Winter-ABC als Klassenprodukt

Nachdem ich im Advent leider nicht mehr zu meiner ABC-Stunde gekommen bin, habe ich stattdessen nun die Zeit nach dem Aufsatz für ein Winter-ABC genutzt.

Zuerst habe ich das Wort WINTER in großen Blockbuchstaben an die Tafel geschrieben und mit den Kindern gemeinsam eine Wörtersammlung zu diesen 6 Buchstaben aufgeschrieben. Also quasi wie ein Akrostichon oder KaWa gearbeitet – Wörter zum Thema mit den vorgegebenen Anfangsbuchstaben.

Danach sollten die Kinder Sätze bilden, die dem Schema „T steht für den Tannenbaum den wir vor Weihnachten schmücken.“ oder „I steht für den Igel, der Winterschlaf hält.“ folgen sollten. Einige Wörter waren ja an der Tafel, sodass zumindest sechs Sätze für jeden hätten drin sein sollen (ich hab aber auch Zettel mit zwei Vorschlägen bekommen…). Ich hab für solche Aufgaben einen Schreibblock auf der Materialliste gehabt, sonst geht natürlich auch Schmierpapier oder das Heft.

Nach dem Start hab ich am nächsten Tag nochmal die Satzstruktur etwas grammatisch betrachtet – Hauptsatz, Komma, Nebensatz, Relativpronomen. Einige meiner Schätzchen hatten durchgängig „weil“ als Satzverbindung gewählt, das war schwer wegzudiskutieren.

Zuletzt hab ich die Vorgabe gemacht, dass jeder mindestens 12 Buchstaben schaffen sollte und die Zettel eingesammelt, abgetippt und dabei etwas grammatisch und ausdrücklich angepasst. U, V, X und Y hab ich dann noch ergänzt, damit das Heft, das darus wird, nicht so leer aussieht. Ich hab mich dazu durchgerungen, schöne Sätze auch dann zu übernehmen, wenn sie nicht mit Relativsatz versehen waren… Ausgedruckt wird dann auf A5, linksseitig gebunden und fertig!

Unbenannt

Für Interessierte gibts hier (Winter-ABC 4b) unser Beispiel und hier (Winter-ABC) die leere Vorlage.

Ka

The months of the year > two writing exercises

Da predigt man den Schätzchen seit der zweiten Klasse, dass der Engländer an sich fast alles klein schreibt. Und nun kommen die Monate – und die haben doch wirklich Großbuchstaben. Frechheit!

Da im vierten Schuljahr m.E. auch immer wieder geschrieben werden sollte, um die Schätzchen auf die Arbeitsweise an der weiterführenden Schule vorzubereiten, teile ich heute zwei Schreibübungen mit euch. Bei beiden gibt es eine Satzschablone, die verändert werden muss. Neben den Monaten werden einmal die Ordnungszahlen geschrieben (AB The months of the year I ordinal numbers writing) und einmal die Präpositionen before, between, after (AB The months of the year II prepositions).

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Für alle Skeptiker bezgl. der Schreibmenge: Es ist immer der gleiche Satz mit nur wenigen angepassten Wörtern und: erfahrungsgemäß sind die Kinder stolz darauf, soviel in der Fremdsprache geschrieben und vorgelesen zu haben!

Have a nice January,

Ka

 

Flimmo – Fernsehzeitung für Kinder

Wie schön, dass bei meinen Viertis (durchschnittlich 9,5 Jahre alt) der beliebteste Film der Weihnachtsferien „Star Wars“ war. Ist ja ab 12. Mit den Eltern natürlich auch für Jüngere. Na ja.

Immer wieder rege ich mich darüber auf, wie brutale, hektische, aggressive, unangemessene oder politisch, sexuell oder sonstwie überfordernde Sendungen die Kinder in der Grundschule konsumieren. Vielleicht bin ich da zu spießig, vielleicht zu besorgt, vielleicht bilde ich mir ja die Korrelation von Unaufmerksamkeit im Unterricht und dem uneingeschränkten FIlm-(und Medien-)konsum auch nur ein.

