Pixibüchersammelaktion :-)

Seit vielen Jahren gibt es an unserer Schule für die Zweitklässler eine fest verankerte Leseförderstunde, die mit zwei Lehrkräften pro Klasse besetzt ist. Im Volksmund heißt sie inzwischen Antolinstunde, weil eben die Arbeit am Onlineprogramm antolin.de für fast alle Kinder in dieser Stunde vorrangig ist.

Inzwischen haben sich in der Nähe des Computerraums bereits eineinhalb große Schränke mit Bücherkisten gefüllt, die den Leseniveaus von Zweitklässlern entsprechen und die bei Antolin verfügbar sind. Das ist sehr vorteilshaft, weil vor allem für die Leseanfänger kurze Bücher mit großer Schrift und Bildwörtern innerhalb einer Stunde oft schon leistbar sind. Dazu gebe ich uímmer zu Schuljahresbeginn den Kollegen eine Liste, welche Bücher ihres aktuelles Lesebuchs bei Antolin vertreten sind, so dass hier auch gezielt Leseaufträge vergeben werden können.

Was wir in diesem Schuljahr feststellten, ist im Prinzip schon ein Luxusproblem: Für die fitten Leser haben wir zwar auch eine Menge Bücher. Aber die sind meist so lang, dass sie nicht in einer Schulstunde zu lesen sind. Somit mieden auch die guten Leser die anspruchsvolleren Texte und bevorzugten kurze Teste, zu denen man flott ein Quiz machen kann. So entstand eine Idee:

Ich schrieb einen Elternbrief und bat um Spenden. Um Pixibuchspenden. Wenn jedes Kind sich nur von einem Büchlein trennen würde, hätten wir einen ganz guten Fundus zusammen, der vor allem auch noch aus den Interessengebieten der Kinder selbst stammt.

Und? Es war super! Die Spendenbox (unser guter alter „Glas-Schau-Sandkasten“ auf Rollen in dezemtem orange) füllte sich sichtbar und die Kinder standen oft davor und freuten sich über die eigenen und anderen Bücher. Insgesamt sind so über 100 Pixibücher zusammengekommen – und keines davon doppelt!

Freundlicherweise hat der Carlsen-Verlag, der die Pixis herausbringt, uns auch noch 40 nagelneue Bücher geschenkt. Und dabei hatte ich nur vorsichtig angefragt, ob ich von dort vielleicht ein Poster o.ä. zur Verschönerung der Aktion bekommen könnte…

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So sieht es nun aus: Eine ganze Kiste voller Pixibücher steht den Zweitklässlern nun in den Lesestunden zur Verfügung und wurde auch schon in den letzten Wochen des Schuljahres gut genutzt. Zwar sind nicht 100% der Bücher bei Antolin zu finden – aber die kleinen Enttäuschungen sind schnell vergessen, wenn man sich einfach ein neues Buch vornimmt…

An dieser Stelle also nochmal: VIELEN DANK an alle Eltern und Kinder und an Frau Rechenberg vom Carlsen-Verlag für die ultrafreundliche Kommunikation und Unterstützung!

Katha

Erzählen vom Wochenende

… das ist ja immer mal wieder Thema in diversen Blogs. Da ich Erzählkreise nicht sooo gerne hab und oft die gleichen Kinder das Gleiche erzählen und/oder ein Wetteifern beginnt, wer vom noch höheren Sprungbrett sprang oder länger fernsehen durfte oder mehr Besuch hatte, variiere ich das Erzählen gern.

1. Variante: Fragen nach dem Erzählen stellen
Wenn alle Kinder fertig sind, stelle ich Fragen wie „Wer war am WE bei seiner Oma?“, „Wer hat den Film im Kino gesehen?“ – erstaunlich viele Kinder können doch einige Fragen richtig beantworten.

2. Variante: Bewegung!
Im Sitzkreis stehen immer die Kinder auf, auf die eine Aussage zutrifft, und suchen einen neuen Platz. „Wer am WE bei seiner Oma war, sucht sich einen neuen Platz!“, „Wer am WE schwimmen war, sucht sich…!“. Wenn man einen Stuhl weniger als Personen nimmt, müssen/dürfen dann nach wenigen Runden auch Kinder die Ansagen machen – und sind dabei erstaunlich kreativ.

3. Variante: Gruppenquasseln
Aus einem Stehkreis heraus sollen kleine Gruppen mit Gemeinsamkeiten gebildet werden, zum Beispiel nach einem gleichen Film, den man sah oder der gleichen Lieblingseissorte. Ist recht schwierig, weil sich zu wenigen Themen vom WE so eindeutige Aussagen treffen lassen…

4. Variante: Satzanfänge
Wie es schon Gille aus dem Lernstübchen hier sehr treffend geschildert hat, kann man Satzanfänge vorgeben, zu denen dann ein bis zwei Sätze ergänzt werden. Ihre gute Sammlung habe ich für meine Erstis mal verkürzt und mit Bildern unterstützend variiert. Die Mompitze sind geblieben, die Texte aber kürzer geworden und die Kernaussagen hervorgehoben. Vielleicht können sie dann schon manches selbst erlesen. ich probier’s morgen mal aus… Hier die Datei: erzahlanlasse-we

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Beste wochenendliche Grüße,
Katha

PS: Ich weiß nicht, warum meine Dateinamen seit Wochen den Eindruck von Legasthenie meinerseits vermitteln…. Eigentlich heißt die Datei auf meinem Rechner „Erzählanlässe WE“!
Ihr kommt damit zurecht, oder?

