Wie lange isses noch – Nachtrag

Irgendwie (!) sind wir am Ende der Stunde gemeinsam (!) darauf gekommen, dass es inkl. vergangenen Montag bis zu unserem letzten gemeinsamen Schultag noch 63 Tage sind. Der Weg dahin war überraschend schwierig, aber auch überraschend motivierend.

Die Kinder waren sehr eifrig dabei, die Tage abzuzählen. Schnell merkten sie dann aber, dass sie bei mir mit flüchtig abgezählten 143 Tagen nur ein Kopfschütteln ernteten. Ich verwies sie an die Tipps hinter der Tafel und nach und nach konnten die meisten diese auch gut umsetzen. Ich war überrascht, wie gebannt wirklich alle gesucht und gestrichen haben!

ABER: Es gab doch einige Stolpersteine…
Ich hatte die Frage „Wie viele Schultage hat die 4x noch an der GS XXX?“ an die Tafel geschrieben und dazu den Jahreskalender 2016 verteilt, die Ferienlisten an die Tafel gehängt, die Tipps beworben und viel Erfolg gewünscht.
Schwierigkeit 1: Manche Kinder notierten munter ALLE Ferien und Feiertage in ihren Kalendern – sie hatten gar nicht überblickt, dass sie ja nur den Zeitraum von April bis Juli betrachten müssten..
Schwierigkeit 2: SCHULtage von Tage zu unterscheiden, war für mehrer Kinder ebenfalls ein Hindernis. Manchen von ihnen haben die Tipps geholfen, andere waren dahingehend beratungsresistent.
Schwierigkeit 3:
Manche Kinder können nicht mehrere Dutzend Tage mit Unterbrechung abzählen. Ja ehrlich – am Ende habe ich den Kalender digital an die  Wand gebeamert (ging bei mir schneller, als eben noch ne Folie zu kopieren…) und wir haben gemeinsam zuerst die nicht wichtigen Monate gestrichen und dann alle freien Tage farbig markiert. Die Kids mussten also NUR noch die weißen Tage zwischen heute und dem letzten Schultag zählen. Bis auf die eine Schülerin, die da Rätsel schon vorher allein gelöst hatt, haben dieses reine Abzählen nur drei Kinder hinbekommen…

Also, vielleicht doch beim nächsten Mal angeleiteter beginnen oder arbeiten, vermute ich. Schade…

🙂 ist allerdings, dass ich bis jetzt jeden Morgen mit „Heute sind e s nur noch … Tage hier an der Schule für uns!“ begrüßt werde.

Ka

Wie lange isses noch???

Genau diese Frage werde ich morgen meinen Viertklässlern stellen:
Wie viele Tage Unterricht haben wir noch gemeinsam vor uns, bis die Grundschulzeit endet?

Das ist mal eine Lese- und Denk-Übung der anderen Art: Diskontinuierliche Texte (Tabellen, Listen) müssen gelesen und daraus die nötigen Informationen entnommen werden. Ein bisschen Mathe steckt noch drin, weil man ja nach allem logischem Denken auch noch richtig zählen muss…

So werde ich vorgehen:
1. Die Kinder bekommen die Frage und p.P. ein Kalenderblatt. Das stammt von kalenderpedia.de (bei dem Link erstmal nach unten scrollen, dann kommt man zur Datei).2. Vorn an der Tafel werden 3 Zettel hängen mit den Ferien in allen Bundesländern, den Feiertagen und den beweglichen Ferientagen an unserer Schule. Die ersten beiden davon habe ich von ferienkalender.com. Kann man aber natürlich auch aus dem eigenen Lerherplaner oder sonstwoher nehmen!
3. Hinter der Tafel und an anderen verdeckten Orten hänge ich insgesamt 5 Tipps aus. Wer wirklich gar nicht weiterkommt, bekommt von mir einen.

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Da bin ich mal gespannt, wie leicht oder schwer sich die Herren und Damen damit tun werden. Ich finde ja, solche Übungen macht man viel zu selten.

Damit schließe ich für heute und wünsche allen, die morgen wieder starten (ich hörte eben in den Nachrichten, dass es 10 Bundesländer betrifft), einen guten oder ertragbaren oder erfreulichen Tag!

Ka (die jetzt 63 Schultage herunter zählt plus einen Fortbildungstag)

Von Einhörnern und Turnieren

…werde ich wohl mindestens heute Nacht noch träumen. 22 Mal habe ich nach Reizwörtern, manchmal auch nach dem Sinn gesucht.
Gott sei’s gedankt – ich habe fertich. Ein paar Opfer musste ich bringen (s.Foto), aber nun stehen die Noten drunter und Punkt 2 (von 5) auf meiner Liste ist „just in time“ abgehakt!

