Wenn ein neues Kind kommt

… dann sollte man als Lehrer gut darauf vorbereitet sein. Neben dem Namen kenne ich immer gern einen kurzen Abriss über die „Herkunft“, also von welcher Schule und warum das Kind kommt, Daten der Eltern etc.

Damit sich morgen meine neue Schülerin Willkommen fühlen kann, überlege, sortiere und drucke ich gerade einiges zusammen: Namensschilder für den Tisch sowie für die Fächer sind erstmal ganz wichtig. Einen Stapel Bücher brauche ich natürlich, wobei in diesem Fall statt des Deutschlehrwerks erstmal ein Schreiblehrgang DAZ zum Einsatz kommt. Dann braucht das Kind Stundenplan und Materialliste (ist dankenswerterweise schon im Sekretariat abgearbeitet worden). Außerdem musste ein neuer Sitzplan her, was in diesem Fall eine kleine Neuordnung meiner kompletten Tischordnung bedeutete, da ein Tisch mehr her muss… Mal sehen, ob meine bislang an Einzeltischen sitzenden Spezialisten jetzt auch an den Vierertischen zurecht kommen. Einen habe ich letztens ja schon dort „integriert“:
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So sieht der Versuch jetzt aus, aus Klippertschen Winkeln und drei Einzeltischen eine 20er-Sitzordnung zu zaubern. Mal sehen, ob das so in der Klasse morgen früh auch zu stellen ist!

Zum Glück ist die Ankunft dieses Mal so „langfristig“ bekannt (knapp eine Woche), dass ich die Klasse schon vorher informieren konnte und sie sich gut auf „unser erstes Flüchtlingskind“ einstellen konnten.

Ich bin gespannt, wie es morgen los geht!

Beste Grüße,
Katha

 

Enspurt in Richtung Ferien

Hier in NRW stehen kommenden Freitag die Osterferien vor der Tür. Fühlt sich, wie so oft, nötig an… Ich vermute, dieses Gefühl teilen gerade viele von euch werten Lesern.
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Eine ordentliche Handvoll Arbeit steht aber noch an: der wegen Krankheit ausgefallene Elternabend der Monster muss nachgeholt werden, ein Diktat und ein paar nachzuschreibende Tests muss ich noch abnehmen. Die Kinder werden auf den Freitag hinfiebern, wenn sie zum ersten Mal beim Schultanztreff auftreten. Und am Montag kommt eine neue Schülerin in die Klasse – ein Flüchtlingskind mit sehr wenig Schul- und noch weniger Spracherfahrung. Somit leite ich dann eine Inklusions- und Integrationsklasse. Schauen wir mal, wie sich das alles so entwickelt. Ich weiß ja, dass viele von euch wesentlich schlechtere Unterrichtsbedingungen haben als ich (mehr Kinder, mehr Flüchtlinge, weniger Kollegen etc.). Dennoch mache ich mir ein bisschen Sorgen, ob ich den Kindern wirklich immer gerecht werden kann…

Nunja, erstmal fangen wir jetzt an und überstehen die letzten fünf Tage, bevor dann die Ferien beginnen! Euch allen auch einen guten Endspurt!
Katha

Fachunterricht organisieren

Mit dem Start des zweiten Halbjahres hat sich mein Stundenplan ganz schön geändert, da sich diverse Kurs- und OGS-Stunden in Englischstunden verwandelt haben. Somit bin ich jetzt in sieben Klassen Englischlehrerin und muss mich gerade einmal komplett neu organisieren (das hatte ich nämlich in dem Umfang auch noch nicht…).

Dummerweise fing das Halbjahr extrem bescheiden an, was einen regulären Unterrichtsfluss angeht: zuerst Projektwoche, dann eine Woche krank, eine Woche mit Fortbildung und Ausflug, dann nochmal eine Woche krank – so dass ich erst diese Woche so richtig starten konnte. Pfui!

So habe ich mich mit meinen bisherigen Fachklassen eingerichtet: In jedem Klassenraum habe ich ein Fach stehen, das mit einem Englisch-Schild gekennzeichnet ist. Darin lagere ich die CD für den Jahrgang und fertige Kopien. Außerdem lege ich Kopien für kranke Kinder mit deren Namen drauf ebenfalls hier hinein, damit ich sie in den nächsten Stunden an den Mann bringen kann (oder an die Frau, bevor mich hier jemand „gendert“!). Drei neue Kisten muss ich mir morgen noch fix beschriften und in die ersten Klassen tragen, damit das System wieder funzt.
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Zum Beginn einer neuen Einheit kopiere ich die AB, die ich definitiv jedes Jahr verwende, für die Klasse vor und lege sie in die o.g. Kiste. Wenn ich zusätzlich noch was benötige, kopiere ich dann kurzfristig nach, aber grundsätzlich weiß ich so, dass ich auch bei Planänderungen immer Material parat habe (wenn es mal schneller geht oder der Film nicht läuft, den ich zeigen will). Im Vertretungsfall kann ich den Kollegen dann auch Material anbieten, das sie einsetzen können.

