Sommerferien-Gruß 2024

Die Halbzeit der Sommerferien ist fast erreicht, der Urlaub liegt hinter mir. Schade, aber auch schön irgendwie. Zum Glück hatte ich viel Zeit zum Lesen* und fühle mich absolut einsatzbereit. Das obige Bild ist zwar fotografisch nicht so wertvoll, aber einen kompletten Regenbogen zu sehen, war schon beeindruckend und sicher ein gutes Zeichen für das anstehende Schuljahr!

So kommt es, dass ich zwar noch nichts Berufliches im engeren Sinne erledige, aber schon erste Arbeiten bzw. Vorbereitungen für nebenberufliche Projekte schaffe. Unter anderem gilt es, zwei Workshops für die „molol“ (die Tagung mobile.schule in Hannover Anfang September) vorzubereiten, auf die ich mich sehr freue – also auf die Tagung!

Die nächsten beiden Wochen stehen jetzt im Zeichen von kleineren Ausflügen mit Freundinnen und Verwandten und ein paar gesundheitlichen Terminen, die sich ja besonders gut in den Ferien machen…

Euch allen, die ihr gerade entweder im Endspurt oder frisch gestartet oder irgendwas dazwischen seid, wünsche ich erholsame und gute Ferien (mit oder trotz der Familie)!

Katha

* Da ich neuerdings neben Fiktionalem auch verstärkt Sachbücher lese (werde wohl alt), empfehle ich euch von Herzen „Die ersten ihrer Art“ von Heike Specht.

Rezension: „Drei Wasserschweine brennen durch“

IMG_2507Titel: „Drei Wasserschweine brennen durch“
Verlag: dtv (hier klicken)
Autor: Matthäus Bär
Illustrationen: Anika Voigt
ISBN: 978-3-423-44435-4

Zum Inhalt:
Emmy, Raul und Tristan sind Wasserschweine und leben mit ihrer Herde auf einer Wiese in einem Zoogehege. Wasserschweine (Capybara) sind eher ruhige, gemächliche Tiere, die mit fressen und baden zufrieden sind. Nicht so unsere drei Freunde: sie entkommen mit einem Trick aus ihrem Gehege und beginnen, die Welt hinter dem Zaun, das Mehr, zu erkunden. Dabei lernen sie verschiedenste Tiere kennen, erfahren etwas über Geburtstage, gehen Tauschhandelsgeschäfte ein, nehmen (unfreiwillig) an einer Party teil und geraten sogar in ernsthafte Gefahr. Aber da diese Capybara keine gewöhnlichen sind, geht am Ende doch alles gut aus.

Meine Meinung:
Matthäus Bär ist ein tolles, lebhaftes Vorlesebuch gelungen, finden mein Neunjähriger und ich. Vom ersten Kapitel an hat uns die Geschichte in ihren Bann gezogen und jeden Abend vor dem Vorlesen haben wir uns genau darauf gefreut.
Tiere als Protagonisten bieten Kindern Identifikationsmöglichkeiten – und die finden sie hier u.a. in den drei charakterlich unterschiedlichen Wasserschweinen. Alle drei entwickeln sich im Laufe der Geschichte charakterlich weiter, ohne dass jemals irgendeine Eigenschaft als negativ oder unveränderbar dargestellt wird.
Was mir auch gut gefällt, ist die anspruchsvolle Ebene der Perspektive: aus ihrer bisher sehr begrenzten Sicht nennen und verstehen die Capybara Dinge oft anders und diese Art des Ausdrucks muss man als Kind erstmal verstehen. Das ist ziemlich amüsant, meint zumindest mein kleiner Sprachkünstler.
Die Illustrationen von Anika Voigt ergänzen den guten Eindruck der Geschichte: sie sind klar, schnörkellos und insgesamt ruhig. Die Farben leuchten und nehmen Betachter:innen noch intensiver mit in die jeweilige Stimmung hinein.

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Leseempfehlung:
Neben allen Eltern von Kindern bis etwa 10 Jahren kann ich dieses Buch zum Vorlesen auch wärmstens allen Grundschullehrkräften ans Herz legen. Es ist witzig, ohne albern zu werden und zeigt, dass vermeintlich Schwache sich durchsetzen können. Es ist abenteuerlich und überraschend und hat natürlich ein Happy End. Zudem bietet sich durch den in den Buchdeckelinnenseiten Zooplan ein toller Schreibanlass: Welche Abenteuer erleben unsere drei Cabybara wohl noch?

Da Wasserschweine online ziemlich gehyped werden, kann man auch gut über diese Tiere recherechieren (oder ihnen einfach mal fünf Minuten beim Baden am Starnd zusehen). Vielleicht steht ja auch ein Zoobesuch an, bei dem man die im Buch vorkommenden Tiere ansehen kann?

