Päuschen

Wie das immer so ist mit Zeitplänen – meine gehen nie auf…
Vor Kurzem hing im Lehrerzimmer eine Postkarte: „Gestern hatte ich viel vor. Jetzt habe ich heute viel vor“. Passt. Aber ich bin ja auch nicht Schuld. Das ist immer das Drumrum, das mich hindert.Wie war doch das Fachwort dazu – Prokrastination, ja! Bin ich der Typ für.

Die Aufsätze schlummern immer noch auf meinem Tisch in der Schule. Vermutlich haben sie sich noch nicht selbst korrigiert und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand aus dem Kollegium sich ihrer angenommen hat…

Wegen Deadline Ende März (eeehm, morgen!?) tippe ich mir grade die Finger wund an den Handreichungen zum Lesebuch, die schon länger auf mich warten. Ich hoffe, ihr könnt mit meinen Ideen und Vorschlägen später alle mal was anfangen.

Nun ja, jetzt geht’s weiter, es warten noch dreieinhalb Kapitel. Am liebsten heute noch fertig werden!!! Schnell ein Kopfschmerztablettchen, einen frischen Tee und ne neue Flasche Wasser, dazu noch irgendwas zum Knabbern suchen und Attacke.

Eine sich gerade um sich selbst drehende Ka

mompitzige Lesespiele als Gewinnspielbeitrag

Für das Gewinnspiel auf www.mompitz.de habe ich auch zwei Beiträge eingereicht: Lesespiele sind ja mein Ding, und da hab ich mit den wunderbar bunten, wilden Mompitzen auch mal zwei gestaltet, die vom Anspruch her einmal für Ende Klasse 1 und Klasse 2 passen sollten und einmal für stärkere Leser, also eher die 3/4er.

Unbenannt1      Unbenannt

Ich würde mich freuen, wenn ihr die Lesespiele mal anschauen, testen und vielleicht sogar bewerten mögt!
Hier gehts zu den beiden Gewinnspielteilnehmern:
Lesespiel 1-2         &         Lesespiel 3-4

Weiterhin schöne Ferien wünscht
Ka

Kleidung im Mittelalter

… ist ein doch recht faszinierendes Thema für die Kinder in der 4. Sie fanden es sehr ungewohnt, dass man an der Kleidung eines Menschen seinen Stand ablesen konnte und umgekehrt bestimmte Kleidungsstücke, Stoffe etc. bestimmten Ständen vorbehalten bleiben. Überhaupt war das Ständewesen für sie ein seltsames Konstrukt. Da zeigt sich doch mal wieder positiv, dass die kinder doch noch recht unverdorben und weniger in Schubladen denken als wir Großen. Denn für uns gibt es ja auch heute noch Stände, Schichten, oder wie man es nennen will und ich glaube, wir orientieren uns dabei auch (vielleiht unbewusst) an der Kleidung der Menschen.

Damit nun aber die Kinder etwas intensiver in das Thema hineinkommen, habe ich neben kurzen Infotexten vor allem Bildmaterial angeboten. Einerseits in Form von Büchern, die ja eh schon in der Klasse liegen und zum Zweiten mit Bildern aus dem www.
IMG_0427Ich habe mir in der Bildersuche mehrere passende Bilder zu einzelnen Ständen oder der Ständeübersicht gesucht und gespeichert und lasse diese morgen über den Beamer als Diashow laufen. Die Kinder arbeiten in kleinen Gruppen an je einem Stand (die Ritter zählen dabei extra wegen der Rüstung) und bearbeiten AB Kleidung mit Stichworten. Dazu sollen sie eine Zeichnung (A4) anfertigen, die dann zusammen mit den Zetteln ausgehängt werden wird.
Wer nicht beamern kann/möchte, der kann ja einzelne Bilder ausdrucken und auslegen. Bilder transportieren einfach am besten, wie es denn nun aussah, was kein Text so schafft…
Eine Differenzierungsaufgabe nach oben ist dann noch die Beschriftung der Zeichnungen mit den korrekten namen der Kleidungsstücke. Hemd und Rock hatten zum Beispiel ja schon eine andere Bedeutung als heute.

Wollen wir mal sehen, was morgen dabei heraus kommt. Zwei Parallelklassen dürfen morgen ran, was mir dann immer eine gute Rückmledung über die Qualität der Planungen gibt. 🙂

Ka

Vermisstenanzeige

Ich melde hiermit öffentlich das Präteritum als vermisst.

Kennzeichen: Eine Zeitform für Verben / Prädikate, die man verwendet, um vergangene Handlungen von gegenwärtigen oder zukünftigen abzugrenzen.
Anwendung: Wenn über etwas berichtet wird, das in der Vergangenheit geschah, verwendet man in der Regel das Präteritum. Typische Anwendungsbereiche sind fiktionale Geschichten, historische Berichte sowie Nachrichten oder Reportagen.
Beispiel:  „Heute geht er.“ – Präsens, Gegenwart.
„Gestern ging er.“ – Präteritum, Vergangenheit.

