Welchen Beruf möchte ich haben?

Diese Frage stellt man sich ja selbst als Erwachsener ab und an, oder? Ich möchte nun morgen gern auch die Kinder dazu bringen, sich entweder Gedanken über ihre mögliche Berufswahl später zu machen oder, wenn das schon geschehen ist, diese zu verschriftlichen.

Für alle, die es brauchen können, gibt es hier das AB, das die Zweitis dazu bekommen: AB Wunschberuf

Beste Grüße,
Katha

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Berufe sortieren

Nachdem die Zähne-Einheit nun offiziell abgeschlossen ist, beschäftigen wir uns mit Berufen. Zuerst habe ich Gruppen gebildet, in denen die Kinder zu dritt ein Berufe-ABC bekamen, in das sie möglichst viele Berufe eintragen sollten. Ich war etwas fies: die Gruppen habe ich zuhause geplant, die ABs mit Zeichen markiert und dann so geschickt ausgeteilt, dass jedes Kind genau in die von mir angedachte Gruppe kam – für die Kinder sah es aus wie Zufall. Hilft halt aber manchmal besser als wenn ich offensichtlich die Gruppen bilde…

In der nun folgenden zweiten Stunde haben wir zuerst das Klassenprodukt (ABC-Büchlein) gewürdigt und dann im Kreis die Berufe der Eltern und ggf. weiterer Verwandter gesammelt. Dabei wurden überrascht Dopplungen oder gemeinsame Arbeitsstätten zur Kenntnis genommen und erste Ähnlichkeiten zwischen Berufen bemerkt. Das war dann der perfekte Aufhänger für meine Planung: Berufe verschiedenen Berufsgruppen zuzuordnen. Das Ordnen und Kategorisieren bzw. Kategorien bilden gehören ja zu den Kompetenzen, die die Kinder (im SU) erlernen sollen. Zuerst machten wir die helfenden und rettenden Berufe aus, dann noch die auf den Fotos zu sehenden weiteren Gruppen.
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Die Begriffe „Erziehung“ und „Dienstleistung“ habe ich hineingegeben, da die Kinder dafür keine angemessenen Wörter fanden. Zuerst kamen dann meine vorbereiteten Beispiel-Post-Its zum Einsatz, die gemeinsam einem Zettel zugeordnet wurden. Dann ging es an die Plätze zurück und jedes Kind durfte sich einen eigenen Klebezettel holen und weitere Berufe an die Tafel sortieren.

Positive Beobachtungen:
> alle Kinder haben sich mit mindestens einem Wort beteiligt
> auf JEDEM Zettel stand nur EIN BEeruf – wie viele Kollegen kriegen das in der Fobi mit den Moderationskarten nicht hin???
> viele spannende Diskussionen entstanden mit mir oder Mitschülern über die Einordnung der Berufe („Wohin gehört der Bäcker?“ „Dienstleistung?“ etc.)
> da sich einige Berufe nicht klar zuordnen ließen, wurde mir ein Zusatzzettel vorgeschlagen, auf dem ich diese sammeln könne – ich habe ihn dann erstmal „Sonstige“ getauft…

Am Ende des Tages schrieb ich die Zettelsammlung dann ins Reine, so dass auf jedem Plakätchen nur noch richtig geschriebene echte Berufe stehen. Die zieren jetzt für die nächsten Wochen unsere Pinwand.

Hier nochmal die Eindrücke aller Kategorien zum Stöbern:

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Beste Grüße,
Katha

Vorwissen und „Nachwissen“

Gern steige ich in ein neues SU-Thema damit ein, das Vorwissen der Kinder zu aktivieren. Und so kann es gehen:

1. Thema in die Mitte eines Blattes schreiben, zuerst einige Minuten allein (!) dazu clustern [Bleistift]
2. Stift am Platz lassen, mit dem Zettel zu einem Partner gehen und sich austauschen
3. zurück am Platz mit einer neuen Stiftfarbe neue Informationen ergänzen [grün]
4. und 5. Wiederholung von Schritt 2 und 3 mit einem anderen Partner (ich nutze gern dazu unsere Verabredungskarten, um eine Durchmischung zu erhalten) [rot]

Das Ergebnis sammle ich dann ein und lege es gut weg, bis die Einheit sich dem Ende nähert. Nach wiederholter „Sicherung“ der wichtigsten Unterthemen und Begriffe bekommt jedes Kind sein Blatt zurück und nimmt eine weitere neue Farbe [blau], um alles zu notieren, was man gelernt hat. Dabei dürfen alte Stichworte auch gern ergänzt werden.