Da ich alle werten Leser dieses Blogs ja nun schon seit Wochen mit diesen Aufsätzen genervt habe, möchte ich euch auch die Highlights nicht vorenthalten. Achtung, es gab zwei Themen zur Auswahl – Begegnung mit dem Einhorn oder Ritterturnier – wundert euch also nicht über inhaltliche Inkonsequenz 😉

Der spanender Kampf Wo gehobelt wird…
Im Wald war es gruselich und überall waren Bäume. Ach, echt?
Artus musste gegen Horst. Aha.
Artus stoß Horst beim 7 mal vom Pferd runter und war der Sieger.
Am nächsten morgen ging er zum Turnier mit Lanzen und der schwarze Ritter hat gewonnen.
Nun konnte er ganz getchilt auf das Einhorn drauf. Ey, das heißt gechillt!
Schließlich feierten sie bis zum Morgengrauen auf den Prince Hermann. 🙂
Der Ritter fragte: Wollen wir Freunde sein?“ Das Einhorn sagte: „Ja, können wir.“ Die Ka fragte das Einhorn: „Können wir auch Freunde sein? Darf ich dann mit auf deinem Regenbogen reiten???“
Ein Knappe half ihm seine Rüstung anzulegen und saß ihn mit einem Kran auf das Pferd.
Friedrich wurde später ein sehr berümter Ritter und lebte bis an sein Ende. Das will ich auch schaffen, mal sooo alt zu werden.

In diesem Sinne: Ich geh jetzt gechillt auf meinem Sofa und suche bei die Einhörner…

Ka

mompitzige Lesespiele als Gewinnspielbeitrag

Für das Gewinnspiel auf www.mompitz.de habe ich auch zwei Beiträge eingereicht: Lesespiele sind ja mein Ding, und da hab ich mit den wunderbar bunten, wilden Mompitzen auch mal zwei gestaltet, die vom Anspruch her einmal für Ende Klasse 1 und Klasse 2 passen sollten und einmal für stärkere Leser, also eher die 3/4er.

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Ich würde mich freuen, wenn ihr die Lesespiele mal anschauen, testen und vielleicht sogar bewerten mögt!
Hier gehts zu den beiden Gewinnspielteilnehmern:
Lesespiel 1-2         &         Lesespiel 3-4

Weiterhin schöne Ferien wünscht
Ka

reizende Reizwortgeschichten schreiben

Tja, nun geht es ans Eingemachte: Die zweite Übung steht an, bevor es zu Wochenbeginn an den dritten Aufsatz geht.

Nachdem wir bei der Vorbereitung für die erste Geschichte sehr kleinschrittig vorgegangen sind (siehe Tafelfotos unten) und die Kinder eigentlich „nur“ die Geschichte allein geschrieben haben, mussten sie sich diesmal auch allein bzw. im Austausch mit Mitschülern die Stichwörter zur Vorbereitung allein ausdenken. Geschrieben wird diesmal als HA – da bekomme ich zwar nicht unbedingt reine Eigenproduktionen der Kinder, aber die Eltern bekommen einen guten Einblick in die Anforderungen, die der Aufsatz stellen wird…

Nun aber nochmal genau: Unser Lehrwerk (ABC der Tiere) arbeitet beim Verfassen von Geschichten in 3 und 4 mit der Ideenspinne. Wir haben diese für die Reizwortgeschichte etwas modifiziert und das Spinnennetz in Einleitung, Hauptteil und Schluss unterteilt (s. Foto). Darin sammeln die Kinder dann über die (1-2-1 vorgegebenen) Reizwörter hinaus  eigene Ideen. Die müssen nicht verpflichtend in der Geschichte vorkommen, helfen aber beim Planen der Handlung. Danach wurden auf einem weiteren AB oder im Heft nochmal Stichwörter zu den Reizwörtern gesammelt und die Personen, Gefühle etc. näher definiert.
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Die in den letzten Tagen hier gebloggten AB zu Wortfeldern und Satzbau / Satzbildung habe ich parallel dazu eingesetzt, da sie ja die sprachliche Arbeit auch inhaltlich unterstützen können (AB Sätze umstellen  AB Sätze ausschmücken  AB Mittelalterliche Wortfelder).

Damit die Kinder von vornherein eine Transparenz über die Anforderungen haben, geben wir gern ein Bewertungsraster auch schon in die Übungen. Hier können es die Kinder (ggf. Eltern) allein oder in einer wie auch immer gearteten Schreibkonferenz nutzen, um ihre Geschichte zu überprüfen bzw. überprüfen zu lassen. Aus verschiedenen Vorlagen habe ich dieses Reizwortgeschichte RasterB verfasst, das auch als Schreibhilfe dient. Die Datei hat zwei Seiten: Eine Version für Übungen und eine für den Aufsatz. Da ja nicht jeder eine Ideenspinne nutzt, gibt es heute mal wieder eine Word-Datei, die man vor allem bei diesem ersten Punkt individuell anpassen kann. Hier könnte man auch über Punkte statt Smileys nachdenken, wenn man möchte: Reizwortgeschichte RasterB

