Jahresabschluss, Rückblick und Neubeginn 2026

Liebe treue Leserinnen und Leser, die auch trotz unsteter Folge an Beiträgen und Rezensionen hier mitlesen! Danke, dass es euch gibt und danke für einige nette, bestärkende Kommentare auf dem Blog!

2025 neigt sich überraschend plötzlich dem Ende entgegen und ich möchte wieder kurz darauf zurückschauen, was alles passiert ist. Denn es war doch ein spannendes Jahr, das ich für mich unter das Motto „Weitergehen“ gesetzt hatte. Und wie es teilweise weiterging!

Im März war ich zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse und durfte dort mit einer meiner liebsten Begleiterinnen referieren (Danke, M.!), vor allem aber staunen und genießen. Auch im September bei der Tagung mobile.schule waren sie und ich dabei und haben wieder zusammen Workshops gegeben. Unter anderem haben wir uns an unser Herzensthema „Ein Plädoyer für Digitalität in der Grundschule“ herangewagt und hoffentlich ein paar Samen unserer eigenen Begeisterung säen können. Verfestigt hat sich spätestens bei diesen Gelegenheiten die Idee, unsere Aktivitäten „öffentlicher“ zu gestalten und gemeinsam grundschulbezogene Fortbildungen anbzubieten. Was meinst du – gute Idee?

Dann gab es relativ spontan im April eine große Veränderung für den kleinen Prima(r)Blog: den Start bei Instagram. Unter dem Handle @primarblog versuche ich seitdem den Spagat zwischen Sichtbarkeit, Qualität und dem Vermeiden von Beliebigkeit, indem ich das meiste auf beiden Plattformen veröffentliche. Für Profis mögen meine knapp 800 Follower:innen in nem guten halben Jahr lächerlich wirken – ich freu mich trotzdem darüber!

Veröffentlicht habe ich insgesamt 55 Beiträge (vor diesem), von denen der beliebteste der über die „Arbeit mit textfreien Bilderbüchern“ war. Überhaupt waren Bilderbücher für mich 2025 immer noch, wieder und sowieso ein Thema. Viele meiner Käufe und Rezensionen waren Bilderbücher, viele Unterrichtsbeispiele in Fortbildungen basierten auf ihnen. Gerade die Verbindung zu digitalen Medien lässt sich im Sinne des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts hervorragend nutzen, da Bilderbücher ansprechen, tolle Inhalte bieten sowie im Umfang überschaubar und somit für alle durchdringbar sind. Hier wird mein Fokus auch im neuen Jahr sicher noch bleiben.

Apropos Rezensionen: Neben Anfragen von Verlagen haben mich dieses Jahr auch mehrfach Autor:innen direkt kontaktiert, was irgendwie seltsam war, aber durch den direkten Austausch auch sehr spannend. Meine Highlights waren 2025 folgende Bücher:
Bilderbuch: Selma, du machst das falsch und Das große Monster-ABC
Vorlesebuch: Nachts in der Bibliothek
Fachbuch: Lernmythen aufgedeckt und (kommt dieser Tage noch) Validieren.

Beruflich-schulisch hielt 2025 einen Umbruch für mich bereit, denn ich habe zum ersten Mal eine Versetzung beantragt und genehmigt bekommen. Nach 16 Jahren hatte ich das Gefühl, an meiner alten Schule alles gegeben zu haben und nichts mehr bewegen zu können. Leider fing ich an der neuen Schule erstmal als Karteileiche an, da aktuell meine Stunden alle der Lehrerausbildung gehören. Aber im neuen Halbjahr werde ich dann auch wirklich etwas mehr Teil des neuen Kollegiums, das ich zum Glück teilweise schon kenne, weil ich früher dort bereits aufgebildet habe.

Beruflich am Seminar gab es wenig Neues, außer dass mein Kernseminar-Team nun auch die engste Kollegin aus dem Fachseminar beinhaltet und wir somit noch etwas enger zusammen arbeiten als zuletzt schon. Oft haben wir es von Frühjahr bis Spätherbst mit dem Rad zur Arbeit geschafft, wo wir dann auf dem gemeinsamen Rückweg quasi direkt eine gute Evaluation des Seminars vornehmen konnten (Danke, W.!). Ich wünsche euch an dieser Stelle auch Kolleg:innen (zumindest eine), mit der ihr die besten Ideen habt, gut denkerisch Pingpong spielen könnt und auch mal loslästern könnt!
Auch haben wir es geschafft, neue Folgen für unseren seminarinternen Podcast aufzunehmen und haben noch zwei Zusagen von (inzwischen ehemaligen) LAA für zwei weitere Folgen. In diesen Aufnahmen zeigt sich immer wieder, was für tolle Menschen wir dort in ihrer Ausbildung begleiten dürfen!