Ich zeige euch unkommentiert einfach mal ein paar Beispiele meiner Endzweitklässler mit einer recht großen Bandbreite an Wissen, Schreibkompetenz und Strukturierungsgrad…
(Sorry für den Blaustich auf den Bildern. Irgendwas hakt an der Kamera und ich suche noch den Fehler!)

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Beste Grüße,
Katha

DER eine Tipp für Sachunterricht

Gerade gehen die Ferien vorbei, da stehen die Termine schon wieder vor der Tür. Gestern Abend erst vom Städtetrip zurück gekehrt, war ich heute noch einmal fix in der Schule und habe den Kopierer für die kommende Woche mal vorglühen lassen.
Kennt ihr auch, oder? Bei mir geht es nächste Woche quer durchs ABC: E wie Elternrat, F wie Fachkonferenz, G wie Gitarrenstunde, P wie Physiotherapie, T wie Tupperparty… Alles dabei.
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Recht spannend wird es dann, wenn ich zum ersten Mal seit Eeeewigkeiten meine Uni mal wieder von Innen sehe. Eine Studienfreundin hat mich als Gastrednerin in ihr Sachunterrichtsseminar eigeladen (hatte ich ja schonmal bei der Suche nach Literaturtipps geschrieben). Die Seminarzeit wird wohl größtenteils in ein kleines Interview münden, aber ein bisschen was möchte ich doch vorbereiten. Ganz konkret möchte ich am Beispiel meiner aktuellen SU-Einheit „Kalender“ im 2. Schuljahr die verschiedenen Aspekte wie Planung, Material, didaktische Schwerpunkte und auch Kompetenzen sowie Inklusion/Differenzierung anreißen. Mehr als das geht ja in einem Seminar gar nicht.

Wer von euch sich gerne mal einmischen möchte, darf das heute ausdrücklich mal wieder gerne tun. Hast du DEN einen Tipp, kurz und knackig, was man als SU-Lehrer unbedingt beachten/wissen/tun sollte? Ich nehm sie gerne mit zu unseren zukünftigen Kollegen 😉

Beste Grüße,
katha

Mal wieder ein Hilferuf: SU

Liebe Leserrunde,
wie ja schon das ein oder andere Mal brauche ich eure Schwarmintelligenz – dies Mal zum Fach Sachunterricht. Eine Freundin von mir muss ein Seminar an der Uni leiten und sucht aktuelle Literatur zum Sachunterrichts bzw. dessen Didaktik, um sich gut vorzubereiten.
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Was könnt ihr empfehlen? Was wird gerade im Seminar auf die Liste gesetzt? Was würdet ihr euren LAA zu Lesen geben?

Außerdem interessant: Welche methodischen Schwerpunkte werden aktuell in den Studienseminaren gesetzt? Welche …orientierung ist grad in? Was darf zur Zeit in keiner Vorführstunde fehlen?

Im Namen meiner Freundin bedanke ich mich jetzt schonmal ganz herzlich bei allen, die eine Anregung beisteuern! Ihr wird es helfen, das Seminar gut zu machen (bei dem ich schon als Gastrednerin eingeladen bin *freu*) und vielleicht der Leserschaft auch noch mal eine interessante Orientierung bieten.

Danke,
Katha

Außerschulische Lernorte

… kann ich nur immer wieder wärmstens empfehlen!!!

