Ihr dürft jetzt „Sie“ zu mir sagen!
Seit gestern bin ich nicht mehr nur kommissarisch, sondern hochoffiziell Fachleiterin für das Fach Deutsch.
Jippie! Das war ein langer und spannender Tag, der zum Glück sehr positiv lief.
Beste Grüße,
Katha
Ihr dürft jetzt „Sie“ zu mir sagen!
Seit gestern bin ich nicht mehr nur kommissarisch, sondern hochoffiziell Fachleiterin für das Fach Deutsch.
Jippie! Das war ein langer und spannender Tag, der zum Glück sehr positiv lief.
Beste Grüße,
Katha
… so das Gescherr – so sagt man doch, oder?
Ich glaube, so langsam färbe ich nicht nur auf den Möppel ab, sondern auch auf irgendwen in meiner Klasse:

Heute ging ich mit einem dicken Grinsen aus der Klasse…
Katha
Jedes jahr wieder überlege ich, wie ich einteile und/oder beeinflusse, wann wer den Adventskalender öffnen darf. Meist lande ich bei einer Kiste mit allen Namenszettelchen drin und das wars.
Ganz spontan hatte ich heute die Idee, zwar wieder den Zufall regieren zu lassen, aber etwas anspruchsvoller:
Ich habe mir kleine Weihnachtskarten bzw. Geschenkanhänger geschnappt, die ich aus einer Großpackung von vor Jahren noch übrig hatte und für jedes Kind eine Beschreibung verfasst (s. Bilder). Morgen starte ich mit dem ersten Vorlesen und dann darf immer das vorige Kind eine Karte ziehen und wenn es möchte auch vorlesen.
Wie ihr seht, habe ich vorsichtshalber jedes Kärtchen mit einer Mini-Etikette verschlossen – so gehen sie fix zu öffnen (besser als mit Klebeband), aber niemand zieht seinen besten Kumpel… Die Dose musste ich gestern dann leider noch mit meiner Freundin zusammen leer essen, damit sie ab morgen ihrem neuen Zweck zugeführt werden kann. Leckeres Marzipan aus’m A..i gab es. Danke, Sonja, für deine Hilfe!
Hier noch ein paar Beispiele. Ich habe äußerliche Beschreibungen ebenso drin wie Hobbies oder Kompetenzen sowie sprachliche Analysen der Namen. Klingt hochtrabend – schaut einfach selbst:
Vorsichtshalber steht unten rechts immer noch der Name des Beschriebenen. Sicher ist sicher, auch wenn ich mich um Eindeutigkeit der Merkmale bemüht habe…
Beste Grüße,
Katha
Der Wechsel vom November (der sich ja heuer wie ein April anfühlte mit Schnee und T-Shirt-Wetter) in den Dezember war dieses Jahr wirklich sehr greifbar für mich.
Nach der letzten Stunde habe ich gestern in der Klasse den Advent eingeläutet und einen „Thementisch“ gefüllt: Im Kamishibai befindet sich der auf A3 vergrößerte Adventsausmalkalender von Danielas Ideenreise, der „Adventskranz“ ist ja leider seit Jahren auf elektrisches Licht begrenzt (was ihm viel Zauber nimmt) und unser Klassenadventskalender:
Dieses Jahr habe ich bei Action diese schönen fix und fertigen Pappschachteln für nur zwei oder drei Euro mitgenommen, die ich definitiv wieder einsammeln werde. Darin befindet sich neben einem kleinen Tütchen Gummibären „nur“ ein Gutschein für Vorlesezeit, ein Spiel, eine Hausafgabe weniger etc., gefunden ebenfalls bei der Ideenreise. Die Würdigung eines kleinen materiellen Geschenks fiel in den letzten Jahren so dürftig aus, dass ich daruaf lieber verzichte. Und da ich ja letztes Jahr in meinem Zweitjob als Mama des Möppels miterleben durfte, wie sehr man sich freuen kann, wenn man ein Weihnachtsbuch mitbringen darf, finde ich diesen Weg ziemlich gut…
Montag kann es also losgehen mit dem Öffnen der Schachteln. Was ich ganz cool finde ist meine Steuerungsmöglichkeit bzgl. der Gutscheine: Spielwünsche befinden sich „zufällig“ immer in dern Schachteln der Sport-Wochentage (in Absprache mit der Kollegin), die Malzeit trifft genau den Freitag mit der Kunst-Doppelstunde und gemeinsames Genießen gibt es gern montags, wenn eh eine Weile für das schulinterne Adventssingen „drauf geht“… Die Namen der Kids kommen alle in eine Loskiste, aus der täglich eines bzw. rund ums WE zwei Kinder gezogen werden.
