Alternative zur Liste

Obwohl (!) ich so ein Listenmensch bin, habe ich heute mal eine ansehnlichere Dokumentationsmöglichkeit für meine Klasse gebastelt: die Lesestraße.
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Eine liebe Kollegin arbeitet seit Jahren mit den hier zu sehenden Lesehäusern als Lesepass: Angefangen bei Nr. 1 bekommt jedes Kind ein Lesehaus und nimmt es mit heim. Für jedes Mal, dass das Kind 10 Minuten vorliest, dürfen die Eltern, Großeltern oder andere Zuhörer einen Stein unterschreiben und das Kind diesen dann anmalen. Ist ein Lesehaus voll, bekommt das Kind eine Urkunde und das nächste Haus.

Seit zwei Jahren probiere ich verschiedene Präsentationsmodelle für den Fortschritt der Kinder aus: das Aufhängen jedes Lesehauses nimmt mir auf Dauer zu viel Platz weg, selbst wenn ich sie auf A5 verkleinert habe. Dann hatte ich sie letztes Jahr ausgeschnitten und an den Fenstern in Reihe aufgehängt – und dann jedes Mal das neueste gegen ein älteres ausgetauscht, damit es nicht zu viel wird.
Nun probiere ich es mit der Lesestraße: 20 cm hoch und 2 Pappen lang kommt sie über ein Sideboard oder an die Pinwand und enthält fix alle bislang vorhandenen Häuser*. In die Steine kann ich nun die Namen der Kinder eintragen, die das Haus fertig haben. So können sie ihren Fortschritt gut bewundern und sich freuen, wenn sie (fast) allein in den hinteren Häusern stehen.

Und nein, genau wie jeder andere Anreiz und Lesepass lesen natürlich auch bei mir nicht alle Kinder regelmäßig zuhause selbst oder vor. Ich werde es dennoch wieder auf dem Elternabend versuchen, möglichst mehr Eltern ins Boot zu holen und sie inkl. Kinder etwas aufzuscheuchen.
Privat hängt mein Möppel auch noch bei seinem zweiten Lesepass fest und ist momentan trotz erster Erfolge bei Antolin nur selten und sehr lustabhängig zum Lesen zu motivieren. Ich kann also absolut nachvollziehen, dass es manchmal nicht so klappt…

* Die Kinder entwerfen gern auch mal ein neues, das dann fortlaufend nummeriert wird. Auch die letzten 3 Häuser sind schon von ehem. Schülern entworfen worden.

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Gruppeneinteilung auf die Schnelle

Ich habe ja schon öfter mal meine Wege der Gruppen- oder Partnereinteilung hier vorgestellt. Heute kommt noch eine Idee dazu, die es mir im neuen Jahr ermöglichen soll, schnell ohne Material oder Gerede Gruppen zu bilden. Manchmal will man ja nur 10 Minuten in Gruppen was tun lassen und braucht fast länger für die Bildung derselben… Das Problem ist, das Markierungen an den Tischen ja nie lange halten, weil sie weggeputzt oder abgeknibbelt werden oder sich einfach der Sitzplatz ändert. Also Listen schreiben? Dauert mir zu lange, dann immer alle vorzulesen. Geistesblitz nötig!

Da ich gerade eh neue Kärtchen für die Wäscheklammern der Kinder drucken wollte, die immer an unserer Ampel hängen, habe ich diese einfach minimal abgewandelt: Vor jedem Namen ist jetzt ein Farbklecks, anhand derer ich schnell mal vier Gruppen bilden kann. Dann müssen sich eben alle gelben, roten oder grünen Kinder zusammentun – ob sie wollen oder nicht.

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Natürlich gibt es auch weiterhin die üblichen Wahlgruppen, wenn es sich anbietet oder andere Zuordnungs- bzw. Losverfahren. Alles andere außer vier Gruppen ist ja so auch nicht möglich. Aber eben für solche schnellen, kurzen GA erhoffe ich mir eine eindeutige Zuordnung.

Falls jemand die Datei brauchen kann, gibt es sie hier: Wäscheklammern
Die Kleckse sind dankenswerterweise von Frau Locke und als Schrift habe ich hier HelloBigSky von HelloFonts verwendet. Da ist aber jeder flexibel zu nehmen, was er will. Ab Klasse 3 gehe ich auch immer mehr von der völligen Druckschrift weg…
In allen meinen Listen nehme ich immer rot für die Mädels und blau für die Jungs. Klassisch und mir-doch-egal-ob-das-politisch-gender-korrekt-ist, aber so finde ich einfach immer am schnellsten, wen ich suche und ob z.B. das Verhältnis ausgewogen ist.

Beste Grüße,
Katha