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Heute waren wir bei strahlendem Sonnenschein mit beiden ersten Klassen im Umweltzentrum Heerser Mühle. Nach der aufregenden Busfahrt und einem ausführlichen Frühstück im dortigen Amphitheater besuchten wir ein Programm zum Teich bzw. zur Wiese. Die Erstis waren hin und weg und extrem begeistert. Alle lagen bäuchlings auf dem Steg und kescherten mit alten Küchensieben, was das Zeug hielt:

Vom Wasserläufer über Tellerschnecken bis zur räuberischen Libellenlarve fand sich nachher eine ganze Bandbreite an Flora und Fauna im „Aquarium“ wieder:

Ich fand es toll, dass sich doch viele Kinder sehr interessiert zeigten und der Expertin an den Lippen hingen. Manche zogen sich etwas heraus und fleezten sich in den Schatten – kann ich auch gelten lassen, wenn ich es auch schade finde. Die kleinen Molchkinder im Becken wurden von drei Erstklässlern eisern mit kleinen grünen Ästen gegen die Libellenlarven verteidigt – diese Art der Nahrungskette fanden sie nicht so toll…

Ein Frosch wurde dann noch gefangen und jeder durfte ihn mal halten. Außerdem wurde ihm aus Binsen ein kleiner Stuhl geflochten, auf dem er auch wirklich einen ganzen Moment sitzen blieb…

Nun bleibt nur noch, morgen die Ergebnisse etwas zu sichern und so möglich zu dokumentieren. Dann noch eine Erinnerungsseite gestalten für die Mappe der Kids und natürlich sicher noch einige besuche des heimischen Schulgartenteichs, an dem es das neu erworbene Wissen zu präsentieren gilt. Angeben erwünscht!

Eine mal wieder nette Anregung war die Ergebnissicherung der Expertin: Sie spielte „ich fange in meinem Kescher…“ nach den Regeln von „Ich packe meinen Koffer“ mit den Kindern. Dieses Spiel ist echt fächerübergreifend super einsetzbar. Die Idee nehm ich mit!

Ach ja, die Kosten für die Busfahrt bekommen wir übrigens von der NRW-Stiftung erstattet. Die legen jedes Halbjahr die Aktion „Heimattouren“ auf und sponsorn Bildungsfahrten zu vielen Zielen…

Beste sonnenverwöhnte Grüße,
Katha

Quizspiel

An diesem Wochenende wurde in der Familie ein 80. Geburtstag gefeiert – das schafft ja auch nicht jeder…

Wie so oft möchte man dann ja doch das Zusammensitzen bei Speis und Trank etwas auflockern und so habe ich mal wieder ein paar Elemente aus der Schule abgewandelt – bin immer wieder erstaunt, wie das so in der lehrerfreien Verwandtschaft ankommt!

Auf die Tische legte ich kleine Blätter mit dem Namen des Geburtstagskindes in Großbuchstaben untereinander darauf. Dazu gabs eine kurze Arbeitsanweisung, wie daraus ein Akrostichon werden könnte. Anweisung in Bilderrahmen gesteckt, ein paar bunte Stifte dazu – fertig.

Zwischen Mittag und Kaffee packte ich dann ein Quiz, das ich sehr gerne immer wieder auch im Sachunterricht ab Klasse 3 einsetze:
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Es gibt fünf Kategorien mit aufsteigenden Punktwerten. Hier musste die 80 unbedingt rein; normalerweise nehme ich 1 bis 5 oder 10 bis 50 Punkte…
Dann braucht man mindestens zwei Teams, die gegeneinander Punkte sammeln. Abwechseln wählen sie eine Kategorie und eine Zahl aus (also z. B. „Familie 40“) und beide/alle Teams schreiben ihre Lösung auf. Ich hab dafür wieder meine kleinen Whiteboard-Tafeln benutzt, die ich in der Schule so gern einsetze. Punkte bekommen alle Teams, die richtig geantwortet haben (Schule) bzw. mit ihrer Antwort am nächsten dran waren (bei diesem Quiz gab es da ein paar Anzahl-Fragen zum Schätzen).

Hier mal ein Beispiel für einen Fragensatz zum Thema „Strom“ im vierten Schuljahr. Eine ganz nette Art, entweder Wissen zu überprüfen oder sich auf einen Test wiederholend vorzubereiten: Quiz Strom Klasse 4

Beste Grüße und viel Spaß beim Quizzen!
Katha