Huch!

In einer meiner letzten Englischstunden bekam ich eine herzhafte Umarmung vor Dankbarkeit von einem Drittklässler… huch!
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Wie es dazu kam? Zuerst suchte für die werkstattartig zu bearbeitenden Schreib- und Leseblätter ein sehr sensibler Schüler nach Partnern zum Arbeiten. Sein Wunschpartner lehnte aber ab, u.a. weil er schon mit seinem Sitznachbarn zusammen arbeitete und kein Platz mehr am Tisch war. Um nun aber den ersten Jungen nicht allein dastehen zu lassen, bot ich den dreien an, sie könnten sich ja alle zusammen an den runden Tisch auf dem Flur begeben und dann dort als Team arbeiten. Der Suchende blickte mich dankbar an, weil er so nun doch noch an seinen Wunschpartner kam und besgater Wunschpartner war es, der erst ungläubig „Echt? Wirklich echt?“ fragte und mich dann an sich drückte, weil ich ihm die Erlaubnis zur Arbeit auf dem Flur gegeben hatte. Da hatte er lange nicht hingedurft vorher…

Ist doch mal schön, wenn auch Kinder mit geringen Kompetenzen im emotional-sozialen Bereich so positive Gefühle ausdrücken können, oder?

Und bevor ihr fragt: Nein, die drei haben draußen nicht 100%ig still gearbeitet (was  auch an einigen ‚kontaktfreudigen‘ Viertklässlern lag), aber sie haben sicher gemeinsam fachlich und sozial mehr erreicht, als wenn ich sie unzufrieden/einsam im wuseligen Klassenraum gelassen hätte. Und nach meiner Erfahrung wächst das Vertrauen zu Lehrern auch daran, dass man den Kindern was zutraut und gelegentlich ein halbes Auge zudrücken kann.

Beste Grüße und eine Umarmung für euch,
Katha

* das Bild stammt aus der Einfügeoption „free photos“ von WordPress – ich habe keine Ahnung, wie ich da die Quelle angeben kann!!!

months & syllables

Zum Thema the year, the seasons & the months sind Übungen ja irgendwie schwierig. Man kann keine wirklich 100%igen Wort-Bild-Zuordnungen zu allen 12 Monaten machen wie sonst so oft und das ganze ist schon sehr schriftbildlastig.

Den Drittklässlern habe ich deshalb nach den üblichen Übungen mit den Monatskarten (Kim’s game, sequencing etc.) mal eine von den „Kleinen“ inspirierte Aufgabe gestellt:
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Die zuerst an die Tafel gemalten Silbenbögen erkannten die Drittklässler sofort und verstanden die Aufgabe somit ohne weitere Erklärungen. Einzig meine Forderung nach dem Sprechen eines ganzen Satzes nach dem Muster „May has got one syllable.“ war für manches Kind anspruchsvoll. Ein Anschrieb des Wortes „syllable(s)“ konnte da aber helfen…

Wichtig war mir das genaue Sprechen der Monatsnamen, vor allem bei June und July, die so eng beieinander liegen, aber eben nicht beide zweisilbig sind, und bei den ersten beiden Monaten, die ja länger sind als im Deutschen.

Beste Grüße,
Katha

Beobachtungsliste für Fachklassen „Englisch“

Viele von uns nehmen sich Jahr für Jahr viel vor, wenn es um die Dokumentation von Beobachtungen, Leistungen und Organisatorischem geht. Mir persönlich geht das nicht ein bisschen anders! Für meine eigene Klasse (Deutsch, SU, Kunst) bin ich inzwischen recht zufrieden mit den Schülerlisten und -seiten im Lehrerplaner.
Für meine Englischklassen nutze ich den auch – allerdings trage ich dort nur Noten von Tests ein, da mir die Spalten und Notationsmöglichkeiten zu knapp bemessen sind. Aber gerade in so einem mündlichen Fach wie Englisch ist es ja schon nötig, eine halbwegs gute Buchführung zu haben, damit man seine Noten vernünftig begründen kann…

Deshalb habe ich mir vor zweieinhalb Jahren eine Tabelle geschrieben, in die ich einige Dinge eintragen konnte: fehlendes Material, Heftführung, Vorlesen etc.


