Reservierungstechnik

Heute mal wieder ein kleiner Kunst-Einblick aus dem vierten Schuljahr: Wir haben die altbekannte Reservierungstechnik kennen gelernt.

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Zuerst gab es eine Fingerübung auf Tonkarton 10×10 cm. Die Technik wurde besprochen: Mit weißem Wachsmaler ein Motiv auf das weiße Papier zeichnen – dabei nur Umrisse zeichnen. Dann mit Wasserfarben (Nasstechnik!) das Blatt ein- oder mehrfarbig einfärben, dabei die Linien einfach übermalen. Das fiel einigen Kindern echt schwer, die Linien nicht einzuhalten …

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Damit waren wir dann auch schon fast zwei Schulstunden beschäftigt (inkl. Trocknungs-, Würdigungs- und Reflexionszeiten).

In der folgenden Woche ging es dann an das eigentliche Kunstwerk: Es sollte ein Eismeer mit weißem Wachsmaler auf dem Zeichenblock gestaltet werden mit Eisbergen und Eisschollen sowie einem Horizont. Anspruchsvoll zu malen, wenn man nicht viel sieht 😉
Danach haben wir ausführlich über die Farbwahl für Meer und Himmel gesprochen und uns über Beamer noch ein paar Fotos angesehen. Die Kinder füllten dann das ganze Blatt in Blautönen mit viiiiel Wasser aus, wobei wieder einige Kinder nur gehemmt über die Eisberge malten. Locker eine Doppelstunde rum!

In der letzten Stunde des Themas zeichneten die Kids mit Buntstiften oder Filzstiften/Finelinern Pinguine auf ihr Bild. Ich hatte eine Stunde eingeplant, es sind dann aber doch bei den meisten Kids beide Stunden geworden, bis sie zufrieden waren.

Hier sehr ihr ein paar der Ergebnisse:

Um den Kindern mal transparent zu machen, wie Benotung in Kunst geht, durften sie sich gegenseitig bewerten: Unter jedes Bild legten wir einen kleinen Zettel. Darauf sollte jedes Kind bei einem Museumsgang seine Bewertung schreiben: 3 Punkte für sehr gelungene Bilder, 2 Punkte für gute, aber vebesserungswürdige Bilder, 1 Punkt für Bilder, die die Kriterien kaum erfüllen. Am Ende wurde zusammen gezählt. Natürlich war das nicht toal fair und objektiv – beste Kumpel gaben sich eben doch drei Punkte selbst für unfertige Bilder…

Beste Grüße,
Katha

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Heute bin ich …

Ein Klassiker steht endlich nun auch in meinem Bücherregal: „Heute bin ich“ von Mies van Hout. Ich liiiiiebe dieses Buch!

Ich beneide ja Menschen, die sowas Komplexes wie Gefühle in sowas scheinbar Simplem wie Fischen zum Ausdruck zu bringen. Aber schaut es euch an – diese Fische sind herrlich, liebenswert, individuell und einfach nur toll!

Die Viertklässler dachten erst, ich wolle sie veräppeln, als ich ihnen zum Beginn der Kunststunde ein Buch über Fische in Aussicht stellt. Aber sie saßen alle komplett gebannt vor dem Buch, als ich durchblätterte…
Ihre eigenen Fische wurden dann fast ebenso fantasievoll wie die der Vorlage. Da wir jedoch nicht direkt auf schwarz malten, wurden die Konturen schärfer, da ja ausgeschnitten und aufgeklebt wurde.
Nichtsdestotrotz hatten die Kinder Spaß, machten sich wirklich viele Gedanken über die Mimik ihrer Fische und teils auch über die Farbwahl. Sehr konzentriert wurde gearbeitet und nur wenige gaben allzu schlichte Fische ab.
Wie schon erwähnt, wurde auf dem Zeichenblock mit Wachsmalern gemalt und geschrieben. Die Fische wurden alle ausgeschnitten und auf schwarzes Tonpapier geklebt. Feine Konturen wie Zähne wurden grob ausgeschnitten und die weißen Stellen mit schwarzem Buntstift nachgearbeitet – fällt nicht auf!
Die Adjektive haben die Kinder teils direkt auf das Tonpapier geschrieben, da ihre Konturen zu fein waren. Hier taten sie sich insegsamt deutlich schwerer mit einer Gestaltung der Schriften…

 

Hier mal ein paar Eindrücke aus unserem Schwarm!

Ka