Ein Plädoyer für Vernetzung

Letzte Woche habe ich gleich an zwei erfreulichen Veranstaltungen teilgenommen: zuerst am regionalen Digitalstammtisch mit ein paar digitalaffinen Menschen hier aus der Gegend, die alle aus Schule kommen, größtenteils aber wie ich nicht nur dort aktiv sind. Danach stand das zweite Fortbildungsfestival von Cornelsen an, bei dem ich wieder aktiv dabei sein durfte, verbunden mit einem vorabendlichen Treffen der Referent*innen und Beteiligten des Verlags. Als „Dortmunder Mädel“ war es für mich natürlich besonders erfreulich, dass die Veranstaltung im VIP-Bereich des Signal-Iduna-Parks stattfand – somit gab es zum ersten und vermutlich letzten Mal einen Vortrag von mir im Trikot…

Ein ungewohnter Anblick auf den Anzeigetafeln am Stadion: Cornelsens Fortbildungsfestival

Bevor ich aber vom Thema abkomme, schnell zurück zur Vernetzung: Durch die beiden Treffen in den letzten Tagen ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie wichtig es für Menschen in Schule ist, sich miteinander auszutauschen und gegenseitig zu inspirieren. Seit meinem Start am ZfsL hat sich mir in dieser Hinsicht ein neuer Horizont eröffnet: weit über das eigene überschaubare Kollegium meiner Stammschule hinaus bin ich inzwischen mit Lehrkräften, Seminarausbilder*innen und anderen Menschen aus dem Bereich Bildung im Austausch.

Ja, ich habe auch vor meiner Arbeit als Fachleiterin schon „viel gemacht“ – Referentin, Autorin, Fortbildnerin, Bloggerin – und wurde/werde häufig gefragt, wie ich das alles schaffe. „Das macht mir Spaß, es liegt mir.“ ist dann meist meine Antwort. Diese Schwerpunkte bleiben mir auch erhalten, aber sie sind häufig eher Einbahnstraßen, also von mir zu euch und nur selten zurück. Deswegen ist der Austausch mit anderen, die ähnlich ticken, für mich besonders wertvoll. Wir teilen z.B. den Bedarf an Tools oder Methoden zur Seminargestaltung, die ich mit meinem Schulkollegium eher nicht teile. Oder wir können Erfahrungen austauschen, die auch fach- und schulformübergreifend sind. Auch das ist in einem Schulkollegium kaum möglich.

Deshalb also mein Plädoyer: baut euch ein persönliches Lernnetzwerk (PLN) auf! Sucht euch Leute, die ähnlich ticken wie ihr – unabhängig von eurem und deren Arbeitsplatz. Nutzt Plattformen und vorhandene Netzwerke zum Austauschen. Mein Netzwerk ist seit gut drei Jahren Twitter mit u.a. dem #twlz. Hier habe ich Menschen „von nebenan“ ebenso kennengelernt wie aus anderen bundesländern. hier bekomme ich Anregungen, Tipps und oft Antworten auf konkrete Fragen. Hier teile ich meine Entdeckungen und Erfahrungen.

Und wenn man dann, wie letzte Woche geschehen, diese digitalen Bekanntschaften ins echte Leben überträgt und sich manches vertieft, dann ist es eben nicht „nur Twitter“.

Also: rührt euch, traut euch, schaut euch um, sprecht Leute an! Tut nicht weh, macht aber Spaß und bringt weiter. Versprochen!

Herzliche Grüße
Katha (@MowitzKa auf Twitter)

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