Was den Ausklang des Herbstes angeht, so feierte die Schule des Möppels gestern ihr traditionelles Lichterfest. Alle Klassen haben dafür Laternen gebastelt und ziehen zusammen vom „unteren Schulhof“ auf den „Festplatz“, wo ein jedes Jahr wieder wunderschönes Lied gesungen wird – da bekomme ich immer Pipi in den Augen, wenn 250 Kinder sowas Schönes und Tiefsinniges trällern wie Lichterkinder. Alle Lichter werden dann rund um den fürs Feuerwerk abgesperrten Rasenplatz aufgehängt und illumieren das Gelände zauberhaft.
Die Zweitklässler hatten in diesem Rahmen dann noch einen kurzen Auftritt in der Turnhalle und präsentierten zwei Tänze, die sie im Rahmen von Jekits eingeübt hatten.
Das Feuerwerk ist beim Lichterfest ebenso Tradition wie das Lied, die Laternen und die ewig langen Schlangen bei den Essensangeboten 😉 und hat vor allem das Möppelchen sehr beeindruckt – gute Vorübung für Silvester! Der Möppel hielt sicherheitshalber während des Geknalles die Hand unserer Nachbarstochter, damit er sich nicht fürchten muss… So süß!
Allen, die bis hierher gelesen haben, wünsche ich heute den Start mit einen tollen Adventskalender in den letzten Monat des Jahres. Krass, dass es schon wieder fast rum ist und wie viel doch auch 2018 wieder los war…
Beste Grüße,
Katha
Meine Drittklässler haben sich durch anhaltend recht miese RS-Leistungen einige „Wochen der Rechtschreibung“ eingebrockt. Ich habe gemerkt, dass die bislang angesprochenen und geübten Strategien kaum Anwendung finden und die durchschnittlichen Rechtschreibkompetenzen der Kinder dürftig sind. Somit nun also mal Schwerpunkt auf Strategien wie Weiterschwingen/Verlängern, Ableiten, Merkwörter und Selbstlautlänge…
Diese Woche ging es um die Selbstlautlänge und dabei natürlich um Doppelkonsonanten. Um im Sinne eines Spiralcurriculums die Strategie aufzubauen, arbeite ich zur Zeit mit Verben statt wie zuvor mit Nomen. Die Konjugation von Verben bietet als Gesprächsanlass z.B. die er-Form (rennt), an der man das Wortstammprinzip hervorragend verdeutlichen kann: „rent“ wäre ja prinzipiell richtig, weil auf den kurzen Selbstlaut zwei Mitlaute folgen – es muss aber wegen des Bezugs zum Wortstamm „renn“ dennoch ein doppeltes n haben…
Die Monster der 3b durften heute spielen:

Für meine Förderkinder und einen ganz schwachen Lerner habe ich das Spiel noch vereinfacht: links nur die Personalformen/Namen und rechts in den Verben den Wortstamm rot markiert.
Für schnelle Partnerteams gab es ein neues Spielfeld, auf dem Verben mit Vorsilbe zu konjugieren und dabei natürlich die Vorsilben abspalten.
Alle drei Spielpläne finden sich in dieser Datei: AB Verbformen bilden würfeln
Früher in der Woche haben wir das Wortstammprinzip schon mit Verben geübt, die Merkstellen wie ß oder Dehnungs-h haben. Dabei wurde zwar auch gewürfelt, aber gegeneinander:
Das war der Würfelplan, zu dem es eine große Tabelle gab, in die die erwürfelten Verbformen eingetragen wurden. Jeder Spieler (PA) schrieb mit einer anderen Farbe und bekam einen Punkt für jedes richtige Wort. Wer einen Fehler fand und korrigierte, bekam auch diesen Punkt vom Gegner am Ende dazu.
Dieses Spiel bekommt ihr hier: PA Spiel Verbformen würfeln
Es war eine Freude zu sehen, dass mein Wuselhaufen wirklich konzentriert gespielt und gewetteifert haben und vor allem, dass bis auf wenige Ausnahmen alle das Wortstammprinzip einhalten konnten und die Verbformen korrekt schrieben. Weiter so, liebe Monster!
Beste Grüße,
Katha
Solltest du an einer Schule arbeiten, an der es iPads gibt, kannst du diese App in der ersten Klasse vielleicht nutzen: „Miximal“ von YATATOY
Ursprünglich für den Möppel heruntergeladen, fiel mir in einem UB vor Kurzem auf, dass die App sich gut in den Deutschunterricht integrieren ließe. Wenn die Kinder verschiedene Silben kombinieren oder Fantasietiere aus Tiernamensilben zusammen setzen, können sie das digital mit dieser App tun.