Der Familie ging es 2025 gut, soweit ich das beurteilen kann. Es gab noch einen Schulwechsel und die Zeit als Grundschulmutti liegt nun endgültig hinter mir. Wir haben es geschafft, die ein oder andere kulturelle Aktivität zu buchen und ich durfte tolle Lesungen und Konzerte hören. Nachdem ich früher jeden Pfennig mehrfach umdrehen musste, genieße ich es umso mehr, dass das heute geht!

Für das neue Jahr stehen schon die ersten Veranstaltungen im Kalender, so dass es mit Tagungen etc. nicht langweilig wird. Spannend wird die Bandbreite von didacta über zweitägiges Barcamp und bak-Tagung bis private SchiLf. Das Projekt der eigenen Fortbildungen will an den Start gebracht werden und der ganz normale Alltag mit einem Fachseminar, einem Kernseminar und Praxissemestergruppen geht ja auch weiter. Ein paar Stunden an der neuen Schule kommen dazu, worauf ich mich sehr freue. Und zum Ausgleich gibt es auch schon konkrete Pläne für Familien- und Kulturaktivitäten (🤩).

Und das Motto für 2026? Eigentlich hätte ich gern wieder eines, weil mir das die letzten beiden Jahre gut gefallen hat. Die Wege-Symbolik erscheint mir aber nicht mehr so wirklich passend, so dass ich aktuell am ehesten mit „Flügel ausbreiten und los!“ liebäugele. Mal sehen, ob es das letztendlich wird.

Danke fürs Lesen und euch allen einen guten Rutsch und einen prima Start ins neue Jahr! Vielleicht mögt ihr eure Vorhaben oder euer Motto ja mal als Kommentar teilen!

Katha

Frohes neues Jahr!

Liebe treue Leserinnen und Leser!
Wie schön, dass ihr auch nach so langer Zeit hier seid, mitlest, ab und an kommetiert und euch meldet! Und das, obwohl die Taktung neuer Beiträge manchmal durchaus zu wünschen übrig lässt… Danke!

Ich sitze gerade am Küchentisch und nutze die faule Zeit des Feiertages zur Weiterarbeit an einem Verlagsprojekt, das krankheitsbedingt etwas im Rückstand ist. Eigentlich kein schlechter Zustand so.
Fürs neue Jahr wünsche ich mir, dass es so bleibt: dass ich neben meinem Beruf als Lehrerin und Ausbilderin immer noch die Lust auf zusätzliche Projekte habe und die Kraft und Ideen, diese auch umzusetzen. Ich wünsche mir außerdem, dass ganz viel „auf Arbeit“ so bleibt wie 2024: tolles Teamwork, das gemeinsame Weiterentwickeln von Lehre und Beratung, kurz vieles, was ich vor einem Jahr unter mein Motto „Ankommen“ gefasst hatte. Unabhängig von den vielen Krisen und Bedrohungen in der Welt um uns herum fand ich 2024 ziemlich gelungen:
😇 es ging uns als Familie gut, *
🦸🏻‍♀️ tolle Frauen waren um mich herum (ja, vor allem ihr drei: #Ponyhof, #Cornelius, #Halbwisserin)
🧳 wir haben privat viel gesehen und erlebt, und auch beruflich war ich unterwegs,
📖 ich habe mich irgendwie zur Sachbuchleserin entwickelt und unheimlich spannende Bücher gelesen,
📱 neue Technik sorgt für noch mehr Zufriedenheit beim digitalen Arbeiten,
👩🏻‍🏫 ich durfte tolle Lehrkräfte ins Berufsleben entlassen und habe Kolleginnen gewonnen,
💼 und überhaupt bin ich beruflich rundum zufrieden!

Da mir die Idee mit dem Motto gut gefällt, möchte ich auch für 2025 eines festlegen, das mich leiten und begleiten soll: „Weitergehen!“ Es fasst gut zusammen, dass ich aktuell keine Richtungsänderung benötige, sondern viele Wege, auf denen ich momentan wandle, weiter beschreiten möchte. Ein paar Wegweiser werde ich mir dafür selbst zimmern, andere lasse ich von anderen Stellen errichten und mich auch mal leiten. Passt doch gut, oder?

Euch wünsche ich natürlich auch ein erfolgreiches und insgesamt gut zu nennendes neues Jahr! Mögen sich Wünsche erfüllen, sowohl beruflich als auch privat und mögen euch vor allem immer Menschen beiseite stehen, die Wege mit euch gehen! Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste: es niemals allein schaffen zu müssen!