Vielen Dank an dtv für das Rezensionsexemplar! Wir werden das bestimmt bald nochmal lesen.

Beste Grüße,
Katha

Rezension: „Gut mit andern auskommen“

Titel: „Gut mit anderen auskommen. 50 unterhaltsame Übungen, um soziale Kompetenzen zu erlernen und Freunde zu finden“
Verlag: Yes (hier klicken)
Autorin: Natasha Daniels
Illustrationen: Sarah Rebar
ISBN: 978-3-96905-294-5

Zum Inhalt:
50 Übungen, um soziale Kompetenzen zu erlernen verspricht das Buch schon auf dem Titel. Dementsprechend gibt es wenig Fließtext und viele sehr konkrete Anleitungen zu Reflexion und Übung. Ausgehend von der Frage, was „soziale Superkräfte“ sind (nämlich sehen, hören und fühlen), geht es um das Beginnen, Führen und Beenden von Gesprächen. Freundschaften und einige Aspekte dessen, was man gemeinhin als Benehmen bezeichnet. In insgesamt sieben Kapiteln gibt es immer zuerst einen Überblick über die Bedeutung und Ziele des jeweiligen Aspekts von Sozialkompetenz, dann Übungen mit Reflexionsgelegenheit und zuletzt eine kurze Zusammenfassung, was erreicht wurde. Klare Handlungsaufträge spielen hier mit knappen Erklärungen so zusammen, dass das Kind ganz konkrete Ideen von geeignetem Verhalten bekommt oder Handlungsmuster einüben kann. So geht es am Ende zum Beispiel mit möglichen Phrasen für Gespräche ins Leben oder mit einer Vorstellung von aktivem Zuhören.

Es gibt wenige Illustrationen in dem grundsätzlich mit farbigen Seitenrändern gestalteten Buch. Diese sind aber angenehm klar und dienen ausschließlich der Vertiefung der Inhalte.

Meine Meinung:
Ich war etwas skeptisch, ob das Buch „den Ton der Kinder trifft“, da ähnliche Ratgeber oder Programme mir oft zu niedlich-süß oder aber zu anspruchsvoll sind. Natasha Daniels hat meines Erachtens in den vorliegenden 50 Übungen eine klare, aber dennoch kindgerechte Ansprache mit viel Wertschätzung und Unterstützung gefunden. Außer dem kurzen Vorwort richtet sich das ganze Buch ausschließlich an das Kind und bezieht Rückmeldung durch Erwachsene nur an wenigen Stellen explizit ein.

Die Übungen sind mir größtenteils nicht neu, da ich als Lehrerin einige Programme und Hefte zur Förderung sozialer Kompetenzen kenne. mir gefällt aber der Aufbau sehr, der vom Einfachen zum Komplexen, von innen nach außen leitet. Wer mit seinem Kind daran arbeitet, hat ein gutes Werkzeug in der Hand und auch für die Arbeit mit Kleingruppen oder ganzen Klassen lassen sich einige der Übungen gut adaptieren.

Fazit: Natasha Daniels ist es mit dem vorliegenden Buch gut gelungen, das abstrakte Konstrukt der sozialen Kompetenzen aufzuschlüsseln und erlernbar zu machen.

Leseempfehlung:
Dieses Mal geht meine Empfehlung eher an die Eltern unter euch hier mitlesenden Lehrkräften, da die Ideen zwar als Inspiration auch für die eigene Klasse gut adaptiert werden können, aber es für diesen Zweck vielleicht direkt kopierbare Vorlagen bzw. Arbeitshefte gibt. Allen aber, die mit einem oder wenigen Kindern einen unterstützten Zugang zur Entwicklung der sozialen Kompetenzen suchen, kann ich „Mit andern klarkommen“ wärmstens empfehlen.

Daniels schreibt im Vorwort an die Eltern selbst, dass das Buch zwar grundsätzlich zum alleinigen Bearbeiten durch ein Kind konzipiert ist, die Begleitung durch Eltern aber denkbar. Meiner Meinung nach ist so eine Begleitung ziemlich wichtig, da wohl kaum ein Kind (freiwillig) diese 50 Übungen durchführt und aufschreibt.

Vielen Dank an den yes-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

Sprech-Spiel „Bleib Schwammig“ – KI im Einsatz

Vor Kurzem stieß ich in diesem interessanten Blogbeitrag von Joscha Falck auf eine Idee von Michaela Kühl: ein Spiel, bei dem die Lernenden eines von vier ähnlichen Bildern so beschreiben müssen, dass man möglichst lange nicht errät, um welches Bild es geht.

Ein Beispiel:

Ich sehe ein Haus.
Es hat ein Dach.
Am Haus wächst ein Baum.
Mehrere beleuchtete Fenster sind zu sehen.
Es gibt eine Eingangstür.
Ein Weg führt zur Eingangstür.
Das Haus hat zwei Stockwerke.
Es gibt ein Türmchen auf dem Dach.
Vor dem Haus sind Büsche zu sehen.