Wie man sieht, sieht der Spieler zuerst ein dreigeteiltes Bild, das sich aus drei verschiedenen Tieren zusammen setzt. Jedes Körpersegment kann beliebig nach rechts oder links geschoben werden. Drückt man das Play-Zeichen, werden die Silben eingeblendet.
Nur, wenn man alle Teile des gleichen Tiers vereint, beginnt eine kurze Animation mit einer typischen Handlung des Tiers (ist hier schwer zu zeigen, aber ihr könnt es vielleicht erahnen, dass der Pelikan abtaucht):
Pluspunkte: das „wutschen und wedeln“ ist natürlich sehr motivierend und meinen Testobjekten hat das Erlesen der verrückten Tiernamen seeeeehr viel Freude bereitet. Die Lesemotivation steigt und es muss wirklich silbenweise gelesen werden, ohne dass man raten kann.
Der Wortschatz kann erweitert werden. Ist ein Tierbild unklar, sucht man sich mit Hilfe des farbigen Hintergrundes bzw. der Animation das Tier korrekt zusammen und kann seinen Namen erlesen.
Neben Deutsch kann ich auch englisch, spanisch, französisch und italienisch einstellen, wenn daran Bedarf ist.
Minuspunkte: die Silben sind alle in Großbuchstaben abgebildet. Daraus müsste man also einen Gesprächsanlass machen, dass man Namen groß schreibt, wenn verschriftlicht werden soll…
Und: Leider gibt es einmal in der letzten Zeile einen Zweisilber (s.u.). Wer also explizit auf die Silben eingeht, muss auch hier mal drüber sprechen. Ich vermute, dass das auf den englischsprachigen Ursprung der App zurück zu führen ist.
Wer übrigens kein iPad hat, kann auch das gute alte Buch „Kro-gu-fant“ von Sara Ball heranziehen – das funktioniert genau so, nur eben analog.
Beste Grüße,
Katha
… ist eine Aktion, an der sich Möppels Schule jährlich beteiligt und wir somit auch zum zweiten Mal dabei sind. Eine regionale Hilfsorganisation, die sich vorrangig um Kinder in Rumänien und Moldawien kümmert, sammelt Weihnachtspäckchen für eben diese Kinder ein. Man bekommt Packtipps und die Bitte, Geschlecht und Altersspanne des zu beschenkenden Kindes anzugeben.
Möppel war dieses Jahr dafür, ein Mädchen zu beschenken und darüber darf es sich an Weihnachten freuen:
Malsachen, Seifenblasen, Haarschmuck, ein Kuschelmonster (genau das gleiche hat der Möppel auch) und natürlich Süßkram.
Frohe Weihnachten dir, junge Dame!
Meine aktuell dritte Klasse schlägt sich noch mit den Resten vom Thema „Vom Korn zum Brot“ herum. In dieser Einheit habe ich mal verstärkt versucht, vom bloßen Abarbeiten von AB wegzukommen und die Kinder freier ihre Seiten gestalten zu lassen. (Ich habe einen Collegblock anschaffen lassen, so dass eigene Blätter genutzt und ggf. neu begonnen werden können.)
Zuerst ging es zu Schuljahresbeginn um die Getreidesorten, zu denen Blätter gestaltet werden mussten. Schon dabei sah man, auf welch unterschiedlichen Niveaus die Kinder zeichnen, beschriften und überhaupt solch eine Seite aufbauen. Natürlich hatte ich vorab ein Beispiel an der Tafel gezeigt, wie solch ein Blatt aufgebaut werden kann. Inspiriert hat mich hierzu auch Kerstin von der Materialwiese, die hier ein tolles Beispiel ausführlich beschreibt.
Mehrfach bekamen die Kinder danch Bildfolgen, die sie ordnen und dazu schreiben mussten – ebenfalls eher offen und so auf verschiedenen Niveaus zu lösen. Darauf muss ich immer sehr achten mit LB-Kindern, DAZ-Kindern und SehrBegabten in der Klasse…
Außerdem gab es z.B. die Abb. eines Traktors zu beschriften und „nur“ Bücher zum Nachschauen, kein Wortmaterial zum Verbinden oder so.