Katha

* Besonders gefreut habe ich mich, dass mein Großer (der hier mal „der Möppel“ war) meinte, 2024 sei einfach ein tolles Jahr gewesen. Schön, dass er sich als Teenienicht von der mediel verbereiteten schlechten Stimmung anstecken ließ und sein Jahr ganz positiv resümiert. Das heißt ja auch, dass er sehen kann, wie gut es ihm und uns eigentlich geht.

Mein Motto für 2024: „Ankommen!“ (Blogparaden-Beitrag)

Mehrere spannende Menschen aus dem #bluelz (Vernetzung bei Bluesky) bzw. #twlz (Vernetzung bei X, ehem. Twitter) haben eine Blogparde für 2024 ins Leben gerufen, deren erstes Thema „Mein Motto für 2024“ ist. Hier könnt ihr den Startschuss und die weiteren Blogs verfolgen: https://herrmess.de/2024/01/07/edublogparade-2024-1-runde/

Mein erster Gedanke war, dass ich auf jeden Fall dabei sein möchte. Mein zweiter Gedanke war, was für ein Motto ich den wohl haben könnte, da ich eigentlich selten mit einem Motto arbeite. Irgendwie hatte ich dann aber direkt den Begriff „Ankommen!“ im Kopf, der jetzt also als Motto herhalten darf. Ich versuche mal, dem Begriff und seinen Bedeutungen im beruflichen Kontext nachzuspüren.

1. In der Schule
Hier passt Ankommen dieses Jahr so gar nicht wirklich hinein, da ich ab dem Halbjahresbeginn wieder einmal ohne schulische Stunden arbeiten werde. Räumlich komme ich dort also gar nicht an, aber bezogen auf die Schule sind mir verschiedene Dinge in den letzten Wochen klar geworden, die ich gern 2024 in die Hand nehmen möchte. Grundsätzlich geht es für mich weiterhin um meine Rolle als Lehrkraft, Medienbeauftragte und Kollegin: Wie will ich diese wahrnehmen, wo will ich diese stärken und mit wem möchte ich wirklich arbeiten? Durch meine aktuelle Funktion habe ich da ja den Luxus, dass ich viele Wahlmöglichkeiten habe und selbst an einigen Stellen steuern kann, wie ich mich in der Schule einbringe.

2. Im Seminar (ZfsL)
Hier gilt An(ge)kommen vor allem im Bezug aufs Kernseminar. Der Jahrgang, in dem ich vor gut einem Jahr kurzfristig ein Kernseminar übernommen habe, geht gerade in die Prüfungen und verlässt und dann Ende April. Ihr alle kennt das: beim zweiten Mal von irgendwas ist es schon leichter – und somit freue ich mich, mit viel mehr Erfahrung, Feedback von LAA und Kolleginnen und einigen neuen Ideen im Kopf, auf meinen zweiten Durchgang im Kernseminar.
Angekommen scheint auch unser Podcastprojekt langsam zu sein. Die ersten Folgen sind aufgenommen und wir hoffen noch auf interessierte und mutige LAA, die mit ihren Themen zu uns kommen mögen.
Überhaupt ist die Zusammenarbeit mit der Kollegin, die mit mir auch den Podcast aus der Taufe gehoben hat, ein weiterer Grund, im Jahre 2024 anzukommen – im vertiefenden, intensivierenden Sinne. Gemeinsam werden wir ein neues Arbeitsfeld für uns eröffnen, wenn wir beide eine Gruppe Studenten im Bildungswissenschaften-Kurs im Praxissemester übernehmen.
Nicht zuletzt heißt es für mein gesamtes Kollegium im ZfsL noch „Ankommen!“, da sich durch neue Verordnungen plötzlich viele angehende Lehrkräfte bei uns im Hause wiederfinden, die über einen der Seiteneinstiegswege in den Schuldienst kommen wollen. Gepaart mit einer neuen OVP, einem recht neuen Kerncurriulum und unseren laufenden konzeptuellen Prozessen ist gerade vieles im Umbruch – und ich natürlich mittendrin. Schön, dass ich so ein aktives, konstruktives Kollegium und auf zwei Ebenen tolle Leitungen habe (sagt man ja auch viel zu selten), bei denen ich mich absolut angekommen und wertgeschätzt fühle!

Ankommen – sowohl rückblickend und klarer sehend als auch vorwärts schauend und hoffnungsvoll. So möchte ich ins Jahr 2024 gehen und freue mich darüber, dass mit der wachsenden beruflichen Erfahrung und dem sich weitenden Horizont durch Vernetzung mit wunderbaren Menschen* wirklich etwas mehr Klarheit und Verständnis eintritt.

Euch wünsche ich, dass ihr an ähnlich positive Punkte kommt und nicht nur Belastung oder gar Ausweglosigkeit dominieren.

Katha

* was nichts mit „Älterwerden“ zu tun hat!!!