Wenn ich dann in den Fachunterricht gehe, muss ich „nur“ darauf achten, dass ich ggf. zusätzlich nötiges Material dabei habe. Dafür habe ich eine Tragetasche, in der Folgendes immer mitkommt: Reservekopien der Deckblätter für unsere Hefte und Mappen, meine KV für alle Jahrgänge zum aktuellen Thema (s. Beitrag über meine Mappenwirtschaft), mein aktuelles Handpüppchen, wenn ich eines nutze und zur Zeit z.B. die Farbe- und Zahlenkarten für die Erstis. Nicht zu vergessen sind Magnete, da doch ab und an mal was ohne Magnetklebeband aufzuhängen ist und nicht in jeder Klasse ausreichend viele Magnete vorhanden / zu finden sind. Dann kommt eine Pappschachtel dazu, in der ich alle meine swap-Karten aufbewahre und eine Sammlung von Visualisierungskarten für die Unterrichtsphasen und sowas, wenn ich Stundentransparenz benötige.

Tja, und dann kann es los gehen… Bislang lief es so für mich ganz gut – mal sehen, wie es mit den Parallelklassen und dem Wechsel des Materials läuft. Die jeweils aktuelle Themenkiste für die ersten Klassen werde ich wohl im direkt neben den Klassen gelegenen Differenzierungsraum lagern, damit ich ohne Stockwerkswechsel an mein Material komme. Bei meinen parallelen dritten Klassen steht die Kiste immer in einer  der beiden (sie liegen zum Glück direkt gegenüber) und ich hole sie ggf. zu Stundenbeginn zu mir.

Da letzte, was ich für die Fachklassen mit mir herumtrage, steckt in meinem Rucksack: die Mappe mit den Klassenlisten, in die ich meine Beobachtungen und Noten (bei den Großen) eintragen kann (s. alter Beitrag).

So, das war dann doch mehr als gedacht heute Abend. Vielleicht mögt ihr ja eure Tipps und Tricks noch ergänzen?

Beste Grüße,
Katha

Ich würd‘ ja gern, aber…

… irgendwie kommt mir immer was dazwischen!

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Heute Schreibtischstart um 19:40 – Möppel und Möppelchen im Bett, Mutti frisch geduscht und voller Tatendrang.

Hauptziel: Notizen zum anstehenden Elternabend machen, um morgen in der Teamsitzung mit der immer 150%ig vorbereiteten Kollegin auch mal halbwegs gut vorbereitet zu sein.
„Kurz-mal-eben-noch-vorweg“-Ziel: die im Satz stehenden KV und Test-KV ausdrucken, die ich noch Korrektur lesen bzw. überprüfen muss, bevor sie endgültig eingereicht werden.

Was ich eigentlich tue: während der Drucker druckt, muss ich Papier nachlegen. Typisch. Beim Lochen der Blätter zum Abheften verhakt sich ein Lochstanzer und ich muss ruckeln, um weiter lochen zu können. Das jedoch ist eigentlich nur das Vorspiel, denn beim Wegräumen des Lochers (ja, das bemühe ich mich immer flott zu tun nach Gebrauch) fällt die untere Klappe ab und ich habe Konfetti auf dem Schreibtisch, auf dem Notebook, auf meinen Notizen und auf dem Schoß. Also erstmal vorsichtig Buch, Papiere und Notebook über der Papiermüllkiste ausschütteln, dabei möglichst keine falschen Tastenkombinationen drücken (ihr wisst ja) und alles aufklauben, was dann doch daneben gefallen ist.

Zurück zur Arbeit: Notizen zu Top 1 und 2 gemacht, da steht Möppel in der Tür: „Möppelchen war in meinem Zimmer! Und jetzt geht er nichts mehr in sein Bett!“

Was ich also tue: hochgehen, Möppel nochmal drücken und ins Bett befehligen, Möppelchen anmeiern (wollen) und ihn nicht im Zimmer finden. Stattdessen liegt er mit seinem Teddy in meinem Bett und stinkt. Also wickeln, mit freundlichen Worten erklären, dass zum Schlafen für Kinder die Kinderbetten da sind, CD anstellen, Decken sortieren und gute Nacht wünschen.

