Titel: „Neue Lernmythen aufgedeckt“
Verlag: Haufe (hier klicken)
Autorin: Yvonne Konstanze Behnke
ISBN: 978-3-648-19973-2
Zum Inhalt:
Wie schon im ersten Band, den ich in dieser Rezension vorgestellt habe, nimmt die Autorin 15 Mythen rund ums Lernen unter die Lupe. Sie stellt in jedem Kapitel den Mythos vor, beleuchtet die Hintergründe der Entstehung und Verbreitung und untersucht ihn dann. Dazu arbeitet sie einerseits den wahren Kern heraus und stellt andereseits klar, warum der Mythos keine allgemeine Gültigkeit hat. Dazu zieht sie viele Studien heran und bietet in jedem Kapitel ein ausführliches Literaturverzeichnis.
Meine Meinung:
Mir gefällt zuallererst einmal die sachliche, niemals zynische oder vorwurfsvolle Art der Erklärungen.
Die ausgewählten Mythen hatten für mich mal mehr, mal weniger Relevanz, was aber bei meinem doch von der Business-Zielgruppe abweichenden Berufsfeld zu erwarten ist. Vor allem die ersten Kapitel und einige der sog. Caochingmythen waren für mich relevant, da ich ähnliche Aussagen und Modelle immer wieder höre und treffe. In allen Kapiteln jedoch konnte ich Forderungen bzw. Denkanstöße finden, die sich direkt oder angepasst auf die (Grund-)Schule übertragen lassen und die ich deshalb in meiner Funktion als Ausbilderin für Lehrkräfte gut gebrauchen kann.
Am Ende des Buches gibt es, wie schon in Band 1, auch eine Positivliste mit Faktoren für gelingendes Lernen – nicht dass es nachher heißt, es würde nur kritisert.
Vor allem die ersten Kapitel haben mich sehr dazu angeregt, mir intensive Notizen zu machen und die Inhalte mit meinem Vorwissen zu vernetzen. Das übrigens wird immer wieder genannt als Faktor für gelungenes Lernen… Da ich immer noch schlecht darin bin, mir Namen, Studien und Modelle zu merken, mache ich mir immer wieder Notizen dazu, bis sie irgendwann „sitzen“. Meinen LAA gegenüber möchte ich ja nicht doof dastehen 🙈.
Bei mir finden Notizen immer in Goodnotes statt, da ich hier nach dem Schreiben noch verschieben, ausrichten, highlighten etc. kann. Solche Zusammenfassungen habe ich inzwischen zu vielen Büchern und Texten auf meinem Tablet. Durch die Suchfunktion, die auch meine Handschrift durchsuchen kann, finde ich so oft schnell einen Fakt oder eine Formulierung, an die ich mich nur dunkel erinnere. Das ist ziemlich praktisch!
Leseempfehlung:
Alle Menschen, die sich professionell mit Bildung beschäftigen (und vor allem solche, die anderen beibringen, wie Lernen gelingt), sind mit diesem Buch und seinem Vorgänger gut versorgt.
Vielen Dank an den Verlag Haufe für das Rezensionsexemplar!
Katha