So richtig zufrieden war ich damit noch nicht, weshalb ich vor Kurzem für mich mal evaluiert und überarbeitet habe. Folgende Tabelle ist dabei herausgekommen, in der ich mehrere Vorlesenoten eintragen kann mit Datum und in der das Organisatorische noch etwas konkretisiert ist:
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Diese Listen drucke ich mir für jede Fachklasse aus (momentan vier Englischklassen) und trage sie in meinem Rucksack mit mir herum. Damit ich nicht jedes Mal meinen ganzen Planer herausholen muss, habe ich die Listen in einem einfachen Schnellhefter, in dem ich auch gleich noch Klarsichthüllen mit vorkopierten „Strafzetteln“ habe*. Wer mag, kann die Listen aber natürlich auch in den eigenen Planer integrieren.
Den Kindern versuche ich es immer transparent zu machen, warum ich manchmal diese Liste vor mir liegen habe, wenn sie etwas vorlesen und sie finden es dann nachvollziehbar und gut, dass ich mir Teilnoten aufschreibe, um sie fairer zu benoten. Denn trotz anderslautender Ansagen zu Schuljahresbeginn und ggf. zwischendurch meinen immer noch manchmal Kinder & Eltern, dass zwei Tests mit voller Punktzahl automatisch eine 1 auf dem Zeugnis herbeiführen müsten…

Hier gibt es die Liste leer als pdf (Englischklassen Beobachtungsliste) und, weil es bei Listen nur sinnvoll ist, als Worddatei (Englischklassen Beobachtungsliste).

Beste Grüße,
Katha

* Dabei handelt es sich wirklich um so wertvolle Maßnahmen wie Schreibe 10x „Ich muss auch für den Englischunterricht meine Hausaufgaben erledigen.“
Natürlich ändert das i.d.R. nichts am Verhalten des Kindes (genausowenig wie die vielen Drohungen), aber es musste zumindest etwas Zeit dafür aufwenden und durch die Unterschrift der Eltern kann ich auch mal belegen, dass das Problem nicht unbekannt sein kann…

Mensch-Tier-Ding

Heute kommt endlich mal ein länger liegen gebliebener Eintrag: Ein Spiel aus dem Wochenplan zu den Nomen vor ein paar Wochen.

Da es darum ging, Nomen in Kategorien zu ordnen und Nomen zu Kategorien zu finden, habe ich eine schlichte Anwandlung von Stadt-Land-Fluss vorbereitet. Das frisch gelernte ABC steckt ja gleich mit drin, so dass wir hier die ersten beiden großen Themen des Schuljahres verknüpft haben. *Supi!*
DSCN1330Wie der Titel oben schon sagt, gibt es nur die drei Kategorien Mensch (alle Personen, Namen, Berufe…), Tier und Ding. Im Lieblingsdiscounter habe ich vor längerer Zeit schon zwei Ausgaben von Stadt-Land-Fluss mit Vordrucken und vor allem ABC-Kuststoffdrehscheiben erworben, die hierfür perfekt passen.

Die Spielregel war fix erklärt und die Punkte stark vereinfacht: Die Runde endet, wenn der erste Spieler alle Felder gefüllt hat. Pro korrektem Wort gibt es einen Punkt. Am Ende der sieben Runden kann man abrechnen. Das war den Kindern aber gar nicht so wichtig, durfte ich feststellen. 🙂

Inzwischen liegen die Spielpläne und Drehräder noch zur Freiarbeit aus. Für meine fittesten Kinder, die das Spiel und die komplizierteren Punkteregeln schon kannten, lege ich noch ein paar originale Spielbögen dazu.

Beste Grüße,
Katha

Erinnerungen festhalten

Im Laufe der Grundschulzeit erleben wir als Klassenlehrer mit „unseren“ Kindern ein ganze Menge. Wir sehen sie wachsen und sich entwickeln, wir lehren sie Schlüsselkompetenzen und eine ganze Menge anderes Zeug, wir erleben ihr Miteinander in all seinen Schwankungen.
Ganz konkret erleben wir aber auch Ausflüge, Wanderungen, Klassen-, Jahrgangs- oder Schulaktionen, Ferienberichte und so weiter. Eins der Dinge, die ich im zweiten Anlauf als „Klassenlehrerin von Anfang an“ anders mache als beim ersten Mal ist das konsequente Sammeln dieser Erinnerungen. Ausschlaggebend war der vorletzte Sommer, als ich mit einer lieben Kollegin unsere vierten Klassen abgab (ich hatte meine ja erst in der 4 übernommen) und sie neben der Klassenzeitung die ganzen Ferienberichte ihrer Schüler herausholte und sie an die Kinder verteilen konnte. Deshalb nutze ich seit dem vergangenen Schuljahr in meiner Klasse folgendes System:

Für jedes Kind habe ich einen Aktenschnellhefter (s.Foto ganz unten; eine einfache Mappe geht natürlich auch – wenn man die locht, kann man sie wiederum einheften), in dem alle Erinnerungszettel und Klassenfotos und Feriengeschichten abgeheftet werden. Diese Hefter sammle ich in zwei dicken Ordnern – mal sehen, ob das bis zum Ende der vierten Klasse reicht…
Zum Grundschulabschluss brauche ich dann keine Stapel mehr sortieren oder verteilen sondern habe direkt für jedes Kind seine Erinnerungssammlung parat. Praktischer Nebeneffekt: Kindern, die unsere Klasse vorzeitig verlassen, gebe ich ihre Mappe mit einem netten Abschiedsbrief und allen Unterschriften mit und habe somit mein Geschenk direkt parat. Beim Einheften der letzten Zettel stöberten die Kids auch schon einmal durch ihre Mappen und amüsierten sich über die alten Erinnerungen und wie sie „damals“ als Erstklässler noch schrieben.

Und bevor ihr fragt: in diese Mappen kommen nur die Erinnerungen! Die LZK, die Elternsprechtagsdokumente und alle organisatorischen Angelegenheiten sammle ich parallel auf die gleiche Art: zwei Ordner mit einem Schnellhefter für jedes Kind, so dass ich diese praktisch und individuell in Elterngespräche mitnehmen kann. Insgesamt also vier Ordner, von denen ich die zwei offiziellen im verschlossenen Schrank und die Erinnerungen im Klassenschrank aufbewahre.

Und hier noch die Aktenschnellhefter als Bild zum Wiedererkennen:
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Beste Grüße,
Katha

DER eine Tipp für Sachunterricht

Gerade gehen die Ferien vorbei, da stehen die Termine schon wieder vor der Tür. Gestern Abend erst vom Städtetrip zurück gekehrt, war ich heute noch einmal fix in der Schule und habe den Kopierer für die kommende Woche mal vorglühen lassen.
Kennt ihr auch, oder? Bei mir geht es nächste Woche quer durchs ABC: E wie Elternrat, F wie Fachkonferenz, G wie Gitarrenstunde, P wie Physiotherapie, T wie Tupperparty… Alles dabei.
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Recht spannend wird es dann, wenn ich zum ersten Mal seit Eeeewigkeiten meine Uni mal wieder von Innen sehe. Eine Studienfreundin hat mich als Gastrednerin in ihr Sachunterrichtsseminar eigeladen (hatte ich ja schonmal bei der Suche nach Literaturtipps geschrieben). Die Seminarzeit wird wohl größtenteils in ein kleines Interview münden, aber ein bisschen was möchte ich doch vorbereiten. Ganz konkret möchte ich am Beispiel meiner aktuellen SU-Einheit „Kalender“ im 2. Schuljahr die verschiedenen Aspekte wie Planung, Material, didaktische Schwerpunkte und auch Kompetenzen sowie Inklusion/Differenzierung anreißen. Mehr als das geht ja in einem Seminar gar nicht.

Wer von euch sich gerne mal einmischen möchte, darf das heute ausdrücklich mal wieder gerne tun. Hast du DEN einen Tipp, kurz und knackig, was man als SU-Lehrer unbedingt beachten/wissen/tun sollte? Ich nehm sie gerne mit zu unseren zukünftigen Kollegen 😉

Beste Grüße,
katha

Frohes neues Jahr – alte Kamellen

Ein frohes, gesundes, erfolgreiches, glückliches neues Jahr 2018 wünsche ich allen Lesern dieses Blogs! Ich hoffe, ihr blickt bislang auf schöne Ferien zurück und bin sicher, dass die meisten nun doch langsam wieder in den Schulmodus schalten…

Da wir morgen noch für drei Tage weg fahren, muss ich bis heute die nächste Woche vorbereitet haben und sitze nun also seit gestern wieder verstärkt am Schreibtisch. Der Möppel hat sich heute auf einen Besuch im Kindergarten eingeladen, so dass ich heute Vormittag ganze drei Stunden allein zuhause bin. Jetzt dampft neben mir ein frischer Pflaume-Zimt-Tee und ein Heizkissen liegt auf der Schulter. Da will ich mich noch fix zurück melden…

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Da man ja nicht immer alles neu erfinden muss, habe ich für den ersten Schultag mit meinen Monstern das AB vom vorletzten Jahr herausgesucht und nur die Jahreszahlen angepasst. Falls es von euch auch noch jemand haben möchte, dann gerne hier: Winterferien 2017 – Schreib- und Sprechanlass.