Bis hierhin kann man noch nicht erkennen, um welches Haus es geht. 😎

Es spielen zwei Kinder oder Gruppen gegeneinander und versuchen, möglichst viele Sätze zu schaffen, bevor das Bild erraten wird. Auch als Klassenspiel können die Bilder eingesetzt werden. Deshalb teile ich mit euch sowohl eine ausdruckbare Variante als auch die Bilder im digitalen Format fürs Board, die ihr hier herunterladen könnt.

Die Bilder habe ich mit ideogram.ai generiert, wo es in fast allen Fällen gut geklappt hat, direkt ein 4-in-1-Bild zu erhalten. Wer den Prompt nachvollziehen will: Hier kannst du schauen. Klappt das nicht (wie bei mir bei den Spielfeldern), dann generiere 4 Bilder durch Anpassen des Prompts und füge sie danach zu einem zusammen*.

Freuen würde ich mich über a) Rückmeldung zu euren Einsätzen des Spiels und b) Ideen für weitere Bilderkreationen.

Katha

* Mein eher unprofessioneller, aber hierfür funktionaler Weg ist: Alle Bilder in PowerPoint einfügen, auf gleiche Größe bringen, zusammen anordnen, dann alle markieren, Rechtsklick drauf und „als Bild speichern“.

Guter Deutschunterricht – was heißt das eigentlich?

– Untertitel: Ein Plädoyer gegen die „Verheftelung“ –

Mit dem neuen Fachseminar lag der Fokus zu Beginn der Ausbildung ganz klar auf den absoluten Grundlagen guten Deutschunterrichts und wie man solchen plant. Vor allem durch die unheimlich breite Aufstellung des Fachs ist dies gar nicht so einfach – man denke allein an die vier doch sehr unterschiedlichen Lehrplanbereiche Lesen, Schreiben, Sprechen/Zuhören und den Sprachgebrauch…
Für uns Fachleiterinnen stand in der Vorbereitung das Konzept des integrativen Deutschunterrichts im Fokus, ergänzt durch die Prinzipien guten Deutschunterrichts, die Horst Bartnitzky definiert hat.

Da wir uns nicht als reine Wissensvermittlerinnen betrachten, sondern die LAA beim Konstruieren Ihres Wissens unterstützen wollen, begannen wir deshalb nicht mit einem Vortrag darüber, was wir wichtig finden und warum, sondern mit der Frage, was die LAA für guten Deutschunterricht halten. Erfreulicherweise nannten Sie viele Merkmale, die sich im anschließenden Gespräch genau unseren vorbereiteten Modellen zuordnen ließen: die Kinder durch geeignete Inhalte und Themen motivieren, ihren Wortschatz weiter entwickeln, sie herausfordern und individuell unterstützen, Üben in Kontexten etc.

Das Konzept des integrativen Deutschunterrichts besagt, dass verschiedene Aspekte wie Lesen oder Rechtschreibung nicht isoliert geübt werden sollen, sondern dass eine Unterrichtseinheit einen thematischen Rahmen bietet, innerhalb dessen passende Texte gelesen werden, das Schreiben eine Rolle spielt und dafür auch Rechtschreibung relevant wird. Konkretisieren möchte ich das ansatzweise an einem Beispiel:
Das Sachunterrichtsthema „Ritter und Burgen“ wird auch im Fach Deutsch als Rahmen aufgenommen.
Lesen: Es kann eine thematisch passende Ganzschrift gelesen werden (z. B. Igraine Ohnefurcht) oder auch verstärkt mit Sachtexten gearbeitet werden, aus denen Informationen entnommen werden.
Schreiben: Eine Drachen-Ritterinnen-Prinzen-Fantasiegeschichte verfassen oder Tagebucheinträge, Briefe von Kindern aus dem Mittelalter. Rechtschreibung/Grammatik: Komposita lassen sich üben, ebenso Konjunktionen in Nebensätzen oder imperative, eine Widerholung der Wortarten etc.
Sprechen und Zuhören: Szenisches Spiel zur Ganzschrift, Minnegesänge vortragen o.ä.
Sprache und Sprachgebrauch untersuchen: Sprichwörter mit mittelalterlichem Ursprung verstehen lernen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen alter und moderner Sprache erkennen.

Mein Beispiel macht hoffentlich deutlich, dass sich anhand eines Oberthemas alle Lehrplanbereiche integrativ üben lassen. Optimal ist es, einen Schwerpunkt zu haben, dem die anderen Bereiche dienen. Liegt der Schwerpunkt z. B. auf dem Schreiben, hat das Üben der korrekten Schreibung des thematischen Wortschatzes eine dienende Funktion, das Vorlesen der Texte und das Gespräch darüber in einer Schreibkonferenz ebenso.

