Da das Piraten-Projekt so super angekommen ist, habe ich meine aktuellen Wochenpläne und Deutschstunden auch eher projektartig an ein Thema gebunden. In der Fibel hat das (bei den meisten Kindern) aktuelle Thema den Schwerpunkt Körper, so dass ich das auch übernommen habe.
Letzte Woche ging es um die Körperteile – wir haben sie benannt, geschrieben, gelesen, ein kleines Gedicht dazu gelernt („Zwicke zwacke“ von Jürgen Spohn). Diese Woche steht unter dem Motto „Was mein Körper alles kann“. Für Lehrer gesprochen also um Verben… Auch hier werden wir viele Übungen machen, die einen Stamm an Verben inhaltlich verfügbar machen, werden schreiben, lesen, hören, Wörter aus Silben zusammen setzen etc.
Los ging es heute nach dem langen WE mit einer Stunde Bildkartenarbeit. Eigentlich für eine Verbenkartei für Englisch hatte ich mir die „Erste-Hilfe-Verben“ von Cornelsen besorgt; heute aber mal spontan für Deutsch ausgeliehen…

Die Bilder verteilte ich auf den Tischen und die Kinder durften sich von jeder der vier Tischgruppen je eine Karte nehmen und mit in den Stuhlkreis bringen. Nach kurzer Ruhesammlungsphase eröffnete ich die Runde mit einem „Mein Körper kann stehen.“ und gab das Wort weiter. Und siehe da, alle Kinder griffen diesen Satz auf und nutzten ihn mehrfach, bis alle Bildkarten in der Mitte lagen.
Da es als HA ein AB in zwei Schwierigkeitsstufen gab, auf dem Bilder bzw. Wörter farbig eingekreist werden müssen, begannen wir im Sinne einer Probehandlung mit einer Sortierung der Bildkarten in drei Kategorien:
– das kann man nur zuhause tun, nicht in der Schule
– das kann man nur in der Schule tun, nicht zuhause
– das kann man zuhause und in der Schule tun.
Schnell merkten wir, dass die zweite Kategorie ziemlich klein bleiben würde.
Was mich neben der inhaltlich gut funktionierenden Wortschatzarbeit, die die Klasse recht dankbar annimmt, am meisten freut ist eine ganz schlichte Tatsache: dass solche komplett frontalen bzw. gemeinsamen Stunden inzwischen mit meinen kleinen Monstern überhaupt möglich sind. Im alten Jahr galt immer „arbeiten können sie, aber zuhören nicht“, weshalb ich ja fast nur Wochenpläne abarbeiten ließ und kaum mal etwas vorlas oder gemeinsam besprach.
Schön, dass das langsam anders ist und der gute Eindruck aus dem März sich hält.
Beste Grüße,
Katha
Zu den kleinen Eiern gibt es immer eine kleine Zeichen- bzw. Schreibaufgabe mit jeweils rund 2 Minuten Zeit. Sowas wie „Zeichne oder schreibe in Feld X deinen liebsten Osterbesuch!“ (ein Bild aus deinem Lieblingsfilm, deine coolste Osterüberraschung, das beste Ostereierversteck etc.). Das große Ei in de Mitte darf dann zuletzt beim Quatschen mit den Nachbarn schön bunt gemustert gestaltet werden. So kommt jeder mal zum Reden und gaaaanz wichtige Erlebnisse (Urlaub, Ausflug…) hören wir uns auch bestimmt an. Mindestens 2 meiner Schätzchen waren auf Familienbesuch im Ausland und wir sind sehr gespannt, wie es da Ostern so war…
So, nun folgt endlich der Abschluss des Piraten-Projekts:


Nach der Begrüßung und Besprechung des Tagesablaufs versammelten wir uns auf Stühlen und Tischen sitzend um diese Szene herum und mutmaßten, wieso weshalb warum dieser Pirat dort so einsam auf der Insel stand. Vielleicht wurde er zur Strafe ausgesetzt, vielleicht sollte er einen Schatz bewachen oder war nach einem Schiffbruch als einziger Überlebender angespült worden? Es blieb ein Rätsel!










Es gibt drei Schilder mit den drei Artikeln, die man je nach Lust und Laune auch noch auf farblich passende Plakate/Zettel legen/kleben könnte. Wer will, darf natürlich auch laminieren…