Junge dann vermehrt Wörter: „Ich weiß, wei man Nils schreibt: N-I-L-S“ wurde mir dann um die Ohren gehauen. Und beim Autofahren erlas er sich unser Nummernschildkürzel LIP.
Und dann nun heute das: PAK schrieb er ganz allein spontan und sprach sich das Wort dabei mehrfach laut vor. Dann brauchte er etwas Hilfe beim genauen Sprechen, die ich natürlich gern gab. PLA kriegte er so auch hin, wobei das A selbstkritisch für nicht gut befunden wurde. Nur beim Z war ich dann nochmal gefragt: Den Laut hörte er, aber den Buchstaben kannte er nicht. Praktischerweise stand das Polizeiauto mit Aufschrift auf dem Tisch, so dass ich ihm das Z zeigen konnte. PAKPLAZ war fertig. 🙂 Und POLIZEI wurde dann direkt auch noch abgeschrieben.

Ist das nicht super? Ich bin ganz stolz und hoffe, dass diese Erkenntnis – Laute kann man durch Buchstaben abbilden, um Wörter zu erhalten – auch bald die letzten meiner Spezialisten trifft, damit sie in der zweiten Klasse gut mitkommen können!

Stolze Grüße,
Katha/Mutti

P.S.: Ich haben NICHT mit ihm lesen oder schreiben geübt! Die Buchstaben, die er kennt, stammen aus seinem Namen und den Namen seiner Freunde aus dem Kindergarten bzw. vom Parkplatz-Schild!

Rushing woman !?

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Dieses Stückchen Text beendet einen Artikel in der aktuellen Ausgabe von Centaur, dem Kundenmagazin von Rossmann. Gelegentlich nehme ich solche Hefte gern mit und schneide vor allem gern schöne Überschriften oder Bildchen aus, die ich dann in den Büchern für meine Kinder zum Gestalten verwende. An diesem Artikel über sogenannte „Rushing women“ bin ich hängen geblieben – vor allem weil ich mich in Zügen darin auch wiederfinden konnte. Vor allem, als ich auf der Checkliste mehrere Punkte mit „ja, das haut hin“ beantworten konnte, wurde ich doch ein wenig nachdenklich.

Vielleicht sollten viele von uns (Grundschul)Lehrerinnen sich wirklich auch mal wieder etwas mehr auf uns selbst besinnen. Ich hab da gut Reden – mir fällt das ja selbst unendlich schwer! Aber ich merke auch in diesen Ferien, wie gut es tut, einfach mal ein (privates!) Buch zu lesen, statt schon eine Klassenliste zu schreiben. Die man dann ja eh kurz vor Start nochmal prüfen und aktualisieren muss. Oder mit dem Möppel ein Eis essen zu gehen statt den Geburtstagskalender für die Klasse vorzubereiten. Oder mit Freunden zu frühstücken statt das Gutachten für den Verlag heute schon fertig zu bekommen.

In diesem Sinne, liebe rennende Kolleginnen, lasst es uns etwas langsamer angehen, etwas weniger Konkurrenz spüren, etwas mehr auf uns selbst achten, wenn es wieder losgeht im neuen Schuljahr!

Beste Grüße,
Katha

(die jetzt gleich Frühstücksbesuch bekommt!)

Abrechnung der Sockenwoche

Nachdem Montag und Dienstag ja schon halbwegs mottogerecht verlaufen sind, noch kur ein Blick auf den Rest der Testwoche:

Der wrapped Wednesday war weniger verpackt. Das verpackteste waren noch die kleinen Feindseligkeiten auf dem Kita-Elternstammtisch abends…

Der trendy Thursday hat privat keine neuen Trends gesetzt – Kuchen backen, Suppe kochen, Muffins vorbereiten etc. brauche ich wirklich nicht öfter so geballt. Schulisch war der Trend „arbeitende Erstklässler am Wochenplan“, wobei der neuste Schrei definitiv die Steckperlen waren…

Fun Friday hat seinen Namen absolut erfüllt. 4 Kunststunden vormittags und volle Hütte zu Möppelchens Geburtstag nachmittags … Der hat zuerst übrigens (altersgemäß) so gar nicht verstanden, was wir alle von ihm wollten mit unseren Glückwünschen und Geburtstagsliedern. Aber Muffin mit Kerzenlicht zum Frühstück gefiel ihm trotzdem super und das Auspacken (und dann Weglegen!) von Geschenken ebenfalls. Der war abends total fertig, aber offensichtlich glücklich. Nun wird den ganzen Tag lang bei uns gekocht, serviert, gemixt und was sonst noch so in der Spieleküche geht.

