Rezension: „Der singende Gorilla“ mit Verlosung

IMG_1970Titel: „Der singende Gorilla. Reime und Lyrik für Kinder“
Verlag: Duden (hier klicken)
Autorin: Suli Puschban
Illustrationen: Karsten Teich
ISBN: 978-3-411-77074-8

Zum Inhalt:
Suli Puschban hat hier neben eigenen Gedichten und Gedanken auch mehr oder minder bekannte Texte anderer Autor*innen versammelt. Sie beginnt das Buch im Vorwort mit einem Aufruf dazu, sich Sprache kreativ zu nähern und einfach mal etwas Kreatives zu wagen und berichtet von ihrer eigenen Inspiration durch ihren Deutschlehrer (freut sich doch mein Lehrerinnenherz). Zu manchen Texten gibt es Anmerkungen oder Erklärungen, teils auch weitere autobiografische Hintergründe.
Die Texte reichen von zwei Zeilen bis zu zwei Seiten, so dass sich für jede Laune und Lesekompetenz etwas findet. Die Illustrationen von Karsten Teich sind schlicht, aber lebendig und bieten viel Spielraum für Identifikationsprozesse.

Meine Meinung:
Einige Werke, die ich sehr mag, haben ihren Weg in diesen Band gefunden so wie zum Beispiel Mascha Kalekos „Mein schönstes Gedicht“. Andere Texte kenne ich aus Liedern, die meine Kinder hören. Wieder andere Texte waren mir ganz fremd, so dass es mir schwer fällt, dieses Buch als klassische Gedichtsammlung zu betrachten. Es bietet viel an und lässt viel Freiheit für individuelle Vorlieben. Beim ersten Durchblättern habe ich mich etwas schwer getan mit diesem Werk – aber inzwischen mag ich es sehr gern und habe schon mehrfach darin herumgeblättert; auch, weil ich die Bilder wirklich mag und sie teils wirklich Mut machen.
Ich würde mir allerdings wünschen, dass der titelgebende „singende Gorilla“ eine noch größere Rolle im Buch spielt, als er das durch sein Auftauchen in einigen der Illustrationen tut. So  ist mir nicht ganz klar, woher dieser Sympathieträger vom Titelbild seine Rolle hat.

IMG_1971

Leseempfehlung:
Für Eltern: wer Lust am Spiel mit Sprache hat und seinen Kindern diese weitergeben möchte, hat mit diesem Buch einen guten Begleiter an der Hand. Wer selbst gern blättert, ebenso!
Für Lehrkräfte: wenn ihr abseits von klassichen Gedichtbänden mal etwas Neues für den Unterricht braucht, kann der singende Gorilla für euch gut geeignet sein. Sowohl für den Deutschunterricht, um verschiedene Gedichtformen kennenzulernen, als auch für Klassenstunden oder Religion bzw. Ethik, wenn es um Gemeinschaft oder Gefühle geht. Deswegen gibt es heute mal wieder eine…

Verlosung
Wenn du dieses Buch gern gewinnen möchtest, dann schreibe einen Kommentar mit einem Gorilla-Gedicht – egal ob gereimt oder nicht, ob Elfchen, Rondell oder sonstwas! Am Sonntag, dem 31.10.2021 um 20 Uhr lose ich dann aus, wer das Buch zugesendet bekommt.

Vielen Dank an den Duden-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

Werbung

Gedichte in Klasse 1

Mehrfach wurde ich zuletzt gefragt, wie ich „das mit den Gedichten“ in der ersten Klasse halte. Deshalb mal ein kleiner Lyrikartikel heute.

In den letzten Monaten habe ich drei Mal montags ein Gedicht in den Wochenplan gegeben, das es auswendig zu lernen galt. Es gab also vier Tage Zeit, das Gedicht einzuüben. In den meisten Familien klappte das Üben zuhause so gut, dass etwas ab mittwochs die ersten Gedichtvorträge gehalten wurden – teils in kleiner Runde am Pult, teils ganz mutig vor der Klasse.
Für alle anderen las ich das Gedicht dann jeden Tag einmal vor und ließ die Kinder, soweit möglich, mitsprechen. Dabei gebe ich dann ja implizit einen Sprechrhythmus vor, den viele Kinder übernehmen. Vor allem beim Piratengedicht halfen da auch die lustigen Ausdrücke („Papperlapapp“) und die „repititive structures“, also sich wiederholende Textstellen. Das ist noch einer der Gründe, warum zum Bespiel Lieder leichter zu lernen sind als Gedichte – die haben meist einen Refrain, der immer wieder kommt.

Natürlich gab es freitags dann immer noch zwei Kinder, die sich quasi nichts merken konnten.  Aber damit kann ich leben…

Beste Grüße,
Katha