Rezension: Vorschulheft „Hasenstarke Zahlen“

2017-06-06 10.39.07.jpgTitel: Hasenstarke Zahlen – Für die Vorschule
Autorin: —
Verlag: Duden
ISBN: 978-341175513-4

Zum Inhalt: In diesem Lernheft für Vorschulkinder geht es um den Hasen Paul und seine Freunde. Er durchlebt mehrere kleine Geschichten, in deren Rahmen das Kind verschiedene Aufgaben rund um Zahlen lösen kann. Ziffern schreiben, nachspuren, zählen, Strichlisten führen, Formen benennen und anmalen, Reihenfolgen erkennen, Mengenerfassung, Größen und Mengen vergleichen. Das Buch ist farbig gestaltet und bietet Raum zum Anmalen und Weitermalen. Hier mal zwei Beispiele:

Meine Meinung: Das Buch ist liebevoll gestaltet und spricht wie oben aufgezählt viele Aspekte der Mathematik an. Ich bin grundsätzlich kein Freund davon, Kindern schon vor der Schule allzu didaktisches Material anzubieten. Dieses Heft habe ich mir zum Rezensieren ausgesucht, weil mein Sohn (selbst gerade Vorschulkind) Zahlen einfach toll findet und von mir immer wieder kleine Übungen zum Zählen etc. einfordert. Uns beiden gefällt die Geschichte am Rande ganz gut und die Aufgaben dazwischen sind sehr abwechselungsreich. Gut finde ich, dass sich einige Formate wiederholen, aber eben nicht so vertiefend wiederholt werden wie später im Mathebuch. Man bekomm hier als Schulanfänger erste typische Aufgabenformen der ersten Klasse zum Reinschnuppern präsentiert. Die Lösungen am Ende bräuchte ich persönlich eher nicht, aber das muss wohl heutzutage so… Dem Möppel gefielen alterstypisch die Sticker mit am besten. 🙂

Leseempfehlung: So wie’s draufsteht: Für Vorschulkinder gedacht – sicher auch hilfreich für schwächere Schulanfänger zum Festigen.

Vielen Dank (auch im Namen des Möppels) an den Duden-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Beste Grüße,
Katha

geometrischer Ausnahmezustand

Puuh, das war eine Woche! Traditionell war bei uns Rosenmontag frei (juchu!) und daran schloss sich dann die Projektwoche an. Turnusgemäß war dieses Jahr Geometrie dran.

Ganz unkreativ und faul habe ich mir mein „altes“ Thema Pentominos wieder gesichert, so dass ich wirklich mal eine Woche Schonprogramm fahren konnte, was die Vorbereitung angeht.

So lief es dann in meinem Projekt ab:
Als Rahmenhandlung begeben wir uns auf eine Reise nach Quadratien, wo alles aus Quadraten besteht bzw. zusammengesetzt ist (ungelenke Tafelzeichnungen der Lehrerin geben den richtigen Impuls). Unser Reisetagebuch, das am Anfang ganz leer ist, wird gestaltet: Deckblatt beschriften und dazu malen. Wir reden über die Eigenschaften von Quadraten und lernen dann einjährige Quadratier kennen – einzelne Quadrate (Zettelblock sei Dank!). Bei Wachstum der Zweijährigen dann besprechen wir die Regeln für Quadratier: immer nur Seite an Seite wächst ein Quadrat dran, niemals Spitze an Spitze oder halbe Seiten aneinander… Wir malen auf je eine Seite im Tagebuch Ein- bzw. Zweijährige in den tollsten Farben und Größen.

Dann entwickeln wir mit vorgeschnittenen kleinen Quadraten selbst dreijährige Quadratier und stellen fest, dass es nach Drehen und Spiegeln eigentlich wirklich echt nur zwei verschiedene Formen bei den Dreijährigen gibt! Die schneiden wir aus gelben vorkariertem Papier aus (das einzige, was ich kopieren musste) und kleben sie in unser Reisetagebuch.
Analog ersuchen wir uns dann noch die Vierjährigen (Quadrominos – davon gibt es immerhin fünf) und die Fünfjährigen (Pentominos – derer sind es zwölf!).
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Mit den Fünfjährigen, die ich in mehrfacher Ausfertigung mal als bunt Folierte hergestellt habe, spielen wir dann noch Legespiele: Auf einem Rasterplan gegenainander legen, bis keiner mehr Platz findet (2 Sets Legeteile nötig) oder versuchen, vorgegebene Formen mit mehreren Fünfjährigen auszulegen.
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Manche malen auch einfach im Reistagebuch ihr Bild aus Quadratien weiter – es lebe die Differenzierung am Ende eines vierstündigen Tages mit Erst- und Zweitklässlern aus fünf verschiedenen Klassen!