Beste Grüße,
Katha

Volltreffer!

Heute war der Möppel der von einer Mitschülerin auserwählte Adventskalenderöffner. Und sein Gutschein passte wie die Faust aufs Auge:

Prompt war „Lukas rettet den Weihnachtsengel“ ausgewählt und ich bekam eine Zusammenfassung dieses zuletzt vor rund elf Monaten gelesenen zauberhaften Buches (hier im Blog auch schonmal vorgestellt).

Viel Spaß morgen der Kollegin und den Kindern!!!

Katha

Künstlerisch unterwegs im Vier-Farben-Land

Bereits zum zweiten Mal führte ich diese kleine Einheit im Kunstunterricht der Eingangsstufe durch: Ausgehend von der Geschichte „Das Vier-Farben-Land“ von Gina Ruck-Pauquet gestalten die Kinder ein eigenes kleines Büchlein.

Zuerst betrachteten wir gemeinsam das Buchcover, benannten die Farben und schauten uns die Aufteilung des Bildes an. Die Kinder bekamen dann ein aus zwei A4-Blättern geheftetes Büchlein, auf dem zuerst mit Hilfestellung an der Tafel das Deckblatt gestaltet wurde. Wie schwer es ist, einen Kreis aus vier Vierteln hinzubekommen.

Im Anschluss lernten wir die vier Farbenviertel des Landes im Buch kennen und stellten fest, dass zwar in einem Viertel alles die gleiche Farbe hat, diese aber viele Abtönungen und Schattierungen haben kann. Nach einer kurzen Besprechung, wie man selbst mit Buntstiften verschiedene Grüntöne oder Blaus erzielen kann (Druck variieren, Stifte tauschen etc.), gestalteten die Kinder in ihren Büchern je eine Seite in einer Farbe. Die Inhalte waren dabei f reigestellt, oft aber vom Buch inspiriert:

Zuletzt ging es an den Höhepunkt des Buches: Wie die Kinder im Vier-Farben-Land merken, dass ihre Farbe weder die einzige noch die einzig wahre ist und sie bunt werden! Passend dazu durfte die letzte Doppelseite dann bunt gestaltet werden und fröhlich:

Ich war beeindruckt, wie fantasievoll manches Kind diese positive Stimmung umgesetzt hat!

Was sich im Anschluss an das Projekt ergab, war ein total spannendes Gespräch darüber, welche Farbe denn nun wirklich die beste ist (rot, gelb, grün oder blau) und warum. Davon ausgehend, dass man keine wirklichen Gründe dafür finden konnte, machte ich den vorsichtigen Schritt in Richtung der Unterschiede in Hautfarbe, Glauben oder sowas, die es auch in unserer Klasse gibt. Eines der Kinder brachte die sehr interessante Diskussion auf den Punkt mit seiner Aussage „Es ist gar nicht wichtig, wie man von außen aussieht. Wichtig ist, dass es innendrin gut aussieht!“. Mehr muss nicht gesagt werden, finde ich.

Beste bunte Grüße,
Katha

Nomen: Kategorien finden

Die Zweitklässler haben jetzt wiederholt Nomen gelesen und nach Kategorien sortiert. Da im anstehenden Test aber auch die andere Richtung verlangt wird, üben wir nun also noch, selbst Überschriften zu finden. Im ersten Anlauf werden die Überschriften noch angeboten, später muss man sie sich dann auch mal selbst ausdenken. Das Kategorisieren ist u.a. ja auch ein Anforderungsbereich im sachunterrichtlichen Lehrplan – das zeigt mal wieder, wie sehr Sprachunterricht und Sachunterricht voneinander leben!

Ich habe, da es im AH der Kinder kaum vorkommt, für das Kategorisieren noch ein AB als Hausaufgabe geschrieben, damit die Kinder die mündlichen Übungen und die Tafelarbeit noch einmal individuell fetigen. Für die Kaum-Leser gibt es noch eine textärmere Variante mit den tollen Bildern von Frau Locke, die sicher auch für DAZ geeignet sein könnte.

Hier die Datei: AB Nomen Überschriften zuordnen

… und hier die Eindrücke:

Beste Grüße,
Katha