Nichtsdestotrotz versuche ich immer mal wieder, zumindest im Kleinen, etwas dagegen zu wirken und habe vor vielen Jahren schon die Flimmo geordert. Alle paar Monate „beglücke“ ich damit zwangsweise meine Schüler und hoffe, dass zumindest bei einem mal die Eltern in die kritischen Tipps und Empfehlungen schauen und etwas daraus lernen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Hier kann man übrigens die Zeitschrift kostenlos ordern.

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Ka

Eisbären im Schnee

Wieder eine Unterbrechung der Portraitwerkstatt, jahreszeitbedingt: Vielleicht schaffen wir es ja, uns den Schnee herbeizumalen!

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Leider finde ich die Homepage nicht mehr, auf der ich diese Bären mal entdeckt habe, ich würde sie hier gern zitieren. Wenn jemand etwas erkennt, bitte melden! [edit: zwei mögliche Quellen findet man unten in den Kommentaren – meine Quelle war es bislang nicht, aber irgendjemand bekommt zumindest so die credits…]

Die Viertklässler waren etwas erstaunt, mit Kreide arbeiten zu dürfen und haben fleißig gemalt und geschmiert. Sie bekamen: ein Stück blaues Tonpapier (A3), ein kleineres Stück schwarzes Tonpapier, ein weißes Blatt (A4) und ein Stück Kreide. Aus ihrem eigenen Fundus benötigten sie Schere, Kleber und schwarzen Wachsmaler. Und so ging’s:

Auf das schwarze Tonpapier mit der Kreide einen Eisbärenumriss (Kopf mit Ohren und Schultern) zeichnen und mit der Kreide füllen; dann mit den Fingern die Kreide verschmieren. Darauf dann mit schwarzem Wachsmaler Augen, Nase, Mund und das Innere der Ohren malen. Den Kopf zuletzt ausschneiden.

Das weiße Blatt wird im Querformat mittig durchgerissen, dabei Bögen oder eine Rundung bzw. Unebenheiten entstehen lassen. Mit der glatten Seite nach unten auf das hochformatig liegende blaue Tonpapier kleben – so müsste die Breite genau passen. Im Ergebnis haben wir einen verschneiten Boden, der mit Risskante viel effektiver ist als geschnitten. Mit der Kreide werden dann noch mit jeweils drei sich kreuzenden Strichen Schneeflocken auf dem ganzen Blatt verteilt gemalt. Unbedingt erst die Flocken malen und dann den Bärenkopf aufkleben, da sonst der Schnee immer um den Bären herum einen Rahmen bildet und nicht einfach fliegt.

Naja, zuletzt den Bären aukleben! Dabei darauf achten, dass auch die untere Kante des Bären an der Blattkante anliegt, sonst sieht er so abgeschnitten aus…

Wie das aussehen kann, seht ihr hier. Ich mag ja Ausstellungen, in denen nicht alles schablonenhaft gleich aussieht…

 

Viel Spaß mit euren Eisbären!

Ka

Listenwesen Lehrer

Ich weiß ja nicht, ob es euch auch so geht: Wenn ich mir nicht alles aufschreibe, ist es meist verloren…

Um dem zumindest klassenorganisatorisch entgegen zu wirken, führe ich seit Jahren in meinen Klassen ein Listenheft. Dahinein klebe ich am Anfang des Schuljahres alle für mich nötigen Listen in passender Anzahl, dann habe ich bis zum Sommer Ruhe und muss nicht zwischendurch neue Listen drucken, suchen oder … Das Heft liegt dann immer auf dem Pult und ich kann so alle Nötige eintragen oder nachsehen.