Heute nun ging es darum, was mit dem Getreide nach dem Ernten noch geschieht, also um Mühlen. Wir haben uns Bilder der Mühlen aus dem örtlichen Freilichtmuseum angesehen* und einen kurzen Film dazu angesehen, viel gesprochen und vorgemacht. Dann habe ich bespielhaft an der Tafel mit Hinweisen und Ideen der Kinder eine Anschrift verfasst. So wussten alle, was wichtig ist und die Schwächeren haben ggf. ein Vorbild, das sie übernehmen können. Hat aber niemand wirklich getan…
Ich habe mal einige Beispiele fotografiert, die die Kinder verfasst haben. Man sieht sehr deutlich, wer ein bisschen mitdnekt und sich Gedanken gemacht hat und wo auch Aspekte aus dem kurzen Film einfließen bzw. wer einen Alltagsbezug (Einkaufen) herstellte:
Damit ihr wertschätzen könnt, wie toll und durchdacht einige Zeichnungen sind, lasse ich euch auch mein Tafelbild sehen, das rechts ganz ok, aber links ziemlich mies gezeichnet ist… Mich hat es fasziniert, dass einige Kinder dennoch Außenansicht und Innensicht kombiniert und teils auch die Balkenlage und Zahnräder dargestellt haben.
Natürlich kann man nun argumentieren, dass ich ja nicht bei jedem Kind alle Begriffe geichert habe. Stimmt. Aber ich wage zu behaupten, dass bei einem AB, auf dem man z.B. Wörter zu einem Bild zuordnen muss, bei den schwachen Lernen auch nicht dauerhaft mehr hängen bleibt und Stärkere das vielleicht sogar gedankenlos abarbeiten, ohne wirklich nachzudenken. Und nachgedacht, das habe ich heute gesehen, haben ausnahmslos alle. Auch meine zwei Förderkinder, die für ihre Verhältnisse wirklich etwas geschafft haben.
Ich bin ja ein echter Arbeitsblatt-Generator – das mache ich gern und oft. Aber ich liebe auch die Didaktik des leeren Blattes. Vielleicht könnt ihr das anhand solcher Beispiele nachvollziehen…
Beste Grüße,
Katha
* Am liebsten wäre ich natürlich live hingefahren. Aber wir haben schon so viele andere Außerschulische und sonstige Aktionen in diesem Halbjahr vor, dass das nicht mehr drin war. Schade.

Titel: „Der kleine Weinachtsteufel und der verflixte Wunschzettel“
Verlag: dtv junior (hier klicken)
Autorin: Anna Lott
Illustrationen: Katja Gehrmann
ISBN: 978-3-95728-064-0
Zum Inhalt:
Der kleine Halloween-Teufel Otibuk erwacht frühzeitig aus seinem eigentlich 364-tägigen Schlaf, weil ein ungeschickter, aber ziemlich regeltreuer Engel gegen das Fenster des Teufelsturms kracht. Plötzlich tut sich für ihn eine ganz unbekannte, helle und glitzernde Welt auf, die Otibuk sofort in ihren Bann zieht. Sofort folgt er dem kleinen Engel und landet doch wirklich im Turm des Weihnachtsmann, wo gerade der einmillionste Wunschzettel gefeiert wird.
Dummerweise wird der kleine Teufel entdeckt und rausgeworfen – was ihn aber nicht davon abhält, sich weiter in die Welt der Weihnachtsengel vorzuwagen und sogar bis aufs Festland zu den Menschen. Als er dort der verärgerten Jannike ihren Wunsch erfüllt und deren kleinen Bruder mitnimmt Philipp, beginnt eine lustige, chaotische und aufregende Reise …
An deren Ende merkt ein Engel, dass es nur mit dem Zitieren von Regeln nicht getan ist. Alle merken, dass die Fabelwesen durchaus in besonderen Fällen auch mal außerhalb ihrer eigentlichen Dienstzeit (zusammen)arbeiten können und eine große Schwester merkt, das sie ihren kleinen Bruder doch ziemlich gern hat.

Meine Meinung:
Die Geschichte vom kleinen Teufel Otibuk ist wirklich zum Schmunzeln und passend fürs adventliche Vorlesen in 24 kleine Kapitel aufgeteilt. Sie entführt den Leser bzw. Zuhörer in eine ziemlich fantastische Welt, in der es Leuchttürme für den Weihnachtsmann, die Osterhasen oder die Halloween-Teufel gibt. Anna Lott beschreibt diese Welt sehr plastisch und man fühlt sich meist ziemlich mittendrin im Geschehen. Sie gibt den Hauptfiguren eine Menge Raum für persönliche Entwicklungen und schafft es, dass man gern mit ihnen mitfiebert.