Soweit für heute der kurze Einblick in meinen Klassenraum. Und wehe, irgendwer nölt jetzt wieder über eine zu schlecht geputzte Tafel…

Eine reizende Zeit bis zu den Ferien wünscht
Ka

Wer tut was auf der Burg

Man kann meinem Blog entnehmen, dass ich doch gern sachunterrichtliche themen auch in meinen Deutschunterricht aufnehme. Sachunterricht ist eben immer auch Sprachunterricht, so habe ich es schon im Seminar gelernt.
Deshalb kommt hier noch eine Übung, die beiden Fächern zuzuordnen ist. Da doch viele von uns die Kombi D-SU in der eigenen Klasse geben, ist das ja auch niht so schlimm…

Es geht darum, dass Burgbewohnern Tätigkeiten zugeordnet werden müssen, um daraus korrekte Sätz zu bilden. Diesmal etwas Leichteres als die anderen AB von heute! 🙂
AB Wer tut was auf der Burg

Ka

Sprachgebrauch-Übungen mit Bezug zum Mittelalter

Da ja (wie schon erwähnt), der nächste Aufsatz ansteht und wir dafür in der Schule auch fleißig üben werden, wie man eine Reizwortgeschichte schreibt, brauchte ich noch geeignete Übungen, um das auch daheim tun zu können.

Zuerst deshalb hier ein AB, bei dem Wortfeldarbeit betrieben wird: Eine Menge Adjektive werden angeboten, die die Kinder zu Nomen zuordnen müssen: AB Mittelalterliche Wortfelder
Dann zwei AB zur Satzebene: Kurze S-P-O-Sätze sollen beim ersten ausgeschmückt werden durch adverbiale Bestimmungen, Adjektive, vielleicht Orts- oder Zeitergänzungen: AB Sätze ausschmücken
Beim Zweiten muss man ausgeschmückte Sätze umstellen, so dass z.B. ein djektiv oder eine Zeitergänzung vorne steht statt immer der…, der… usw.: AB Sätze umstellen

Mal sehen, ob mein Anpruchsdenken da mal wieder zu hoch greift, oder ob es den Kindern für ihre Geschichten eine Hilfe sein kann, einfach schonmal mit den potenziell vorkommenden Wörtern gearbeitet zu haben…

Ka

Reizwortgeschichte

Der nächste Aufsatz wird genau eine solche. Heute morgen haben wir dazu das Hilfsmittel Ideenspinne kennengelernt, um eine Geschichte zu planen (aus dem ABC der Tiere). Fotos und Eindrücke kommen in den nächsten Tagen dazu mal, auch an einem Überarbeitungs- und Bewertungsraster arbeiten wir gerade noch.

Meine persönliche Reizwortgeschichte heute enthält die Begriffe Telefonanbieter – Kindergarten – Hotline – Spontaneität.
Macht was draus! 😉

Ka

Wegbeschreibung – eine Übung zum genauen Beschreiben und Zuhören für Zwischendurch

Heute mal ganz „off-topic“ diese gerade wieder gefundene Übung:
Unbenannt
(Grafiken alle aus Windows Cliparts!)

Es ist eine Partnerübung, bei der jedes Kind einmal Wegweiser und einmal Wegfinder sein darf.

Zuerst zeichnet wie oben zu sehen ein kind seinen gewünschten Weg auf seinem Blatt ein. Dann erklärt und beschreibt es ihn seinem Partner. Dafür müssen grundlegende Begriffe wie rechts/links/hoch/runter bekannt sein, aber auch Begriffe wie Kreuzung, Gabelung, steil/spitz und die Namen der Tiere. Am Ende werden die beiden Wege verglichen und mit zwei neuen Blättern die Rollen getauscht. Wer Papier sparen will oder soll, kann ja auch (farbig) drucken, laminieren und die Folienstifte einsetzen…

Bei meinen Kids ist das bislang als schöne Kleinigkeit für Zwischendurch immer gut angekommen. Hier die Datei: Wegbeschreibung

Ka

Schaltjahr-Lesetext mit Fragen

Da ich gerade kein Diktat, keinen Grammtiktest und (noch) keinen Aufsatz vorbereiten muss, habe ich morgen wirklich mal wieder ein bisschen zeit, etwas zu lesen. Da die LB-Texte gerade nicht gut passen, nehme ich mal den guten alten Lebensweltbezug mit ins Boot und habe mir einen interessanten Text über die Entstehung des Schltjahres gesucht. Im SWR-Kindernetz bin ich fündig geworden. Und da Viertklässler ja lesetechnisch auch etwas belastbar sind sein sollten, gibts dazu auf die Rückseite ein paar Fragen (Schalttag Fragen Lesetext) mit unterschiedlichen Anforderungsniveaus…

Hier habe ich dann auch noch eine sprachhistorische Erklärung für den Namen gefunden: http://sprachgestoeber.de/schaltjahr/.

Ka