Dritter Anlauf: Notizen zu Terminen und Verschiedenem gemacht, hoffentlich halbwegs vorbereitet. Aber die Kollegin hat garantiert wieder noch drei Dinge auf dem Schirm, die ich nicht im Blick habe…

Ach ja, Unterricht für morgen planen wäre ja auch mal wieder ganz gut! Ups. Hatte ich mir schon fast abgewöhnt… Vorletzten Freitag (am Ende der Projektwoche) war ich ganz stolz, hatte die ganze neue Woche fertig geplant, den WP für die Monster sogar schon fertig kopiert. Aber dann kamen die Bazillen und streckten mich für die ganze Woche nieder. Pfui. Also Restart erst an diesem Montag – Tausend Zettelchen, Notizen und Krankmeldungen aufarbeiten und feststellen, dass die Monster in Abwesenheit von erster und zweiter Klassenleitung auch nur zu rund 50% anwesend waren. OK, dann einfach den WP von letzter Woche für diese nutzen. Läuft. Dienstag dann direkt Ganztagsfortbildung auswärts und Mittwoche mit der Klasse unterwegs (Kulturstrolche-Projekt).
Ist es nachvollziehbar, dass ich grade gar nicht mehr auf „normalen“ Unterricht eingestellt bin?

Naja, hilft nix. Fix auf Henri Matisse vorbereitet, was schon länger im Hinterkopf schlummerte. Mal sehen, wie die kleinen Monstermatisses sich morgen schlagen. Ach, und Freitag lerne ich dann endlich zum ersten Mal die erste meiner drei neuen Englischklassen kennen. Auch krass, dass das so lange dauert!

So, sorry für den langen Beitrag heute und/oder Glückwunsch zum Durchhalten!

Euch allen einen schönen Abend und eine gute Restwoche,
Katha

Halbwertszeit eines Lehrerblogs?

2017-11-02 11.25.47

Meinen kleinen Prima(r)Blog führe ich nun schon ein kleines Weilchen. Leider stelle ich selbst fest, dass ich nur noch phasenweise aktiv bin und nur selten zum Schreiben komme.
Vor allem im Bereich Material sah es zuletzt bei mir dünne aus – für Deutsch schreibe ich zur Zeit nur wenig selbst, weil ich noch soviel Lehrwerk für so wenig Schuljahr übrig habe. Über das, was ich in Englisch mache, habe ich gefühlt schon fast alles geschrieben. Da das aber eher nur ein Gefühl ist, möchte ich demnächst auch wieder mal mehr zum Bereich Englisch schreiben. Mit drei ersten Klassen parallel kann ich gerade meinen Unterricht sowas von reflektieren, evaluieren und weiterentwickeln 😉

Was mir auf grundschulblogs.de auffällt, ist ebenfalls eine teils ähnliche Entwicklung. Einige Blogs, die bei meinem Start noch „Zugpferde“ waren, sind ganz verschwunden oder nur noch außerhalb der Sammelseite zu lesen. Immer mehr Materialien werden nur noch kostenpflichtig angeboten oder gar nicht mehr. Neue Blogs sind aufgetaucht, viele fühlen sich für mich jedoch eher wie eine Vermarktungsplattform für die eigenen Dateien in den Bezahlbörsen an.
Hoffentlich kann ich mich und können sich auch andere wieder mehr dazu motivieren, über Unterricht zu schreiben und den vor einigen Monaten noch lebhafteren Austausch wieder etwas anzukurbeln. Denn wenn ich Material kaufen möchte, dann gehe ich auf die entsprechenden Seiten und suche gezielt dort.

Naja, mal sehen…
Einen schönen Abend euch allen noch,
Katha

Afrika-Projektwoche „Trommelzauber“

Bereits zum zweiten Mal befinden wir uns mitten in einer zauberhaften, musikalischen, spannenden Woche rund ums Trommeln und rund um Afrika.
Nach den extrem positiven Erfahrungen vor vier Jahren stand für unser Kollegium fest, dass wir gerne jedem Kind an unserer Schule die Erfahrung des Trommelzaubers zugänglich machen wollen und deshalb im Vierjahresrhythmus „unseren“ Soukou buchen wollen – das hat auch prima geklappt.

Nun von vorn und sortiert: diese ganze Projektwoche lang beschäftigt sich jede Klasse mit verschiedenen Aufgaben und Themenfeldern rund um Afrika. Parallel und sinnstiftend dazu haben wir Thomas Soukou vom Team Trommelzauber bei uns zu Gast, der mit allen Kindern gemeinsam und in den Jahrgängen bzw. Klassen trommelt, singt, Tänze einstudiert. Für jede Jahrgangsstufe gibt es im Anspruch passende Stücke, die eingebt und am Freitag zum Abschluss in einem großen Gesamtstück aufgeführt werden.

