Rezension: „Das Faultier-Prinzip“

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Titel: „Das Faultier-Prinzip“
Verlag: Goldegg (hier klicken)
Autorin: Anke Elisabeth Ballmann
ISBN: 978-3-99060-281-2

Zum Inhalt:
Anke Ballmann, ihres Zeichens Expertin für kindgerechte Pädagogik, bekommt unerwartet Besuch vom bolivianischen Faultier Frieda. Frieda kann sprechen, lesen, futtern gern Süßes und möchte gern mehr über die Menschen lernen, weshalb sie ganz faultieruntypisch ihren Dschungel verlassen hat.
Zwischen den beiden Protagonistinnen entspannen sich Dialoge über das Wesen des Menschen, die Gelassenheit der Faultiere und alles dazwischen. Es geht um Zeit, Stress, Druck, das Bildungssystem, Resilienz, Noten, Bindung und vieles mehr, das Frieda gern aus ihrem ganz eigen(willig)en Blickwinkel betrachtet. „Wie Kinder in ihrem Lebenstempo gelassen und frei ihre Fähigkeiten entwickeln und die Welt für sich entdecken“, darüber klären uns die Expertin und das Faultier anhand vieler konkreter Beispiele auf und geben Impulse dafür, das Leben öfter mal wie ein Faultier anzugehen: ruhig, langsamer und gelassen.

Meine Meinung:
Schon länger habe ich kein Buch so schnell beendet wie dieses. „In drei Zügen“, könnte man sagen, hatte ich es ausgelesen und fühlte mich ziemlich abgeholt von der Analyse des (fiktiven?) Faultiers Frieda und seiner Co-Autorin Anke Ballmann. Die beiden haben mich an vielen Stellen zum Nicken gebracht und ich habe viele Aspekte meines Lebens in ihren Gesprächen wiedergefunden. Genauso habe ich mit ihnen den Kopf geschüttelt, wenn es um die unsägliche Leistungs- und Notenfixierung des deutschen Schulsystems ging, das Frieda so gar nicht nachvollziehen konnte.
Viele gute Vorsätze für meinen Alltag nehme ich aus dem Buch mit und auch bezogen auf meine Kinder und deren Lebens-Zeit knabbere ich gerade an einigen sicher nicht unbedingt guten Gewohnheiten.

Hier noch eine der Stellen im Buch, die mich besonders getriggert hat, weil es mich oft zum Verzweifeln bringt, dass sich so große Teile des Bildungssystems nur darauf stützen, dass wir „das schon immer so gemacht haben“…

Leseempfehlung:
Eltern und Lehrkräften und überhaupt alle, die mit Kindern zu tun haben, kann ich die Lektüre des Faultier-Prinzips nur wärmstens empfehlen. Den entspannteren Umgang mit Kindern – sowohl den eigenen als auch den anvertrauten – versuche ich seit Jahren zu leben und möchte die geschilderten Zugänge zu mehr Gelassenheit und Raum für Entwicklung absolut unterstützen. Im Gegensatz erlebe ich aber auch unter Eltern die Neigung zum Vergleich der Fortschritte ihrer Sprösslinge von Beginn an und einen ziemlichen Ehrgeiz, was die lieben Kleinen so alles erreichen sollen. Gern würde ich dieses Buch deshalb als Pflichtlektüre den Hebammen zum Verteilen mitgeben. 🙂
„Das Faultier-Prinzip“ ist ein echtes Juwel im Eltern-Buchregal!

Vielen Dank an den Goldegg-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

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