Lehrerkind

Irgendwie bereiten wir uns hier zuhause ja grade wieder zweigleisig auf die Schule(n) vor. Ich denke mich immer weiter in die möglichen Inhalte und Termine für das kommende Schuljahr ein und der Möppel freut sich einen Möppelkeks, dass er nun ein Zweiktklässler ist. Der kleine Mann hat ein spannendes und erfreulich stressfreies erstes Lernjahr hinter sich gebracht und ist ganz schön gewachsen. Er denkt zwar noch, ihm würde die Grundschule reichen und er wolle danach lieber nicht auf eine weiterführende Schule gehen, aber die Illusion lasse ich ihm noch etwas.

Manchmal erschreckt er mich aber ein bisschen und ich mache mir starke Gedanken über meine Vorbildrolle 🙂
Immer, wenn die Mappen mal geleert werden sollten, wollte der Möppel natürlich nix wegwerfen, so dass wir alles schön fein auf seinem Schreibtisch lagerten. Irgendwann kam er dann auf die Idee, dass das alles so nicht bleiben könne und er einen Ordner brauche. Gesagt, getan. Order aus der Regal geholt, alle Blätter und AH abgeheftet. Möppel: „Der muss noch beschriftet werden! ‚Möppel 1c‘ muss da drauf. Und dann brauche ich nächstes Jahr einen Ordner mit dem Schild ‚Möppel 2c‘ und dann eines  mit ‚Möppel 3c‘ “ usw. Nun steht also erstmal ein wunschgemäß beschrifteter gelber Ordner im Regal und die Beschriftungen für die anderen Ordner habe ich direkt mal mit ausgedruckt, um es dann auch später passend zu haben.

Ich weiß wirklich nicht, woher er das hat…

 

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Mutti-Rezension: „Wenn der kleine Sonnenschein zum Quälgeist wird“

2018-08-07 20.17.37Titel: „Wenn der kleine Sonnenschein zum Quälgeist wird“
Verlag: Ullmann Medien (hier klicken)
Autorinnen: Anne-Claire Kleindienst
Illustrationen: Lynda Corazza
ISBN: 978-3-7415-2328-1

Heute mal eine Rezension, die nur entfernt mit Schule und viel mit Familie zu tun hat. Mein Bloguntertitel sagt es ja…

Zum Inhalt:
Jede(r) in meiner Leserschaft kennt es: die „lieben Kleinen“ können sich außerhalb als Gäste wunderbar benehmen und heimsen Auszeichnungen für ihren Liebreiz, ihre Höflichkeit und soziale Einstellung ein. Daheim im muckeligen Zuhause können sie aber auch ganz anders. Die Psychologin Anne-Claire Kleindienst und der Illustratorin Lynda Corazza, selbst Mütter, stellen beispielhafte Szenen aus dem Alltag mit Kindern vor (bei denen ich fast durchgehend nicken musste) und zeigen psychologisch begründete Handlungsmöglichkeiten auf. Es geht darum, den Grund hinter dem ungewollten Verhalten wahrzunehmen und dem Kind und sich selbst einen guten Weg hinaus zu gestalten. Ziel ist ein harmonischeres Miteinander, ohne dem Kind alles durchgehen zu lassen oder es abzustrafen.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch an einem Stück gelesen (draußen in meinem Hängesessel baumelnd), weil es wirklich gut geschrieben und durch seinen comicartigen Stil trotz anspruchsvollem Inhalt leicht lesbar ist. Das Stichwort „gamification“ kommt mir in den Sinn, wenn das Buch zwar auch kein Spiel darstellt, aber der Inhalt eben mal ganz anders verpackt ist.
Hier mal ein paar Eindrücke:

Die Beispielmutter im Buch spricht auch mal direkt mit den Autorinnen und wägt verschiedene Vorschläge ab, die sicher oft die Bedenken des Lesers widerspiegeln. Das wirkt auf mich sehr Vertrauen stärkend.

Leseempfehlung: Für mich als Mutter von zwei Söhnen eine absolute Empfehlung an die Muttis aus meinem Freundeskreis. Für mich als Lehrerin ein Buch, das ich manchen Eltern von Schülern gern mal in die Hand drücken würde (eher denen, die man manchmal als Helikopter-Eltern bezeichnet als denen, die sich nicht um ihre Kinder scheren).

Vielen Dank an den Verlag Ullmann Medien für das Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

Kinder-Finder

Heute mal ein Eintrag mit ganz anderem Schwerpunkt: an alle Muttis und Vatis, überhaupt an alle mit Kindern im Haushalt.
Bei der Einweihung der neuen Feuerwache bei uns im Ort* bekamen wir an einem Infostand Flyer mit Feuerwehraufklebern in die Hand gedrückt. Zuerst war nur der Möppel begeistert über den Aufkleber. Als ich mir den Flyer dann aber durchlas, war ich es auch:
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Der sogenannte Kinder-Finder ist ein dreieckiger reflektierender Aufkleber, der im (nächtlichen) Brandfall Feuerwehrleuten anzeigt, in welchen Zimmern (schlafende) Kinder zu finden sein könnten. Der Aufkleber wird etwa auf Kniehöhe an der Kinderzimmertür angebracht und liegt somit auch bei schwerer Rauchentwicklung noch im Sichtfeld für die mit Taschenlampen bewaffneten Feuerwehrleute. Die können so gezielter Kinder finden, die sich ja oft nicht selbst bemerkbar machen.