Es ist auch beim zweiten Mal wieder faszinierend, wie sich die Kinder (und auch wir Erwachsene) verändern, wenn zentral in der Turnhalle jemand das Sagen hat, der mit seiner großen Djembe und ein paar Trommelschlägen den Ton angibt, ohne viel zu sagen. Erstaunlich, wie nonverbal man etwas einüben kann und (das sah man heute am zweiten Tag) wie die Kinder nach nur einer Übungsphase große Teile ihres Tanzes schon beherrschen. Gut, uns fehlt der afrikanische Hüftschwung, aber vielleicht kriegen wir den bis Freitag noch hin…

Herrlich war es gestern auf dem Elternabend, zu dem ich eigentlich nur wiederwillig gegangen war. Man sah in den Gesichtern der anwesenden Eltern das gleiche Glühen, die gleiche Anstrengung und den gleichen Ehrgeiz wie bei ihren Kindern. Die Coolness wird vergessen und die Hemmungen sinken…

Was die Kinder lernen: afrikanische Lebenfreude und Musik, gemeinsam etwas lernen und aufführen (absolut inklusiv!!!), Rhythmusgefühl, die Einsicht, dass schwarze Menschen keine „Nigger“ sind u.v.m.
Was wir Lehrer lernen: afrikanische Lebenfreude und Musik, gemeinsam etwas lernen und aufführen (absolut inklusiv!!!), Rhythmusgefühl, die Einsicht, dass es auch ohne groß festgezurrte Pläne geht…

Ich freue mich nun auf drei weitere Trommeltage und hoffe, dass meine Muscheln (in die sich die 19 Monster gerade verwandeln) morgen auch mal etwas muschelhafter verhalten und weniger wie Elefanten auf meinen Nerven tanzen, wenn wir uns außerhalb von Soukous Reichweite im Klassenraum befinden.

Sawubona!
Katha

Einsicht

Und gleich noch eine Anekdote hinterher, diesmal aus dem Textverarbeitungskurs im dritten Schuljahr.
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In der dritten Textstunde dürfen die Kinder einen zuvor abgetippten Text nach ihren Wünschen formatieren und bekommen dazu vorab von mir eine kurze Einweisung in die Basics des Formatierens (Schriftart und -größe, fett/kursiv/unterstrichen). Ich formatiere am Beispieltext, die Kinder folgen recht gebannt meinen Tun via Beamer.

Plötzlich bricht es aus einem der Drittklässler heraus: „Aaah! Jetzt weiß ich, wie Lehrer Arbeitsblätter machen!“

Auch mal ne wichtige Einsicht, oder???

Beste Grüße,
Katha

* Entschuldigt das bescheidene Foto – dieses Whiteboard spiegelt IMMER!!! Und nein, das ist nicht die Beameransicht – die Leinwand hängt links daneben. 🙂

Huch!

In einer meiner letzten Englischstunden bekam ich eine herzhafte Umarmung vor Dankbarkeit von einem Drittklässler… huch!
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Wie es dazu kam? Zuerst suchte für die werkstattartig zu bearbeitenden Schreib- und Leseblätter ein sehr sensibler Schüler nach Partnern zum Arbeiten. Sein Wunschpartner lehnte aber ab, u.a. weil er schon mit seinem Sitznachbarn zusammen arbeitete und kein Platz mehr am Tisch war. Um nun aber den ersten Jungen nicht allein dastehen zu lassen, bot ich den dreien an, sie könnten sich ja alle zusammen an den runden Tisch auf dem Flur begeben und dann dort als Team arbeiten. Der Suchende blickte mich dankbar an, weil er so nun doch noch an seinen Wunschpartner kam und besgater Wunschpartner war es, der erst ungläubig „Echt? Wirklich echt?“ fragte und mich dann an sich drückte, weil ich ihm die Erlaubnis zur Arbeit auf dem Flur gegeben hatte. Da hatte er lange nicht hingedurft vorher…

Ist doch mal schön, wenn auch Kinder mit geringen Kompetenzen im emotional-sozialen Bereich so positive Gefühle ausdrücken können, oder?

Und bevor ihr fragt: Nein, die drei haben draußen nicht 100%ig still gearbeitet (was  auch an einigen ‚kontaktfreudigen‘ Viertklässlern lag), aber sie haben sicher gemeinsam fachlich und sozial mehr erreicht, als wenn ich sie unzufrieden/einsam im wuseligen Klassenraum gelassen hätte. Und nach meiner Erfahrung wächst das Vertrauen zu Lehrern auch daran, dass man den Kindern was zutraut und gelegentlich ein halbes Auge zudrücken kann.

