Do you like vegetables?

Heute ergänze ich mal einen alten Blogeintrag zum Thema vegetables. Nachdem die Kinder in der ersten Stunde der Einheit dreizehn Gemüsesorten kennengelernt und geübt hatten, standen nun in der Folgestunde die Wiederholung und Festigung auf dem Plan. Dazu durften zuerst alle Kinder freiwillig ihre fünf gemerkten Wörter sagen (das war in der Vorstunde HA: mindestens 5 Wörter merken). Als Unterstützung hingen die Bilder derweil an der Tafel und die Kinder konnten darauf zeigen:
veggies

Dann folgte das bekannte und immer wieder beliebte Kim-Spiel. Drei Runden lang habe ich die Phrasen „Please close your eyes!“ – „Please open your eyes! What’s missing?“ gesprochen und auch Wörter versteckt. Danach übernahmen die Kinder. Meist musste ich die Phrasen einflüstern, aber ab dem ca. vierten Kind kam plötzlich immer mehr von den Zweitklässlern selbst. Immer wieder beeindruckt es mich, wie schnell manche Kinder so etwas aufnehmen und reproduzieren können! Ich hatte mir schon vor längerer Zeit mal eine Hilfe gebastelt, mit der die Kinder die Fragen noch einmal schriftlich bekommen. Die Zweitklässler sind aber mit dem Lesen natürlich noch nicht soweit. [Trotzdem für Interessierte mal die Vorlage: kims-game-cards – auf A6 drucken, evtl. laminieren, ringbinden an der unteren Seite – dann kann man alle drei Ansagen locker durchblättern.]

Abschließend führte ich durch Fragen an einzelne Kinder hin zum Interviewblatt: „Kevin, do you like carrots?„, „James, do you like peas?“ – ich beginne so etwas immer mit den stärkeren Kindern, die mich meist verstehen und direkt mit yes oder no antworten. zu yes, I do oder no, I don’t kommen die meisten eh nicht vor der vierten Klasse…
Dann gibt es das AB, auf dem man sich selbst und andere im Klassenraum anwesende Personen befragen kann. Wir haben uns darauf geeinigt, dass auch so-so als Antwort gilt. Smiley und Grumpey sind die üblichen Notationsformen der Kinder, manchmal sehe ich Häkchen und Kreuze oder farbige Markierungen. Einige sind da echt kreativ. Hier noch ein Eindruck vom AB (schreibt man sich am besten passend zu den eigenen Bildern schnell selbst – mit oder ohne Wortbilder):

Zum Abschluss mache ich eine kleine Kontrollübung in zwei Varianten. Entweder stelle ich Fragen wie „Does Kevin like peas?“ oder ich suche Kinder mit „I’m looking for a boy who likes carrots.

So, das war mal wieder ein kleiner englischer Einblick. Wer noch mehr meiner Gedanken zu Interviews im Englischunterricht lesen mag, den verweise ich hierhin: alter Eintrag.

Beste Grüße,
Katha

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Get them speaking – from the start!

Wie an anderer Stelle schon einmal geschrieben, verwende ich gerne Interview-Zettel im Englischunterricht. Für die Erstklässler, die nun schon seit knapp drei Monaten Englischunterricht genießen dürfen, war es jetzt zum ersten Mal soweit: Have you got a …? galt es zu fragen, um den Spielzeugbestand der Mitschüler herauszubekommen. Toys sind gerade unser Thema (nach colours, numbers, school things). Mit dem Buch „Just like Jasper“ von Nick Butterworth und Mick Inkpen erarbeiteten wir den Wortschatz,  spielten diverse Spiele zum Festigen und lernten ein neues Lied. In der vergangenen Stunde nun hängte ich nach der obligatorischen Wortschatzübung zu Stundenbeginn einige Bildkarten an die Tafel und zeichnete dazu analog zum AB der Kinder eine Tabelle. Dann fragte ich einen der sprachlich auffassungsschnellsten Schüler „Have you got an ball?“ und setzte je nach Antwort an der Tafel Häkchen (yes) und Kreuze (no). So durften noch zwei weitere Kinder ihre vier Antworten geben – für den ersten Anlauf reichen mir die Kurzantworten, später wird es dann ausführlicher. Nun übten wir nur noch alle auf dem AB zu fragenden Fragen durch Vor-Nachsprechen und gemeinsames chorisches Sprechen und schon konnte es losgehen. Bewährt hat es sich, zuerst die Tabelle mit den eigenen Antworten zu füllen. So müssen die Kinder nicht bei jeder Antwort nachdenken und irgendwie lieben sie das fast alle.

Bis auf einen kurzen Tränenausbruch, weil vermeintlich kein Partner zum Fragen da war, lief es super und die Kleinen sind sehr konsequent in der Fremdsprache geblieben! Das lässt ja leider bei den Größeren oft etwas nach (da mogeln einige, gerade schwächere) Schüler ja gern mal…).

jasper

Ka – who goes playing now 😉

Interviews im Englischunterricht

Da der letzte Blogeintrag zum Thema Englisch so gut angekommen ist, kommt hier mal noch einer hinterher: Zum Einsatz von Interviews im Englischunterricht der Grundschule.

