Rezension: „Opa Rainer weiß nicht mehr“

2018-08-13 10.29.45Titel: „Opa Rainer weiß nicht mehr“
Verlag: Knesebeck (hier klicken)
Autorin: Kirsten John
Illustrationen: Katja Gehrmann
ISBN: 978-3-95728-064-0

 

 

Zum Inhalt:
Mias Opa vergisst plötzlich, wie die Dinge fuknktionieren und wozu sie da sind. Mia findet das seltsam und versteht es nicht so richtig.
Irgendwann vergisst Opa sogar Mias Namen und wer sie ist – furchtbar! Aber zum Glück findet Mia einen Weg, ihren geliebten Opa dennoch nicht zu verlieren und mit seiner Krankheit umzugehen.

Meine Meinung:
Mich begeistert dieses Bilderbuch sehr! Aus Mias Sicht wird die Hilflosigkeit sehr humorvoll dargestellt, die sowohl Demenzkranke als auch deren Angehörige erleben. Das Mädchen kann natürlich nicht verstehen, warum Opa seine Schuhe nicht mehr erkennt und sie nicht mehr mit ihm zur Schule rennen kann. Opas „Aussetzer“ steigern sich in ihrer Intensität und Mias Verständnis sinkt gleichzeitig erkennbar:

Die wunderbaren Illustrationen zeigen beides ganz eindringlich, ohne dabei aufdringlich zu sein. Sie machen aus dem Problem ein Spiel und illustrieren es so, wie es sich vielleicht für den Opa grade anfühlt. Somit bieten sie hervorragende Gesprächsanlässe beim Vorlesen der Geschichte.

Das Buch greift das Thema Demenz sehr feinfühlig und nur aus Kindersicht auf. Mias Eltern kommen nicht vor, nur ihr kleiner Bruder ist mit im Bild. Wie Mia am Ende lernt, sich mit Opas Problem zu arrangieren und positiv damit umzugehen, wird am Beispiel von Schokoladenkeksen (s.o.) sehr anschaulich gezeigt.

Leseempfehlung:
Für alle Familien, in denen es einen Opa Rainer gibt, kann ich dieses Buch nur empfehlen! Der Verlag gibt „ab 5 Jahren“ an und das kann ich absolut nachvollziehen.
In der Grundschule kann ich mir das Buch durchaus auch vorstellen – im Religions- oder Ethikunterricht zum Beispiel oder gemeinsam mit einer Klasse. Wenn ein Kind von einem dementen Großelternteil erzählt oder grundsätzlich im Rahmen des Themas „Familie“ würde ich in diesem Buch einen hervorragenden Gesprächsanlass sehen. Man kann es sogar als Erzähl- oder Schreibanlass nutzen, da die wiederholende Struktur der Doppelseiten sehr gut aufzugreifen ist.

Vielen Dank an den Verlag Knesebeck für das druckfrische Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

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2 Gedanken zu „Rezension: „Opa Rainer weiß nicht mehr“

  1. Lieb Katha,

    Vielen Dank für deine lieben Rezessionen. Ich lese sie sehr gerne und finde die Tipps super. Langsam müsste ich mir mal angewöhnen, die Bücher entweder direkt zu bestellen oder mir eine Liste anzulegen mit Einsatzmöglichkeiten des Buches…

    Ich wünsche dir ein spannendes neues Schuljahr.
    Liebe Grüße aus Niedersachsen

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    1. Das freut mich. Ich genieße es, dass ich mir durch den Blog ab und an Bücher von den Verlagen wünschen darf und habe bislang wirklich nur tolle erhalten. Mir geht es oft ähnlich, dass ich gleich bestellen will. Manchmal hilft die örtliche Bücherei auch weiter, manchmal gebe ich der Sucht nach…
      LG, Katha

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