Eine wunderbare Hand-in-Hand-Situation ergibt sich mit Horst Bartnitzkys fünf Prinzipien des Deutschunterrichts:

Diese Prinzipien sind nicht neu, sondern schon im Grundlagenwerk „Sprachunterricht heute“ zu finden, das erstmals 1987 erschien, zuletzt 2019 überarbeitet wurde und immer noch kaum etwas von seiner Aktualität eingebüßt hat. Wenn man sich mit diesen Prinzipien beschäftigt, merkt man schnell, dass die Tendenz zur „Verheftelung“ des Deutschunterrichts ein Irrweg ist. Die vermeintliche individuelle Förderung durch Lies-mal-Hefte, Rechtschreibhefte, Förderhefte, Forderhefte, Sternchenhefte, Heftehefte mag dazu führen, dass Kinder von für alle gleichen Übungen nicht überfordert werden, ABER: es gibt nur noch wenige Sprechanlässe, kaum gemeinsames Arbeiten, und in der Regel kein bedeutsames, Sinn stiftendes Oberthema in solch einem Unterricht. Fachlich gesprochen: Situations- und Sozialbezug fehlen häufig, eine Bedeutsamkeit der Inhalte ist nicht gegeben (außer ein Heft zu beenden, um das nächste zu bekommen) und Sprachbewusstheit wird sich ohne gemeinsames Kommunizieren über Sprache nicht einstellen.

Dabei ist es gar nicht so schwierig, im Sinne der fünf Prinzipien und integrativ Deutsch zu unterrichten. Material muss ich mir eh zusammensuchen, das zu meiner Lerngruppe passt. Das tue ich dann eben zu einem thematischen Schwerpunkt. Nehmen wir die neu eingeführte NRW-Lesezeit (3x wöchentlich 20 Minuten lesen – egal in welchem Fach): ich benötige Texte, die gelesen werden können. Diese Texte wähle ich dann eben u.a. danach aus, dass sie zum aktuellen thematischen Rahmen passen. Sonst kann man Leseflüssigkeit üben wie man will, ohne auch nur einen Funken Leselust zu wecken.

So, genug für heute. Wer sich noch in das Thema vertiefen möchte, dem seien neben „Sprachunterricht heute“ zwei aktuelle Artikel von Horst Bartnitzky ans Herz gelegt, die man hier (Inklusive Didaktik – haben wir längst!) und hier (Fächer oder Themen? Unterricht mehrperspektivisch und integrativ planen) findet.

Viel Spaß damit!
Katha

SeminarBlog: Timeline zur berufsbezogenen Biografie

Der Start in den Vorbereitungsdienst (aka Referendariat) ist spannend, anstrengend und oft auch gefürchtet, da es ja leider mehr negative als positive Äußerungen im Netz zu lesen gibt.

Um direkt zu Beginn in meinem neuen Kernseminar den Auftrag der Stärkenorientierung erlebbar zu machen, habe ich mich für den methodischen Zugang der berufsbezogenen Biografie mit einer Timeline entschieden. Das Instrument kenne ich aus meiner Coachingausbildung und habe es etwas abgewandelt, um es mit allen gemeinsam durchzuführen.

Wir begannen zur Einstimmung mit einem Blick in die Zukunft: „Wie will ich als Grundschullehrkraft sein?“ Zuerst kurz darüber nachdenken, dann aus einer Auswahl von Bildern eines auswählen und mit Hilfe der dadurch zusätzlich zur Kognition angesprochenen emotionalen Intelligenz ein Ziel bzw. Motto formulieren.
Jede:r LAA/LiA hatte nun einen eigenen Tisch mit einer langen Papierbahn darauf und einem längeren Stück Wolle. Diese galt es zuerst so auszulegen, dass sie grob den eigenen Lebensweg darstellt. Die Position von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft legte jede:r für sich selbst fest, um dann im nächsten Schritt das Ziel anzulegen und Karten für bestimmte berufsbezogene Lebensphasen (Kita, GS, SekI, SekII/Abi, Uni/Ausbildung).

Nach dem Festlegen der äußeren Struktur der Timeline ging es ans Inhaltliche. grob gesagt führte ich anhand von Fragen langsam durch die drei Bereiche Meilensteine (was ich geschafft habe, positive Erlebnisse), Stolpersteine (Krisen, Hindernisse) und Kraftquellen (Ressourcen im weitesten Sinne). Alle hatten Moderationskarten und Klebezettel in verschiedenen Farben und Formen zur Verfügung und schrieben so lange, wie es für sie wichtig war. So entstanden ganz individuelle Darstellungen.