Fachlich gesehen geht es darum, die Kinder an einen aktiven Sprachgebrauch heranzuführen, ihnen Dialoge und „chunks“ an die Hand zu geben, mit denen sie sich selbstständig in der Fremdsprache verständigen können. Gerade Interviews bieten hier den großen Vorteil, dass immer wieder die gleichen Fragen und Antworten gestellt werden und das quasi wie in einem Spiralcurriculum: Von der ersten Klasse an kommen Interviews zu Vorlieben (Do you like…?)  und „Besitz“ (Have you got…?) mit den dazugehörigen Antworten zum Einsatz. Ich setze sie gerne direkt nach der Wortschatzerarbeitung ein, damit die Kinder auch einen persönlichen Bezug zum neuen Thema bekommen. Hier mal zwei Beispiele aus der aktuellen Einheit „pets“ im dritten Schuljahr:

Die Vorgehensweise ist immer die gleiche: Zuerst die Fragen vorstellen, ihre Bedeutung klären, gemeinsam sprechen üben, zu allen Wörtern die Fragen stellen lassen. Danach die möglichen Antworten üben und klären, wie man sie sich notieren kann. Dann füllen die Kinder meist die erste Spalte mit ihren eigenen Antworten aus. Zuletzt geht es in die eigentliche Interviewphase: Sich Partner suchen, die Fragen alle (!) stellen und die Antworten notieren. Hier muss man als Lehrkraft gut aufpassen, dass wirklich englisch gesprochen wird und nicht zu Lösungen wie „Ich hab alles ja außer…“ gegriffen wird! Im Nachklang stelle ich gern noch mal Fragen über einzelne Kinder, um das Interview nicht so verhallen zu lassen.

Da die Resonanz auf die Vorschläge für „teacher’s talk“ so positiv waren, hier nochmal einige Anregungen:
1. Vorbereitung: We’re going to do an interview today. Please open your folder and put in the interview. Let’s read the question together: Have you got a m-m-m? What is that in German? Yes, „hast du so ein Tier?“ is correct. The question is not if you like that pet!
2. Einübung des Dialogs: Tell, me, Johnny, have you got a dog at home? Yes? Ok, please say „Yes, I have“. So, Johnny has got a dog, so I can draw a Smiley here (Tabelle als Bsp. mit Johnnys Name und dem richtigen Zeichen hinter dog füllen – AB oder Tafel).
And you, Sally, have you got a cat? No? Please say „No, I haven’t.“, like it is standing here. (mehrere Kinder befragen)
Good, now we read the questions together: Have you got a dog? Have you got a cat? … Perfect! Then we do a little training for the answers: (Daumen hoch zeigen) Yes, I have. Speak after me, please: Yes, I have. – (Daumen runter zeigen) No, I haven’t. (Geste für Sprecheinsatz der Kinder: alle zusammen) No, I haven’t. (Zweimal gemeinsam zum Daumenzeichen sprechen, dann nur noch Daumenzeichen geben und die Kinder sprechen die Antworten).
3. Arbeitsauftrag: Ok, we can start in one minute. Take your folder and your pencil. You can interview yourself in the beginning. Write (Geste für schreiben oder Bildkarte) your name here (zeigen auf AB) and draw a smiley or a grumpey. You can write yes or no, too. Then find a partner and interview your partner. (Beim ersten und ggf. zweiten Mal das Prozedere mit dem Eintragen des Namens am besten mit einem Kind vorspielen und beispielhaft eintragen, danach läuft das von allein). Don’t forget: Speak English! I do NOT wnat to hear you say „Ich hab alles ja außer cat und fish“ or so!        Now you can start!
4. Abschluss: Please finish your interview an sit down again. Have your folder open and tell me: Has Johnny got a dog? Who interviewed Johnny? Has Johnny got a dog? (Kind sagt Yes) Yes, he has. Very good. Has Sally got a budgie? … (Wenn die Kinder schon die Unterscheidung von he und she gelernt haben, kann man auch gut die möglichen Antworten an die Tafel schreiben, zum Beispiel so:
                          🙂  Yes, he has.      😦  No, he hasn’t.
                          🙂 Yes, she has.     😦 No, she hasn’t.
Good, let’s end here. You have done a good job with these interviews!

So, das war jetzt viel hintereinander weg. Ich kriege es grad nicht besser strukturiert. Schülerantworten habe ich größtenteils rausgelassen, damit man es besser lesen kann. Dass das alles viel mit Gesten unterstützt wird, ist wohl eh klar. Schön ist aber, dass man von Mal zu mal weniger erklären muss und sich auf den Wortschatz konzentrieren kann…

Eine mögliche Vorlage für die pets gebe ich euch heute mal als Worddatei, allerdings natürlich ohne die Bilder (Rechteprobleme…). Ihr könnt dann den Wortschatz und das Bildmaterial so einbauen, wie ihr mögt! AB Interview pets clean

In diesen Einheiten setze ich nach Möglichkeit ähnliche Tabellen ein:

  • food (Do you like…?)
  • body (Can you shake your…?)
  • halloween (Are you scared of…?)
  • holidays (Did you …?)
  • school verbs (Can you …? oder Do you like…?)
  • toys (Have you got…?)
  • family (Have you got…? und How many … have you got?)

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen anregen. Bei Bedarf gerne einfach nachfragen, dann kann ich auch noch andere Beispielbilder senden.

Ka