Satzglieder erkennen – keine Zauberei?

Nach sagenhaft langen drei Tagen ohne Deutschunterricht bei ihrer Klassenlehrerin (Freitag hatte ich „Stimme“ – also besser gesagt: keine Stimme) konnten meine wunderbaren Viertklässler heute die Satzglieder im Beispielsatz „Ich sehe einen Vulkan.“ NICHT mehr richtig bestimmen. Und dann komme ich und gebe ihnen ein AB Akkusativobjekt erkennen ergänzen, auf dem sie doch wirklich die gute alte Frage „Wen oder was …?“ anwenden sollen. Deshalb vorab mein Tipp zum Material: Auch wenn es auf dem AB nicht steht, lasst erst Subjekt und Prädikat finden und markieren, dann klappt es vielleicht mit dem Fragen bilden und beantworten besser. Mein Highlight heute: Einer der Jungs unterstrich konsequent ca. ein Drittel des Satzes gelb (Subjekt), grün (Prädikat) und blau (Akkusativobjekt). Und dabei hatte ich meine Beispielsätze an der Tafel doch extra schön gemischt angeboten. Uaaaaaah!

Nun ja, wenn dann evtl. irgendwann mal mehr Satzglieder bekannt sind, kann man das AB Satzglieder erkennen Prädikat ergänzen einsetzen – auch als Übung vor einem Test oder als LZK selbst. Gibt viel Aufschluss darüber, wie viel Sprachgefühl die Kinder so haben und ist somit auch interessant für die Sprachgebrauchsnote… Inhaltlich ist es an unsere Projektwoche angelehnt, aber das kann man ja ignorieren.

Viel Spaß noch beim Gliedern allen Betroffenen,

Ka

Satzglieder benutzen

Ein Subjekt, ein Prädikat – fertig ist der Satz. Diese beiden Satzglieder sind je nach Wahl des Lehrwerks in manchen Sätzen schon schwer auszumachen. Ich habe heute drei Schreib-Spiel-Vorschläge für den Beginn der Satzgliedarbeit:

Unbenannt.PNG

1) Sätze würfeln I Akkusativ ist ein Klassiker: Jeweils sechs Subjekte, Prädikate und Akkusativobjekte stehen zur Verfügung. Die Kinder würfeln dreimal und schreiben die Satzteile, die zu den Zahlen gehören, zu einem Satz zusammen.

2) Satzglieder Schreibspielkarten: Die Kärtchen druckt man auf farbiges Papier – Farbwahl nach den Farben, die das Lehrwerk vorgibt. Laminieren? Auswählen, welche Satzglieder mitspielen dürfen und auslegen. Die Kinder ziehen verdeckt eine Karte jeder Farbe und bilden daraus einen Satz, oder zwei umgestellte Varianten, eine Frage…

3) Eine materialfreie Variante dazu: Jedes Kind bekommt ein leeres Blatt (kann ruhig Schmierpapier und kleiner sein). Zuerst schreibt jeder ein Subjekt auf und faltet dann die Oberkante des Blattes darüber. Blatt tauschen, dann schreibt jeder ein Prädikat, klappt wieder zu, tauscht mit jemand Anderem. Dann folgen je nach Wunsch Objekte, Orts- oder Zeitangaben. Wichtig sind immer mehrer verschiedene Beispiele, damit die Kinder kreativ werden können und nicht immer nur „meine Mama“ schreiben… Am Ende werden die Sätze verlesen.

Man merkt, dass es mir hier etwas mehr um den Spaß an Sprachspielerein geht. Mit sinnvollen inhaltsreichen Sätzen und Texten arbeite ich natürlich auch manchmal! 😀

So, das gehörte zu den ersten Stunden „Satzglieder“. Es kommt bestimmt noch was dazu…

Gliedert euch schön durch! Ka