Obwohl ich das Projekt nun schon zum wiederholten Male durchgeführt habe, ist es immer wieder spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Kinder mit den angebotenen Hilfen und Materialien umgehen und wie taktisch manche bei der Suche vorgehen…

Beste Grüße von Katha,
die nun wieder in den Schulalltag eintauchen muss und versucht, sich an richtigen Unterricht zu erinnern…

Und die Kängurus hüpften…

Heute war der alljährliche Kängurutag.
marg_plakat.jpgNicht weil wir diese Tiere so lieben, sondern weil der Wettbewerbstag vom „Känguru der Mathematik“ stattfand. Ausgerichtet von einem Fachbereich der Humboldt-Uni Berlin werden jedes Jahr für alle Klassen von 3 bis 13 Knobelaufgaben angeboten, die es wirklich in sich haben…
Und das Tolle daran ist: Es gibt nur etwas Vorbereitung, und kaum Nachbereitung, da die Ergebnisse an der Uni ausgewertet werden. Urkunden und Preise werden dann nach einigen Wochen zugeschickt und können verteilt werden – es gibt für jeden Teilnehmer immer eine kleine Knobelei.

So läuft das bei uns:
– Ende Januar bis Anfang Februar informieren wir die Kinder und Eltern der 3. und 4. Klassen und nehmen Anmeldungen entgegen (2€ Startgebühr werden erhoben). Ca. ein Drittel unserer Dritt- und Viertklässler hat sich dieses Mal angemeldet.
– Die Teilnehmer werden dann zentral online angemeldet; glücklicherweise kann man eine Exceldatei zum Hochladen verwenden (Daten aus der Schuldatenbank nutzen!).
– Kurz vor dem Kängurutag besprechen wir dann, welche Kolleginnen mit welchen Kindern in welchen Räumen sitzen können – wir haben einen Flur mit drei Klassenräumen, der meist dafür herhalten muss – und wer ab der zweiten Stunde die fertigen kinder wo sammelt und auffängt.
– Am Kängurutag tragen wir, wenn nötig, Tische herum, so dass jedes Kind (wie im Abi) einen eigenen tisch hat. Darauf liegen dann Schmierpapier, die Aufgaben, der Zettel zum Eintragen der Lösungen, ein Kuli und ein Glücksschokokäfer (Tradition). Dann gibt es eine kurze Besprechung mit allen Teilnehmern, wie garbeitet wird, wie der Lösungszettel auszufüllen ist etc. Nur selten müssen Begriffe geklärt werden (z.B. kennen noch nicht alle Drittklässler „parallel“ oder „Summe“). Dann geht’s los.
– Die Arbeitszeit beträgt 75 Minuten. Wir nehmen immer die ersten beiden Stunden, da das abzüglich der Erklärungen und der Verteilung auf die Räume meist gut hinkommt. Viele geben nach der ersten Stunde ab, manche knobeln bis zum Ende…Aber stolz sind sie dann doch alle, wenn sie es geschafft haben!
– Dann müssen die Ergebnisse online eingegeben werden. Früher lief das alles per Zettel an Scan-Computern, da mussten wir zig Lösungszettel PC-tauglich neu kreuzen, da sie zu ungenau waren… Jetzt ging es für gut 40 Kinder in unter 20 Minuten – einer diktierte, einer tippte und schwupps, waren alle Ergebnisse im Netz. Nun warten wir mal, ob wir auch wieder Sieger dabei haben.

Hier könnt ihr euch informieren, wenn ihr im nächsten Jahr auch dabei sein mögt. Ich finde, es lohnt sich!

Ka