geometrischer Ausnahmezustand

Puuh, das war eine Woche! Traditionell war bei uns Rosenmontag frei (juchu!) und daran schloss sich dann die Projektwoche an. Turnusgemäß war dieses Jahr Geometrie dran.

Ganz unkreativ und faul habe ich mir mein „altes“ Thema Pentominos wieder gesichert, so dass ich wirklich mal eine Woche Schonprogramm fahren konnte, was die Vorbereitung angeht.

So lief es dann in meinem Projekt ab:
Als Rahmenhandlung begeben wir uns auf eine Reise nach Quadratien, wo alles aus Quadraten besteht bzw. zusammengesetzt ist (ungelenke Tafelzeichnungen der Lehrerin geben den richtigen Impuls). Unser Reisetagebuch, das am Anfang ganz leer ist, wird gestaltet: Deckblatt beschriften und dazu malen. Wir reden über die Eigenschaften von Quadraten und lernen dann einjährige Quadratier kennen – einzelne Quadrate (Zettelblock sei Dank!). Bei Wachstum der Zweijährigen dann besprechen wir die Regeln für Quadratier: immer nur Seite an Seite wächst ein Quadrat dran, niemals Spitze an Spitze oder halbe Seiten aneinander… Wir malen auf je eine Seite im Tagebuch Ein- bzw. Zweijährige in den tollsten Farben und Größen.

Dann entwickeln wir mit vorgeschnittenen kleinen Quadraten selbst dreijährige Quadratier und stellen fest, dass es nach Drehen und Spiegeln eigentlich wirklich echt nur zwei verschiedene Formen bei den Dreijährigen gibt! Die schneiden wir aus gelben vorkariertem Papier aus (das einzige, was ich kopieren musste) und kleben sie in unser Reisetagebuch.
Analog ersuchen wir uns dann noch die Vierjährigen (Quadrominos – davon gibt es immerhin fünf) und die Fünfjährigen (Pentominos – derer sind es zwölf!).
dscn1159 dscn1151
dscn1152 dscn1166

Mit den Fünfjährigen, die ich in mehrfacher Ausfertigung mal als bunt Folierte hergestellt habe, spielen wir dann noch Legespiele: Auf einem Rasterplan gegenainander legen, bis keiner mehr Platz findet (2 Sets Legeteile nötig) oder versuchen, vorgegebene Formen mit mehreren Fünfjährigen auszulegen.
dscn1168 dscn1172 dscn1167
Manche malen auch einfach im Reistagebuch ihr Bild aus Quadratien weiter – es lebe die Differenzierung am Ende eines vierstündigen Tages mit Erst- und Zweitklässlern aus fünf verschiedenen Klassen!

Obwohl ich das Projekt nun schon zum wiederholten Male durchgeführt habe, ist es immer wieder spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Kinder mit den angebotenen Hilfen und Materialien umgehen und wie taktisch manche bei der Suche vorgehen…

Beste Grüße von Katha,
die nun wieder in den Schulalltag eintauchen muss und versucht, sich an richtigen Unterricht zu erinnern…

Advertisements