Symbolbild „Lebensweg“, generiert mit ideogram.ai

Mein neues Kernseminar ist eine bunte Mischung aus LAA (Lehramtsanwärter:innen) und LiA (Lehrkräften in Ausbildung, also sog. Seiteneinsteiger:innen) und diese Heterogenität wurde sehr deutlich. Die Ergebnisse bleiben privat und dienen neben der individuellen Stärkung auch als Grundlage der Selbstreflexion, die laut der NRW-Ausbildungsordnung in Perspektivgesprächen, Caochings und auch im Kolloquium ihren Platz hat.

Hiermit schließe ich diesen kleinen Einblick in die Seminarausbildung für heute.
Katha

P.S.: Da ein Vorgehen wie dieses niemanden überrumpeln sollte, habe ich natürlich zuvor angekündigt, dass Biografiearbeit mit Berufsbezug uns beschäftigen wird. Zuvor hatten wir kurz „hineingeschnuppert“, indem wir mit Figuren als Stellvertretern auf einer rudimentären Timeline den Zeitpunkt markierten, an dem unser Berufswunsch entstand.

Zeit des Umbruchs (Jahrgangswechsel)

An der Grundschule dauert ein Durchgang in der Regel vier Jahre. Bei uns am ZfsL sind endet die Ausbildung (meist) nach anderthalb Jahren. Gerade jetzt, wo der Abschied von „den Alten“ noch ganz frisch ist und das Kennenlernen der neuen LAA und LiA* noch im Gange, denke ich mal wieder verstärkt über meine Aufgaben und Ziele nach. Über ein sehr positives Feedback meiner nun „fertigen“ LAA durfte ich mich freuen und es einem sehr aufgeschlossenen, freundlichen und sozialen Jahrgang auch ebenso zurückspiegeln. Das waren schon tolle junge Leute, mit denen wir Ende April Abschied gefeiert haben, und die nun sehr unterschiedliche Wege einschlagen – vor allem regional gesehen.

Vier Jahrgänge durfte ich nun schon ausbilden: den ersten noch als reines FS Deutsch, seit dem zweiten im kombinierten FS Deutsch/Mathematik, seit dem vierten außerdem noch im Kernseminar. Das sind rund 70 neue Lehrerinnen und Lehrer, die ich ein Stück auf ihrem Weg begleiten durfte, denen ich Wichtiges mitgeben konnte, aber von denen ich auch eine Menge gelernt habe. Ich freue mich sehr, dass nach vielen Wochen der Schreibtischarbeit demnächst die Beratungen und Unterrichtsbesuche wieder losgehen, dass der Alltag wieder lebendiger und interaktiver wird. Ich freue mich darauf, neue Persönlichkeiten ind Klassenzimmern heranwachsen und sich entwickeln zu sehen! Ich bin gespannt auf einige neue Schulen, an denen ich noch keine LAA hatte (u.a. MEINE Grundschule 😎).

Was mich an meinem Team dabei immer wieder beeindruckt, ist dass wir alle zwar natürlich auf unseren bisherigen Planungen und Materialien aufbauen, dabei aber doch immer das Bestreben nach Verbesserung und Anpassung haben. Das gemeinsame Evaluieren, Grübeln, Planen, Um- und Neuplanen genieße ich sehr – vor allem, weil das etwas ist, das ich in der Schule lange vermisst habe. So starte ich jetzt sowohl ins FS als auch ins KS mit Sitzungen, die zwar schon an die von früher erinnern, aber doch andere Schwerpunkt haben und hoffentlich noch besser an die Bedarfe der LAA angepasst sind. Wissen tun wir das dann aber wie sooft erst in einigen Monaten…

Im Kernseminar ist mein aktueller Arbeitsschwerpunkt die berufsbezogene Biografie: Woher komme ich? Wohin will ich gehen? Was und wer hat mich geprägt? Inwiefern? Was für eine Lehrerin / Was für ein Lehrer will ich sein/werden? Da die Perspektive Reflexivität fest im nordrheinwestfälischen Kerncurriculum (Grundlage der Lehrer:innenausbildung) verankert ist, bestimmt sie die ersten Wochen und spielt auch in den ersten Beratungen die größte Rolle. Wie ist es bei dir, der/die du das hier gerade liest: Weißt du noch, wann du den Beschluss gefasst hast, Lehrkraft zu werden? Gab es Vorbilder oder Einflüsse? Über Kommentare würde ich mich freuen!