In meinen Augen ist „Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel“ mal eine schöne Abwechselung zu den üblichen Adventskalendergeschichten und sorgt sicher für eine Menge Spaß.
Leseempfehlung:
Durch die wunderbaren Illustrationen ist dieses Buch als Vorlesegeschichte sicher für Vorschul- und Schulkinder geeignet. Auch inhaltlich würde ich eben diese als Zielgruppe sehen, da sie ja oft gerade im Umbruch ihres Glaubens an Weihnachtsmann und Co. stecken.
Für den Einsatz in der Schulklasse kann ich das Buch jedoch nur unter der Voraussetzung empfehlen, dass sich keine Kinder darin befinden, die als Zeugen Jehovas oder anderer strenger Glaubensrichtungen mit den Teufeln ein großes Problem haben würden. Hierauf sollte man stets ein Auge haben… Für meine Klasse ist es deshalb leider als Vorlesebuch ausgeschieden. Aber mein Großer (7) hat nun definitiv ein Buch für die ersten 24 Dezembertagesgutenachtgeschichten.
Vielen Dank an den dtv-Verlag für das druckfrische Rezensionsexemplar!
Beste Grüße,
Katha
Titel: „Ein Rentier kommt selten allein – Unser Jahr mit dem Weihnachtsmann“
Autor: Friedbert Sohner
Illustrationen: Katrin Engelking
Verlag: dtv (hier klicken)
ISBN: 978-3-423-64034-3
Zum Inhalt:
In diesem Vorlese- oder Selberlesebuch wird mal eine ganz andere Weihnachtsgeschichte erzählt – eine, die 12 Monate lang ist!
Familie Wetekamp „darf“ dieses Mal nach dem Heiligen Abend den Weihnachtsmann aufnehmen bis zum nächsten Weihnachtsfest, so wie es jedes Jahr eine geprüfte, ausgewählte Familie tun darf. So richtig wissen die vier (Lotte, Lars, Mama, Papa) anfangs nicht, was da auf sie zukommt (vor allem, weil der Ankündigungsbrief erst zwei Wochen danach kam), aber aufregend wird es auf jeden Fall. Logischerweise gibt es ein absolutes Geheimhaltungsgebot, das aber zumindest um zwei Nichtfamilienmitglieder erweitert wird.
Der Weihnachtsmann entpuppt sich als ziemlicher Tollpatsch und dass ab dem Herbst Wichtel in Wetekamps Wohnung arbeiten, macht den Alltag der vier auch nicht „normaler“. Vieles muss umgeräumt und repariert werden und es entspannt sich sogar ein kleiner Streiche-Wettstreit zwischen Kindern und Wichteln.
aber zuletzt gibt es natürlich ein glückliches Ende und Geschenke, denn so wie das Buch nach Weihnachten begann, endet es natürlich nach dem nächsten Weihnachtsfest.
Jedes Kapitel des Buches entspricht einem Monat und wird mit einer farbigen Seite begonnen – darüber hinaus gibt es keine nennenswerten Illustrationen.
Meine Meinung:
Lotte nimmt den Leser / Zuhörer als Ich-Erzählerin wirklich lebhaft mit hinein in den neuen Alltag der vier Wetekamps, ihrer Familie und Nachbarn. Es wird nur das Wesentliche erzählt, denn das ganze Jahr will ja in 12 Kapitel gepackt werden – pro Monat sind deshalb nur ein paar Anekdoten drin, die aber absolut zum Schmunzeln sind. Oft genug hört man das laute Lachen des Weihnachtsmanns fast selbst oder möchte Mama Wetekamp mal ordentlich in den Arm nehmen und ihr sagen: „Nimm es nicht so schwer!“
Sprachlich gesehen gefällt mir das Buch ebenfalls sehr gut – die Formulierungen sind aber eher etwas für sprachlich fitte Kinder, weil sie teils recht anspruchsvoll sind. Wortwitz muss eben auch erstmal verstanden werden…
Für meine eigenen Jungs werde ich das Buch im Advent auf jeden Fall lesen, mit in die Schule kommt es dieses Jahr (noch) nicht..
Leseempfehlung: Die Wetekamp-Kinder sind Erst- bzw. Viertklässler – in dieser Altersspanne passt „Ein Rentier kommt selten allein“ auf jeden Fall hinein! Für jüngere Kinder ist es wegen der fehlenden Bilder vermutlich nur in kleineren Portionen spannend, für ältere aber sicher auch noch lustig anzuhören bzw. dann selbst zu lesen.
Von mir definitiv Daumen hoch!
Vielen Dank an den dtv-Verlag für das Rezensionsexemplar!
Beste Grüße,
Katha