Do you like vegetables?

Heute ergänze ich mal einen alten Blogeintrag zum Thema vegetables. Nachdem die Kinder in der ersten Stunde der Einheit dreizehn Gemüsesorten kennengelernt und geübt hatten, standen nun in der Folgestunde die Wiederholung und Festigung auf dem Plan. Dazu durften zuerst alle Kinder freiwillig ihre fünf gemerkten Wörter sagen (das war in der Vorstunde HA: mindestens 5 Wörter merken). Als Unterstützung hingen die Bilder derweil an der Tafel und die Kinder konnten darauf zeigen:
veggies

Dann folgte das bekannte und immer wieder beliebte Kim-Spiel. Drei Runden lang habe ich die Phrasen „Please close your eyes!“ – „Please open your eyes! What’s missing?“ gesprochen und auch Wörter versteckt. Danach übernahmen die Kinder. Meist musste ich die Phrasen einflüstern, aber ab dem ca. vierten Kind kam plötzlich immer mehr von den Zweitklässlern selbst. Immer wieder beeindruckt es mich, wie schnell manche Kinder so etwas aufnehmen und reproduzieren können! Ich hatte mir schon vor längerer Zeit mal eine Hilfe gebastelt, mit der die Kinder die Fragen noch einmal schriftlich bekommen. Die Zweitklässler sind aber mit dem Lesen natürlich noch nicht soweit. [Trotzdem für Interessierte mal die Vorlage: kims-game-cards – auf A6 drucken, evtl. laminieren, ringbinden an der unteren Seite – dann kann man alle drei Ansagen locker durchblättern.]

Abschließend führte ich durch Fragen an einzelne Kinder hin zum Interviewblatt: „Kevin, do you like carrots?„, „James, do you like peas?“ – ich beginne so etwas immer mit den stärkeren Kindern, die mich meist verstehen und direkt mit yes oder no antworten. zu yes, I do oder no, I don’t kommen die meisten eh nicht vor der vierten Klasse…
Dann gibt es das AB, auf dem man sich selbst und andere im Klassenraum anwesende Personen befragen kann. Wir haben uns darauf geeinigt, dass auch so-so als Antwort gilt. Smiley und Grumpey sind die üblichen Notationsformen der Kinder, manchmal sehe ich Häkchen und Kreuze oder farbige Markierungen. Einige sind da echt kreativ. Hier noch ein Eindruck vom AB (schreibt man sich am besten passend zu den eigenen Bildern schnell selbst – mit oder ohne Wortbilder):

Zum Abschluss mache ich eine kleine Kontrollübung in zwei Varianten. Entweder stelle ich Fragen wie „Does Kevin like peas?“ oder ich suche Kinder mit „I’m looking for a boy who likes carrots.

So, das war mal wieder ein kleiner englischer Einblick. Wer noch mehr meiner Gedanken zu Interviews im Englischunterricht lesen mag, den verweise ich hierhin: alter Eintrag.

Beste Grüße,
Katha

eine Abbildung englisch beschriften

Die Unterrichtsreihe zum Kinderbuch „funnybones“ gehört fest in unseren Plan für die Zweitklässler. Erst letztes Jahr haben wir den Wortschatz etwas ausgeweitet, um guten Gewissens auf das Thema „body“ in späteren Klassen verzichten zu können.

Nachdem nun ganz klassisch mit diversen Sprechübungen und Spielchen die Worte eingeführt und geübt wurden, kam das Schriftbild an die Reihe. Auch dazu gab es die üblichen Übungen – vermischte Worte und Bilder zuordnen, Lesen, Zuordnen und/oder Abschreiben auf ABs. Als letzte Übung bekommen die Kids dann eine Vorlage von sparklebox.co.uk*, mit der ein dog skeleton zusammen gesetzt werden kann. Das wird dann mit Hilfe des OHP und einer Folienversion beschriftet wie unten auf dem (leider wegen der seltsamen Lichtverhältnisse nicht gut gewordenen**) Bild zu sehen.

tafelbild-dog-skeletonEtwas schade ist, dass dem armen Tier die Hüfte fehlt und den Kindern so die Lage der Hinterbeine nicht ganz klar war; das erforderte kurze deutsche Gespräche. Unnötig war die Muttersprache allerdings bei der Frage nach hand oder foot bzw. arm oder leg. Das haben alle verstanden und wir einigten uns auf die Doppellösung…

Katha

* Leider hab ich die Datei zwar auf dem Rechner, finde sie aber online nicht wieder, um sie hier zu verlinken. Dann einfach auf eine andere Vorlage aus dem weltweiten Netz zurückgreifen. Dino, Mensch, … es gibt da Einiges.

** im echten Leben konnte man an der Tafel sehr gut lesen und die Kinder waren sehr motiviert bei der Sache, alle Wörter fehlerfrei abzuschreiben. Ich hatte auch schon Klassen, die noch weitere Wörter wie tail oder ears und eyes dran schreiben ließen.