Sehr gut gefallen hat mir meine diesjährige Neuerfindung, der Start-Check (s.u.). Darin hab ich alle „bestellten“ Materialien aufgeführt und dann jedes Kind einzeln ans Pult geholt und die Liste abgehakt. Das war super, um gut beginnen zu können und um zu wissen, wem man weswegen hinterherlaufen muss.

Damit ihr, wenn ihr sie nutzen wollt, die Listen anpassen könnt, kommt heute mal ne Word-Datei, allerdings ohne Deckblatt und Bildchen:Listenheft leer. Die darf man selbst basteln. Oder mir nen tollen rechtlich unbedenklichen, teilbaren Vorschlag schicken. 😉

So sieht es bei mir aus:2016-01-12 10.27.382016-01-12 10.27.46

Gutes Organisieren wünscht die Listenmutti

Dienstagsluxus

Dienstags muss ich erst in der dritten Stunde anfangen. Ich komme trotzdem meist zur zweiten, weil ich dann immer gut was schaffe an Vorbereitung und Aufräumen. 

Heute hab ich für zwei Kunstklassen 5 Sorten Papier geschnitten und Zuckerkreide für morgen eingelegt.   

Jetzt genieße ich die Ruhe im Lehrerzimmer und wappne mich innerlich für vier Stunden Schule und drei Stunden Sprechtag (Teil I)… 

 Ein Tee auf uns alle! 

Ka

Partnerkarten Bundesländer

Und nochmal was zu den Bundesländern:

Angelehnt an die altbekannten Aufstell-Partnerkarten zum Einmaleins-Üben in Mathe habe ich mal ein kleines Spiel für 2 gebastelt. Bislang hab ich erstmal fünf Karten mit Vor- und Rückseite geschrieben, die ich fertigmachen und ausprobieren werde. Dann kommen bestimmt noch welche dazu. Ggf. braucht die Anleitung noch Modifikationen…

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Wer schonmal schnuppern möchte: Partnerkarten Bundesländer

Ka

Präsentationen zu Bundesländern am PC schreiben

Heute mal die Posts in verkehrter Reihenfolge.

Meine Viertklässler arbeiten seit Dezember an ppt-Präsentationen zu jeweils einem selbst gewählten Bundesland. Dazu haben sie zuerst ein AB bekommen, auf dem sie ganz analog Stichworte zu ihrem BL notierten – Material zum Informieren habe ich hier schonmal vorgestellt. AB Bundesländer-Steckbrief Dann durften sie sich Bilder wünschen, die sie später in die Präsentationen einfügen wollten. Dazu hatte ich einen Zettel als Liste ausgelegt.

Dann kam die Einführungsstunde: Ich zeigte den Kindern eine kurze Beispielpräsentation über ein nicht gewähltes BL und erklärte die Grundsätze im Presenter: Folien hinzufügen, Lauout der Folie festlegen, im Textfeld tippen…

Im Austauschordner der Klasse öffneten die Kinder dann eine vorbereitete Präsentation, auf der die ersten drei Folien vorstrukturiert angeboten wurden. Wenn ich dran denke, bringe ich den „Rohling“ mal aus der Schule mit und lade ihn hier noch hoch.

In den Folgestunden gab es meist eine kurze Einführung zu verschiedenen Schwerpunkten: Bilder einfügen und deren Größe verändern, Formatierungen der Folien verändern etc. Dann wurde immer bis zum bitteren Stundenende gearbeitet. Recht unruhig, aber sehr motiviert.

Bislang waren das alles Stunden, in denen ich mich hätte mehrteilen müssen, um bei allen Problemen zu helfen. ich hab mich oft gefragt, warum zum Teufel ich das eigentlich mache. Bin mir aber immer noch sicher, dass es ein wertvoller Unterrichtsinhalt ist, der Zeit und Arbeit Wert ist. Vor allem mit dem Ausblick auf die weiterführende Schule.

