Interviews im Englischunterricht

Da der letzte Blogeintrag zum Thema Englisch so gut angekommen ist, kommt hier mal noch einer hinterher: Zum Einsatz von Interviews im Englischunterricht der Grundschule.

Fachlich gesehen geht es darum, die Kinder an einen aktiven Sprachgebrauch heranzuführen, ihnen Dialoge und „chunks“ an die Hand zu geben, mit denen sie sich selbstständig in der Fremdsprache verständigen können. Gerade Interviews bieten hier den großen Vorteil, dass immer wieder die gleichen Fragen und Antworten gestellt werden und das quasi wie in einem Spiralcurriculum: Von der ersten Klasse an kommen Interviews zu Vorlieben (Do you like…?)  und „Besitz“ (Have you got…?) mit den dazugehörigen Antworten zum Einsatz. Ich setze sie gerne direkt nach der Wortschatzerarbeitung ein, damit die Kinder auch einen persönlichen Bezug zum neuen Thema bekommen. Hier mal zwei Beispiele aus der aktuellen Einheit „pets“ im dritten Schuljahr:

Die Vorgehensweise ist immer die gleiche: Zuerst die Fragen vorstellen, ihre Bedeutung klären, gemeinsam sprechen üben, zu allen Wörtern die Fragen stellen lassen. Danach die möglichen Antworten üben und klären, wie man sie sich notieren kann. Dann füllen die Kinder meist die erste Spalte mit ihren eigenen Antworten aus. Zuletzt geht es in die eigentliche Interviewphase: Sich Partner suchen, die Fragen alle (!) stellen und die Antworten notieren. Hier muss man als Lehrkraft gut aufpassen, dass wirklich englisch gesprochen wird und nicht zu Lösungen wie „Ich hab alles ja außer…“ gegriffen wird! Im Nachklang stelle ich gern noch mal Fragen über einzelne Kinder, um das Interview nicht so verhallen zu lassen.

Da die Resonanz auf die Vorschläge für „teacher’s talk“ so positiv waren, hier nochmal einige Anregungen:
1. Vorbereitung: We’re going to do an interview today. Please open your folder and put in the interview. Let’s read the question together: Have you got a m-m-m? What is that in German? Yes, „hast du so ein Tier?“ is correct. The question is not if you like that pet!
2. Einübung des Dialogs: Tell, me, Johnny, have you got a dog at home? Yes? Ok, please say „Yes, I have“. So, Johnny has got a dog, so I can draw a Smiley here (Tabelle als Bsp. mit Johnnys Name und dem richtigen Zeichen hinter dog füllen – AB oder Tafel).
And you, Sally, have you got a cat? No? Please say „No, I haven’t.“, like it is standing here. (mehrere Kinder befragen)
Good, now we read the questions together: Have you got a dog? Have you got a cat? … Perfect! Then we do a little training for the answers: (Daumen hoch zeigen) Yes, I have. Speak after me, please: Yes, I have. – (Daumen runter zeigen) No, I haven’t. (Geste für Sprecheinsatz der Kinder: alle zusammen) No, I haven’t. (Zweimal gemeinsam zum Daumenzeichen sprechen, dann nur noch Daumenzeichen geben und die Kinder sprechen die Antworten).
3. Arbeitsauftrag: Ok, we can start in one minute. Take your folder and your pencil. You can interview yourself in the beginning. Write (Geste für schreiben oder Bildkarte) your name here (zeigen auf AB) and draw a smiley or a grumpey. You can write yes or no, too. Then find a partner and interview your partner. (Beim ersten und ggf. zweiten Mal das Prozedere mit dem Eintragen des Namens am besten mit einem Kind vorspielen und beispielhaft eintragen, danach läuft das von allein). Don’t forget: Speak English! I do NOT wnat to hear you say „Ich hab alles ja außer cat und fish“ or so!        Now you can start!
4. Abschluss: Please finish your interview an sit down again. Have your folder open and tell me: Has Johnny got a dog? Who interviewed Johnny? Has Johnny got a dog? (Kind sagt Yes) Yes, he has. Very good. Has Sally got a budgie? … (Wenn die Kinder schon die Unterscheidung von he und she gelernt haben, kann man auch gut die möglichen Antworten an die Tafel schreiben, zum Beispiel so:
                          🙂  Yes, he has.      😦  No, he hasn’t.
                          🙂 Yes, she has.     😦 No, she hasn’t.
Good, let’s end here. You have done a good job with these interviews!

So, das war jetzt viel hintereinander weg. Ich kriege es grad nicht besser strukturiert. Schülerantworten habe ich größtenteils rausgelassen, damit man es besser lesen kann. Dass das alles viel mit Gesten unterstützt wird, ist wohl eh klar. Schön ist aber, dass man von Mal zu mal weniger erklären muss und sich auf den Wortschatz konzentrieren kann…

Eine mögliche Vorlage für die pets gebe ich euch heute mal als Worddatei, allerdings natürlich ohne die Bilder (Rechteprobleme…). Ihr könnt dann den Wortschatz und das Bildmaterial so einbauen, wie ihr mögt! AB Interview pets clean

In diesen Einheiten setze ich nach Möglichkeit ähnliche Tabellen ein:

  • food (Do you like…?)
  • body (Can you shake your…?)
  • halloween (Are you scared of…?)
  • holidays (Did you …?)
  • school verbs (Can you …? oder Do you like…?)
  • toys (Have you got…?)
  • family (Have you got…? und How many … have you got?)

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen anregen. Bei Bedarf gerne einfach nachfragen, dann kann ich auch noch andere Beispielbilder senden.

Ka

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3 Gedanken zu „Interviews im Englischunterricht

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