Leise rieselt die Empfehlung …

… so ohrwurmt es mir schon den ganzen Vormittag durch den Kopf. Früher sangen wir doch zum Halbjahr auch gerne den Klassiker „Leise rieselt die Vier / Auf das Zeugnispapier / Fünfen und Sechsen dazu / Freue dich, sitzen bleibst du.“


Auf meinem Bildschirm rieseln die mühsam erdachten und aneinander gereihten Wörter auf das weiße „Papier“ von Word, draußen rieseln sogar wirklich seit ich hier sitze die Schneeflocken auf Bäume, Dächer und Autos. Nur der Boden, der verweigert sich noch. Der erwartet vielleicht noch von Seehofer die Order für eine Schneeflockenobergrenze und nimmt bis dahin lieber gar nix auf…

Vieren und Fünfen rieselt es zum Glück heute nur wenige. Sechsen kann ich mir genüsslich verkneifen – etwas Leistung(sbereitschaft) ist ja bei allen zu erkennen. Aber als ich eben für die Sachunterrichtsnoten noch schnell die Deutschland-Mappen durchgeschaut habe, wurde mir aber schon etwas bang. Wie oberflächlich Viele die Fragen und Aufgaben gelesen und total falsch oder unvollständig bearbeitet haben! Und wie sie die Bundesländer schreiben! Erschreckend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ab dem Sommer ja das friedliche „komm, ich helf dir mal“ der Grundschule vorbei ist und sie dann echt allein ran müssen…

Nun ja, nach gut einem Viertel der Texte mach ich jetzt ne halbe Stunde Tee- und Blog-Pause und geh dann wieder zur wunderbaren Herausforderung des Verfassens von Schulformempfehlungsschreiben zurück.

Leise rieselt der Schnee / Still und starr ruht der PC / Bald ist die Pause vorbei / Fertig die Arbeit bald sei!

Ka

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4 Gedanken zu „Leise rieselt die Empfehlung …

  1. Liebe Katharina,
    auch ich muss mich allmählich mit dem Gedanken anfreunden, in der Zeugnissprache mehr oder weniger tolle Sätze zu Papier bringen zu müssen. Die anstehenden Bildungsempfehlungen standen schon in den Weihnachtsferien als dunkle Mehrarbeitswolke im Raum. So richtig aufraffen konnte ich mich aber noch nicht. Vielleicht erlebe ich es noch in meinem Lehrerdasein, dass die Eltern die alleinige Entscheidung treffen dürfen. In einigen Bundesländern ist es ja so. Es wäre eine wirkliche Arbeitsentlastung.

    Es grüßt dich
    Katrin

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  2. Großartig, deine Analogie von Schnee zu Seehofer. Ich prügel mich grade mit dem Formulieren von Zeugnissen und dem Schreiben von Förderplänen rum … und bin auch ein wenig desillusioniert :-/
    Vielleicht koch ich mir einfach auch noch ein Käffchen 🙂

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    1. Förderpläne. Ich liebe Förderpläne. Liest die überhaupt jemand? Meist bekommen die doch die Kinder, die Zuhause eh kaum/keine Unterstützung haben geschweige denn Förderung. Oder?
      Ich wünsch dir alle Gute beim Schreiben und einen leckeren Kaffee!
      Katha

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