Das Fachseminar hat aufgrund der vielen Feiertage und der recht frühen Sommerferien nur zwei Sitzungen in diesem Quartal. Wir beginnen mit der Frage, was guten Deutschunterricht in der Grundschule ausmacht und wie man integrative Einheiten plant. Danach stehen guter Mathematikunterricht und das Planen einer aktiv-entdeckenden Unterrichtsstunde im Mittelpunkt. Beides in der Hoffnung, dass wir die Grundlagen so sicher verankern können, dass die LAA mit einem guten Gefühl nach den Sommerferien in den selbstständigen Unterricht starten können. Wenig Zeit für Vorbereitung, wie immer in einem Mai-Jahrgang.
Hast du vielleicht Lust, mitzudenken? Was macht für dich guten Deutsch- oder Mathematikunterricht aus? Hier geht es zu einem Tooltipp: Mindwendel von kits.blog, mit dem man toll Gedanken sammeln und durchs Liken auch gewichten/sortieren kann. Ich freu mich auf deine Idee!

Für heute reicht’s mit der Gedankenspinnerei und Reflexivität, denke ich.
Katha

* Bei uns im Haus laufen momentan mal wieder vier Ausbildungsgänge für die Grundschule gleichzeitig: der klassische Vorbereitungsdienst mit den Lehramtsanwärter:innen (LAA), der Seiteneinstieg ind Form von Pädagogischer Einführung (PE) für ein Fach und als OBAS für zwei Fächer und dem Ziel der vollständigen Qualifikation sowie der Anerkennungslehrgang für Lehrkräfte aus Drittstaaten (wir hatten auch schon EU-Anerkennung). Schon krass.

Blogparade: Lehrkräfte, die mich beeindruckt haben

Eine neue Runde der Blogparade u.a. von Herrn Mess ausgerufen*, läuft und ich mag mich kurz vor Schluss noch mit ein paar Erinnerungen einbringen. Das Thema wurde sehr retrospektiv gewählt: ein Blick in die eigene Schulzeit und auf die Lehrer:innen, die mich nachhaltig beeindruckt haben – positiv wie negativ.

Mir gingen bei diesem Thema direkt zwei Personen durch den Kopf: meine Grundschulklassenlehrerin Frau P und mein Mittel- und Oberstufenenglischlehrer Herr M, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass ihr mich überhaupt lesen könnt.

Allerdings möchte ich, bevor ich etwas mehr zu diesen beiden schreibe, nicht vergessen, dass es auch andere durchaus prägende Lehrkräfte in meiner schulischen Karriere gab: Da war Herr M, mein Klassenlehrer in der 5-7. Ich weiß nicht mehr viel von ihm außer, dass er unheimlich nett war und genau der Mensch, den man nach einem Schulwechsel braucht. Dann der folgende Klassenlehrer (8-10) Herr F, der sehr penibel mit mathematischen Ausdrücken, Schreibweisen und Zeichen war. Was hab ich ihm in der Uni gedankt, dass ich (anders als viele Kommiliton:innen) zügig und korrekt notieren konnte! Dann gab es eine tolle Referendarin in Bio, die uns in PA die Aufgabe gab, das Wolfsrudel im Tierpark der Nachbarstadt zu beobachten und ein Soziogramm zu erstellen – was kamen wir uns groß und wichtig vor! Und Herr H, der mich zum kleinen Latinum unterstützt hat. Herr W, dem ich bei Schnee und Eis mal das Kleingeld für den Bus zur Schule geliehen habe, weil der Fahrer morgend um sieben völlig überraschend keinen Fuffi wechseln konnte. Herr T, der mit Schüler:innen erst ab der Oberstufe etwas anfangen konnte, dann aber echt gut war und lustige Anekdoten darüber erzählte, dass seine Frau im ungarischen Heer einen höheren Dienstrag erreicht habe als er beim Bund. Ein anderer Herr T, der in der fünften Stunde beim Glockengeläut der Kirche nebenan mitsang. Aber auch Menschen wie Herr K, der mich irgendwie immer mindestens eine Note schlechter beurteilt hat als die anderen und wegen dessen Bewertung im Z-Kurs Geschichte ich fast kein Abi hätte machen dürfen. Oder der Sportlehrer, der beim Volleyball mitspielte und einem Jungen den Ball beim Aufschlag fies von hinten an den Kopf donnerte, weil dieser ihn vorher aus Versehen getroffen hatte. Negativbeispiele bleiben ja nicht aus…

Nun aber meine kleine Würdigung zuerst an Frau P: Durch glückliche Umstände hatte ich sie die ganze GS-zeit über als Klassenlehrerin. Als ich (vermeintlich – dann aber doch nur für ein Halbjahr) wegzog, bekam ich von ihr ein Michel-Buch zum Abschied, dass heute noch in meinem Regal steht, eingeschlagen in das Geschenkpapier von damals. Sie hat es geschafft, dass in Zeiten privater Umbrüche und Wirrungen die Schule, die Klasse mein „safe space“ war. Sie hat gesehen, was ich gut kann und auch, was nicht – das zeigen mir heute noch die Zeugnistexte. Sie hat einmal die Fotos des Schulfotografen für mich bezahlt, damit ich sie zumindest ein Mal behalten konnte. Und als ich mal für ein paar Wochen aus der Stadt zu unserer Dorfschule pendeln musste, hat sie mich kurzerhand morgens mitgenommen, wenn es zu früh für einen Bus war.
Einmal habe ich Frau P noch wiedergetroffen, als ich bereits im Ref war und wir die gleiche Fortbildung besuchten. Da war die Freude auf beiden Seiten groß! Danke, Frau P! Ich hoffe, Sie genießen noch ganz lange Ihren Ruhestand!