Beste Grüße und eine Umarmung für euch,
Katha

* das Bild stammt aus der Einfügeoption „free photos“ von WordPress – ich habe keine Ahnung, wie ich da die Quelle angeben kann!!!

months & syllables

Zum Thema the year, the seasons & the months sind Übungen ja irgendwie schwierig. Man kann keine wirklich 100%igen Wort-Bild-Zuordnungen zu allen 12 Monaten machen wie sonst so oft und das ganze ist schon sehr schriftbildlastig.

Den Drittklässlern habe ich deshalb nach den üblichen Übungen mit den Monatskarten (Kim’s game, sequencing etc.) mal eine von den „Kleinen“ inspirierte Aufgabe gestellt:
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Die zuerst an die Tafel gemalten Silbenbögen erkannten die Drittklässler sofort und verstanden die Aufgabe somit ohne weitere Erklärungen. Einzig meine Forderung nach dem Sprechen eines ganzen Satzes nach dem Muster „May has got one syllable.“ war für manches Kind anspruchsvoll. Ein Anschrieb des Wortes „syllable(s)“ konnte da aber helfen…

Wichtig war mir das genaue Sprechen der Monatsnamen, vor allem bei June und July, die so eng beieinander liegen, aber eben nicht beide zweisilbig sind, und bei den ersten beiden Monaten, die ja länger sind als im Deutschen.

Beste Grüße,
Katha

Beobachtungsliste für Fachklassen „Englisch“

Viele von uns nehmen sich Jahr für Jahr viel vor, wenn es um die Dokumentation von Beobachtungen, Leistungen und Organisatorischem geht. Mir persönlich geht das nicht ein bisschen anders! Für meine eigene Klasse (Deutsch, SU, Kunst) bin ich inzwischen recht zufrieden mit den Schülerlisten und -seiten im Lehrerplaner.
Für meine Englischklassen nutze ich den auch – allerdings trage ich dort nur Noten von Tests ein, da mir die Spalten und Notationsmöglichkeiten zu knapp bemessen sind. Aber gerade in so einem mündlichen Fach wie Englisch ist es ja schon nötig, eine halbwegs gute Buchführung zu haben, damit man seine Noten vernünftig begründen kann…

Deshalb habe ich mir vor zweieinhalb Jahren eine Tabelle geschrieben, in die ich einige Dinge eintragen konnte: fehlendes Material, Heftführung, Vorlesen etc.


So richtig zufrieden war ich damit noch nicht, weshalb ich vor Kurzem für mich mal evaluiert und überarbeitet habe. Folgende Tabelle ist dabei herausgekommen, in der ich mehrere Vorlesenoten eintragen kann mit Datum und in der das Organisatorische noch etwas konkretisiert ist:
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Diese Listen drucke ich mir für jede Fachklasse aus (momentan vier Englischklassen) und trage sie in meinem Rucksack mit mir herum. Damit ich nicht jedes Mal meinen ganzen Planer herausholen muss, habe ich die Listen in einem einfachen Schnellhefter, in dem ich auch gleich noch Klarsichthüllen mit vorkopierten „Strafzetteln“ habe*. Wer mag, kann die Listen aber natürlich auch in den eigenen Planer integrieren.
Den Kindern versuche ich es immer transparent zu machen, warum ich manchmal diese Liste vor mir liegen habe, wenn sie etwas vorlesen und sie finden es dann nachvollziehbar und gut, dass ich mir Teilnoten aufschreibe, um sie fairer zu benoten. Denn trotz anderslautender Ansagen zu Schuljahresbeginn und ggf. zwischendurch meinen immer noch manchmal Kinder & Eltern, dass zwei Tests mit voller Punktzahl automatisch eine 1 auf dem Zeugnis herbeiführen müsten…

Hier gibt es die Liste leer als pdf (Englischklassen Beobachtungsliste) und, weil es bei Listen nur sinnvoll ist, als Worddatei (Englischklassen Beobachtungsliste).

Beste Grüße,
Katha

* Dabei handelt es sich wirklich um so wertvolle Maßnahmen wie Schreibe 10x „Ich muss auch für den Englischunterricht meine Hausaufgaben erledigen.“
Natürlich ändert das i.d.R. nichts am Verhalten des Kindes (genausowenig wie die vielen Drohungen), aber es musste zumindest etwas Zeit dafür aufwenden und durch die Unterschrift der Eltern kann ich auch mal belegen, dass das Problem nicht unbekannt sein kann…