So, nun liegen wir in den letzten Zügen und es stehen neben den Endkorrekturen nur noch die Folienübergänge und die Übungen zum Präsentieren an. Dann werden wir unsere Parallelklasse einladen und medial beglücken. Ich versuche, zu berichten, was am Ende rauskommt….

Ka

Online-Spiele Bundesländer

So langsam nehmen die Präsentationen der Kids zu den Bundesländern Form an. Inhaltlich sind sie wenig berauschend bei den meisten, aber hier halte ich mich an den Grundsatz, dass entweder die neue Methode oder der Inhalt im Mittelpunkt stehen – für mich diesmal klar die Arbeit mit LibreOffice Presenter.

Nun kommt der Punkt, an dem ich mit jeder Gruppe bzw. jedem Kind einmal in Ruhe über die Präsentation gucke, kleine Fehler ausmerze und evtl. noch Formatierungen zurechtrücke. Dazu brauche ich 20 bis 21 beschäftigte Viertklässler im Hintergrund, und das möglichst im PC-Raum… Also habe ich mich nochmal im Netz umgesehen und mal drei Online-Spiele herausgesucht, die hoffentlich genügend lange für Unterhaltung und nebenbei einen gewissen Lerneffekt sorgen werden:

http://www.openwebschool.de/05/ek/0001/start.html

http://geopuzzles.ch/GeoPuzzles/Bundeslaender/bundeslaender.html

http://www.wir-in-ost-und-west.de/images/spiele/bundeslaender.html

Da ich in der Schule mangels Administrationsrechten keine Tabs setzen kann, bleibt mir nur ein Umweg, der aber für alle PC-Nutzer schnell und einfach umsetzbar ist: Ich stelle den Kindern die Links in einem Textdokument zur Verfügung. Sie müssen dann nur noch die Strg- bzw. Ctrl-Taste drücken und gleichzeitig den Link anklicken – schon öffnet sich der Browser auf der gewünschten Seite. Das erspart Frust bei Tippfehlern in den endlos langen Adressen.

Unbenannt

Wie man so ein Dokument erstellt? Auf meiner letzten SU-Fortbildung musste ich feststellen, dass viele dieses Vorgehen nicht kannten und dankbar für den Hinweis waren. Ob bei den hier lesenden wohl regelmäßigen PC-Nutzern noch Tipps nötig sind, vermag ich nicht einzuschätzen. Deshalb:

  1. Die gewünschte Seite öffnen und die Adresse kopieren (Rechtsklick in die Adresszeile, dann „kopieren“).
  2. Im Textdokument den Link einfügen.
  3. Textdokument benennen und speichern.
  4. Den Kindern zur Verfügung stellen: via Stick, Mail o.ä. auf den Schulrechner bringen und in die Verzeichnisse der Kinder legen. Oder, wenn es das gibt, in ein Austauschverzeichnis. Oder auf den Desktop (Unbedingt vorher prüfen, ob auf dem Desktop abgelegte Dateien erhalten bleiben – bei uns verschwinden die nach dem Herunterfahren!).
  5. Datei öffnen, Links anklicken, fertich!

Viel Spaß beim Spielen wünscht

Ka (die bem 2. Spiel 155 Sekunden zum Schlagen anzubieten hat…)

Deutschland – ein gar lustig Land

Kennt ihr „Postamt„? (Liegt in Brandenburg) Dann ist euch vermutlich auch „Hahnofer“ ein Begriff, oder „Keil„…

Oder wart ihr schon in den folgenden Bundesländern: Salan, Badewütenberg bzw. Badenwürgenberg  und Reinland Pfeil (im Süden…), Mecklinken vorpommen, Schliesweg-Holzstein (beide nördlich)???

Und jetzt mal ne Frage: Wie viele Schreibweisen für Nordrhein-Westfalen kennt ihr? Nur eine? Ich kenne mindestens sieben!

Freu mich schon auf den Bundesländer-Test in den nächsten Wochen. Der wird lustig…

Ka