Herr M müsste diesen inzwischen auch erreicht haben, denke ich. Ihn lernte ich in der zehnten Klasse kennen im Diffkurs Englisch/Geschichte. Schnörkellos, mit einem trockenen Humor, aber nie fies und immer alle im Blick – so habe ich ihn erlebt. Vor Ferien schauten wir immer ein paar Folgen „KYTV“, dazwischen wurde ordentlich geackert – auch später im Englisch-LK, den ich zum Glück bei ihm bekam. Unvergessen die Stunde, als ich nach krankheitsbedingter Abwesenheit als einzige noch meine Klausur zurückbekommen sollte und er mich begrüßte mit den Worten „Sie haben 3500 Wörter geschrieben!“ Auf meinen wohl etwas verwirrten Blick hin ergänzte er: „Die nächstlängste Klausur ist 2500 Wörter lang. Machen Sie das nie wieder!“ und drückte mir meine Eins in die Hand.
Auch Herr M hat es geschafft mir zu vermitteln, dass ich gewisse Talente habe und dass das, was privat/familiär schwierig ist, mich nicht definiert. Er hat sich z. B. dafür eingesetzt, dass der Förderverein aktiv wurde und ich mit zu freiwilligen englischen Theateraufführungen gehen konnte, was mir sonst nicht möglich gewesen wäre. Sein Satz „Sie können auch mehr als nur Abi“ war extrem ermutigend für mich, die als erste und einzige in der Familie diesen weg inkl. Studium gegangen ist. Gern würde ich ihm das auch mal persönlich schreiben, aber leider zog er kurz nach meinem Abi weg und bislang konnte ich ihn nicht ausfindig machen.
Danke auch Ihnen, Herr M, für Ihre Unterstützung! Sie sind ein Guter!

Schaue ich jetzt oben durch meinen Text, finde ich verschiedenste Eigenschaften prägender Lehrkäfte: nett, unterstützend, humorvoll, penibel, zutrauend, ermutigend, offen … – sie alle eint aber vor allem mein Gefühl als Schülerin, bei diesen Lehrer:innen eine relevante Person gewesen zu sein, gesehen zu werden und nicht auf (stigmatisierende) Merkmale reduziert zu werden. Etwas, das in meinem etwas unkonventionellen Aufwachsen wirklich wichtig war und Schule für mich immer den stabilen Faktor in meinem Leben sein ließ.

Ich danke dafür!

Katha

* Vorbemerkung: Eine Reihe von bildungsaffinen Blogger:innen hat sich zum Ziel gesetzt, 2024 häufiger thematisch gemeinsam zu bloggen. Die Themenvorschläge werden an dieser Stelle gesammelt, alle Beiträge zum aktuellen Thema werden unter dem Beitrag gesammelt. Dies ist der vierte Teil der Blogparade.

Rezension: „Der Flunkerfunkelstein“

IMG_1192Titel: „Der Flunkerfunkelstein oder die Elster, die nicht stehlen wollte“
Verlag: Knesebeck (hier klicken)
Autorin: Kai Oppermann
Illustrationen: Kai Oppermann
ISBN: 978-3-95728-766-3

Zum Inhalt:
Sie tragen nicht ohne Grund den Beinamen „Diebische Elstern“ – Elstern gehören zu den Rabenvögeln und sind bekannt dafür, gern Glänzendes und Glitzerndes mit in ihr Nest zu nehmen. So ist es auch bei Familie Elster in diesem Buch: auf ihrem Baum türmen sich die funkelnden, glitzernden, glänzenden und wertvollen Beutestücke geradezu. Die gesamte Familie trägt stolz dazu bei – außer der kleinen Elster, die lieber mit Freund:innen im Wald unterwegs ist alsmit Goldmünzen zu spielen und die nicht stehlen möchte. Das Familienmotto „Eine Elster ohne Funkelstein kann keine wahre Elster sein!“ führt allerdings dazu, dass die kleine Elster sich ausgegrenzt fühlt.
Als dann eines Morgens die kleine Elster stolz einen beeindruckenden Funkelstein präsentiert, vermuten die anderen Tiere im Wald die wildesten Hintergründe: der Stein könne nur von einem Drachen gestohlen worden sein, von Geistern geraubt oder vom Nachthimmel gepflückt. Woher der Stein wirklich kommt, verrät die kleine Elster zuerst nicht. Ihre Familie feiert sie für den Diebstahl, bekommt dann aber die Wahrheit über den Stein zu hören (verrate ich hier nicht) – und ist dennoch unheimlich stolz auf ihr jüngstes Familienmitglied.