Ich hoffe ja inständig, dass wir niemals nie davon profitieren müssen, aber für den Fall der Fälle kleben die Aufklaber nun natürlich an den Türen zum Möppel und zum Möppelchen. Die Kinder finden sie cool und ich denke immer wieder nur „hoffentlich…“.

Hier kann man nachlesen und bestellen: http://www.sicherheitserziehung.de/brandschutzerziehung/angebote/kinderfinder.html. Oder vielleicht auch bei der örtlichen Feuerwehr, die sich ja oft bei Familienfesten oder Messen präsentiert…

Beste Grüße,
Katha

* als Möppels Mutti musste ich da natürlich hin – wann sieht man schon eine Feuerwache von innen und darf an die Wasserspritze und ins Feuerwehrauto und und und?

Versuchsmöppelchen

Heute hat’s geschneit – jippie!

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Möppel und Möppelchen waren natürlich – wie bei jedem Schneefall – hellauf begeistert und waren draußen unterwegs. Schlitten kann man ja auch über eine dünne Schneedecke ziehen/schieben und Schneebobbycar fahren ist sowieso am allerbesten.

Irgendwo in einem stehen gebliebenen Eimerchen fand das Möppelchen dann ein Stück gefrorenes Wasser, das sofort ausführlich untersucht und begutachtet wurde. Weil die Mutti ja nunmal SU-Lehrerin ist, starteten wir dann direkt mal ein kleines „Experiment“: Wir nahmen das Eisstück mit rein, legten es in ein Glas und stellten es auf die Heizung. Und stellt euch vor: es ist geschmolzen! Unglaublich!

Schönste Erkenntnis des Tages: „Woher kommt denn jetzt das Wasser in dem Glas?“ – „Das kommt aus dem Eis raus.“

Beste Grüße,
Katha

P.S. Wenn ihr genau hinseht, findet ihr mitten im Foto einen wunderschönen Eiskristall!

Volltreffer!

Heute war der Möppel der von einer Mitschülerin auserwählte Adventskalenderöffner. Und sein Gutschein passte wie die Faust aufs Auge:

Prompt war „Lukas rettet den Weihnachtsengel“ ausgewählt und ich bekam eine Zusammenfassung dieses zuletzt vor rund elf Monaten gelesenen zauberhaften Buches (hier im Blog auch schonmal vorgestellt).

Viel Spaß morgen der Kollegin und den Kindern!!!

Katha

Warum man Reh mit h schreibt

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Das muss ich noch erzählen:

Im Urlaub war ja mit unserem Erstklässler Lesen und Schreiben immer wieder Thema und so entspann sich folgende Unterhaltung am Pizzeriatisch:

Möppel: Reh ist ja einfach zu schreiben. Nur ein R und ein E.
Mama: Ja, das stimmt. Nur die beiden hört man. Aber gemeinerweise schreibt man am Ende noch ein h, das man gar nicht hört. Manchmal ist das so, weißt du ja schon.
Möppel (überlegt kurz): Ist ja auch klar. Weil, wenn man rennt, macht man ja so h-h-h. Und ein Reh rennt ja so viel.

Ohne Worte, oder?

Beste Grüße,
Katha

schreiben lernen

*Muttitratsch an*

Der Möppel hat zwar die letzte Schulwoche vor den Ferien krank verpasst, durfte/musste/wollte aber dann doch eine Menge schaffen. Die Aufgaben der Schule haben wir fast pflichtbewusst durchgeackert und morgen kann es gut gerüstet wieder losgehen.

Was mich aber total fasziniert ist die ganz neue Neugier auf das Lesen und Schreiben, die selbst durch die strenge und einengende Silbenmethode nicht gebremst wird. Der Möppel liest. Schilder. Text auf der Butter. Autokennzeichen. Herrlich! Im Urlaub schaffte er schon alleine „Wir müssen“ auf einem Schild, das Kennzeichen NE-MO sowieso und viele Buchstaben erkennt er immer sicherer. Im Restaurant schrieb ich ihm einige Sätze auf: „Möppel isst Pommes. Mama isst Salat. Papa isst Pizza. Möppelchen isst nix.“ Und er hat sie gelesen. Nur beim x musste ich helfen. Schon gut, wenn man offiziell erst ma, me, mi, mo und mu lesen kann, oder? *stolze Mutti*

Schreiben tut er auch ständig. Ob er den BRaNT auf seinem Feuerwehrblock notiert und einen Herd als Brandort dazu malt oder mir kleine Leserätsel schreibt – Schreibblöcke in allen Formaten sind gerade hier der letzte Schrei.

Die Reihenfolge der Wörter kommt noch manchmal durcheinander, wenn eines am Ende nicht mehr passt. Aber das schaffe ich ja grad noch so…

Das Möppelchen ahmt übrigens alles nach:
2017-11-01 16.31.44

*Muttitratsch aus*

Beste Grüße,
Katha