In den vergangenen Jahren hat sich das Präteritum still und heimlich immer weiter aus der Berichterstattung in Magazinen und Nachrichtensendungen zurückgezogen. Zuerst war es bei den privaten Sendern nicht mehr anzutreffen, inzwischen lässt es sich selbst in öffentlich-rechtlichen Medien nur noch selten blicken. Sätze wie „Bereits gestern unterschreibt XY …“ oder „Mit 17 schreibt er seine ersten…“ sind die traurigen Überbleibsel seines Rückzuges. Deshalb hier mein Plädoyer:

Liebes Präteritum, BITTE kehre zu uns zurück! Bereichere unsere Sprache und hilf uns, die Gegenwart von der Verganganheit zu unterscheiden. Biete unseren Kindern grammatische Orientierung und beschränke dich dabei nicht nur auf Geschichten und Romane. Halte wieder Einzug in unseren Alltag und lass dich nicht vom Präsens (das sich anscheinend mit dem Perfekt verbündet hat) vertreiben! Schütze dich selbst vor Verballhornungen deiner Person in Form von „verstehte, laufte, sitze“, indem du uns wieder täglich mit deiner Anwesenheit beehrst. Ich bitte dich von Herzen – komm zurück, liebes Präteritum!

Deine dich sehr vermissende Katharina

reizende Reizwortgeschichten schreiben

Tja, nun geht es ans Eingemachte: Die zweite Übung steht an, bevor es zu Wochenbeginn an den dritten Aufsatz geht.

Nachdem wir bei der Vorbereitung für die erste Geschichte sehr kleinschrittig vorgegangen sind (siehe Tafelfotos unten) und die Kinder eigentlich „nur“ die Geschichte allein geschrieben haben, mussten sie sich diesmal auch allein bzw. im Austausch mit Mitschülern die Stichwörter zur Vorbereitung allein ausdenken. Geschrieben wird diesmal als HA – da bekomme ich zwar nicht unbedingt reine Eigenproduktionen der Kinder, aber die Eltern bekommen einen guten Einblick in die Anforderungen, die der Aufsatz stellen wird…

Nun aber nochmal genau: Unser Lehrwerk (ABC der Tiere) arbeitet beim Verfassen von Geschichten in 3 und 4 mit der Ideenspinne. Wir haben diese für die Reizwortgeschichte etwas modifiziert und das Spinnennetz in Einleitung, Hauptteil und Schluss unterteilt (s. Foto). Darin sammeln die Kinder dann über die (1-2-1 vorgegebenen) Reizwörter hinaus  eigene Ideen. Die müssen nicht verpflichtend in der Geschichte vorkommen, helfen aber beim Planen der Handlung. Danach wurden auf einem weiteren AB oder im Heft nochmal Stichwörter zu den Reizwörtern gesammelt und die Personen, Gefühle etc. näher definiert.
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Die in den letzten Tagen hier gebloggten AB zu Wortfeldern und Satzbau / Satzbildung habe ich parallel dazu eingesetzt, da sie ja die sprachliche Arbeit auch inhaltlich unterstützen können (AB Sätze umstellen  AB Sätze ausschmücken  AB Mittelalterliche Wortfelder).

Damit die Kinder von vornherein eine Transparenz über die Anforderungen haben, geben wir gern ein Bewertungsraster auch schon in die Übungen. Hier können es die Kinder (ggf. Eltern) allein oder in einer wie auch immer gearteten Schreibkonferenz nutzen, um ihre Geschichte zu überprüfen bzw. überprüfen zu lassen. Aus verschiedenen Vorlagen habe ich dieses Reizwortgeschichte RasterB verfasst, das auch als Schreibhilfe dient. Die Datei hat zwei Seiten: Eine Version für Übungen und eine für den Aufsatz. Da ja nicht jeder eine Ideenspinne nutzt, gibt es heute mal wieder eine Word-Datei, die man vor allem bei diesem ersten Punkt individuell anpassen kann. Hier könnte man auch über Punkte statt Smileys nachdenken, wenn man möchte: Reizwortgeschichte RasterB

Soweit für heute der kurze Einblick in meinen Klassenraum. Und wehe, irgendwer nölt jetzt wieder über eine zu schlecht geputzte Tafel…