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Meine Meinung:
Das nagelneue Bilderbuch aus dem Hause Knesebeck ist zauberhaft illustriert und erzählt die Geschichte der kleinen Elster sehr warmherzig. Die seitenfüllenden Bilder sind farbenfroh und lebhaft gezeichnet und man merkt, dass Autorin und Illustratorin die gleiche Person sind – gerade dann passen Bild und Text so wundervoll zusammen.
Das Motiv von (vermeintlicher) Ausgrenzung durch Verschiedenartigkeit ist nicht gänzlich neu, wird hier aber dadurch sehr interessant neu interpretiert, dass die kleine Elster natürlich dazugehören will, sich aber gleichzeitig nicht des Diebstahls schuldig machen möchte. Ein Konflikt, den Kinder vielleicht selbst schon erlebt haben, wenn Freund:innen ihnen Mutproben o.ä. vorgeschlagen haben, die sie nicht gut finden. Was die Kinder sicher selbst kennen ist die Freude am Grusel, die die kleine Elster mit den anderen Tieren erlebt und ebenso das Bedürfnis nach Schutz, den der Uhu bietet. Egal, ob sie froh, traurig, nachdenklich oder wütend ist, meiner Meinung nach kann man sich hervorragend in die kleine Elster hineinversetzen und mit ihr fühlen.

Leseempfehlung:
Auf den ersten Blick ein Buch für eher jüngere Kinder bietet die Geschichte vom Flunkerfunkelstein interessante Gesprächsanlässe auch bis ins Grundschulalter hinein. Dass Diebstahl nicht stärker macht und sich selbst treu zu bleiben eine Kunst ist – das kann die kleine Elster vermitteln.
(Mit den Stereotypen der diebischen Elster und des weisen Uhus kann sie sicher auch gut an eine Unterrichtseinheit über Sagen angebunden werden, um Eigenschaften von Tieren herauszuarbeiten.)

Insgesamt ist das Buch also ein schönes Vorlesebuch ab dem Kindergartenalter, das im pädagogisch wertvollen Bücherregal gut aufgehoben ist.

Vielen Dank an den Knesebeck-Verlag für das Rezensionsexemplar! Was Bilderbücher angeht, inzwischen ganz klar mein Lieblingsverlag, weil das Programm wirklich klasse ist!

Beste Grüße,
Katha

Grundwortschatz NRW – Rechtschreibung

Heute gibt es einen kleinen Werbeblock für das digitale Angebot rund um den Grundwortschatz NRW. Nicht immer werden Angebote „von oben“ als durchdacht und hilfreich wahrgenommen – dieses ist sogar beides!

Auf den Seiten der QUALiS NRW (Schulentwicklung) gibt es einen eigenen Bereich für den Grundwortschatz (GWS). Der „Grundwortschatz“ ist eine Menge von Wörtern, die „grundlegende und damit grundschulrelevante Rechtschreibphänomene abbilden“ (Zitat). Verschiedene Bundesländer haben diesen m.W. individuell festgelegt. Die NRW-Sammlung umfasst 533 Begriffe, die inhaltlich und rechtschriftlich bedeutsam für Grundschulkinder sind. Es gibt eine Handreichung mit Hintergründen und guten Anregungen zur Arbeit am Lehrplanbereich Rechtschreibung.

Wenn ich Wortmaterial suche, um gezielt bestimmte Rechtschreibphänomene zu üben, z. B. die Konsonantenverdopplung, dann hilft mir der Wortfilter: hier kann ich nach verschiedenen Phänomenen filtern und bekomme rechts im Fenster alle passenden Wörter angezeigt. Charmant finde ich, dass ich diese auch direkt als Liste oder „Karten“ (Tabelle) exportieren kann.

Neben diesem wirklich hilfreichen Feature bietet die GWS-Seite für Lehrkräfte aus NRW außerdem noch den Download von passenden Grafiken in Farbe, Graustufen und Outline an, die in Zusammenarbeit mit dem Team des WorksheetCrafters entstanden sind.

Wer den WSC sowieso nutzt, dürfte diese Illustrationen schon kennen und eh nutzen.

Ich freue mich, dass hier ein wirklich gelungenes Rundumpaket zur Verfügung steht, dass mir die mühselige Suche nach Wörtern mit bestimmten Schreibungen extrem erleichtert. (Zumal KI-Tools wie ChatGPT hier doch gerne mal Schwächen zeigen.) Vielleicht mögt ihr es ja mal ausprobieren.

Katha