Der sweet Saturday wurde in Form von Geburtstagskuchenresteessen und fies süßen Waffeln beim Kindergartenspaziergang bedient. Die Waage besteht darauf, dieses Sockenpaar direkt zu entsorgen.

Heute ist also soulful Sunday. Was soll ich sagen. Die Kinder sind im Bett, der Gatte im Keller, ich am Schreibtisch mit allen meinen Vorhaben für die nächste Woche beschäftigt. Nicht sehr soulful. Aber nachher kommt die Babysitterin und die Großen gehen aus. Erst Burger essen, dann Jürgen von der Lippe lauschen. DAS wird sicher sehr soulful! img_7938

Habt alle auch einen schönen wasauchimmer-ful Sunday und kommt gut in die neue Woche (bei uns ist Zeugniswoche für die Großen).
Katha

Eine Woche Sockentest

Beim letzten Sockenkauf hab ich nicht genau hingeschaut und mir so aus Versehen Wochentagssocken angelacht. Das heißt ja nun jeden Morgen Sockenknäuel öffnen und die passenden suchen – als ob ich montags Donnerstagssocken tragen könnte…

Beim Aufrollen hab ich dann eben beschlossen, das tagesgerechte Sockentragen diese Woche der Zwangsstörung zuliebe durchzuziehen, dann aber auch den Mottos inhaltlich zu entsprechen.
– Manic Monday dürfte kein Problem werden.
– Tricky Tuesday klappt locker – Zeugniskonferenz.
– Wrapped Wednesday wird schon schwieriger – Kindergeburtstag ist erst Freitag… Mal abwarten.
– Trendy Thursday ist ja nicht so mein Thema – aber vielleicht reichen ja dafür schon meine trendigen neuen Socken.
– Fun Friday? Ganz sicher!! 6 Erwachsene und 6,5 Kinder in meiner Küche – reicht!
– Sweet Saturday ist meine geringste Sorge.
– Soulful Sunday wird auch klappen mit Tickets für die Lesung von Jürgen von der Lippe.

Diesen soulful Sunday beende ich nun bald und wünsch euch auch eine spannende Woche!
Katha

Kleines Buch – großes Thema

Aus ganz aktuellem Anlass – der Gutenachtgeschichte in Möppels Hochbett vor 10 Minuten – mal ein adventlicher und echt günstiger Buchtipp:
„Lukas hilft dem Weihnachtsengel“ von Ingrid & Dieter Schubert, erschienen bei Carlsen als Maxi-Pixi-Buch.
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Bereits die dritte „Awenzzeit“ begleitet uns dieses Buch nun sehr regelmäßig. Die Muttis unter euch wissen, dass Lieblingsbücher gern auch dreimal täglich gelesen werden müssen… Aber dieses kleine Schätzchen schlage ich immer wieder gern auf. Die Geschichte ist kurz und prägnant erzählt und die Bilder strahlen eine wahnsinnige Poesie und Tiefgang aus, das erlebe ich selten bei solch kleinen Büchern!
Lukas findet einen verletzen Engel, dem er hilft und dessen Botschaft verloren ging. DIese Botschaft schwebt durch die Nacht und wundersame Dinge geschehen. Am Ende kann Engel mit der gefundenen Botschaft weiterreisen und Lukas erhält ebenfalls ein Stück davon.

Die Geschichte bleibt relativ abstrakt, aber die Bildbeispiele sind nah an den Kindern und bieten unheimlich viel Gesprächsstoff und Raum für Ideen, Interpretationen, Entdeckungen. Egal ob für Erwachsene oder Kinder, für die traute Gutenachtgeschichte oder im Adventskreis mit der Klasse – ich glaube, dieses Buch gibt jedem etwas mit.

Einen schönen zweiten Advent wünscht
Katha