Das Analoge DigitaLexikon

Im Zuge der Digitalisierungs-Debatte gibt es eine Menge Interessantes zu lesen – vieles davon online. Wie aber bekomme ich wenig digi-affine Kolleginnen und Kollegen dort überhaupt hin?

Da wir im ZfsL (Studienseminar) inzwischen mit ersten Tablets bzw. fast alle Fachleitungen dort mit einem Smartphone ausgestattet sind, habe ich eine Mischform aus analog in die Hand zu nehmendem Buch mit digitalen Inhalten gebastelt: das Analoge DigitaLexikon ist eigentlich ein Flip-Fotoalbum, in dem ich die für mich/uns relevantesten Themen und Impulse kurz erklärt und dann durch QR-Codes direkt passende Online-Quellen zugänglich gemacht habe.

Vor einigen Wochen habe ich die Idee mal im #twitterlehrerzimmer geteilt und dort innerhalb von Stunden mehrere MithelferInnen gehabt, die Korrektur gelesen, Bildrechte geprüft, Bilder getauscht und neue Karten geschrieben haben. Wow! Kollaboration at its finest – deutschlandweit und doch um die Ecke.


Damit der kollaborative Gedanke weiter lebt, findet ihr in der Datei zum DigitaLexikon einen recht ausführlichen Text von mir zur Einleitung und die Erlaubnis respektive Bitte, selbst aktiv zu werden und das Ding wachsen zu lassen.

Vielleicht könnt ihr das Ganze ja als Grundlage für was Eigenes gebrauchen oder findet eine Auswahl aus den schon vorhandenen Ideen. Hier isses: DigitaLexikon auf OneDrive

Beste Grüße
Katha

#twitterlehrerzimmer

Heute gibt es hier eine kurze (subjektive) Nachlese zur Expertentagung zur Lehrerbildung mit dem Schwerpunkt auf Digitalisierung, die am 28.02. und 01.03. im li in Hamburg stattfand.

Bild1.png(Grafik kombiniert aus Bildern vom li und von twitter)

Zuerst kurz zum Titel dieses Beitrags: Ich werbe an dieser Stelle zum ersten Mal für das Twitterlehrerzimmer – also die KuK, die sich auf Twitter* vernetzen, Ideen austauschen, sich gegenseitig helfen und inspirieren. Ich selbst bin seit November dabei, nachdem ich Axel Krommer (@mediendidaktik_) zum ersten Mal davon schwärmen hörte. Seitdem „kenne“ ich gefühlt ein Dutzend Kollegen und Kolleginnen aus Schulen und Seminaren der ganzen Bundesrepubik. Einige davon durfte ich auf der Tagung dann auch mal persönlich treffen, was für mich schon ein echtes Highlight war (zumal einige „Promis“ der Szene dabei waren wie Jöran Muuß-Merholz)! Ein aktiveres PLN findet ihr wohl kaum irgendwo…

Insgesamt drei Vorträgen galt es in Hamburg zu lauschen. Zwei davon waren eher kritisch, aber aufrüttelnd und unheimlich wichtig für die Frage nach der eigenen Einstellung zum Lernen in digitalen Zeiten; der dritte war eher warnend und kontrastierte eine „Humane Schule“ mit der eher gehypten „Digitalen Schule“, was ich etwas befremdlich fand.

Außerdem konnte ich an drei Workshops teilnehmen, von denen zwei wirklich sehr konkret und spannend waren und sich sicher direkt auf meinen Unterricht in der Schule bzw. mein Fachseminar auswirken werden: Beispiele für die Arbeit im Fachseminar bzw. Fach Deutsch für die Grundschule waren zuerst dabei. Zwei FL aus den Seminaren Köln und Bonn zeigten Ideen, wie Digitalität in kleinen Schritten einziehen kann: z.B. inspiriert vom Street-Art-Künstler Slinkachu (gern mal googeln) kleine Figuren in Szene setzen, fotografieren und dazu erzählen, schreiben, Comics gestalten etc.
Später habe ich dann noch digitale Unterrichtsergebnisdokumentationen ausprobiert und mein iPad ein bisschen besser kennen gelernt – vor allem auch durch Tipps von KuK in den Workshops.

Nach anderthalb Tagen Tagung habe ich jetzt ein halbes Dutzend neuer Apps auf dem Tablet, neue Kollegen im Twitterlehrerzimmer, viiiiiiiel neues Wissen und ein bisschen neue Haltung und einen Haufen Notizen (ganz altmodisch auf Papier), die ich jetzt wegsortiere, in mein Medienheft schreibe oder vielleicht auch mal digitalisiere. Außerdem den Plan, einzelne Folien/Fotos/Sketchnotes auszudrucken und meinen Notizen hinzuzufügen.

Schade, dass ich noch mindestens 4 interessante Workshops verpasst habe, da sie in den gleichen Zeitschienen wie meine lagen (und ich leider keinen Zeitumkehrer wie Hermione Granger besitze).

Beste Grüße
Katha

* Man mag von Twitter halten, was man will – spätestens seit D. Trump ist es ja wirklich sehr negativ behaftet – aber die Vernetzung mit KuK aus ganz Deutschland ist wirklich einzigartig inspirierend und ermutigend!