Eine reizende Zeit bis zu den Ferien wünscht
Ka

Wer tut was auf der Burg

Man kann meinem Blog entnehmen, dass ich doch gern sachunterrichtliche themen auch in meinen Deutschunterricht aufnehme. Sachunterricht ist eben immer auch Sprachunterricht, so habe ich es schon im Seminar gelernt.
Deshalb kommt hier noch eine Übung, die beiden Fächern zuzuordnen ist. Da doch viele von uns die Kombi D-SU in der eigenen Klasse geben, ist das ja auch niht so schlimm…

Es geht darum, dass Burgbewohnern Tätigkeiten zugeordnet werden müssen, um daraus korrekte Sätz zu bilden. Diesmal etwas Leichteres als die anderen AB von heute! 🙂
AB Wer tut was auf der Burg

Ka

Sprachgebrauch-Übungen mit Bezug zum Mittelalter

Da ja (wie schon erwähnt), der nächste Aufsatz ansteht und wir dafür in der Schule auch fleißig üben werden, wie man eine Reizwortgeschichte schreibt, brauchte ich noch geeignete Übungen, um das auch daheim tun zu können.

Zuerst deshalb hier ein AB, bei dem Wortfeldarbeit betrieben wird: Eine Menge Adjektive werden angeboten, die die Kinder zu Nomen zuordnen müssen: AB Mittelalterliche Wortfelder
Dann zwei AB zur Satzebene: Kurze S-P-O-Sätze sollen beim ersten ausgeschmückt werden durch adverbiale Bestimmungen, Adjektive, vielleicht Orts- oder Zeitergänzungen: AB Sätze ausschmücken
Beim Zweiten muss man ausgeschmückte Sätze umstellen, so dass z.B. ein djektiv oder eine Zeitergänzung vorne steht statt immer der…, der… usw.: AB Sätze umstellen

Mal sehen, ob mein Anpruchsdenken da mal wieder zu hoch greift, oder ob es den Kindern für ihre Geschichten eine Hilfe sein kann, einfach schonmal mit den potenziell vorkommenden Wörtern gearbeitet zu haben…

Ka

Reizwortgeschichte

Der nächste Aufsatz wird genau eine solche. Heute morgen haben wir dazu das Hilfsmittel Ideenspinne kennengelernt, um eine Geschichte zu planen (aus dem ABC der Tiere). Fotos und Eindrücke kommen in den nächsten Tagen dazu mal, auch an einem Überarbeitungs- und Bewertungsraster arbeiten wir gerade noch.

Meine persönliche Reizwortgeschichte heute enthält die Begriffe Telefonanbieter – Kindergarten – Hotline – Spontaneität.
Macht was draus! 😉

Ka

Wegbeschreibung – eine Übung zum genauen Beschreiben und Zuhören für Zwischendurch

Heute mal ganz „off-topic“ diese gerade wieder gefundene Übung:
Unbenannt
(Grafiken alle aus Windows Cliparts!)

Es ist eine Partnerübung, bei der jedes Kind einmal Wegweiser und einmal Wegfinder sein darf.

Zuerst zeichnet wie oben zu sehen ein kind seinen gewünschten Weg auf seinem Blatt ein. Dann erklärt und beschreibt es ihn seinem Partner. Dafür müssen grundlegende Begriffe wie rechts/links/hoch/runter bekannt sein, aber auch Begriffe wie Kreuzung, Gabelung, steil/spitz und die Namen der Tiere. Am Ende werden die beiden Wege verglichen und mit zwei neuen Blättern die Rollen getauscht. Wer Papier sparen will oder soll, kann ja auch (farbig) drucken, laminieren und die Folienstifte einsetzen…

Bei meinen Kids ist das bislang als schöne Kleinigkeit für Zwischendurch immer gut angekommen. Hier die Datei: Wegbeschreibung

Ka

Begeisterung für große Kleinigkeiten

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Ich bin ein Fan. Vom 3D-Drucken. Jawoll!

Am Freitagabend fand bei uns die Lange Nacht der Computer statt, bei der die Eltern des vierten Jahrgangs verschiedene Stationen rund um den PC anbieten. Dieses Jahr gab es eine Premiere: ein, nein gleich zwei 3D-Drucker konnten bestaunt und benutzt werden.

Während die Kinder das zwar spannend, aber doch irgendwie genauso normal wie z.B. lebensrealistische Animationsfilme fanden, waren wir Großen doch schon sehr beeindruckt von den live ausgedruckten Einkaufschips und anderen Kleinigkeiten. Fast unvorstellbar war es für mich, dass so ein Drucker mehrgliedrige, bewegliche Teile wie den Roboter oder Kettenglieder, ineinander bewegliche Kugeln etc. herstellen kann, die fix und fertig da heraus kommen. Unglaublich wohl für alle, die selbst 2D-(Farb(Laser))Drucker schon als Fortschritt empfanden… 🙂

Eine beeindruckte Ka, die sich vom geliehenen Roboter gar nicht mehr trennen mag!